Erdogan unterzeichnet: Türkei erhält russische S-400-Luftabwehrsysteme

26. Juli 2017
Erdogan unterzeichnet: Türkei erhält russische S-400-Luftabwehrsysteme

Ankara. Ein pikanter Schritt: der türkische Präsident Erdogan hat erklärt, daß die Verhandlungen mit Rußland über die Lieferung russischer S-400-Flugabwehrsysteme abgeschlossen und die diesbezüglichen Dokumente jetzt unterzeichnet seien. Erdogan präzisierte in Ankara: „Hoffentlich sehen wir S-400 in unserem Land. Und wir werden ihre gemeinsame Herstellung einleiten.“

Das S-400-System gilt in westlichen Militärkreisen als extrem leistungsfähig. Es ist mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Auch Tarnkappenflugzeuge können erkannt und bekämpft werden. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen bekämpfen.

Bislang hat Rußland einen Liefervertrag für die S-400-Systeme nur mit China abgeschlossen. Außerdem werden Verhandlungen mit Indien geführt. Pikant ist der S-400-Vertrag mit der Türkei auch deshalb, weil das Land noch immer NATO-Mitglied ist und mit der Beschaffung des russischen Systems aus der einheitlichen Luftverteidigung des Bündnisses ausschert. (mü)

http://zuerst.de

Schweden: Erdogan wegen Völkermord angeklagt – Haftbefehl möglich

Epoch Times13. July 2017 Aktualisiert: 13. Juli 2017 15:18

Der türkische Präsident Erdogan ist in Schweden offiziell des Völkermordes angeklagt worden.

Es ist die erste Klage dieser Art in Schweden: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist von fünf schwedischen Abgeordneten wegen Völkermord angeklagt worden. Der britische „Independent“ berichtete.

Erdogan habe Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen – gegen die kurdische Bevölkerung der Südosttürkei, so die Klage. Die Anschuldigungen betreffen den Zeitraum nach 2015. Damals war der Waffenstillstand zwischen der türkischen Armee und der geächteten Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zerbrochen und Kämpfe waren die Folge. Die Klage wurde bei den Internationalen Strafverfolgungsbehörden Schwedens eingereicht.

Haftbefehle möglich

Sollte die Behörde mit Ermittlungen beginnen, könnten Haftbefehle für Erdogan, Premierminister Binali Yildirim und andere türkische Politiker ergehen.

Der Grünen-Abgeordnete Carl Schlyter meint, Erdogans Bewegungsfreiheit könnte effektiv eingeschränkt werden, falls weitere Länder Schwedens Beispiel folgten:

„Wenn [Erdogan] daran gehindert wird, in Europa herumzulaufen und die europäischen Länder zu beeinflussen, wie er will, wird dies hoffentlich auf seine Politik rückwirken.“

Der Schritt gegen Erdogan basiert auf einem Gesetz von 2014: Demnach kann Schweden eigene Gerichtsverfahren zu Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durchführen und Urteile fällen, egal wo die Verbrechen stattgefunden haben.

Die PKK begann 1984 ihren Aufstand gegen die türkische Regierung und versuchte, Unabhängigkeit für die rund 15 Millionen Kurden der Türkei zu erlangen. Seither starben schätzungsweise 40.000 Menschen, die meisten davon Kurden.

(rf)

http://www.epochtimes.de/politik/europa/erdogan-in-schweden-wegen-voelkermord-angeklagt-haftbefehl-moeglich-a2166038.html

Hagia Sophia wird stufenweise wieder eine Moschee

25. Juni 2017

Hagia Sofia soll Moschee werden (Bild: Sudharsan.Narayanan; Hagia Sofia; CC BY 2.0; siehe Link)

Die Hagia Sophia – noch ein Museum – aber einst die größte Kirche der Christenheit und Reichskirche der Byzantiner, soll wieder – wie nach der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen – in eine Moschee umgewandelt werden. Dieser Plan wird bereits seit 2014 für alle Welt ersichtlich verfolgt. Das zweite Jahr in Folge sendet das staatliche türkische Fernsehen eine Sendung mit Lesungen aus dem Koran aus der Hagia Sofia. Griechenland empfindet dies als „inakzeptable Provokation aller Christen“.

Immer wieder wurde die Forderung – zumeist von Nationalreligiösen in der Türkei gestellt- die einst größte Kirche der Christenheit und Reichskirche der Byzantiner, die Hagia Sofia (Griechisch: Heilige Weisheit) in Istanbul, in eine Moschee umzuwandeln.

Bildergebnis für die Hagia sophia

Bildquelle: https://de.wikipedia.org

Bereits seit 2014 wird das Vorhaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einigem Elan betrieben, um die im Jahr 532 errichtete und fast über tausend Jahre als größtes Gotteshaus der Christenheit geltende Kirche stufenweise wieder in ein moslemisches Gotteshaus umzuwandeln. Geplant und in Teilen bereits umgesetzt: Die christlichen Mosaiken und Fresken in dem als Kirche errichteten byzantinischen Bau sollen nur noch in den Morgenstunden für Touristen zu sehen sein. Vor dem islamischen Mittagsgebet sollten Fresken und Mosaiken dann mit Hilfe einer speziellen Lichttechnik abgedunkelt werden, denn der Anblick von Bildern entwertet das moslemische Gebet.

„Inakzeptable Provokation aller Christen“

Wie WeltOnline berichtet, wurde durch das staatliche türkische Fernsehen TRT-Diyanet am Mittwochabend das zweite Jahr in Folge eine Sendung mit Koranlesungen aus der Hagia Sophia ausgestrahlt. Dies habe enormen Unmut in Griechenland hervorgerufen.

Dort empfindet man die islamische Sendung im, vom Gründer der modernen Türkei, Kemal Atatürk, als Museum umgewandelten Gebäude –  als „inakzeptable Provokation aller Christen“. Die türkische Regierung versuche, das Weltkulturerbe der Hagia Sophia „stufenweise in eine Moschee“ zu verwandeln. Dies geschehe ausgerechnet in einer Zeit, wo der Dialog zwischen den Religionen absolut notwendig sei, so WO.  „Die internationale Gemeinschaft muss reagieren“, hieß es in der Erklärung aus Athen, die Erdogan mutmaßlich nicht einmal ein müdes Lächeln abgerungen haben wird. (BS)

https://www.journalistenwatch.com

EU-Bürger lehnen den EU-Beitritt der Türkei mehrheitlich ab

Und – wen interessieren schon die Bürger; bestenfalls als Bürgen!

R.

 19. Mai 2017

Eine in mehreren EU-Ländern durchgeführte Umfrage zeigt, dass viele Menschen einen Beitritt der Türkei in die EU ablehnen. Erdogan hat diese Karte offenbar verspielt.

Von Michael Steiner

Die Türkei hat unter Führung Recep Tayyip Erdogans in Europa erheblich an Sympathie verloren. Eine von der Europäischen Volkspartei (EVP) in Auftrag gegebene Umfrage in neun großen EU-Staaten zeigt, dass viele Menschen dort einen EU-Beitritt der Türkei ablehnen.

Danach halten 77 Prozent der Befragten eine Klarstellung für wichtig, dass die Türkei nicht der EU beitreten wird. Befragt wurden je 1.000 Bürger in Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Schweden und Spanien. Gefragt wurde, für wie wichtig sie es halten, endgültig festzulegen, „dass Türkei nicht vollwertiges Mitglied der EU wird“.

In Deutschland lag der Anteil derjenigen, die darauf mit „wichtig“ oder „sehr wichtig“ antworteten mit 86 Prozent am höchsten. Dahinter folgten die Niederlande mit 84 Prozent. Am geringsten war der Zuspruch in Spanien mit 60 Prozent.

Mit dazu beigetragen haben dürften unter anderem die Islamisierungspolitik Erdogans, die massiven politischen Säuberungen im Land und der sich abzeichnende Bürgerkrieg im kurdisch dominierten Südosten der Türkei. Auch die ständigen verbalen Ausritte gegenüber diversen europäischen Staaten trugen sicherlich nicht wirklich zu einem positiven Bild bei.

https://www.contra-magazin.com/2017/05/eu-buerger-lehnen-den-eu-beitritt-der-tuerkei-mehrheitlich-ab/

Türkei-Referendum: Verdacht auf bis zu 2,5 Mio. manipulierte Stimmen

Bis zu 2,5 Millionen Stimmen könnten beim Referendum über eine Verfassungsänderung in der Türkei manipuliert worden sein.
 Unterstützer des türkischen Präsidenten Erdogan. Foto: Elif Sogut/Getty Images

Wahlbeobachter sehen das Ergebnis des Verfassungsreferendums in der Türkei weiterhin äußerst kritisch.

Es gebe den Verdacht, dass bis zu 2,5 Millionen Stimmen manipuliert worden seien, sagte die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, im Ö1-Morgenjournal.

Sie war für den Europarat als Wahlbeobachterin beim Referendum in der Türkei. Die Beschwerden hätten ein Ausmaß, das das Wahlergebnis drehen würde, sagte sie.

Auch Kuverts ohne offiziellen Stempel seien zur Wahl zugelassen worden. Die Opposition in der Türkei will das Ergebnis anfechten. (dpa)

http://www.epochtimes.de

Referendum Türkei: Unregelmäßigkeiten an Wahlurnen

Beim Referendum in der Türkei ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen.

Ein Mitglied eines Wahlkomitees hält am 16.04.2017 in Ankara (Türkei) bei der Auszählung einen abgestempelten Stimmzettel in der Hand. (Foto: dpa)

Ein Mitglied eines Wahlkomitees hält am 16.04.2017 in Ankara (Türkei) bei der Auszählung einen abgestempelten Stimmzettel in der Hand. (Foto: dpa)

Der Hohe Wahlausschuss der Türkei (YSK) hat am Sonntag entschieden, dass Wahlstimmen, die an der Hinterseite des Stimmblatts einen Stempel mit dem Wort „Ja“ aufweisen als gültig einzustufen sind, berichtet CNN Turk. Auslöser dieser Entscheidung ist ein Vorfall in der Region Hatay/Reyhanli. Dort wurden zahlreiche Stimmzettel gefunden, die hinten einen Stempel mit dem Wort „Ja“ aufwiesen. Die dortigen Behörden meldeten dies dem YSK und forderten eine Entscheidung. All die betroffenen Stimmzettel werden nun als Ja-Stimmen gewertet, obwohl nicht in der regulären Innenseite, sondern auf der Rückseite gestempelt wurde.

Bei den Türkei-Wahlen gibt es normalerweise keine Ja-Stempel, sondern ausschließlich Stempel mit der Aufschrift „Auswahl“, womit die Wähler entweder auf den Bereich Ja oder Nein des Stimmzettels stempeln können.

Nach der Schließung der Wahllokale die Auszählung des historischen Volksentscheids über die Einführung eines Präsidialsystems begonnen. Im Westen des Landes endete die Abstimmung um 17.00 Uhr (16.00 Uhr MESZ), nachdem die Wahllokale in den östlichen Provinzen bereits eine Stunde zuvor geschlossen hatten. Dort begann umgehend die Auszählung, eine Stunde später wurden auch im Westen die Wahlurnen geöffnet.

Rund 55,3 Millionen Türken hatten bei der Abstimmung über eine umstrittene Verfassungsänderung zur Stärkung der Macht von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Wahl zwischen Hayir (Nein) und Evet (Ja). Es wird mit einer hohen Beteiligung sowie einem knappen Ausgang gerechnet, weshalb das genaue Endergebnis wohl erst nach Auszählung aller Stimmen vorliegen wird.

Die Opposition warnt, dass die Reform Demokratie, Gewaltenteilung und die Unabhängigkeit der Justiz schwächen würde. Die Regierung dagegen verspricht, dass das Präsidialsystem dem Land mehr Stabilität und Sicherheit bringen werde. Der Wahlkampf war von einer starken Mobilisierung beider Lager geprägt, hat aber zugleich das Land polarisiert.

Die Abstimmung selbst verlief weitgehend ohne Zwischenfälle, doch beklagten internationale Wahlbeobachter, dass ihnen wiederholt Zugang zu Wahllokalen verweigert worden sei. Bei einer Schießerei vor einem Wahllokal in einer Schule bei Diyarbakir wurden drei Menschen getötet, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Offenbar handelte es sich aber um einen Familienstreit.

Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen zeichnete sich ein Erfolg des Ja-Lagers ab

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Nach Türkei-Referendum: Recep Tayyip Erdogan will Todesstrafe auf Tagesordnung setzen

Das habe ich gerade bei gmx entdeckt – einen Kommentar erspare ich mir!

Bild zu Recep Tayyip Erdogan

Aktualisiert am 16. April 2017, 22:26 Uhr

Nach dem von ihm reklamierten Sieg beim Verfassungsreferendum will Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei auf die Tagesordnung setzen. Das werde seine „erste Aufgabe“ sein, kündigte Erdogan in Istanbul vor begeisterten Anhängern an.

„Wir haben viel zu tun, wir haben noch viel zu erledigen in diesem Land“, sagte Erdogan. Als er fortfuhr: „So Gott will, wird die erste Aufgabe sein…“ unterbrach ihn die Menge mit: „Todesstrafe, Todesstrafe“.

Wenn er dafür nicht die nötige Unterstützung im Parlament bekomme, „dann machen wir eben auch dazu eine Volksabstimmung“, bekräftigte Erdogan.

Der Staatschef hatte eine Wiedereinführung der Todesstrafe nach dem Putschversuch vom Juli 2016 ins Spiel gebracht. Dafür wäre eine Zweidrittelmehrheit im Parlament nötig.

Eine 60-Prozent-Mehrheit würde ein Referendum ermöglichen. Die EU hat angekündigt, dass der Beitrittsprozess der Türkei beendet würde, sollte dort die Todesstrafe wieder eingeführt werden.

Erdogan: Eine „historische Entscheidung“

Bereits vor dem Auftritt vor der Menge hatte Erdogan das „Ja“-Lager zum Sieger des Referendums erklärt. Das Volk habe eine „historische Entscheidung“ getroffen und der Verfassungsänderung zur Einführung eines Präsidialsystems zugestimmt.

Dieses System würde Erdogan mit deutlich mehr Macht ausstatten. Nach den Reformen wird der Präsident nicht nur Staats-, sondern auch Regierungschef.

Nach inoffiziellen Angaben staatlicher Medien vom späten Sonntagabend lag der „Ja“-Anteil nach Auszählung von 99,45 Prozent der Stimmen bei 51,37 Prozent.© dpa

Bild zu Türkei, Referendum
Türkei-Referendum: „Ja“-Lager um Recep Tayyip Erdogan gewinnt Abstimmung über Verfassungsreform knapp

Das Referendum in der Türkei wurde zum spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Das „Ja“-Lager um Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach frühzeitig von einem Sieg – dieser wurde am späten Abend von der Wahlkommission bestätigt.

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