Londoner Polizei verschleppt Untersuchung des Brands im Grenfell Tower (Videos)

16. Juli 2017

Die Londoner Polizeibehörde Metropolitan Police (Met) gab am Montag bekannt, dass „etwa 80“ Menschen beim Brand im Grenfell Tower umgekommen seien. Die Polizei gibt an, dass der erste Teil ihrer Strafermittlungen über den Brand ergeben habe, dass in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 350 Menschen in dem Block wohnhaft gewesen seien.

Die Met erklärte, 255 Menschen seien dem Feuer, das in den frühen Morgenstunden begonnen hatte, entkommen. Weitere 14 Bewohner hätten sich nicht in den Wohnungen aufgehalten, als das Feuer ausbrach. Auf dieser Grundlage schließt sie, dass wahrscheinlich 81 Menschen umgekommen seien.

Diese Zahl widerspricht den Schätzungen von anderen, darunter Demographen, Bewohnern und Anwohnern aus der Nachbarschaft. Die Zahlen der Demographen bewegen sich von über 90 bis 123. Die Polizei erklärt, ihre Zahlen seien aus einer Reihe von Unterlagen, u.a. aus Volkszählungen, gewonnen worden. Viele gehen jedoch davon aus, dass die Gesamtzahl der Bewohner des Häuserblocks eher nahe 500 lag (Großbrand im Londoner Grenfell Tower: Ein Verbrechen gegen die Menschen (Videos)).

Die Verlautbarung der Polizei ist eine Kehrtwende gegenüber ihren früheren Äußerungen, in denen sie darauf bestanden hatte, es würde bis Ende des Jahres dauern, um alle Toten zu identifizieren. Mit 15 Tonnen Schutt und Asche, die auf jedem Stockwerk durchsucht werden müssten, sei die Verwüstung einfach zu groß.

Die geschätzte Zahl der Toten war Teil einer umfassenderen Verlautbarung. Darin wurde deutlich, dass die polizeiliche Untersuchung dazu dienen soll, die Vertuschungsaktion fortzuführen. Die Polizei gab eindeutig zu verstehen, dass ihre angebliche Untersuchung, mit der festgestellt werden soll, wer für den Brand verantwortlich ist, Jahre dauern kann.

Die Met hat 140 Zeugen vernommen, erklärt jedoch, man müsse noch Hunderte weiterer Zeugen vernehmen, darunter die fast 1.000 Feuerwehrleute und Polizisten, die bei dem Brand vor Ort waren. Die 255 Überlebenden werden ebenfalls vernommen, außerdem die Ortsansässige, die Zeugen des Brands waren.

Die Met erklärte, sie habe Unterlagen von 60 Firmen beschlagnahmt, die mit der Verwaltung, der Renovierung und dem Bau des Hochhauses zu tun hatten. Das entspreche zwei Millionen Schachteln A4-Papier. Weitere 20 Terabyte Videoüberwachungsmaterial, was 5.000 abendfüllenden Filmen entspricht, müssten ebenfalls ausgewertet werden.

Das ist nichts anderes als der Versuch der Polizei, die auf der Hand liegende Wahrheit zu vertuschen, indem man die wichtigsten Fakten in einem Berg völlig zweitrangiger Informationen begräbt.

Tatsache ist, dass ein ganzer Monat seit dem Brand vergangen ist und noch niemand für diese fahrlässige, von den Unternehmen verschuldete Tötung von mindestens 80 Menschen verhaftet oder angeklagt wurde.

Es werden zwar 60 Firmen untersucht und Hunderte von Menschen vernommen, aber die Hauptverantwortlichen dafür, dass der Grenfell Tower zur Todesfalle wurde, bleiben unantastbar. Dazu gehören die führenden Vertreter der konservativ-geführten Stadtverwaltung von Kensington und Chelsea, die Kensington and Chelsea Tenant Management Organisation, die den Wohnblock im Auftrag der Stadtverwaltung betrieben hat und die Besitzer der Privatfirmen, die die gefährliche, leicht entzündbare Verkleidung am Grenfell Tower angebracht haben, Rydon und Harley Facades. Von dieser Verkleidung gingen die hochgiftigen Dämpfe aus.

 

Dann sind da natürlich noch diejenigen, die „zu groß sind, um sie ins Gefängnis zu bringen“ und die nicht einmal von der Met vernommen werden. Dazu gehören der ehemalige Bürgermeister von London, Boris Johnson, der massive Kürzungen bei der Feuerwehr durchgesetzt hat, sowie die Premierministerin Theresa May und ihre Vorgänger David Cameron, Gordon Brown and Tony Blair (Der Hochhausbrand in London: Massenmord aus Habgier – Opfer des Dämm­wahns (Video)).

Sie alle standen an der Spitze von Regierungen, die massiv Sicherheitsvorschriften abgeschafft und brutale Kürzungen bei lebenswichtigen öffentlichen Dienstleistungen durchgesetzt haben, darunter auch bei der Feuerwehr.

Die polizeiliche Untersuchung hat einen derart großen Umfang angenommen, damit sichergestellt ist, dass niemand rechtzeitig verurteilt wird. In markantem Kontrast dazu, bezieht sich die öffentliche Untersuchung der Regierung auf den kleinstmöglichen Bereich. Laut ihrem Vorsitzenden Sir Martin Moore-Bick soll sie nur „die Ursache des Feuers“ klären und „wie es möglich war, dass es sich so schnell auf das gesamte Gebäude ausgebreitet hat“.

Das bedeutet, dass gegen die politisch Verantwortlichen weder von der Polizei ermittelt wird noch dass sie von Mays verlogener Untersuchungskommission vernommen werden.

Es gibt mittlerweile eine riesige Menge an öffentlich zugänglichen Informationen, die darauf hinweisen, dass das kriminelle Verhalten der Unternehmen und der Regierung dafür verantwortlich ist, dass ein kleines Feuer in einer Wohnung im vierten Stock innerhalb von Minuten das gesamte Gebäude verschlingen konnte.

Am Freitag hat die Sendung der BBC Newsnight aufgedeckt, dass die Londoner Feuerwehr, die nach Jahren massiver Kürzungen schlecht ausgerüstet und unterbesetzt ist, auf fatale Weise auf den Brand vom 14. Juni unvorbereitet war.

Auf der Grundlage des offiziellen Protokolls der Londoner Feuerwehr und den Aussagen von Feuerwehrleuten, die sich anonym äußerten, berichtete Newsnight, dass wichtige Gerätschaften entweder fehlten oder erst ankamen, nachdem sich das Feuer bereits in ein Inferno verwandelt hatte, das das gesamte 24stöckige Bauwerk zerstörte. Die Feuerwehrleute erklärten außerdem gegenüber Newsnight, es habe große Probleme mit dem niedrigen Wasserdruck und dem Funkverkehr gegeben.

Zwei Feuerwehrfahrzeuge wurden um 12.59 von der Feuerwache North Kensington losgeschickt und waren in vier Minuten vor Ort. Ihnen folgten „kurz danach“ zwei weitere Fahrzeuge von den Wachen Kensington und Hammersmith. Die Gerätschaften, die diesen Feuerwehrleuten zur Verfügung standen, stellten sich als absolut unzureichend heraus. Nachdem sie in das Gebäude eingedrungen waren, um das Feuer im vierten Stock zu löschen, wurden die Feuerwehrleute durch Funksprüche verwirrt, die ihnen mitteilten, es würden noch mehr Feuerwehrfahrzeuge benötigt.

Der Reporter John Sweeney berichtete, die Feuerwehrleute hätten zunächst gehört: „Es ist Vier-Pumpen-Feuer. Das heißt vier Feuerwehrfahrzeuge. Dann, es ist ein 10-Pumpen-Feuer. Das ist schlimm. Dann, es ist ein 20-Pumpen-Feuer. Das ist eine Katastrophe. Und sie kommen nicht dran, weil sie über dem Feuer sind [in der Küche der Wohnung].“ Sweeney fügt hinzu: „Und dann stellen sie fest, dass das Feuer draußen immer größer wird.“

Die schnelle Ausbreitung des Feuers ist darauf zurückzuführen, dass der Grenfell Tower mit leicht entzündbarem Material verkleidet war, das letztes Jahr als die billigste Möglichkeit für eine „Modernisierung“ angebracht wurde. Newsnight zeigte einiges von den Aufnahmen, die ein Anwohner, Jake Patton, mit seinem Handy geschossen hatte.

Die Aufnahmen, die um 1.12 Uhr morgens beginnen und fünf Minuten dauern, zeigen Feuerwehrleute vor dem Gebäude, die verzweifelt versuchen, die aufsteigenden Flammen mit einem Schlauch zu löschen, der kaum bis zum vierten Stock reicht. Am Ende von Pattons Aufnahmen hat das Feuer bereits mehrere darüberliegende Stockwerke erreicht.

Die Protokolle, die Newsnight vorlagen, zeigen, dass der 30-Meter-Turm auch „Luft-Kran“ genannt, der bis zum 10. Stock des Grenfell Tower gereicht hätte, nicht vor 1:19 Uhr losgeschickt wurde. Um 1:32 Uhr kam er dann schließlich an. Das war 24 Minuten nachdem die ersten Einheiten zur Brandbekämpfung losgeschickt worden waren. Zu dieser Zeit war das Feuer innerhalb und außerhalb des Gebäudes bereits außer Kontrolle und der Kran konnte nichts mehr bewirken.

Erst Stunden später wurde ein 67 Meter hoher Kran den ganzen Weg von Surrey aus losgeschickt, weil die Londoner Feuerwehr, die 1,37 Millionen Menschen in der Hauptstadt beschützen soll, eine derart wichtige Gerätschaft nicht besitzt.

Die Feuerwehrleute mussten unter Bedingungen arbeiten, in denen die Treppenhäuser, die in einem Hochhaus eigentlich rauchfrei sein müssten, voller dichter giftiger Rauchwolken waren, wodurch viele von ihnen nichts sehen konnten. Zusätzlich funktionierte der Funkverkehr der Feuerwehrleute nicht richtig und ab dem 10. Stockwerk gar nicht.

  

Ein Problem, das noch durch die Tatsache verschlimmert wurde, dass viele Informationen nicht weitergeleitet wurden. Sweeney bemerkte dazu, die Feuerwehrleute hätten „nicht nur blind, sondern auch taub gekämpft“.

Auch Probleme mit dem Wasserdruck beeinträchtigten sie erheblich. Einer der Feuerwehrleute erklärte: „Die Stockwerke, in denen es brannte, waren schutzhelm-schmelzend heiß … als wir die Wohnungen räumten, konnten wir nur einen schnellen Blick hineinwerfen und mussten die Türen wieder schließen, weil der Wasserdruck keine Brandbekämpfung zuließ.“

Die Feuerwehrleute waren nicht ausreichend mit den Atemschutzgeräten für „verlängerten Einsatz“ ausgerüstet, die vor allem in den oberen Stockwerken des Grenfell Tower nötig gewesen wären.

Newsnight enthüllte, dass es gängige Praxis der Londoner Feuerwehr ist, keine Feuerwehrleitern zu Bränden in Wohnhochhäusern zu schicken. Eine solche Entscheidung kann nur die Folge von jahrelangen Haushaltskürzungen und kaltschnäuziger Missachtung der zentralen Regierung und der Kommunalbehörden gegenüber der arbeitenden Bevölkerung sein.ssiert? Dann lernen Sie jetzt die Massenbauer Strategie kennen.

Literatur:

Der Grüne Blackout: Warum die Energiewende nicht funktionieren kann von Alexander Wendt

Die Windsors – Eine schrecklich nette Familie: Royal Babylon von Heathcote Williams

Eine Hütte zum Glück: Die schönsten Hideaways in den Bergen von Winfried Heinze

Videos:

Quellen: PublicDomain/wsws.org am 13.07.2017

https://www.pravda-tv.com/

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Muslimischer Bürgermeister Londons: „Terrorattacken sind Teil des Lebens in einer Großstadt“

Warum sagt er nicht gleich: Gewöhnt Euch gefälligst daran, das ist jetzt Normalität.

R.

„Terrorangriffe sind Teil des Lebens in einer Großstadt“. Das sagte der Londoner Bürgermeister und Labour-Politiker Sadiq Khan nach dem Anschlag im März 2017 in seiner Stadt.
Labour Kandidat Sadiq Khanim Wahlkampf in London im Mai 2016 Foto: Rob Stothard/Getty Images

Nach den Anschlägen in London hatte der muslimische Bürgermeister Londons Sadiq Khan öffentlich erklärt, dass Terrorangriffe „ein Teil des Lebens in einer Großstadt sind“, berichtet „Independent“.

Der Labour-Politiker rief die Londoner zur Wachsamkeit auf und mahnte, dass man „auf solche Sachen vorbereitet sein müsse, denn sie würden geschehen, wenn die Leute es am wenigsten erwarten würden.“

Man müsse eine Polizeikraft haben, die in Kontakt mit Gemeinden stehe, Sicherheitsdienste in Bereitschaft und man müsse sich über Ideen und Erfolgsmethoden austauschen. Das sagte Khan gegenüber dem „Evening Standard“.

Der britisch-pakistanische Labour-Politiker ist im Mai 2016 zum ersten muslimischen Bürgermeister Londons gewählt worden. Als Mitglied der Arbeiterpartei übernahm er das Amt seines konservativen Vorgängers Boris Johnson, der nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Zwei Festnahmen in London

Bei dem Anschlag im März diesen Jahres am Londoner Parlament starben fünf Menschen, 29 wurden verletzt.

Die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) hatte sich zu dem Anschlag in London bekannt. Die Polizei bekannt, dass es sich bei dem Attentäter um den in England geborenen 52-jährigen Khalid Masood gehandelt habe, der den Geheimdiensten bereits aufgefallen war.

Der Anti-Terror-Beauftragte Mark Rowly sprach von zwei „bedeutsamen“ Festnahmen. Er gab zudem den Geburtsnamen des Angreifers mit Adrian Russell an. (mcd)

http://www.epochtimes.de

Live-Updates zu Explosionen bei Konzert von Ariana Grande in Manchester

volksbetrug.net

Live-Updates zu Explosionen bei Konzert von Ariana Grande in Manchester

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LIVE – „Anti-Islam-Demonstration“ in London

RT Deutsch

Live übertragen am 01.04.2017

Die rechtsextreme Party «Britain First» (Britannien Zuerst) hält am Samstag, den 1. April, eine „Anti-Islam-Demonstration“ in London ab.

Die Demo läuft unter dem Motto «London Under Attack» (London wird angegriffen) und findet zehn Tage nach dem Terroranschlag beim Westminster statt.

Es wurde zu Gegenprotesten aufgerufen, die Polizei ist mit einem massiven Aufgebot präsent.
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Muslime übernehmen eine britische Stadt Ein Vorbild für Deutschland

Egon Plate

Veröffentlicht am 29.01.2017

9.182 Aufrufe
MERKEL schafft Deutschland ab
10 Std. · Berlin ·
Muslime übernehmen eine britische Stadt: “Ein Vorbild für Deutschland”
Die Stadt Blackburn in Nordengland hat in Großbritannien den größten muslimischen Bevölkerungsanteil nach London. Die meisten Muslime kommen aus Pakistan und Indien und sorgen für Wirtschaftswachstum. Gut integriert sind sie deshalb aber keineswegs, im Gegenteil: Sie leben in ihrer ganz eigenen Parallelwelt.

Eine partei,die sich auf ihre fahne schreibt, “ Deutschland verrecke.Deutschland du mieses Stück scheiße.“… wird auch noch von deutsche mit begeisterung gewählt.es ist als wenn ich zu meinen 3 jährigen enkel sage „scheiß deutsches dreckskind verrecke“ so bescheuert können einfach nur deutsche sein.ihr könnt doch nicht mehr richtig ticken!.

Ihr habt die Wahl zwischen Vergewaltigung,Kinderschänder Mord und Totschlag…… oder der AFD!.Ihr wollt doch nicht ernsthaft das dieser Horror noch ewige Zeiten andauert.

Immer schön Brav Demokratisch bleiben.auch wenn es schon Hunderte Frauen und Kindern das Leben gekostet hat.

Ihr könntet ja mal eine Revolution hier starten.aber bitte denkt daran……. “ Betreten des Rasen Verboten“. ….und parkt eure Autos nicht falsch!.

Großbritannien: Die allumfassende Überwachung der Bevölkerung steht in den Startlöche

http://www.konjunktion.info/

Das britische Parlament (House of Lords) hat jetzt das Investigatory Powers Bill (Ermittlungsbefugnisgesetz) verabschiedet, dass der britischen Regierung massive Überwachungs- und Kontrollmechanismen und -befugnisse an die Hand geben soll. Befugnisse, die in diesem Ausmaß keiner anderen Regierung auf der Welt zur Verfügung stehen.

Der Bürger als Staatsfeind Nummer 1

Überwachungskameras - Bildquelle: Wikipedia / Dirk Ingo Franke, Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“

Überwachungskameras – Bildquelle: Wikipedia / Dirk Ingo Franke, Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“

Die Gesetzesvorlage, die Kritiker als Schnüfflerfreibrief bezeichnen, zwingt britische Internetprovider dazu, dass sie die Verbindungsdaten ihrer Nutzer für ein Jahr speichern. Diese Daten können zudem von zahlreichen staatlichen Behörden und Einrichtungen abgegriffen werden. Die Gesetzesvorlage erlaubt es außerdem, dass die Regierung die Provider dazu zwingen kann, dass diese sich in die Produkte (z.B. Router), die sie den Kunden verkauft haben, einhacken, um somit die Nutzer beobachten und überwachen zu können. Mittels der neuen Gesetzesvorlage kann die britische Regierung die Internetprovider auch dazu auffordern, dass sie die eingesetzten Geräte „weniger sicher machen, damit man die Kommunikation abfangen kann“. Sie kann auch einfordern, dass die Unternehmen ihre Geräte bei Bedarf verschlüsseln, so dass der Nutzer keinen Zugriff mehr beispielsweise auf Router-Einstellmasken hat.

Selbst der Independent schreibt dazu:

Insgesamt enthält die neue Gesetzesvorlage eine Reihe von Gesetzesänderungen, die normale Menschen betreffen werden, und gibt Großbritannien vielleicht die extremsten Spionagemöglichkeiten in der entwickelten Welt.

(In all, the new bill includes a range of changes to the law that will affect normal people, and gives Britain perhaps the most extreme spying powers in the developed world.)

Obwohl die Anzahl der Kritiker aus Reihen der Internetprovider und -firmen – wie auch einiger Parlamentsangehöriger und selbst der UN – immer gößer wurde, wurde die Gesetzesvorlage ohne große Probleme oder Kritik seitens der Parlamentsmitglieder durch diesselben verabschiedet. Einzig der Zusatz, dass Mitglieder des britischen Parlaments NICHT unter diese Gesetzesvorlage fallen dürfen, wurde als Zusatz an die Gesetze

Britischer Verteidigungsminister erklärt Großbritannien bereit für Krieg gegen Russland

4. November 2016

titel-krieg

In einer Rede vor dem Verteidigungsausschuss des Parlaments erklärte der konservative Verteidigungsminister Michael Fallon, die Streitkräfte Großbritanniens wären für einen militärischen Konflikt mit Russland bereits ab dem Jahr 2018 vorbereitet.

Fallons Aussage war Teil der Untersuchung des Komitees, welche Auswirkungen die „Strategic Defence and Security Review“ (Strategische Verteidigungs- und Sicherheitsüberprüfung) von 2015 auf die Armee hat.

Mit seiner Erklärung reagierte er auf die Äußerung eines Mitglieds des Verteidigungsausschusses von den Konservativen, James Gray. Gray hatte in einem Buch, das Anfang des Jahres erschien, erklärt, der pensionierte britische General Sir Richard Shirreff habe die Möglichkeit eines Kriegs mit Russland für das Jahr 2017 vorausgesagt. Shirreff war von 2011 bis 2014 Stellvertretender Oberbefehlshaber der Nato in Europa.

Gray verwies auch auf einen Brief von Shirreff, der am Montag in der Times erschien und in dem er anmahnt, die militärische Umzingelung Russlands müsse zügiger vorangehen.

Shirreff schrieb: „Auf dem Treffen der Verteidigungsminister in Brüssel von letzter Woche wurden weitere Ankündigungen über die Zusammensetzung der militärischen Präsenz [in den baltischen Staaten und Ostpolen] gemacht, die Realität ist jedoch, dass es bis zum Ende des Frühjahrs keine Bodentruppen geben wird; das ist fast ein Jahr nach der Ankündigung.

Jetzt kommt es darauf an, so schnell wie möglich eine Verteidigung aufzubauen, die auch in der Lage ist zu kämpfen und damit russisches Abenteurertum abschreckt; könnte das eine Aufgabe für eine der vielen schnellen Eingreiftruppen der Nato sein?“
Fallon (Titelbild) erklärte zwar, Shirreffs Buch sei „sehr gut“, antwortete jedoch: „Ich bin nicht der Meinung, dass ein Krieg mit Russland im nächsten Jahr wahrscheinlich ist. Ich denke, das ist zu extrem.“
Fallon fügte hinzu: „Wir haben in diesem Jahr und in den Jahren davor umfangreiche russische Aggressionen erlebt; beispielsweise was Langstreckenflüge angeht oder U-Boot-Aktivitäten (Das Medien-Märchen vom russischen U-Boot vor Schweden (Video)) und der Flugzeugträgerverband, der durch unserer Gewässer gefahren ist, sowie die Rolle von Russland in Syrien und anderswo. Aber ich glaube nicht, dass das auf einen offenen Konflikt im nächsten Jahr schließen lässt.“

Nachdem Fallon sich gegen Shirreffs Szenario eines unmittelbar bevorstehenden Kriegs gewandt hatte, erklärte er dann jedoch, die Streitkräfte Großbritanniens seien bald bereit, an einem militärischen Konflikt mit Russland teilzunehmen. Als Fallon zu einer Antwort gedrängt wurde, ob Großbritannien 2018 oder 2019 für einen Krieg mit Russland bereit sei, antwortete er: „Ja, wir sind bereit, das Tempo für unsere Vorbereitungen in solch einer Situation zu erhöhen, obwohl ich davon zum jetzigen Zeitpunkt nicht unmittelbar ausgehe.“

Er fügte hinzu: „Und natürlich werden wir das nicht alleine machen. Wir werden als aktives Mitglied der Nato agieren und voraussichtlich in irgendeiner Art von Nato-Szenario.“ (Wie Militärs und Politiker den Atomkrieg planen – Zeitung bereitet Briten auf nuklearen Winter vor)

Zuvor hatte Fallon betont, dass Großbritanniens Streitkräfte eine zentrale Rolle bei der derzeitigen Umzingelung Russlands durch die Nato spiele. Auf die Frage „was die realistischen Aussichten im Falle einer Krise seien, eine Division in einen Nato-Frontstaat schicken zu können“, antwortete er, Großbritannien „setzt bereits Soldaten an der Ostgrenze der Nato ein. Die RAF [Royal Air Force] ist seit drei Sommern ununterbrochen dort. Wir verlegen nächstes Jahr Truppen nach Estland, und wir schicken Truppen nach Polen. Außerdem stationieren wir die RAF in Rumänien.“

Fallon erläuterte noch weitere Details zur Stationierung der 800 Soldaten in Estland: „Der ganze Sinn der vorgelagerten Truppenpräsenz in Estland besteht darin … einen vorzeitigen Stolperdraht zu legen, damit die dortigen Streitkräfte nicht darauf warten müssen, bis die Spannungen steigen. Die Streitkräfte werden auf jeden Fall von nächstem Frühjahr an dort sein, in allen drei baltischen Staaten.“

Fallon warnte: „Das ist zum Teil eine Rückversicherung, aber auch eine Abschreckung – um jedem potentiellen Angreifer klar zu machen, dass die Nato bereit ist zu reagieren.“

Am gleichen Tag, als der Verteidigungsminister vor dem Komitee aussagte, veröffentlichte der Guardian ein Interview mit Andrew Parker, dem Chef des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5. Das Interview war das erste, das ein amtierender Geheimdienstchef einer Zeitung gegeben hat.

Parker erklärte, Russland „benutzt seine gesamten staatlichen Organe und seine Staatsmacht, um eine immer aggressivere Außenpolitik zu verfolgen – dazu gehört Propaganda, Spionage, Unterwanderung des Staates und Hackerangriffe. Russland ist heute überall in Europa und in Großbritannien aktiv. Es ist die Aufgabe des MI5, dem entgegenzutreten.“

Er fügte hinzu: „Russland scheint sich in wachsendem Maße als Opposition zum Westen zu verstehen und sich entsprechend zu verhalten … Das kann man anhand von Russlands Vorgehen in der Ukraine und Syrien sehen. Mit der Bedrohung im Cyber-Raum gibt es jedoch umfangreiche unsichtbare Aktivitäten. Russland ist schon seit Jahrzehnten eine verdeckte Bedrohung. Aber im Unterschied zu früher stehen heutzutage immer mehr Methoden zur Verfügung.“

Großbritanniens Regierung, seine Streitkräfte und Geheimdienste verschärfen die anti-russischen Rhetorik unaufhörlich, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass Fallon es für nötig erachtete, zu bestreiten, dass es nächstes Jahr Krieg geben werde!

Dahinter scheint die unverantwortliche und gefährliche Überlegung zu stehen, dass die Regierung Putin angesichts der Drohungen der Nato entweder zurückweichen oder von solchen internen Kräften abgesetzt werde, die bereit sind, die Unterordnung unter die USA zu akzeptieren. Dazu gehört auch das Recht der USA, die strategischen Ressourcen und Märkte der Russischen Föderation auszubeuten und das Land territorial zu zerstückeln – Washingtons eigentliches Ziel (US-Verteidigungsminister skizziert Pläne für Atomkrieg mit Russland (Video)).

Allerdings wird ein vollkommen anderes Szenario immer wahrscheinlicher, bei dem die beispiellose militärische Präsenz an den Grenzen Russlands, Moskau zu Gegenmaßnahmen provozieren könnte.

Die Tatsache, dass Fallon, Parker und Shirreff sich derart angriffslustig über einen möglichen Krieg mit Russland äußern, ist ein Zeichen für die existentielle Krise des britischen Imperialismus, nachdem beim Referendum im Juni der Austritt aus der Europäischen Union (EU) entschieden wurde.

Die Abstimmung spiegelte die wachsenden nationalen Spannungen innerhalb Europas vor dem Hintergrund der umfassenden globalen Krise des Kapitalismus wider. Das hat Großbritannien dazu gezwungen, sich weiterhin als wichtiger Verbündeter der USA zu behaupten. Als solcher unterstützt es die antirussischen Maßnahmen der Nato und lehnt die Pläne für eine von Deutschland dominierte europäische Armee ab (Deutschland und Frankreich treiben Idee einer EU-Armee voran).

Parker wählte den Guardian für das Interview, weil diese Zeitung schon seit langem den beispiellosen militärischen Aufmarsch der Nato an Russlands Westgrenze propagiert. Die Kolumnistin der Zeitung, Mary Dejevsky, hielt es jedoch für notwendig, die warnende Erklärung anzufügen, die antirussische Propaganda und Kriegshetze genieße keine öffentliche Unterstützung.

 

In der Kolumne von Dienstag mit dem Titel „Warum macht der MI5 ein solches Aufheben um Russland?“, merkt sie an, „dass es langsam immer schwieriger wird, Russland zu dämonisieren“. Sie rät ihren Arbeitgebern: „Schaut euch die Stellungnahmen zu den Äußerungen von Parker an. Es gibt eine Menge Widerspruch dagegen und der kann nicht ausschließlich von sogenannten ,Trollen‘ des Kremls kommen. Man hört dasselbe bei Anrufen von Hörern in Rundfunksendungen über russische Themen, wo die Stimme des skeptischen Publikums laut und stark zu hören ist.“

Dejevsky bestätigt hier die tief sitzende Antikriegsstimmung in der britischen Bevölkerung, die Großbritanniens kriminelle Beteiligung an den imperialistischen Kriegen in Afghanistan, Irak und anderen Ländern während der letzten dreißig Jahre abgelehnt hat. Diese Opposition gegen Krieg findet jedoch keinen politischen Ausdruck – vor allem dank der Labour Party unter ihrem sogenannten „Anti-Kriegs-Führer“ Jeremy Corbyn.

Seit seiner Wahl ist Corbyn immer und immer wieder vor den Kriegshetzern innerhalb seiner Partei zurückgewichen. Seine neu ernannte Schatten-Verteidigungsministerin Nia Griffith erklärte letzte Woche gegenüber Sky News: „Wir stellen eines der vier Bataillone, die da draußen in Osteuropa stationiert sind, und es ist wichtig, in der Labour Party klar zu machen, dass wir uns voll zur Nato und deren Vorbereitungen bekennen … Es ist sehr wichtig, gegenüber den Russen klar zu machen, dass wir dieses Potential haben und dass wir bereit sind, es einzusetzen.“ (Feindbild Russland: Wie der Westen das Szenario eines Dritten Weltkriegs heraufbeschwört (Videos))

Literatur:

Der Schmutzige Krieg gegen Syrien: Washington, Regime Change, Widerstand von Tim Anderson

Die Eroberung Europas durch die USA: Zur Krise in der Ukraine von Bittner Wolfgang

Amerikas Krieg gegen die Welt: …und gegen seine eigenen Ideale von Paul Craig Roberts

Quellen: PublicDomain/wsws.org am 04.11.2016

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