Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wegen Flüchtlings-Chaos kehrt Europa den USA den Rücken – wendet sich stattdessen an Russland

Als ich dieses zuerst sah, war ich skeptisch. Ich fand keine Bestätigung dafür.  Jedoch, nun bringt  The Veterans Today  auch  den Artikel – so ich wage es auch.

Vielleicht beginnt  sLawrow-steinmeierogar der US / Rothschild Vasall, Deutschland, die tödliche Gefahr der laufenden nie endenden Masseneinwanderung zu begreifen – und zu sehen, dass eine seiner Quellen, die sinnlosen NATO-Angriffskriege in Nahost,  gegen Syriens rechtmässigen Präsidenten durch Bombardierungen und die Stellvertreter und hier  ISIS/Al Qaeda  ein Bumerang ist, der den Westen tötet.

DWN 12 Sept. 2015:  Bundeskanzlerin Angela  Merkel sagte, dass eine Lösung des Syrien-Konflikts nur gemeinsam mit den Russen möglich sei. Merkels neue Linie könnte auch mit aktuellen UN-Prognosen zusammenhängen: Demnach könnte bis zum Jahresende eine weitere Million Syrer vertrieben werden.

DWN 12 Sept. 2015Deutschland schert überraschend deutlich aus der Allianz mit den USA aus, die eine Beteiligung Russlands in Syrien verhindern wollte. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte dem Spiegel, sie begrüße, dass sich Russlands Präsident, Wladimir Putin, am Kampf gegen die Extremistenorganisation «Islamischer Staat“ beteiligen wolle. Es sei im gemeinsamen Interesse, den IS zu bekämpfen, sagte sie.

Auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, Deutschland würde ein größeres Engagement Russlands im Kampf gegen den IS begrüßen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte sogar an, mit Lawrow und dem französischen Kollegen Laurent Fabius einen Vorstoß zur Beendigung des Bürgerkrieges in Syrien zu starten. Lawrow und Fabius werden am Samstag in Berlin erwartet.
Ohne die Mitwirkung des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei die Situation in Syrien nicht in den Griff zu bekommen, sagt CSU-Chef Horst Seehofer dem Spiegel.

Weil Kräfte beider Seiten in und um Syrien im Einsatz seien, müssten die USA die zuletzt eingestellte operative Koordination mit Russland wieder aufnehmen, sagte Lawrow am Freitag in Moskau. So sollten «nicht beabsichtigte Zwischenfälle» verhindert werden. Russland Militärmanöver im Mittelmeer seien im Einklang mit internationalem Recht.

Keinesfalls will Washington Moskau die Meriten überlassen, sollte es den Russen tatsächlich gelingen, die verfahrene Lage zu beruhigen.
Es sind vor allem die Neocons, die davor warnen, mit Russlands Präsident Wladimir Putin an irgendeiner Stelle zu kooperieren. US-Präsident Barack Obama dagegen hat noch nicht eindeutig erkennen lassen, ob die neue Initiative Russlands ins Syrien mit dem Weißen Haus abgesprochen ist.

Es ist gut denkbar, dass die US-Regierung ihre Position angesichts der immer neuen Flüchtlingswellen nach Europa überdacht hat und nun doch bereit ist, mit den Russen im Nahen Osten zu kooperieren. 

Steinmeier ist seit längerem hinter den Kulissen um einen Vermittlungsvorschlag bemüht und darüber in ständigem Kontakt mit seinem russischen Kollegen Lawrow. Ihm scheint von allen deutschen Regierungs-Politikern am klarsten zu sein, dass die Flüchtlingskrise in Europa völlig außer Kontrolle gerät, wenn im Nahen Osten weiter gekämpft wird.

Österreich und Spanien haben bereits vor einigen Tagen signalisiert, dass sie dieMitwirkung Russlands beim Kampf gegen den IS für unerlässlich halten.

Russland hat begonnen, seine militärische Aktivitäten in Syrien auszubauen.

Kommentar
putin-saviourputin-paulEuropa ringt nun um sein Leben. Die Freimaurer-Führer in Brüssel und Europas Hauptstädten sind wie Goethes Zauberlehrling: Sie haben Kräfte losgelassen, die sie nicht stoppen können. Daher wenden sie sich an ihren jüdischen  Chabad Lubawitsch– und  Alexander Dugin Fan, mutnasslichen Heiland,  Putin – und kehren dem Amateur, Obama, den Rücken. 

Aber auch nicht Putin wird diese Migrationswelle stoppen können. Denn sie hat weitere Ursachen: 1) Auswanderung wie von Allahs Koran befohlen, um die Welt für Allah zu erobern. 2) Der Islam kann nur Armut und sektiererische Kriege erzeugen.
Im dekadenten Westen brauchen diese Leute gar nicht zu arbeiten: Unsere Sozialhelfer können und wollen sie unterhalten – bis sie das System einbricht.
Die deutsche Regierung überlegt es sich nun,  Privathäuser zum Verkauf für die armen Migranten zu beschlagnahmen. Ein Grossteil sind gar keine Syrer – belügen  ohne Papiere bloss  unsere ehemaligen Behörden. Denn jetzt haben wir keine Behörden mehr. Keine Staatsgewalt. In Dänemark verweigert die Polizei nun, die Anzahl der unbehinderten Völkerwanderer anzugeben.

Wie ich so oft geschrieben habe: Die Wiederkunft Christi ist unsere einzige Hoffnung, um aus diesem Schlamassel zu kommen. Die wird jedoch erst während eines Grosskrieges, der sonst die ganze Menschheit ausrotten würde, stattfinden (Matth. 24).

http://new.euro-med.dk/

Syrien: Deutschland bricht aus US-Allianz gegen Russland aus

Deutschland ist überraschend aus der Anti-Putin-Allianz der USA ausgebrochen: Deutschland begrüßt nun offiziell die Bereitschaft Moskaus, sich in Syrien zu engagieren und startet gemeinsam mit den Russen und den Franzosen eine Initiative zur Beendigung des Krieges. Damit soll der Strom der Flüchtlinge gestoppt werden. Deutschland hat tausende Soldaten in Rufbereitschaft versetzt.

Frank-Walter Steinmeier und sein russischer Kollege Sergej Lawrow arbeiten seit längerem im Hintergrund an einem Plan für Syrien. Im Bild die beiden Außenminister beim Besuch der Stalingrad-Gedenkstätte bei Wolgograd im Mai dieses Jahres. (Foto: dpa)

Deutschland schert überraschend deutlich aus der Allianz mit den USA aus, die eine Beteiligung Russlands in Syrien verhindern wollte.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte dem Spiegel, sie begrüße, dass sich Russlands Präsident Wladimir Putin am Kampf gegen die Extremistenorganisation «Islamischer Staat“ beteiligen wolle. Es sei im gemeinsamen Interesse, den IS zu bekämpfen, sagte sie.

Auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, Deutschland würde ein größeres Engagement Russlands im Kampf gegen den IS begrüßen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte sogar an, mit Lawrow und dem französischen Kollegen Laurent Fabius einen Vorstoß zur Beendigung des Bürgerkrieges in Syrien zu starten. Lawrow und Fabius werden am Samstag in Berlin erwartet.

Unterstützung erhält die neue Strategie der Bundesregierung aus Bayern: Führende CSU-Politiker sprachen sich bei der Suche nach einer Friedenslösung für Syrien für eine engere Zusammenarbeit mit der russischen Führung aus. Ohne die Mitwirkung des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei die Situation in Syrien nicht in den Griff zu bekommen, sagt CSU-Chef HorstSeehofer dem Spiegel. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller ist für eine Einbindung Russlands: «Wir brauchen eine gemeinsame diplomatische Initiative der Uno mit Beteiligung Russlands, der USA, der EU und der Regionalmächte», sagte Müller laut dpa. Am Montag will der CSU-Parteivorstand darüber beraten, wie eine Kooperation mit Moskau aussehen könnte.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow das US-Verteidigungsministerium zur Abstimmung mit dem russischen Militär aufgefordert. Weil Kräfte beider Seiten in und um Syrien im Einsatz seien, müssten die USA die zuletzt eingestellte operative Koordination mit Russland wieder aufnehmen, sagte Lawrow am Freitag in Moskau. So sollten «nicht beabsichtigte Zwischenfälle» verhindert werden. Russland Militärmanöver im Mittelmeer seien im Einklang mit internationalem Recht. Lawrow erklärte zudem, die Moskauer Regierung werde auch weiterhin Waffen an die Truppen von Syriens Präsident Baschar al-Assad liefern, um sie in ihrem Kampf gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen.

Russland hatte bereits vor einigen Wochen neben neuen Militär-Aktivitäten mit einer diplomatischen Offensive begonnen. Die Amerikaner haben nicht eindeutig erkennen lassen, ob sie den russischen Vorstoß unterstützen.Keinesfalls will Washington Moskau die Meriten überlassen, sollte es den Russen tatsächlich gelingen, die verfahrene Lage zu beruhigen. Daher hat die US-Regierung vorsorglich davor gewarnt, dass ein russisches Eingreifen zu noch mehr Flüchtlingen führen könnte.

Es sind dies vor allem die Neocons, die dafür warnen, mit Russlands Präsident Wladimir Putin an irgendeiner Stelle zu kooperieren. US-Präsident Barack Obama dagegen hat noch nicht eindeutig erkennen lassen, ob die neue Initiative Russlands ins Syrien mit dem Weißen Haus abgesprochen ist. Außenminister John Kerry hatte sich im Frühjahr überraschend zu einem Russland-Besuch aufgemacht, der jedoch im Hinblick auf Syrien ohne Ergebnisse blieb. Es ist gut denkbar, dass die US-Regierung ihre Position angesichts der immer neuen Flüchtlingswellen nach Europa überdacht hat und nun doch bereit ist, mit den Russen im Nahen Osten zu kooperieren.

Steinmeier ist seit längerem hinter den Kulissen um einen Vermittlungsvorschlag bemüht und darüber in ständigem Kontakt mit seinem russischen Kollegen Lawrow. Ihm scheint von allen deutschen Regierungs-Politikern am klarsten zu sein, dass die Flüchtlingskrise in Europa völlig außer Kontrolle gerät, wenn im Nahen Osten weiter gekämpft wird.

Österreich und Spanien haben bereits vor einigen Tagen signalisiert, dass sie die Mitwirkung Russlands beim Kampf gegen den IS für unerlässlich halten.

Russland hat begonnen, seine militärische Aktivitäten in Syrien auszubauen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will den Einsatz der Bundeswehr im Irak ausweiten. Die Bundeswehr sei bereit, die erfolgreiche Arbeit in den Kurdengebieten auch mit der irakischen Zentralregierung fortzusetzen, sagte die CDU-Politikerin dem Spiegel vom Samstag. Erste Schritte seien bereits getan. So habe Deutschland Sanitätsmaterial, Helme und ABC-Schutzmasken geliefert. Bis zu 100 Bundeswehr-Soldaten bilden im Nordirak unter anderem kurdische Peschmerga-Kämpfer aus. Zudem wurden Waffen geliefert.

In Deutschland hat von der Leyen für die Flüchtlingshilfe Tausende von Soldaten in Rufbereitschaft versetzt. Ob dies wegen der Flüchtlinge oder wegen Hinweisen auf eine Terror-Gefahr geschehen ist, ist unklar. Eine entsprechende Anweisung sei am Vortag an die Truppe gegangen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag zu einem entsprechenden Bericht des «Spiegels». Bis zu 4000 Bundeswehr-Angehörige seien dann ständig erreichbar und abrufbar. Am vergangenen Wochenende waren bundesweit Soldaten im Einsatz gewesen, um bei der Unterbringung von Tausenden von neu angekommenen Flüchtlingen zu helfen. Die Soldaten erhalten für Bereitschaftszeiten einen Ausgleich.

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Putin in Krim-Doku: Wir durften die Menschen nicht den Nationalisten ausliefern

Wiedervereinigung der Krim mit Russland

Rund ein Jahr nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland erinnert sich der russische Präsident Wladimir Putin in einer Fernsehdokumentation an die Ereignisse vom Frühjahr 2014.

Schon am Tag des nationalistischen Umsturzes in Kiew hat Putin in der Nacht zum 23. Februar in einer Sitzung mit den Leitern der Sicherheitsdienste über einen Rettungseinsatz für den entmachteten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch beraten. „Wir beendeten die Sitzung etwa um sieben Uhr morgens“, erinnerte Putin in einem Trailer der Dokumentation „Krim. Der Weg in die Heimat“, der am Sonntag von dem Staatssender Rossija 1 ausgestrahlt wurde.

Video auf russisch im Original.

„Nach der Sitzung habe ich zu meinen Kollegen gesagt, die Situation in der Ukraine ist so, dass wir gezwungen sind, die Arbeit an einer Rückholung der Krim nach Russland zu beginnen. Denn wir können dieses Territorium und die Menschen, die dort leben, nicht im Stich lassen und dürfen sie nicht den Nationalisten ausliefern.“

Als erstes haben Meinungsforscher im Auftrag der russischen Behörden eine Umfrage auf der Krim durchgeführt. Putin erinnert sich: „Es stellte sich heraus, dass sich etwa 75 Prozent der Krim-Bevölkerung einen Beitritt zu Russland wünschten.“ Rund zwei Wochen später werden bei einem Referendum auf der Krim mehr als 96 Prozent der Wähler für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmen. „Unser Endziel war keine Eroberung und keine Annexion der Krim, sondern das Endziel bestand darin, den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung darüber zu äußern, wie sie weiter leben wollen“, so Putin in der Doku. Hätten die Menschen auf der Krim anders entschieden, hätte Russland das akzeptiert.

Am 22. Februar 2014 war es in der Ukraine zu einem Umsturz gekommen. Die Opposition erklärte Präsident Viktor Janukowitsch für abgesetzt. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten umgehend anerkannt wurde. Dagegen haben die von Russischstämmigen dominierten Halbinsel Krim und die östlichen Regionen Donezk und Lugansk den nationalistisch geprägten Machtwechsel in Kiew nicht anerkannt.

Am 16. März 2014 stimmte die Krim-Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation. Zwei Tage später unterzeichneten Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation.

Nach den Ereignissen in Kiew demonstrierten auch in den ostukrainischen Industriegebieten Donezk und Lugansk tausende Menschen für ein Referendum und mehr Selbständigkeit für ihre Regionen. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen schließlich „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die Protestregionen. Bei schweren Gefechten zwischen dem ukrainischen Militär und örtlichen Volksmilizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 6000 Zivilisten getötet worden. Seit dem 15. Februar gilt im Kampfgebiet Waffenruhe.

Die Krim gehörte seit 1783 zu Russland, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 diese Schwarzmeer-Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „verschenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 blieb die von Russen dominierte Krim automatisch in der Ukraine.
http://de.sputniknews.com/politik/20150310/301415131.html#ixzz3TyunQ2xi

INTERVIEW Britischer Forscher: EU-Politik in der Ukraine war „Dummheit im großen Stil“

Der britische Russland-Forscher und Politologe Richard Sakwa ist der Auffassung, dass die Schuld an der Eskalation in der Ukraine in Washington und Brüssel zu suchen sei. Putin habe kein Interesse an einem Krieg – das sei das letzte, was er braucht. Sakwa fordert vom Westen Druck auf die Regierung in Kiew, weil die Ukraine als föderaler Staat auch die Interessen der Bevölkerung des Donbass vertreten müsse.

Gedenken am Maidan: Bis heute ist ungeklärt, wer hinter den Scharfschützen steckte, die das Blutbad ausgelöst haben. Auch die Morde im Gewerkschaftshaus von Odessa sind nicht aufgeklärt. (Foto: dpa)
Gedenken am Maidan: Bis heute ist ungeklärt, wer hinter den Scharfschützen steckte, die das Blutbad ausgelöst haben. Auch die Morde im Gewerkschaftshaus von Odessa sind nicht aufgeklärt. (Foto: dpa)

Im Guardian hat Jonathan Steele, der ehemalige Korrespondent der Zeitung in Moskau, ein bemerkenswertes Buch rezensiert: Richard Sakwa hat sich in „Frontline Ukraine“ mit der einseitigen Sichtweise des Westens auf den Konflikt in die Ukraine auseinandergesetzt und die Fehler der EU und der USA minutiös aufgelistet. Er kritisiert das Fehlen einer eigenständigen europäischen Außenpolitik ebenso wie die undifferenzierte Kritik an Russlands Präsident Wladimir Putin. Steele merkt an, dass nicht einmal zu Zeiten des finstersten Kalten Krieges sowjetische Politiker wie Breschnew oder Andropow von der westlichen Öffentlichkeit und ihren Politikern so massiv insultiert worden seien wie Putin in dem aktuellen Konflikt.

Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sprachen mit Richard Sakwa, der an derUniversität Kent eine Professur für Russische und Europäische Studien innehat. Sakwa ist Fellow des Russia and Eurasia Programms am Royal Institute of International Affairs, Chatham House. Seit September 2002 ist er Mitglied der Academy of Learned Societies for the Social Sciences. In seinem Buch „Die Krise der russischen Demokratie“ hat er sich kritisch mit dem Transformationsprozess in Russland auseinandergesetzt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: In Ihrem Buch über die Ukraine haben sie das aktuelle Dilemma des Landes mit der Geschichte erklärt. Die Russen haben, wie Gorbatschow immer wieder betont hat, ihr Weltreich ohne Krieg aufgegeben. Sie haben dies getan, weil sie die Entwicklung als einen Erfolg für beide Seiten gesehen haben. Sie erwarteten eine Partnerschaft. Die Amerikaner dagegen haben den Fall der Sowjetunion als einen einseitigen Sieg gesehen. Liegt es an diesem historischen Hintergrund, dass der Kalte Krieg nach Europa zurückgekehrt ist?

Richard Sakwa: Genauso ist es. Der Wendepunkt war die Konferenz von Malta im Dezember 1989. Hier wurde unmittelbar nach dem Fall der Mauer das neue Nachkriegssystem geformt. US Präsident George W. Bush hatte zwar verstanden, dass die Macht der Sowjetunion im Schwinden war, aber er hat es versäumt zu verstehen, dass Michail Gorbatschow plante, eine neue Art der Politik zu etablieren, in der es weder Sieger noch Verlierer gab. Stattdessen haben die USA die Ereignisse als Sieg ihre eigenen Politik gedeutet. Heute, 25 Jahre später, verstehen wir die Tiefe der strategischen Niederlage. Das Schlimme an der Konferenz von Malta war, dass es keinen europäischen Politiker gab, der, wie Churchill in Jalta, die Interessen der Westeuropäer vertreten hätte. Tatsächlich wurde über unser Schicksal auf unserer Seite des Kontinents ohne unsere eigene Mitwirkung bestimmt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Kann die unterschiedliche Sichtweise der Geschichte nun auch zu einem neuen Kalten Krieg führen?

Richard Sakwa: Sie hat bereits zu diesem Schluss geführt, und ich habe davor jahrelang gewarnt. Wir haben 25 Jahre lang scheinbar in Europa in einem Paradies der Seligen gelebt, in dem jedoch keine der fundamentalen Sicherheitsfragen in Europa gelöst worden waren. Daher war es eher eine Periode des Kalten Friedens. Nun wird daraus ein Zusammenbruch der Ordnung, die in einer Art Kaltem Krieg resultiert.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die NATO scheint sehr darauf bedacht zu sein zu handeln. Ist die Existenz der NATO in ihrer bestehenden Form in einer modularen Welt nicht eher ein Teil des Problems als ein Teil der Lösung?

Richard Sakwa: Man hätte die NATO nach 1989 entweder auflösen können, oder aber Russland in eine reformierte Organisation aufnehmen müssen. Stattdessen haben wir die Schlimmste aller Möglichkeiten bekommen – eine erweiterte NATO, die nun damit beginnt, Russland von allen Seiten einzukreisen, allerdings gleichzeitig Russland ausschließt. Man muss kein strategisches Genie sein, um zu verstehen, dass Russland -eine Nuklearmacht – früher oder später gegen diese Entwicklung auftreten würde.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Sie argumentieren, dass Europa es versäumt habe, in einem historischen Moment eine eigene unabhängige Außenpolitik zu formulieren. Hat die EU die neue Krise nun eher zufällig ausgelöst, oder glauben Sie, dass es bewusste Überlegungen gegeben hat, die eine Eskalation in Kauf genommen haben?

Richard Sawka: Wir brauchen eine Konferenz über die Zukunft von Osteuropa. (Foto: University of Kent)

Richard Sawka: Wir brauchen eine Konferenz über die Zukunft von Osteuropa. (Foto: University of Kent)

Richard Sakwa: Die EU hat ihren schwachen Sinn für Strategie und die Folgen für die bestehenden Machtverhältnisse ihre eigenen Aktionen bewiesen als sie sich in die Ukraine bewegt hat. Das war Dummheit im großen Stil, angetrieben von Polen und den baltischen Staaten. Ich spreche nun über den neuen Atlantik-Pakt, in welchem NATO, die USA und die EU faktisch miteinander verschmolzen sind. Das bedeutet nicht, dass Länder wie Frankreich und Deutschland nicht einzelne, unabhängige Initiativen ergreifen könnten. Aber alles, was sie tun, ist eng angebunden an die transatlantische Partnerschaft.

Deutschland hat unter Merkel viel von seiner früheren globalen Unabhängigkeit verloren. Das war der Preis der atlantischen Unterstützung dafür, dass Deutschland führend in der Europapolitik und der Wirtschaftspolitik tätig werden konnte. Ich glaube, dass die EU-Außenpolitik unter Federica Mogherini das Potenzial hat, aus dem Fehlern der Geschichte zu lernen. Aber Mogerhini ist bereits unter enormen Druck der Atlantiker gekommen, die wollen, dass sie deren Sichtweisen annimmt. Die Folgen sind desaströs, wie wir jetzt sehen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie sehen Sie die Position des russischen Präsidenten Wladimir Putin?

Richard Sakwa: Putin ist eine bekannte Größe; hat seit der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2007 davor gewarnt, dass Russland nicht glücklich ist mit aktuellen strategischen Situation. Aber niemand hat ihm zugehört. Sie müssen bedenken, dass jeder russische Führer nicht viel anders agieren würde als Putin. Es ist nicht der Fall, dass Putin in einer anderen Realität lebt, das Problem ist, dass niemand im Westen darauf geachtet hat, dass Putin durch die aktuelle Situation in genau diese Lage geraten könnte.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Profitiert Putin nicht auch von dem Konflikt, bei deiner Lage ist seinem eigenen Volk einen externen Feind zu präsentieren?

Richard Sakwa: Nein, ich glaube das ist ein falsches Argument. Er braucht diesen Krieg nicht. Er hat alles getan, um ihn zu vermeiden. Die Verantwortung liegt komplett in Washington und Brüssel. Putin hat bereits fantastische Zustimmungs-Raten. Er hat erfolgreich die Olympischen Spiele in Sotschi veranstaltet. Was jetzt geschieht, ist das letzte, was er braucht. Er ist kein revisionistischer Führer, und daher ist die westliche Einschätzung seiner Handlungen meistens völlig falsch.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie erklären Sie sich, dass es im Westen eine sehr geschlossene Sicht auf die Geschichte gibt: dass nämlich eine russische Aggression vorliegt, obwohl wir durch die abgefangenen Telefonate der US-Diplomatin Victoria Nuland („Fuck the EU“) doch deutliche Beweise haben, dass es eine aktive Verwicklung Washingtons in den Sturz der Regierung Janukowitsch gegeben haben dürfte?

 Richard Sakwa: Ich glaube, dass das Vorherrschen einer völlig einheitlichen westlichen Sicht auf die Dinge der am meisten beunruhigende Aspekt der ganzen Krise ist. Es ist erschreckend zu sehen, wie die westliche Öffentlichkeit und die Eliten sich dieser falschen Sichtweise angeschlossen haben. Es ist immer leicht, Russland für alles die Schuld zu geben. Russland ist sicher weit davon entfernt, perfekt zu sein. Aber es ist sicher nicht die böse Macht, als die es der Westen jetzt darstellt. Es ist für mich auch schockierend zu sehen, wie leicht die westlichen Wirtschaftsführer dieser falschen Interpretation aufgesessen sind.Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Können Sie erklären, welche Art der staatlichen Organisation die beste für die Ukrainer wäre?

Richard Sakwa: Am besten wäre ein föderaler und nicht zentralistischer Staat. Dies ist zwar kurzfristig nicht sehr wahrscheinlich zu erreichen, aber auf lange Sicht ist es der einzige Weg für die Ukraine. Der Donbass wird niemals wieder ein Teil eines nationalistischen und zentralistischen ukrainischen Staates sein können.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Muss der Westen seine Sicht auf die „territoriale Integrität“ bestehender Staaten nicht unter dem Gesichtspunkt der Existenz von ethnischen Minderheiten in den meisten Staaten in Osteuropa überprüfen?

Richard Sakwa: Putin ist eine bekannte Größe hat seit der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2007 davor gewarnt, dass Russland nicht glücklich ist mit aktuellen strategischen Situation. Aber niemand hat ihm zugehört. Sie müssen bedenken, dass jeder russische Führer nicht viel anders agieren würde als Putin. Es ist nicht der Fall, dass Putin in einer anderen Realität lebt, das Problem ist, dass niemand im Westen darauf geachtet hat, dass Putin durch die aktuelle Situation in genau diese Lage geraten könnte.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Profitiert Putin nicht auch von dem Konflikt, bei deiner Lage ist seinem eigenen Volk einen externen Feind zu präsentieren?

Richard Sakwa: Nein, ich glaube das ist ein falsches Argument. Er braucht diesen Krieg nicht. Er hat alles getan, um ihn zu vermeiden. Die Verantwortung liegt komplett in Washington und Brüssel. Putin hat bereits fantastische Zustimmungs-Raten. Er hat erfolgreich die Olympischen Spiele in Sotschi veranstaltet. Was jetzt geschieht, ist das letzte, was er braucht. Er ist kein revisionistischer Führer, und daher ist die westliche Einschätzung seiner Handlungen meistens völlig falsch.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie erklären Sie sich, dass es im Westen eine sehr geschlossene Sicht auf die Geschichte gibt: dass nämlich eine russische Aggression vorliegt, obwohl wir durch die abgefangenen Telefonate der US-Diplomatin Victoria Nuland („Fuck the EU“) doch deutliche Beweise haben, dass es eine aktive Verwicklung Washingtons in den Sturz der Regierung Janukowitsch gegeben haben dürfte?

Richard Sakwa: Ich glaube, dass das Vorherrschen einer völlig einheitlichen westlichen Sicht auf die Dinge der am meisten beunruhigende Aspekt der ganzen Krise ist. Es ist erschreckend zu sehen, wie die westliche Öffentlichkeit und die Eliten sich dieser falschen Sichtweise angeschlossen haben. Es ist immer leicht, Russland für alles die Schuld zu geben. Russland ist sicher weit davon entfernt, perfekt zu sein. Aber es ist sicher nicht die böse Macht, als die es der Westen jetzt darstellt. Es ist für mich auch schockierend zu sehen, wie leicht die westlichen Wirtschaftsführer dieser falschen Interpretation aufgesessen sind.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Können Sie erklären, welche Art der staatlichen Organisation die beste für die Ukrainer wäre?

Richard Sakwa: Am besten wäre ein föderaler und nicht zentralistischer Staat. Dies ist zwar kurzfristig nicht sehr wahrscheinlich zu erreichen, aber auf lange Sicht ist es der einzige Weg für die Ukraine. Der Donbass wird niemals wieder ein Teil eines nationalistischen und zentralistischen ukrainischen Staates sein können.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Muss der Westen seine Sicht auf die „territoriale Integrität“ bestehender Staaten nicht unter dem Gesichtspunkt der Existenz von ethnischen Minderheiten in den meisten Staaten in Osteuropa überprüfen?

Richard Sakwa: Das wird vermutlich geschehen müssen. Wir brauchen eine große neue Konferenz, so wie Jalta oder Helsinki, die sich mit all diesen Themen beschäftigt. Im Moment werden diese Probleme immer dringender. Das betrifft auch Transnistrien und andere Regionen, sogar den Kosovo.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk hat mehrere Male gesagt, dass jene, die Russen sein wollen, nach Russland auswandern sollten. Steckt hinter dieser Forderung die Idee einer Art der ethnischen Säuberung in der Ostukraine?

Richard Sakwa: Jazenjuk ist heute der gefährliche Mann in Europa. Ich verstehe nicht, wie ein solch entschlossener Nationalist überhaupt mit Respekt behandelt werden kann.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Ist dieser Konflikt auch ein Krieg um Ressourcen? Ist nicht so, dass die Amerikaner einen Fuß in die Tür bekommen wollen, etwa in der Energiepolitik?

Richard Sakwa: Das ist sicher Teil des Problems. Ich glaube allerdings, dass den Amerikanern sogar diese strategische Perspektive fehlt. Im Grunde geschieht in der Ukraine dasselbe wie in Libyen oder Syrien oder im Irak. Ein „Reich des Chaos“ hat einen neuen Politik-Stil nach Europa gebracht, und wir haben nichts dagegen unternommen. Welchen Sinn hat denn die EU, wenn sie nicht einmal einen Krieg auf ihrem eigenen Kontinent verhindern kann?

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie sehen Sie die Tätigkeit von amerikanischen Staatsbürgern in der ukrainischen Regierung, wie etwa die Finanzministerin Natalie Jaresko?

Richard Sakwa: Das ist schockierend. Eine stolze Nation wie die Ukraine braucht solche Leute nicht. Es ist ein rein demagogischer Schritt von Poroschenko und Jazenjuk gewesen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie wird dieser Konflikt enden?

Richard Sakwa: Wir wandeln auf einem schmalen Grat zwischen einem umfassenden Krieg und einer Art Stillhalte-Abkommen. Die mutige Initiative von Merkel und Hollande für Minsk 2 könnte die Situation stabilisieren. Aber wir müssen verstehen, dass dies bloß der Anfang eines möglichen Friedensprozesses sein kann. Die Regierung in Kiew muss unter Druck gesetzt werden, damit sie das Land so gestaltet, dass es eine akzeptable Form der Rückkehr in die Ukraine für die Bürger des Donbass gibt. Ich glaube jedoch, dass eine weitere Teilung der Ukraine nun sehr wahrscheinlich geworden ist. Die aktuelle Regierung in Kiew macht die Probleme lediglich schlimmer anstatt sie zu lösen.

Das äußerst lesenswerte Buch von Richard Sakwa kann hier direkt beim Verlag bestellt werden.

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Wladimir Putin kürzt sein Gehalt zum Wohle des Volkes

Westliche Machteliten fürchten Russlands Charakterstärke

Copyright: kremlin.ru
Während der Westen schamlos weiter gegen Wladimir Putin hetzt, zeigt dieser wieder einmal wahre Charakterstärke, kürzt sein Gehalt sowie das etlicher Regierungsbeamte aufgrund angespannter russischer Wirtschaftslage um 10 Prozent. Obgleich eigentlich US-Europas haltlose Sanktionen für jene Situation verantwortlich, handelt Wladimir Putin zum Wohle des russischen Volkes. Ein genial strategischer Meisterschachzug sowohl menschlich als auch politisch.

Konträr dazu erhöhten Bundestagsabgeordnete unlängst ihre Diäten, belasten Bürger mittels zusätzlicher Steuern. Gleichwohl sie verantwortlich für die Eurokrisen, muss das Volk sämtliche daraus resultierende Lasen tragen. Sicherlich sind 10 Prozent keineswegs enorm, aber durchaus hilfreich, gerade hinsichtlich der Tatsache, daß Wladimir Putin jahrelang russische Sozialstrukturen verbesserte, höhere Renten, Gehälter ermöglichte.

Westmächte sanktionieren fortlaufend Russland, und Wladimir Putin lächelt, antwortet konstruktiv, lebt selber vor, was er äußert. Darauf können Bürger bei westlichen Politikern lange warten. Diese verkaufen lieber weiterhin ihr Volk. Doch Volksverrat funktioniert niemals ganzheitlich, erst recht nicht, wenn der Präsident einer Weltmacht andere Wege aufzeigt. Putin symbolisiert aktive, globale Veränderungen, offeriert souverän-strategische Kombinationen. Gleichzeitig offenbart US-Europa Schwächen, immer mehr Menschen nehmen Abstand vom bisherigen Systemjournalismus, suchen Wahrheiten fernab staatlicher Lügenpresse.

Wladimir Putin – Vorbild einer Widerstandsgeneration

Insbesondere junge Menschen erreicht Putin, fasziniert sie samt seiner aufrechten Haltung, Durchsetzungskraft. Seit Jahrzehnten vermissen Europas Bürger starke Politiker, die der USA etwas entgegensetzen, mitnichten jedwede US-Vorgabe erfüllen, sondern gemäß Putin Volksinteressen wahren. Natürlich unterstützen überdies ältere Generationen ebenso den russischen Präsidenten. Lediglich ein Unterschied gibt es: Alte Generationen erlebten stellenweise „goldene Zeiten“, lassen daher schwermütiger vom Altbekannten ab, auch wegen fälschlich dargestellter, teils erlebter DDR-Zeiten. Jugendliche heutzutage sehen hingegen einzig Trümmerhaufen, Perspektivlosigkeit erdrückt deren Seele, Politiker missbrauchen ihre Arbeitskraft, doch Familiengründungen, Urlaube etc. bleiben einem Arbeiter verwehrt.

Genannte junge Menschen betrachten dann einen Wladimir Putin, welcher Russland aus tiefen Abgründen rettete, Wohlstand aufbaute, den US-Europa jetzt mit aller Macht zerstören will, da unabhängige Vorbilder außerhalb US-amerikanischen Lügengebildes unerwünscht. Allerdings hat man dieses Mal eine Weltmacht herausgefordert. Europa schikaniert Russland, Wladimir Putin liefert Antworten, ist Weststrukturen kontinuierlich mindestens zehn Schritte voraus. Fakten stärken Russland unter Wladimir Putin, Russland steht geschlossen hinter ihm.

Seine 10-Prozent-Geste bestätigt Putin, vereint Russland gegen Europas Dekadenz. Putin wollte Europas Freund werden, reichte Deutschland demzufolge mehrfach die Hand, wohingegen Merkel und Konsorten Russland verraten.

Ihr

Joachim Sondern

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Poroschenko: Nemzow wollte Beweise für russische Truppen in der Ukraine vorlegen

(Admin: Mal so ganz unschuldig gefragt: Ist das die neue Art der Berichterstattung der DWN nach der Übernahme durch die Schweden? Der Tenor ist jedenfalls sehr eindeutig, meine ich zumindest.)

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat eine eigene Theorie zur Ermordung des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow entwickelt: Nemzow sei unmittelbar davor gestanden, Beweise für russische Truppen in der Ukraine vorzulegen. Davor hätten seine Mörder Angst gehabt, sagte Poroschenko – ohne allerdings Wladimir Putin namentlich zu nennen.

Ohne den russischen Präsidenten beim Namen zu nennen, macht der ukrainische Präsident Poroschenko (ganz rechts) Wladimir Putin für den Mord an Boris Nemzow verantwortlich. (Foto: dpa)

Ohne den russischen Präsidenten beim Namen zu nennen, macht der ukrainische Präsident Poroschenko (ganz rechts) Wladimir Putin für den Mord an Boris Nemzow verantwortlich. (Foto: dpa)

Video im Original.

KALTER KRIEG
Poroschenko: Nemzow wollte Beweise für russische Truppen in der Ukraine vorlegen
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 01.03.15 11:53 Uhr | 31 Kommentare
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat eine eigene Theorie zur Ermordung des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow entwickelt: Nemzow sei unmittelbar davor gestanden, Beweise für russische Truppen in der Ukraine vorzulegen. Davor hätten seine Mörder Angst gehabt, sagte Poroschenko – ohne allerdings Wladimir Putin namentlich zu nennen.

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Themen: EU, Krieg, Nemzow, Poroschenko, Putin, Russland, Ukraine

Ohne den russischen Präsidenten beim Namen zu nennen, macht der ukrainische Präsident Poroschenko (ganz rechts) Wladimir Putin für den Mord an Boris Nemzow verantwortlich. (Foto: dpa)
Ohne den russischen Präsidenten beim Namen zu nennen, macht der ukrainische Präsident Poroschenko (ganz rechts) Wladimir Putin für den Mord an Boris Nemzow verantwortlich. (Foto: dpa)

Über die Frage, wer den russischen Oppositionspolitiker Boris Nemzow ermordet hatte, werden in den kommenden Tagen vermutlich noch viele Spekulationen auf den Markt kommen. Die litauische EU-Ratspräsidentschaft hat bereits verkündet, dass sie glaubt, der russische Präsident Wladimir Putin sei für den Tod Nemzows verantwortlich.

Eine eigene Variante hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko vorgelegt: Er sagte einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge, dass Nemzow sterben musste, weil er geplant habe, die lang ersehnten Beweise für die Präsenz russischer Truppen in der Ukraine vorzulegen – Beweise, die die ukrainische Führung bisher noch nicht präsentiert hat. Poroschenko sagte: “Ich hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit ihm über die Frage, wie wir die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine so aufbauen könnten, wie wir das wollen. Boris sagte mir, er werde die starken Beweise öffentlich machen, dass die die Armee der russischen Föderation am Krieg in der Ukraine beteiligt. Davor hatte jemand große Angst. Boris hatte keine Angst. Diejenigen, die ihn exekutiert haben, hatten Angst. Sie haben ihn ermordet.”

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/02/28/poroschenko-nemzow-wollte-beweise-fuer-russische-truppen-in-der-ukraine-vorlegen/

Putin: Mordanschlag auf Nemzow hat provokatorischen Charakter

Boris Nemzow (Archivbild)

Russlands Präsident Wladimir Putin ist unverzüglich über den Mordanschlag auf den Politiker Boris Nemzow informiert worden, wie Dmitri Peskow, Pressesekretär des Präsidenten, mitteilte.

Der Staatschef habe die Leitung des Ermittlungskomitees, des Innenministeriums und des Föderalen Sicherheitsdienstes beauftragt, eine Ermittlungsgruppe zu bilden und die Untersuchung des Falls unter Kontrolle zu nehmen, so Peskow.

„Wie Putin betonte, hat dieser grausame Mord alle Anzeichen eines Auftragsmordes“, sagte der Pressesekretär. Dieses Verbrechen „hat einen ausgesprochen provokatorischen Charakter“.

„Russlands Präsident sprach den Angehörigen von Boris Nemzow sein tiefempfundenes Mitgefühl aus“, fügte er hinzu.

Darauf angesprochen, dass der Mord an Nemzow in der Nähe des Kremls im Westen auf eine vereinfachte Weise dargestellt werden könnte, meinte Peskow: „Die westlichen Beobachter zeichnen sich in letzter Zeit leider nicht durch tiefe Analysen der Ereignisse in Russland wie auch durch die Breite ihres Blickfelds, vor allem aber durch die Klarheit des Begreifens von dem, was in Russland geschieht, aus.“

„Wahrscheinlich werden zwar solche Standpunkte geäußert, dies wird aber eher ihr Problem sein und nicht uns“, fügte Peskow hinzu. „Ich denke, in dem Fall ist es absolut nicht wichtig, was im Westen gedacht wird. Wichtig ist, die Resultate der Ermittlungen abzuwarten.“

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