Teopanzolco – Erdbeben in Mexiko legte unbekannten aztekischen Tempel frei

15. Juli 2018 um 08:18 Uhr

Teopanzolco

Das schwere Erdbeben vor rund zehn Monaten hat in der archäologisch wertwollen Anlage Teopanzolco einen bisher unbekannten Tempel freigelegt. Die Archäologen sehen die Sache jedoch mit gemischten Gefühlen


Mexiko-Stadt (Mexiko). Das schwere Erdbeben, dass Mexiko Ende 2017 erschütterte, legte offenbar einen bisher unbekannten Tempel der der Azteken frei. In der Anlage Teopanzolco, im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos, stoßen Archäologen bei notwendige Restaurierungsarbeiten auf einen rund sechs mal vier Meter großen Tempel. Die Experten vor Ort sehen die Neuentdeckung jedoch mit gemischten Gefühlen: Zum einen freuen sie sich über den neuen archäologischen Fund, zum anderen sind bei dem Beben am 17. September 2017 369 Menschen ums Leben gekommen und die Teopanzolco-Anlage wurde schwer beschädigt.

Der Azteken-Tempel Teopanzolco wird der Tlahuica-Kultur aus dem 15. Jahrhundert zugeschrieben. Bisher waren zwei Tempel nahe der Hauptpyramide bekannt: Eine wird dem aztekischen Sonnen- und Kriegsgott Huitzilopochtli zugeschrieben, der andere dem Regengott Tlaloc.

Der nun neu entdeckte Tempel wird von den Experten des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (Inah) ebenfalls Tlaloc zugeschrieben. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass er um 1150 erbaut wurde. Die Archäologen fanden zudem Keramiküberreste sowie ein Räuchergefäß aus der Tlahuica-Kultur.

Primär liegt die Aufgabe der Experten vor Ort jedoch an der Sicherung der Pyramide, denn das Erdbeben hat dort starke Schäden angerichtet und für große Umschichtungen im Inneren des Bauwerks geführt. „Zudem habe sich der Boden unter den beiden bereits bekannten Tempeln abgesenkt und gekrümmt“, so die Archäologin Barbara Kaniecza.

https://www.forschung-und-wissen.de/

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Die größten Fälschungen der Geschichte: Was so nicht in unseren Schulbüchern steht

 

Verbotene Ägyptologie: Viele von uns hängen noch immer dem Glauben an, im Falle des Faches Geschichte handele es sich um ein Gebiet, das längst „wissenschaftlich“ genau erfasst ist, in dem es praktisch keine Irrtümer gibt und das inzwischen sozusagen auskartografiert und exakt abgemessen worden ist. Man könnte nicht falscher liegen!

Schon ein oberflächlicher Blick auf die „Geschichte der Geschichte“ zeigt uns, dass Historie fast immer dazu benutzt wurde, Machtpositionen zu zementieren, Herrscher zu besingen und/oder einem Glauben Vorschub zu leisten – einer Religion, einer Ideologie oder einer bestimmten Anschauung. Daran hat sich bis heute wenig geändert.

Plaudern wir ein wenig aus der Schule: In unseren Breiten, auch in Deutschland, war die Geschichtsschreibung bis ins 17./18. Jahrhundert christlich ausgerichtet. Fromme Gelehrte, die den Griffel gut führen konnten (meist Priester) verfassten „Geschichte“. Denn nur sie verfügten dazumal über die Fähigkeit, Buchstaben gekonnt aneinanderzupinseln.

Ihre grundlegende Absicht bestand darin, die Schafe auf der richtigen Weide zu halten. Also wurden zahlreiche Legenden, religiöse Märchen, erfunden, aber auch juristische Dokumente gefälscht – alles zur höheren Ehre Gottes.

Als im 18. Jahrhundert aufklärerische, aufmüpfige Geister auf offensichtliche Fehler und Ungereimtheiten in der Geschichtsschreibung aufmerksam machten, besserte sich die Situation ein wenig. Schon bald präsentierte ein gewisser Karl Marx eine neue, höchst anfechtbare „Geschichtsschreibung“, die immerhin in der ehemaligen DDR noch weit bis ins 20. Jahrhundert wiedergekäut wurde und die in China oder auf Kuba nach wie vor präsent ist.

Die Großlügen des Kommunismus sind bis heute nicht systematisch aufgearbeitet. Buchstäblich Milliarden von Menschen wurden (und werden bis heute!) mit gefälschten Geschichtsdaten versorgt. Über die Geschichtsfälschungen der Nationalsozialisten, die in Deutschland von 1933 bis 1945 hausten, braucht man ebenfalls kaum ein Wort zu verlieren: Auch die Nazis verfälschten die Geschichte und degradierten Geschichtsschreiber zu ihren Steigbügelhaltern und Stiefelknechten.

Doch selbst in der Gegenwart, in den heiligsten Zirkeln der „Wissenschaft“, ist nicht alles Gold, was glänzt. Was die Historie angeht, wird mitunter immer noch „getürkt“ und gemogelt, gefälscht und gekungelt, wie wir im Laufe dieses Buches aufzeigen werden.

„Geschichte ist ein Mississippi von Lügen“ urteilte schon Voltaire, und wir können ihm nur beipflichten. Doch gehen wir zunächst noch einmal einen Schritt zurück und fragen uns, was das eigentlich genau ist: Geschichtsfälschung.

Definitionen

Von einer Geschichtsfälschung spricht man, wenn jemand vorsätzlich versucht, mit unlauteren wissenschaftlichen Mitteln historische Ereignisse falsch darzustellen. Man kann sogar eine Quelle fälschen – wie etwa im Fall der Konstantinischen Schenkung.

Diese gefälschte Urkunde ca. aus dem Jahre 800 n. Chr. besagt, dass der römische Kaiser Konstantin angeblich um 315/317 dem Papst und seinen Nachfolgern die Oberherrschaft über Rom, über Italien, ja über die gesamte Westhälfte des damaligen Römischen Reiches geschenkt habe. Die Päpste nutzten diese (gefälschte) Urkunde, um ihre territorialen Ansprüche durchzusetzen.

Von einer Geschichtsfälschung spricht man auch, wenn bestimmte, der eigenen Meinung nicht genehme Quellen absichtlich unterschlagen werden, also eine einseitige Darstellung eines historischen Sachverhaltes vorliegt. Auch die direkte, plumpe Lüge zählt zur Geschichtsfälschung. In der Ex-DDR wurde etwa in „historischen“ Texten behauptet, im Jahre 1950 habe Südkorea den Norden überfallen – und nicht umgekehrt.

Etwas ganz anderes als die Fälschung ist die Rekonstruktion, bei der eine Quelle nicht als „alt“ ausgegeben wird und wo keine Fälschungsabsicht vorliegt. Trotzdem muss man auch in solchen Fällen oft gewaltige Abstriche beim Wahrheitsgehalt machen. Nur in geringem Maße unterscheidet sich der Begriff der Geschichtsfälschung von dem der Geschichtsklitterung.

Hierbei handelt es sich um eine unkritische Geschichtsschreibung, die eine sehr einseitige Position vertritt oder weitab jeder Rationalität liegt. Sowohl die absichtliche als auch die unabsichtliche einseitige Darstellung der Geschichte wird als Geschichtsklitterung bezeichnet.

Der Übergang zum Begriff Geschichtsfälschung ist mithin fließend. Grundsätzlich ist die Bezeichnung Geschichtsfälschung aggressiver, massiver, es liegt eine klare unrechtmäßige, böse Absicht vor. Von einem Irrtum der Geschichte spricht man, wenn keinerlei böse Absicht zugrunde liegt. So ist der (angebliche) Anschlag der Luther’schen Thesen an die Kirchentür zu Wittenberg/Sachsen-Anhalt lediglich ein Irrtum – er hat nie stattgefunden.

Trotzdem spricht man in diesem Fall nicht von einer Fälschung, obwohl der Tatbestand, das Anschlagen der Thesen, in vielen Geschichtsbüchern behauptet wird. Man könnte also mit ein wenig Humor von der bösartigen und der gutartigen Fälschung sprechen. Grundsätzlich müssen Zeit und Ort stimmen, wenn man genau berichten will, „wie es eigentlich gewesen ist“.

Aber auch die wirklichen Drahtzieher eines Ereignisses, die oft hinter den Kulissen unsichtbar agierten, müssen sauber herausgearbeitet werden, um Historie so objektiv wie möglich darzustellen, wobei vollständige Objektivität wahrscheinlich nie zu erreichen ist. Es gibt viele Methoden zu lügen, wie Sie im Laufe des Buches “Die größten Fälschungen der Geschichte” sehen werden.

Ja, es gibt sogar eine „Hohe Schule“ der Lüge, die manchmal von einer solchen Raffinesse ist, dass sie uns noch heute sprach los macht. Wahrscheinlich muss man den Begriff der Geschichtsfälschung ausweiten, ihn umfänglicher definieren, als das bislang getan wurde.

Bekannte und unbekannte Geschichtsfälschungen

Bis heute sind wir beim Thema Geschichtsfälschung nicht genügend sensibilisiert. Es ist noch immer zu einem gewissen Grade tabu. Dabei strotzt die Historie von Halbwahrheiten, Viertelwahrheiten, Schutzbehauptungen und Public-Relations-Statements, wie wir gleich aufzeigen werden. Scheinbar bekannt sind die Großlügen während des Nazi-Regimes.

Forscht man jedoch genauer nach, staunt man, auf wie viel Unkenntnis man in diesem Zusammenhang stößt. Die Konsequenzen dieses Nicht-Wissens trugen immerhin zum Zweiten Weltkrieg bei. Weiter sind die Fälschungen rund um die kommunistische Geschichtsschreibung inzwischen scheinbar intellektuelles Allgemeingut. Scheinbar! Tatsächlich ist dabei sogar in Fachkreisen kaum bekannt, wie genau Marx oder Lenin die Geschichte verdrehten.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Geschichtsfälschungen, die selbst „Experten“ praktisch unbekannt sind – wie etwa die genaue historische Herkunft des Jüngsten Gerichts oder die Anleihen, die der Verfasser des Neuen Testamentes bei den Persern machte, oder das (unterschlagene) Wissen rund um ägyptische Quellen. Hoch brisant wird es schließlich, wenn wir Geschichtsfälschungen in der Neuzeit betrachten – die Ereignisse rund um die Französische Revolution zum Beispiel, immerhin die wichtigste Revolution in der Geschichte der Menschheit.

Noch immer wird über die wahren Verursacher dieser Revolution das Mäntelchen des Schweigens gedeckt. Aber auch die national motivierte Geschichtsschreibung verwöhnt uns nicht mit Wahrheit, wie etwa die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika beweist.

Und die Verfechter bestimmter Geschichtsphilosophien versuchen bis heute, bei Geschichtsschreibung von vorneherein nur eine Sicht- und Denkweise zuzulassen. Sie versuchen, uns das selbstständige Denken zu verbieten. Setzen wir also einen Gegenpol! Mit diesen Zeilen, Sie haben es längst erraten, fassen wir kurz zusammen: einige neue Einblicke in die Geschichte, aber auch in die Geschichtsschreibung selbst, die voller Fälschungen und Ideologien ist – weit mehr als wir es uns bisher zugestanden haben. Sie finden weiterhin unorthodoxe Neubewertungen vieler Fakten, die selbst scheinbar bekannte historische Tatsachen auf einmal in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen.

Machen wir die Probe aufs Exempel!

Verbotene Ägyptologie

Auch die Auslassung eines wichtigen Sachverhaltes lässt sich als Geschichtsfälschung bezeichnen. Wenn über bestimmte Ereignisse oder Tatsachen nicht oder nur in unzureichender Weise berichtet wird, ist das Ergebnis selbstredend eine Fehlinformation. In diesem Sinne ist es bemerkenswert, dass in unseren Breiten bis heute (!) einige geschichtliche Erkenntnisse noch immer nicht intellektuelles Allgemeingut geworden sind.

So werden beispielsweise bestimmte Erkenntnisse der Ägyptologie unterdrückt, wobei speziell mit zwei Einsichten hinter dem Berg gehalten wird, die an Brisanz nicht zu überbieten sind. Worum handelt es sich bei diesen Einsichten, die unseres Erachtens nur unter die Rubrik „Verbotene Ägyptologie“ eingeordnet werden können? Es sind möglicherweise die beiden größten Geheimnisse der Geschichtswissenschaft (Die geheime Paläophysik der Großen Pyramide und der militärischen Anlage bei Gizeh (Videos)).

Die Entstehung der Ägyptologie oder die Entwicklung einer Wissenschaft

Nehmen wir also die Spur auf und suchen, hinter das erste Geheimnis zu kommen, das untrennbar verknüpft ist mit der Ägyptologie.

Die Ägyptologie ist eine verhältnismäßig junge Wissenschaft, wiewohl sie sich mit den ältesten Zeugnissen der menschlichen Kultur beschäftigt. Sie erforscht die altägyptische Hochkultur, die offiziell mit dem 5. Jahrtausend v. Chr. angesetzt wird und die mit dem 4. Jahrhundert n. Chr. endet, als die Römer über Ägypten herrschten. Ein unvorstellbar langer Zeitraum!

Sie beginnt – wenn wir vorgeben, Athanasius Kircher (1601–1680) nicht zu kennen – mit der ägyptischen Expedition Napoleons im Jahre 1798, der zahlreiche Ingenieure, Zeichner, Übersetzer, Kartografen und Gelehrte mit sich führte.

Einer von ihnen sollte die Welt der Wissenschaft vollständig revolutionieren: Jean-François Champollion. Champollion gelang es als Erstem, die rätselhaften Hieroglyphen zu entziffern (griech. hieros = heilig, glyphein = eingraben). Deren Entzifferung hatte den Bemühungen vieler Gelehrter so lange widerstanden, weil sie einerseits eine Bilderschrift sind (die Zeichen also in grafischer Form einen Gegenstand wiedergeben), andererseits gesprochene Laute nachahmen und zudem bereits den Übergang zur Silben- und Buchstabenschrift markieren, wie wir sie heute kennen.

Mit anderen Worten: Drei verschiedene Methoden der Sprachaufzeichnung (Bilder, Laute und Buchstaben) wurden kunterbunt kombiniert. Es erforderte ein Genie wie Champollion und den Stein von Rosette, um den alten Ägyptern auf die Schliche zu kommen.

Zunächst entdeckte Champollion einen Obelisken (eine vierkantige, in einer Spitze endende Säule), in dem diese geheiligte Steinschrift eingemeißelt war. Am Fuße der Säule wurde eine griechische Übersetzung gratis mitgeliefert, was natürlich für die Entzifferung unendlich hilfreich war.

Aber der Fund aller Funde war der Stein von Rosette, eine große schwarze Steinplatte, die an einem Nilarm gefunden wurde und die Aufzeichnungen in drei Schriftsprachen enthielt: Es handelte sich hierbei um die hieroglyphische Schrift, die demotische Schrift (= eine volkstümliche Schreibweise der alten Ägypter, die das einfache Volk benutzt hatte, griech. demos = Volk) und die griechische Schrift. Man sprach von der Entdeckung des Jahrhunderts!

Es dauerte trotzdem noch 20 Jahre, bis das gesamte ägyptische Alphabet von Champollion entziffert worden war. Dann aber erstand eine verloren geglaubte Welt neu vor den Augen aller: Ägypten wurde wieder lebendig, die Toten stiegen gewissermaßen aus ihren Gräbern und begannen zu reden, und die Ägyptologie war geboren. Ein unvorstellbarer Triumph!

Jetzt konnte man die Geheimnisse des alten Ägyptens der Vergessenheit entreißen, jetzt konnte man den sagenhaften Legenden, die man andeutungsweise in den altgriechischen Schriften gefunden hatte, endlich auf den Grund gehen. Die Gelehrtenwelt jubelte und tanzte auf den Tischen.

Wissenschaft, die Wissen schafft!

Wer aber im Taumel des Überschwanges geglaubt hatte, mit der Entzifferung einer Schrift sei alles gelöst, wurde gründlich enttäuscht. Noch immer sahen sich die Gelehrten unendlichen Problemen gegenüber. Es existierten zahlreiche ägyptische Sprachen und Schriften.

Und so wie wir heute zwischen Althochdeutsch (ca. 810–1100 n. Chr.), Mittelhochdeutsch (ca. 1100–1500 n. Chr.), Frühneuhochdeutsch (16. Jahrhundert, Luther!) und dem neuhochdeutschen Gegenwartsdeutsch unterscheiden (die zahllosen Dialekte verschweigen wir wohlweislich, um die Materie nicht noch weiter zu komplizieren), so unterscheidet man ebenfalls zwischen mindestens sechs verschiedenen ägyptischen Sprachen, die wir zu unserer und unserer Leser Erleichterung nicht alle aufzählen wollen.

Die Probleme hatten gerade erst angefangen, denn all diese verschiedenen Sprachen wollten entziffert werden! Und wenn man sich vorstellt, dass die Bilderschrift der Mayas (eine alte indianische Hochkultur, hauptsächlich in Süd-Mexiko gelegen, ca. 2000 v. Chr. bis 900 n. Chr.) erst vor Kurzem entziffert worden ist (im 21. Jahrhundert, mit all unseren Computern und raffinierten Dechiffriermethoden), so gewinnt man einen kleinen Einblick in die gewaltige Leistung dieser Pioniere.

Wie auch immer: Der Wettlauf um das esoterische Wissen der alten Ägypter hatte begonnen. Die Ägyptologie war in ihren Anfängen keineswegs eine wohl etablierte Wissenschaft, wie man sich das heute vorstellt. Die feine Gesellschaft (unter anderem im England des 19. Jahrhunderts) finanzierte zwar, da das zum guten Ton gehörte, snobistisch ein paar Ausgrabungen, um bei einer Abendgesellschaft als Höhepunkt eine Mumie auswickeln zu können, doch von einer wirklichen Systematik konnte keine Rede sein.

Amateurhafte Ausgrabungsversuche standen am Anfang dieser Wissenschaft. Heute spricht man lächelnd von Gentleman-Archäologie. Etwa ab dem Jahre 1898 kamen erstmalig Röntgenstrahlen zum Einsatz, mit denen etwa die Mumie des Pharaos Ramses II. durchleuchtet wurde. Damit wurde unter anderem die nachträgliche Ausstopfung seiner Nase nachgewiesen, der man ein Samenkorn auf den Nasenrücken gesetzt hatte, um den charakteristischen Höcker nach der Austrocknung nachzubilden.

1922 entdeckte Howard Carter in einem aufsehenerregenden Fund das Grab des Pharaos Tutanchamun – ein Ereignis, das die gesamte Weltpresse beschäftigte und den Gerüchten um die geheimen Mächte der alten Ägypter neue Nahrung gab. Denn viele Ausgräber starben auf unerklärliche Weise während dieses Unternehmens.

Wenig später schossen viele universitäre Einrichtungen wie Pilze aus dem Boden: Die Ägyptologie wurde hoffähig. Grab- und Statueninschriften, Rituale und Festkalender, Hymnen und literarische Erzählungen auf Papyrus und Kalksteinscherben wurden entziffert, genauso wie Verträge, Briefe, Notizen und Gerichtsprotokolle. Das Gesichtsfeld weitete sich unendlich.

In Deutschland konzentriert man sich bis heute auf die sprachwissenschaftlichen Aspekte und die Bauforschung, in England stehen nach wie vor Ausgrabungen im Vordergrund. Ägyptologie wird an 16 deutschen Universitäten gelehrt, sie ist besonders stark in Frankreich vertreten, existiert aber auch an anderen europäischen Universitäten sowie in Amerika, China, Japan, Australien und selbstverständlich in Ägypten selbst. Trotzdem ist es bis heute versäumt worden, auf folgende Ungereimtheiten aufmerksam zu machen.

Der Kampf der Gelehrten

Die Ägyptologie, und das wurde bisher in dieser Offenheit kaum gesagt, ist keine Wissenschaft wie beispielsweise die Physik. Jedenfalls sehen wir uns keiner Disziplin gegenüber, deren Aussagen hundertprozentig korrekt sind. Es handelt sich lediglich um den geradezu verzweifelten Versuch, Daten und Fakten zusammenzutragen und zu einem halbwegs geordneten Ganzen zusammenzufügen.

Aber man stelle einmal folgende Fakten in Rechnung und bilde sich danach sein eigenes Urteil:

1. Zahlreiche altägyptische Quellen (in Ägypten selbst und in den Museen der Welt) sind nach wie vor unbearbeitet und nicht übersetzt. Dazu werden beinahe jedes Jahr neue wichtige Quellen entdeckt.

2. Die Ägyptologie umfasst einen Zeitraum von 5,5 Jahrtausenden – ein schier unendlicher Zeitraum für einen Historiker, denn selbst die besten Spezialisten unter ihnen überblicken selten mehr als ein paar Hundert Jahre.

3. Nach wie vor orientiert sich die Liste der Pharaonen (Pharao bedeutet wörtlich großes Haus oder großer Tempel) an den Schriften eines ägyptischen Priesters namens Manetho. Aber seine Schriften sind verloren gegangen und uns nur durch Zitate aus dem 1. bis 8. Jahrhundert n. Chr. überliefert.

Die alten Ägypter teilten die Zeit nicht wie wir nach der Umdrehung der Erde um die Sonne ein, sondern nach Dynastien, also nach ihren Königen oder Pharaonen. Noch einmal, es ist zu brisant: Die gesamte ägyptische Chronologie fußt auf einem Priester, der vor ein paar Tausend Jahre lebte, von dessen Schriften nichts mehr existiert und von dem lediglich ein paar andere abschrieben! Von Genauigkeit kann also keine Rede sein. Deshalb werden ägyptische Chroniken bis heute ständig geändert, und die Gelehrten hören nicht auf zu streiten – aber das haben sie in der Geschichte schon immer getan.

4. Die Existenz der frühesten Pharaonen kann deshalb nicht mit Sicherheit eruiert werden. Angeblich hieß der erste Pharao Oryxkopfstandarte. Der Begriff Oryx bezeichnet eine spezielle Antilopengattung mit schwarzen Markierungen im Gesicht und langen, spitzen Hörnern. Eine Standarte ist eine Flagge, die vor Staatsoberhäuptern hergeführt wird. Vielleicht benutzte dieser erste Pharao der Geschichte also eine Antilopenmaske oder ließ ein Antilopenbild vor sich hertragen.

Die weiteren Pharaonen hießen unter anderem Fingerschnecke, Fisch, Elefant, Stier, Storch, Skorpion I., Falke I. oder Doppelfalke. Aber nichts ist sicher. Man nimmt heute an, dass rund 350 Pharaonen im Laufe der ägyptischen Geschichte existierten, aber es gibt auch Stimmen, nach denen mit dieser Zahl zu kurz gegriff en wird.

5. Nicht selten wurde ein (Pharao-)Name nur durch ein Gefäß überliefert, auf dem er eingeritzt war, oder durch einen Siegelabdruck. Die Methoden der Ägyptologie, so intelligent und bemerkenswert sie teilweise sind, können also eines mit Sicherheit nicht für sich beanspruchen: stets der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Ebenso gescheite wie abenteuerliche Schlussfolgerungen werden aus winzigen Details gezogen, denn je der Gelehrte will ein Stückchen Unsterblichkeit ergattern. Was also wissen wir wirklich? Um es mit den Worten des deutschen Komödiendichters Karl Valentin auszudrücken: „Nichts Genaues weiß man nicht.“

6. Ägyptologen widersprechen sich heute intensiver und häufiger als Politiker vor einer Wahl. Es wimmelt von abweichenden Behauptungen in den Texten der Wissenschaftler, alle naslang wird eine neue Theorie schick und modern, alte Behauptungen werden umgestoßen und neue erblicken das Licht der Welt. Chronologien werden heute modern und landen morgen schon wieder auf dem Abfallhaufen der Geschichtswissenschaft.

Es ist also Zeit, dass wir ein wenig den Respekt verlieren vor dem hehren Begriff der „Wissenschaft“, wiewohl man auf der anderen Seite vielen ernsthaften Gelehrten Respekt bezeugen muss. Alles andere wäre Hybris. Trotz dieses Kampfes, der allenthalben tobt, wurden jedoch die beiden wichtigsten Geheimnisse der alten Ägypter bis heute nicht in ausreichendem Umfang bekannt gemacht. Lassen wir die Katze aus dem Sack!

Die offizielle biblische Wahrheit

Vergessen wir nicht: Unsere Geschichtswissenschaft, selbst in unserem so gelehrten Deutschland, fußt noch immer auf einem weitgehend von der christlichen Geschichtsschreibung geprägten Bild. Früher oblag die Historiografie christlichen Priestern, die im Prinzip gerade einmal die Geschichte Roms und Griechenlands gelten ließen und natürlich die Geschichten der Bibel, des Alten Testamentes. Nur das passte ins Bild, nur so konnten die Gläubigen bei der Stange gehalten werden.

Wenn wir jedoch das Alte Testament mit den Augen eines Historikers, der die Geschichte Ägyptens kennt, genau durchforschen, so fällt sofort auf, wie viel hier abgeschrieben wurde. Gestohlen wollen wir nicht sagen, es klänge zu unfein.

Machen wir die Probe aufs Exempel:

Angeblich ist der Eingottglaube der Vielgötterei weit überlegen, und angeblich waren es die frühen Juden, die erstmalig nur einen einzigen Gott gelten ließen. Diese Behauptung findet man in Tausend theologischen Büchern, die von Christen verfasst wurden.

Davon abgesehen, dass die Vielgötterei möglicherweise psychologisch leichter verdaulich ist als der Glaube an einen einzigen, übermächtigen, allwissenden, zornigen, wütenden Gott, ist diese Behauptung falsch. Natürlich wurde die These, die Juden (und in der Folge die Christen) hätten als Erste nur einen einzigen Gott anerkannt, in den Gehirnen der jüdischen und christlichen Priester ausgebrütet.

Es handelte sich um den geradezu verzweifelten Versuch, die eigene Religion gegenüber den anderen Religionen herauszustreichen und die Menschen von der Einzigartigkeit und Besonderheit des jüdischen/christlichen Gottes zu überzeugen. Man sprach von dem „besonderen religiösen Genie“ der Juden, und was der Superlative mehr waren.

Geflissentlich „vergaß“ man, dass sich die Juden anfänglich ebenfalls vor zahlreichen Göttern verbeugt hatten – etwa vor Baal, Moloch und El. Jahwe war anfänglich nichts als ein unbedeutender lokaler Wettergott, der durch einen Stier symbolisiert wurde, manchmal mit einem gewaltigen Glied. Die jüdische Eingottlehre etablierte sich nur langsam, tatsächlich zog sich der Prozess über viele Jahrhunderte, vom 9. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr., hin – von dem hoch gelobten Eingottglauben also keine Spur!

Es gab keinerlei „Offenbarung“. Wie in vielen anderen Kulturen bekämpften sich die verschiedenen Götter oder besser: deren Anhänger gegenseitig. Jahwe besaß ursprünglich sogar eine Gattin, nicht anders als Zeus – und zwar die Fruchtbarkeitsgöttin Aschera, die lange im Tempel zu Jerusalem verehrt wurde.

Wir haben dem „religiösen Genie“ der Juden (und damit der Christen) also sehr viel weniger Respekt zu zollen, als es uns jahrhundertelang weisgemacht wurde. Ungeachtet dessen wurde die Eingottlehre erstmalig in Ägypten erfunden (wenn wir von Persien absehen), und zwar von Echnaton, einem Pharao, der alle früheren ägyptischen Götter von ihrem Thron stieß, die Priesterkaste entmachtete und nur einen Gott gelten ließ: Aton, den Sonnengott.

Viele Gelehrte gehen heute davon aus, dass seine Gottesgesänge unter anderem dem biblischen Psalm 104 als Vorbild dienten. Echnaton, der ägyptische Pharao, erfand also rund 1300 v. Chr. die Eingottlehre, er verjagte die anderen Götter aus dem Himmel, setzte ihnen den Stuhl vor die Tür und verbot seinen Priestern, sie weiter zu verehren. Die Mumifizierer und Einbalsamierer staunten.

Enthusiastische Hymnen durften nur noch auf Aton getextet werden, den „Einen“. Auch unter Pharao Amenhotep III. gab es bereits monotheistische Hymnen, aber Echnaton hing ganz zweifellos der Eingottlehre an. Wer diese „Inspirationen“ zu leugnen versucht, befindet sich ganz einfach nicht auf der Höhe der wissenschaftlichen Forschung.

Die Sprüche Salomons stammen, wie man heute weiß, nicht allein von Salomon, dem weisen, jüdischen Herrscher. Historiker wie Will Durant stellten fest, dass sie manches der ägyptischen Literatur schulden. Wir müssen demnach auch hier davon ausgehen, dass wir es nicht nur mit jüdischen, sondern zumindest teilweise mit ägyptischen Weisheiten zu tun haben.

Und das wundert im Grunde genommen nicht: Die höchsten Erkenntnisse wurden erstmals von ägyptischen Wesiren, Schriftstellern und Gelehrten formuliert, Ägypten war einst das intellektuelle und kulturelle Zentrum der Welt! Der Weltmacht Ägypten dienten die Juden jedoch lange Zeit als Sklaven, jedenfalls wenn wir ihren eigenen Schriften Glauben schenken. Undenkbar, dass sie nicht von ihnen lernten!

Die Erzählung von einem Jenseits und einem Paradies gibt es bei vielen Völkern, auch bei den Ägyptern. Es ist wahrscheinlich, dass diese Idee von den Ägyptern auf die Juden überkommen ist, denn immerhin verbrachten sie eine lange Zeit in Ägypten. Da die Ägypter von den Juden glühend beneidet wurden, ist es nur verständlich, dass sie vieles übernahmen – willentlich und wissentlich oder auch unbewusst. Selbst der Name Moses, des größten Lehrers der Juden, besitzt eine ägyptische Bedeutung. Moses heißt in der ägyptischen Sprache mein Sohn.

Bestimmte, bei den Ägyptern hoch entwickelte medizinische Kenntnisse scheinen die Juden ebenfalls den Ägyptern zu verdanken. Wenn wir von den verschiedenen Plagen hören, die Ägypten heimsuchten, erkennen wir, dass die jüdischen Zauberer offenbar mit den ägyptischen Zauberern wetteiferten. Aber alle Plagen und alle Krankheiten mussten geheilt werden, und so lernten die Juden wahrscheinlich auch die Heilkunst von den Ägyptern.

Ra, Amun und ein dritter Gott wurden in Ägypten früh zur dreifaltigen Göttlichkeit ernannt oder als die Verkörperungen eines einzigen mächtigen Gottes gesehen. Nicht die Juden, aber die Christen übernahmen später diese Heilige Dreifaltigkeit, die ebenfalls ägyptischen Ursprungs ist, wenn wir von indischen Quellen absehen.

Die Ägypter waren die Ersten, die der Unsterblichkeit der Seele ein immenses Gewicht beimaßen (lassen wir erneut die Inder außer Acht). Ein unvorstellbarer Aufwand wurde betrieben, damit es die Seele im Jenseits gut antraf. Auch hier hörten die Juden genauestens zu, als sie ihre eigenen heiligen Schriften verfassten. Wie viel konkret übernommen wurde, kann man nur erahnen.

Der Begriff der Sünde, von dem die Juden geradezu besessen waren, wurde ebenfalls von den Ägyptern erfunden. Zahlreiche ägyptische Schriften reflektieren all die Sünden, die es zu vermeiden galt. Man könnte sogar von einer Vorformulierung der Zehn Gebote sprechen. Denn bereits in Ägypten wurde gegen Ehebruch, Betrug, Diebstahl, die Lüge und Ehrfurchtslosigkeit gegenüber Gott mobil gemacht – lange vor den Juden. Sogar den Ablasshandel gab es im alten Ägypten! (Geheimes Wissen: Liegt in den Pyramiden die Quelle und Urkraft des Universums und dienten sie als riesige Energiekraftwerke? (Videos))

Die ägyptische Literatur ist voller Wunder, nicht anders als die jüdische und christliche. Auch im alten Ägypten gab es Magiere, die Gliedmaßen wieder anwachsen lassen, heilen, Tote zu neuem Leben erwecken, Regen hervorbringen oder das Ansteigen des Stromes bewirken konnten. Wahrscheinlich sind viele jüdische und christliche Wunder einfach von ägyptischen Wundern abgekupfert und recycelt worden.

Besonders brisant ist die Geschichte rund um die heilige Maria, die christliche Gottesmutter! Auch hier wurden Informationen schnell unter den Teppich gekehrt. Bis heute wird beispielsweise nicht auf den Umstand aufmerksam gemacht, dass die Vorläuferin der Gottesmutter Maria keine geringere als Isis war – eine im alten Ägypten viel verehrte Göttin und Gottesmutter. Isis (auch Ise, Iset, As oder Aset genannt) war die Schwester und Gemahlin des mächtigen, altägyptischen Gottes Osiris.

Eine der wichtigsten religiösen Legenden im alten Ägypten las sich wie folgt: Von Osiris, dem Bruder und Gemahl, empfing Isis den Gott Horus. Als der (böse) Gott Seth ihren Gemahl Osiris tötete und zerstückelte, setzte Isis ihren Gatten später wieder aus den (zerstückelten) Einzelteilen zusammen, sodass er ins Leben zurückkehren konnte. Er stand von den Toten auf, wurde wiedergeboren. So berichtet jedenfalls die Legende.

In unserem Zusammenhang ist es jedoch wichtiger, dass Isis allenthalben als liebenswerte, gütige Gottesmutter dargestellt und verehrt wurde. Mütter baten sie um Segen für ihre Kinder. Sie galt als kinderlieb, mitfühlend und mitleidend. Pharaonen tranken (symbolisch) die Milch der Isis, waren sie doch selbst Gottessöhne!

Die Kuhhörner, die auf einigen Isis-Darstellungen ihren Kopf zieren, deuteten auf ihre Fruchtbarkeit und die Vermischung mit einer anderen Gottheit hin. Isis war das weibliche Prinzip der gesamten Natur, ganze Mysterienkulte rankten sich um sie. Die ägyptische Göttin Isis, die als Mutter und Trösterin bekannt war, wurde später zu der Gestalt der Gottesmutter Maria umgeformt.

Statuen der Isis mit einem göttlichen Kind in den Armen existierten in Italien und vielen anderen Ländern zuhauf. Mit anderen Worten: Schon vor der heiligen Maria gab es eine Gottesmutter! Himmelskönigin und Gottesmutter – das alles waren Bezeichnungen, die schon für die Göttin und Gottesmutter Isis benutzt wurden. Historikern zufolge kommen die Zeremonien rund um die Isis-Figur der Verehrung der Gottesmutter Maria erstaunlich nahe.

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Tatsächlich sind die Parallelen zu offensichtlich, als dass sie als Zufall abgetan werden könnten. Es gab ein eigenes Ritual rund um die Gottesmutter Isis, eigene Gotteshäuser und Tempel. Man kannte Musik und an die Gottesmutter Isis gerichtete Gebete, durch die man sich ihres Beistands versichern wollte. Priester – in weißen Gewändern, tonsuriert, nicht anders als später christliche Mönche – dienten der Isis. Es gab sogar einen eigenen Isis-Dienst. Ein Novize musste zunächst lange fasten und Enthaltsamkeit üben, bevor er diesen Dienst ausüben durfte.

Er musste beten, sich geistigen und körperlichen Reinigungen unterziehen und wie bei der christlichen Taufe in heiligem Wasser untertauchen, bevor er sich dieser edlen Gestalt nähern durfte. Die Gottesmutter Isis tröstete Frauen, und die fühlten sich von ihr verstanden, hatte sie doch bei der Geburt ihres Sohnes ähnliche Qualen durchstanden wie sie selbst.

In allen Volksschichten und in verschiedenen Nationen wurde Isis verehrt. Isis, die ägyptische Göttin und Gottesmutter, existierte jedoch schon ein paar Tausend Jahre vor Christus! Und vor Maria!

Im 4. Jahrhundert v. Chr. wanderte der Isis-Kult von Ägypten nach Griechenland, wo die ägyptische Gottesmutter ebenfalls tiefe Verehrung erfuhr. Im 3. Jahrhundert v. Chr. begegnen wir ihr in Sizilien, im 2. Jahrhundert v. Chr. setzte Isis sozusagen über nach Italien, wo sie ebenfalls glühend verehrt wurde. Im gesamten Römischen Reich war der Isis-Kult schließlich unvorstellbar populär. Isis-Ikonen, Isis-Bilder und Isis-Symbole entdeckte man an der Donau, am Rhein und der Seine.

Auch in Köln und Mainz fand man sie, ein ganzer Isis-Tempel wurde sogar in London ausgegraben. Im heutigen Deutschland, Frankreich und England verehrte man also die Gottesmutter Isis – von Italien, Griechenland und Ägypten ganz zu schweigen!

Als das Christentum seinen Siegeszug antrat, stand die Isis-Gestalt mit dem Göttersohn auf dem Arm Pate für Maria – die Gemeinsamkeiten können unmöglich abgestritten werden. Die Verwandlung geschah vielleicht langsam, aber dafür umso sicherer, denn das frühe Christentum war klug genug, frühere religiöse Vorstellungen und Figuren in sich aufzusaugen wie ein Schwamm.

Die Idee der gütigen Gottesmutter mit einem göttlichen Sohn war längst vorgeprägt, sie ist nicht christlichen Ursprungs. Diese Figur war fester Bestandteil der ägyptisch-religiösen Welt, da sie die Frauen tröstete. Eine Religion, die nicht genügend Identifikationsfiguren zur Verfügung stellt, stirbt schnell.

Menschen wollen sich verstanden fühlen. Und so wandelte sich die Gottesmutter Isis zur Gottesmutter Maria, die „voll der Gnaden war“, die ebenfalls Trost spendete und unendlich liebevoll war. Isis mutierte zu Maria, und der Horus im Arm der Isis zu Jesus. Viele Statuen der Isis mit dem Kind wurden einfach mit (christlich) bischöflicher Zustimmung uminterpretiert (Die Crux: Jesus Christus identisch mit Julius Ceasar (Video)).

Plötzlich handelte es sich um Statuen, die Maria mit dem Kinde darstellten. Alten IsisStatuen schob man also flugs eine neue Bedeutung unter – nachdem man sie wahrscheinlich ein wenig verändert hatte.

Und so müssen wir auch in diesem Zusammenhang feststellen, dass die christliche Religion der ägyptischen unendlich viel verdankt – weit mehr, als je offiziell zugegeben wurde. Sie verdankt ihr sogar die Idee einer Gottesmutter und eines göttlichen Kindes. Und so könnte man immerzu fortfahren…

Hier die restliche Leseprobe und das Inhaltsverzeichnis von “Die größten Fälschungen der Geschichte” als PDF.

 

Literatur:

Die Cheops-Lüge, DVD
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Kybalion 4 – Die 7 kosmischen Gesetze: Das Vermächtnis des Meisters
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Das Cheops Projekt – Der Film
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Das Geheimnis der Pyramiden [2 DVDs]
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Quellen: PublicDomain/randomhouse.de am 23.01.2018

 

 

Ägyptische Archäologen entdecken Goldschmied-Grabkammer

In Luxor machten Archäologen eine interessante Entdeckung. Sie fanden eine Grabkammer, die aus der 18. Dynastie des Alten Ägypten stammt. In dem Raum befinden sich wertvolle Objekte, unter anderem Holzmasken des ehemaligen Eigentümers.

Ägyptische Archäologen haben nach Behördenangaben in Luxor die wertvolle Grabkammer eines Goldschmieds freigelegt. In dem Raum sei neben Sarkophagen, Mumien, Schmuck und Holzmasken auch eine Statue gefunden worden, die den Goldschmied und seine Frau darstellen soll.

Die Kammer soll demnach mehr als 3500 Jahre alt sein und aus der 18. Dynastie des Alten Ägypten stammen, teilte das Antikenministerium mit. Das Grab ist die neueste einer Reihe von archäologischen Entdeckungen in Ägypten in diesem Jahr.

Im April waren acht Mumien in einer weiteren Grabkammer in der Pharaonenstadt Luxor entdeckt worden. Im Vormonat fanden Archäologen eine riesige Statue im Boden eines Armenviertels in Kairo.

Die ägyptische Regierung verspricht sich von den Entdeckungen Impulse für den wackeligen Tourismus im Land. (dpa)

http://www.epochtimes.de/w

Klaus Dona @ Tom WhoKnows – Prähistorische Artefakte, die es nicht geben dürfte – oder doch?

Veröffentlicht am 15.08.2017

Es freut mich sehr, euch mein Gespräch zusammen mit Klaus Dona endlich zeigen zu können.

Für viele prähistorischen Archäologie- und Artefaktliebhaber ist Klaus Dona natürlich ein Begriff.

Klaus Dona kommt ursprünglich aus Österreich und bereiste im laufe seines Lebens die ganze Welt, auf welcher er eine Vielzahl von Artefakten fand bzw. er untersuchen konnte für die es eigentlich eine Erklärung geben sollte jedoch es – bis heute – keine gibt – oder doch?

Ihr werdet verblüfft sein und man ist verleitet den eigenen Augen nicht zu trauen 😉

Vielen vielen Dank an dich Klaus für das Bereitstellen deiner Aufnahmen und besonders für dieses herzliche Gespräch, welches sich mehr als nur vertraut anfühlte 🙂

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Altes Ägypten: Entdeckung eines riesenhaften Pharao

11. August 2017

Mythen und Geschichten über Riesen gibt es seit Jahrtausenden in den verschiedensten Kulturen. Es gibt und gab aber durchaus Menschen, die diese Bezeichnung verdient haben.

Und nun wurde vielleicht sogar der erste nachweisliche „Riese“ gefunden. Er hieß Sa-Nakht, lebte vor rund 4700 Jahren und war ein ägyptischer Pharao.

Das ergab laut „Live Science“ die Untersuchung eines Skeletts, das man 1901 in einem Grab bei Bait Challaf in Ägypten fand. Die Knochen stammen wahrscheinlich von Sa-Nakht, einem Pharao der 3. Dynastie (2700 bis 2620 von Christus).

Er soll feindlich gesinnte Beduinen vertrieben und Türkis als Rohstoff beschafft haben: Recht viel mehr ist über die Regierungszeit des ägyptischen Pharaos Sa-Nakht aus der Zeit zwischen 2690 und 2670 v. Chr. nicht bekannt.

Die verantwortlichen Wissenschaftler stellten fest, dass der Pharao 1,987 Meter groß war (Zwergen, Menschen und Riesen: Theorie der drei menschlichen Spezies der Urzeit (Video)).

Michael Habicht, ein Ägyptologe am Institut für Evolutionsmedizin der Universität Zürich, erklärte, dass bisherige Analysen ägyptischer Mumien ergaben, dass Männer zu dieser Zeit durchschnittlich nur 1,70 Meter groß waren. Insofern kann man Sa-Nakht durchaus als Riese bezeichnen.

Michael Habicht und seine Kollegen konnten bei der Analyse an den Knochen von Sa-Nakht ein „üppiges Wachstum“ feststellen. Und das sind „deutliche Zeichen für Gigantismus“, sagte Habicht.

Aber was war für seine überdurchschnittliche Größe verantwortlich? Häufig wird Gigantismus durch einen Tumor in der Hypophyse (das ist eine Hormondrüse, die eine zentrale Rolle bei der Regulation des Hormonsystems im Körper spielt) verursacht. Dieser kann zu einer vermehrten Produktion des Wachstumshormons Somatropin führen.

Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es sich hier um den ältesten belegten Fall von Gigantismus handelt. Somit ist der ägyptische Pharao Sa-Nakht wahrscheinlich der älteste Riese der Geschichte. Zumindest bis weitere Forschungsergebnisse etwas anderes ergeben.

Die Studie wurde in der August-Ausgabe des Fachmagazins „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ veröffentlicht.

Ein weiterer Fall von Riesenwuchs betrifft die Überreste einer Person, die zwischen 11 500 bis 9500 vor heute auf dem Gebiet des US-Bundestaats New Mexico lebte. Allerdings litt dieser Mensch unter Akromegalie. Bei dieser Krankheit wächst nämlich nicht der komplette Körper überproportional, sondern nur die Extremitäten und vorspringende Teile des Körpers wie Nase, Ohren und Genitalien. Auch hier ist Somatropin beteiligt.

Wie Gigantismus wird Akromegalie ursprünglich überwiegend durch einen Tumor ausgelöst, der in einem Teil der Hirnanhangsdrüse sitzt und die Produktion des Wachstumshormons anregt.

Literatur:

Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde? von Thomas A. Anderson

Das verschollene Wissen der Vorzeit: Neue Betrachtungen zu einer verbotenen Archäologie von Kreisberg. Glenn (2011) Gebundene Ausgabe

DIE ANUNNAKI. Vergessene Schöpfer der Menschheit von Gerald R. Clark

Quellen: PublicDomain/galileo.tv/spektrum.de am 11.08.2017

https://www.pravda-tv.com/

Stonehenge: Prähistorisches „Haus der Toten“ entdeckt (Video)

Ein span­nen­der Fund: Un­weit des be­rühm­ten Stein­krei­ses von Sto­ne­hen­ge ha­ben Ar­chäo­lo­gen ein jung­stein­zeit­li­ches Großst­ein­grab ent­deckt. Die un­ter ei­nem Wei­zen­feld ver­bor­ge­ne An­la­ge könn­te ei­ni­ge Hun­dert Jah­re äl­ter als Sto­ne­hen­ge sein und da­mit zu den frü­hes­ten prä­his­to­ri­schen Bau­ten Eng­lands ge­hö­ren. Die For­scher ha­ben jetzt mit der ent­schei­den­den Pha­se der Aus­gra­bung be­gon­nen.

Der Stein­kreis von Sto­ne­hen­ge ist das wahr­schein­lich be­rühm­tes­te prä­his­to­ri­sche Bau­werk über­haupt. Doch die­se Me­ga­lith-​An­la­ge ist kein So­li­tär: Die ge­sam­te Land­schaft rund um den Stein­kreis ist von Grab­hü­geln, Stein­rei­hen und -​krei­sen und Res­ten von wei­te­ren Bau­ten durch­setzt.

Die Ge­gend zwi­schen Sto­ne­hen­ge und dem knapp 40 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Ave­bu­ry bil­de­te mög­li­cher­wei­se ei­nen riesi­gen Ze­re­mo­ni­al­kom­plex, sie ge­hört heu­te zum UNESCO-​Welt­kul­tur­er­be.

Et­wa auf hal­bem We­ge zwi­schen Sto­ne­hen­ge und Ave­bu­ry ha­ben nun Ar­chäo­lo­gen ein wei­te­res prä­his­to­ri­sches Bauwerk ent­deckt: Un­ter ei­nem Wei­zen­feld na­he des Orts Pewsey ent­hüll­ten Luft­auf­nah­men die Um­ris­se ei­nes Großst­ein­grabs.

Die­se für die Jung­stein­zeit ty­pi­schen Grab­bau­ten, in Eng­land auch als Long Bar­row be­zeich­net, dien­ten als Grä­ber für die Ge­bei­ne von To­ten. Üb­li­cher­wei­se wur­den die Ske­let­te da­bei in läng­li­che, aus gro­ßen Stei­nen er­rich­te­te, rechteckige Grab­bau­ten ge­legt, die dann mit Er­de be­deckt wur­den, so dass ein Hü­gel­grab ent­stand.

Der Erd­hü­gel über dem neu­ent­deck­ten Grab bei Pewsey wur­de durch jahr­tau­sen­de­lan­ge Be­wirt­schaf­tung der Fel­der nach und nach ab­ge­tra­gen und um­ge­pflügt. Das Grab und zwei ge­krümm­te Be­gren­zungs­grä­ben sind je­doch im Bo­den noch er­hal­ten (Mysteriöses Monument: „Feuerkreis“ ist 800 Jahre älter als Stonehenge).

Die Ar­chäo­lo­gen ver­mu­ten, dass die Grä­ben aus­ge­ho­ben wur­den, um Er­de für die Be­de­ckung der Grab­kam­mer zu lie­fern. Die Grab­kam­mer ist 26 mal 20 Me­ter groß und recht­eckig. „Es ist im Prin­zip ein Haus für die To­ten“, er­klärt Gra­bungs­lei­ter Jim Lea­ry von der Uni­ver­si­ty of Rea­ding.

Noch konn­ten die Ar­chäo­lo­gen das Grab nicht an­hand von Fun­den da­tie­ren. Auf­grund sei­ner Bau­wei­se hal­ten sie es aber für wahr­schein­lich, dass die­se An­la­ge aus der Zeit um 3600 bis 3700 vor Chris­tus stammt. „Dies ist da­mit ei­nes der frü­hes­ten prä­his­to­ri­schen Mo­nu­men­te un­se­res Lan­des“, sagt Lea­ry. Das Grab von Pewsey ist so­gar noch ei­ni­ge hun­dert Jah­re äl­ter als der Stein­kreis von Sto­ne­hen­ge.

Da­mit könn­te die­ses Grab aus ei­ner ent­schei­den­den Um­bruchs­zeit in der Vor­ge­schich­te Eng­lands stam­men. Denn da­mals wan­del­te sich die Le­bens­wei­se der Men­schen von Jä­gern und Samm­lern zu sess­haf­ten Bau­ern. „Dies war die erste Kul­tur hier, die Kü­he hielt“, er­klärt Lea­ry (Stonehenge: Archäologen entdecken riesiges Vorläufer-Monument (Videos)).

In ei­nem an­de­ren Lang­grab aus der glei­chen Zeit, dem West Ken­neth Long Bar­row, wur­den Ske­let­te von To­ten gefunden, die mit meh­re­ren Rin­der­schä­deln als Grab­bei­ga­ben be­stat­tet wor­den wa­ren.

Der Ar­chäo­lo­gen­team, un­ter­stützt von frei­wil­li­gen Hel­fern und Stu­den­ten, hat in­zwi­schen be­reits die de­cken­den Erd­schich­ten über der jung­stein­zeit­li­chen Grab­an­la­ge ab­ge­tra­gen. Jetzt be­ginnt die span­nen­de Pha­se, in der sie tie­fer in das ei­gent­li­che Grab vor­drin­gen. „Dies ist für uns ei­ne fan­tas­ti­sche Chan­ce, ei­nes die­ser Grä­ber voll­stän­dig zu untersu­chen und es mit­tels mo­derns­ter Tech­nik aus­zu­gra­ben“, sagt Lea­ry.

Wie die For­scher er­klä­ren, ist dies die ers­te voll­stän­di­ge Aus­gra­bung ei­nes sol­chen Gra­bes in die­ser Re­gi­on seit gut 50 Jah­ren. „Wir set­zen nun Fuß in ein Bau­werk, das seit tau­sen­den von Jah­ren ver­ges­sen und ver­bor­gen war“, sagt Learys Kol­le­gin Aman­da Clar­ke. Noch ist un­be­kannt, ob in der Grab­kam­mer noch prä­his­to­ri­sche Grab­bei­ga­ben oder so­gar Über­res­te der To­ten er­hal­ten sind (Second-Hand-Monument: Stonehenge-Monolithen standen ursprünglich in Wales (Video)).

„Hier die be­gra­be­nen Über­res­te der Men­schen zu fin­den, die die Vor­fah­ren der Men­schen von Sto­ne­hen­ge ge­we­sen sein könn­ten, wä­re das Sah­ne­häub­chen auf ei­nem oh­ne­hin schon un­glaub­li­chen Pro­jekt“, sagt Lea­ry. Ob sein Wunsch er­füllt wird, muss sich nun in den nächs­ten Mo­na­ten zei­gen.

Indien: Golf von Khambhat – Unterwasser-Ruinen einer untergegangenen Zivilisation (Video)

9. Juni 2017   –  https://www.pravda-tv.com

Am 16. Januar 2002 gab ein hohes indisches Regierungsmitglied bekannt, im Golf von Khambhat vor der Küste des Bundesstaates Gujarat in Nordwestindien seien in 40 Meter Tiefe Ruinen von zwei Städten mit großer Ausdehnung entdeckt worden.

Wahrscheinlich seien die Städte durch den Anstieg des Meeresspiegels am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 7000-8000 Jahren überflutet worden. Stimmen diese Angaben, wären diese menschlichen Siedlungen mindestens doppelt so alt wie das antike Sumer in Mesopotamien, das nach der offiziellen Archäologie bisher die angeblich älteste Zivilisation darstellte.

Aus dem Unterwasserkomplex geborgene Holzstücke wurden auf 8500 bis 32000 Jahre vor der Gegenwart datiert.

Die Entdeckung im Golf von Khambhat gelang dem indischen Nationalen Institut für Meerestechnik (NIOT) im Jahr 2001. Die Ruinen wurden mit einem hochauflösenden Sonarscanner untersucht, und es wurden etwa 2000 Artefakte von der Fundstelle geborgen, darunter Tongefäße, Perlen, Skulpturenbruchstücke, ein versteinerter Kieferknochen und menschliche Zähne.

Zwei Städte?

Die Auswertung der bisherigen Sonaraufnahmen hat ergeben, daß sich unter dem Wasser im Golf von Khambhat entlang alter Flußläufe sogar zwei Städte befinden. Eine der Städte ist etwa zwei Kilometer breit und erstreckt sich mindestens neun Kilometer entlang eines alten Flußbettes, was eine Mindestfläche von 18 Quadratkilometern ergibt.

Die äußere Begrenzung der Stadt ist noch gar nicht festgestellt worden, und weitere Untersuchungen könnten ergeben, daß die Stadt sogar noch größere Ausmaße hat. Es gibt Überreste eines mehr als 600 Meter langen Damms durch einen der alten Flußläufe.

Aus den Sonarbildern geht auch hervor, daß die Städte aus zahlreichen rechteckigen Gebäuden bestehen, die auf so starken Fundamenten gebaut sind, daß sie Tausende Jahre schwersten Gezeitenströmungen hätten widerstehen können.

Das NIOT hat Dichteanalysen der Fundamente im Vergleich zu dem sie umgebenden Schlick erstellt, woraus hervorgeht, daß die Fundamente aus einem einheitlichen Material, wahrscheinlich großen Steinblöcken, bestehen (Versunkene Städte Indiens: Dwaraka – Die goldene Stadt (Videos)).

Anfänglich nahmen die Archäologen an, die Städte gehörten zu der Harappa-Zivilisation, die zwischen 5000 und 3000 Jahren in Nordindien (das heute teilweise zu Pakistan gehört) florierte. Jedoch hätten geologische Modelle über den Anstieg des Meeresspiegels starke Hinweise darauf geliefert, daß die Fundstätte viel älter als die Harappa-Zivilisation sein müsse.

Der Geologe Glenn Milne von der Universität Durham glaubt, daß die ganze Gegend wahrscheinlich in der Endphase der letzten Eiszeit vor etwa 7700 bis 6900 Jahren überflutet worden ist – womit die Datierung der Stadt weit in die prähistorische Zeit zurückverschoben wäre.

Milnes Schätzungen wurden inzwischen von Radiocarbon-Untersuchungen zweier indischer Labors bestätigt, die ein an einer flachen Stelle der Fundstätte geborgenes Stück Holz analysiert haben. Ein Labor datierte das Holzstück auf 6500 v.Chr., das andere Labor kam auf 7500 v.Chr. Das NIOT hofft bei einer zukünftigen Expedition datierbares Material aus tieferen Schichten der Fundstätte bergen zu können, und das könnte das Alter der untergegangen Stadt noch weiter nach hinten verschieben.

Die jetzt schon gesicherten Datierungen zusammen mit der erstaunlichen Größe und Komplexität der Stadt widerlegen die traditionelle Sicht über die Ursprünge der Zivilisation, wonach diese erst mit den Sumer um 3100 v.Chr. begonnen habe. Selbst wenn der kulturelle Hintergrund der Menschen noch im Unklaren bleibt, wäre die 9500 Jahre alte versunkene Stadt immer noch um mehrere tausend Jahre älter als die sumerische Zivilisation.

Sie wäre auch älter als die ägyptische und noch älter als die chinesische Zivilisation. Es ergäbe sich ein völlig anderes Bild von der Entwicklung städtischer Kultur auf dieser Erde.

Die im Golf von Khambhat untergegangene Stadt ist mindestens 150mal größer als die größte Siedlung im Mittleren Osten von 7500 v.Chr., etwa das Dorf Catalhoyuk in Anatolien. Sir John Marshall, der zur Zeit der britischen Herrschaft in Indien eine Forschergruppe leitete, nannte in den 20er Jahren die Entdeckungen in Harappa und Mohenjo-daro die Indus-Zivilisation, da sie sich im Industal ausgebreitet hatte.

 

Marshalls Festlegung verschob Indiens bekannte Geschichte um etwa 2000 Jahre nach hinten. Zur Zeit der indischen Unabhängigkeit war kaum ein Dutzend Indusfundstätten erforscht. Als jedoch die wichtigsten Stätten in Mohenjo-daro und Harappa an Pakistan fielen, setzte in Indien eine fieberhafte Jagd nach weiteren Ausgrabungsstätten der Indus-Zivilisation ein, der sich bald auch die Nachbarländer anschlossen.

Dabei begann man eine so ausgedehnte Zivilisation aufzudecken, die bei ihrer Blütezeit schätzungsweise 1,5 Millionen Quadratkilometer Fläche eingenommen haben mußte – ein Gebiet größer als Westeuropa. Flächenmäßig überstieg sie die damaligen Zivilisationen im ägyptischen Niltal und die Sumer an Tigris und Euphrat (dem heutigen Irak).

Man geht heute davon aus, daß sie sich geographisch bis an die Grenze Irans im Westen, bis Turkmenistan und Kaschmir im Norden, Delhi im Osten und bis zum Godavari-Tal im Süden erstreckte. Nach einer jüngsten Zählung wurden bisher fast 1400 Indus-Stätten gefunden, wovon 917 in Indien, 481 in Pakistan und eine in Afghanistan liegen.

Mohenjo-daro und Harappa gelten zwar als die wichtigsten Städte, aber es gibt mehrere andere wie Rakhigarhi im indischen Bundesstaat Haryana und Ganweriwala in der pakistanischen Provinz Punjab, die ihnen an Größe und Bedeutung gleichkommen. Offenbar konzentrierte sich die Zivilisation auch nicht nur im Industal (Rätselhafte Anlage: Riesige versunkene Städte in Kambodscha gefunden (Videos)).

Als die Fundstätten auf einer Karte des Subkontinents eingetragen wurden, bemerkten die Archäologen eine merkwürdige Ballung entlang des Flusses Ghaggar, der fast parallel zum Indus durch die indischen Bundesstaaten Haryana und Rajasthan fließt. Hinter der Grenze zu Pakistan, wo er sich Hakra nennt, mündet der Fluß schließlich bei Rann of Kutch ins Meer. Über 175 Stätten wurden entlang der Schwemmebene des Ghaggar gefunden, verglichen mit 86 in der Indusregion.

Die vedische Verbindung

Es müssen dringend weitere Forschungen unternommen werden, um die Kultur der Menschen zu bestimmen, die in der jetzt vom Wasser bedeckten Stadt gelebt haben. Sollte sich erweisen, daß sie tatsächlich vedischen Ursprungs sind – was angesichts der Lage unmittelbar vor der Küste Indiens sehr wahrscheinlich ist – , würde dies das ganze Bild der indischen Frühgeschichte radikal ändern, welche fast ausschließlich von westlichen Archäologen geschrieben wurde.

Dabei gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert eine ungelöste Auseinandersetzung über die wirkliche Geschichte des antiken Indiens. Als die ersten Europäer auf den Indischen Subkontinent kamen, bemerkten sie, daß die europäischen Sprachen, zumindest was die Wortkonzepte anging, gewisse Ähnlichkeiten zu dem Sanskrit aufwiesen, welches die gebildeten Menschen dort als ihre Hauptschriftsprache benutzten.

Daraus folgte, daß Europäer und Inder irgendwie miteinander verwandt sein müßten. Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts stellten auch fest, daß die Sanskrit-Kultur oder vedische Kultur, wie sie manchmal nach der antiken indischen Literatur, der Veda (Wissen), bezeichnet wird, älter als die europäischen Kulturen sind.

Da aber die europäischen Sprachen mit dem Sanskrit des Veda verwandt ist, könnte man daraus folgern, daß die europäischen Völker irgendwie aus Indien gekommen sind und sich mit ihren Sprachen in Europa angesiedelt haben. Diese Sprachen differenzierten sich dann ins Russische, Englische, Spanische, Deutsche usw.

Europäischen Forschern gefiel diese Vorstellung aber nicht, denn die vedische Kultur hätte dann ein älteres Erbe als ihre eigene. Die frühen Städte im Industal wie Harappa und Mohenjo-daro würden denn auch von einigen Archäologen als nichtvedisch klassifiziert. Man nahm an, daß die vedische Kultur erst vor vielleicht 3500 Jahren nach Indien gekommen sei.

 

Die Archäologen waren durch den Umstand irritiert, daß der Ghaggar/Hakra und die meisten seiner Nebenflüsse ausgetrocknet und die Flußläufe verschlammt waren. Warum haben sich so viele Städte an ausgetrockneten Wasserflächen entwickelt, wo doch gerade damals Flüsse die Lebensader der Zivilisation waren?

Das Rätsel ließe sich nur lösen, wenn man annähme, daß früher einmal ein mächtiger Strom ständig in diesem Flußbett geflossen ist. Auf ihrer Suche nach Antworten nahmen die Indusforscher Zuflucht zu dem Rigveda, der entstanden sein soll, als sich die Industal-Zivilisation im Niedergang befunden hat.

Viele der dort aufgezeichneten Lieder handeln von einem heiligen Fluß namens Saraswati, der als der mächtigste der Ströme, groß wie ein Meer bezeichnet wird, der in den Bergen entspringt und zwischen dem Yamuna und dem Sutlej verläuft, bevor er in das Meer mündet. Aber in späteren vedischen Liedern wird der Saraswati nicht mehr als mächtig beschrieben, was darauf hindeutet, daß er bereits am Austrocknen war.

Das Saraswati-Geheimnis

Bereits in den 80er Jahren war auf indischen Satellitenbildern erkennbar, daß das antike Flußbett des Ghaggar/Hakra einmal von der Shivalik-Bergkette im Himalaja bis zum Runn of Kutch verlief. Wo es nicht mit Sand bedeckt ist, besteht das riesige Flußbett aus fruchtbarem Lehmboden, und seine Breite schwankt zwischen drei und zehn Kilometern an verschiedenen Stellen seines Laufs (War Alt-Indien der wahre Vorgänger der westlichen Zivilisation? (Video)).

Auf Grundlage aller Erkenntnisse hat V.N. Misra, Leiter der Archäologieabteilung des Deccan College in Pune, kürzlich den Schluß gezogen, daß der Ghaggar/Hakra tatsächlich der vedische Saraswati ist, den es während der Blütezeit der Indus-Zivilisation gegeben hat.

Danach entsprang der Ghaggar/Hakra im Himalaja, möglicherweise in dem Gebiet, das heute als Kaschmirtal bekannt ist, durchquerte den Punjab, Haryana und das westliche Rajasthan bis zum Rann of Kutch in Gujarat. Aufgrund unbekannter erdtektonischer Veränderungen sei er dann vor Tausenden von Jahren „verschwunden“.

Er wird mit dem geheimnisvollen Saraswati gleichgesetzt, der irgendwie im Erdboden verschwunden sei. Nach Mitteilung des indischen Kultusministeriums soll eine vierköpfige Expertengruppe jetzt die Aufgabe übernehmen, den vedischen Fluß in den Abschnitten zwischen Adi-badri und Bhagwanpura im indischen Bundesstaat Haryana „auszugraben“.

Der Saraswati galt als einer der mächtigsten und heiligsten Flüsse seiner Zeit, und man glaubt, die Lieder des Veda seien an seinen Ufern komponiert worden. Über 1200 der 1600 Siedlungen, darunter viele wohlhabende harappanische Städte (3000-1500 v.Chr.) und Aschrams von Rishis (Tempel der Weisen) existierten an seinen Ufern, behauptet der bekannte Geologe K.S. Valdiya von dem Nehru-Forschungszentrum.

„Es gibt viele Spekulationen darüber, wo der Fluß ins Meer mündete. Einige meinen, es sei der Golf von Khambhat (Golf von Cambay) nach Durchlaufen von Lothal, Nal Sarovar und dem Great Rann of Kutch gewesen“, sagte der frühere stellvertretende Direktor des Zentrums für Weltraumanwendungen (SAC) in Ahmedabad, Dr. Baldev Sahai, der das Haryana-Komitee leiten wird. Die wissenschaftlichen Beweise für den Saraswati müßten zwar noch erbracht werden, meinte er, aber wenn man den verborgenen Lauf des Saraswati fände, gäbe es gute Aussichten, Grundwasser fördern zu können.

In ihrer Studie über „Antike Häfen von Gujarat“ haben der stellvertretende Direktor A.R. Dasgupta und der Wissenschaftler P.S. Thakker vom SAC sowie der frühere Archäologiedirektor M.H. Raval Informationen über den Flußlauf des Saraswati in Gujarat zusammengetragen. Danach „soll der Saraswati bis 325 v.Chr. am Ufer des Little Rann of Kutch entlanggeflossen sein und sein Wasser in den Golf von Khabhat (Cambay) ergossen haben.“

Jüngste Satellitenbilder des Great Rann of Kutch, der nach Darstellung von Wissenschaftlern über 1000 Jahre lang unter Wasser lag, liefern ebenfalls Anzeichen dafür, daß ein großer Strom einmal diese Gegend durchzogen hat.

Der Flußlauf, der in Nord-Süd-Richtung zeigt und eine Verzweigung hat, liegt zwischen 70°15′ und 70°30′ Ost. Wissenschaftlern bot sich nach dem Erdbeben vom Januar 2001 eine günstige Gelegenheit, als man in vielen Kanälen des Rann Wasser fließen sah. Fachleute des Physikforschungslabors in Ahmedabad untersuchten eine solche Wasserprobe mit Hilfe der Helium-Radon-Methode und stellten fest, daß das Wasser zwischen 12000 und 89000 Jahre alt war.

Wie konnte nun aber das Absinken einer ganzen Stadt in den Golf von Khambhat von der Geschichte vergessen werden? Darüber gibt es zahllose Theorien. Eine der gängigeren Versionen besagt, daß mehrere große Flüsse ungefähr in ost-westliche Richtung geflossen sein könnten, in etwa identisch mit dem Verlauf des heutigen Tapti und Narmada.

Aufgrund geologischer und tektonischer Ereignisse könnte die gesamte Khambhat-Region abgesunken sein – wobei sie den westlichsten Teil des damals existierenden Flusses und die an seinen Ufern entstandenen Wohnsiedlungen mit in die Tiefe genommen hat.

Ein anderer Ansatz, wie ihn das NIOT mit Unterstützung des Ministers für Meeresentwicklung Harsh Gupta, eines ausgewiesenen Seismologen, vorschlägt, basiert auf der Erdbebentheorie, um das Verschwinden der Stadt am Fluß zu erklären.

Nach den massiven Zerstörungen, die das schwere Erdbeben in Gujarat im Januar 2001 anrichtete, wird niemand bestreiten wollen, daß das westliche Indien seit präkambrischer Zeit bis auf den heutigen Tag ein tektonisch aktives Gebiet ist.

  

Noch interessanter ist der Umstand, daß der Beginn der menschlichen Geschichte wohl noch um weitere 5000 Jahre nach hinten verschoben werden muß, denn Fundstücke aus den Khambhat-Städten haben Hinweise auf Schrift erbracht. Ein Stein mit einer unbekannten Schrift wurde geborgen, die kreisförmig in ihn eingraviert wurde. Einige der Schriftzeichen ähneln den Zeichen in der harappanischen Schrift, die 4000 Jahre später erschien und immer noch nicht entziffert wurde.

Die alten vedischen Schriften, die den Kern der Hindu-Philosophie und -Religion bilden, berichten uns bereits von einer frühen Zivilisation mit hoher Entwicklung, die am Ende der letzten Eiszeit vom Meer überspült wurde.

Und Platon beschrieb in Critias und Timaios um etwa 300 v.Chr. den Untergang einer mythischen Stadt, deren Alter bereits von Erzählern der damaligen Zeit auf 9000 Jahre geschätzt wurde. Mit Platons Worten ließe sich sehr gut die „geheimnisvolle Akropolis“ beschreiben, die jetzt aus den Tiefen des Golfs von Khambhat wiederaufzustehen beginnt.

Wenn man „Atlantis“ mit „Cambay“ ersetzt, befinden wir uns in einer städtischen Zivilisation, die sich auf 4000-6000 v.Chr. zurückdatieren läßt (Prähistorischer Nuklearkrieg: Rama Empire versus Atlantis?).

Literatur:

Versunkene Kulturen [Special Edition]

Raumfahrzeuge der Zukunft, Außerirdische Technologie – Auf den Spuren der interstellaren Raumfahrt von Carlos Calvet

Götter der Sterne: Bibel, Mythen und kosmische Besucher von Lars A. Fischinger

Ungelöste Rätsel: Wunderwerke, die es nicht geben dürfte von Reinhard Habeck

Video:

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Quellen: PublicDomain/solidaritaet.com am 09.06.2017

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