Die vergessene Vorgeschichte Australiens: Die Pyramiden-Anlage Gympie (Videos)

Die Stadt Gympie, nördlich von Brisbain nahe Tin Can Bay im Südosten der Provinz Queensland gelegen, ist in fast jeder Hinsicht eine typische ost-australische Kleinstadt. Der Bergbau gehört auch heute noch zu den wichtigen Wirtschaftsfaktoren in der Gemeinde, deren europäisch-stämmige Gründer sich ab 1830 in der Gegend niederließen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Gympie nach ersten Funden einen regelrechten Goldrausch und zog Glücksritter aus allen Himmelsrichtungen magnetisch an. Nachdem die Oberflächenvorkommen des Edelmetalls jedoch nach einigen Jahren ausgebeutet waren, kehrten wieder Ruhe und Beschaulichkeit in der Stadt ein.

Vermutlich hätte sich seither kaum mehr jemand außerhalb Queenslands für diesen Flecken interessiert, gäbe es dort nicht ein paar ganz und gar ungewöhnliche Relikte, die sich mit alt hergebrachten europäisch-australischen Geschichtsbildern nur schwer vereinbaren lassen.

Das wohl bekannteste dieser Relikte ist – oder vielmehr war – der Serpent-Mound, die so genannte`Gympie-Pyramide´ Dieser Mound war das letzte von mehreren unidentifizierten Bauwerken, deren Überreste dort noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gestanden haben. Außerdem muss es in diesem Areal noch während der europäischen Kolonialisierung steinerne Tierbilder, Obelisken und Statuen wie auf der Osterinsel gegeben haben.

In der Zwischenzeit scheinen sie alle zerstört, entwendet oder versteckt worden zu sein, aber Fotos und Zeichnungen, die einer der ersten weißen Siedler davon gemacht hat, sind bis heute erhalten geblieben.

Etwa fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Gympie liegen, am östlichen Ende eines Sandstein-Kamms, die Reste des annähernd pyramidenförmigen Terassenhügels, der immer wieder für kontroverse Diskussionen gesorgt hat. Orthodoxe Forscher haben die pyramidenähnliche Struktur lange als natürliche Erderhebung bezeichnet, die nach örtlichen Legenden angeblich an einigen Stellen von italienischstämmigen Einwanderern für den Weinbau terrassiert worden sein soll.

Nach anderen Angaben wurde sie bereits von den ersten Weißen, die in die Gegend von Gympie kamen, in dieser Form entdeckt, nachdem die Siedler von ihnen durch Angehörige des heute ausgestorbenen, Kabi sprechenden, Stammes der ‘Leute von Dhamuri’ gehört hatten.

Die Anlage war 100 Fuß (ca. 30m) hoch und bestand aus einer Reihe von Terassen von bis zu vier Fuß Höhe und acht Fuß Breite, die aus Steinklumpen gefertigt, bzw. mit ihnen belegt wurden. Weitere Pyramiden ähnlicher Art und Größe wie in Gympie sollen zudem an anderen Orten der Ostküste, in New South Wales, aber auch in Neuguinea und in Neuseeland stehen. Die topographische Lage der ‘Pyramide’ war für eine Verteidigung gegen Angreifer hervorragend geeignet (Die „vierte Gizeh-Pyramide“ in Abu Roasch – ist sie vor 12.000 Jahren explodiert? (Videos)).

  

Die Struktur beherrschte den Höhenzug und “erlaubt einen weiten und unbehinderten Blick auf das umgebende, flache Terrain. Ihre Hänge sind steil und leicht zu verteidigen. Die ungewöhnlich geformten Felksblöcke auf dem Gipfel könnte man sich recht gut als Brüstung vorstellen. Eine permanente Frisdchwasser-Ressource ist in Form einer Quelle am Südwest-Hang vorhanden, und es gibt reichlich fruchtbares Flachland im Osten und Süden der `Pyramiden´-Basis, das von einem […] Bach bewässert wird.”

Alternative Historiker sehen in ihr – mit guten Gründen – ein vorzeitliches Relikt von hohem Alter (möglicherweise 6000 Jahre oder mehr). Eine noch unbekannte Kultur soll sie errichtet haben. Auch in den australischen Medien sorgten solche Vermutungen immer wieder für Schlagzeilen, sodass die Regierung von Queensland (Archaeological division) sich Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts veranlasst sah, den Archäologen Dr. Michael Moorwood mit einer Untersuchung der Stätte zu beauftragen.

(Eine der Original-Zeichnungen, die im 19. Jh. von der Gympie-Anlage gemacht wurden (Sammlung Brett Green))

Greg Jeffery, der einige Jahre später als unabhängiger Gutachter einen Report erstellte, bemerkt dazu: “Obwohl Moorwood scheinbar eine ganz ordentliche Kurz-Begutachtung der Stätte vornahm, übersah er verschiedene wichtige Charakteristika, was ihn zu dem Schluss veranlasste, die Struktur habe eine landwirtschaftliche Funktion gehabt.

Er stellte fest “Es hat den Anschein, dass die Struktur landwirtschaftliche und gartenbauliche Funktion hatte, was sich aus der Talus-Räumung [orig: “talus clearence”] im südwestlichen Bereich des Kamms ergibt. Der Terassenbau erstreckte SICH NICHT [Hervorhebung durch Jeffery] auf den südöstlichen Hang, der für Ackerbau ungeeignet ist…” (Moorwood 1976). Meine Untersuchungen haben gezeigt, dass es klare Evidenzen für extensiven Terassenbau auf den südöstlichen Hängen gibt, wobei ich völlig mit Moorwood darin übereinstimme, dass diese Hänge für Landwirtschaft ungeeignet sind.”

Offenbar ganz im Sinne seiner Auftraggeber kam Dr. Moorwood ferner zu dem Ergebnis, dass diese Struktur erst nach der Besiedlung der Region durch Europäer entstanden sei (Moorwood, 1976). Einer weiteren Zerstörung des Monuments stand somit nichts mehr im Wege. Der australische Alternativhistoriker Brett Green, Autor von “The Gympie Pyramid Story”, gehört zu den wenigen Forschern, die sich eingehend mit der ‘Zerstörungsgeschichte’ der Anlage beschäftigt haben.

Er berichtet: “Das Vernichtungswerk, dem dieses vermutlich einzigartige Kulturdenkmal zum Opfer fiel, begann um 1885 während des Goldrauschs in der Region. Schon damals wurde ein Großteil der ca. 100 Meter hohen, terrassierten und an ihrer Oberseite abgeflachten Pyramidensektion aus Sandsteinblöcken und Erdaufschüttungen fast völlig demoliert: Die Sandsteinblöcke wurden schlichtweg zum Bau neuer Gebäude in der expandierenden Goldgräberstadt verwendet. Schließlich war es billiger und bequemer, das Baumaterial von dort zu nehmen, als es aus weit von Gympie entfernten Steinbrüchen heranzuschaffen.”

Auch die Gemeindekirche, so verlautete im Ort, sei damals aus Steinen erbaut worden, die von der Pyramide stammten. Das Mauerwerk der Kirche von Gympie besteht jedenfalls – woher auch immer es stammt – nach Beschreibung eines Besuchers der Stadt aus quadratisch gehauenen, sandfarbenen Steinen. Wie Brett Green akribisch recherchiert hat, wurden die Überbleibsel der Anlage im 20. Jahrhundert nach und nach weiter ruiniert: “Fünf Wege führten den >Serpent Mound< hinauf, bis zu einer Art Plattform auf der Oberseite. Dort befand sich der sogenannte >Stonehenge Tempel< aus dreizehn, kreisförmig ausgerichteten, Steinspitzen mit einem Opferaltar in der Mitte. Diese Ruinen wurden in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zerstört, als ein neuer Besitzer die Oberseite des Hügels mit Bulldozern planieren ließ, wobei die alten Steinartefakte zu Schutt zermahlen wurden.

Dies geschah übrigens keineswegs mit böser Absicht. Weder der Besitzer, noch die Bauarbeiter, hatten damals die geringste Ahnung, was sie dort anrichteten. In den 60er Jahren erschien dann ein Amateurarchäologe in der Gegend, der nach einer Untersuchung des Areals die Sensationsmeldung in die Welt hinausposaunte, der Pyramidenhügel sei von den Maya oder Ägyptern erbaut worden. Eine Kammer solle darunter verborgen liegen, in der haufenweise Gympie-Gold zu finden sein müsse. Damit löste er eine regelrechte Massenhysterie aus. In der Folge durchwühlte man das gesamte Gelände, wodurch ein weiterer Großteil der alten Struktur vernichtet wurde. In den 80er Jahren beschloss dann ein neuer Besitzer, oben auf dem Hügel ein Haus zu errichten – und wieder rückten die Bulldozer an. Nun geschah allerdings etwas seltsames:

Plötzlich erkrankten der neue Besitzer und seine Familie, woraufhin sie beschlossen, das neue Gebäude doch lieber am Fuß des Hügels bauen zu lassen. Mit dem Abbruch der Arbeiten auf der Kuppe ließen auch ihre gesundheitlichen Beschwerden plötzlich wieder nach, und angeblich sind sie bis zum heutigen Tag nie wieder krank geworden.”

  

Andere Leute in Gympie wissen von einigen Rindern zu berichten, die in den 30’er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als noch ein Eingang ins Innere der Anlage zugänglich war, hinein-gelaufen seien. Nachdem die Tiere in dem geheimnisvollen Bauwerk verschwunden blieben, rief man die Armee, um die Sache zu untersuchen. Es gibt scheinbar keine offiziellen Berichte zu diesem Vorgang, die der Öffentlichkeit zugänglich wären, jedenfalls versiegelten die Militärs den Eingang nach Beendigung ihrer Ermittlungen gründlich, wenn wir diesen Zeugen glauben dürfen.

In den 50’er Jahren sollen Soldaten dann alle Terrassenbauten, bis auf das heute noch fragmentarisch existierende Exemplar, mit Bulldozern planiert und in die See gebaggert haben. Auch Tunnel unter dem Stadtbereich von Gympie seien mit Dynamit gesprengt worden.

Inzwischen scheint, leider viel zu spät, auch bei einigen australischen Schulwissenschaftlern ein Umdenkungsprozess in Gang gekommen zu sein: Wie die Gympie Historical Society dem Verfasser auf Anfrage mitteilte, gelte es unter Geologen inzwischen als Tatsache, daß einst, noch vor etwa 1000 Jahren, ein uralter Hafen das heutige Gympie mit der Tin Can Bay verbunden habe (Pyramiden von Ägypten: Beweise dafür, dass die Steinblöcke gegossen und nicht abgebaut wurden (Video)).

(Diese seltsamen Tierfiguren aus der Umgebung der Gympie-Anlagen ähnelten Exemplaren aus der Sammlung von Acambaro in Zentralamerika)

Dort sollen, nach alten Überlieferungen der Aborigines, auch die mysteriösen Kulturheroen gelandet sein, die den heiligen Berg (die Pyramide) nahe dieses Hafens errichtet hätten Ein nonkonformistischer Forscher, der die `Gympie-Pyramide´ untersucht hat, ist Rex Gilroy, ein moderner Vertreter des Diffusionismus, der dieser Struktur einen ägyptischen Ursprung zuweist. Gilroy untersuchte auch ein Steinobjekt, das 1966 in der Pferdekoppel des benachbarten Grundstücks von Dal K. Berry entdeckt wurde, der dort in den frühen 1960ern Landwirtschaft betrieb.

Diese Statue hat eine Höhe von annähernd einem Meter. Es scheint sich dabei um einen natürlich entstandenen Steinblock zu handeln, der starke Ähnlichkeit mit dem oberen Bereich eines männlichen Menschentorsos aufweist. Diese Ähnlichkeit wurde durch Gravur eines Gesichts im Kopfbereich noch erhöht. Das Gesicht ist hochgradig stilisiert, und läßt sich, laut Jeffery, bis zu einem gewissen Grad mit Artefakten vergleichen, die man in Melanesien und auch in den Anden gefunden hat.

Die Tatsache, das die Statue ganz in der Nähe der ‘Pyramide’ entdeckt wurde, lässt einen gemeinsamen Ursprung nicht unwahrscheinlich erscheinen. Auch Shaiy Collier von der Gympie Historical Society stellt fest, die Affenfigur sei ganz unzweifelhaft Teil einer weiteren Struktur gewesen. Im Verlauf einer eingehenden Untersuchung des Geländes sei man 1976 – nahe der Fundstelle des Affen – auch auf einen krudes Fundament in Form eines Sandsteinblocks gestoßen, auf dem das Standbild in einem kleinen Schrein gestanden haben könnte.

Trevor Jones, ein Bauarbeiter, der in Gympie lebt, beschäftigt sich mit den Mythen der Aborigines, besonders aber mit regionalen Legenden, die im Zusammenhang mit dieser Örtlichkeit stehen. Nach Jones gehört das Areal zu den bestimmten Gebieten, welche die Eingeborenen aus religiösen Gründen nicht betreten würden. Nach ihrem Glauben gebe es nicht nur ‘heilige Plätze’, sondern auch bestimmte Örtlichkeiten, die wegen der Anwesenheit böser Geister oder anderer Wesenheiten gefährlich und unsicher seien.

(Erhielt Gympie auch Besuch von den Osterinseln oder aus Südamerika? Originalbild einer der zahlreichen verschwundenen Statuen)

Die ‘Pyramide’ falle wahrscheinlich in diese zweite Kategorie. Nach Legenden der ausgestorbenen Aborigines von Dhamuri (so nannte dieses Volk das Land seiner Ahnen) sollen vor Äonen braunhäutige, blauäugige und blondhaarige Wesen mit Delphin-Anhängern vom Stern Kgonnai im Orion gekommen sein und die Pyramiden und Tempelanlagen gebaut haben. “Häufig, berichteten sie, seinen Götter vom Himmel herabgestiegen, die ihnen Unterricht gegeben, Steinbauten errichtet, die Sterne verehrt, und verschiedene Substanzen aus dem Boden geholt hätten. Außerdem hätten sie junge Krieger in ihren >Wolken-schiffen< mitgenommen, wenn sie nach Kgonnai zurückgereist seien.”

Dann aber, vor langer Zeit, seien die Wasser gekommen und hätten alles zerstört. Auch für die Dhamuri-Abkömmlinge seien die Ruinen tabu gewesen. Die Anlage von Gympie könnte nun auch in unserem Kulturkreis bald endgültig zur Legende werden, wenn nicht bald etwas geschieht. Schon vor der Jahrtausendwende gab es nämlich wiederholt Gerüchte über die Abtragung der Reste einer “nonkonformen” Pyramide in Australien, wobei es sich um die letzte verbliebene Gympie-Struktur handeln solle, die angeblich in einer militärischen Zone (!) läge.

Tatsächlich befindet sich das gesamte Gympie-Areal derzeitig in Privatbesitz, und der gegenwärtige Eigentümer soll das Pyramidengelände an der Tin Can Bay Road bereits vor geraumer Zeit weiträumig abgesperrt haben, um die Öffentlichkeit von dort fern zu halten.

  

Von Bewohnern der Stadt hieß es, der Besitzer habe in den vergangenen Jahren schon mehrere Versuche unternommen, die Anlage endgültig zu zerstören, um sie für heimliche Besucher uninteressant zu machen. In der Tat erscheint also größte Besorgnis gerechtfertigt zu sein. Eine Quelle im Internet berichtete – undatiert – von mehreren aktuellen Bulldozereinsätzen auf dem Pyramidengelände.

Womöglich wurden oder werden hier gerade wieder einmal aus Ignoranz und egoistischen Motiven letzte Schlüsselfragmente einer vergessenen Frühkultur unwiederbringlich zerstört, von der uns ohnehin wenig genug Relikte zugänglich sind. Glücklicherweise gibt es im Raum Gympie noch eine Reihe weiterer – wenn auch umstrittener- Indizien für diese vergessene Kultur, die sich nicht mehr einfach “wegbaggern” lassen! Wie erwähnt, wurde 1966 in Gympie auf dem Grundstück von Mr. Dal K. Berry die Statue eines kauernden Affen ausgegraben.

(Stark verwittert und vermutlich von sehr hohem Alter ist der “Affe von Gympie” im Historischen Museum der Stadt, der mit Sicherheit nicht von Aborigines hergestellt wurde, und vielleicht Teil einer größeren Anlage war)

Auch hier gehen die Beurteilungen weit auseinander. Während örtliche Legenden dieses Artefakt einem chinesischen Digger zur Zeit des Goldrauschs zuschreiben, bezeichnen es seriöse Aussagen als prähistorisch. Die Altersangaben schwanken dem entsprechend zwischen 100 und 3000 Jahren. Die, im Museum der Stadt ausgestellte, Affenstatue besteht aus eisenhaltigem Gestein und stellt nach einer alternatv-historischen Theorie den ägyptischen Gott Thoth in Affenform dar.

Thoth war ihr Gott der Schrift und der Weisheit, den die Ägypter bis etwa 1400 v. Chr. Vorwiegend als Affen darstellten. Häufig erhielt er in den Abbildungen auch die Gestalt einer ibisköpfigen Gottheit mit menschlichem Körper, und er wurde zum Herrn des Gerichts über die Seelen der Verstorbenen in den Hallen von Amenti, dem Vorhof der jenseitigen Welt. Thoths Symbol war die Papyruspflanze.

  

Das kleinere, schon erwähnte, Stein-Idol, das nahe der Gympie-Pyramide entdeckt wurde, könnte tatsächlich Thoth in Affenform darstellen, der das “Tau” oder Kreuz des Lebens umschlingt. Eine winzige Affen/Thot-Statuette wurde auch von Doug George, einem Arbeiter, bei der Traveston-Kreuzung gefunden, als er bei Bauarbeiten nahe der Brücke einen Stein entfernte (Göttliche Maße: Wurde die Cheops-Pyramide von Aliens erbaut? (Video)).

In der Nähe von Gympie, bei Mothor Mountain entdeckte Cyril Tindal eine antike Metall-Kelle von etwa 140mm Länge aus einer unbekannten Bronzelegierung. Metallurgen, welche die Kelle untersuchten, stimmten überein, sie sei roh, von Hand gefertigt und von hohem Alter. Sie ähnele vergleichbaren Exemplaren aus dem alten Mittleren Osten. Geräte wie dieses wurden von Schmieden gefertigt, um mit Quecksilber zu arbeiten, das bei der Goldgewinnung im Bergbau verwendet wurde.

 

Damit kommen wir zur Frage, wer die Erbauer der Anlage von Gympie gewesen sein könnten. Nach offizieller Lehrmeinung der Historiker gibt es keine substanziellen Beweise für die Anwesenheit nicht-eingeborener Völker an der Ostküste Australiens vor der Besiedlung durch die Europäer. Dem lässt sich angesichts der geschilderten Terassenanlage entgegenhalten, dass die Aborigines nennenswerte Erdbauwerke bekanntlich nur in Form der so genannten ‘Bora-Ringe’ hinterlassen haben.

Die Annahme der Schulwissenschaftler erscheint allerdings noch weniger glaubhaft,wenn man die relative Nähe des Kontinents zu den Inselgruppen Melanesiens und Polynesiens Betracht zieht, der Heimat ausgesprochener Seefahrervölker. “Australien liegt nahe bei den frühen Zentren maritimer Expansion, wie etwa Neukaledonien, den Neuen Hebriden und den Fidschi-Inseln. Im Fall der beiden Erstgenannten ist es beträchtlich näher als Neuseeland, das in nicht unbeträchtlichem Maß in mehreren Wellen von Kolonisten, höchstwahrscheinlich von den Fidschi-Inseln aus, besiedelt wurde (Bellwood 1978).”

Daher wäre es möglich, dass die Gympie-Struktur polynesischen Ursprungs ist. “Sicherlich gab es bei den Polynesiern eine Tradition der Terrassierung von Hügeln bei der Konstruktion von Festungen und religiösen Zwecken […] und viele Beispiele dafür finden sich in ganz Polynesien. The Götter-Mounds von Tonga und die Dorf-Festungen von Rapa Iti sind nur zwei davon. Die Steinwall-Strukturen auf Rapa Iti (Heyerdahl 1958) weisen eine starke Ähnlichkeit mit den Gympie-Terrassen auf. Ein Zugang von See her wäre mittels des Mary River problemlos möglich gewesen, obwohl es schwer verständlich erscheint,warum Leute den Fluss so weit hinauf fahren sollten, besonders, wenn sie in einer Seefahrer-Tradition standen.”

Alles weist auf ein märchenhaftes Goldland im Süden hin. Erhalten wir womöglich Schlüsselhinweise durch die alten Überlieferungen der örtlichen Aborigines von [ Gympie], in denen ihr Land früher “Dhamuri” hieß? >Dha< bedeutet dort >Land / Platz der Leute<, während sich die Silbe >-ri< auf >Besitz / gehören zu< bezieht. >Mu< steht für “Heimat / Mutter- oder Geburtsland<. Den Begriff “Dhamuri” könnte man also in etwa übersetzen: >Das Land, das zu Mu / zum Mutterland gehört<.”

Green stellt zudem fest, dass es in Form des Wortes “Atanti” oder “Atandi”, das sich in etwa mit “Seelenort” übersetzen lässt, bei den Aborigines möglicherweise auch einen direkten, sprachlichen Bezug zum Begriff “Atlantis” gebe: “Die Verbindung ist nicht ganz offensichtlich. Um sie zu erkennen, muss man wissen, dass es in diesem Idiom der Aborigines bei kein gesprochenes >S< gibt und auch das >L< nur höchst selten vorkommt. Wenn man zu dem Begriff >Atanti/Atandi< diese beiden Buchstaben hinzufügt, so wird >Atanti< zu >At(l)an-ti(s)< und >Atandi< zu >At(l)andi(s)<. Dazu muss noch bemerkt werden, dass in den Aboriginal-Dialekten das >D< häufig durch >T< oder >CHI< ersetzt wird.”

Literatur:

Wissen in Stein – Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas [2 DVDs]

Ancient Aliens Seasons 1-6

Das Geheimnis der Pyramiden [2 DVDs]

DIE PYRAMIDEN VON BOSNIEN. Mitten in Europa stehen die größten Pyramiden der Welt [erweiterte Neuausgabe der Limited Edition]

Videos:

Quellen: PublicDomain/atlantisforschung.de am 14.06.2019

Riesige Orbs am K2 Megalith in den Tunnelsystemen der bosnischen Pyramiden – Orbs at the Ravne

Energetic Travels – Pyramiden in Bosnien

Veröffentlicht am 16.10.2016

ich hoffe, ihr könnt die Orbs gut erkennen. Sie treten etwa ab Sekunde 20 auf. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anschauen des Videos. Ein Besuch auf unserer Homepage unter http://www.pyramiden-visoko.com
oder ein Like unter www. facebook.com/energetictravels freut mich riesig. Herzlichen Dank dafür.

Mysteriöse Pyramiden in Deutschland – Nie gezeigt & verboten

Vada ́s UrAhnenEhre und die ver-rückte Welt

Pyramiden kennt man aus allen Erdteilen, seit kurzem bekanntlich auch aus Europa, da seit einigen Jahren in Bosnien äußerst spannende Ausgrabungen hierzu gemacht werden. Wir hatten bereits darüber berichtet, dass das „kulturelle Establishment“ den Ausgräbern vor Ort absichtlich die Arbeiten erschwert und paradoxerweise sogar zu unterbinden versucht. Dieses Phänomen ist ebenfalls weltweit zu beobachten: Bahnbrechendste Entdeckungen, die unsere Menschheitsgeschichte neu zu schreiben vermögen, darf es anscheinend nicht geben. Genauso verhält es sich mit den sogenannten Cairns, steinzeitlichen Megalithanlagen, auf deutschem Boden. In der neuesten Ausgabe der Sendung „Auf der Spur unserer Geschichte“ gibt Entdecker K. Walter Haug einen umfassenden Einblick in diesen recht unbekannten Forschungszweig. Weitere Informationen unter: http://www.extremnews.com/berichte/ze

Empfehlenswert – verborgenes Pyramiden wissen bei Lebenskraft TV mit Axel Klitzke – Das Maß Gottes

Ungewöhnliche Mini-Pyramide an Baustelle in China entdeckt (Video)

17. März 2017 aikos2309

Archäologen haben nach Angaben von „Daily Mail“ an einer Baustelle in der chinesischen Provinz Zhengzhou eine mysteriöse Grabstätte in Form einer Mini-Pyramide entdeckt.

Die Grabstätte wurde demnach vom Chinesischen Büro für Altertümer entdeckt. Die Anwohner waren von dem Fund dermaßen fasziniert, dass sie die Pyramide bereits als „magisch“ bezeichneten. Um festzustellen, wie alt die Grabstätte ist, wer der Besitzer war und warum sie diese ungewöhnliche Form hat, sind laut dem Blatt weitere Analysen erforderlich („Chinas geheimnisvolles Kaisergrab“: Archäologen entdecken unbekannte historische Verbindungen (Video)).

Die Grabstätte sei etwa ein Kilometer von einer Straße entfernt entdeckt worden. Die örtlichen Medien sollen sie bereits als „Pyramide von Zhengzhou“ bezeichnet haben.

Die Pyramide ist jedoch nur eine von zwei Grabstätten in der Sargkammer. Die zweite hat die Form eines Halbzylinders und ist 30 Meter lang und acht Meter breit. Laut einem Arbeiter der Baustelle könnte die Grabstätte mehr als 2000 Jahre alt sein. Die Ausgrabung dauere schon mehr als einen Monat.

Während die Bevölkerung über die chinesische Pyramide staunt, sind Experten weniger überrascht: Solche pyramidenförmigen Grabstätten seien keine Seltenheit in der Region.

Laut dem Büro für Altertümer entstanden solche Grabstätten noch zu Zeiten der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) und wurden oft aus Ziegelsteinen gebaut.

Video:

Steht in China die größte Pyramide der Welt?

„Direkt unter uns lag eine gigantische, weiße Pyramide. Es sah aus wie im Märchen. Die Pyramide war von schimmerndem Weiß umhüllt,“ wurde der „United States“ Air-Force Pilot James Gaussman zitiert, nachdem er von einem Routineaufklärungsflug während des Zweiten Weltkriegs wiederkehrte (Chinas geheime „Area 51“ Anlage in der Wüste Gobi).

Seitdem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass in China eine Pyramide steht, die sogar sehr viel größer sein soll als die ägyptischen Pyramiden in Gizeh.

Kein Wunder. Denn selbst renommierte Zeitungen wie die New York Times griffen die Story 1947 auf. Ein Echo ließ nicht lange auf sich warten. Anhand vagen Beschreibungen des Monumentalbaus ließ sich der amerikanische Wissenschaftler Dr. Arthur Pope dazu hinreißen, das Alter der Pyramide zu schätzen.

Demnach sei sie schon 2500 Jahre vor Christi Geburt von Menschenhand erbaut worden. Und vielleicht sei das Bauwerk ursprünglich bunt gewesen, mutmaßte er.

Denn Überlieferungen zufolge sollen die Grabpyramiden der alten Herrscher in unterschiedlichen Farben geleuchtet haben: der Osten grün, der Süden rot, der Westen weiß, der Norden schwarz. Die Spitze bestand jedoch aus hellem gelbem Sand. Ein Mythos war geboren.

Weiter angeheizt wurde die Diskussion um das ominöse Bauwerk, als 1986 ein Bild der angeblichen Pyramide veröffentlicht wurde, das Pilot Gaussman bei seinem Aufklärungsflug in den 1940er Jahren gemacht hatte. Was bisher ein Phantom war, konnte nun berechnet werden.

Demnach ist die Pyramide 300 Meter hoch und hat eine Seitenlänge von 485 Metern. Zum Vergleich: Die Cheops-Pyramide in Ägypten kommt nur auf eine Höhe von 147 und eine Länge von 230 Metern. Dafür ist deren Existenz aber gesichert. Parawissenschaftler wie Erich von Däniken oder Hartwig Hausdorf sind von der Existenz der „weißen Pyramide“ überzeugt (Die große weiße Pyramide in China (Videos)).

Hausdorf hat jahrelang der Frage nachgespürt, ob es die rätselhafte Pyramide wirklich gibt und woher sie kommt. Seine Erkenntnisse hat er in seinem Buch „Die weiße Pyramide. Außerirdische Spuren in Ostasien“ zusammengefasst, aus dem auch das Foto auf dieser Seite stammt (Die Spuren unserer Geschichte: Wissensrevolution durch die Entdeckung der Bosnischen Pyramiden (Video)).

Bei einer Expedition nach China hat Hausdorf auch tatsächlich Pyramiden entdeckt und fotografiert. Die gigantische „weiße Pyramide“ war allerdings nicht dabei (China: Die 150.000 Jahre alten Rohre unter einer Pyramide (Video)).

Eine Erklärung für die Unauffindbarkeit des monumentalen Bauwerks hat Hausdorf schnell gefunden: Bei dem vermuteten Standort der Pyramide soll es sich um ein militärisches Sperrgebiet handeln. Zugang streng verboten!

Literatur:

Der Todesstern Gizeh: Die Paläophysik der Grossen Pyramide und der militärischen Anlage bei Gizeh von Joseph Farrell

Rätsel um den Dongting-See: 45.000 Jahre alte Riesen-Pyramiden in China? / Neue Fragen – Neue Fakten von Lars A. Fischinger

Die Erde im Umbruch: Katastrophen form(t)en diese Welt. Beweise aus historischer Zeit von Hans-Joachim Zillmer

Quellen: PublicDomain/de.sputniknews.com am 17.03.2017

http://www.pravda-tv.com/2

Die große weiße Pyramide siehe hier:

https://marbec14.wordpress.com/2015/04/12/die-grose-weise-pyramide-in-china-videos/

Schneepyramiden in der Antarktis – muss die Geschichte neu geschrieben werden? (Videos)

24. November 2016

titel-pyra-mid

Die Entdeckung einer Reihe von pyramidenartigen Strukturen in der Antarktis verblüfft Wissenschaftler auf der ganzen Welt. Die schneebedeckten Strukturen ähneln stark den berühmten ägyptischen Pyramiden von Gizeh.

Während die größte Pyramide in Gizeh eine durchschnittliche Basislänge von 230 Metern hat, beträgt die Seitenlänge des Gebildes in der Antarktis im Satellitenbild ca. 400 Meter. Es lassen sich ähnliche Winkelverhältnisse wie bei den Pyramiden in Gizeh vermuten.

Auf Google Earth sind die mysteriösen Strukturen unter dem Längengrad -79.977277 und dem Breitengrad -81.961749 zu bestaunen.

Insgesamt wurden drei pyramidenförmige Gebilde gefunden. Zwei etwa zehn Meilen landeinwärts und eine näher an der Küste, wie der britische Daily Express berichtet. Laut der Nachrichtenseite beweisen dieser Fund, die Entdeckung von Pollen und 32 verschiedene Arten von Bakterien in dem nahegelegene See Vida, dass das Klima früher anders war, als wir es heute kennen.

Es gibt Theorien, dass die Bergformationen in Zeiten, in denen das Gebiet warm und bewohnbar war, von Menschen erbaut worden sein könnten (Die Pyramiden der Antarktis: Vergangene Zivilisationen am Südpol? (Videos)).

Skeptiker glauben, es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen „Nunatak“ – so wird ein über einen Gletscher aufragender, einzelner Berggipfel genannt (Rätselhafte »Antarktis-Signale«).

bild3

Die Landmasse der Antarktis – Antarktika genannt – befand sich nicht immer am Südpol, sondern weiter nördlich. Tatsächlich konnten Wissenschaftler dank Pollenfunden belegen, dass das Klima der Antarktis auch warme Sommer mit bis zu 20 Grad kannte. Ein Regenwald bedeckte die Landmasse – die Antarktis soll damals so ähnlich wie heute Neuseeland ausgesehen haben.

Vor 45 Millionen Jahren trennte sich Antarktika von Australien. Erst vor etwa 25 Millionen Jahren traten erste Eisfelder auf, und seit 5 Millionen Jahren ist Antarktika vollständig vereist. Und genau hier spießt es sich: Der Homo sapiens hat sich erst vor etwa 200.000 Jahren in Afrika entwickelt.

Die Antarktis ist der fünftgrößte Kontinent, besteht zu 98% aus Eis, der antarktische Eisschild ist im Durchschnitt knapp über 2 Kilometer dick und die Temperaturen können am offiziell kältesten Ort der Welt auf unter 93 Grad Celcius unter dem Gefrierpunkt sinken.

Die Antarktis ist ein Ort, der Menschen recht eindeutig zu verstehen gibt, dass sie nicht willkommen sind und das seit mehr als zwölftausend Jahren.

Dass das einmal anders war, daran erinnert ein Team von europäischen und amerikanischen Wissenschaftlern, die in der Antarktis drei von Menschen geschaffene Pyramiden entdeckt haben wollen. Eine Pyramide soll recht nahe der Küste liegen, während sich die beiden anderen etwa 16 Kilometer landeinwärts befinden.

bild7

bild5

Es gibt nicht wenige Wissenschaftler, die dieser Entdeckung mit deutlicher Skepsis, aber auch neugierigem Enthusiasmus begegnen. Sollte auch andere Forscherteams diese Entdeckung bestätigen, würde das nichts anderes bedeuten, als das man die Menschheitsgeschichte zumindest zu einem Teil umschreiben müsste, denn diese Pyramiden mit ihren über 12.000 Jahren wären deutlich älter als jede andere bekannte Hochzivilisation oder sogar das geschriebene Wort (6600 v.Chr.).

Es gibt noch so vieles, was wir über diesen Kontinent nicht wissen und noch entdecken können. So zeigen die Proben der Pollen, dass es dort einmal Palmen gegeben hat.

Das wäre ein weiteres Indiz dafür, dass es dort menschliches Leben und vielleicht sesshaftes und frühreligiöses Leben gegeben haben mag, ein solches wie es dafür bekannt ist, imposante Bauwerke wie eben riesige Pyramiden zu errichten (Antarktis: Mysteriöses Objekt auf Google-Earth entdeckt (Videos)).

Man darf gespannt sein, welche Entdeckungen wir in den nächsten Jahren noch machen werden.

Literatur:

Der Todesstern Gizeh: Die Paläophysik der Grossen Pyramide und der militärischen Anlage bei Gizeh von Joseph Farrell

Das Cheops-Projekt von Dominique Görlitz

Die Cheops-Lüge, DVD

Die Botschaft der Megalithen: Wer erbaute die steinernen Wunder? von Hartwig Hausdorf

Videos hier: http://www.pravda-tv.com/2016/06/antarktis-mysterioeses-objekt-auf-google-earth-entdeckt-videos/

Quellen: PublicDomain/wetter.at/neudas.com/Focus/express.co.uk am 24.11.2016

antarktis pyramide

Klitzke, Axel – Wissen in Stein: Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas

Wissen in Stein

Es gibt viele Theorien über die Erbauer der Pyramiden und deren Zweck. Moderne Laservermessungen erweisen sich seit wenigen Jahren als der Schlüssel zum Verständnis des vor vielen Jahrtausenden in Stein manifestierten Wissens. Denn, die Pyramiden-Erbauer hinterließen eine codierte Botschaft für die ferne Zukunft, die erst dann entschlüsselt werden kann, wenn die Zeit reif ist – JETZT. In über 9 Stunden präsentiert Axel Klitzke erstaunliche Erkenntnisse – beruhend auf neuesten Laservermessungen innerhalb der Pyramiden Ägyptens.

http://www.kopp-verlag.de/

Düsteres Geheimnis: Unter dieser Kirche verbirgt sich die größte Pyramide der Welt (Videos)

ttiel-pyra-mid

Keiner wusste, was sich darunter verbarg. Mittlerweile ist die Entdeckung in die Geschichte eingegangen.

Die „Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios“ wurde im Jahre 1519 im zentralmexikanischen Cholula erbaut. Auf einem Berg, wie die Bewohner der Stadt südöstlich von Mexiko-Stadt damals glaubten.

Was sie nicht wussten: Das prachtvolle Bauwerk stand eigentlich auf einem noch viel gigantischeren Objekt.

Die Cheops-Pyramide in Ägypten ist zwar die höchste, nicht aber die größte Pyramide der Welt. Die steht in Mexiko, genau genommen in San Andrés Cholula. Zu sehen ist von dem uralten Bauwerk, das eine Grundfläche von 450 x 450 Meter hat, allerdings nur wenig, denn es wird von einer dicken Erdschicht bedeckt.

365 Kuppeln sollen die 38 Kirchen der südmexikanischen Stadt Cholula haben – eine für jeden Tag des Jahres. So zumindest besagt es die Legende der „heiligen Stadt“. Eine dieser Kirchen, die „Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios“, steht auf einer Erhebung, die man jahrhundertelang für einen ganz normalen Berg hielt (Die Spuren unserer Geschichte: Wissensrevolution durch die Entdeckung der Bosnischen Pyramiden (Video)).

Bis schließlich ein Forscher, vermutlich per Zufall, entdeckte, dass sich im Untergrund unter dem Gotteshaus ein uraltes Bauwerk verbarg, das sich als die größte Pyramide der Welt entpuppen sollte.

Erbaut wurde das immense Bauwerk, das mit 4,45 Millionen Kubikmetern fast das doppelte Volumen der Cheops-Pyramide in Ägypten hat, vor ungefähr 2200 Jahren (Bisher unbekannte Hohlräume in der Cheops-Pyramide entdeckt (Videos)). Als Tempel errichtet, wurde die Pyramide damals für religiöse Rituale verwendet.

bild2

(Die „Iglesia de Nuestra Señora de los Remediosa“ steht auf der überschütteten Pyramide)

Auch Opfergaben haben sich hier vermutlich zugetragen – zahlreiche menschliche Knochen hat man in den alten Gemäuern gefunden. Laut dem Online-Portal „aztec-history.com“ sollen sich auch zahlreiche Kinderskelette unter den Knochen befinden.

Faszinierend: Die Pyramide ist nicht nur ein einzelnes Bauwerk, sondern besteht aus Schichten, die in Abständen von mehreren Jahrhunderten gebaut wurden.

Der britische Nachrichtensender „BBC“ bezeichnete die Pyramide deshalb in Anlehnung an die ineinander schachtelbaren russischen Holzpuppen als Matrjoschka.

Nachdem die vielschichtige Pyramide lange Jahre wichtiger Bestandteil der Bürger Cholulas war, verwilderte sie irgendwann zusehends und verschwand schließlich unter einer Erdschicht.

bild9

Legenden besagen, dass die Azteken selbst den Tempel mit Erde bedeckten, um ihn vor Eindringlingen zu verstecken und ihn vor der damit verbundenen Zerstörung zu schützen.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Azteken einen anderen Tempel unweit der Pyramide errichteten und ihre Rituale in dem neuen Gotteshaus abhielten, wodurch die große Pyramide verfiel und langsam begann, in der Natur zu verschwinden, wie etwa „Spiegel online“ berichtet. Was auch immer der Grund war – die Pyramide geriet mit den Jahrzehnten mehr und mehr in Vergessenheit (Die Pyramiden der Antarktis: Vergangene Zivilisationen am Südpol? (Videos)).

1519, nachdem die Spanier bei einem Konflikt zehn Prozent der Einwohner Cholulas getötet und die Stadt übernommen hatten, wurden viele Kirchen erbaut, darunter auch die „Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios“. Der Berg, inzwischen längst nicht mehr als Pyramide erkennbar, bot sich als guter Standort für eine Kirche an. Nicht nur war er erhöht, sondern auch idyllisch vor dem Vulkan Popocatépetl gelegen.

bild3

(Hinter dem Pyramidenberg liegt der Vulkan Popocatépel)

Erst im Jahr 1884 entdeckte Adolph Francis Alphonse Bandelier, ein amerikanische Archäologe schweizerischer Abstammung, den gigantischen Tempel. Forscher gruben ein Tunnelsystem ins innere des vermeintlichen Berges – und machten einen grausigen Fund.

Denn die Pyramide wurde von den Azteken offenbar für Opferrituale genutzt. So entdeckten die Wissenschaftler zahlreiche Menschenknochen im Inneren des Gebildes. Zahlreiche Tunnel führen durch die dunklen Gemäuer, heute zieht der gruselige Komplex unter der Kirche täglich hunderte Besucher an – ein Ort, die jahrhundertelang ein düsteres Geheimnis unter sich begraben hielt.

bild5

bild6

bild8

(So sah die Pyramide aus, bevor Massen an Erde sie bedeckten)

Heute werden von der Nordseite aus Führungen durch das Tunnellabyrinth angeboten. Gegenüber vom Eingang zeigt ein kleines Museum Fundstücke aus dem Inneren der Pyramiden und Rekonstruktionen einiger prächtiger Wandgemälde, die dort entdeckt wurden.

Der Gang durch die Pyramide führt auf eine Zeitreise ins erste nachchristliche Jahrtausend, als Cholula eine der größten Städte Mexikos war. Ihre Ursprünge reichen aber noch weiter zurück. Es wird vermutet, dass der auf 2150 Metern Höhe in einem angenehmen Klima gelegene Ort schon seit etwa 2500 Jahren besiedelt ist.

bild7

Am Ort dieses Blutbades, das damals die altmexikanische Welt erschütterte, erhebt sich heute das Kloster San Gabriel. Wie eine Festung ragt – rund 500 Meter von der großen Pyramide entfernt – die 1549 begonnene Klosterkirche empor, eine der ältesten Kirchen Mexikos. Die gewaltigen Mauern und die Zinnen auf ihrem Dach deuten an, dass sie von ihren Erbauern, den Franziskaner-Mönchen, auch als Fluchtburg für den Fall eines Aufstandes gedacht war.

Die neuen spanischen Herren des Landes bauten ihre Kirchen fast immer auf den Trümmern präkolumbischer Tempel, um so die neue Religion zu verankern und altes Wissen zu vernichten (Mystisches Prag: ‚Heiliges Kreuz‘ – Bauten der Tempelritter – Alchemie – Jerusalem-Verbindung (Videos)).

Auf der großen Pyramide, die vermutlich auch die Franziskaner für einen Hügel hielten, entstand zunächst aber nur eine kleine Kapelle und erst viel später eine große Kirche.

bild10

Für die frisch Bekehrten errichteten die Mönche neben ihrer Klosterkirche die „Capilla Real“, einen eigentümlichen Bau, der mit seinen 63 Kuppeln und den vielen Säulen an eine Moschee erinnert. Die heute leuchtend gelbe Vorderfront war ursprünglich offen, da die Indios ihre Rituale unter freiem Himmel abzuhalten pflegten.

Die besiegten Ureinwohner Cholulas, die sich von ihren alten Göttern verlassen fühlten, nahmen den Christenglauben schnell an. Beim Bau der Kirchen ließen sie aber ihre eigenen Vorstellungen mit einfließen (Die Erforschung prähistorischer Zivilisationen und ihrer weltweiten Zusammenhänge (Videos)).

Literatur:

Verbotene Archäologie. Die verborgene Geschichte der menschlichen Rasse von Michael A Cremo

Das Geheimnis der Pyramiden [2 DVDs]

Die Botschaft der Megalithen: Wer erbaute die steinernen Wunder? von Hartwig Hausdorf

Video:

Quellen: PublicDomain/SPON/huffingtopost.com/travelbook.de/oe24.at am 11.11.2016

http://www.pravda-tv.com/