US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders: Krieg gegen Iran würde „auf Lüge basieren“

US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders: Krieg gegen Iran würde "auf Lüge basieren"

Der US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders, Iowa, USA, 9. März 2019.

Der Demokrat Bernie Sanders geht erneut ins Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur. Er warnte angesichts der Spannungen und einer drohenden Eskalation zwischen den USA und dem Iran, ein Krieg würde „auf Lügen basieren“, und zog Vergleiche zu Vietnam und zum Irak.

In einem Interview wurde Bernie Sanders den MSNBC-Nachrichten gefragt, was er hinsichtlich der Spannungen mit dem Iran und der Vorwürfe von Tankerangriffen unternehmen würde. Er antwortete, wäre er derzeit Präsident der Vereinigten Staaten,

Erstens ist eine objektive Ermittlung im Bezug auf diese Vorkommnisse absolut notwendig. Die Zerstörung, die Bombardierung oder der Angriff auf Öltanker im Golf ist nicht akzeptabel, und dem muss nachgegangen werden.

Der japanische Besitzer eines der angegriffenen Öltanker im Golf von Oman, so Sanders, stimme mit Trumps Urteil, es seien die Iraner gewesen, nicht überein:

Aber das ist der Hauptpunkt, den ich sagen will: Wenn man sich die jüngste Geschichte dieses Landes betrachtet, versteht man, dass die zwei schlimmsten außenpolitischen Desaster auf Lügen aus dem Weißen Haus basierten.

US-Senator Bernie Sanders, Capitol Hill, Washington, USA, 30. Januar 2019.

Eine davon sei die militärische Invasion in Vietnam gewesen. Dadurch kamen „59.000 mutige, junge Männer“ nicht mehr nach Hause zurück. Zehntausend weitere starben, so Sanders, viele nahmen sich das Leben oder wurden drogensüchtig:

Dieser (Krieg) basierte auf einer Lüge.

Die zweite Lüge sei der Krieg im Irak unter der damaligen Bush-Regierung gewesen. Damals hieß es, Saddam Hussein sei im Besitz von Massenvernichtungswaffen. Allein diese Behauptung rechtfertigte für die Bush-Regierung einen Krieg gegen den Irak:

Wenn wir in den Krieg gegen den Iran ziehen, wird dies ein asymmetrischer Krieg, der weiter und weiter ohne Ende sein wird (…).

Der damalige Krieg gegen den Irak sähe im Vergleich zum Iran heute aus wie ein Kinderspiel. Die Antagonisten – wie „die brutale Diktatur“ Saudi-Arabien – müssten mit dem Iran vielmehr durch die Hilfe der Vereinigten Staaten an einen Tisch gebracht werden. Die USA sollten ihre Macht für eine „diplomatische Lösung“ nutzen.

„Trump gefährlichster Präsident der US-Geschichte“ – Bernie Sanders beginnt Wahlkampf

Merkel befindet Angriff mit über 100 Raketen als »angemessen«

Noch immer fehlen Belege und Beweise für einen Giftgasangriff

Die Heißmacher der westlichen Welt, insbesondere Macron und May, drängen in Syrien auf einen Raketenangriff. Trump gibt Macrons Drängen nach, über 100 Rakten schlagen in Syrien ein – und Merkel findet das »angemessen«.

Quelle: theguardian.com / frei verfügbar
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Es gibt nach wie vor weder Belege noch Beweise, dass in Ost-Ghouta ein Giftgasangriff durchgeführt wurde. Ein solcher Angriff wäre aus der Sicht der Regierungstruppen Assads zu dem angeblichen Zeitpunkt auch relativ sinnfrei gewesen, schließlich standen sie ohnehin unmittelbar vor der Befreiung der gesamten Region von den Soldaten des Terrornetzwerks IS/DAESH respektive ihrem regionalen Ableger. In der Zwischenzeit ist Duma, die bis vor wenigen Tagen letzte von den Islamisten gehaltene Stadt in der Region, ebenfalls wieder komplett in der Hand der Regierungstruppen. In Ost-Ghouta gibt es nur noch einzelne, versprengte IS-Einheiten, die zügigst das Weite suchen. Für Assad ist das ein klarer Sieg auf allen Ebenen.

Doch einige westliche Politiker, vorneweg Theresa May und Emmanuel Macron, heizen die Kriegstreiberei gegen Assad und seine Schutzmacht Russland nach wie vor an. In einem aktuellen Bericht der »Welt« gibt Macron offen zu, dass er persönlich den US-Präsidenten Donald Trump letztlich zu dem Raketenangriff überredet habe. Trump selbst hatte sich in den letzten Tagen eher etwas reserviert gegenüber einem Militäreinsatz geäußert und Gespräche mit Putin zur Lösung des Syrien-Konflikts bevorzugt zu haben. Aktuell aber scheint es, dass insbesondere Macron großes Interesse an einer Verschärfung der internationalen Krise habe. Das ist wenig verwunderlich; innenpolitisch wird er ja gerade von allen Seiten angezählt.

Und was macht Merkel? Sie stärkt ihrem kleinen Emmanuel den Rücken und bezeichnet den Angriff von über 100 Rakten auf Syrien als »angemessen«. Angemessen für einen nicht bewiesenen und lediglich auf Behauptungen, Verdächtigungen und Vermutungen basierenden vermeintlichen Angriff.

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    Gravatar: Gerd Müller

    Gerd Müller Diese Frau führt uns in eine ganz, ganz ungewisse, aber mit Sicherheit katastrophale Zukunft !!

    Wen ihr ständiges Geschwafel von Rechtsstaatlichkeit, Völkerrecht und Menschenrechten ernstgemeint wäre, hätte sie sich im Namen des Deutschen Volkes von diesem völkerrechtswidrigen Überfall auf einen souveränen Staat, der nur aufgrund bisher immer noch nicht bestätigter Behauptungen eines Franzosen und dem Druck einer fremden Regierung (USA) erfolgte, distanzieren müssen !
    Glaubt diese Frau etwa, das Volk stünde hinter ihr , oder ist der dies völlig wurscht???

    Gravatar: Dirk S

    Dirk S Zitat:“bezeichnet den Angriff von über 100 Rakten auf Syrien als »angemessen«“

    Klar, denn die abgeschossenen Raketen müssen ja ersetzt werden und da oftmals große Teile der Steuerungssysteme in DE produziert werden, freut sich der deutsche Fiskus. Was tut man nicht alles, für die Erhöhung der Steuereinnahmen.

    Steuerfreie Grüße,

    Dirk S

    http://www.freiewelt.net/

    Unsichtbare Explosion(en) und Widersprüche beim „Terror“ in Manchester!

    Trolls_of Vienna

    Veröffentlicht am 23.05.2017

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    In Manchester hat sich Merkwürdiges zugetragen. Keine 24 Stunden nach dem Anschlag, haben wir so viele Widersprüche zur offiziellen Version, dass wir nun einen genaueren Blick wagen werden! Die Selbstmordattentäter Version halte ich mittlerweile für Verschwörungstheorie!

    „Ich habe mir jetzt zehn englisch-amerikanische Manchester-Hoax-Dokus reingezogen, die man allesamt in die Tonne kloppen kann. Olivers arbeit ist die einzige gute, so far.“ – Wolfgang Eggert

    LG Oliver Zumann

    „Kontrollierte Explosion“ Polizeimeldung: https://twitter.com/gmpolice/status/8…

    Empfehlenswerte Analyse von Oliver Janich: https://www.youtube.com/watch?v=4Za9z…

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    Unter falscher Flagge? Der „syrische Terrorist“ vom Bundeswehr-Bataillon 291

     Bildergebnis für unter falscher flagge syrischer terrorist bataillon 291 bilder

    Bildquelle: Anonymousnews

    Die in der letzten Woche erfolgte Festnahme eines Oberleutnants der Bundeswehr, der mit erheblichem Aufwand eine Scheinidentität als vermeintlich syrischer Asylbewerber aufgebaut und dann eine Pistole auf einem Flughafen versteckt hatte, wirft zahlreiche Fragen auf. Was sonst gern als „Verschwörungstheorie“ abgetan wird, inszenierter Terrorismus für verdeckte politische Ziele, steht nun offen als Verdacht im Raum – und das auf der ganz großen Medienbühne von der Tagesschau bis zur Süddeutschen Zeitung. Selbst die BILD berichtete zwei Tage in Folge auf der Titelseite. Von Paul Schreyer.

    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Zunächst eine kurze Zusammenstellung der bislang bekanntgewordenen Fakten zum Fall. Der aus Offenbach stammende Oberleutnant Franco A. lässt sich Ende 2015 in Bayern als syrischer Flüchtling registrieren. Ihm wird eine Unterkunft zugewiesen, die er auch sporadisch besucht, um die Post abzuholen und die neue Scheinidentität aufrechtzuerhalten. Tatsächlich arbeitet er ab 2016 im Jägerbataillon 291 der Bundeswehr, wo er auf einer Stabstelle „internationale Übungen und Manöver plant“, wie der Spiegel berichtet.

    Im Dezember 2016 wird er offiziell als Flüchtling anerkannt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gewährt ihm „subsidiären Schutz“, was eine zunächst einjährige Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitserlaubnis beinhaltet. Einen Monat später, im Januar 2017, besucht Franco A. den „Ball der Offiziere“ in der Wiener Hofburg, ein großes gesellschaftliches Ereignis, das vom Österreichischen Bundesheer alljährlich organisiert wird.

    Der Ball ist laut Auskunft der Veranstalter „ein Treffpunkt nicht nur der Offiziere des Österreichischen Bundesheeres und der Wiener Gesellschaft, sondern auch europäischer Politik und Wirtschaft. (…) Aufgrund der immer stärker werdenden internationalen Zusammenarbeit mit ausländischen Armeen finden sich auch immer häufiger Offiziere aus diesen Ländern als Ballbesucher ein“. Sponsoren des Balls sind unter anderem die großen internationalen Rüstungskonzerne Krauss-Maffei Wegmann, BAE Systems und General Dynamics.

    Nach dem Besuch des Balls und unmittelbar vor seinem Rückflug nach Deutschland versteckt der Oberleutnant eine Pistole auf der Toilette des Wiener Flughafens. Diese Waffe wird einige Tage später von Wartungspersonal entdeckt. Die alarmierte österreichische Polizei stellt daraufhin eine Falle und nimmt Franco A. fest, als dieser am 3. Februar die Pistole wieder aus dem Versteck holen will. Die Fingerabdrücke auf der Waffe führen die Behörden dann zum registrierten „syrischen Flüchtling“, der Doppelidentität des Oberleutnants. Der Offizier wird fortan verdeckt observiert, die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt ab Februar, am 26. April wird er schließlich festgenommen. So der Ablauf, soweit bisher bekannt.
    Offenkundig ist, und so vermutet es auch die Staatsanwaltschaft, dass der Oberleutnant einen Terroranschlag plante und diesen dann dem fiktiven „syrischen Flüchtling“ in die Schuhe schieben wollte – die Vorbereitung eines klassischen „Anschlags unter falscher Flagge“ also. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Clemens Binninger von der CDU, sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „Fall in uns bisher unbekannter Dimension“.

    Bitte hier  weiterlesen:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=38102

    Ehemalige Offiziere der US-Geheimdienste an Trump: „Es gab keinen Angriff mit chemischen Waffen“

    12.04.2017 • 13:02 Uhr

    Ehemalige Offiziere der US-Geheimdienste an Trump: "Es gab keinen Angriff mit chemischen Waffen"

    US-Bomben auf Syrien: Russland klärt auf ☛ was westliche Medien nicht zeigen

    uncutnews.ch

    Veröffentlicht am 10.04.2017

    April 2017: Verteidigungsministerium der Russischen Föderation erklärt den Vorgang der US-Bomardierung in Syrien.
    #syrien #assad #giftgas #terror #falseflag #krieg #usa #russland #kriegslüge #kriegsverbrecher #geopolitik #politik
    Quelle: http://bit.ly/2p1xK1L

    Syrien: Chemiewaffenlüge ist politisch und medial inszeniert und dient dem Westen als Kriegsgrund

    So schnell wie der vermeintliche Giftgasangriff auf die Terroristenhochburg Khan Sheikhoun war selten ein Vorfall aufgeklärt. Al-Kaida-nahe Quellen wussten bereits Stunden vor der Attacke, dass es in der Gegend einen C-Waffen-Angriff geben würde. In sozialen Netzwerken kündigten „prowestliche Rebellen“ das Ereignis und die darauf folgende breit angelegte Medienkampagne des Westens sogar im Voraus an.

    von Zlatko Percinic

    Um 6:30 Uhr Ortszeit am Dienstagmorgen des 4. April 2017 flog die syrische Luftwaffe mit einer Su-22 einen Angriff auf eine Raketenproduktionsstätte in der Ortschaft Khan Sheikhoun in der Idlib-Provinz, die unter der Kontrolle der Terrormiliz Jabhat al-Nusra steht. Um die Mittagszeit Mitteleuropäischer Zeit begannen die ersten Nachrichtensender und Radiosendungen von einem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien zu sprechen, zu diesem Zeitpunkt noch mit der Bemerkung, dass „die einzige Quelle die Syrische Observation für Menschenrechte ist, deren Behauptungen aber mit Vorsicht zu genießen sind“.

    Im Verlauf des Nachmittags änderte sich die Sprache der Berichterstattung zu diesem Vorfall: Aus einer neutral gehaltenen Information wurde eine bestimmende Anklage gegen die Regierung von Präsident Bashar al-Assad und sogar gegen Russland und den Iran selbst.

    Nur wenige Stunden nach dem Luftangriff in Khan Sheikhoun bezichtigte die EU-Außenpolitikbeauftragte Federica Mogherini Präsident Assad, „Hauptverantwortlicher“ zu sein, weil die Regierung die Verantwortung dafür trägt, das Volk zu beschützen und nicht anzugreifen. Einen Tag später eröffnete sie in Brüssel die Syrien-Konferenz, wo sie vor den anwesenden arabischen Außenministern und Prinzen erklärte, dass die EU alles täte, um den Menschen in Syrien zu helfen und um mit der Verteilung humanitärer Hilfsgüter zu beginnen.

    Rückzugsort für Terrororganisation war legitimes Ziel

    Kein Wort davon, dass Russland bisher als einziges Land hunderte Tonnen von Hilfsgütern in Syrien verteilte, und zwar einen ohne einen Unterschied zu machen, ob es sich um so genannte Rebellengebiete oder unter der Kontrolle der Regierung stehende Gebiete handelte.

    Nun gibt es vielleicht eine wichtige Hintergrundinformation zum Ort des Geschehens. Khan Sheikhoun ist nicht nur irgendeine Ortschaft in der von Terrormilizen kontrollierten Provinz Idlib, sondern es ist einer der extremsten Plätze in der Provinz, wo der Al-Qaida-Ableger Jabhat al-Nusra sein Unwesen treibt. Im Februar war Idlib Schauplatz von äußerst blutigen Gefechten zwischen Jabhat al-Nusra und Liwa al-Aqsa, wobei Letztere rund 200 Kämpfer von Jabhat al-Nusra massakriert und sich danach dem sogenannten Islamischen Staat weiter im Osten angeschlossen hat.

    Laut der UN-Resolution 2254 vom 18. Dezember 2015 ist es das ausdrückliche Ziel des UN-Sicherheitsrates, die „Rückzugsorte von ISIS, der Al-Nusra Front und allen anderen Individuen, Gruppen, Unternehmen und Entitäten, die mit Al-Qaida oder ISIS assoziiert sind, auszumerzen“. Khan Sheikhoun ist exakt so ein Rückzugsort und deshalb ein absolut legitimes Ziel der syrischen Luftwaffe und deren Verbündeter.

    Was selbstverständlich nicht akzeptabel wäre, wäre der Einsatz von chemischen Waffen, wie es jetzt die westlichen Medien und Regierungen behaupten. Dass es bei dem Luftschlag zu Todesopfern kam, wird vermutlich niemand bestreiten. Dass aber die westlichen Regierungen nun Krokodiltränen vergießen, weil es dabei auch Kinder und Frauen unter den Todesopfern gab, ist mehr als nur heuchlerisch und zynisch. Als sich im Oktober 2014 zwei Dschihadisten vor einer Schule in Homs in die Luft sprengten und mit sich mindestens 41 Kinder in den Tod rissen, gab es keinerlei Aufregungen in den Hauptstädten der Europäischen Union und der USA. Ebenso wenig wie bei den hunderten Todesopfern von Mossul, die den Luftschlägen der USA und der irakischen Luftwaffe zum Opfer fielen.

    Dass der Angriff als solcher jedoch mit chemischen Waffen ausgeführt worden sein soll, darf mehr als bezweifelt werden. Es gab für die syrische Armee überhaupt keinen Grund, so etwas auch nur in Betracht zu ziehen. Die syrischen Truppen sind an fast allen Fronten auf dem Vormarsch, mit bedeutenden Gebietsgewinnen in den letzten Monaten. Natürlich steht auch die Provinz Idlib ganz weit oben auf der Liste. An jenem Dienstagmorgen befand sich die Armee nur noch acht Kilometer von Khan Sheikhoun entfernt.

    Al-Nusra wollte schon 2013 Sarin aus der Türkei

    Und erst vergangene Woche erklärte Washington, der Sturz von Präsident Bashar al-Assad „gehört nicht mehr zu den Prioritäten der USA“, woraufhin sich massiver Protest aus der Ecke der neokonservativen Kriegstreiber regte. Wozu sollte also Assad oder irgendein syrischer Kommandeur zu Chemiewaffen greifen, wohlwissend, dass das umgehend all die unter hohem Blutzoll erreichten Errungenschaften der letzten Jahre in Gefahr bringen würde? Viel wahrscheinlicher ist, sofern überhaupt irgendeine Art von chemischem Kampfmittel involviert war, dass das bombardierte Ziel solches Gas eingelagert hatte und infolge des Angriffs freigesetzt wurde. Diese Frage, ob denn eventuell das Gas in diesen Hallen bereits vorhanden war, wurde während der ganzen absichtlich geschürten Krise nicht ein einziges Mal von den sogenannten etablierten Medien gestellt.

    Hätten sie sich diese Frage gestellt, wäre ihnen womöglich aufgefallen, dass Jabhat al-Nusra bereits seit mindestens 2013 nachweislich im Besitz von Saringas ist. Der türkischen Polizei ist im September 2013 eine Al-Nusra-Zelle in Adana ins Netz gegangen, die das Gas aus Libyen eingeschmuggelt hat und weiter nach Syrien bringen wollte. Die von der Erdogan-Regierung geschlossene Zeitung Today’s Zaman zitierte sogar türkische Oppositionspolitiker, die die Regierung in Ankara beschuldigten, den Geheimdienst MIT zur Beschaffung dieses Saringases genutzt zu haben. Auch Carla Del Ponte, die UN-Chefermittlerin für Syrien, bestätigte im Jahr 2013, dass die so genannten Rebellen Saringas benutzt haben.

    (Ex-)Doktor Seltsam oder wie er lernte, die Bombe zu lieben

    Berücksichtigt man dann noch die Quelle des gesamten Dramas, den berüchtigten „Doktor“ Shajul Islam, der über Twitter meldete, dass „unser Krankenhaus sich vom heutigen Saringas-Angriff füllt“, aber für Videokonferenzen und Twitter ganz offensichtlich genügend Zeit hatte, sollten spätestens hier bei allen die Alarmglocken läuten. Der Doktortitel wurde Shajul Islam, einem Briten, im Jahr 2012 aberkannt, nachdem er von zwei Zeugen als Teilnehmer einer Al-Kaida-Entführung identifiziert wurde. Zwar bestritt Islam diesen Vorwurf stets, dennoch konnte er seine Unschuld nie wirklich reinwaschen oder den Makel eines Al-Kaida-Anhängers abstreifen. Und das bald Absurdeste von allem war der Fehler von Feras Karam, eines Reporters des den so genannten Rebellen nahestehenden Orient TV.

    Am 3. April um 17:06 Uhr nach der Twitter Zeitzone (Los Angeles GMT-7), oder aber – was nicht weniger schlimm wäre – angepasster Zeitzone in Syrien, twitterte Feras Karam über die „Medienkampagne, die morgen beginnen wird, um die Luftangriffe auf die Gegend von Hama inklusive dem Einsatz von CW [Chemiewaffen; Anm. d. Red.] zu dokumentieren“. Selbst wenn es die kalifornische Zeitzone gewesen wäre, wäre es erst 3:06 in der Nacht zum 4. April gewesen. Also immer noch rund dreieinhalb Stunden vor dem tatsächlichen Angriff der syrischen Luftwaffe. Das heißt also, Orient TV wusste, was man aufnehmen wollte, nämlich einen Luftangriff unter Einsatz von Chemiewaffen. Woher aber wussten Feras Karam und Orient TV davon?

    Erstaunlich ist auch die Reaktion in den sozialen Netzwerken. Wie auf Knopfdruck erschienen hunderte, wenn nicht sogar tausende absolut identische Meldungen, was tatsächlich auf eine gut vorbereitete Medienkampagne schließen lässt.

    Meister Julian schreit nach dem Moral Bombing

    Unerklärlich auch dieses Bild, das die Oscar-gekrönten Weißhelme zeigt, wie sie auf der Ladefläche eines LKWs und einem Berg von Leichen dieses vermeintlichen Giftgasangriffes stehen, und dabei noch das V-Zeichen machen können. Selbst in einem Krieg, der Abertausende Todesopfer gefordert hat, steht man nicht einfach so abgebrüht auf Leichen und präsentiert das Siegeszeichen.

    Während es letzte Woche noch aus Washington hieß, dass das Schicksal von Assad „vom syrischen Volk entschieden werden muss“, tönt es nach diesem 4. April nun ganz anders. Plötzlich erinnert man sich wieder an rote Linien, die von Vorgänger Barack Obama gezogen und nicht umgesetzt wurden, und die man nun gegebenenfalls auch im Alleingang durchsetzen möchte.


    Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, nahm denn auch die allem Anschein nach in Mode gekommene Theateraufführung in die Hand, indem sie nicht etwa Beweise für ihre Anschuldigungen präsentierte, sondern wie schon ihr Vorgänger Colin Powell oder der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lediglich nichts aussagende, aber emotionalisierende Bilder zeigte.

    Es geht nur darum, Emotionen und ein Klima des dringenden Handlungsbedarfs zu erzeugen. Weder die CIA noch die Kriegstreiber in den USA – und von den arabischen Ölscheichen gar nicht erst zu sprechen – waren mit dem vermeintlichen Kurswechsel mit Donald Trump an der Spitze einverstanden. Für sie stand ein Regime Change in Damaskus nie außer Frage, auch nicht nach der Ankündigung von vergangener Woche.

    Interessanterweise gab auch Deutschland dieses Ziel offensichtlich nicht auf: So stellte der neue Bundesaußenminister Sigmar Gabriel weitere 1,169 Milliarden Euro für die Opfer des vermeintlichen Bürgerkrieges in Aussicht, doch dürfe dieses Geld nicht für den Wiederaufbau von Syrien verwendet werden, solange es keinen Regimewechsel gebe.

    Diese ganze künstliche internationale Krise deutet also viel mehr darauf hin, dass diese als Sprungbrett für weitere Eingriffe von außen in den syrischen Krieg benutzt werden soll. Jedenfalls, wenn es nach dem Skript des BILD-Propagandisten Julian Röpcke gehen würde.

    http://www.anonymousnews.ru