Sonchis von Saïs – ein Priester des alten Ägypten, der die Welt mit Atlantis bekannt machte

Jedes Mal, wenn wir über Atlantis nachdenken – die sagenumwobene Stadt und untergegangenen Kontinent – denken wir an Platon, den Mann, der dessen Existenz in seinen Werken Kritias und Timaios beschrieben hat.

Aber haben wir uns je gefragt, woher die ursprüngliche Geschichte über Atlantis stammt?

Platon hat Atlantis nicht erfunden, so wie viele glauben, sondern die Geschichte über die Existenz dieser „mythischen“ Stadt bzw. dieses Kontinents, kann historisch nachvollzogen werden.

Um mehr über Atlantis zu verstehen, müssen wir uns hinauswagen und mehr über Solon lernen, einen hoch angesehenen und gut bekannten griechischen Staatsmann, der zwischen 638 und 558 v. Chr. lebte.

Solon war ein berühmter athenischer Gesetzgeber, und er war angesehen wegen seiner Gedichte und Schriften.

Wie von Platon dargelegt, reiste Solon in das antike Ägypten, um mehr über die Geschichte seines Landes zu erfahren, und nach potenziellen Handelsposten zwischen Griechenland und Ägypten Ausschau zu halten.

Man geht davon aus, dass Solon in einer alten Erzählung über die mythische Stadt bzw. den Kontinent Atlantis geschrieben hat – ein schwer greifbares Imperium, welches das Interesse und die Vorstellungskraft von Historikern, Archäologen, Abenteurern, Philosophen und anderen seit mehr als zweitausend Jahren auf sich gezogen hat.

Also, wer hat als erster über Atlantis geschrieben?

Nun, davon ausgehend, was wir zu verstehen in der Lage sind, war es ein ägyptischer Priester sehr hohen Alters namens Sonchis, Sonchis von Saïs – Saïs war eine antike ägyptische Stadt im westlichen Nildelta am kanopischen Seitenarm des Nils.

Bei seiner Reise nach Ägypten traf sich Solon mit Sonchis, der ihm seinerseits von einer großartigen antiken Zivilisation erzählte, die vor 9.000 Jahren vom Erdboden verschwunden war (Neue Forschung: Ist Nan Madol das legendäre Atlantis? (Videos)).

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(Die Hauptstadt von Atlantis)

Neben vielen anderen Dingen, geht man davon aus, dass Sonchis Solon Geschichten über eine Reihe antiker Imperien, die auf der Erde existierten, Naturkatastrophen, die zu ihrem Verfall führten, und großen Kriegen, die Zivilisationen in der Vergangenheit heimgesucht hatten, erzählte.

Während dieser Zeit in der Stadt Saïs, erhielt Solon von Sonchis wichtige Informationen über Atlantis, der die unglaubliche Größe und den Wohlstand des atlantischen Imperiums so gut beschrieb, wie er konnte.

Sonchis erklärte, dass die Hauptstadt von Atlantis mit großem Aufwand konstruiert war, wo große Tempel und Paläste errichtet wurden, geschmückt mit exotischen Gärten aus Silber, Gold und Elfenbein.

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Sonchis beschrieb weiterhin die Hauptstadt des atlantischen Imperiums als aus kolossalen Mauern bestehend, die ihrerseits von kreisförmigen Inseln umgeben waren, die die innere Zitadelle der Metropole beschützten.

Aber halten wir hier für einen Moment inne und betrachten uns, was Platon über Saïs, Atlantis und den Priester zu sagen hatte, der angeblich die Welt mit Atlantis bekannt machte.

Als erstes müssen wir darauf hinweisen, dass die Existenz des Sonchis von Saïs unter Experten umstritten ist, die sich nicht darauf einigen können, ob er wirklich existierte oder nicht.

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(Eine Interpretation von Atlantis gemäß des griechischen Philosophen Platon)

Nichtsdestotrotz beschrieb Platon in seinen um 360 v. Chr. verfassten Werken Timaios und Kritias – durch die Stimme des Kritias –, wie Solon nach Saïs reiste und sich mit Priestern der Göttin Neith traf. An diesem Ort erzählte ein extrem alter Priester Solon von einem Imperium, das 9.000 Jahre vor seiner Zeit existierte, und das gegen Athen Krieg führte. Schließlich wurde dieses als „Atlantis“ identifizierte Imperium durch eine große Katastrophe zerstört.

Platon erwähnt den Namen des Priesters zwar nicht, der Solon über Atlantis erzählte, aber Plutarch (46 -120 n. Chr.) identifizierte in seiner Schrift Das Leben des Solon den Priester als Sonchis:

Bei der Mündung des Nils, an den liebreizenden Gestaden Kanopus’, wo er einige Zeit mit Studien bei Psenophis von Heliopolis und Sonchis von Saïs verbrachte, dem Gelehrtesten aller Priester; von dem er, wie Platon sagt, Kenntnis von der Geschichte über Atlantis erhielt, verfasste er daraus ein Gedicht, und beabsichtigte, sie bei den Griechen bekannt zu machen.

Daher bedeutet dies, dass die Geschichte von Atlantis folgendermaßen kurz zusammengefasst werden kann:

– 9.000 Jahre vor dem Leben Solons und des ägyptischen Priesters Sonchis existierte ein Imperium.

– Atlantis wurde schließlich durch eine Katastrophe zerstört, und beinahe alle Aufzeichnungen über seine Existenz sind verloren gegangen.

– Die einzigen verbleibenden Aufzeichnungen wurden innerhalb der Priesterschaft des alten Ägypten weitergegeben.

– Schließlich reiste Solon nach Saïs, wo er einen alten Priester traf, der von Atlantis wusste.

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(Athanasius Kirchers Karte von Atlantis, die es in der Mitte des Atlantischen Ozeans verortet, aus „Mundus Subterraneus“ (1669), veröffentlicht in Amsterdam. Die Karte ist mit Süden nach oben ausgerichtet)

– Später als Sonchis von Saïs identifiziert, erklärt dieser Priester Solon, dass Atlantis ein extrem mächtiges Imperium war, das 9.000 Jhre vor ihnen existierte, und schließlich zerstört wurde.

– Solon kehrt nach Griechenland zurück, wo er die Existenz von Atlantis erwähnt.

– Später, in den um 360 v. Chr. verfassten Werken Timaios und Kritias, reiste Solon nach Ägypten und er erfuhr durch einen alten Priester von der Existenz Atlantis’.

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– Platon schreibt in Timaios über die Lage von Atlantis:

Unsere Bücher erzählen nämlich, eine wie gewaltige Kriegsmacht einst euer Staat gebrochen hat, als sie übermütig gegen ganz Europa und Asien zugleich vom atlantischen Meere heranzog. Damals nämlich war das Meer dort fahrbar, denn vor der Mündung, welche ihr in eurer Sprache die Säulen des Herakles heißt, hatte es eine Insel, welche größer war als Asien und Libyen zusammen, und von ihr konnte man damals nach den übrigen Inseln hinübersetzen, und von den Inseln auf das ganze gegenüberliegende Festland, (25a) welches jenes recht eigentlich so zu nennende Meer umschließt (Geheimes Wissen: Ist der Mensch eine Schöpfung der Plejaden und liegt unsere Wiege in Atlantis? (Videos)).

Denn alles das, was sich innerhalb der eben genannten Mündung befindet, erscheint wie eine (bloße) Bucht mit einem engen Eingange, jenes Meer aber kann in Wahrheit also und das es umgebende Land mit vollem Fug und Recht Festland heißen.

Auf dieser Insel Atlantis nun bestand eine große und bewundernswürdige Königsherrschaft, welche nicht bloß die ganze Insel, sondern auch viele andere Inseln und Teile des Festlands unter ihrer Gewalt hatte… – Timaios 24e-25a, Übersetzung von Franz Susemihl 1856.

Literatur:

DAS DRITTE AUGE und der Ursprung der Menschheit (durchgesehene und erweiterte Neuausgabe)

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Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?

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Lemurien: Aufstieg und Fall der ältesten Weltkultur

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Erinnerungen an Atlantis, Unsere geheime Vergangenheit, Edgar Cayce und die Suche nach unseren Ursprüngen

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Quellen: PublicDomain/atlantis-scout.de/ewao.com/maki72 am 09.12.2017

https://www.pravda-tv.com

 

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Über die Wiederentdeckung eines bronzezeitlichen »katastrophischen Quartetts«

Abb. 1 Das berühmte Gemälde "Der Sturz des Phaethon" von Peter-Paul Rubens, entstanden um 1604/1605. In der antiken Überlieferung vom Göttersohn Phaethon, der bei seiner Irrfahrt über den Himmel und dem nachfolgenden Sturz auf die Erde die Welt in Flammen setzt, erkennen nicht wenige ForscherInnen inzwischen den Nachhall eines wahrhaft kataklysmischen Ereignisses am Ende der Bronzezeit. Inzwischen ist allerdings davon auszugehen, dass dieses Ereignis keineswegs singulärer Natur war, sondern lediglich eine von diversen kosmisch bedingten großen Katastrophen darstellt, die "vielerlei Untergänge der Menschen" hervorriefen, wie einst schon Platon berichtete.

Abb. 1 Das berühmte Gemälde „Der Sturz des Phaethon“ von Peter-Paul Rubens, entstanden um 1604/1605. In der antiken Überlieferung vom Göttersohn Phaethon, der bei seiner Irrfahrt über den Himmel und dem nachfolgenden Sturz auf die Erde die Welt in Flammen setzt, erkennen nicht wenige ForscherInnen inzwischen den Nachhall eines wahrhaft kataklysmischen Ereignisses am Ende der Bronzezeit. Inzwischen ist allerdings davon auszugehen, dass dieses Ereignis keineswegs singulärer Natur war, sondern lediglich eine von diversen kosmisch bedingten großen Katastrophen darstellt, die „vielerlei Untergänge der Menschen“ hervorriefen, wie einst schon Platon berichtete.

Es haben schon viele und vielerlei Untergänge der Menschen stattgefunden und werden auch fernerhin noch stattfinden, die umfänglichsten durch Feuer und Wasser, andere, geringere aber durch unzählige andere Ursachen. Denn was auch bei euch erzählt wird, dass einst Phaethon, der Sohn des Helios, den Wagen seines Vaters bestieg und, weil er es nicht verstand auf dem Wege seines Vaters zu fahren, alles auf der Erde verbrannte und selber vom Blitze erschlagen ward, das klingt zwar wie eine Fabel, doch ist das Wahre daran die veränderte Bewegung der die Erde umkreisenden Himmelskörper und die Vernichtung von allem, was auf der Erde befindlich ist, durch vieles Feuer…“ (Platon. Timaios, 22c) [1]

(bb) Für die meisten modernen Atlantisforscher mit ihrer mehr oder weniger ausgeprägten Affinität zum Neo-Katastrophismus stellt obiges Zitat aus Platons DialogTimaios‚ schon lange einen Hinweis auf kosmische Ursachen kataklysmischer Ereignisse dar, die nicht nur die zur Debatte stehende Atlantis-Katastrophe, sondern tatsächlich, wie die Neith-Priester in Sais einst Solon berichtet haben sollen, „vielerlei Untergänge der Menschen“ hervorriefen. Seitens des wissenschaftlichen Mainstreams – also in einem Milieu, das seit fast 150 Jahren größtenteils in aktualistischen Betrachtungsweisen zur Erd- und Menschheitsgeschichte verhaftet ist – galten derartige Überlegungen lange Zeit als Unfug und Spinnerei.

So bemerkte z.B. Jürgen Spanuth noch 1953: „Den größten Anstoß haben die Kritiker des Atlantisberichtes immer wieder an den Angaben Platons über die umfangreichen Naturkatastrophen genommen, die in den Tagen von Atlantis die ganze Welt heimgesucht […] haben sollen. Diese Berichte seien, so wurde behauptet [2], »reine Erfindungen« Platons, der seine »kosmologischen Spekulationen« damit glaubhaft machen wollte. Es ist leicht erklärlich, daß dieser Verdacht aufkommen konnte. Platon erzählt uns in seinen Dialogen ja wirklich von Katastrophen, die so einmalig sind, daß der Vorwurf, dies alles seien »reine Erfindungen«, nur zu gerechtfertigt erscheint.[3]

Abb. 2 : Diese - von der Hubble Space Telescope's Planetary Camera der NASA gemachte - Aufnahme Jupiters entstand kurz nach der Impakt-Serie der Fragmente von Shoemaker-Levy 9 auf dem Planeten. Die Spuren der Einschläge heben sich als dunkle Areale deutlich von der Atmosphäre des Gasriesen ab. Dieses quasi 'vor aller Augen' erfolgte Ereignis hatte auch merklichen Einfluss auf die Ansichten vieler Wissenschaftler zur Menschheits- und Zivilisations-Geschichte.

Abb. 2 : Diese – von der Hubble Space Telescope’s Planetary Camera der NASA gemachte – Aufnahme Jupiters entstand kurz nach der Impakt-Serie der Fragmente von Shoemaker-Levy 9 auf dem Planeten. Die Spuren der Einschläge heben sich als dunkle Areale deutlich von der Atmosphäre des Gasriesen ab. Dieses quasi ‚vor aller Augen‘ erfolgte Ereignis hatte auch merklichen Einfluss auf die Ansichten vieler Wissenschaftler zur Menschheits- und Zivilisations-Geschichte.

Dass die hinter besagtem akademischem Verdikt stehende aktualistische Grundhaltung heute längst nicht mehr bei allen Wissenschaftlern vorzufinden ist, hängt nicht zuletzt mit einem Ereignis in unserem Sonnensystem zusammen, dass 1994 für einigen Wirbel in der scientific community sorgte. Gemeint ist das spektakuläre Ende des Kometen Shoemaker- Levi 9, dessen Fragmente im Juli jenes Jahres auf dem Planeten Jupiter einschlugen. (Abb. 2) Der amerikanische Alternativ-Historiker Frank Joseph, der die von Platon erwähnte Atlantis-Katastrophe – ebenso wie Spanuth – am Ende der Bronzezeit vermutet, dieses Ereignis [4] aber keineswegs für „einmalig“ hält, bemerkt zur Auswirkung des Shoemaker-Levy-Events auf nicht geringe Teile der Academia plakativ: Das „…gelassene Vertrauen darin, die Erde besitze eine Art spezielle Immunität gegen Bedrohungen aus dem All, wurde dramatisch durch eine nüchternere Wahrnehmung unserer prekären Position im Sonnenystem ersetzt.[5] Damit kam auch die Frage nach den Ursachen rätselhafter Diskontinuitäten und Umbrüche in der Zivilisations-Geschichte der Menschheit wieder auf die Tagesordnung der Forschung.

Dazu führt Frank Joseph weiter aus: „Während der Mitte der 1990er Jahre überdachten universitär ausgebildete Wissenschaftler diese Frage im Licht der verheerenden Auswirkungen von Shoemaker Levi auf den Jupiter neu. Sie begannen, ernsthaft die Vorstellung in Erwägung zu ziehen, dass ähnliche Kataklysmen grundlegend den Verlauf der frühen Entwicklung von Zivilisationen hier auf der Erde bestimmt haben könnten. In Europa, Asien und den Vereinigten Staaten überprüften Archäologen ihre Forschungsergebnisse und waren überrascht, zu einigen gemeinsamen Schlussfolgerungen zu gelangen, welche verhießen, lange vertretene Auffassungen zur Vergangenheit radikal umzustürzen, so wie auch die Astronomen gezwungen gewesen waren, als Resultat der überraschenden Auftauchens von Shoemaker Levi ihren vorgefassten Glauben an ein friedliches Sonnensystem zu revidieren.[6]

Abb. 3 Die 'Große Halle' des Fitzwilliam College in Cambridge. Hier veranstaltete die Society for Interdisciplinary Studies 1997 den Kongress »Natural Catastrophes During Bronze Age Civilizations: Archaeological, Geological, Astronomical, and Cultural Perspectives«, auf dem die Weichen für eine neue, katastrophistische Betrachtung der Bronzezeit und früherer Perioden gestellt wurden.

Abb. 3 Die ‚Große Halle‘ des Fitzwilliam College in Cambridge. Hier veranstaltete die Society for Interdisciplinary Studies 1997 den Kongress »Natural Catastrophes During Bronze Age Civilizations: Archaeological, Geological, Astronomical, and Cultural Perspectives«, auf dem die Weichen für eine neue, katastrophistische Betrachtung der Bronzezeit und früherer Perioden gestellt wurden.

Um hier gleich möglichen Missverständnissen vorzubeugen, sollte betont werden, dass sich Frank Josephs obige Äußerungen keineswegs auf die universitäre Astronomie und Archäologie insgesamt beziehen, sondern vielmehr auf eine ganze Reihe fortschrittlicher und ergebnisoffen arbeitender, oder ohnehin katastrophistischen Vorstellungen zuneigender Fachwissenschaftler [7]. In diesem Sinne ist es auch zu verstehen, wenn es bei Joseph weiter heißt:

Drei Jahre nach der Begegnung des Kometen mit Jupiter versammelten sich viele der weltweit führenden Autoritäten in [den Bereichen] Archäologie, Archäoastronomie, Geologie, Paläobotanik, Klimaforschung und verwandter Wissenschaften auf einer speziellen Konferenz, die darauf abzielte, ihre neuen verstörenden Daten zusammenzulegen. Sie nannten ihr Symposion »Natural Catastrophes During Bronze Age Civilizations: Archaeological, Geological, Astronomical, and Cultural Perspectives«. Vom 11. bis 13. Juli 1997 hatte die Society for Interdisciplinary Studies im englischen Fitzwilliam College (Abb. 3) in Cambridge Wissenschaftler aus Schweden, Japan, Australien und vielen anderen Ländern zu Gast. Zu den Präsentatoren gehörten akademische Koryphäen, wie Mike Baillie, Professor am Zentrum für Paläoökologie der Queens University in Belfast, Nordirland, wo er der führende Experte für Dendrochronologie ist. Zu seinen Sprecher-Kollegen zählten Duncan Steel, der am Pioneer Venus Orbiter Program der NASA mitarbeitete, sowie Amos Nur, Professor für Geophysik an der Stanford University. Insgesamt nahmen etwa einhundert ihrer Kollegen an der Konferenz teil.[8]

Abb. 4 Laut Clube und Napier wurde die Erde über zehntausende von Jahren hinweg periodisch durch Cluster von Kometenfragmenten bombardiert, mit denen verglichen heutige Meterorströme wie die Tauriden (Bild) lediglich harmlose Himmelsspektakel darstellen.

Abb. 4 Laut Clube und Napier wurde die Erde über zehntausende von Jahren hinweg periodisch durch Cluster von Kometenfragmenten bombardiert, mit denen verglichen heutige Meterorströme wie die Tauriden (Bild) lediglich harmlose Himmelsspektakel darstellen.

Zu den allgemein bekanntesten Referenten dieses Symposions gehörten die beiden Astronomen Victor Clube und Bill Napier, deren Modell des ‚Kohärenten Katastrophismus‚ der US-amerikanische Atlantisforscher Kenneth Caroli folgendermaßen umreißt: „Ihre Theorie ist, dass ein gigantischer Komet zu einem Zeitpunkt vor zwischen 70.000 und 30.000 Jahren in einen sub-jovianischen Orbit abgelenkt wurde. Seither zerfiel er nach und nach in kleinere, sekundäre Kometen oder Asteroiden. Diese neuen Kometen erzeugten Trümmerfelder [orig.: „debris tubes„; d.Ü.], die noch immer als jährliche Meteorschauer zu sehen sind. Doch als sie noch jünger waren, waren sie auch noch dichter und konnten auf unserem Planeten Verwüstungen anrichten, wenn die Erde ihren dichtesten Bereich passierte. Diese meteorischen Felder drehten sich im über mehrere Jahrtausende hinweg präzessionell, sodass ihre Perioden mit höchstem Gefahren-Potential [orig.: „periods of greatest danger„; d.Ü.] ungefähr 2500 Jahre auseinander liegen. Für den Zeitraum ab etwa 3150 v.Chr. postulieren Clube und Napier einen geringeren Subzyklus von etwa 600 Jahren.[9] [10]

Dazu führt Frank Joseph weiter aus: „Clubes und Napiers Theorie fand auch bei anderen Wissenschaftlern der Society positive Beachtung, die allgemein darin übereinstimmten, dass durch diese Nahbegegnungen [mit den Überresten des vermuteten großen kometaren Körpers, d.h. die postulierten Passagen der Erde durch besagte Trümmerfelder; d.Ü.] und / oder durch unmittelbare Impakte von vier verschiedenen Kometen eine primäre Gruppe bronzezeitlicher Kataklysmen herbeigeführt wurde. [11] Diese kosmischen [orig.: „celestial„; d.Ü.] Konfrontationen beeinflussten und traumatisierten die Zivilisation um 3100, 2200, 1628 und 1198 v.Chr. Die Referenten aus Cambridge lieferten eine Fülle materieller Evidenzen für eine überzeugende Argumentation, dass diese Katastrophen der Bronzezeit in der Tat stattgefunden haben, womit sie erst kürzlich mittels voneinander unabhängiger wissenschaftlicher Hilfsmittel etwas neu herausgefunden haben, was Menschen bereits vor 3000 Jahren und mehr wussten, und was in den Erinnerungen von [späteren] Völkern rund um die Welt erhalten blieb. An selbiges Quartett von Desastern erinnerten sich Griechen, Iren, Ägypter, Nordeuropäer, Afrikaner und nativ-amerikanische Völker Mesoamerikas sowie der Anden.[12]

Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Platon, „TIMAIOS (De natura)„; nach der Übersetzung von Dr. Franz Susemihl, in: Platon’s Werke, vierte Gruppe, sechstes und siebentes Bändchen, Stuttgart 1856 (online als PDF-Datei bei opera-platonis.de)
  2. Anmerkung bei Spanuth: (Siehe) Wilhelm Brandenstein, „Atlantis Größe und Untergang eines geheimnisvollen Inselreiches„, Wien (Gerold), 1951, S. 60; Adolf Schulten, „Das Rätsel Atlantis und seine Lösung“ (Teil 2), in: Deutsche Zeitung für Spanien, Barcelona, Jahrgang XXX, Nr. 684, 1948
  3. Quelle: Jürgen Spanuth, „Das enträtselte Atlantis“, Bochum (Deutscher Buchklub), ohne Jahrgang (um 1953: in diesem Jahr erschien die Original-Ausgabe des Buches), S. 26
  4. Siehe zu diesem end-bronzezeitlichen Kataklysmus bei Atlantisforschung.de: 2hinzkunz et al., „Katastrophenzeit 12. Jahrhundert v. Chr.„; sowie: Bernhard Beier, „Die end-bronzezeitliche Klimakatastrophe aus atlantologischer Sicht
  5. Quelle: Frank Joseph, „Survivors of Atlantis: Their Impact on the World„, Rochester, Vermont (Bear & Company), 2004, S. 44 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  6. Quelle: Frank Joseph, op. cit., 2004, S. 45 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Anmerkung: Naturgemäß waren die Auswirkungen und Reaktionen auf den jovianischen Streu-Impakt der Fragmente von Shoemaker-Levi 9 im Bereich der Astronomie und Planetenforschung weitaus intensiver als unter den – nicht selten ‚erzkonservativen‘ – ArchäologInnen, die sich zumeist noch immer schwer mit der Akzeptanz neo-katastrophistischer Sichtweisen zur Zivilisationsgeschichte tun.
  8. Quelle: Frank Joseph, op. cit. (2004), S. 45 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  9. Quelle: Kenneth Caroli, nach Frank Joseph, op. cit. (2004), S. 45-46; Caroli nimmt dort Bezug auf: Benny J. Peiser, Trevor Palmer und Mark E. Bailey (Hrsg.), „Natural catastrophes during Bronze Age civilisations: archaeological, geological, astronomical and cultural perspectives„, Archaeopress, 1998, S. 273 (Übersetzung ins Deutsche
    1. Siehe dazu auch: S.V.M. Clube (OXFORD UNIVERSITY, DEPARTMENT OF PHYSICS, KEEBLE ROAD, OXFORD, UK & ARRNAGH OBSERVATORY, COLLEGE HILL, ARRNAGH, UK), „THE PROBLEM OF HISTORICAL CATASTROPHISM„, online bei The Millenium Group (abgerufen: 08. August 2017)
    2. Red. Anmerkung: Tatsächlich sind auch noch andere Datierungen bze. Ereignisse in der Diskussion. Siehe z.B.: William R. Corliss, „Was geschah 2345 v. Chr.?“ (aus: Science Frontiers Nr. 30, Nov./Dez. 1983)
    3. Quelle: Frank Joseph, op. cit. (2004), S. 46 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

    Bild-Quellen:

    1) Civvi~commonswiki et al. bei Wikimedia Commons, unter: File:Peter Paul Rubens – The Fall of Phaeton (National Gallery of Art).jpg
    2) Peter439 und Soerfm bei Wikimedia Commons, unter: File:Jupiter showing SL9 impact sites.jpg
    3) SS1981 (in der Wikipedia auf Englisch) bei Wikimedia Commons, unter: File:2003 0607 170338AA.jpg
    4) Laura Knight-Jadczyk, „Witches, Comets and Planetary Cataclysms“ (aus: The Dot Connector Magazine, 30. Oktober 2010, nach der Webseite Fireballs-MeteoritesBlogspot), bei bibliotecapleyades.ne

http://atlantisforschung.de/index.php?title=Platon%2C_Shoemaker-Levy_9%2C_Koh%C3%A4renter_Katastrophismus_und_die_irdischen_Kataklysmen_der_Vorzeit

Versunkenes Atlantis – Der Untergang eines Kontinents (Videos)

Atlantis

Atlantis boomt. Bücher zum Thema sprießen wie die Blumen im Frühling. Manche werden sich fragen: Gab es das sagenhafte Land wirklich? Und wenn, wo lag es dann? Und wann? Und wie ging es unter? Und warum?

Madame Lescot traute ihren Augen nicht. Was das Elektronenmikroskop der Wissenschaftlerin des Pariser Historischen Museums (Musée de l’Histoire) in jenen Oktobertagen des Jahres 1976 zutage förderte, konnte eigentlich gar nicht sein: Spuren von Tabak in der Mumie Ramses II.! War Tabak doch zu keiner Zeit in Ägypten angebaut worden; ja, galt er als der antiken Welt vollkommen unbekannt. Wie also kam er in die Mumie des wohl ruhmreichsten Pharaos? Ganz einfach, sagten Wissenschaftlerkollegen: Die Ägyptologen, die die Mumie im Jahre 1881 im sogenannten ‘Königslager’ in einer Gruft in Südägypten fanden, hätten wohl während der Arbeit Pfeife geraucht und den Tabak in die Mumie bröseln lassen. Dr. Lescot konnte so eine Trivialität nicht auf ihrem wissenschaftlichen Renommee sitzenlassen. Sie stöberte im Innern der Mumie umher – und siehe da: Auch hier gab’s Spuren von Tabak. Die inneren Organe des Pharaos waren durch eine Kräutermischung ersetzt worden, die unter anderem gehackte Tabakblätter enthielt. War der Tabak etwa verwendet worden, um den König frei von Insektenfraß zu halten? Schön und gut. Das erklärte aber immer noch nicht, wie der Tabak in vorchristlicher Zeit von Südamerika nach Ägypten gesegelt war.

Im Jahr 1992 machte die Toxikologin Svetlana Balabanova, die am Institut für Forensische Medizin der Universität Ulm tätig war, eine noch seltsamere Entdeckung: Die Mumie der Henuttawy, Priesterin und Sängerin im Tempel des Amun bei Theben, die um das Jahr 1’000 v.Chr. gestorben war, war voll von Drogen. Haschisch war nicht außergewöhnlich, schließlich baute man Hanf an den Gestaden des Nils an. Nikotin stellte schon ein größeres Problem dar. Doch woher kam das Kokain in der Mumie?! Wuchs der Kokastrauch doch ausschließlich einige Tausend Kilometer und einen Ozean entfernt, in Südamerika!

Andrew Collins, der Autor des Buches Neue Beweise für Atlantis, kommt nach der Betrachtung zahlreicher weiterer Indizien zum Schluß: “Es mag zunächst unglaublich klingen, doch die einzig realistische Erklärung für das Vorhandensein von Kokain in ägyptischen Mumien scheint zu sein, daß zwischen der ägyptischen Welt und Amerika Handelskontakte existiert haben.” Höchstwahrscheinlich, weist er nach, waren es phönizische Seefahrer, die schon in vorchristlicher Zeit zwischen Amerika und Afrika Handel betrieben.

Wie kam es, daß sie lange vor Christoph Kolumbus und Erik dem Roten von der Existenz eines Landes jenseits des Ozeans wußten? Ganz einfach. Ihre Vorfahren pflegten selbst dort zu leben, wo heute nur mehr Wasser ist: Auf dem alten, sagenumwobenen, mystischen Kontinent mit Namen Atlantis, der eine Brücke zwischen den Kontinenten bildete, bevor er in den Fluten versank.

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(Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigte Atlantis in außerordentlicher Weise die Phantasie der Massen. Hier das Titelblatt einer Schrift von George Roux aus dem Jahre 1895, das unter dem Meer eine kultivierte Welt zeigte)

Atlantis, wo bist du?

Über die vermutete Lage von Atlantis gibt es die abwegigsten Spekulationen. Sibirien, vermutet ein Forscher. Irak ein anderer. Schweden! ruft ein Dritter, und auch Südrußland, Belgien, Ostpreußen und Äthiopien müssen als potentielle ehemalige Atlantis herhalten. Neun Experten sind der Überzeugung, Israel und der Libanon seien’s gewesen; für Marokko und Nordafrika stimmen 15; 21 sind überzeugt, das heutige Nord- und/oder Südamerika seien das ehemalige Atlantis, und 46 machen es sich besonders leicht, indem sie es vom Erdball verschwinden lassen und lediglich im Reich der Legenden ansiedeln. Die große Mehrheit, 97 Atlantis-Forscher nämlich, tippen jedoch richtig, indem sie es als eine “versunkene Insel oder mehrere Landbrücken im Atlantik” vermuten. Das wahre Atlantis lag, wie Plato es in seiner Kritias schon vor zweieinhalbtausend Jahren schrieb, jenseits der ‘Säulen des Herakles’ (womit die Landenge von Gibraltar gemeint ist), unter den Fluten des Ozeans, der Atlantik heißt.

In den letzten einhundertdreißig Jahren haben unvoreingenommene Forscher eine Beweislast für einen einst dort existierenden Kontinent zusammengetragen, die selbst Berge von Zweifel der ewigen Skeptiker zum Wanken bringen sollte.
Schon allein der Name: Atl ist ein Wortbestandteil, der keinerlei etymologische Verbindung zu irgendeiner in Europa bekannten Sprache der Gegenwart oder der Antike aufweist. Höchstwahrscheinlich ist es atlantischen Ursprungs. Nur in altamerikanischen Sprachen findet man das Wort atl, und dort bedeutet es ‘Wasser’! Die Azteken nannten ihren nassesten Monat Atl, weil dann öfters Regen, Flut und Stürme tobten. Die Hieroglyphe für Atl bestand aus einer schweren Regenwolke, aus der das Wasser goß.

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So ungewöhnlich die Silbe Atl sein mag, gerade in Nordwestafrika begegnen wir ihr immer wieder. In der Nähe des Atlas-Gebirges gibt es heute noch Stämme, die sich Atalantes, Atarantes und Atlantioi nennen. Die nordafrikanischen Berberstämme erzählen sich die Legende von Attala, einem Königtum, das reich an Gold, Silber und Zinn war, das jetzt tief im Ozean begraben liegt und eines Tages wieder auftauchen soll. Die alten Kelten Galliens, Irlands, Wales’ und anderer britannischer Regionen glaubten, daß ihre Vorfahren aus einem Land im Westen gekommen seien. Avalon, so hieß die Insel, soll schließlich vom Meeresgott in Besitz genommen worden sein. Helena Blavatsky schreibt in ihrem Buch Anthropogenesis, daß die keltischen Druidenpriester Abkömmlinge der letzten Atlantier waren. Auch die seefahrenden Phönizier wußten von einem geheimen Land namens Antilla, das sehr reich gewesen sein soll.

Eine der Haupt-Ferienregionen der Europäer sind altes, lemuro-atlantisches Land: Die Kanarischen Inseln nämlich. Ihre Bewohner wissen das. Sie halten ihre Inseln für einen kleinen Teil des ‘Alten Landes’ (wie Atlantis manchmal liebevoll genannt wird), der die ‘große Flut’ überdauerte. Dem Wort Atalaya begegnet man auf den Kanarischen Inseln immer wieder. Es dient als gängiger Name für Plätze. Die Ureinwohner erhoben Anspruch darauf, die einzigen Überlebenden einer ‘weltweiten’ Katastrophe zu sein, die nur ihr Land verschonte.

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(Die Dame von Elche ist eine prähistorische Skulptur, die man bei Elche in Südspanien fand. Die Plastik wurde als eine Priesterin von Atlantis bezeichnet und wird von vielen als ein Bindeglied zur atlantischen Prähistorie betrachtet)

Attaland, Aztlan und Atyantika

Doch auch viel weiter ostwärts künden alten Schriften von einem sagenhaften, unterge-gangenen Kontinent. Die heiligen Schriften Indiens, die Puranas und das Mahabharata, erzählen von den ‘Weißen Inseln’. Sie werden auch als Kontinent Attala bezeichnet! Er soll in dem Ozean gelegen haben, der ‘eine halbe Welt’ von den Küsten ihres eigenen Landes entfernt war. Auch der Begriff Atyantika erscheint in diesen und anderen Texten im Zusammenhang mit einer großen Katastrophe.

Die Azteken wiederum berichteten den Konquistadoren, daß ihre Rasse von einer großen Insel namens Aztlan stamme, die im Ozean östlich ihres Landes gelegen habe. Einige indianische Stämme Nordamerikas besitzen Überlieferungen, denen zufolge ihre Vorfahren von einer großen Insel im Meer im Osten stammen. Die ersten weißen Siedler, die nach Wisconsin kamen, staunten nicht schlecht, als sie dort auf ein Dorf trafen, das seine Einwohner Azatlan nannten. Ignatius Donnelly zufolge (dem Autor von Atlantis – die vorsintflutliche Welt, das Ende des 19. Jahrhunderts erschien und ein ungeheurer Bestseller wurde) konnten die Tolteken ihre Wanderungen bis zu einem Ort namens Aztlan zurückverfolgen, und auch das heilige Buch der Quiché-Maya, der Popol Vuh, berichtet von Reisen königlicher Prinzen zwischen Aztlan und seinen Kolonien im Westen.

Die nordische Edda wiederum weiß von einem Land Attaland, das in einem Meer mit dem Namen Atlas Pfad lag. Atla lautete der Name des Meereskönigs. Er “gilt als Beherrscher des Meeres, daher wird das Meer auch als ‘Atlas Pfad’ bezeichnet.” In christlicher Zeit wagte es ein Jesuit des 17. Jahrhunderts, Athanasius Kircher, die Idee von einer versunkenen, unabhängigen Landmasse im Atlantischen Ozean zu propagieren.

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Google Earth und die Karte von Athanasius Kircher 1669)

 

Kehren wir zu den alten Griechen zurück: Plato war nicht der einzige gebildete Mann und Eingeweihte, der in seiner Kritias das Leben auf Atlantis schilderte. Auch Aristoteles, Theopompus, Strabo, Marcellus und Plutarch schrieben verschiedentlich von einem Kontinent jenseits eines Meeres voller Seetang und von Inseln im fernen Westen. Der griechische Neoplatoniker Proklus (412-485 n.Chr.) überliefert uns, daß das Thema Atlantis im 3. Jahrhundert n.Chr. unter den Philosophen der Platonischen Akademie an der berühmten Bibliothek und Universität von Alexandria offen diskutiert worden sei. Welch ein Fortschritt gegenüber der Zeit Platos!

Damals noch war es Eingeweihten unter Androhung der Todesstrafe verboten gewesen, Geheimnisse aus dem Dunkel der Menschheitsgeschichte außerhalb der Einweihungstempel auszuplaudern. Daher vermischt sich in Platos Atlantis-Schilderung Wahrheit mit Parabel und Allegorie.

Zu den ebenfalls bestgehüteten Geheimnissen der Alten gehörten die wahren Zeiträume und Daten. Wenn da von einem Jahr geschrieben stand, mußte man es in Wirklichkeit mit hundert oder gar tausend multiplizieren. Und hier kommen wir schon zu den ersten Irrtümern, die manch ein Atlantis-Forscher verbreitet: Der Kontinent reicht nicht etwa nur ein paar zehntausend- oder hunderttausend Jahre zurück, sondern Millionen von Jahren – in die Miozän-Zeit nämlich. Atlantis, das war das Zentrum der Welt für eine unvorstellbar lange Zeit, und seine ersten Tage unterschieden sich fundamental von seinen letzten; seine ersten Menschen hatten nur wenig gemein an Statur, Wesen und Geist mit jenen angeblich sechzig Millionen, die eines schicksals-schweren Tages im Jahre 9’564 vor Christus in den Fluten des Atlantiks versanken.

Literatur:

Atlantis und Lemuria: Legenden und Mythen oder versunkene Hochkulturen der Vergangenheit? von Heinrich Kruparz

Das verlorene Atlantis. Die Geschichte der Auflösung eines alten Rätsels von Martin Freksa

Vimana Aircraft of Ancient India & Atlantis von David Hatcher Childress

Das Atlantis Rätsel / Das Bermuda Dreieck / Das Philadelphia Experiment. Fenster zum Kosmos? von Charles Berlitz

Quellen: PublicDomain/zeitenschrift.com

http://www.pravda-tv.com/2015/05/versunkenes-atlantis-der-untergang-eines-kontinents-videos/