Der Journalismus als Herrschafts-Instrument

geschrieben am 07/12/2017   http://uncut-news.ch

Die Medien können heute dem Menschen die Möglichkeit umfassender Information und Horizonterweiterung bieten. Dies setzt aber eine wache Haltung voraus, in der er nicht einfach naiv  oder autoritätsgläubig übernimmt, „was schwarz auf weiß geschrieben steht“ oder mit sonorer Stimme von „da oben“ verkündet wird, sondern es selber durchdenkt und auf seine Stimmigkeit überprüft. Eine solche Haltung ist indessen noch nicht weit verbreitet, wie man in den Redaktionen sehr wohl weiß. So sind die Medien außerordentlich wirksame Instrumente der Beeinflussung und Meinungsmache, da die von ihnen verwendeten Begriffe unmittelbar in das Bewusstsein der Menschen eindringen, dieses unbemerkt prägen und so Verhalten und Handeln großer Massen steuern können. Daher haben die modernen Machtstaaten das größte Interesse daran, die Medien direkt oder indirekt in ihren Dienst zu stellen. In Diktaturen versteht sich die mediale staatliche Propaganda von selbst. Dass dies in „Demokratien“ nicht anders ist, nur versteckter stattfindet, dafür müssen die meisten Menschen erst aufwachen.

Macht braucht Medien

Die Macht ist darauf angewiesen, dass sie durchgehend funktioniert, d. h. dass der Wille der Herrschenden, der sich in Gesetze und Verordnungen ergießt, befolgt……

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Talkgast enthüllt inszenierte ZDF-Show

Am 13.11.2017 veröffentlicht

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Die Hamburger Lehrerin Petra Paulsen erregte großes mediales Aufsehen mit ihrem Brief an Angela Merkel zur Flüchtlingskrise und wurde daraufhin zur ZDF-Talkshow „Wie geht’s Deutschland“ eingeladen. Frustriert, nicht verstanden und ohne die Möglichkeit, das zu sagen, was sie wollte, war ihr Fazit nach der Sendung: Die Sorgen und die Wut der Bürger war nicht mehr, als der einkalkulierte Teil einer Show, deren Botschaft von Anfang an feststand: Den Deutschen geht es gut. Manche Dinge könne man vielleicht verbessern, aber wirkliche Probleme gibt es nicht.
Wer Kritik übt, hat eine falsche Sicht der Dinge. Ferner forderte sie in einer öffentlichen Rundmail: „Kein Mensch sollte sich heute in Deutschland hinter einem Nickname verstecken müssen, wenn er persönliche Erfahrungen und belegte Tatsachen berichtet.“ Vorrangig ging es ihr um die Angst vor Terror, Überfremdung und dem gesellschaftlichen Zerfall Deutschlands. Jetzt packt sie bei SchrangTV-Talk aus über die Hintergründe der Sendung. Weitere Informationen zu dem Thema im Artikel: „Skandalsendung: Gestern noch Talk-Gast im ZDF, heute bei Heiko Schrang.“ https://www.macht-steuert-wissen.de/2…

Imad Karim: „Vielleicht wird das mein letztes Video sein“

„Vielleicht wird das mein letztes Video sein! (…) Ich bin als Exilant gekommen und werde als Exilant gehen“, schreibt Imad Karim, dem in der ARD Verbreitung von Fake News vorgeworfen wurde. Jetzt hat er selbst ein Video gemacht – als Gegendarstellung zur ARD-Sendung.

„Vielleicht wird das mein letztes Video sein!“, schreibt der Islamkritiker Imad Karim heute auf seiner Facebookseite. Sein Video soll seine Antwort auf die ARD-Diffamierung seiner Person durch Regisseur Claus Hanischdörfer und Journalist Thomas Reutter sein, wie er selbst schreibt. Hanischdörfer habe in seiner ARD-Reportage „Im Netz der Lügen – Der Kampf gegen Fake News“, gesendet vom SWR, versucht, ihn als Verbreiter von Fake News und als Hater darzustellen, so der Journalist und Filmemacher, der vor über 30 Jahren aus dem Libanon nach Deutschland kam.

Imad Karim schreibt:

„Ich bin der Ansicht, dass er selbst in Bezug auf meine Person Fake News verbreitete. Ich überlasse Ihnen, selbst zu entscheiden, wer Fake News verbreitete, ich oder der Kollege Claus Hanischdörfer selbst.

Schauen Sie sich bitte das Video an und teilen Sie es, sofern Sie der Überzeugung sind, dass das Video teilenswert ist. Ich werde diffamiert, weil ich der Gesinnungsethik von Claus Hanischdörfer und Thomas Reutter eine Absage erteilt habe.“

Karim schreibt weiter:

„Meine persönliche Sicherheit ist seit dem Ausstrahlen der Reportage massiv gefährdet. Das sollte jeder wissen. Die ARD strahlte die Sendung trotz meiner schriftlichen Aufforderung aus, dieses aus sicherheitsrelevanten Gründen nicht zu tun. Ich würde die ARD verklagen, wenn ich die finanziellen Mitteln hätte und vielleicht mache ich das auch.

Deutschland, Heimat meiner Werte, ich bin nur dir und dem deutschen Grundgesetz gegenüber verpflichtet und nicht irgendwelchen Politikern, die kommen und gehen.

Schauen Sie sich bitte das Video an und fragen Sie Ihr Gewissen, ob es richtig ist, einen Demokraten wie mich öffentlich zu diffamieren.

Ich persönlich, bin durch verschiedene Anzeigen und Klagen durch Anwaltskosten ziemlich am Ende. Die ständigen Unterlassungserklärungen, Drohungen und Diffamierungen rauben mir jegliche Kraft aus, vor allem die Kraft, mich um meine Familie und meine Arbeit zu kümmern. Vielleicht ist dieses großartige Land nicht mehr zu retten. Ich für mich weiß, wen ich am 24.09.2017 wählen werde. Aber ob das noch was ändern kann, weiß ich nicht mehr und bald will ich es nicht mehr wissen. Meine Gegner sind viele, weil sie alle noch bis gestern meine Freunde waren!

Dieses Land verliert jeden Tag…….die Freiheit und wer bin ich, um daran etwas ändern zu können. Ich bin als Exilant gekommen und werde als Exilant gehen.

Der Multikuluralismus ist zu einer neuen Religion geworden und ich habe immer alle Religionen verachtet.

Verzeih mir Deutschland, ich wollte mich als „Ausländer“ nicht einmischen und dennoch habe ich mich eingemischt, aus Liebe zu dir, Du großes, liebenswürdiges Land!“

(mcd)

http://www.epochtimes.de/p

„WDR berichtet regierungsnah“ – Dieses Statement kostete Journalistin den Job

WDR-Mikro

„Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten“, sagte die damalige WDR-Journalistin Claudia Zimmermann vor ungefähr anderthalb Jahren im niederländischen Radio. Ihren Job beim WDR verlor sie daraufhin. Durch die aktuelle Studie des Medienforschers Michael Haller fühlt sie sich nun bestätigt.

Kurz nach der Silvesternacht 2016 war die WDR-Mitarbeiterin in der Radiosendung „De Stemming“ von L1 aus den Niederlanden zu Gast. Ihren folgenschweren Kommentar beschreibt Zimmermann im Sputnik-Interview so:

„Ich habe in einer Talkshow in den Niederlanden gesagt, dass wir beim WDR — also es ging da eigentlich um meine Person als Journalistin — eher pro-Regierung hinsichtlich der Flüchtlingskrise berichten. Da ging es konkret um die Silvesternacht in Köln, wo es ja sehr viele Zwischenfälle gab. Als ich dazu befragt wurde, habe ich gesagt, dass wir eher positiv über die Flüchtlingskrise und auch über die Silvesternacht berichten würden.“

Diese zwei Sätze haben dann international, aber vor allem in Deutschland für sehr viele Reaktionen gesorgt. Zimmermann wurde daraufhin zum WDR bestellt und musste ihre Aussage revidieren. Offiziell wurde sie nicht entlassen, bekam aber seitdem laut eigener Aussage keine ordentlichen Aufträge mehr vom WDR. Auch das Archiv ihrer Beiträge für den WDR scheint aus dem Internet verschwunden.

Bis zu ihrem Auftritt im holländischen Radio kaufte der WDR noch acht von zehn Themen, so Zimmermann. Danach lag die Rate bei null. Mit WDR verhandelt sie aktuell über die Modalitäten ihrer tatsächlichen Trennung.

Trotz der gemeinsamen Presseerklärung mit dem WDR war und ist Zimmermann weiterhin der Meinung, dass ihre Feststellung stimme. Durch die Studie des Medienforschers Michael Haller für das Otto-Brenner Institut fühlt sie sich nun bestätigt. Sie erklärt:

„Ich habe natürlich die Berichterstattung zu bestimmten Themen in den Medien immer weiter verfolgt und dann festgestellt, dass sich nichts verändert hat. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, dass das immer schlimmer wird. Als jetzt die Studie herauskam, habe ich gedacht, diese Studie stimmt hundertprozentig mit meinen Erfahrungen und meiner Beobachtung überein.“

Zu ihrer Erkenntnis kam die Journalistin aufgrund von eigenen Erfahrungen. Sie habe Themen vorgeschlagen, die dann nicht eingekauft wurden. Meist waren das kritische Themen zur Flüchtlingsproblematik. Diese wurden dann mit der Begründung: „nein, das können wir so absolut nicht einkaufen, weil das dann Futter für Pegida wäre“ abgelehnt. Zum Thema Flüchtlinge wurden laut Zimmermann kaum kritische Themen eingekauft.  Mit dieser Wahrnehmung scheint sie auch nicht alleine gewesen sein. Sie schildert, wie sich viele Kollegen bei ihr gemeldet haben:

„Nachdem ich das gesagt habe, habe ich auch sehr viele Reaktionen von Kollegen bekommen, die angerufen haben, mit mir persönlich geredet, oder auch E-Mails geschrieben haben und mir gesagt haben, dass ich recht habe.“

Dass es strenge Vorgaben gibt, würde sie jetzt nicht behaupten, aber die Journalistin denkt, dass das System von oben nach unten funktioniere. Eine bestimmte Art der Berichterstattung sei schon erwünscht.

Claudia Zimmermann publiziert nun in den Niederlanden  und setzt sich intensiv mit den illegalen Machenschaften von Online-Brokern auseinander. Dazu hat sie gerade das Buch „Terroristen der Finanzmärkte“ veröffentlicht.

Das komplette Interview mit Claudia Zimmermann zum Anhören:

 https://de.sputniknews.com

Puff-Gutscheine aus dem Elfenbeinturm – Wenn die ARD FakeNews faked

Die Propagandaschau

ard_logoIm Kampf um die Köpfe der Bürger, die ARD und ZDF nicht etwa unvoreingenommen, unparteilich, umfassend und wahrhaftig informieren, wie es eigentlich ihr Auftrag wäre, sondern die sie auf Regierungslinie trimmen wollen, sind das Internet und dort publizierte Fakten und abweichende Meinungen zum Feind geworden, den es zu bekämpfen gilt.

Propaganda – so lautet die Propaganda der Staatssender – macht nur der Feind und der sitzt nicht nur in Sankt Petersburg und Moskau, sondern in Person von AFD und anderen „populistischen“ Gegnern der Massenmigration im eigenen Land. Also hat die ARD einen „Experten“ beauftragt, selber FakeNews zu streuen und dokumentierte ein peinliches „Expertiment“, das selbst nach Ansicht von meedia eine Blamage ist.

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Journalisten packen im Wochenblick-Sonderheft aus: „Warum wir nicht die Wahrheit sagen dürfen“

Im neuen Wochenblick-Sondermagazin packen ehemalige Mainstream-Journalisten aus und verraten, warum Redakteure zu brisanten Fakten und Zusammenhängen schweigen müssen.

Insider aus der Medienbranche haben Mut bewiesen und berichten jetzt über die zum Teil erschreckenden Fakten aus der Welt des Mainstream-Journalismus.

96 Seiten umfasst das neue Hochglanz-Standardwerk des „Wochenblick“ zu den brisanten Verstrickungen und Vertuschungen der Mainstream-Medien, das soeben erschienen ist.

Im Magazin werden Vertuschungen um Ausländerkriminalität und andere brisante Themen umfassend beleuchtet.

Die Beiträge kommen unter anderen von Michael Klonovsky (früher FOCUS), Kurt Guggenbichler (früher OÖ NACHRICHTEN), Wilhelm Holzleitner (früher OÖ RUNDSCHAU), Elsa Mittmannsgruber (früher KRONE), Kornelia Kirchweger (früher APA). Mit Gastbeiträgen u.a. Andreas Hauer (Vorstand des Instituts für Verwaltungsrecht an der Universität Linz).

Was sagt Journalist und Publizist Michael Klonovsky?

Der Journalist und Publizist Michael Klonovsky gehört zu den unbequemen Intellektuellen in Deutschland. Klonovsky arbeitete von 1992 bis 2016 bei „Focus“ u.a. als „Chef vom Dienst“ und als Debattenressort-Leiter.

Der gelernte Maurer wuchs in der DDR auf. Zensur und Maulkorb-Journalismus lernte er – anders als westdeutsche Kollegen – auf bedrängend offensichtliche Art kennen, schreibt der „Wochenblick“. Inzwischen berät Klonovsky die AfD.

Klonovsky wirft den Mainstreammedien vor, sie hätten eine „Lückenpresse“ entwickelt. „Jeder Journalist weiß, für welche Themen er ein Bienchen seiner Chefs bekommt und anerkennende Worte seiner Kollegen erntet, und von welchem Thema er besser die Finger lässt“, so Klonovsky im Interview mit dem „Wochenblick“.

Dass Medien täglich „lückenhaft“ berichten – und zwar gezielt – das steht für ihn außer Frage. Jeder wisse, dass der „teuflische Herr Trump“ einen Grenzzaun zu Mexiko bauen will. Kaum einer wisse aber, dass unter der Regentschaft des „edlen Herrn Obama“ die Grenzsicherung zu Mexiko vorangetrieben wurde. Und niemand wisse, dass Mexiko Grenzbefestigungen zu Guatemala errichtet, um illegale Migranten aufzuhalten, meint der Journalist.

Selbst wenn es um brennende Asylheime gehe, gebe es eine differenzierte Berichterstattung: „Ist das Feuer von den Bewohnern selber verursacht worden, fährt man die Sache klein, achtet darauf, ja keine falschen Anschuldigungen zu machen und so fort. Ist das Feuer von außen gelegt worden, darf die Propagandaorgel losdröhnen, können ganze Kleinstädte und „gesellschaftliche Mitten“ unter Verdacht gestellt werden“, so sein vernichtendes Urteil.

Das Sondermagazin kostet 7 Euro und kann online bestellt werden.

http://www.epochtimes.de

Lügenpresse: Die Lust am eigenen Untergang

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Bildquelle: http://www.news4teachers.de/

 

Mainstreammedien = “Diktierte Weltanschauungen“ oder

Abneigung gegen eine vorurteilsfreie Bilanz unserer Zustände

16.06.2017

Einseitigkeit, Regierungsnähe, Russlandhetze, Trump-Bashing, CO2-Wahn, gezielte Falschmeldungen, Nachrichtenunterdrückung sind angeblich nicht der Grund für den dramatischen Auflagenschwund der Presse. Vize-Chefredakteur der B.Z.: „Die Menschen rauchen weniger und gehen deshalb nicht mehr so oft zum Kiosk.“

Via Die Kieker

Der durchschnittliche deutsche Lügen- oder Lückenpresseredakteur dürfte nicht wissen, wer oder was „Svenska Cellulosa“ ist. Dabei hat dieses schwedische Unternehmen sehr viel mit seinem Produkt zu tun, ja es ist sogar für die Zeitungsherstellung unentbehrlich. „Svenska Cellulosa“ ist nämlich der größte Hersteller von Zeitungspapier in Europa. Und in diesem Segment gehen die Geschäfte des sonst erfolgreichen schwedischen Konzerns („Tempo“-Taschentücher) ziemlich schlecht.

Das Unternehmen meldete in seiner kürzlich vorgestellten Bilanz für 2016, dass die Auslieferung von Zeitungspapier um elf Prozent zurückgegangen sei. Da die Umfänge der Zeitungen schon vor Jahren auf Minimum geschrumpft sind, kann man getrost davon ausgehen, dass die Daten von „Svenska Cellulosa“ zeigen, dass es massive Auflagenverluste in Deutschland und Europa gibt.

Nachdem wir uns schon mit dem nationalen deutschen Zeitungsmarkt und seinem erfreulichen Schrumpfen befasst hatten, soll hier ein Blick auf die Entwicklung der Regionalpresse und besonders auf den einst heiß umkämpften Zeitungsmarkt der Hauptstadt Berlin geworfen werden. Hier „kämpft“ nur noch der Tagesspiegel, der angeblich bei der Auflage zugelegt haben will.

Grund sind die in den Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Verbreitung von Werbeträgern (ivw) enthaltenen elektronischen Abonnements (ePaper), bei denen es beim Tagesspiegel (und nur bei ihm) zu einer ungewöhnlichen Häufung kam. So berichtet meedia.de, die Zahl der E-Abos habe im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum ersten Quartal 2016 von 8.457 auf 15.488 zugelegt.

Das wäre fast eine Verdopplung. Solche Zuwachsraten sind in der Zeitungsbranche höchst ungewöhnlich, und ihnen sollte mit dem gebotenen Misstrauen begegnet werden. Der Verdacht der Auflagenmanipulation liegt nahe.

Also insgesamt will der Tagesspiegel damit als einzige Zeitung in Berlin zugelegt haben (wir nehmen nur Abonnements und Einzelverkauf und vergleichen erstes Quartal 2017 mit dem Vorjahresquartal) – und zwar um 984 (plus 1,1 Prozent) auf 92.874 Exemplare. Alle anderen kennen nur Verluste, vor allem die zu Springer gehörende B.Z., die um 12,5 Prozent oder 11.618 Stück auf 81.607 Exemplare fällt.

Für den Auflagenschwund lieferte der Vize-Chefredakteur der B.Z., Jorin Verges, auf einem Zeitungskrisengipfel beim Regierenden Bürgermeister Müller (SPD) eine so dämliche Erklärung, für die er von Axel Springer sofort gefeuert worden wäre: „Die Menschen rauchen weniger und gehen deshalb nicht mehr so oft zum Kiosk.“

Dieser geistige Dünnbrettbohrer wird nie begreifen, dass es die von seiner Redaktion gelieferten links-grün-gender-versifften Inhalte sind, die die Leser in Scharen vertreiben.

Nachdem schon die Bild-Zeitung 10,7 Prozent minus melden musste, sieht es bei Springer düster aus – so düster, dass der Verlag seine Beteiligung am Portal hamburg.de zum Verkauf stellt und es Branchengerüchte gibt, auch das Portal „kaufda“ solle verkauft werden. Hinzu kommen Meldungen über den geplanten Verkauf von noch vorhandenen Immobilien wie dem an das Springer-Hochhaus angrenzende Bürogebäude (in dem sich dpa befindet) und den Verkauf eines noch nicht einmal fertig gestellten Objekts.

An der ziemlich verschwurbelten Springer-Pressemitteilung über den angeblichen „guten Start“ ins Jahr 2017 (Springer-Chef Mathias Döpfner) und angeblich besonderen Erfolgen wie dem Portal „business insider“ fällt nur auf, dass detaillierte Angaben zum Print-Bereich fehlen. Es heißt nur, die neuen Digital-Angebote konnten „die marktbedingt rückläufige Entwicklung des Printgeschäfts überkompensieren“. Wer’s glaubt…

Ein Blick auf das Portal business insider reicht aus, um festzustellen, dass es fast anzeigenfrei ist. Wie man mit diesem Billig-Abklatsch der Huffington Post noch Geld verdienen will, bleibt Döpfners Geheimnis.

Harte Zahlen kommen dagegen von der Funke-Gruppe, deren von Springer erworbene „Berliner Morgenpost“ um wunderschöne 10,8 Prozent absackt – auf nur noch 58.061 Exemplare (7.065 minus). Die Morgenpost ist jetzt die kleinste aller Berliner Zeitungen. Deren Chefredakteur Carsten Erdmann sieht die Berliner Zeitungen in einer „Konsolidierungsphase“. Angesichts der Zahlen muss Erdmann unter einer stark ausgeprägten Rechenschwäche leiden.

Den größeren Blättern geht es aber auch nicht besser als der Morgenpost. Berliner Zeitung verliert 6,1 Prozent (-4.917) auf 76.273 und der Berliner Kurier 9,7 Prozent (-6.538) auf 60.661 Stück.

Erfreulich ist die Lage auch bei den Blättern in den neuen Bundesländern, deren Verluste sich ausweiten. Sie verlieren allesamt über vier Prozent, etwa die Sächsische Zeitung mit minus 4,5 Prozent (jetzt noch 207.044). Bei den drei brandenburgischen Titeln geht es jeweils rund fünf Prozent runter, und auch in Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg sieht man Verluste in ähnlicher Größenordnung, wobei die Hamburger Morgenpost mit einem Minus von 10,89 Prozent (noch 49.032 Stück) ihrem Ende entgegentaumelt.

Überhaupt haben die Boulevardblätter ziemlich fertig. In Nordrhein-Westfalen sackt der Kölner Express um 12,4 Prozent ab (100.137), in München verliert die tz zwölf Prozent (99.669 Stück). Immer häufiger sieht man bei den durchgängig roten Zahlen der Regionalblätter eine 4 vor dem Komma; das heißt, das Verlusttempo beschleunigt sich.

Mögen Lügenpresseredakteure „Svenska Cellulosa“ (den Zeitungspapierhersteller)  nicht kennen, den Aldi kennen sie bestimmt oder werden ihn kennenlernen, sobald es statt Gehalt vom Verlag Hartz 4 geben wird.

In der Unternehmenszentrale von Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr haben sie inzwischen gemerkt, dass Printwerbung nicht mehr viel bringt. Der Werbekuchen von Aldi Süd für Zeitungen, der 2013 noch bei 61 Millionen Euro gelegen haben soll, soll im vergangenen Jahr 2016 noch 19 Millionen Euro betragen haben. Abonnenten und Werbekunden sind gemeinsam auf der Flucht vor den Zeitungsverlagen – das muss man erst mal schaffen.

Vor diesem Hintergrund sagte Lorenz Maroldt, der Chefredakteur des Berliner Tagesspiegel auf dem Zeitungskrisengipfel: „Es hat noch nie so viel Spaß gemacht, Journalist zu sein.“ Das ist die sprichwörtliche Lust am Untergang.

spoekenkiekerei.wordpress.com

http://www.mmnews.de/index.php/politik/117260-presse-lust-