»Gefährliche Propaganda«: Die NATO im Medienkrieg gegen Russland

Peter Harth

Die Mainstream-Medien beliefern uns mit Informationen über den Krieg in der Ukraine. Ihr ganzes Wissen haben sie von der NATO. Das Militär-Bündnis fährt aber einen Anti-Russland-Kurs und ist nicht neutral. Seine Informationen sind spärlich, widersprüchlich und niemand kann sie überprüfen. Auch unsere Regierungen nicht, die im guten Glauben den Strategiewechsel der NATO und die Aufrüstung gegen Russland absegnen.

Offenbar wacht jetzt auch die Politik auf. Europas Regierungen werfen General Phillip Breedlove »Übertreibungen« vor. Der Oberbefehlshaber der NATO würde »die militärische Rolle Russlands in der Ostukraine seit Ausbruch der Krise« falsch darstellen. Das Kanzleramt spricht sogar von»gefährlicher Propaganda«, die das Militärbündnis da betreibt. Die verunsichert in erster Linie die Europäer. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sieht das als so bedrohlich an, dass er persönlich bei NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg »intervenierte«.

So macht sich der Bock zum Gärtner: Die NATO streut Informationen über das bedrohliche Treiben der Russen, die Mainstream-Medien greifen das begierig auf und verbreiten in Europa Angst. Gleichzeitig rüstet das Militärbündnis auf und läutet einen neuen Kalten Krieg ein.

Unsere Regierungen segnen das sogar ab und verlassen sich auf die gesteuerten Informationen: Ja zum Strategiewechsel der NATO, Ja zu mehr Waffen. Nach dem Motto: »Wenn es stimmt, ist es notwendig.«

Eben: Wenn es stimmt. Können wir das aber nachprüfen? Nein. Die Mainstream-Medien verbreiten nur eine NATO-gefärbte Lesart. Die Ukraine ist das Opfer. Zuerst erobert Russland die Krim, dann entfacht es einen Krieg im Donbass.

Angeblich fahren russische Panzer ungeniert in die Ukraine ein, russische Luftabwehr und Artillerie stehen dort sowieso. Jetzt wird der Kalte Krieg im Baltikum heiß. Estland und Polen bitten die NATO um Hilfe, weil die Russen vor deren Grenze ihre Truppen zusammenziehen. Berichtet jedenfalls die NATO, die selbst Teil des Konflikts ist.

Niemand kritisiert die Informationspolitik der NATO

Wir müssen glauben, was die NATO sagt. Nachschauen kann niemand, denn das Militärbündnis verrät keine Details. Wo waren die Panzer, wann und wie viele? Nur mit diesen Informationen kann ein Journalist Anwohner befragen oder selbst nachschauen.

Seine Aufklärungsberichte hält das Militärbündnis geheim. Warum stören sich unsere Parlamentarier nicht daran, wie wenig sie eigentlich wissen? Es sind nur ganz wenige kritische Stimmen zu hören.

Christian Mölling berät für die Stiftung Wissenschaft und Politik den Bundestag und die Bundesregierung. Er müsste die Abgeordneten eigentlich ins Bild setzen, gibt aber zu:»Ich habe mich schon oft über die spärlichen Infos der NATO geärgert.«

Auch durch Schweigen macht man Politik

Die NATO schweigt sogar über das wahre Ausmaß der ukrainischen Kriegsverbrechen. Darüber berichten nur Menschenrechtsorganisationen, die vor Ort sind. Etwa Human Rights Watch: Kiew setzt Streumunition gegen die Rebellen ein und nimmt den Tod von Zivilisten in Kauf. Das ist selbst im Krieg verboten. Amnesty International berichtet über illegale Hinrichtungen durch die ukrainische Armee.

Offenbar nutzt aber die NATO ihr Informationsmonopol bei unseren Abgeordneten in eigener Sache. »Auch die NATO könnte Informationen über die Truppenbewegungen veröffentlichen«, sagt Mölling. Tut sie aber nicht.

Sie verfügt über die besten Spionage-Satelliten, ihre Bilder bleiben geheim. Nicht einmal beim Absturz der MH17 macht sie eine Ausnahme. Der niederländische Sicherheitsrat ist mit der Aufklärung betraut und erwähnt in seinem Zwischenbericht mit keinem Wort die Hilfe der NATO.

Der russischen Propaganda wird das Feld überlassen

Wenn das Bündnis doch einmal Satellitenbilder über Truppenbewegungen zeigt, kommen die gar nicht von der NATO, sondern von Digital Globe. Eine US-Firma, die Bilder an alle verkauft und auch Google Maps beliefert. Außerdem zeigt das einzige Bild vielleicht russische Truppen, vielleicht ukrainische. Wann es aufgenommen wurde und wo, das ist genauso unklar.

Die NATO hält ihre Fakten und ihre Satelliten zurück. Sie reagiert nicht einmal auf russische Propaganda. Auch nicht auf die, die sie leicht wiederlegen könnte. Sie überlässt den Russen und den Ukrainern das Feld, wohl aus gutem Grund: Dieser Stellvertreterkrieg eskaliert immer weiter und macht den Menschen in Europa Angst. Wenn am Ende nach mehr Sicherheit, also nach mehr Waffen, gerufen wird, dann ist die NATO der erste Gewinner.

Die Rolle der USA

Vor dem Ukraine-Konflikt wurden die Stimmen vor allem in Europa immer lauter, die fragten: Brauchen wir die NATO in Zukunft eigentlich noch? Wer will das jetzt noch laut sagen? Das westliche Verteidigungsbündnis erhebt sich wie ein Phönix aus der Asche. Mit freundlicher Unterstützung der USA.

Die denken offen über Waffenlieferungen an die Ukraine nach oder verspotten die Friedensinitiative der Europäer. Ein Klima der Angst und Verunsicherung macht die NATO wieder unentbehrlich. Das ist auch ein Sieg der USA, die das Bündnis anführen und es als ihren verlängerten Arm betrachten.

Die Zeiten der inneren Spaltung sind vorbei, als nach dem zweiten Golfkrieg nur noch die »Koalition der Willigen« übrig blieb und sogar der UN-Sicherheitsrat die Kriegspolitik der letzten Supermacht blockierte. In dem sitzt auch Russland – noch.

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Brüssel – die NATO bedroht niemanden

Samstag, 27. Dezember 2014 , von Freeman um 22:00

Wollt ihr einen Witz hören? Oana Lungescu, die Chefsprecherin der NATO in Brüssel hat am Freitag gesagt, „der westliche Militärblock stellt keine Bedrohung weder für Russland noch für irgendein Land dar.“ Als ich das gehört habe musste ich laut lachen. Ich könnte auch weinen, wenn ich mir die fürchterliche Auswirkung der NATO-Kriege und Bombenangriffe auf Serbien, Afghanistan und Libyen anschaue, bei dem zigtausende Menschen getötet wurden. Die Lügnerin Lungescu sagte dann noch weiter: „Alle Schritte welche die NATO unternimmt, um die Sicherheit seiner Mitglieder zu gewährleisten, sind ganz klar defensiver Natur, verhältnismässig und in Übereinstimmung mit internationalen Recht.“ Mich wundert, warum bei diesen Lügen ihr nicht die Decke auf den Kopf gefallen ist.

Ich bin ja auch so ein Dummerchen und muss das nur richtig sehen, nämlich durch die Augen der Kriegshetzer im NATO-Hauptquartier in Brüssel. Es ist alles andersrum, als ich dachte.

Serbien, Afghanistan und Libyen haben die NATO-Mitglieder bedroht und deshalb musste man rein defensiv und präventiv gegen diese Länder Krieg führen. Was hat die deutsche Bundesregierung gesagt? Deutschland muss am Hindukusch verteidigt werden. Eindeutig, weil Afghanistan Deutschland angegriffen hat. Ja, Horden von unsichtbaren Afghanen sind einmarschiert und haben auf Berlin geschossen. Libyen hat auch ganz fürchterlich die NATO-Länder bedroht und musste deshalb plattgebombt werden. Die norwegischen Piloten die ihre Einsätze flogen bekamen den Befehl von ihren Kommandanten in Brüssel, sie sollen einfach auf alles was irgendwie wertvoll aussieht eine Bombe drauf werfen. Das haben sie neulich in einer Reportage als Veteranen des Krieges im norwegischen TV gesagt.

Bomben auf Zivilisten werfen ist eindeutig verhältnismässig und kein Bruch des internationalen Rechts. Sicher nicht. Da muss ich Lungescu zustimmen. Sondern es handelt sich um den Schutz der Bevölkerung, um die Beglückung mit Demokratie und Verbreitung der europäischen Werte. Ich verstehe das völlig. Diese Kameltreiber muss man halt zu ihren Glück zwingen, auch mit Gewalt. Gucken wir nur wie Libyen nach der NATO-Bombardierung jetzt aussieht. Ein blühendes Land mit glücklichen Bewohnern, völlig in Frieden und im Wohlstand, mit funktionierender Regierung und staatlichen Diensten. Keine Spur von Chaos, Zerstörung und radikal islamischen Banden, welche die Menschen terrorisieren. Ja diese defensive Natur der NATO ist schon was Tolles.

Da für die NATO die Doktrin gilt, Krieg ist Frieden, ist dann auch ein Angriff nur Verteidigung und die Krise in der Ukraine haben nicht die USA und EU verursacht, nein, sondern Lungescu schrieb dann noch auf ihren Twitter-Konto: „Es sind Russlands Aktionen, einschliesslich aktuell in der Ukraine, welche das internationale Recht brechen und die europäische Sicherheit untergraben.“ Klar, denn Moskau hat den Putsch in Kiew organisiert und den gewählten Präsident Wiktor Janukowitsch gestürzt und nicht Washington. Mitten in der Krise absolviert die NATO auch keine Militärmanöver in der Ukraine und hat keine Soldaten dort, obwohl das Land gar nicht zum Bündnis gehört.

Die NATO hat auch nicht ein osteuropäisches Land nach dem anderen einverleibt und ist bis an die Grenze zu Russland vorgerückt. Nein, dieses hinterhältige Russland ist nach Westen gerutscht und die Russen sind plötzlich mitten in den NATO-Kasernen aufgetaucht. Die Raketen die in Polen aufgestellt werden, dienen auch nur der Verteidigung. Ja, sie sollen die anfliegenden Atomraketen aus Nordkorea und dem Iran die es nicht gibt abfangen, die auf europäische Städte gerichtet sind, hat man uns erzählt. Auch das Vorrücken von Kampfjets, Panzern und Soldaten in die baltischen Staaten und von Kriegsschiffen der NATO ins Schwarze Meer, darf man nicht als Aggression sehen. Sind alles nur friedliche Gesten voller Zurückhaltung.

Ich verstehe deshalb nicht, warum Präsident Putin am Freitag die NATO als grösste militärische Bedrohung für Russland bezeichnet hat. Wie kommt er nur darauf? Wo doch Lungescu noch sagte: „Die NATO wird weiterhin eine konstruktive Beziehung mit Russland suchen, aber das ist nur möglich, wenn Russland sich an internationales Recht hält – einschliesslich das Recht der Völker ihre Zukunft frei zu entscheiden.“ Das stimmt. Wie konnte auch Moskau den Willen der Krimbewohner im Referendum so deutlich ausgedrückt völlig missachten und sie nicht willkommen heissen? Wenn 95 Prozent eine Trennung von der Ukraine und Anschluss an Russland wollen, frei entschieden haben dort ihr Zukunft zu suchen, hat Moskau das zu akzeptieren.

Deshalb sind die Strafmassnahmen der USA und EU gegen Russland durch Sanktionen völlig berechtigt. So ein Wirtschaftskrieg darf Moskau nicht als feindlicher Akt sehen, sondern ist nur ein freundlicher Hinweis sich besser zu benehmen. Auch der Krieg mit dem tiefen Ölpreis und der Währungskrieg gegen den Rubel stellen überhaupt keine Bedrohung für Russland dar. Die Frage, warum es die NATO überhaupt noch gibt und warum dieses „Verteidigungsbündnis“ sich nicht mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion aufgelöst hat, ist eine Frechheit zu stellen. Auch die Behauptung, die NATO ist nur noch die Schlägertruppe der westlichen Konzerne zur globalen Markterweiterung, ist eine Unverschämtheit. Das westliche Kriegs-, ich meine, Friedensbündnis bedroht niemanden, HAT ES NOCH NIE … , ist doch so offensichtlich!

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/12/brussel-die-nato-bedroht-niemanden.html

Russlands neue Militärdoktrin betrachtet NATO als Hauptgefahr

Flagge der NATO

Flagge der Nato Quelle: Wikipedia

Die NATO gibt sich schockiert trotz Aufrüstung in Osteuropa

Jason Ditz

Der russische Präsident Vladimir Putin hat eine neue Militärdoktrin für die nächsten fünf Jahre unterzeichnet, die von der Ostexpansion der NATO als Hauptbedrohung der Russischen Föderation von außen ausgeht. Die vorhergehende Doktrin aus dem Jahr 2010 besagte im Wesentlichen das Gleiche.

NATO-Vertreter äußerten sich schockiert über die Doktrin, obwohl Russland seine Bedenken schon seit Jahren öffentlich bekannt gegeben hat, und die NATO ihre Expansion nach Osten weiterhin anpreist und behauptet, dass sie keine Bedrohung für Russland darstellt.

Natürlich hat sich jede Konferenz der NATO in diesem Jahr um die Annahme gedreht, dass Russland eine militärische Gefahr für Europa bildet, und NATO-Länder haben gleichzeitig auf eine militärische Verstärkung an der russischen Grenze gedrängt, so dass die russische Reaktion in Wirklichkeit die Vorgangsweise der NATO spiegelt.

Die Bedenken bezüglich der Ostexpansion der NATO sind zur Zeit für Russland besonders groß, nachdem die Regierung der Ukraine in diesem Monat ihre lange bestehende Neutralität abgeschafft hat und offen die Mitgliedschaft in der NATO anstrebt.

In der Tat wollen praktisch alle Nachbarn an der Grenze Russlands zum Westen Mitglieder der NATO werden, und viele haben territoriale Auseinandersetzungen mit Russland. Diese Konflikte behindern die NATO-Mitgliedschaft in den Fällen Georgien und Ukraine, aber die Vereinigten Staaten von Amerika und weitere Länder, die einen Vorwand für eine weitere Aufstockung des Militärs suchen, unterstützen die Expansion kräftig.

erschienen am 26. Dezember 2014 auf > Antiwar.com >Artikel

http://antikrieg.com/aktuell/2014_12_27_russlands.htm

USA – die Scheindemokratie

Wie Wladimir Putin die NATO-Strategie umgedreht hat

Thierry Meyssan (voltairenet)

Russland reagiert auf den Wirtschaftskrieg, den die NATO ihm liefert, so wie Russland es in einem konventionellen Krieg getan hätte. Es ließ sich von den einseitigen Sanktionen treffen, um desto besser seinem Gegner das Schlachtfeld aufzudrängen, das Russland gewählt hat. Zur gleichen Zeit hat es Abkommen mit China gemacht, um seine Zukunft zu schützen, dann mit der Türkei, um die NATO zu stören. Wie einst gegenüber Frankreich oder Deutschland könnte seine anfängliche Niederlage die Garantie für den Endsieg sein.

JPEG - 15.4 kBWährend des jährlichen Sicherheit-Gipfels der von der Bertelsmann-Stiftung und der NATO in München im Jahr 2007 organisiert wurde, hatte Präsident Wladimir Putin betont, dass das Interesse der Westeuropäer nicht mehr nur jenseits des Atlantik läge, sondern auch und vor allem mit der Russischen Föderation. Seit diesem Zeitpunkt hat er dauernd versucht Wirtschaftsbeziehungen aufzubauen, einschließlich des Baus der Nord Stream-Pipeline unter der Leitung des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Die USA ihrerseits hat alles getan, um diese Annäherung zu verhindern, durch die Organisation des Kiew-Putsches und die Sabotage der South Stream-Pipeline.
Laut der atlantischen Presse wäre Russland stark von den einseitigen “Sanktionen” betroffen worden – in Wirklichkeit wirtschaftliche Kriegshandlungen -, die anlässlich dem Beitritt der Krim zur Föderation oder der Zerstörung der Malaysia Airlines Boeing und dem Rückgang des Ölpreises verhängt wurden. Der Rubel hat 40 % seines Wertes verloren, die unnötigen Investitionen in die Gas-Pipeline South Stream kosteten $ 4,5 Milliarden und das Lebensmittel-Embargo $ 8,7 Milliarden. Letztlich versichert die atlantische Presse, dass Russland jetzt ruiniert und politisch isoliert sei.

Die atlantische Presse ignoriert jedoch die wirtschaftlichen Kriegsfolgen der Europäischen Union. Abgesehen von dem Lebensmittel-Exportverbot, das ganze Landstriche ihrer Landwirtschaft zerstören könnte, wird der Verzicht auf South Stream ernsthaft die Zukunft der Union belasten, weil es die Energiepreise anheben wird.

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Der Rückgang des Rubels gegenüber dem Dollar Quelle: Boursorama

Es scheint, dass die einseitigen “Sanktionen” als unerwartete Folge zum Absturz der Ölpreise geführt hätten. Tatsächlich fingen diese am 20. Juni an, doch gingen sie über die üblichen Schwankungen erst Ende Juli hinaus, während der ersten wirtschaftlichen Sanktionen. Der Ölpreis ist vollkommen unabhängig vom Gesetz des Angebots und Nachfrage, aber wie immer auf einem spekulativen Markt hängt er von dem Volumen des Spekulanten-Kapitals ab; nun hat der Abzug des russischen Kapitals bei der Ankündigung der Sanktionen die Bewegung beschleunigt. Zuerst hatte man den Rückgang des Ölpreises der Bemühung von Saudi-Arabien zugeschrieben, um die amerikanischen Schiefergas- und nicht-konventionellen Erdöl-Investitionen zu stören, aber beim Treffen der OPEC stellte sich heraus, dass die Saudis wahrscheinlich daran nicht schuld waren. Darüber hinaus schien es unmöglich, dass Saudi-Arabien gegen seinen amerikanischen Lehensherrn spekuliert.

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Der Rückgang des Ölpreises Quelle: Boursorama

Wie auch immer, Russland hat Washington mit der Umkehrung des diplomatischen Schachbretts überrascht: Wladimir Putin besuchte die Türkei, einen NATO-Staat, kurz nach US-Vizepräsident Joe Biden, um dort gigantische Wirtschaftsabkommen zu beschließen. Sie umgehen nicht nur die einseitigen Sanktionen der Allianz, sondern sie stören sie zutiefst.

Die aktuelle Türkei ist ein Staat, der allmählich wieder eine schreckliche Diktatur wird. Laut dem State Department – obwohl es mit einem Mitglied der NATO entgegenkommend ist – wird das Internet zensiert. Die Regierung hat die Macht missbraucht, um die Korruption-Ermittlungen gegen ihre Mitglieder und deren Familien einzustellen; sie hat die Offiziere und Richter, die diese Untersuchungen geführt haben, streng bestraft. Minderheiten haben keine Rechte, mit Ausnahme der drei Minderheiten des Vertrages von Lausanne aus 1923; die Erdogan-Regierung hat hunderte politische Gefangene (hauptsächlich höhere Offiziere, die sich schuldig gemacht haben, Kontakt mit der chinesischen Armee aufgenommen zu haben, politische Oppositions-Führer, Journalisten und Anwälte); Folter ist weit verbreitet und willkürliche Verhaftungen und außergerichtliche Hinrichtungen sind Gang und Gebe.

Präsident Erdoğan hat sich den größten Palast der Welt bauen lassen. Es geschah in einem Naturpark, obwohl die Justiz es ihm verboten hatte. Er kostete seinen Steuerzahlern $ 615 Millionen.

Die kriminelle Abdrift der Erdogan-Regierung ist eine ernste Angelegenheit innerhalb der NATO geworden. Umso mehr, als die Türkei sich auch als ein widerspenstiger Verbündeter entpuppt. Somit besteht sie weiterhin darauf, die Dschihadisten in ihrem Kampf gegen die Kurden (noch überwiegend sunnitisch) zu unterstützen, statt der US-Koalition gegen das islamische Emirat aktiv zu helfen. Deshalb besuchte Vizepräsident Joe Biden am 22. November Ankara, und zwar eindeutig um auf Präsident Erdoğan Druck auszuüben, falls er sich nicht der US-Ordnung fügen sollte.

Nun, am 1. Dezember ging Wladimir Putin auch nach Ankara. Indem er wirtschaftliche Themen von den politischen trennte, legte er ein seit langem vorbereitetes Angebot vor: ein beispielloses wirtschaftliches Bündnis zwischen den beiden Nationen. Präsident Erdoğan verstand, dass dieses unerwartete Angebot sein einziger Ausweg gegenüber Washington war, und unterzeichnete alle Dokumente, die von den Russen geschrieben waren. Er akzeptierte die Vergrößerung der Unterwasser-Pipeline, die sein Land mit Russland über das Schwarze Meer verbindet. Er kaufte günstig russisches Gas und auch zivile Kernkraftwerke, um seine Industrie zu versorgen. Trotz des Embargos von allen anderen atlantischen Staaten hat er seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse nach Russland geliefert; und so weiter.

Das türkische Problem verwandelt sich für die NATO in einen Alptraum.

Wladimir Putin hat seine Meinung über Recep Tayyip Erdoğan sicherlich nicht geändert. Er ist und bleibt ein kleiner Krimineller, Mitglied der Muslimbruderschaft, der mit Hilfe der CIA an die Macht gekommen ist und der sich jetzt wie ein echter Mafia-Boss verhält. Aber der russische Präsident ist gewohnt, mit Oligarchen oder Staatschefs aus Zentral-Asien, die nicht mehr wert sind, zu verhandeln. Ihm selbst ist es gelungen in den Kreml zu kommen, indem er sich in den Kreis von Boris Jelzin und Boris Beresowski infiltrierte.

Recep Tayyip Erdoğan seinerseits weiß genau, dass er seine Macht der NATO verdankt und dass sie heute mit ihm abrechnet. Er hat kein Problem, den großen Spagat zu machen: politisch verbündet mit Washington und wirtschaftlich mit Moskau. Er weiß, dass noch kein einziger Staat das Bündnis verlassen konnte, aber er stellt sich vor, mit diesem Doppelspiel an der Macht bleiben zu können.

Beobachten wir nun die Politik von Wladimir Putin.

Die Stärke der Vereinigten Staaten beruht auf ihrer Währung, die sie dem Rest der Welt über die Kontrolle des Ölmarktes und durch ihre Armee aufzwingt.

Die NATO hat einen Wirtschaftskrieg gegen Russland gestartet. Für die Zwecke der Propaganda verbirgt sie ihre Angriffe unter dem Titel “Sanktionen”. Aber Sanktionen würden eine Anklage bedeuten, einen Prozess und ein Urteil. Nicht in diesem Fall. Die wichtigsten “Sanktionen” wurden sogar nach der Zerstörung eines Zivil-Flugzeuges in der Ukraine beschlossen, obwohl aller Wahrscheinlichkeit nach es von den neuen Behörden von Kiew abgeschossen wurde.

Als Reaktion darauf hat Wladimir Putin die Zukunft seines Landes von Westeuropa abgewendet und in den Fernen Osten verlagert, indem er die größten Aufträge der Geschichte mit seinen chinesischen Partnern unterzeichnete. Dann verwendete er die Türkei gegen die NATO, um die kommerziellen „Sanktionen“ des Westens zu umgehen. Ob es nun mit China oder der Türkei geschieht, Russland verkauft seine Energie in lokaler Währung oder per Tausch, nie aber in Dollar.

Russische Experten haben ausgerechnet, dass Washington eingreifen würde, wenn die Ölpreise mehr als sechs Monate lang unter 60 Dollar pro Barrel blieben. Vor zwei Monaten bezeugte der Gouverneur der russischen Zentralbank, Elvira S. Nabiullina, vor der Staatsduma, für dieses Szenario bereit zu sein, weil ihre Institution genug Reserven habe.

Auch wenn im Moment Russland von dem wirtschaftlichen Angriff der NATO ernsthaft betroffen ist, könnte sich die Situation in sechs Monaten ändern. Um seine Herrschaft über den Rest der Welt zu erhalten, wäre Washington gezwungen zu intervenieren, um den Ölpreis anzuheben. Aber in der Zwischenzeit wird dieser Krieg die Europäische Union und die NATO sehr angeschlagen haben, während Russland seine Wirtschaft auf die chinesischen Verbündeten übertragen hat.

Letztlich handelt Russland hier, wie Russland es immer getan hat. Zuvor übte es die “Strategie der verbrannten Erde” als das Frankreich von Napoleon oder Hitlers Deutschland eindrang. Es hat selbst seine eigenen Güter anstelle der feindlichen Truppen vernichtet und zog sich weit nach Osten zurück. Dann stürmte es gegen die von ihrem langen Eindringen erschöpften Eindringlinge.

Übersetzung Horst Frohlich

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Kanonenfutter für die NATO

Die Leyen-Darstellerin, zugleich auch Kriegsministerin der BRD, wirbt im neu eingerichteten »Showroom« in der Berliner Friedrichstraße für neues Kanonenfutter für die Nord Atlantische Terror Organisation (NATO).

In den “Qualitätsmedien” wird diese kriegstreiberische Organisation auch als Friedens- und Verteidigungsbündnis bezeichnet.

Wie wir alle inzwischen wissen, hat sich diese “Friedens”Organisation rund um Russland ausgeweitet – natürlich nur, um Russland vor feindliche Angriffe zu schützen. Das muss man den NATO-Mitgliedsstaaten hoch anerkennen. Wenn es darauf ankommt, schützen sie auch ihre Feinde vor außerirdischen Angriffen.

Laut GG sind zwar Bundeswehreinsätze im Ausland nicht erlaubt, aber welcher Polit-Darsteller hält sich schon an Gesetze. In Afghanistan z.B. befinden sich die deutschen Soldaten  nicht in einem Krieg, sondern wie es aus dem Bundestag und der deutschen Presselandschaft, sowie aus den TV-Medien immer wieder hallt, auf Friedensmission (Enduring Freedom). Aber nicht nur in Afghanistan, sondern an 17 Konflikten der Welt sind derzeit etwa 4.700 deutsche Soldaten beteiligt (s. Link oben).

Ende 2001 wurde die militärische Beteiligung am Afghanistan-Krieg von der rot-grünen Bundesregierung beschlossen. Bisher mussten 54 deutsche Soldaten für ihre Friedensmission in Afghanistan ihr Leben lassen.

Geschätzte Kosten: 26-47 Mrd. Euro. Jedes weitere Jahr für den Friedenseinsatz in Afghanistan, den der Bundestag auf Befehl von Washington genehmigt, kommen weitere 2,5-3 Mrd. Euro hinzu. Umgerechnet zahlt jeder Deutsche ca. 580 Euro für die Friedensmission (oder für das weltweite Drogennetzwerk der CIA?) in Afghanistan.

Zurück zur Nato. Vor gut 25 Jahren gab es noch den “Warschauer Pakt”, der ja der Aggressor schlecht hin war. Seitdem dieser nicht mehr existiert, er wurde am 1 Juli 1991 aufgelöst, gibt es, dank der NATO nur noch Frieden auf der Welt. Da können wir als Deutsche doch froh sein, der “Friedens”Organisation NATO anzugehören. So zumindest wird es uns von den US-gesteuerten Medien vermittelt.

Quelle: jasminrevolution

Jetzt aber scheint es mit dem Frieden, den uns die NATO bislang in Europa beschert hat, langsam vorbei zu sein. Ein unbeugsamer Russe, namens Putin, will angeblich die von der USA in die Pleite getriebene Ukraine zurückerobern. Die Krim, so wird es in den prowestlichen Medien immer und immer wieder hinausposaunt, hat dieser unbeugsame Bösewicht bereits annektiert, obwohl sich die Bewohner der Krim in einem Referendum mit 96,77 Prozent klar für eine Wiedervereinigung mit Russland entschieden haben. Diese überwältigende demokratische Entscheidung war für die USA, die NATO und die EU eine herbe Ohrfeige. Fortan sollte nach dieser Entscheidung in Osteuropa massiv aufgerüstet werden. Direkte Demokratie, wie auf der Krim stattgefunden hat, ist in den USA und in der EU ein Fremdwort. Dort werden in der Regel Entscheidungen gegen die Interessen der Bürger getroffen.

Da ein Großteil der Soldaten der Bundeswehr weiterhin ihr Leben für die Friedensmission in Afghanistan riskieren, muss unbedingt neues Kanonenfutter für einen möglichen Kriegseinsatz gegen Russland, um den Frieden in Europa zu wahren, rekrutiert werden. Alle arbeitslosen Jugendlichen in Europa sind als Kanonenfutter in der Bundeswehr herzlichst willkommen. Eine gute Ausbildung, gutes Gehalt und eine attraktive Pension für die Hinterbliebenen werden garantiert.

Die Bundeskanzlerin und die Kriegsministerin freuen sich über jeden Bewerber. Gute Chancen haben junge Bewerber, die als Kanonenfutter für die NATO dienen wollen, mit folgendem Profil:

  • Eine Vorliebe für Kriegsspiele und Waffen
  • Obrigkeitsdenken und Gehorsamkeit
  • Freundliche Gesinnung gegenüber der USA und der NATO
  • Russenhasser

Allein bei den letzten beiden Profilpunkten dürften Vertreter aus deutschen Medien und System-Parteien Schlange stehen. Davon gibt es schließlich reichlich. Die größten Kriegstreiber werden auch die Ersten sein, die an forderster Front kämpfen dürfen. Der Vorteil dabei ist, dass sich die größten Kriegstreiber dann endlich einmal nicht nur verbal, sondern sich auch direkt im Kriegsgebiet profilieren können.

Jeder geeignete (die Bundeswehr nimmt auch gehirnamputierte) Bewerber kann sich sogar auch noch seinen Einsatzort selbst aussuchen. Es sind genügend strategische Orte vorhanden, wie auf der Karte rechts zu erkennen ist. Jeder Kriegsfanatiker kann somit selbst entscheiden, wo er für die NATO- und US-Verbrecher in die ewige Jadggründe einkehren möchte.

Vorbereitung zu einem Angriffskrieg gegen Russland?

Die NATO wurde als Gegengewicht zur Soviet Union gegründet! Die Soviet Union existiert nicht mehr, doch die NATO ist immer noch da! Sie ist sogar größer als zuvor! Und sie rückt bis an die Grenzen Russlands vor!

Leider ist die Masse nicht im Stande, nachzudenken, denn sie liest ja die BLÖD, den SPIEGEL, die ZEIT, die TAZ, die FAZ, den Stern, den Focus … und schaltet regelmäßig jeden Abend die Lügenschau (ARD) und das lügen-journal (ZDF) ein. Ganz abgesehen vom Abonnement der regionalen Tageszeitung.

“Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.” (Carl Gustav Jung)

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Krieg mit Russland: NATO bereitet sich vor

Wolfgang Eggert

Man dachte die Zeiten wären passé. Von wegen! Der seit Monaten währende Kalte Krieg der westlichen »Werte«-Gemeinschaft könnte bald heiß werden. So sieht es jedenfalls die NATO-Führung.

»NATO-Eingreiftruppe gegen Russland

Wegen der Ukrainekrise richtet die NATO ihre Strategie neu aus. Die Außenminister der 28 Mitgliedsländer beschlossen, 2015 eine Eingreiftruppe gegen etwaige Bedrohungen aus Russland aufzustellen. Die NATO wirft Russland »aggressives Verhalten« gegen die Ukraine vor und befürchtet ähnliches Vorgehen auch gegen Mitglieder der Allianz im östlichen Mitteleuropa. Die geplante Eingreiftruppe soll im Notfall binnen Tagen zum Beispiel ins Baltikum oder nach Polen verlegt werden können. Deutschland wird dafür einen großen Teil der Soldaten stellen.«

So stand es gestern im Onlineauftritt des in einem guten Dutzend Sprachen empfangbaren Senders euronews zu lesen. Man hat sich nicht verlesen: »NATO-Eingreiftruppe GEGEN Russland«. Das ist die Überschrift. Wörtlich.

Zum Hintergrund: Anfang des Jahres beendete ein von der EU und der NATO unterstützter Umsturz in Kiew Putins Plan, eine EU-ähnliche Ost-Wirtschaftszone aufzubauen, an der auch die Ukraine mitwirken sollte.

Als das von faschistischen Parteien mitgetragene Maidan-Regime anschließend daran ging, im Land Minderheitenrechte außer Kraft zu setzen, kam es in den mehrheitlich russisch besiedelten Regionen des Ostens und Südens zu Protesten, die schließlich in eine offene Erhebung mündeten.

Im März verließ die Krim (60 Prozent Russen, 25 Prozent Ukrainer) das ukrainische Staatsgebiet und erklärte sich schließlich zum Teil Russlands – das russische Parlament segnete den Vorgang ab.

Obwohl die Ukraine nicht Teil der NATO war und ist, erklärte daraufhin der Mitgliedsstaat Litauen den Bündnisfall (der die Partner bei einer Aggression von außen zu militärischem Beistand verpflichtet) für eingetreten: Die NATO, so tönte es aus dem Baltikum, müsse gegen Russland marschieren. Bei einem Besuch in Warschau verwies Kanzlerin Merkel, von der polnischen Regierung »in die Pflicht genommen«, ebenfalls auf den Bündnisfall.

Entgegen früherer Absprachen mit Moskau schließt das in zahlreichen Konflikten rund um den Globus (zuletzt Libyen) erprobte westliche »Verteidigungs«-Bündnis eine NATO-Aufnahme der Ukraine inzwischen nicht mehr aus.

Genau hier aber liegt eine, wenn nicht die rote Linie des Kreml. Russische Militärs und Regierungspolitiker haben bereits mehrfach Krieg als nahezu unvermeidlich bezeichnet, sollte das transatlantische Militärbündnis die Ukraine »übernehmen« und dort direkt an die russische Grenze vorrücken.

Beängstigende Warnungen kommen auch aus pro-westlichen Kreisen. Ex-Präsident Michail Gorbatschow, der in den 80er-Jahren mit seiner neuen Außenpolitik das Ende der Sowjetunion einleitete, sah bereits im Spätsommer einen Dritten Weltkrieg(!) heranrücken. Putin werde»provoziert, den Rüstungswettlauf aufrechtzuerhalten«, so der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1990. Und weiter:

»Die größte Gefahr geht vom militärisch-industriellen Komplex aus. Kreise, die an einer Aufrüstung interessiert sind, wollen den Anschein erwecken, dass die Lage beängstigend sei. Dabei wollen sie uns nur an den Gedanken eines neuen Krieges gewöhnen – eines Dritten Weltkriegs.«

Die Welt stehe an einem Wendepunkt der Geschichte. Willi Wimmer, von 1985-1992 verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, pflichtete Gorbatschow bei: »Krieg wird in Europa nicht immer wahrscheinlicher. Er wird konsequent vorbereitet«, so Wimmer. Die Verantwortung dafür liege bei den USA.

 

NATO-Osterweiterung in den letzten 65 Jahren

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General Breedlove kündigt weitere Hilfe für das ukrainische Militär an, prangert die russische ‚Militarisierung’ an

Daniel McAdams (antikrieg)

Gleich anschließend an den Besuch des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Joe Biden verspricht heute der Oberbefehlshaber der NATO in Europa General Philip Breedlove in Kiew verstärkte militärische Unterstützung für die von den Vereinigten Staaten von Amerika gestützte dortige Regierung. Während das Regime in Kiew einen weiteren Angriff auf abtrünnige Regionen im Osten des Landes vorbereitet, kündigte General Breedlove heute an:

Wir helfen dem Militär der Ukraine, seine Kapazitäten zu erweitern … [um] es immer kompatibler mit unseren Kräften zu machen.

Breedlove wiederholte einmal mehr die Beteuerung der NATO, dass das russische Militär in der Ostukraine operiert und behauptete, dass die Russen das „Rückgrat“ der Kräfte bilden, die für die Unabhängigkeit von der Kiewer Herrschaft kämpfen.

Diese jüngste Beteuerung der NATO betreffend russische Beteiligung in der Ostukraine kommt nach 36 – gezählten – vorhergehenden Behauptungen einer russischen Invasion der Ukraine seit Februar. 36 Einmärsche in die Ukraine, aber die NATO kann immer noch kein einziges Foto einer russischen Militärpräsenz vorweisen. Entweder ist die russische die geheimste Armee in der Geschichte der Kriegsführung, oder die NATO-Führer führen diejenigen an der Nase herum, denen zu dienen sie bezahlt werden.

Während er den Alliierten in der Westukraine mehr Militärhilfe der Vereinigten Staaten von Amerika versprach, verurteilte Breedlove die „Militarisierung“ der Halbinsel Krim, indem er auf mögliche Stationierungen eines russischen Raketenabwehrsystems in dem Gebiet hinwies, das vor kurzem wieder Russland beigetreten war.

Abgesehen von ihren aus der Luft gegriffenen Behauptungen über eine russische Invasion der Ukraine haben die NATO und die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika wiederholt jede russische Präsenz in der Nähe der Ukraine auf russischem Territorium verurteilt.

Mittlerweile berichteten die Medien, dass militärische Ausrüstung der NATO, die in verschiedenen Militärübungen in diesem Sommer an der russischen Grenze benutzt wurde, nicht zurück an ihre Standorte gebracht, sondern in den neuesten NATO-Mitgliedern in Osteuropa verbleiben wird.

Früher in diesem Monat forderte General Breedlove, dass mehr NATO-Soldaten an den russischen Grenzen stationiert werden sollen, um dem zu begegnen, was er als zunehmende russische Bedrohung bezeichnet.

Im Pentagon sagte General Breedlove in diesem Monat:

Aufgrund des gestiegenen Drucks, den wir jetzt in Osteuropa fühlen, und aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen, die wir in den Baltenstaaten, in Polen und Rumänien setzen, benötigen wir zusätzliche turnusmäßige Präsenz …

Laut dem neu ernannten Befehlshaber des NATO Allied Land Command (LANDCOM) Generalleutnant Ben Hodges wird die vermehrte Anwesenheit von Soldaten und Gerät an Russlands Grenzen auch 2015 und 2016 fortgesetzt. „Das wird weitergehen,“ sagte er diese Woche.

Die NATO steigert ihre militärische Präsenz an Russlands Grenzen, während sie Russland wegen Militarisierung verurteilt.

http://krisenfrei.de/general-breedlove-kuendigt-weitere-hilfe-fuer-das-ukrainische-militaer-an-prangert-die-russische-militarisierung-an/

NATO sehnt händeringend russischen Einmarsch in die Ost-Ukraine herbei

Was würde die NATO für solche Bilder geben... / Screenshot YouTube

Was würde die NATO für solche Bilder geben… / Screenshot YouTube

_von Willy Wimmer

Es fällt in diesen Tagen besonders auf, in welchem Maße die deutschen Staatsmedien hinterherhinken. Die abendliche Meinungskeule ist so pastoral-penetrant wie eh und je, wenn man vor lauter politischer Korrektheit nicht weiß, wie man im Studio seine Füße stellen soll. Schaut man sich außerhalb des eigenen Landes um, pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Entweder gelingt es bei den Atomverhandlungen mit dem Iran, die zwischen dem kommenden 18. und dem 24 November in einen finalen Zustand kommen sollen, die schwelenden Regionalkonflikte zu entschärfen oder wir müssen uns-ohne eigenes Zutun-damit abfinden, die Lunte für den nächsten großen Globalkonflikt glimmen zu sehen.

Dabei gibt es Entwicklungen, die uns näher liegen und Dinge, die uns den Konflikt einige Flugstunden entfernt scheinbar vom Halse halten. Auch das Treffen der Pazifik-Anrainer in der chinesischen Hauptstadt Peking hat deutlich gezeigt, dass eigentlich nicht viel fehlt. Entweder erhält die Vernunft und der Respekt vor dem Elend, das zu erwarten ist, eine Chance oder die Dinge reifen, um ausgekämpft zu werden. Die Welt hat seit Jahrzehnten nicht eine solche Lage gesehen, wie sie uns am Ende des Jahres 2014 ins Haus steht.

Wir in Europa und das, was sich zum Westen zählt, sollten dabei nicht die Erinnerung daran vergessen, in welcher moralischen, wirtschaftlichen, finanzpolitischen und allgemein-politischen Lage wir am Ende des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung Deutschlands dagestanden sind. Und heute? Selten ist eine Lage, die es uns erlaubt hätte, wirksam gegen das Elend in der Welt vorzugehen, so verspielt worden, wie wir es heute feststellen müssen. Der Westen hat ausschließlich durch eigene Schuld eine glänzende Ausgangsposition für jede mögliche Herausforderung über Bord geworfen. Warum? Weil wir uns in einem aus vielen Gründen notwendigen Bündnis mit einer Macht befinden, die seit mehr als einem Jahrzehnt im wahrsten Sinne des Wortes um sich schlägt und alle Regeln, die uns eine Chance auf eine friedlichere Welt gegeben hatten, willentlich außer Kraft gesetzt hat. Wir waren im Schlepptau. Heute können wir nur beten, dass uns der Konflikt in der östlichen Ukraine nicht mehr als nur das nächste Weihnachtsfest verhagelt.

Es war eben nicht förderlich, dass die Russische Föderation am Ende des Kalten Krieges und dem Ende der Sowjetunion eine Feder im Wind geworden war, die als Mit-Anker jeder europäischen Stabilitätsordnung lange Zeit ausgefallen ist. Die in Moskau und wir in Bonn oder Berlin mussten mit ansehen, wie Washington alles aufrollte, was ihm vor die Flinte gekommen ist. Der Westen- und wir dabei mit-hat nichts Konstruktives damit anfangen können, erfolgreich eine Konfrontation in einer globalen Großregion erfolgreich bestanden zu haben. Und jetzt? Jetzt nimmt es uns förmlich den Atem, dass die Russische Föderation wieder auf der weltpolitischen Bühne steht, nachdem sie mit den völkerrechtswidrigen Kriegen gegen Belgrad, Bagdad, Damaskus und Tripolis die neue amerikanische Vorgehensweise leidvoll und auch als gegen sie gerichtet empfinden musste.

Alles spricht derzeit dafür, dass der amerikanisch dominierte Westen weder mit der russischen Sprachlosigkeit noch der heutigen Rückkehr der Russischen Föderation als global agierende Macht zurechtkommt. Die Europäische Union reiht sich in diese Riege natürlich tatkräftig ein, wie die neue Außenbeauftragte der bereits jetzt über ihren Präsidenten Jean-Claude Juncker aus Washington zielgerichtet krisengeschüttelten EU-Kommission deutlich macht. Wer, wie Federica Mogherini, bereits in der ersten öffentlichen Erklärung deutlich macht, die künftige Politik gegenüber Moskau eng mit der NATO abstimmen zu wollen, der macht doch klar, wie wenig er zu sagen haben will. Wir tragen doch die Hauptlast der uns aufgezwungenen Sanktionen.

Frau Mogherini macht keinen Hehl daraus, dass diese von Washington uns gegenüber erzwungenen Sanktionen keinen Einfluss auf die russische Führung haben. Ja, warum haben wir diese Sanktionen denn noch und warum haben wir sie denn überhaupt erlassen?

Der Westen kommt mit dem Bild auch nicht länger durch, das mit diesen Sanktionen der staunenden und zunehmend betroffenen Öffentlichkeit vorgespielt worden ist. Sollte damit gesagt werden, dass durch Einfluss auf Moskau und Kiew stabilitätsfördernde Maßnahmen durch den Westen ergriffen worden sind? Mitnichten, weil jeder in Europa und auf dem Globus weiß, in welchem Umfang die Sanktionen parteiische Vorgehensweise gegenüber Moskau  im Sinne der westlichen Vorgehensweise in Kiew darstellen. Im militärischen Bild sind die Sanktionen dem vergleichbar, was zusätzliche Panzerdivisionen zur Absicherung der eigenen Offensive gegen ein friedliches Land, der Russischen Föderation nämlich, bewirken sollen.

Es bedurfte noch nicht einmal der veröffentlichten Telefonate der amerikanischen Staatssekretärin, Victoria Nuland, um die allgemeine westliche Strategie in der Ukraine zu begreifen. Der Westen hat an Präsident Viktor Janukowitsch und das Oligarchen-Festival in der Ukraine nichts auszusetzen gehabt, solange er bereit zu sein schien, die entsprechenden Verträge mit der Europäischen Union zu unterschreiben. Neue und alte EU-Kommissare haben in den letzten Wochen klar gemacht, wie fehlerhaft die europäische Politik in diesem Zusammenhang gewesen sei. Mist eben, wohin man blickt.

Noch in der Nacht nach den Morden von Kiew wurden die mit den westlichen Hintermännern abgestimmten Brandfackeln in jene Gebiete der Ukraine geschleudert, die man sich vorgenommen hatte, um gegen Russland vorgehen zu können. Man war auch nicht zimperlich, sich jener Kräfte zu bedienen, die in dieser Region die Wirkung einer mittelalterlichen Pest haben: alter und neuer Nazis. Es ist schon ebenso erstaunlich wie schändlich, wer in Kiew und bei uns dazu schweigt oder den Einsatz militärischer Formationen mit diesem Hintergrund an der russischen Staatsgrenze herunter spielt. Man mag es gar nicht glauben, wer in dieses Schweigen einbezogen ist.

Eines sollten unsere Regierungen allerdings wissen. Wer ihnen oder den von ihnen beeinflussten Medien in Zusammenhang mit den ständigen Meldungen aus dem Konfliktbereich in der Ost-Ukraine noch etwas glaubt, dem kann man nicht helfen.

https://www.compact-online.de/nato-sehnt-haenderingend-russischen-einmarsch-durch-nato-in-die-ost-ukraine-herbei/

NATO-Friedenspreis geht posthum an Nikita Chruschtschow

admin:

Nato und Friedensnobelpreis, das ist für mich ein Widerspruch in sich. Dennoch befindet er sich in guter Gesellschaft. Diese Organisation hat eben ihre ureigenste Auffassung von FRIEDEN. Ich jedenfalls verstehe darunter Völkerverständigung und nicht so etwas wie Feindstaatenklauseln. So etwas dürfte es überhaupt nicht geben, wenn die Nato etwas mit Frieden im Sinn hätte. Dann müßten wir auch einen Friedensvertrag bekommen. Aber – mitnichten. Man schürt das Aggressionsfeuer, wo man kann. Bricht an allen Stellen der Welt immer wieder Kriege vom Zaun, ja, es seien ja nur Verteidigungskriege gegen den Terrorismus. Wir wissen alle!!, wer der eigentlich Aggressor ist.

von WiKa (qpress)

DDR Deutsche Demografische Rentnerreplik mit Nikita Sergejewitsch Chruschtschow und Werktaetigen nostalgie Kommunismus Held der Arbeit Fortschritt SozialismusBöseOnkelz: Die NATO, einzig legitime und selbsternannte Friedenstruppe, die gerne mit Waffengewalt den eigenen Vorstellungen von Demokratie und Freiheit in der Welt auf die Sprünge hilft, hat seit Oktober einen neuen Chefsekretär. Wie in solchen Positionen üblich, muss auch der neue Rudelführer an geeigneten Plätzen seiner Wahl zunächst eigene Duftmarken setzen, um in seinem Umfeld wohlriechend wahrgenommen zu werden.

Unbestätigten Gerüch†en zufolge, könnte dies durch die Schaffung und erstmalige Verleihung eines neuartigen NATO-Friedenspreises geschehen. Nach besagten Gerüchten wäre der erste aussichtsreiche Aspirant für diese Ehrung ein ehemaliger, bereits verstorbener Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPDSU. Nikita Chruschtschow sollte posthum für seine visionären Verdienste um die Ukraine, respektive der Krim gewürdigt werden.

Das Leben und Wirken des Nikita Sergejewitsch Chruschtschow[Wikipedia] war vornehmlich den Wertvorstellungen des Kommunismus gewidmet. Der KPDSU diente er unter anderem als Erster Sekretär des Zentralkomitees in der Zeit vom 14.09.1953 bis zum 14.10.1964, bis man ihn späterhin nicht mehr brauchte, etwas unrühmlich beiseite schob und er gut sieben Jahre später (am 11.9.1971) endlich versterben durfte. Auch die Deutschen haben in immer schon abgöttisch geliebt, siehe obige Briefmarke.

In der Sowjetunion waren bekanntlich alle Menschen gleich; bis auf die ganz wenigen Menschen, die sogar dort noch viel gleicher waren. Ausgehend von dieser teilweise sogar erzwungenen Gleichheit, war es auch völlig egal in welchem Verwaltungsbezirk der einstigen Sowjetunion die Menschen nun gerade lebten. Irgendwie waren sie doch alle Sowjet-Bürger, so wie wir in Europa erst jetzt EU-Bürger werden, Europäer waren wir ja schon vorher.

Ukraine wachstum krim wechselt den Besitzer Sowjetunion streit NATO RusslandZurück zu den Leistungen des Nikita. Offenbar liebte er die Krim über alles, sogar so sehr, dass er aus Rationalisierungs- und Vereinfachungsgründen während seiner Amtstzeit dafür sorgte, dass die urrusschische Krim verwaltungstechnisch der Ukraine zugeordnet wurde, rechts ein wenig die Entwicklung skizziert und hier auch noch näher in der Geschichte der Ukraine[Wikipedia] beschrieben. Klar, die Ukraine war und ist schon immer näher an der Krim gelegen als ausgerechnet das weltferne Moskau. Insoweit ist seine damalige Entscheidung mehr als nachvollziehbar. Dass Chruschtschow selbst auch Ukrainer war, muss bei dieser Betrachtung nicht störend wirken, denn Nationalismen waren den Sowjets generell fremd. Das ganze passierte damals ohne Volksbefragung und war somit bereits zu Sowjetzeiten eine echte revolutionäre Handlung, wie sie erst jetzt so langsam auch in der EU aufkommen.

Dadurch hat nun aber die dort ansässige Bevölkerung nach Ansicht des Westens ihr Anrecht auf eine Abstimmung zu dem Thema endgültig verspielt. Die dort abgehaltene Volksabstimmung unter dem Diktat von Putin war nicht mehr zulässig und daher als ungültig zu verwerfen und ist hilfsweise als völlig manipuliert zu bezeichnen.  Völkerrecht gilt nach Ansicht der NATO nur für Machtapparate und Staatsgebilde, wenngleich es sich im Urtext der UN-Charta immer noch etwas anders liest. Nur das heutige Putin-Russland liest die UN-Charta so wie sie tatsächlich auch geschrieben steht. Wir wissen, nur dumme Menschen würden daraus Rechte für Volksgruppen und natürliche Personen (also Völker) ableiten wollen, das können sich Regierungen gar nicht erlauben.

LandscapeOffenbar war die Nummer schon Anfang der 60er Jahre klar, als sich JFK und Nikita, wie im Bild gezeigt, händeschüttelnd ein wenig herzten. Nikita jedenfalls, so sagte man später, habe ausgesprochenen Gefallen an JFK gefunden. Und hätte nicht damals schon der Nikita so zielstrebig die Krim in den sicheren Hafen der Ukraine rübergerudert, hätten heute weder USA, EU und schon gar nicht die NATO irgend etwas zu diesem Thema zu beklagen. Aber jetzt, wo auch die Ukraine unbedingt in die NATO muss, braucht man natürlich auch die Krim ganz dringend und die Ostukraine ohnehin. Wo sonst, als auf der Krim, sollte die NATO-Schwarzmeerflotte stationiert werden, um dem bösen Feind in der Region dauerhaft die Stirn bieten zu können?

Die Rest-Ukraine hat mehrfach laut verkündet, die Krim gegebenenfalls auch mit Waffengewalt wieder heim ins Reich holen zu wollen, weil die doch von den Russen völkerrechtswidrig annektiert wurde. Dazu hat Moskau die Ukraine übelst um die dort lebenden russischen Landsleute beraubt, die bis dato für Kiews Steuereinnahmen buckeln mussten. Für diesen Feldzug braucht die Ukraine dringend die NATO, alleine wird sie das nicht packen.

Genau diese historische Meisterleistung des Ukrainers, Nikita Chruschtschow, könnte nun durch die Verleihung eines NATO-Friedenspreises posthum gewürdigt werden. Aus Sicht der NATO ist der gelieferte Leckerbissen fast jeden Preis wert. Mit diesem Überraschungscoup wird Jens Stoltenberg[Wikipedia], so unsere Einschätzung, seine ersten echten Eyecatcher medienwirksam in Stellung bringen.

Bildnachweis:

Stamps of Germany (DDR) 1964 von Nightflyer () | Lizenz: Public domain

Landkarte: „Ukraine“ von Spiridon Ion Cepleanueigenes Werk | Lizenz: CC BY-SA 3.0

JFK / Chruschtschow von USA-Gov NARA’s website | Lizenz: Public domain

 

http://krisenfrei.de/nato-friedenspreis-geht-posthum-an-nikita-chruschtschow/

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