Ein Hirnforscher erklärt, was Kinder mehr als alles andere von ihren Eltern brauchen

28. Mai 2017

Eltern wollen ihre Kinder so gut wie möglich auf das Leben vorbereiten: Mit intelligenzfördernden Spielsachen, Musik- und Englischunterricht und Rechenübungen noch vor der Einschulung. In Kindergärten und Vorschulen wird inzwischen nicht mehr nur getobt und gebastelt, sondern schon gefördert.

Natürlich wollen Eltern immer nur das Beste für ihre Kinder und nehmen dafür auch einige Anstrengungen in Kauf – dabei übersehen sie jedoch häufig das Wichtigste: Kinder müssen spielen und das so viel wie möglich.

Denn Spielen fördert die Gehirnentwicklung und ist für eine gesunde Entwicklung von Kindern essenziell. In den vergangen Jahren ist die Freizeit, die Kindern zur Verfügung steht, jedoch so drastisch zurückgegangen, dass zahlreiche Experten, unter anderem der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther inzwischen Alarm schlagen (Verschwinden der Kindheit: Ich sehe keine glücklichen Kinder mehr).

In den vergangenen 20 Jahren haben Kinder Experten zufolge mehr als zwölf Stunden Freizeit pro Woche verloren.

Das fehlende Spielen bleibt nicht ohne Folgen, warnt die American Academy of Pediatrics. Der renommierter Verband von Kinderärzten äußert sich normalerweise zu gesundheitlichen Problemen wie Keuchhusten oder Leukämie. Das zeigt, wie ernst wir das Thema nehmen müssen.

Ein Mangel an Spiel bedrohe die Grundfeste der kindlichen Entwicklung, erklären die Ärzte anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Über diese sehr reale Gefahr hat Gerald Hüther gleich ein ganzes Buch geschrieben. In “Rettet das Spiel!” plädiert er gemeinsam mit Philosoph Christoph Quarch dafür, das Spiel wieder ganz bewusst in den Alltag einzubinden.

  

Hüther: “Spielen ist Dünger für das Gehirn und Kraftfutter für Kinderseelen”

Hüther erklärt, dass das Spielen durch die Freisetzung von Botenstoffen für Vernetzungen im Gehirn sorgt. Katecholamine, endogene Opiate und andere Peptide hätten einen wachstumsstimulierenden Effekt auf die neuronalen Vernetzungen.

Diese Vernetzungen entstünden nicht etwa durch Belehrungen oder Fördermaßnahmen, sondern durch das Spielen. Der schweizer Zeitung “Blick” sagte Hüter:

“Damit das riesige Potential an Vernetzungsmöglichkeiten im Gehirn möglichst gut stabilisiert werden kann und die in unseren Kindern angelegten Talente zur Entfaltung kommen, müssen wir ihnen so lange wie möglich die Gelegenheit bieten, spielen zu können.”

Volle Terminkalender bremsen die Entwicklung

Wenn wir Kinder hingegen andauernd dazu auffordern, bestimmte Dinge zu tun und ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren, nehmen wir ihnen diese Möglichkeit. “Sie können nicht das ganze Spektrum an Wissen und Können, was Sie in Ihrem Hirn in Form von Netzwerken verankert haben, aktivieren”, sagt Hüther.

Ein voller Terminkalender – auch wenn darin Fußballspielen oder Tanzen vorkommt – ist eben erfüllt von Verpflichtungen. Doch Kinder brauchen Freiheit und Zeit für freies Spiel.

“Aus der Gehirnforschung weiß man, dass völlig absichtsloses Spielen für die besten Vernetzungen im Gehirn sorgt”, sagte Hüther gegenüber “Blick”.

Fehlendes Spiel führt zu gestörtem Sozialverhalten

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere als Junge spielen müssen, um sich gesund zu entwickeln. Werden Rattenjunge zum Beispiel am Spielen gehindert, bildet sich ihre Großhirnrinde nicht richtig aus und die Tiere sind ihr Leben lang in ihrem Sozialverhalten gestört.

In seinem Buch “Menschenkinder” weist Kinderarzt Herbert Renz-Polster auf diese Fakten hin und zieht ein weiteres Beispiel aus dem Tierreich heran:

“Bei Schimpansen ist es ähnlich, da geben gerade die kompetentesten Mütter ihren Kindern beim Spielen den weitesten Raum – und die an der langen Leine erzogenen Kleinen nehmen später den höchsten Rang ein.”

Im Spiel nehmen Kinder unterschiedliche Rollen und Sichtweisen an und erschließen sich so die verschiedensten Denkmöglichkeiten und Strategien.

“Und damit schaffen sie sich die Grundlage der wohl wichtigsten menschlichen Geisteskraft überhaupt: der Kreativität. Es gibt keinen Unterschied zwischen Spielen und Lernen!”, schreibt Renz-Polster.

Gebt euren Kindern, was sie am meisten brauchen

Aus diesem Grund müssen sich Eltern heute mehr denn je dazu aufgefordert fühlen, ihren Kindern Freiräume zu schaffen, in denen sie einfach Kind sein dürfen und ihre eigene Entwicklung auf natürliche und spielerische Weise vorantreiben.

Diese Freiräume müssen heute zwischen den vielen Verpflichtungen, die schon Kinder haben, erkämpft und achtsam gepflegt werden. Denn eine glückliche und gesunde Kindheit ist die Grundvoraussetzung dafür, dass unsere Kinder zu zufriedenen und widerstandsfähigen Erwachsenen werden könne.

Indem wir ihre Kindheit schützen, machen wir unseren Kindern das größte Geschenk ihres Lebens. Bloggerin Tracy Gillett hat es in einem viel beachteten Beitrag sehr schön auf den Punkt gebracht:

„Unsere Kinder können noch ihr ganzes Leben lang erwachsen sein und sich mit der Kompliziertheit des Lebens auseinandersetzen, doch sie haben nur einen sehr kurzen, flüchtigen Zeitraum, in dem sie Kinder sein dürfen. Ausgelassene, lebenslustige Kinder.“

Das sollten wir ihnen nicht verwehren.

Literatur:

Kinder! Kinder!. Wonach sich Kinderseelen sehnen von Robert T. Betz

Kinder verstehen. Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt. Mit einem Vorwort von Remo Largo von Herbert Renz-Polster

Im digitalen Hamsterrad. Ein Plädoyer für den gesunden Umgang mit Smartphone & Co. von Gerald Lembke

Quellen: PublicDomain/huffingtonpost.de am 28.05.2017

https://www.pravda-tv.com/2017/05/ein-hirnforscher-erklaert-was-kinder-mehr-als-alles-andere-von-ihren-eltern-brauchen/

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Die Welt in 100 Jahren und andere Videos mit Gerald Hüther

Der Wissens-Verlag

Veröffentlicht am 11.01.2016 Der bekannte Gehirnforscher und Autor Gerald Hüther gehört zu den Interviewpartnern unserer großen DVD-Produktion „Die Welt in 100 Jahren“. Sehen Sie das vollständige Gespräch und insgesamt mehr als 6 Stunden spannende Interviews auf 2 DVDs – erhältlich in unserem Shop: http://shop.komplett-media.de/derwiss… Die preiswerte Doppel-DVD ist binnen 2 Tagen bei Ihnen – deutschlandweit portofrei!

Selbst-Bewusstsein und Co-Kreativität – Dr. Gerald Hüther

NeueHorizonteTV

Götz Wittneben im Gespräch mit Dr. Gerald Hüther. Die Zukunft gehört der Co-Kreativität, die im offenen Austausch von Menschen entsteht, die sich und ihr Gegenüber nicht mehr länger als Objekt von Urteilen, Bewertungen und Vergleichen sehen, sondern als einzigartiges, gestaltungsfähiges und selbstwirksames Subjekt. Aber warum fällt das uns Menschen so schwer? Dazu Gerald Hüther: „Weil wir von Kind auf gelernt haben, dass uns die Erwachsenen zum Objekt ihrer Erwartungen und Bewertungen gemacht haben. Wir haben als Kind gelernt, dass eine Bewertung von dem, was ich tue, eine Bewertung meiner ganzen Person ist.“ Im herrschenden Schulsystem drehe sich praktisch alles um Bewertungen in Form von Zensuren und wir machen uns später selbst zum Objekt unserer eigenen Vorstellungen.

Götz Wittneben geht in der Beantwortung dieser Frage noch einen Schritt weiter zuürck. Nach seinen eigenen empirischen Forschungen fällt ein Kind im Falle eines schmerzhaften Trennungs-Traumas unbewusst ein Ur-Urteil über sich, das Schuld- und Minderwertigkeitsgefühl hervorruft. Damit kann sich das Kind eigenartigerweise vom tiefen emotionalen Schmerz abtrennen, aber als Erwachsene laufen wir noch mit gleichen Minderwertigkeitsgefühlen herum, immer noch mit der kindlichen Angst vor dem tiefen Schmerz. Angst und Offenheit für einen echten Austausch passen aber nicht zueinander.

Hüther: „Wenn es uns gelänge, einen Weg im Zusammenleben zu finden, dass wir Freude daran empfänden, sich selbst ernst zu nehmen und sein Gegenüber auch, also einander als Subjekt zu begegnen, anstatt gegenseitig als Objekt zu behandeln, dann gäbe es keine Arroganz mehr.“

Hoch interessant sind auch Hüthers Ausführungen über das Wesen der „Kohärenz“, also der Resonanz neuronaler Netzwerke. Im Prinzip strebe das Gehirn immer wieder diesen Zustand an, also sich von einem inkohärenten in einen kohärenten Zustand zu bringen, weil er praktisch mit Glück gleichzusetzen ist und – das Gehirn in diesem Zustand am wenigsten Energie verbraucht. Energie-Effizienz aber ist allen evolutionären Prozessen innewohnend.

Dies ist kein normales Interview, sondern ein echtes Gespräch von zwei Menschen, die sich ihrer selbst bewusst sind. Ein Gespräch, in dessen Verlauf sich tatsächlich so etwas wie Co-Kreativität entwickelt und wahrzunehmen ist.

Gerald Hüther hat die Akademie für Potentialentfaltung gegründet: „Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“

http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org

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Götz Wittnebens Homepage: http://www.wenn-wir-wuessten.de

Die neue Lust am eigenen Denken | Gerald Hüther im Gespräch

Der Wissens-Verlag

Veröffentlicht am 08.01.2015

Im aktuellen Interview spricht der Göttinger Gehirnforscher Gerald Hüther über besonders heikle Themen der Gehirnforschung.

• Auf welchen Irrwegen sich die Neurobiologie bewegte, bis durch bildgebende Verfahren ein „Blick unter die Schädeldecke“ möglich wurde.

• Weshalb Experimente, die den freien Willen des Menschen in Frage stellen, selbst fragwürdig sind

• Warum Begeisterung wie ein Dünger für das Gehirn wirkt

• Bleibt der Mensch auch im hohen alter Alter lernfähig?

• Nutzen wir wirklich nur ein paar Prozent unseres Gehirns? Und welche Potentiale stehen dem Menschen zur Verfügung?

• Ist das Großhirn eine Fehlentwicklung?

Gerald Hüther ist auch Gesprächspartner für unsere Filmproduktion „Die Macht der Gedanken“. Hier finden Sie auch ein weiteres ausführliches Interview als „Special“:

http://shop.komplett-media.de/derwiss…

Der Wissens-Verlag

 Wenn Kinder zu Objekten werden – Interview mit Prof. Dr. Gerald Hüther

für Kinder

Veröffentlicht am 20.11.2015

Wie Bindung gelingt und was es bedeutet, wenn sie nicht gelingt. Wenn Kinder zu Objekten gemacht, „gemanaged“ statt begleitet werden, wird ihr Verhältnis zu ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen ebenfalls manipulativ.

Richard David Precht und Prof. Dr. Gerald Hüther; Macht Lernen dumm?

MrMoliwett

Forscher beobachten, wie Meditation das Gehirn aufbaut

Von Peter Sanftmann3. Januar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 2:12

Meditation fordert Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit und hilft dabei, Stress abzubauen.

(The Epoch Times)

Früher war alles besser – es hört sich fast schon angemessen an, wenn ein Onkel der älteren Generation anfängt, über den angeblichen Glanz der vergangenen Erlebnisse zu reden. Schließlich hat er, subjektiv, auch allen Grund dazu – wie sehr die moderne Gesellschaft auch die Lebenserwartung verlängern kann, so „baut“ der menschliche Körper ab dem Alter von 50 Jahren doch verstärkt ab. Die Gelenke verschleißen, die Haut verliert ihre Elastizität, das Gehirn büßt seine Flexibilität ein, und die Wahrnehmung verlangsamt sich. Wenn auch die Medizin dieses Dahinschwinden des menschlichen Körpers nicht verhindern kann, so scheinen Forscher inzwischen einen Weg entdeckt zu haben, dem Gehirn etwas von seiner jugendlichen Lernfähigkeit zurückzugeben: die Meditation.

Dass Meditation die Aufmerksamkeit sowie die Konzentrationsfähigkeit fördert und zur physischen und geistigen Entspannung, Stressreduktion und emotionaler Stabilität führt, sei bereits aus vergangenen psychologischen und medizinischen Untersuchungen bekannt, meinte Dr. Katya Rubia vom Kings College-Universitätskrankenhaus in London. In ihrer Veröffentlichung vom 23. April 2009 berichtete sie im Fachjournal „Biological Psychology“, dass die Meditation das Bewusstsein maßgeblich entspannen und verstärken könne, sodass selbst krankhafte Angst-, Aufmerksamkeits- oder Affektstörungen durch Meditation effektiv behandelt werden können. Sie beruft sich dabei unter anderem auf Untersuchungen, bei denen durch bildgebende Verfahren die Aktivität verschiedener Gehirnareale aufgezeichnet wurden. In diesen Untersuchungen wurde gezeigt, dass die Meditation die Gehirnbereiche für Aufmerksamkeit und Affektregulation verstärkt fördern und aktivieren kann.

Das Gehirn dynamischer werden lassen

In anderen Untersuchungen haben Forscher wiederum herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirns verändert. Dieses Ergebnis erhielt eine Gruppe von Forschern der Universität von Kentucky in Lexington, basierend auf ihren jüngsten Experimenten, die sie in der Fachzeitschrift „New Scientist“ im November 2005 veröffentlichte.

Sie benutzten einen in der Praxis bewährten „psychomotorischen Wachsamkeitstest“, um zu messen, wie sich Müdigkeit auf die mentale Klarheit und Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Während der Prüfung mussten die Versuchspersonen auf die LCD-Anzeige eines Bildschirmes schauen und dann auf eine Taste drücken, sobald ein Bild erschien. Im Normalfall braucht der Mensch 200 bis 300 Millisekunden, um zu reagieren, doch haben übermüdete Personen eine wesentlich längere Reaktionszeit und verpassen manchmal sogar den Impuls.

Meditation vor Kurzschlaf zur Förderung der Konzentration

Das Forscherteam wollte insbesondere wissen, wie sehr die Konzentrationsfähigkeit durch einen Kurzschlaf von 40 Minuten im Vergleich zu anderen Beschäftigungen erhöht werden kann. Deshalb wurden die Studienteilnehmer zu Beginn sowie nach einer Ruhezeit von 40 Minuten untersucht. Die 40 Minuten zwischen den Tests verbrachten die Studienteilnehmer mit unterschiedlichen Beschäftigungen, darunter Schlaf, Meditation, Lektüre oder leichte Unterhaltung.

Die Forscher waren erstaunt, dass die Meditation als einzige Methode zu einer sofortigen Leistungssteigerung führte, obwohl keiner der Freiwilligen Erfahrung mit Meditation hatte. Herr O‘Hara, einer der Forscher, erklärte: „Jede der Testpersonen zeigte eine Verbesserung.“ Nach einer schlaflosen Nacht zeigten sich diese Verbesserungen noch viel auffälliger. O’Hara fügte hinzu: „Wir wissen nicht, warum sich die Leistung erhöht.“ Jetzt untersucht das Forscherteam Meditierende, die jeden Tag mehrere Stunden in Meditation verbringen.

Der Aufbau des Gehirns

Welche Wirkung die Meditation auf die Struktur des Gehirns ausübt, war Thema von mehreren Debatten. Sara Lazar vom Allgemeinkrankenhaus in Massachusetts, Boston/USA und ihre Kollegen benutzten die Methode der Kernspintomographie, um 15 Testpersonen, die über eine Erfahrung mit Meditation zwischen einem Jahr und dreißig Jahren verfügen und 15 Testpersonen, die nicht meditieren, miteinander zu vergleichen.

Sie fanden heraus, dass durch die Meditation die Stärke der Gehirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für die Prozesse der Wahrnehmung zuständig sind, zunimmt, je mehr Meditationserfahrung die Person hat. Ähnliches wurde für das Gefühlskontrollzentrum im präfrontalen Cortex sowie für die Inselrinde festgestellt, der ebenfalls eine wichtige Funktion bei der Bewertung von Gefühlen zukommt.

Abschließend bemerkte Sara Lazar, dass während der Meditation eine Vergrößerung der Gehirnareale eintritt, die unter anderem für die Wahrnehmung und für die Affektkontrolle verantwortlich sind. Dieses Ergebnis stimmt mit anderen Studien überein, die zeigen, dass fähige Musiker, Athleten und Linguisten alle eine Verstärkung in den für ihre Talente zuständigen Bereichen der Großhirnrinde aufweisen. Aufgrund dieser Beobachtungen wurde bewiesen, dass die Meditation wie eine Schulung die Aufgabe erfüllt, das Bewusstsein und die Wahrnehmung zu stärken. Durch die Meditation werden die Gehirnareale gefördert und verstärkt, die dem Menschen helfen, sich zu konzentrieren, sich und seine Umwelt intensiver wahrzunehmen und einen Zustand der Harmonie und Ausgeglichenheit zu erleben

http://www.epochtimes.de/

Kreativität & Autonomie – Prof. Dr. Manfred Spitzer

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Götz Wittneben im Gespräch mit dem Gehirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Unsere Gesellschaft liebt es kompliziert und teuer, wenn es um die Lösung von Problemen geht. Dabei bedarf es in der Regel nur ganz einfacher Grundbedingungen, um komplexe Prozesse wie Kreativität zu unterstützen. Der ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm und Gehirnforscher Manfred Spitzer hält in diesem Gespräch ein Plädoyer für Naturerlebnis und Räume für’s Selber-Machen. Spitzer zeigt anhand von Studien auf, dass sich Stress und Kreativität umgekehrt proportional zueinander verhalten, also je höher der Stress, desto geringer die Kreativität. Lebendiges Grün in Form von Pflanzen allein, sei es nun der Blick ins Grüne oder der Anblick von Zimmerpflanzen, vermindert bei Menschen den Stress deutlich und erhöht nicht nur die Fähigkeit zur Kreativität, sondern fördert beispielsweise auch den Heilungsprozess bei Menschen.

Als ausgewiesener Gegner der digitalen Euphorie – eines seiner jüngsten Bücher trägt den Titel „Cyberkrank“ – rät Spitzer Eltern: „Die Kinder müssen raus! Nicht nur ritualisiert am Sonntag, sondern so oft wie es geht!“ Die Natur in ihrer Komplexität biete für jedes Kind genügend Anreize auf den unterschiedlichsten Niveaus der Entwicklung, hier seien Dinge im wahrsten Sinne des Wortes zu „be-greifen“. Um sein Leben als Erwachsener wirklich selbstverantwortlich und autonom gestalten zu können, bedürfe es vieler tausend Situationen, in der ein Kind etwas wirklich ‚selbst‘ (griechisch: „autós“) gemacht hat. An diese Erfahrung kann es als Erwachsener immer wieder anknüpfen und seine Gaben und Fähigkeiten stetig weiter entwickeln. Darüber hinaus hält Spitzer Unterrichtsfächer wie Sport, Musik, Theater und Kunst/Werken für die wichtigsten Fächer zur Entwicklung von Kreativität und Autonomie – ausgerechnet aber diese werden in den heutigen Schulen weiter reduziert

Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther: „Die Scheu des Hirns vorm Nachdenken“

Freigeschaltet am 21.05.2016 um 07:09 durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de/Dieter Schütz

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Datenspeicher hier, GPS-Navi dort: Die digitale Technik macht unser Leben effizienter und bequemer. Das Gehirn schätzt die kleinen Helferlein, sagt der Göttinger Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther. „Das kommt seinem Bestreben entgegen, Energie zu sparen. Aber: Bereiche, die nicht regelmäßig genutzt werden, verkümmern. Richtig eingesetzt können digitale Medien uns aber ermöglichen, die Welt kreativ zu gestalten.“

Bis zum Aufkommen bildgebender Verfahren bei der Messung von Hirnaktivität galt das Gehirn als Organ, das sich ab einem relativ frühen Punkt in der individuellen Entwicklung nicht mehr wandelt. Was denkt man heute über die Plastizität unseres Hirns?

Prof. Gerald Hüther: Man hat zwar schon in den 80er-Jahren geahnt, dass zeitlebens Vernetzungen im Gehirn umgebaut werden, konnte dies aber nur bei Tierversuchen belegen. Seitdem wir mit der Kernspintomographie funktionelle Aktivitätsmuster darstellen können, wird deutlich, dass es bis ins hohe Alter im Gehirn zu Umbauprozessen kommt. Wer beispielsweise spät das Jonglieren erlernt, hat nach einem halben Jahr im Hirn eine Vernetzung ausgebildet, die vorher nicht da war.

Unser Gehirn ist ein Energiefresser, der aber auch über einen Energiesparmodus verfügt. Welche Folgen für die Selbstorganisation unseres Denkorgans hat es, dass erstmals digitale Helferlein zur Verfügung stehen, die uns Denkprozesse abnehmen?

Prof. Hüther: Es ist offenbar ein grundsätzliches Organisationsprinzip lebender Systeme, ihre Beziehungen so zu ordnen, dass so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Das gilt gleichermaßen für Gemeinschaften wie für Organismen und Organe. Unser Gehirn verbraucht schon im Ruhezustand 20 Prozent der vom Körper bereitgestellten Energie. Der Wert schnellt nach oben, wenn etwas Neues erlernt wird. Mancher kann sich noch an die Erschöpfung nach den ersten Fahrstunden erinnern. Die damals notwendige Denk- und Konzentrationsleistung verbrauchte enorm viel Energie. Durch die Herausbildung von Automatismen wird dieser Aufwand verringert. So sind wir oft mit Autopilot unterwegs: beim Beurteilen anderer Menschen, beim Lesen der Zeitung, bei Alltagsaufgaben. Die Hürden sind hoch, damit das Gehirn den Energiesparmodus verlässt, der oft „innerer Schweinehund“ genannt wird. Nachdenken ist nicht die Lieblingsbeschäftigung unseres Gehirns. Kein Wunder, dass Menschen technische Geräte erfinden mit dem Ziel, eigene Anstrengungen zu verringern. Dank der digitalen Medien sind wir nun in der Lage, uns Denk- und Erinnerungsleistungen zu erleichtern. So ersparen uns satellitengestützte Navigationssysteme das Lesen von Landkarten und die Orientierung im Raum. Das ist zwar alles erlernbar, aber das wird kaum noch einer machen, wenn ein Knopfdruck reicht, um es zu umgehen. Mit dem Ergebnis, dass die erforderlichen neuronalen Vernetzungen im Hirn nicht ausgebildet werden oder – so bereits verhanden – verkümmern. Früher konnten sich auch die meisten Menschen relativ mühelos um die zehn Telefonnummern merken. Das gelingt heute kaum noch jemandem, weil die persönlichen Telefonnummern irgendwo eingespeichert sind. Die Frage ist aber, wie weit man den digitalen Geräten sein Erinnerungsvermögen überlassen kann, ohne dabei seine Identität zu verlieren. Wer sich an seine eigenen Lebensereignisse nicht erinnern kann, ohne dazu auf einem Laptop nachgucken zu müssen, ist gefährdet.

Können Jugendliche ihre Potenziale noch voll ausschöpfen, die mehr mit virtuellen Online-Wesen kommunizieren als mit realen Menschen?

Prof. Hüther: Tatsächlich brauchten wir als soziale Wesen die anderen, sonst können wir uns nicht entwickeln. Fast alles, was wir als Erwachsene können, haben wir von anderen gelernt. Deshalb sind soziale Beziehungserfahrungen so entscheidend für die Ausbildung der entsprechenden neuronalen Verschaltungsmuster. Habe ich mit ganz einfach denkenden Menschen zu tun, etwa in einer Neonazi-Gruppe, entwickeln sich auch nur einfache Verschaltungsmuster in meinem Gehirn, mit denen ich versuchen muss, die Welt zu begreifen. Das mag energiesparend sein, kann aber dazu führen, dass man sich in dieser Welt nur noch mit Gewalt zurechtfindet. Komplexe Beziehungserfahrungen kann man aber nur in Begegnungen mit Menschen machen, die nicht alle gleich, sondern möglichst unterschiedlich sind. Dabei ist nicht Häufigkeit der Kontakte entscheidend, sondern Intensität des Austausches – und das geht über digitale Medien nicht.

Also ist die Kommunikation über sogenannte soziale Medien, in denen der Widerpart oft nur Objekt ist, keine vollwertige Kommunikation?

Prof. Hüther: Damit sich zwei Menschen als Subjekte begegnen können, reicht es nicht, dass sie Worte austauschen. Zu einer Begegnung gehört, dass man Gestik und Mimik sehen kann. Wer lediglich auf Worte reduziert kommuniziert, kann auch nur noch einfachere Beziehungen pflegen. Wir haben eine entsprechende Entwicklung derzeit in Japan. Dort wird mit großer Sorge verfolgt, dass viele junge Menschen nicht mehr in der Lage sind, realen Sex miteinander zu haben. Die kennen Sex nur als virtuelles Erlebnis der Selbstbefriedigung vor dem Bildschirm. Reale Partner, die Geruch aufweisen, die sich bewegen, die sich nicht abschalten lassen, sind diesen Menschen zu komplex. Ihnen fehlen die Vernetzungen, die sie nur ausgebildet hätten in der Erfahrung körperlicher Begegnungen mit einem Partner.

Um bei der Affektregulation in Japan zu bleiben: Vor einigen Jahren ging eine Meldung über den Ticker, nach der ein Paar sein eigenes Kind verhungern ließ, weil es lieber ein virtuelles großzog. Verlieren wir die Fähigkeiten zur Lösung zwischenmenschlicher Probleme?

Prof. Hüther: Diese Beispiele zeigen nicht, wo wir mal als Menschheit landen werden. Aber sie zeigen, was alles menschenmöglich ist. So sind in Korea junge Männer vor ihren Bildschirmen verdurstet, weil sie so in ihren Spielen gefangen waren, dass sie das Trinken vergaßen.

Wird eine Generation, die mit GPS-Handys und selbstfahrenden Autos groß wird, die Fähigkeit, sich zu orientieren, gar nicht erst entwickeln?

Prof. Hüther: Nur in dem Ausmaß, in dem sie es brauchen. Wozu sollen sie die Fähigkeit entwickeln, sich im Wald zu orientieren, wenn sie ohnehin nie im Wald sind? Also fehlen ihnen diese Strukturen, die ihnen die Fähigkeit erst verleihen würden.

Der Mensch hat etwa so viele Gene wie ein Fadenwurm. Man greift also zu kurz, wenn man die Komplexität unseres Denkens auf Gene zurückführen will. Fallen wir auf Fadenwurm-Niveau zurück, wenn wir uns lieber auf digitale Helfer verlassen, statt selbst mit Begeisterung zu denken?

Prof. Hüther: Tatsächlich ist fast alles, was wir können, nicht durch evolutionäre biologische Entwicklung zustande gekommen, sondern ist Kultur. So gut wie alles ist kulturell geformt und muss deshalb von menschlichen Gemeinschaften überliefert werden. Geschieht dies nicht, ist es weg. Je mehr Tätigkeiten wir uns von Robotern und Maschinen abnehmen lassen, desto weniger entwickelt unser Gehirn die dazu erforderlichen Nervenzellverschaltungen, die uns zu diesen Tätigkeiten befähigen. Um nicht in eine Generalkritik an den digitalen Medien zu fallen, gilt es zu fragen: Welche Chance bietet der Einsatz digitaler Medien? Bereits die Entwicklung von Maschinen, die uns kräftezehrende Arbeit abnahmen, war von Ängsten begleitet, erinnert man sich etwa an die Weberaufstände. Digitale Maschinen können uns nun geistige Arbeit abnehmen. Allerdings auch nur solche, die wenig anspruchsvoll ist, denn sie muss in Algorithmen verschlüsselbar sein. Also Routinearbeit, die nicht das berührt, was den Menschen eigentlich auszeichnet. Wir besitzen Kreativität und Intentionalität. Beides fehlt den Maschinen. Wir sind diejenigen, die etwas wollen können. Und wir sind diejenigen, die sich etwas ausdenken können, um unser Wollen umzusetzen. Wenn uns also die Maschinen die eintönige Arbeit abnehmen, werden wir auf das zurückgeworfen, was uns auszeichnet. Und so könnten wir endlich begreifen, was uns als Menschen eigentlich ausmacht. Und das ist nicht die Befähigung zum Schachweltmeister oder zum Gedächtnisakrobaten in TV-Shows, sondern das ist unsere Gabe, unsere geistigen Kräfte auf ein Ziel auszurichten. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Menschen können wir nur im Zusammenspiel mit anderen entwickeln, also in Co-Kreativität.

Können die Individuen Co-Kreativität entwickeln, die sich an den Energiesparmodus vor dem Fernseher und dem Computer gewöhnt haben?

Prof. Hüther: Da das Gehirn zeitlebens formbar ist, kann man vieles reaktivieren, was anfangs verpasst wurde. Aber damit man es wollen kann, muss man es erst begreifen. Hier liegt der Schlüssel. Die digitalen Medien mit all den Defiziten, die sie auf den Ebenen der sozialen und individuellen Kompetenz produzieren, führen inzwischen automatisch dazu, dass wir uns fragen müssen, was uns als Menschen eigentlich ausmacht. Erst dieses Begreifen setzt uns in den Stand, es zu bewahren und an unsere Kinder weiterzugeben. Die Einführung der digitalen Medien zwingt uns also in einen Erkenntnisprozess, der dazu führen wird, dass auch unsere Bildungssysteme sich auf zwei Dinge fokussieren: Erstens den Kindern zu helfen, die Lust am Lernen, also die Intentionalität am Entdecken und Gestalten, niemals zu verlieren. Und zweitens, dass sie von Anfang an lernen, in co-kreativen Prozessen ihre Welt zu gestalten. Das ist ein wesentlich optimistischerer Ausblick als die Forderung, auf digitale Medien zu verzichten. Ein Verzicht würde uns ja dann auch die-sen Erkenntnisgewinn vorenthalten. Menschen, die bis zu diesem Punkt gekommen sind, wissen dann auch, wie sie digitale Medien einsetzen können, nämlich als Werkzeuge, um ihre Welt zu gestalten. Bisher werden diese Medien von Jugendlichen aber vornehmlich als Instrumente zur Affektregulierung eingesetzt. Weil ihnen langweilig ist, weil sie Frust haben, weil sie einsam sind, weil sie ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen wollen. Das Ergebnis dieser missbräuchlichen Nutzung dieser Medien ist, dass sie ihre eigenen Fähigkeiten zur Regulation ihrer Affekte nicht ausbilden können. In diesem naiven, unwissenden Umgang mit diesen Medien steckt die Gefahr. Wir Menschen sollten wissen, was wir da eigentlich tun.

Quelle: Das Interview führte Joachim Zießler – Landeszeitung Lüneburg (ots)

http://www.extremnews.com/

Potentialentfaltung unerwünscht? Gerald Hüther im NuoViso Talk

Leider können sich Erwachsene nur vereinzelt an ihre ersten Kindheitserlebnisse erinnern. Erinnern an dieses Glücksgefühl, mit dem sie sich als kleines Kind auf den Weg gemacht haben, die Welt zu entdecken. Sie können sich kaum entsinnen an diese unglaubliche Offenheit, Gestaltungslust und Entdeckerfreude. Sie haben nur eine getrübte Vorstellung von dieser den ganzen Körper durchströmenden Begeisterung über sich selbst und über all das, was es damals zu entdecken und zu gestalten gab. Wären diesen Erinnerungen präsenter, wären viele Sorgen, Probleme und Nöte des Erwachsenseins gar nicht existent.

Zwanzig bis fünfzig mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft.

Deshalb ist es entscheidend, sich als Heranwachsender oder Erwachsener diese Begeisterung zu bewahren. Leider erleben wir im Laufe unseres Lebens alle zu oft das Gegenteil.

Dazu kommt: den allermeisten Menschen wird es immer wichtiger, gut zu funktionieren. So funktionalisiert diese begeisterungslos gewordene Gesellschaft erst ihre Erwachsenen und am Ende sogar noch ihre Kinder. Die werden mit Wissen abgefüllt und es werden ihnen bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten beigebracht, anstatt in ihnen die Fackel der Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten zum Lodern zu bringen.

Um bei Heranwachsenden die kindliche Begeisterung dauerhaft virulent zu halten und sie immer wieder neu zu entfachen, müssten die Eltern die Rolle des Motivators übernehmen. Sie könnten, ihre Kinder resistent machen gegen Routine, Trägheit und Trübsal. Das kann aber nur gelingen, wenn sich diese Eltern ihre Befähigung zur Potenzialentfaltung selbst erhalten haben; wenn sie selbst weiter in das Leben verliebt sind und sich für all das begeistern, was dieses Leben tagtäglich in seiner ganzen Buntheit und Schönheit bietet – wie damals, als sie selbst noch kleine Kinder waren.

Mehr Informationen:
http://www.gerald-huether.de
http://www.akademiefuerpotentialentfa…

Ayahuasca – vom Saft des Todes, des Lebens und dem DMT

(Admin: Siehe dazu auch diese beiden Beiträge:

https://marbec14.wordpress.com/die-wirkung-der-musik-auf-das-bewusstsein-referat-von-dr-phil-christian-ratsch-klangwirkstoff/

https://rositha13.wordpress.com/2015/02/16/meine-begegnungen-mit-schamanenpflanzen-christian-ratsch/ )

Wenn der Mensch sich auf diesen Planeten begibt, wird er von DMT überschüttet.
Wenn er geht überflutet ihn DMT
DMT ist der Stoff der die Pforten öffnet, sämtliche Pforten.

Seit über tausend Jahren nutzen die Indios Südamerikas, die Heilkraft der Urwälder ihrer Heimat für das Wohlergehen ihrer Stämme.
Die weiseste und stärkste aller Pflanzen und Herrin des Urwaldes ist die Ayahuasca Pflanze.
In direktem Kontakt mit ihr wird der Trunk aus 2 Pflanzen zu einem Erkenntniselixier, die einen Pfad der Erleuchtung anregt und tief mit unserem Wesenskern verbunden ist.
Die Liane namens Ayahuasca enthält Harmalin (ein MAO-Hemmer) und verzögert den Abbau von DMT in unserem Körper.  In einem aufwendigen Prozess wird sie und die Blätter der DMT haltigen Chacruna-Pflanze verkocht. Heraus kommt ein brauner Sud, mit erstaunlichen Wikrungen.
Es setzt ein Reinigungsprozess auf körperlicher und geistiger Ebene ein. Es werden sowohl Giftstoffe als auch Parasiten und Symbionten ausgeschieden und die Reinigung der anhaftenden Wesen und Energien im Energiekörper des Menschen ist sehr tiefgehend.
Auf der psychischen Ebene werden Traumata und verdrängte Blockaden aufgelöst, indem diese in vollem Umfang und mit tiefer Erfahrbarkeit durchlebt werden.
Dabei achtet der Pflanzengeist auf den Grad der Schwere und der Auswirkung auf das Individuum. So kommt es in einem Spektrum von Erleuchtung bis zu absolut keiner spürbaren Veränderung zu einer Wirkung dieses Trunkes.

Während der Zeremonie kann es zu Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Schweißausbrüchn kommen. Außerkörperliches Erleben und Reisen in die Zellen werden oft beschrieben. Die Überwindung der erdrückenden Matrix und das Erleben wahrer Innen und Außenräume bis hin zur Auflösung im Ozean der Quelle können erfahrbar werden.
Der Schamane hält den geschützten Rahmen aufrecht und lenkt mit verschiedensten Mitteln die Erlebniswelten.
DMT macht nicht abhängig, da es ein körpereigener Stoff ist und die Psychosomatik des Körpers das Erbrechen neagativ speichert. Im Gegenteil alle Formen der Sucht werden hiermit therapiert, denn nun braucht niemand mehr auf der SUCHE (SUCH T) sein, denn Antworten sind erfahrbar.

In meinem Vortrag gehe ich auf Techniken und Möglchkeiten ein, dieses körpereigene DMT aus sich heraus zu erzeugen, ohne den Pflanzensud zu sich nehmen zu müssen.
zur Vortragsthematik und Anmeldung: klick

http://www.freigeist-forum-tuebingen.de/