Knapp 2 Millionen Betroffene: Kinderarmut in Deutschland gestiegen

„Besonders zu Weihnachten spüren viele Kinder, dass sie in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen müssen,“ so Linke-Politikerin Zimmermann. Für arme Eltern sei es ungleich schwerer, ihren Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren. Die Daten zeigen, dass auch die Einführung des Mindestlohns 2015 keine Verbesserung brachte.
Ein Mann als Weihnachtsmann verkleidet teilt Geschenke an Kinder aus. (Symbolbild) Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images

Die Zahl der Kinder in Armut ist Deutschland in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Waren im Jahr 2006 hierzulande noch 1,521 Millionen Kinder unter 16 Jahren von Armut betroffen, stieg ihre Zahl bis 2015 um knapp 200.000 auf 1,715 Millionen.

Das geht aus aktuellen Daten des Europäischen Statistikamtes Eurostat hervor, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag) berichten.

Die Armutsquote in dieser Altersgruppe nahm demnach von zwölf auf 14,6 Prozent zu, trotz guter Konjunktur. Die Daten hatte die Fraktionsvize der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann, bei der EU-Behörde abgefragt. Sie sagte den Zeitungen: „Besonders zu Weihnachten spüren viele Kinder, dass sie in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen müssen.“

Für arme Eltern sei es ungleich schwerer, ihren Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren. Die Daten zeigen, dass auch die Einführung des Mindestlohns 2015 keine Verbesserung brachte. Im Jahr 2013 galten laut EU-Statistik in Deutschland 1,701 Millionen Kinder als arm, 14.000 weniger als 2015 registriert wurden. Die Armutsquote lag 2013 bei 14,4 Prozent. Zimmermann nannte Kinderarmut „einen der größten Skandale in einem der reichsten Länder der Erde“.

Sie forderte eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder und eine Kindergrundsicherung. Zur Bekämpfung der Elternarmut müssten prekäre Beschäftigungen zurückgedrängt und der Mindestlohn auf zwölf Euro erhöht werden.

Im Sommer waren Daten der europäischen Statistikbehörde bekannt geworden, nach denen in Deutschland sogar 2,27 Millionen Kinder betroffen sind. Damals wurde allerdings nicht nur Armut aufgrund des Einkommens erfasst, sondern auch nach Hinweisen auf soziale Ausgrenzung gefragt. (dts)

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Die ganze Härte des Gesetzes – Obdachlosem Handy weggenommen, weil sein Hund nicht angeleint war

(Admin: Es fällt mir sehr schwer, diesen Beitrag überhaupt zu lesen. Verdauen kann ich es nur sehr schwer.

Doch zeigt der Artikel in aller Deutlichkeit die widerliche Fratze des Systems der Globalisten und deren Pläne, die Deutschen zuerst und einen sehr großen Teil der Menschheit auszurotten.

Auf dem Wege dorthin gibt es Leid ohne Ende, das nur schwer zu ertragen ist, und die Ungerechtigkeiten sind nur schwer auszuhalten.

Die einen sind losgelassen und tun unrecht, denen passiert aber gaaaar nichts, (im Gegenteil, sie bekommen alles geschenkt, auch Handys auf unsere!! Kosten) die anderen haben den Hund von der Leine gelassen, der gar nichts tut und der wird schwer bestraft.)

Der 28-jährige Sascha P. ist kein Mitglied eines kriminellen Familien-Clans oder einer speziellen Religionsgemeinschaft. Sascha P. ist auch kein Linksextremer mit Welpenschutz. Sascha P. ist lediglich ein deutscher Obdachloser, ohne Lobby und ohne Geld. Dafür hat der 28-Jährige einen treuen Freund, seinen Hund „Fraggle“. Und um diesen dreht sich die ganze Geschichte.

Sascha P. lebt in Düsseldorf. Eines Tages wurde er an der Wiese hinter der Kunstakademie vom Ordnungsamts-Dienst (OSD) erwischt, als sein Hund „Fraggle“, ein Schäferhundmischling, nicht angeleint war. Sogleich legte der Obdachlose den Hund an die Leine, doch zu spät. Die gnadenlosen und knallharten Ordnungshüter schlugen zu: 150 Euro Strafe, weil der Hund mit mehr als 40 Zentimeter Widerristhöhe als „großer Hund“ gilt.

Doch woher nimmt ein Obdachloser so schnell 150 Euro? Die hatte Sascha P. nicht. Um dem Gesetz genüge zu tun, wurde daraufhin sein Handy, ein HTC, als Sicherheitsleistung eingesackt, berichtet jetzt die „Bildzeitung“.

Die ganze Härte des Gesetzes gegen Obdachlose

Oliver Ongaro (43), Sozialarbeiter von Fiftyfifty befürchtet, dass hinter dem Fall System steckt: „Solche Fälle häufen sich, es waren schon sieben in vier Wochen“, so Ongaro. Der Fiftyfifty-Mann brachte ein Beispiel an: Einem Kö-Bettler seien 30 Euro aus dem Becher genommen worden, weil er dort mit seinem Hund gelagert habe, so das Blatt weiter.

Ein Stadtsprecher dementierte: „Es gibt keine Anweisungen verstärkt gegen Wohnungslose vorzugehen! Dass jemand seinen Lebensmittelpunkt auf der Straße hat, heißt nicht, dass er das Recht hat, gegen Regeln zu verstoßen.“ Auch sei beispielsweise das „Betteln mittels Zurschaustellen von Tieren“ verboten. Zum Schutz der Tiere, natürlich.

Dabei hatte sich Oliver Ongaro nur mehr Fingerspitzengefühl von den Behörden gewünscht:

Wie soll denn jemand, der auf der Straße lebt, so viel Geld bezahlen? Mein Appell wäre, die Bettel-Paragraphen in der Straßenordnung zu lockern und solche Situationen kommunikativ zu lösen, es bei Ermahnungen zu belassen.

(Sozialarbeiter)

Für den Stadtsprecher sicherlich kein geltendes Argument. Wenn jemand seine Strafe nicht zahlen könne, werde eben auch mal das Handy „in Obhut“ genommen, bis die Summe gezahlt sei, so der Mann von der Behörde.

Wie lange wohl Sacha P. für das benötigte Geld betteln und es sich vom Mund absparen muss, um sein Handy wieder zu bekommen, bleibt offen.

Hier ist hartes Vorgehen gefragt, doch selten zu finden: Im Maghreb-Viertel von Düsseldorf tummeln sich nordafrikanische Diebe und Drogendealer …

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Volksseele kocht: Staatsanwalt verfolgt arme Flaschensammlerin

1015

So läuft das in Deutschland, während die sexuellen Belästiger und Vergewaltiger an Silvester in den meisten Fällen nur zur Bewährung bestraft oder nach einem „DU, DU – macht das nicht noch einmal“ wieder auf freien Fuß gelassen wurden, verfolgt die Staatsanwaltschaft rigoros eine Flaschensammlerin, die es wagte, eine im Müll geworfene Opernkarte an sich zu nehmen und  diese bei Ebay für 20 Euro zu verkaufen. Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten, die Bürger zeigen sich entsetzt über die Vorgehensweise gegenüber den Armen der Gesellschaft.

[…] Im Internet ist ein Shitstorm gegen die Staatsanwaltschaft entbrannt. Sie hatte die bedürftige Rheinländerin nicht nur wegen Unterschlagung angeklagt – sondern auch Berufung gegen den ergangenen Freispruch eingelegt.

Die Volksseele kocht. Petra L. (Name geändert) durchwühlt täglich in der City Papierkörbe, um ihre Frührente aufzubessern. Nachdem sie eine dabei entdeckte „Anatevka“-Karte für 20 Euro verkauft hatte, brachte ihr Ebay-Kunde die Staatsgewalt ins Spiel.

Doch die gnädige Richterin war wie die 41-Jährige der Meinung: Wie kann es Unterschlagung sein, wenn jemand etwas aus dem Müll zieht und verkauft? Sie sprach Petra L. frei.

Doch damit ist der Fall für die Königswintererin nicht ausgestanden: Der zuständige Staatsanwalt (am Prozess selbst hatte ein Referendar teilgenommen) hat Berufung gegen den Freispruch eingelegt. […] Weiter auf express.de

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Altersarmut durch Rentenklau – Auch Immobilienbesitz schützt nicht

Gastautor Martin Ziemann vertritt die Auffassung, dass zunehmend staatliche Ermächtigungen die Lebensarbeitsleistung der Bürger aufzehren. Ein langfristiger Vermögenserhalt ist kaum mehr möglich. Immer mehr Menschen droht Altersarmut.
RUESSELSHEIM, GERMANY - SEPTEMBER 03:  An elderly man sits in a public swimming pool on September 3, 2005 in Ruesselsheim, Germany. Germany's economy and pension system is being burdened by an expanding elderly population, and German politians are offering various solutions ahead of the elections on September 18.  (Photo by Ralph Orlowski/Getty Images)

Jahrzehntelange Rentendiskussionen und damit einhergehende Reformen haben im Wesentlichen nur eines bewirkt: die Rentner haben immer weniger Geld im Portemonnaie.

Die durchschnittliche jährliche Rentenanpassung der Jahre 2010 – 2016 belief sich auf 1,63 % (West). Im Jahr 2015 betrug die Rente wegen Alters im Bundesdurchschnitt 1.040,00 Euro (nach Abzug des Kranken-/Pflegeversicherungsbeitrags). Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung – Zahlen 2016

Wird die durchschnittliche Rentenanpassung auf 10 Jahre in die Zukunft hochgerechnet, beträgt die Altersrente im Jahr 2025 ca. 1.220,00 Euro. Wir unterhalten uns über einen jährlichen Rentenzuwachs von durchschnittlich gerade einmal 18,25 Euro.

Über steigende Beiträge zur Sozialversicherung (Kranken- und Pflegeversicherung), die diese ohnehin geringe Rentensteigerung wieder aufzehren werden, soll an dieser Stelle nicht geredet werden.

Denn das eigentliche Problem liegt ganz woanders. In der öffentlichen Diskussion wird eine Existenzbedrohung verschwiegen, die auf leisen Sohlen daherkommt. Die Renten selbst sind der Auslöser. Diese werden eine nahezu zwingende Verarmung weiter Bevölkerungskreise bewirken. Und das geht so:

Die deutlichsten Teuerungsraten

Durch steigende Inflation schmilzt die Kaufkraft der Renten weiter dahin. Die Inflation (Jahr 2015) beträgt nur statistisch 0,30 % (Quelle: Statistik Portal „statista“). Auf das Portemonnaie wirkt sich die sogenannte Teuerungsrate aus. Beispielsweise haben die Lebensmittelpreise in den zurückliegenden 25 Jahren um ca. 54 % zugenommen, Elektrizität hat sich mehr als verdoppelt, der Benzinpreis hat seit dem Jahr 1995 um ca. 100 % zugelegt. Die Großbank UniCredit beziffert die jährliche Teuerungsrate mit 2,20 %.

Aus dieser Perspektive betrachtet verliert die Rente trotz Rentenanpassungen jährlich etwa 0,60 % ihrer Kaufkraft (1,63 % – 2,20 %). Somit beträgt der Wert der heutigen Rente im Jahr 2025 nur noch ca. 980,00 Euro. Damit nähert sich der Durchschnittsrentner gefährlich der Armutsgrenze.

Das eigentliche Problem

Arm ist, wer staatliche Leistungen zur Sicherung des Existenzminimums in Anspruch nehmen muss. Bekannt sind diese beispielsweise unter dem Begriff „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ (§ 41 ff SGB XII). In den „Genuss“ dieser Leistungen können Rentner kommen, wenn sie ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können. Das ist im Wesentlichen der Fall, wenn die Rente unterhalb der Summe der sogenannten Regelbedarfe (§ 42 Nr. 1 SGB XII) und angemessener Aufwendungen für Unterkunft und Heizung (§ 42 Nr. 4 SGB XII) liegt. Für eine alleinstehende Person beläuft sich der Regelbedarf im Jahr 2016 auf 404,00 Euro monatlich…

Der Aufwand für die Unterkunft ist nicht pauschaliert. Er wird in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind (§ 22 Abs. 1 S. 1 SGB II). Eine Hausnummer ist eine Wohnfläche von ca. 50 Quadratmeter für eine Einzelperson – diese multipliziert mit dem Quadratmetermietpreis einer einfachen Unterkunft zuzüglich Nebenkosten. Eine konkrete Summe lässt sich nicht beziffern, da die Leistungen von den Gegebenheiten des örtlichen Wohnungsmarktes abhängig sind. Der geneigte Leser wird dem Autor vielleicht zustimmen, dass mit einer Monatsrente von 1.040,00 Euro die Kosten der Lebenshaltung und Miete, zumindest in den Großstädten, bereits heute nicht zu bestreiten sind.

Betroffen sind jedoch nicht nur sogenannte Geringverdiener, wie die Politik den Bürgern weismachen will. Betroffen ist der Bevölkerungsdurchschnitt, eben dieser bezieht eine Durchschnittsrente.

Die Rentnergeneration wird enteignet

Sinkt das Rentenniveau weiter, wird somit eine ganze Rentnergeneration auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen sein.

„Interessiert mich nicht“, mag der eine oder andere denken. Ich habe doch Wertpapiere und Sparguthaben zur Altersvorsorge. Pustekuchen!

Der Rentner besitzt zwar das Vermögen, aber die Sozialbehörde verfügt über dieses. Gemäß § 1 der Verordnung zur Durchführung des § 90 Abs. 2 Nr. 9 des Zwölften Buches im Sozialgesetzbuch steht der bedürftigen Person ein Schonvermögen in Höhe von 2.600,00 Euro zu.

Nach wie vor bildet in Deutschland die gesetzliche Rentenversicherung das Fundament der Altersabsicherung. Die Problematik der zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge (z.B. Lebensversicherungen) soll an dieser Stelle nur am Rande erwähnt werden:

Im August 2014 ist das „Gesetz zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte“ (Lebensversicherungsreformgesetz) in Kraft getreten. Es wurden die formalen Voraussetzungen geschaffen, die es Versicherungsgesellschaften ermöglicht, künftig von vertraglich garantierten Vereinbarungen abzuweichen. Gemäß Gesetzesbegründung sollen „ökonomisch ungerechtfertigte“ Geldauszahlungen verhindert werden.

Immobilienbesitz schützt nicht vor Altersarmut

Über den vorgenannten Freibetrag hinausgehende Geldwerte sind aufzuzehren, bevor der Betroffene in den Genuss von Leistungen zur Existenzsicherung kommt. „Ich habe doch ein eigenes Haus und einen Garten als Altersabsicherung“ – sichert mich das nicht ab? – mögen sich Betroffene fragen. Leider nicht – es gibt keinen rechtlich zweifelsfreien Schutz der eigenen Immobilie. Die Leistungen der Grundsicherung unterscheiden sich nicht grundlegend von den Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes gemäß des zweiten Buches im Sozialgesetzbuch – besser bekannt als Hartz IV.

Das zwölfte Sozialgesetzbuch präzisiert nicht weiter, welche Wohnfläche angemessen ist. Die Angemessenheit des Hausgrundstücks bestimmt sich u.a. nach der Zahl der Bewohner, der Hausgröße sowie des „Wertes“ des Grundstücks (§ 90 Abs. 2 Nr. 8 SGB XII). Im Klartext – Immobilien sind nicht als Vermögensgegenstand geschützt. Übersteigt das eigene Haus die Angemessenheitsgrenze, kann verlangt werden, dieses zu veräußern. Der Träger der Sozialleistung ist übrigens befugt, danach zu differenzieren, ob das Grundstück in einer ländlich oder städtisch geprägten Gemeinde gelegen ist.

In der Praxis ist es so, dass dem Bürger auf dem Land größere Wohn- und Grundstücksflächen zugestanden werden, als in der Stadt. Was angemessen ist, orientiert sich an Gerichtsurteilen, deren Auslegung durch den örtlichen Sozialleistungsträger, der öffentlichen Kassenlage, dem örtlichen Mietspiegel sowie Immobilienpreisen – und nicht zuletzt dem Zeitgeist.

Ergebnis

Die niedrigen Renten sind der Auslöser. Diese treiben zahlreiche Bürger in das soziale Netz. Hierin gefangen, ist das verwertbare Vermögen aufzuzehren. Eine Alternative hat der Rentner insoweit nicht, denn sonst erhält er noch nicht einmal Leistungen der Grundsicherung, um sein Leben fristen zu können.

Mit freundlicher Genehmigung von Martin Ziemann, freiberuflicher Rentenberater, Compliance-Beauftragter und Vortragsreferent.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

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16,1 Millionen Menschen betroffen: 20 Prozent der Deutschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

9,8 Prozent der deutschen Bevölkerung unter 60 Jahren lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung (2014: 10,0 Prozent) und damit in Haushalten, in denen die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder insgesamt weniger als 20 Prozent betrug.
Hartz IV Empfänger hohlen sich Essen bei dem Malteser Hilfsdienst Foto: Getty Images

20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland (16,1 Millionen Menschen) sind im Jahr 2015 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht gewesen: Seit dem Jahr 2008 ist dieser Anteil damit nahezu unverändert. Dies ist ein Ergebnis der Erhebung „Leben in Europa“ (EU-SILC), teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Der Anteil armer oder sozial ausgegrenzter Menschen in der gesamten Europäischen Union lag im betrachteten Zeitraum stets deutlich höher als in Deutschland (2015: 23,7 Prozent)

Eine Person gilt als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wenn mindestens eine der folgenden drei Lebenssituationen zutrifft: Ihr Einkommen liegt unter der Armutsgefährdungsgrenze (die Person ist also von Einkommensarmut bedroht), ihr Haushalt ist von erheblicher materieller Entbehrung betroffen, oder sie lebt in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung (bezogen auf die Erwerbsbeteiligung von Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren).

Für jede dieser Lebenssituationen kann jeweils der Anteil der Personen in der Bevölkerung ermittelt werden, auf den diese Situation zutrifft. Mit 16,7 Prozent der Bevölkerung war jede sechste Person in Deutschland im Jahr 2015 von monetärer Armut bedroht. Das entsprach rund 13,4 Millionen Menschen. Der Anteil der armutsgefährdeten Personen ist damit genau so hoch wie 2014. Eine Person gilt nach der EU-Definition für EU-SILC als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt (Schwellenwert der Armutsgefährdung). 2015 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland bei 1.033 Euro im Monat und war damit höher als im Berichtsjahr 2014 (987 Euro im Monat).

Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag der Schwellenwert im Berichtsjahr 2015 bei 2.170 Euro im Monat. 4,4 Prozent der Bevölkerung in Deutschland waren im Jahr 2015 von erheblicher materieller Entbehrung betroffen (2014: 5,0 Prozent). Das bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln eingeschränkt waren. Sie waren zum Beispiel nicht in der Lage, ihre Rechnungen für Miete, Hypotheken oder Versorgungsleistungen zu bezahlen, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren.

9,8 Prozent der Bevölkerung unter 60 Jahren lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung (2014: 10,0 Prozent) und damit in Haushalten, in denen die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder insgesamt weniger als 20 Prozent betrug. EU-weit waren 17,3 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht, 8,1 Prozent von erheblicher materieller Entbehrung betroffen, und 10,5 Prozent lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung. (dts)

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Deutschland in Armut. Wo sind hier die Gutmenschen, Bahnhofswinker und Willkommens-Klatscher?

(Admin: Sehr sehr traurige Wahrheit – mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen.)

Arbeit ist für andere da! Wahre Sozialschmarotzer

Veröffentlicht am 26.10.2016

Wir waren selbst schockiert, als wir diese Aufnahmen in Waiblingen bei Stuttgart machten und hatten dann vollen Kaffee und ein ganzes Stück Kuchen spendiert.

Wer mit diesen und anderen Zuständen nicht einverstanden ist, schaut hier vorbei:
https://www.facebook.com/Fellbach.weh…

Berlin: Obdachlose müssen frieren, trotz freier Betten

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Derzeit leben rund 6.000 Obdachlose auf den Straßen in Berlin. Nun beginnen die kalte und nasse Jahreszeit und das Suchen nach einem trockenen und warmen Schlafplatz. Einige Obdachlose haben das Glück, in einer Notunterkunft für die Nacht unterzukommen, die meisten allerdings bekommen keinen Schlafplatz und müssen im Freien bei sinkenden Temperaturen campieren.

Arm, aber sexy sei Berlin, und offensichtlich grassiert dazu der Behörden-Irrsinn in der bunten Hauptstadt: Trotz freier Betten können diese von Obdachlose nicht genutzt werden, weil der Amtsschimmel zu träge arbeitet, wie im Fall der Notunterkunft für Obdachlose in der Storkower Straße in Prenzlauer Berg. Grund: „Der Brandschutz muss noch genehmigt werden“

Zur Behörden-Trägheit mehr auf „Bild“ und auch Kommentare von deutschen Obdachlosen, wie sie versuchen, sich einigermaßen vor Wind und Wetter zu schützen, die wirklich traurig machen. Traurig ist auch in diesem so reichen Deutschland, dass die Kälte-Nothilfe meistens erst im November startet.

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