Interview mit Anwalt der 13-jährigen Lisa: Definitiv „sexueller Missbrauch“ – Staatsanwalt ermittelt

Epoch Times, Donnerstag, 28. Januar 2016 19:40
Zum „Fall Lisa“ haben sich mittlerweile sogar der russische Außenminister Lawrow und Walter Steinmeier geäußert. Die Geschichte der 13-jährigen Berliner Deutsch-Russin, die am 11. Januar für 30 Stunden verschwand und schwer misshandelt wieder auftauchte, schlägt noch immer hohe Wellen. Russische Medien beschuldigten deutsche Behörden wegen Vertuschung. Deutsche Medien sprachen von einer erfundenen, „angeblichen Vergewaltigung“. Dass die Familie eine NPD-Kundgebung genutzt hatte, um das Verhalten der Polizei zu kritisieren, polarisierte die Öffentlichkeit.
Demo von mehreren hundert Deutschrussen vor dem Berliner Kanzleramt am 23.01.2016.

Demo von mehreren hundert Deutschrussen vor dem Berliner Kanzleramt am 23.01.2016.

Foto: Screenshot Youtube / Ruptly

Im Fall der 13-jährigen Lisa F. wird längst wegen sexuellem Missbrauch ermittelt. Doch dies hat die Öffentlichkeit noch nicht ganz begriffen: Eine tagelange mediale Schlammschlacht politisierte den Fall und lenkte vom Wesentlichen ab.

Wir baten Alexej Danckwardt, Fachanwalt für Strafrecht und juristischer Beistand von Lisa F. und ihrer Familie, um Klarstellung der Fakten.

EPOCH TIMES: Jetzt mal aus Ihrer Sicht: Was ist eigentlich passiert?

Alexej Danckwardt: Also was es definitiv gab, war ein sexueller Missbrauch und eine Körperverletzung zu Lasten der Lisa. Sexueller Kindesmissbrauch ist schon schwerwiegend genug, das ist keine Lappalie oder ein Kavaliersdelikt. Ob es darüber hinaus noch den juristischen Tatbestand der Vergewaltigung gab, Paragraph 177, das will ich heute weder verneinen noch darauf bestehen.

Wir haben zwei Versionen von Lisa, die sich in Details unterscheiden und auf diese Details kommt es an. Aber letztendlich muss möglicherweise sogar ein Gerichtspsychologe hinzugezogen werden um sich durch diese kleinen Widersprüchlichkeiten durchzuwühlen.

ET: Können Sie für Laien noch mal erklären, was den Tatbestand Kindesmissbrauch von Vergewaltigung unterscheidet?

D: Eine Vergewaltigung ist die Erzwingung von sexuellen Handlungen durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt. Das heißt die Gewalt oder die Drohung müssen dem sexuellen Kontakt unmittelbar vorhergehen oder müssen diesen begleiten, sie sind das Mittel zur Erzwingung. Bei sexuellem Missbrauch wendet der Täter andere Mittel an, um das Kind zur Duldung seiner Handlungen zu zwingen oder Handlungen vom Kind zu erzwingen. Da passiert, dass man die Unreife des Kindes ausnutzt oder es auf andere Weise gefügig macht, psychologische Gewalt anwendet. Das ist der wesentliche Unterschied.

Der sexuelle Kindesmissbrauch ist nicht wesentlich milder bestraft als die Vergewaltigung, es sind beides schwerwiegende Delikte mit schwerwiegenden Sanktionen.

ET: Es gab ja eine Diskussion darüber, ob es eine ärztliche Untersuchung gab, weil diese ja beweisen müsste, dass dem Kind etwas passiert ist. Was dürfen Sie darüber aussagen?

D: Zu den Details darf ich mich derzeit nicht äußern, weil das aus ermittlungstaktischen Gründen nicht angezeigt ist. Es gab medizinische Untersuchungen, unter anderem ist die Körperverletzung dokumentiert. Und wie Sie den Stellungnahmen des Staatsanwalts inzwischen entnehmen können, ist es auch unstreitig, dass es sexuelle Handlungen gegeben hat, deren Details noch nicht abschließend geklärt sind. Aber unter sexuellen Handlungen versteht man ja nicht nur den klassischen Geschlechtsakt.

ET: Wie konnte die Polizei so sicher sein und sofort sagen, dass es weder eine Entführung noch eine Vergewaltigung gab? Das kollidiert ja sehr mit der Darstellung der Familie. Im Fall der verschwundenen Ailyn sagte man ja auch erst bei allen möglichen Punkten „ungeklärt“.

D: Also ich weiß momentan auch nicht, woher diese Sicherheit kommt. Die maximal mögliche Sicherheit kann eigentlich nur ein rechtspsychologisches Gutachten bringen. Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, warum die Polizei so sicher war. Was mich aber noch mehr daran stört, ist dass man mit dieser Äußerung an die Öffentlichkeit ging. Die Polizei hat ja nie kommuniziert, „es gab nichts“, hat aber auch nie klargestellt, „wir ermitteln weiter“ und „das Kind ist Opfer einer Straftat.“ All das kam ihnen nicht über die Lippen. Und so kam es natürlich bei der Öffentlichkeit und vor allem den Journalisten so an, als wäre nichts vorgefallen und als seien das Mädchen und ihre Eltern Lügner.

Das ist ein Punkt, an dem auch wir die Entschuldigung der Polizei erwarten. Ich denke, man wollte die Gemüter beruhigen. Tatsächlich hat man die Gemüter weiter erhitzt.

Anwalt Alexeij Danckwart.

Anwalt Alexeij Danckwart.

Foto: Alexeij Danckwart

ET: Wie kam es dann zu dem Vorwurf, den die angebliche Cousine in der Öffentlichkeit äußerte, die Polizei habe das Kind beeinflusst, über den Tathergang falsch auszusagen? Das ist ein ungeheurer Vorwurf.

D: Also zunächst mal, die Cousine gibt es wirklich, ich habe sie persönlich gesehen – mit Lisa zusammen. Es ist so: Die Eltern und die Verwandten glauben die ursprüngliche Version ihres Kindes. Und ihnen ist dieses Umschwenken auf etwas anderes, auf eine leicht veränderte Version des Geschehens, unverständlich. Und soviel ich weiß hält das Kind zum Teil noch an der ursprünglichen Version fest. Ich kann im Moment nicht beurteilen, was in der zweiten Vernehmung passiert ist, deswegen halte ich mich damit noch sehr zurück.

Aber ich kann den Kampf, den die Verwandten für ihre Lisa geführt haben, menschlich nachvollziehen. Es ist bedauerlich, dass das im Umfeld der NPD passiert ist, man sollte das komplett aus der Politik heraushalten.

ET: Es gab also zwei Versionen der Geschichte, bzw. nach der zweiten Vernehmung kam plötzlich eine zweite Version heraus?

D: Ja, leicht verändert. Ein Detail, über das man reden darf ist zum Beispiel die Frage: „Ist das Mädchen freiwillig ins Auto gestiegen oder wurde es mit Gewalt gezwungen?“

Nun ist es so: Wenn das Kind erzählt, ich bin NICHT freiwillig mitgegangen, obwohl es mitgegangen war, dann ist das juristisch-psychologisch nachvollziehbar, da es sich aus Selbstschutz heraus gegen den Vorwurf wehren will, „du bist ja selbst mitgegangen“ und deshalb diese Konstellation etwas dramatisiert.

Im Moment wissen wir nicht, ob es dieser verständliche, elementare Selbstschutz war, oder ob die erste Version vielleicht doch stimmt. Das können wir im Moment nicht genau beurteilen, in diesem Punkt verstehe ich ebenfalls die Sicherheit, mit der die Polizei auftritt, NICHT.

ET: Das heißt in der ersten Version ist sie freiwillig eingestiegen, in der zweiten nicht mehr?

D: Andersherum: In der ersten Version sagte sie, sie wurde gezwungen, ins Auto einzusteigen. In der zweiten Version ist sie freiwillig ins Auto gestiegen – und so gibt es nach Auffassung der Polizei keine Entführung. Das kann man bezüglich der anderen Tatbestände auch so weiterspinnen, aber da möchte ich wirklich nicht in die Details gehen.

ET: Gehen Sie davon aus, dass die Polizei jetzt die Tatverdächtigen ermittelt und nach ihnen sucht?

D: Ich habe im Moment keinen Grund, daran zu zweifeln.

ET: Die Cousine sagte ja, das Kind sei drei Stunden lang vernommen worden – ohne Beistand von Familienangehörigen etc. Die Frage ist jetzt, darf die Polizei das überhaupt? Und wenn ja, welche juristische Kraft hat eine Aussage, die unter solchen Umständen entstanden ist?

D: Generell will ich so eine Praxis nicht absolut ablehnen. Das macht durchaus Sinn und es ist nicht komplett unzulässig. Im konkreten Fall könnte es auf Grund der Dauer der Vernehmung und auf Grund eventuellen Drucks auf Lisa problematisch werden. Solange ich nicht die Aufzeichnung der Vernehmung gesehen habe, kann ich das nicht beurteilen.

Zur Frage, inwiefern sich das juristisch verwerten lässt: Wenn es widersprüchliche Versionen gibt, und Lisa später sagt: „Meine erste Version war aber richtig“, dann muss es ein gerichtspsychologisches Gutachten geben, wo ein speziell ausgebildeter Psychologe herausarbeitet, was glaubhaft ist und was nicht. Die Polizei selbst meint zwar, dass sie dazu in der Lage wäre. Aber aus meiner Erfahrung heraus hege ich daran ganz große Zweifel.

ET: Sie meinen damit, dass die Polizei jetzt keinesfalls selbst entscheiden kann, welche Version die richtige ist?

D: Richtig. Es sei denn, die Polizei hätte handfeste Beweise für ihre Version und dass die andere nicht stimmt. Aber das verhält sich, glaube ich, in diesem Fall nicht so.

Zu den verschiedenen zirkulierenden Versionen der Geschichte müssen Sie wissen: Es war viel Aufregung. Das ist alles nicht „extra inszeniert“ worden, damit Aufruhr entsteht, sondern die Menschen waren von selbst in Aufruhr.

ET: Das ist etwas, was man unserer Meinung nach auch sofort in den Videos der Angehörigen bemerkt hat – anhand dessen, wie aufgewühlt diese Leute gewirkt haben, da merkt man einfach, hier ist wirklich etwas passiert.

D: Danke für diese Sensibilität.

ET: Für uns spielt keinerlei politischer Hintergrund eine Rolle, wir wollen einfach nur herausfinden, was hier wirklich passiert ist. Und wir sehen mit Schrecken, in welche Dimensionen sich die Berichterstattung entwickelt hat.

D: Mir geht es genauso.

ET: Dass ein russischer Außenminister jetzt diesen Fall kommentiert, ist ein starkes Stück.

D: Weil er auch etwas sagen MUSS. Wir sind ihm sehr dankbar. Denn damit zeigt er, dass der russische Staat mit seiner gesamten diplomatischen Macht hier ein Auge drauf hat.

Nicht weil wir das nicht selbst geschafft hätten – aber es erleichtert vieles. Es kommen auf einmal Anrufe von Medien, die sich bis dato nie bei mir gemeldet haben, die mir im O-Ton sagen: „Weil sich jetzt Lawrow eingeschaltet hat, müssen wir doch genauer hinschauen.“

ET: Die fingen danach an, die Geschichte ernster zu nehmen?

D: So sieht´s aus.

ET: Was hat die Staatsanwaltschaft bisher überhaupt geäußert?

D: Die beste Äußerung des Staatsanwalts gibt es auf der Deutschen Welle auf Russisch. Da schloss er sich meiner Kritik an der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei an und sagte, dass man wegen sexuellen Missbrauchs ermittele, dass Sex mit 13-jährigen Kindern definitiv strafbar sei … Im Prinzip alles ganz gut, mit der kleinen Ausnahme, dass von „einvernehmlich“ zu sprechen ein falscher Zungenschlag ist. Von Einvernehmlichkeit kann zwischen einem Erwachsenen und einem Kind keine Rede sein.

ET: Wie wird es jetzt weitergehen?

D: Ich werde mir jetzt schnellstmöglich eine komplette Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft holen und je nachdem was diese ergibt, werde ich entscheiden, wie es weitergeht. Wichtig ist noch anzumerken, dass wir ab sofort jede beleidigende oder diffamierende Äußerung in Bezug auf die Familie oder Lisa strafrechtlich und zivilrechtlich verfolgen werden. Ansonsten sind jetzt erstmal Polizei und Ermittlungsbehörden in der Pflicht und müssen ermitteln. Das werden wir konstruktiv begleiten.

ET: Das heißt, Sie werden Leute anzeigen, die die Familie als Lügner oder Nazis beschimpfen?

D: Korrekt.

ET: Wie kam es zu der Unterstellung, es habe sich bei den Tätern um Flüchtlinge gehandelt? Sie sagten ja selbst, das Auto und die Wohnung sprechen gegen Flüchtlinge in dem Sinn, wie wir sie aktuell verstehen.

D: Wahrscheinlich entstand dies aus der allgemeinen Hysterie heraus, die im Moment herrscht. Auch ich habe noch nicht herausgefunden, wer als erstes das Wort „Flüchtling“ gesagt hat. Die Eltern nicht und auch nicht der russische Journalist, der die Geschichte ins Rollen brachte. Er sprach ähnlich wie Sie, von Menschen mit Migrationshintergrund.

Ich betone in Interviews deshalb stets: „Höchstwahrscheinlich waren es keine Flüchtlinge“ und weise darauf hin, dass sich im Moment noch jegliche Spekulation zu den Tätern verbietet.

Das Interview führte Rosemarie Frühauf.

Siehe auch:

Berlin: 13-Jährige 30 Stunden lang entführt und vergewaltigt

http://www.epochtimes.de/

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Vorbestrafte Kinderschänder aus U-Haft entlassen – CDU fordert Rücktritt von Justizminister Brandenburgs

Epoch Times, Freitag, 18. Dezember 2015 12:11
Die CDU Brandenburg hat den Rücktritt von Justizminister Helmuth Markov gefordert. Aus Sicht der Union sei er verantwortlich dafür zweier vorbestrafte Sexualstraftäter vor ihrem Prozess vom Landgericht Cottbus aus der Untersuchungshaft freigelassen zu haben.
Helmuth Markov während der 115. Plenarsitzung des Auschusses der Regionen.
Helmuth Markov während der 115. Plenarsitzung des Auschusses der Regionen.Foto: YouTube Screenshot / Committee of the Regions
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Zwei wegen Kindesmissbrauch Vorbestrafte sind vor ihrem Prozess aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Beginn der Verhandlungen wurde wegen erkrankten Richtern und zu wenig Personal mehrfach verschoben, berichtet die „Junge Freiheit“.

Die Verantwortung für die Entlassung der Sexualstraftäter liegt aus Sicht der Brandenburger CDU beim Justizminister Helmuth Markov (Linkspartei). Deswegen fordert der Parteivorsitz nun Markovs Rücktritt. Die Täter saßen mehr als sechs Monate in Untersuchungshaft. Die Richter hatten entschieden, dass es wegen der Länge der Haftdauer keine ausreichenden Gründe mehr gebe, die Vorbestraften hinter Gittern zu lassen.

Markovs als als Justizminister trage die Verantwortung, dass die Bevölkerung geschützt werde und Verfahren ordnungsgemäß abgehalten würden, betonte Danny Eichelbaum, der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag am Donnerstag. „Ich frage Sie: Übernehmen Sie die Verantwortung und stellen Sie ihr Amt zur Verfügung?,“ sagte Eichelbaum im Rechtsausschuss. ´

Die Forderung nach einem Rücktritt wurde vom Justizminister der Linken-Partei zurückgewiesen. (dk)

http://www.epochtimes.de/

Kindesmissbrauch, Kindesfolter, Kindermord – das Hobby der Elite in … Deutschland

(Keineswegs nur in Deutschland, wie wir wissen, ist in anderen Ländern ähnlich, schauen wir nur nach England oder Belgien. (Marc Dutroux).

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Ich habe ja kürzlich was geschrieben, eine kleine Sammlung von Links diskutiert und erläutert – über die Hobbys der Elite in Europa: Kindesmissbrauch, Kindesfolter und Kindermord. Nach diesem Aufsatz bekam ich Post. Viel Post. Eindringliche Mahnungen, Warnungen – und aktuell Beobachtungen wie die aus Norddeutschland (siehe Focus)

„Mit Katzenbabys, Lollis und Lügengeschichten sollen in den vergangenen Wochen verschiedene Männer in Norddeutschland versucht haben, Kinder in ihre Autos zu locken. Auch, wenn bisher nichts passierte. Die Eltern vor Ort sind in Angst.“

Ganz aktuell – und ein Beweis dafür, dass dieses Thema in Deutschland brandaktuell ist … und eines der größten Tabus, die wir uns auferlegen … oder die uns auferlegt werden. Gelegentlich bekommen wir ja Nachrichten, die uns in dieser Hinsicht beruhigen sollen: groß aufgemacht wird über kleine Kinder berichtet, die verschwunden sind. Das vermittelt das Gefühl, wir hätten alles unter Kontrolle, das Gefühl, dass unserem Staat Kinder immer noch das wertvollste und wichtigste sind – angesichts der erbärmlichen Regelsätze für Kinder von Arbeitslosen und Frührentnern ein Gefühl, dass sich von allein nicht einstellen würde. So denkt man: es sind vielleicht ein- und zwei Kinder im Alter bis zu 14 Jahren, die spurlos verschwinden …. aber sofort gesucht und gefunden werden.

Eine Annahme, die weit gefehlt ist. Wissen Sie, wie viele Kinder wirklich JEDES JAHR in Deutschland spurlos verschwinden? EINTAUSEND. Also: insgesamt verschwinden 100000 jedes Jahr, 99000 tauchen wieder auf – auch wenn man nicht weiß, in welchem Zustand. Es gibt einen Verein, der sich um dieses Problem kümmert – mit mäßigem Erfolg (siehe Initiative Vermisste Kinder). Dort findet man auch einen weiteren Fall, der Beachtung verdient:

„Im Fall des seit dem 08.07.2015 vermissten 6-jährigen Elias aus Potsdam (Brandenburg) gibt es womöglich eine erste Spur. Gesucht würden der Fahrer und mögliche Mitfahrer eines dunklen Kombis, der von Zeugen in dem Wohngebiet gesehen worden sei, teilte die Polizei heute mit. Es handle sich um ein schwarzes oder dunkelblaues Fahrzeug mit abgedunkelten Seiten- und Heckscheiben.“

Laut Bildzeitung waren es allein im April 600 Kinder und 2600 Jugendliche, die verschwunden sind (siehe Bild) – wobei wir eher das Augenmerk auf die Kleinsten richten müssen.

Wir könnten die Schlagzeilen TÄGLICH mit vermissten Kindern in Deutschland füllen – von denen selten eins wieder auftaucht.

Wir verbuchen solche Nachrichten – wenn überhaupt – unter dem Thema „Pädophilie“ – und erfahren von „der Wissenschaft“ auch gleich, womit wir es da zu tun haben (sieheTagesspiegel):

„Bildung und Intelligenz der Pädophilen sei leicht verringert, aber noch im normalen Bereich, sagte Krüger. Das deckt sich weitgehend mit früheren Befunden, in denen Pädophile einen um durchschnittlich zehn Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten hatten.“

Wem fällt da nicht der trunkene Hartz-IV-Empfänger in Hemd und Unterhose ein, der sich an seiner Tochter vergreift? Wie üblich sind die „bildungsfernen Schichten“ die Sündenböcke der Nation. Schon allein des Wort „Pädophil“ verniedlicht die Tat auf ungeheuerliche Art und Weise … als handele es sich um „nur“ um Menschen, die versehentlich jemand Falsches lieben, ein Irrtum der Funktionen des Gehirns.

Das dies ein Irrtum ist, zeigt folgende Aussage, die – aus Gründen des Zeugenschutzes – anonym bleiben soll:

„Ich habe 13 Jahre in einer forensischen Psychiatrie gearbeitet. Somit konnte ich mir einen Einblick in die dunkelsten und widerwärtigsten Ecken und Winkel der menschlichen Seele verschaffen. Ich habe etliche Gerichtsverfahren mitbekommen und viele Akten der persönlichkeitsgestörten Narzissten gelesen, habe Gruppentherapien mit diesen Patienten mitgemacht und viele Gespräche mit selbigen geführt. Es lief immer auf dasselbe hinaus:Eine perverse Gier nach Macht! Mit Sexualität hat das kaum noch etwas zu tun….die Macht, ein menschliches Wesen zu quälen, zu foltern…das Leiden in den Augen des Opfers zu erkennen….die Macht zu haben, dieses gequälte Opfer erst dann zu „erlösen“, wann es dem Perversen genehm ist…das veranlasst diese, man mag mir das Wort nachsehen, diese „Monster“ zu diesen sadistischen Taten! Jedoch sind diese Monster absolut empathielos, andernfalls könnten sie solch abscheulichen Verbrechen ja auch nicht ausüben. Zu einer Einsicht, Reue kommt es nie!!!! Ich befasse mich seit langem mit dem Thema Narzissmus und muss ehrlich sagen: Es gibt einfach Menschen, denen das Böse schlicht innewohnt. Therapien sind fast nie möglich, denn das würde eine Einsicht voraussetzen. Seltsamerweise sind fast alle dieser Täter aus den sogenannten höheren Kreisen, und nicht, wie häufig vermutet in den unteren Schichten zu finden. Schauergeschichten wie diese findet man sonst nur in Psychothrillern und man sollte meinen, dass der Autor eine blühende und schon fast perverse Phantasie haben muss…aber leider weit gefehlt……“

Diese Aussage bezog sich auf meinen letzten Artikel, auf das Hobby der Elite.

Sie wirkt vielleicht etwas fremd – und darf natürlich nicht allein stehen bleiben. Das deutsche Fernsehen hatte sich dem Thema auch schon mal gewidmet – und bestätigt die Aussagen unseres Zeugen (siehe TAZ):

„Das Thema ist hochaktuell wie nie, und der Film ist so gut wie wenige im Fernsehen. Es geht um organisierte Kriminalität, um die sogenannten Spitzen der Gesellschaft, um Politiker und Richter, die sich in luxuriösen Etablissements einfinden, um dort Orgien mit verschleppten Kindern zu feiern. „Operation Zucker“ basiere auf einer wahren Geschichte, heißt es im Presseheft.“

Das war im Jahr 2013. Folgen? Keine – immerhin handelt es sich um die therapieresistenten Schichten dieser Gesellschaft, die unter der Parole der Kanzlerin „Deutschland geht es gut“ steht – und alles, was der Parole widerspricht, wird ignoriert … nicht nur zu diesem Thema.

Auch die Wissenschaft befasst sich mit diesem Thema – nicht nur die Oberschichtswissenschaft, die die Parole der Kanzlerin befolgend die Täter nur im Milieu der extra dafür erfundenen und oft zitierten „bildungsfernen Schichten“ sieht. Michaela Huber, 1. Vorsitzende der deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation hat sich in einem Vortrag 2013 zu diesem Thema ausführlich geäußert, einem Vortrag, dem ich ein paar Fakten entnehmen möchte:

Gemäß einer Umfrage unter niedergelassenen Kassenpsychotherapeuten haben 10-13 % mit dem Thema rituelle Gewalt zu tun.

Weltweit sind 2 Millionen Kinder von sexualisierte Gewalt („Kinderpornografie“) betroffen, eine Industrie, die bis zu 35 Milliarden Euro umsetzt, die Quälereien dauern bis zu zwei Stunden, die Opfer werden immer jünger – die Taten immer grausamer. Die Umsätze mit diesem Geschäft übertreffen diejenigen des internationalen Waffenhandels

80 Prozent der Kinder, die im Internet chatten, werden von Pädokriminellen angegangen

Über 15 % aller Straftaten in Deutschland haben mit dem Vertrieb und Gebrauch der Foltervideos zu tun, bis zu 50000 Konsumenten werden so pro Tag erreicht, die Gesellschaft wird zunehmen pornographisiert.

Kinder werden nicht mehr nur in speziellen Kinderbordellen angeboten, sondern zunehmend „frei Haus“ geliefert.

Zahlen, die zeigen: die „bildungsfernen Schichten“ müssen über viel Geld und Personal verfügen, um die Industrie am Leben zu halten. In den USA waren 1995 31 % aller Psychotherapeuten und Sozialarbeiter mit dem Thema „ritualisierte Gewalt“ konfrontiert – Folgen der Studie: keine. Nun wollen wir nicht unbedingt in den USA bleiben – aber wie auch in anderen Fällen müssen wir ins Ausland schauen, um Rückschlüsse auf Deutschland ziehen zu können, die Parole „Deutschland geht es gut“ erlaubt hier keine Untersuchungen, die ihr widersprechen – so verfahren wir ja auch bezüglich der iatrogenen (vom Arzt verursachten) Todesfälle im deutschen Gesundheitswesen … wir kommen auf bis zu 80000 Opfer im Jahr, über die hier niemand spricht – oder sprechen darf.

Wir haben ähnliche „Tabuzonen“ auch in Rotherham beobachten können, wo 1400 Kinder systematisch missbraucht wurden (siehe FAZ):

„Örtliche Sozialarbeiter, die die Lage der Opfer an die Polizei und das Jugendamt gemeldet hatten, seien von Vorgesetzten zurechtgewiesen und beruflich herabgestuft worden.“

Wie sollten wir auch politisch korrekt mit der Meldung umgehen, dass sich die Zweigstelle einer britischen Gesellschaft zur Förderung der Akzeptanz Homosexueller sich regelmäßig mit Kindern aus Heimen beliefern ließ, um sie für Orgien zu gebrauchen (siehe Welt).

Und in Deutschland, dem Land, wo alles gut ist? Erwischt man mal die kriminellen Geister, die sich an der Folter von Kindern ergötzen („Babyboylover“ – ein Begriff aus der „Szene“ in Deutschland – interessiert sich vornehmlich für Kinder von 0-2 Jahren … da spricht man doch lieber angemessen von „sexualisierter Gewalt“ als von „Liebe“), dann finden sich – neben Bundestagsabgeordneten – Lehrer, IT-Spezialisten, Pfarrer, Polizisten, Heilpraktiker, Jugendbetreuer und ähnlich gut situiertes Personal (siehe Merkur).

Es sieht nicht so aus, als würden wir uns großartig von Großbritannien unterscheiden, deren Abgeordneten ebenfalls lustige Spielchen spielten (siehe Weltspiegel im Ersten):

„Regelrechte Missbrauchsorgien sollen in den 80ern hier und andernorts stattgefunden haben. 200 Kinder sind in dieser Zeit verschwunden. Einige sollen bei Sexspielen umgebracht worden sein. „Einer der Tatorte stand eine Zeit lang im polizeilichen Visier. Und gerade als die ermittelnden Polizisten dabei waren, diesen Ring aufzudecken, wurden die Ermittlung von oben gestoppt“, erzählt Marc Watts.

Wieder sind wir in Großbritannien gelandet, um Vergnügungen der Funktionselite der Superreichen zu illustrieren, Vergnügungen, deren Abscheulichkeit kaum eine Grenze kennt (siehe Tagesspiegel):

Kindesmissbrauch scheint in Großbritannien ein allgegenwärtiges Verbrechen zu sein. Der Skandal um den verstorbenen Entertainer Jimmy Saville, beim britischen Staatssender BBC ein nationaler Star, hat einen Einblick in das Problem gegeben. Leichenschändung in staatlichen Krankenhäusern des Gesundheitssystems NHS, Affären mit Jugendlichen unter Parlamentariern in Westminster, systematischer Missbrauch in Kinderheimen in Wales, Hunderte geschändete Heimkinder in Nordirland, der Vatikan ermittelt in Schottland gegen einen Kardinal.

Was geschieht dort, wenn Eltern ihre Kinder aufspüren?

„Ein Opfer sagte dem britischen Sender BBC am Mittwoch bitter: „Die Täter waren unantastbar.“ Diese Erfahrung mussten auch zwei Väter machen, die ihre entführten Töchter aufgespürt hatten und dann dort von der Polizei verhaftet wurden.“

Nun – nicht mehr lange, da werden diese Fälle vergessen sein, wir haben nur gute Verbündete, alle Versuche ihren Ruf zu schädigen, gelten als Angriff auf die Merkel-Parole „Deutschland geht es gut“.

Wir gut, berichtete vor einiger Zeit der Stern (siehe Stern):

„Schätzungsweise 8,5 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland sind einer Studie zufolge als Kinder missbraucht worden. Das ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts „MiKADO“ der Universität Regensburg, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Bei ihrer ersten Missbrauchserfahrung waren die Betroffenen im Durchschnitt demnach 9,5 Jahre alt.“

Weiter lesen bitte hier:

http://www.pravda-tv.com/2015/09/kindesmissbrauch-kindesfolter-kindermord-das-hobby-der-elite-in-deutschland/

Sexueller Missbrauch: Fatale Gesetze ignorieren Menschenrechte

Vergewaltigte minderjährige Mädchen dürfen nicht abtreiben?

pixabay.com

Als ob eine Vergewaltigung nicht schon ohnehin ein grausam belastendes Verbrechen wider der Menschenwürde für die Opfer darstellt, sie oftmals ihr Leben lang damit beschäftigt sind, dieses Trauma zu verarbeiten, wenn das überhaupt in Gänze möglich, dürfen in einigen Ländern vergewaltigte minderjährige Mädchen nicht abtreiben?

Bei derartig fatalen Gesetzeslagen, die nach solch sexuellem Mißbrauch Menschenrechte ignorieren, fragt man sich schon, wer diese unter welchen Gesichtspunkten verfaßt. Oftmals hat die Katholische Kirche mit ihrer komplett falsch verstandenen Auslegung ihres Glaubens ihre Hände im Spiel, denken wir an Irland, Rumänien, Polen und andere europäischen Staaten, wo ihr Einfluß bis weit hinein in die Legislative reicht. Wobei dort bezeichnenderweise größtenteils Männer Entscheidungen treffen.

Opfer werden immer noch alleingelassen

Da scheint in vielen Gesellschaften ein erheblicher Nachholbedarf, weiterhin auf einem Abstellgleis zu warten. Anders kann man die laschen Gesetzeslagen nicht werten. Vergewaltigung wird leider immer noch viel zu arg unterbewertet, von den Ausreden eines Kavaliersdeliktes oder gar angeblich reizvollem Verhalten der potentiellen Opfer ihren möglichen Tätern gegenüber ganz zu schweigen. Ein deutliches Nein sollte stets ausreichen, um den Geschlechtsakt erst gar nicht auszuüben. Doch der Abgewiesene vollzieht seine Macht eben per sexueller Gewalt, egal in wie weit das Opfer dadurch Schaden erleidet.

pixabay.com

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Trotz etlicher tragischer Vorfälle auch hierzulande, denken wir an den Fall Anna Bachmeier, daß Opferschutz kaum wirklich stattfindet, scheint ebenso in Irland zwar eine gewisse Lockerung beim Abtreibungsgesetz in Ausnahmefällen sich durchzusetzen, jedoch vergewaltigte Frauen müssen laut katholischer Vorgabe trotzdem ihr Kind zur Welt bringen. Welch Widerspruch!

Das schien sich in Rumänien in diesem Fall gleichwohl nicht anders abzuspielen. Ein elfjähriges Mädchen, welches von ihrem Onkel vergewaltigt wurde, mußte ihr Kind trotzdem austragen, weil ein Ethikrat im zuständigen Hospital so entschied.

Das jüngste Ereignis sorgt in Paraguay und inzwischen wohl weltweit für Schlagzeilen: Eine vergewaltigte Zehnjährige darf nicht abtreiben. Selbst wenn der beschuldigte Stiefvater nicht der Vergewaltiger sein sollte, wird das Mädchen bei dieser Gesetzeslage einem gesundheitlichen, lebensgefährlichen Risiko ausgesetzt. Man fragt sich daher schon, was in den Köpfen derer vorgeht, die solche Gesetze verabschieden. Zumal die Opfer gleich mehrfach dadurch bestraft werden, einem völlig unnötigen Leid ausgesetzt sind. Täter hingegen kommen relativ billig davon, die Strafmaße, die weltweit fast überall viel zu gering verhängt werden, entbehren jedwedem Verständnis, welches man ohnhin nicht aufbringen kann. Da muß sich ziemlich schnell etwas ändern, und zwar im Sinne der Vergewaltigten.

Ihr

Lotar Martin Kamm

https://buergerstimme.com