Schule abgeschafft

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Die Sudbury Schule bittet um Eure Unterstützung!!!!!
Demokratie ist in Deutschland nicht mehr gerne gesehen und hat inzwischen Seltenheitswert. Die demokratische Sudbury Schule, die erst vom Staat genehmigt und von den Behörden nach 2 Jahren gleich wieder geschlossen wurde. Seit dem weigern sich die Schüler in die Schule gehn. Gleichschaltung und Gehirnwäsche gibt es ja nur in Regelschulen. Soviel zur freiheitlich demokratischen Grundordnung? Ein Interview wo auch Schüler mal zu Wort kommen in der Öffentlichkeit.

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Skandalöses Schulsystem: Die beschränkte „Bildungsrepublik“

19. Dezember 2016

Die Debatte über geschönte Abiturnoten ist nicht so schnell in sich zusammengefallen, wie man hätte denken können.

Tatsächlich hat Josef Kraus, der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, mit seinem Hinweis auf die absurde Vermehrung von Einsen vor dem Komma einen wunden Punkt getroffen. Sogar aus der Lehrergewerkschaft GEW, normalerweise ein sicherer Garant progressiver Gesinnung und zügiger Gleichmacherei, kam verhaltene Zustimmung. Bis in die Lokalblätter wurde das Thema aufgegriffen, das die Bild Anfang der Woche gesetzt hat.

Es geht hier aber nicht nur um eine mehr oder weniger sensationelle Stellungnahme zu einem offenkundigen Skandal (Bundesverfassungsgericht stellt klar: Kinder gehören dem Staat).

Eine Rolle für das breitere Interesse dürfte auch die wachsende Irritation der Bevölkerung spielen, die mit immer neuen Schreckensmeldungen über das Bildungswesen konfrontiert wird: zuletzt die deprimierenden Resultate der TIMSS-Studie im Hinblick auf den Erwerb von Kernfertigkeiten bei Grundschülern, zuvor die Feststellung einer Untersuchung der Konrad-Adenauer-Stiftung, daß 75 Prozent der deutschen Abiturienten nicht studierfähig sind und die weiterhin deprimierend hohe Zahl der Abbrecher an den Universitäten, im Durchschnitt jeder Dritte, in den „schweren“ Fächern deutlich mehr (für das Fach Mathematik kursierten schon Angaben von 80 Prozent eines Jahrgangs).

Keine unbekannten Probleme
Es handelt sich allerdings nicht um neue oder unbekannte Probleme. Auch die Inflation von Bestnoten – und der Wegfall von Unternoten – ist seit langem bekannt und wurde immer wieder angesprochen. Nur gab es bisher den unbegründeten Optimismus, daß sich die Auswirkungen in Grenzen halten würden.
Die „Bildungsrepublik“ (Merkel dixit), so behauptete man – und der einfache Mann hörte es gern –, benötige für den Ausbau der „Wissensgesellschaft“ eine immer weiter wachsende Zahl von Abiturienten. Wenn dann noch die OECD drohend auf den angeblichen Nachholbedarf Deutschlands gegenüber Ländern wie Frankreich (Abiturientenquote: 90 Prozent) hinwies, machte sich bald, wahrscheinlich von der Bertelsmann-Stiftung beraten, eine Allparteienkoalition daran, die noch bestehenden Widerstände gegen die flächendeckende „Modernisierung“ des Schulwesens zu schleifen.
Das hieß Ganztagsunterricht und Förderung aller offenen oder verdeckten Formen der Gesamtschule, Aufhebung des inhaltlichen Bezugs der Fächer (seit den fünfziger Jahren ist dann die Rede von der „Entrümpelung“ des Lehrplans) und Reduzierung der wissenschaftlichen Ausbildung von Lehrern (auch für die weiterbestehenden Gymnasien), Freigabe des Elternwillens bei der Schulformwahl und Beseitigung oder Erschwerung des „Sitzenbleibens“ beziehungsweise des zwangsweisen Übertritts von der höheren zur niedrigeren Schulform, Einführung von Pseudofächern und systematische Reduzierung der Prüfungsanforderungen, politischer Druck auf opponierende Kommunalpolitiker, Schulleitungen und Lehrer (Bildung: Finnland schafft Schulfächer ab).

Siebung wird vertagt

Mittlerweile sind die negativen Folgen mit Händen zu greifen. Da steht an erster Stelle die Ungerechtigkeit eines Systems, in dem Heranwachsende keine Rückmeldung über ihre Leistungsfähigkeit erhalten, es keine Prämie auf Intelligenz, Fleiß und Wissen, aber auf Beschränktheit, Faulheit und Ahnungslosigkeit gibt, und die fehlende Vergleichbarkeit zwischen den Abschlußnoten in den lange Zeit links regierten Ländern und den noch halbwegs intakten zu erheblichen Verwerfungen bei der Konkurrenz um begehrte Studienplätze führt (Grundschule in Schottland schafft Hausaufgaben ab).

An zweiter Stelle steht die Tatsache, daß die so oft beklagte Benachteiligung von Kindern aus Nicht-Akademiker-Familien weiter zunimmt, da die elterliche Fähigkeit, die Defizite des Unterrichts auszugleichen, oft die einzige Möglichkeit darstellt, den Heranwachsenden mitzugeben, was ihnen mitgegeben werden sollte.

Eher verdeckt sind dagegen die Konsequenzen, die aus dem Vertagen der notwendigen Siebung entstehen. Früher galt die Faustformel: Wer in der Schule durchgelobt wird, wird es an der Universität schwer haben.

Weil sich dort mittlerweile dieselben Unsitten ausbreiten wie an den Schulen, schiebt man die Auslese weiter auf, und dann in Bereiche, in denen die Wahrscheinlichkeit, daß sachliche Aspekte den Ausschlag geben, immer geringer wird. Jürgen Kaube hat in einem Kommentar der FAZ von „Ersatzwährungen“ gesprochen: „Vitamin B, Praktika als Teststrecke, Assessment-Center, Zertifikate aus stärker selektiven Einrichtungen“ (Der „Digitalpakt#D“: Trojaner aus Berlin – Erziehung zur Konditionierung für den Wachstumswahn).

  

Egalität und Beseitigung der Unterschiede

Kaube weist auch darauf hin, daß uns Amerika auf diesem Gebiet weit voraus ist. Tatsächlich existiert in den USA gar nichts mehr, was man ein Bildungssystem nennen könnte. Die Ursache dafür sind die Reformen, die in der Nachkriegszeit eingeleitet wurden und mit dem Kanon auch den organischen Aufbau der Schulen nach europäischem Vorbild zerstörten.

Die Argumente, die dafür ins Feld geführt wurden, sind seitdem immer wieder recycelt worden: „Chancengleichheit“, „Soziale Gerechtigkeit“, „Demokratisierung“. Dabei handelt es sich selbstverständlich nur um die Verschleierung eines einzigen Ziels: Egalität, Beseitigung der Unterschiede, vor allem der Leistungsunterschiede (Schule und Forschung: So schaden Hausaufgaben unseren Kindern).

Der Verfasser erinnert sich lebhaft seiner eigenen Zeit an der Universität, Anfang der achtziger Jahre, als er amerikanische Studenten unterrichtete, die zum Schluß des Kurses immer eine Prüfung abzulegen hatten, die sie für ihre Zertifikate brauchten.

In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle zeigte sich dabei dreierlei: guter Wille, Ahnungslosigkeit und die tiefe Überzeugung, daß es ein Menschenrecht auf das „Double-A“ gäbe, zu Deutsch: „15 Punkte“, „1 +“.

Literatur:

Die Freilerner – Unser Leben ohne Schule von Dagmar Neubronner

Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen von Manfred Spitzer

… und ich war nie in der Schule: Geschichte eines glücklichen Kindes (HERDER spektrum) von André Stern

Verdummt noch mal! Dumbing us down: Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen von John Taylor Gatto

Quellen: PublicDomain/jungefreiheit.de am 16.12.2016

http://www.pravda-tv.com/

„Digitalpakt“ für Schulen: Eine Maßnahme zur Verdummung

Dieser Vorschlag sei ein Skandal, kritisierte Spitzer, der zahlreiche Bücher über die Gefahren digitaler Mediennutzung verfasst hat, etwa den Bestseller „Digitale Demenz„.

Die Umsetzung von Wankas Ideen werde in eine „Bildungskatastrophe“ münden, warnt er:

„Der Lehrerverband hat vollkommen recht. Solange wir wissen: Das Wichtigste am Unterricht ist ein guter Lehrer – dann kann man mit fünf Milliarden noch ein paar Lehrerstellen schaffen. Und solange bei uns sogar der Unterricht ausfällt, weil kein Lehrer da ist, kann man fünf Milliarden sehr gut für Bildung anlegen.

Wenn man dafür Geräte kauft, dann sind die in drei Jahren veraltet oder kaputt. Und das Geld ist vertan. Und diejenigen, die es angewendet haben, sind auch noch dümmer geworden.“

„Menschen downloaden nicht“ – Lernen ist geistige Arbeit

Wo liegen die Gründe für diesen nach Spitzers Auffassung ablaufenden Verdummungsprozess durch digitale Medien? Lernen bedeute letztlich, dass man sein Gehirn benutzen müsse, machte der Hirnforscher aus neurowissenschaftlicher Sicht deutlich. Lernen bedeute eben vor allem geistige Arbeit:

„Menschen downloaden nicht, sondern sie beschäftigen sich mit etwas. Und je tiefer, je intensiver sie sich mit etwas beschäftigen, desto mehr bleibt hängen. Ein Computer hat einen Chip, der verarbeitet Informationen.

Unser Gehirn hat einfach nur Nervenzellen. Und die verarbeiten Informationen. Und dadurch, dass sie das tun, ändern sich die Verbindungen zwischen ihnen. Und das ist der Speicher. Wenn ich Informationsverarbeitung nicht im Gehirn, sondern im Computer betreibe, hat das Gehirn nichts gelernt.“

Laute Kritik der Lehrerverbände

Der Bund will für Computer und WLAN in allen 40.000 Schulen bis 2021 fünf Milliarden Euro bereitstellen. Geld, mit dem man besser die maroden Schulgebäude sanieren sollte, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Kraus der „Passauer Neuen Presse“.

Viele Gebäude seien in einem so schlechten Zustand, dass eigentlich sofort etwas getan werden müsse: „Hier müsste etwas geschehen. Das wäre ein vernünftiges Investitionsprogramm und würde einen kräftigen Push für unseren Arbeitsmarkt bringen.“

„Häppchenwissen wird verstärkt“

Genauso sieht es auch die Vizechefin des Gewerkschaftsbunds, Hannack. „Wo in Klassenzimmern der Schimmel die Wände hochkriecht und Schulklos verstopft sind, reicht es nicht, Tablets und WLAN bereitzustellen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Lehrerpräsident Kraus kritisiert außerdem, dass es keine unabhängigen Studien darüber gebe, dass digitalisierte Schulen auch zu besseren Schülerleistungen führten: „Wir brauchen keine Laptop-Klassen! Die Digitalisierung der Klassen würde die bei den Schülern ohnehin vorhandene Neigung zum Häppchenwissen noch verstärken.“

„Menschen downloaden nicht, sondern sie beschäftigen sich mit etwas. Und je tiefer, je intensiver sie sich mit etwas beschäftigen, desto mehr bleibt hängen. Ein Computer hat einen Chip, der verarbeitet Informationen. Unser Gehirn hat einfach nur Nervenzellen. Und die verarbeiten Informationen. Und dadurch, dass sie das tun, ändern sich die Verbindungen zwischen ihnen. Und das ist der Speicher. Wenn ich Informationsverarbeitung nicht im Gehirn, sondern im Computer betreibe, hat das Gehirn nichts gelernt.“
Martin Spitzer

Kraus: Lieber direkt miteinander sprechen als per Whatsapp

Kraus fände es wichtiger, wenn die Nutzung digitaler Medien außerhalb des Unterrichts an Schulen generell verboten werde, so wie es bereits in Bayern ist. Weniger Technik, mehr direkte Kommunikation: „Ich würde mir wünschen, dass unsere Schüler auch in den Pausen miteinander sprechen, miteinander spielen. Die vis-a-vis-Kommunikation ist immer besser, als auf dem Schulhof nebeneinanderzusitzen und sich gegenseitig Whatsapp-Nachrichten zu schicken.“

„Das Netz scheint mir meine Fähigkeit zur Konzentration und Kontemplation zu zerstören. Mein Geist erwartet nun, Informationen in genau der Weise aufzunehmen, wie sie durch das Netz geliefert werden: In Form eines rasch bewegten Stroms kleiner Teilchen […] Meine Freunde sagen dasselbe: Je mehr sie das Netz benutzen, desto mehr müssen sie kämpfen, um sich auf das Schreiben längerer Abschnitte zu konzentrieren.“

Internetexperte und Schriftsteller Nicholas Carr

Ärzte aus Südkorea, einem hochmodernen Industriestaat mit der wahrscheinlich höchsten Mediatisierung überhaupt, konstatierten bei ihren jungen Erwachsenen vor fünf Jahren nicht nur ähnliche Phänomene, wie sie der erwachsene Intellektuelle aus den USA schildert, sondern darüber hinaus auch Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, emotionale Verflachung und Abstumpfung und Probleme beim Lesen von Texten.

Da die Betroffenen angaben, Computer und Internet sehr intensiv zu nutzen, stellten die Ärzte einen kausalen Zusammenhang her und nannten das Krankheitsbild «digitale Demenz».

Auf die Frage, welche Auswirkungen diese digitale Welt langfristig haben wird, hielten knapp die Hälfte von über 1000 Internetexperten einer amerikanischen Online-Befragung Ende Oktober 2011 die folgende pessimistische Aussage über die Zukunft des Internets und dessen Folgen für die geistigen Fähigkeiten der nächsten Generation für zutreffend:

„Im Jahre 2020 werden die Gehirne von Multitasking betreibenden Teenagern und jungen Erwachsenen [die verschiedene Tätigkeiten gleichzeitig erledigen, R.H.] anders ‹verdrahtet› sein als die Gehirne der Menschen über 35 Jahren, und dies wird insgesamt böse und traurige Auswirkungen haben. Sie können sich nichts mehr merken, verbringen die meiste Energie damit, kurze soziale Nachrichten auszutauschen, mit Unterhaltung und mit Ablenkung von einer wirklich tiefen Beschäftigung mit Menschen und Erkenntnissen. Die Fähigkeit zum grundlegenden Nachdenken haben sie nicht, die zur wirklichen Gemeinschaft von Angesicht zu Angesicht auch nicht. Sie hängen vielmehr in einer sehr ungesunden Weise vom Internet und mobilen Endgeräten ab, um überhaupt zu funktionieren. In der Summe führen die Veränderungen des Verhaltens und Denkens bei den jungen Leuten ganz allgemein zu negativen Auswirkungen.“

Schöne neue Computerwelt!

Literatur:

Generation Ego: Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert von Bernhard Heinzlmaier

Der verratene Himmel: Rückkehr nach Eden von Dieter Broers

Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen von Manfred Spitzer

Quellen: PublicDomain/deutschlandradiokultur.de/swr3.de/zeit-fragen.ch am 12.10.2016

http://www.pravda-tv.com/

Die Welt in 100 Jahren und andere Videos mit Gerald Hüther

Der Wissens-Verlag

Veröffentlicht am 11.01.2016 Der bekannte Gehirnforscher und Autor Gerald Hüther gehört zu den Interviewpartnern unserer großen DVD-Produktion „Die Welt in 100 Jahren“. Sehen Sie das vollständige Gespräch und insgesamt mehr als 6 Stunden spannende Interviews auf 2 DVDs – erhältlich in unserem Shop: http://shop.komplett-media.de/derwiss… Die preiswerte Doppel-DVD ist binnen 2 Tagen bei Ihnen – deutschlandweit portofrei!

Selbst-Bewusstsein und Co-Kreativität – Dr. Gerald Hüther

NeueHorizonteTV

Götz Wittneben im Gespräch mit Dr. Gerald Hüther. Die Zukunft gehört der Co-Kreativität, die im offenen Austausch von Menschen entsteht, die sich und ihr Gegenüber nicht mehr länger als Objekt von Urteilen, Bewertungen und Vergleichen sehen, sondern als einzigartiges, gestaltungsfähiges und selbstwirksames Subjekt. Aber warum fällt das uns Menschen so schwer? Dazu Gerald Hüther: „Weil wir von Kind auf gelernt haben, dass uns die Erwachsenen zum Objekt ihrer Erwartungen und Bewertungen gemacht haben. Wir haben als Kind gelernt, dass eine Bewertung von dem, was ich tue, eine Bewertung meiner ganzen Person ist.“ Im herrschenden Schulsystem drehe sich praktisch alles um Bewertungen in Form von Zensuren und wir machen uns später selbst zum Objekt unserer eigenen Vorstellungen.

Götz Wittneben geht in der Beantwortung dieser Frage noch einen Schritt weiter zuürck. Nach seinen eigenen empirischen Forschungen fällt ein Kind im Falle eines schmerzhaften Trennungs-Traumas unbewusst ein Ur-Urteil über sich, das Schuld- und Minderwertigkeitsgefühl hervorruft. Damit kann sich das Kind eigenartigerweise vom tiefen emotionalen Schmerz abtrennen, aber als Erwachsene laufen wir noch mit gleichen Minderwertigkeitsgefühlen herum, immer noch mit der kindlichen Angst vor dem tiefen Schmerz. Angst und Offenheit für einen echten Austausch passen aber nicht zueinander.

Hüther: „Wenn es uns gelänge, einen Weg im Zusammenleben zu finden, dass wir Freude daran empfänden, sich selbst ernst zu nehmen und sein Gegenüber auch, also einander als Subjekt zu begegnen, anstatt gegenseitig als Objekt zu behandeln, dann gäbe es keine Arroganz mehr.“

Hoch interessant sind auch Hüthers Ausführungen über das Wesen der „Kohärenz“, also der Resonanz neuronaler Netzwerke. Im Prinzip strebe das Gehirn immer wieder diesen Zustand an, also sich von einem inkohärenten in einen kohärenten Zustand zu bringen, weil er praktisch mit Glück gleichzusetzen ist und – das Gehirn in diesem Zustand am wenigsten Energie verbraucht. Energie-Effizienz aber ist allen evolutionären Prozessen innewohnend.

Dies ist kein normales Interview, sondern ein echtes Gespräch von zwei Menschen, die sich ihrer selbst bewusst sind. Ein Gespräch, in dessen Verlauf sich tatsächlich so etwas wie Co-Kreativität entwickelt und wahrzunehmen ist.

Gerald Hüther hat die Akademie für Potentialentfaltung gegründet: „Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“

http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org

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Besuchen Sie uns auf http://neuehorizonte.tv

Götz Wittnebens Homepage: http://www.wenn-wir-wuessten.de

Die neue Lust am eigenen Denken | Gerald Hüther im Gespräch

Der Wissens-Verlag

Veröffentlicht am 08.01.2015

Im aktuellen Interview spricht der Göttinger Gehirnforscher Gerald Hüther über besonders heikle Themen der Gehirnforschung.

• Auf welchen Irrwegen sich die Neurobiologie bewegte, bis durch bildgebende Verfahren ein „Blick unter die Schädeldecke“ möglich wurde.

• Weshalb Experimente, die den freien Willen des Menschen in Frage stellen, selbst fragwürdig sind

• Warum Begeisterung wie ein Dünger für das Gehirn wirkt

• Bleibt der Mensch auch im hohen alter Alter lernfähig?

• Nutzen wir wirklich nur ein paar Prozent unseres Gehirns? Und welche Potentiale stehen dem Menschen zur Verfügung?

• Ist das Großhirn eine Fehlentwicklung?

Gerald Hüther ist auch Gesprächspartner für unsere Filmproduktion „Die Macht der Gedanken“. Hier finden Sie auch ein weiteres ausführliches Interview als „Special“:

http://shop.komplett-media.de/derwiss…

Der Wissens-Verlag

 Wenn Kinder zu Objekten werden – Interview mit Prof. Dr. Gerald Hüther

für Kinder

Veröffentlicht am 20.11.2015

Wie Bindung gelingt und was es bedeutet, wenn sie nicht gelingt. Wenn Kinder zu Objekten gemacht, „gemanaged“ statt begleitet werden, wird ihr Verhältnis zu ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen ebenfalls manipulativ.

Richard David Precht und Prof. Dr. Gerald Hüther; Macht Lernen dumm?

MrMoliwett

Die Schetinin Schule (LAIS-Schule)

Lernmethoden der Schetinin Schule von Richard Kandlin. Teil 1 Vortrag

Scholé – Muße für Herz und Geist

Veröffentlicht am 14.03.2015

Der russische Musikprofessor Mikail Schetinin hat in einem abgelegenen Dorf im Kaukasus mit vielen Schülergenerationen völlig neue holistische Lernmethoden entwickelt. Sie beruhen auf einer Haltung bedingungsloser Achtung vor jedem Einzelnen und dem Wert der Gemeinschaft. In einem freien Miteinander entfalten die Kinder in kleinen, altersgemischten Gruppen alle ihre Fähigkeiten und Talente und entwickeln eben dadurch ein Bewusstsein der Verantwortung für die gesamte Schöpfung.

Teil 2

Veröffentlicht am 14.03.2015

Der 18jährige Richard Kandlin beantwortet souverän die Fragen der Zuhörer – er selbst ist der beste Beweis für die unvergleichliche Qualität der Schetininschule!

Richard Kandlin (17) – Natürliches lernen an der Schetinin Schule (LAIS-Schule)

CONSC!OUSNESS2MiND

In jedem Kind steckt ein Genie. Die meisten Lehrer wissen nur nicht, wie sie das Genie aus ihren Schülern herauslocken sollen.
— Hirnforscher Dr. Gerald Hüther

AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Kinder haben wahrlich erstaunliche Talente. Bei Lieblingsfilmen und Büchern können sie problemlos auswendig mit sprechen , 196 Pokémons fließend aufzählen und fremde Sprachen in wenigen Monaten (er)lernen.Wäre es nicht fantastisch, unsere Kinder könnten sich ebenso spielend Mathematik, Physik, Geschichte, Biologie und andere Natur- und Geisteswissenschaften aneignen?
Die drei Säulen des Lernens:

BEZIEHUNG, STRUKTUR, RAUM

Wer glaubt, beim Lernen gehe es darum, Fakten zu büffeln, der liegt völlig falsch; Einzelheiten machen nur im Zusammenhang Sinn, und es ist dieser Zusammenhang und dieser Sinn, der die Einzelheiten interessant macht. Und nur dann, wenn die Fakten in diesem Sinne interessant sind, werden wir sie auch behalten.
— Manfred Spitzer, Lernen – Gehirnforschung und die Schule des Lebens

BEZIEHUNG

Eine bewusst gestaltete, gelungene Beziehungskultur ist essentiell für eine gute und damit erfolgreiche Schule.

Inhaltliches und soziales Lernen gehen Hand in Hand. Das Gedeihen der Beziehungen wird mit Methoden des Psychodramas (z.B. Rollenspiele) und der Soziometrie aktiv unterstützt.

Kinder und Jugendliche sind eingeladen, sich selbst und ihre Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken und Gefühle und Bedürfnisse Anderer anzunehmen. Durch unterschiedliche Sichtweisen können entstehende Konflikte konstruktiv gelöst werden. Die Vielfalt in der Gruppe wird als Bereicherung erlebt.

STRUKTUR

Gemeinsam gestaltete Strukturen geben den Kindern und Jugendlichen jene Sicherheit, die als Basis für natürliches Lernen dienen.

LERN- UND SPIELGRUPPEN

Kinder und Jugendliche organisieren sich selbständig in sogenannten Lern- und Spielgruppen zu 6-8 Personen, unterstützt von einem Lernbegleiter oder einer Lernbegleiterin. Jedes Kind ist gleichzeitig LehrerIn und SchülerIn. Die Leitungsrolle in der Gruppe wird von den Kindern abwechselnd übernommen.

STRUKTUR DES LERNENS

Natur- und Geisteswissenschaftliche Inhalte werden in einer logisch aufeinander aufbauenden Abfolge erlernt. In 6-12 Wochen wird ein fachliches Themengebiet erarbeitet, bis die Gruppe den Inhalt in all seinen Kontexten erforscht und verstanden hat. Darüber hinaus erwerben die Kinder und Jugendlichen auch Kompetenzen durch Mitverantwortung in der Organisation und Gestaltung des Schulalltags (z.B. Reinigung, Bauen, Gärtnern und Kochen, etc.).

NATÜRLICHES LERNEN MIT SCHAUBILDERN

Schaubilder geben von Beginn an einen klaren Überblick über den gesamten Umfang eines Faches und ermöglichen dadurch, spezifische Inhalte stets in einem größeren Kontext zu verstehen. Von einem Schaubild ausgehend werden daraufhin die Unterthemen erarbeitet, je nach Interesse bis ins kleinste Detail. (siehe Struktur des Lernens – Details)

RAUM

Ein Kind hat drei Lehrer: Der erste Lehrer sind die anderen Kinder. Der zweite Lehrer ist der Lehrer. Der dritte Lehrer ist der Raum
— Sprichwort aus Schweden
Lernen findet überall und jederzeit statt. Gemeinsam gestaltete Räume sowie Natur sorgen für das notwendige Umfeld.

Die Raumgestaltung wird von Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit den LernbegleiterInnen geplant und umgesetzt. Auch natürliche Umgebung (Kultur- und Naturlandschaften) sowie Tiere sind ein wesentlicher Teil der LAIS Schule.

Kinder und Jugendlichen lernen häufig in Projekten, beim Konstruieren, Bauen, Kochen, Gärtnern, kreativen Gestalten oder genießen die Stille im eigenen Rückzugsbereich. Es entsteht Freiraum, um eigenen Interessen und Projekten nachzugehen.

Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, da sie die Aufnahmefähigkeit von Lerninhalten sowie die körperliche und geistige Gesundheit beeinflusst. Die Schule strebt durch Gartenbau eine Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern an.

Der Vortrag fand am Mittwoch den 16.Juli 2014 im Jugendgästehaus Klagenfurt, Neckheimgasse 6, 9020 Klagenfurt statt.

Hüther, Gerald – Was wir sind und was wir sein könnten Ein neurobiologischer Mutmacher

Was wir sind und was wir sein könnten

Die Bibel für alle, die heute radikal umdenken wollen!
Ob im Umgang mit Kindern, mit Kollegen und Mitarbeitern, mit alten Menschen und mit uns selbst: Wir sind es gewohnt, alles als Ressource anzusehen. Kein Wunder, dass ‚Burn-Out‘ die Krankheit unserer Zeit ist, dass wir uns vor Krisen nicht retten können. Denn auch eine Gesellschaft kann kollektiv ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, dann dümpelt man in Routinen dahin, man funktioniert, aber man lebt nicht mehr.§Der bekannte Gehirnforscher, Pädagoge und Autor Gerald Hüther plädiert für ein radikales Umdenken: Er fordert den Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung, mit mehr Raum und Zeit für das Wesentliche. In seiner großartigen, ganz konkreten Darstellung zeigt er aus neurobiologischer Sicht, wie es uns gelingen kann, zu dem zu werden, was wir sein können.
„Das Buch ist wirklich ein Mutmacher, denn Hüther zeigt, dass es jedenfalls nicht an unserem Gehirn liegt, wenn wir auch in Zukunft glauben, so weitermachen zu müssen wie bisher.“§Michael Seyfert, RBB Kulturradio, 31.8.2011§

http://www.kopp-verlag.de/

Kinder der Gesellschaft: Potentialentfaltung unerwünscht (Video)

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Leider können sich Erwachsene nur vereinzelt an ihre ersten Kindheitserlebnisse erinnern. Erinnern an dieses Glücksgefühl, mit dem sie sich als kleines Kind auf den Weg gemacht haben, die Welt zu entdecken. Sie können sich kaum entsinnen an diese unglaubliche Offenheit, Gestaltungslust und Entdeckerfreude.

Sie haben nur eine getrübte Vorstellung von dieser den ganzen Körper durchströmenden Begeisterung über sich selbst und über all das, was es damals zu entdecken und zu gestalten gab. Wären diesen Erinnerungen präsenter, wären viele Sorgen, Probleme und Nöte des Erwachsenseins gar nicht existent.

Zwanzig bis fünfzig mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren.

Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft.

Deshalb ist es entscheidend, sich als Heranwachsender oder Erwachsener diese Begeisterung zu bewahren. Leider erleben wir im Laufe unseres Lebens alle zu oft das Gegenteil (Digitalisierung der Schule: „Zum selbständigen Denken unfähig“).
Dazu kommt: den allermeisten Menschen wird es immer wichtiger, gut zu funktionieren. So funktionalisiert diese begeisterungslos gewordene Gesellschaft erst ihre Erwachsenen und am Ende sogar noch ihre Kinder (Schule und Forschung: So schaden Hausaufgaben unseren Kindern – Gesellschaft: Wie wir unsere Kinder zu Materialisten erziehen).
Die werden mit Wissen abgefüllt und es werden ihnen bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten beigebracht, anstatt in ihnen die Fackel der Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten zum Lodern zu bringen.

Um bei Heranwachsenden die kindliche Begeisterung dauerhaft virulent zu halten und sie immer wieder neu zu entfachen, müssten die Eltern die Rolle des Motivators übernehmen. Sie könnten, ihre Kinder resistent machen gegen Routine, Trägheit und Trübsal.

Das kann aber nur gelingen, wenn sich diese Eltern ihre Befähigung zur Potenzialentfaltung selbst erhalten haben; wenn sie selbst weiter in das Leben verliebt sind und sich für all das begeistern, was dieses Leben tagtäglich in seiner ganzen Buntheit und Schönheit bietet – wie damals, als sie selbst noch kleine Kinder waren.

Mehr Informationen: http://www.gerald-huether.de

http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org

Etwas mehr Hirn, bitte: Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten

Nur wir Menschen sind in der Lage, unsere Lebenswelt immer besser nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Indem wir uns aber immer perfekter an die so gestaltete Lebenswelt anpassen, verlieren wir allzu leicht auch unsere Fähigkeit, immer wieder nach neuen Wegen zu suchen und dabei aus den eigenen Fehlern zu lernen („Unsere Schulen produzieren leidenschaftslose Pflichterfüller“ (Video)).

Doch: Wir sind frei, wir haben die Wahl. Wir können diese selbstverständlich gewordenen Vorstellungen hinterfragen, wir können sie loslassen und uns entscheiden, unser Leben und unser Zusammenleben anders zu gestalten. Denn der Mensch ist ein soziales Wesen.

Und für die Entfaltung der in uns angelegten Potentiale brauchen wir die Begegnung und den Austausch mit anderen. Die Freude am eigenen Denken und die Lust am gemeinsamen Gestalten sind die großen Themen dieses Buches.

Der Biologe Hüther macht deutlich: Jedes lebende System kann das in ihm angelegte Potential am besten in einem koevolutiven Prozess mit anderen Lebensformen zur Entfaltung bringen.

Oder einfacher: Gemeinsam kommen wir weiter als allein. Und finden zurück zu dem Lebendigen, das uns ausmacht: zu neuer Kreativität, zum Mut zu sich selbst und zu persönlichen Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir verfügen über Talente und Begabungen und ein zeitlebens lernfähiges Gehirn, das für die Lösung von Problemen optimiert ist. Wir können Erfahrungen anderer übernehmen und über Generationen weitergeben.

Doch alte, gebahnte Denkmuster verhindern, was für das Entstehen von Potentialentfaltungsgemeinschaften erforderlich ist:

Vertrauen, Austausch, Begegnung. Wenn wir erkennen, dass unser Gehirn sein Potential in Netzwerken mit anderen entfalten kann, dass wir in all unserer Verschiedenheit zusammengehören, voneinander abhängig und miteinander verbunden sind, dann öffnet sich auch der Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft, denn: Gemeinsam verfügen wir über deutlich mehr Hirn als allein!

Literatur:

Die Freilerner – Unser Leben ohne Schule von Dagmar Neubronner

… und ich war nie in der Schule: Geschichte eines glücklichen Kindes (HERDER spektrum) von André Stern

Verdummt noch mal! Dumbing us down: Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen von John Taylor Gatto

Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll von Arno Stern

Quellen: PublicDomain/wirsindeins.org am 04. Juli 2016

http://www.pravda-tv.com/