„Bankster“ – ein Privatbanker packt aus: Jan van Helsing interviewt Hanno Vollenweider

JvH: Sehr geehrter Herr Vollenweider, danke, dass Sie sich bereit erklärt haben, in der stressigen Vorweihnachtszeit noch ein Interview zu geben. Wie geht es Ihnen?

HV: Es gibt viel zu erzählen, da muss man sich die Zeit einfach nehmen. Es geht mir hervorragend. Letzte Woche, die Woche in der mein Buch erschien, war für mich etwas ganz Großes. Fast so, als sei ein Kind geboren. Ich hatte ja schon gar nicht mehr damit gerechnet, mein Werk irgendwann gedruckt in den Händen zu halten, nach der Odyssee der letzten Monate.
JvH: Das müssen Sie bitte kurz näher erklären. Welche Odyssee meinen Sie?

HV: Bevor wir beide uns trafen, hatte ich ja bereits ein paar – zumindest am Anfang – vielversprechende Angebote zur Veröffentlichung meines brisanten Manuskripts auf dem Tisch. Doch je konkreter diese Angebote wurden, umso mehr ließen die Verlage auch „die Katze aus dem Sack“.

Wird Unrecht zu Recht, dann wird Auswandern zur Pflicht!
>>> Wandere aus, solange es noch geht. Jetzt Grundstück sichern! < < <
Finca Bayano in Panama.

Die Verlags-Oberen und das Lektorat wollte auf einmal ganze Passagen bzw. sogar Kapitel ändern – und ändern ist hier eigentlich das falsche Wort, es sollte entschärft, verzerrt, ja gezähmt werden. Bei einem großen Verlag hatte ich sogar das Gefühl, man wollte mir die Rechte für viel Geld abschwatzen, um das Manuskript dann in irgendeiner Schublade verschwinden zu lassen.

Umso genialer war natürlich der Moment letzte Woche, als wir beide die ersten Bücher signieren konnten. Ein Gefühl von Freude, Erleichterung, Stolz und auch ein wenig Schiss.
JvH: Wieso Schiss?
HV: Nun, das Buch tritt doch sehr vielen mächtigen Leuten auf die Füße, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, Angela Merkel, Wolfgang Schäuble, Carsten Maschmeyer, dem „Who is Who“ der Bankenszene, George Soros, diversen Medien – rund 120 mit Namen genannten Firmen und Institutionen, Terrororganisationen wie der palästinensischen „Fatah“ oder den „Tigers of Tamil“ aus Sri Lanka usw. Und dann verrate ich doch eine Menge Tricks aus der Geldwäscher- und Steuersparindustrie.

Zudem berichte ich im Buch ja auch, wie es in den elitären Züricher Clubs wie dem „Club zum Rennweg“ oder dem „Entrepreneurs Round Table“ zugeht, wer dort verkehrt und wo es Verknüpfungen zur Züricher Freimaurerloge „Modestia cum Libertate“ gibt.

Ich kann mir gut vorstellen, wie uncool diese Leute oder die Beteiligten die Fülle an Enthüllungen finden werden. Das ist schon so, als wenn man sich mit der Mafia anlegt.

Auf der anderen Seite hätte ich mit meinem Wissen auch nicht länger hinterm Berg halten können. Was ich geschrieben habe, musste an die Öffentlichkeit.

JvH: Wie schätzen Sie die momentane Lage ein? Worauf müssen wir uns die nächsten Monate gefasst machen?

HV: Sicherlich auf einiges. Am Sonntag hatte Italien per Volksabstimmung die angestrebte Verfassungsänderung der Regierung von Matteo Renzi abgelehnt und damit ihren Ministerpräsidenten und sein Kabinett abgewatscht. Man wollte den Senat entmachten, um leichter Gesetze und „EU-Vorgaben“ umsetzen zu können. Renzi hat in der Zwischenzeit seinen Rücktritt bekanntgegeben. Für die Eurokraten ist das ein herber Rückschlag, für die EU-Gegner – vor allem in Italien – ist dies ein massiver Gewinn. Sie sind gestärkt aus dieser Abstimmung hervorgegangen. Hoffentlich ist es ein Schritt weiter in Richtung weg von der EUdssR, der Entmachtung der Parlamente und der Gleichmacherei.

JvH: Was denken Sie über die Wahl in den USA?

HV: Ich bin auf der einen Seite froh, dass Clinton nicht Präsidentin geworden ist. Auf der anderen Seite traue ich Trump noch nicht ganz über den Weg.

JvH: Was gibt Ihnen den Anlass an Trump zu zweifeln? Viele, gerade kritische Stimmen, setzen viel auf Trump.

HV: Am Anfang hatte ich ein gutes Bauchgefühl, seit letzter Woche hat sich das aber etwas getrübt. Ich möchte Ihnen erklären, warum: Trump hat vor einigen Tagen Steven Mnuchin als zukünftigen Finanzminister (Treasury Secretary) für sein Kabinett ernannt. Mnuchin ist in Bankerkreisen bekannt, er war früher ein erfolgreicher Partner bei der ganz und gar nicht unumstrittenen Bank Goldman Sachs. Danach war er erfolgreicher Hedgefond-Manager und ein wichtiger Finanzier in Hollywood.

Man könnte jetzt argumentieren, dass Mnuchin einfach ein erfahrener Mann sei, ich bin mir bei diesem Herrn aber noch nicht ganz sicher. Anlass zur Sorge gibt mir, dass sein Sohn immer noch aktiver Goldman-Sachs-Banker ist. Mnuchins Freundeskreis besteht aus den größten Köpfen der Bank, z.B. Lloyd Blankfein, dem langjährigen CEO der Bank, sprich: Er ist durch und durch ein „Goldman“.

Und noch mehr stutzig macht mich seine Vergangenheit im Hedgefond-Bereich. Mnuchins Hedgefond war damals mehr als nur erfolgreich, er war „Top of the Top“, das zieht alles an, was Geld hat, darunter unter anderem auch George Soros (eigentlich György Schwartz), dessen Machenschaften vielen bekannt sein dürften und der nicht zu Unrecht eine Erwähnung in meinem Buch fand, wenn es um die umstrittenen „Panama Papers“ geht. Mnuchin führte nach seiner Tätigkeit bei Goldman Sachs einen Hedgefond allein für Soros, die beiden kennen sich also mehr als gut – oder besser gesagt, Soros hat Mnuchin groß gemacht und dieser hat Soros sehr viel zu verdanken.

Bitte hier weiterlesen:

http://www.pravda-tv.com/2016/12/bankster-ein-privatbanker-packt-aus-jan-van-helsing-interviewt-hanno-vollenweider/

Südtiroler Volksbank gesteht am Landesgericht Bozen die Geldschöpfung aus dem Nichts ein!

(Admin: Kaum zu glauben, oder? Es knistert im Gebälk – und zwar gewaltig!)

money-1548322_1280

Gefunden auf: http://humaneconomy.it

9. November 2016 – PAUL KIRCHER

Was ist eigentlich Geld, woher kommt es und wer hat das Recht Geld zu schöpfen? Das sind grundlegende Fragen, die unser tägliches Leben bestimmen. Die offiziellen Lehrmeinungen hierzu sind dürftig und entsprechen nicht den Tatsachen. In den Fakultäten für Volkswirtschaftslehre lernt jede/r Student/in eine vollkommen realitätsfremde Theorie: Die staatliche Zentralbank (inzwischen die EZB) schöpft die notwendigen Geldmittel und bringt diese über den Staat und über die Geschäftsbanken in den Umlauf. Die Privatbanken würden – nach dieser Theorie – nur eine Vermittlerfunktion einnehmen. D.h., sie sammeln das Geld der Sparer und verleihen es entsprechend.

Sämtliche Wissenschaftler, die in der Vergangenheit dieser Theorie widersprachen und versuchten die Allgemeinheit über die tatsächliche Wirklichkeit der Geldschöpfungspraxis aufzuklären, wurden systematisch aus der wissenschaftlichen Gemeinde ausgeschlossen und/ oder durch mediale Verbrämung in den Mainstream-Medien mundtot gemacht. Die gängigste Praxis ist jene der „Verschwörungs-Spinner-Keule“.

Nun ist die Katze jedoch aus dem Sack. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von wissenschaftlichen Belegen, die klar darlegen, dass über 90% unseres Geldes von den Geschäftsbanken (d.h. auch von unserer Volksbank, der Sparkasse und den lokalen Raiffeisenbanken) „erzeugt“ wird (Quellen siehe Ende des Artikels). Bei der Vergabe eines Kredits entsteht per Knopfdruck neues Geld, das sogenannte „Giralgeld“ (Bilanzverlängerung mittels Buchungssatz: „Forderung an Verbindlichkeit“). Dies bedeutet, die Kindermärchen, wonach eine Bank Spareinlagen brauche um Kredite zu vergeben, oder, eine Bank aufgrund fehlender Einlagen in der s.g. „Kreditklemme“ stecke, wird in Zukunft niemand mehr glauben. Es gibt faktisch schlicht und einfach keine Maßnahmen, die der Bank einen Riegel vorschieben würden neues Geld durch Kredite zu schöpfen (vgl. Basel-Regeln I und III – Mindestreserve, Eigenkapitalquote, etc.). Betrachtet man die harten Fakten, so kommen die meisten Analysten (wie auch die Experten der Bewegung „Moneta Positiva“) auf eine Eigenkapitaldeckung von max. ca. 2,8%. Das heißt, wenn eine Bank 100 Euro „verleiht“ (streng genommen handelt es sich bei einem Bankkredit nur um ein s.g. „Verleihe-Versprechen“) dann sind nur knapp 3 Euro davon durch ihr Eigenkapital gedeckt (http://monetapositiva.blogspot.it). Viele pathologische Wirtschaftsphänomene nehmen ihren Ursprung in dieser Praxis: Einseitige Garantieleistung zugunsten der Banken/ Zinsen auf fiktive Leistungserbringung der Banken/ Geldknappheit und Konkurrenz (Banken erzeugen immer nur das Geld für das Kapital, jedoch nicht jenes für die Zinsen) etc.

Die Folgen des Schuld-Geld-Systems sind verheerend: Wirtschaftswachstumszwang, Verdrängungswettbewerb und Bildung von international operierenden Konzernen, Überproduktion, Illiquidität, Insolvenzen, Arbeitslosigkeit, schwindende Kaufkraft, Enteignung ganzer Länder, Raubbau an Naturressourcen, Kriege, etc. Dies haben wir bereits in verschiedenen Veranstaltungen und Publikationen aufgezeigt (s. Kongressbuch).

Theorie und Wirklichkeit zum Schuld-Geld-System waren auch das zentrale Thema des Kongresses “Banche e creazione moneta un sistema insostenibile?”, der am 4. November 2016 in der Aula der Parlamentarischen Gruppen der römischen Abgeordnetenkammer stattgefunden hat. Neben den beiden Parlamentariern Alessio Villarosa und Carlo Sibillia haben es fünf Wirtschafts- und Rechtsexperten auf den Punkt gebracht: Der Staat hat sein Geldschöpfungsmonopol de facto an die Privatbanken verloren. Geldpolitische Maßnahmen laufen ins Leere, da über 90% des Geldes von Privatbanken erzeugt wird. Dem Staat entgehen hunderte von Milliarden an Steuereinnahmen und Seigniorage (Gewinn der Notenbank, der durch die Emission von Zentralbankgeld entsteht). Die Politik ist zum langen Arm der Hochfinanz verkommen. Ungeheuerliche Marktmanipulation an der Börse gehören zum Tagesgeschäft – gerichtliche Anzeigen und Verfahren dazu laufen bereits.

schermata-2016-11-09-alle-15-20-02

Der Wirtschaftswissenschaftler Antonio Galloni zeichnet ein düsteres Bild der Entwicklungen. Das Realvermögen der Menschen (Immobilien, Unternehmen, etc.), das als Sicherheit der notleidenden Kredite der italienischen Banken gewährt wurde, wird zum Spottpreis verschleudert werden. Laut seinen Aussagen könnte das Szenario wie folgt aussehen: Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock wird die notleidenden Kredite der italienischen Banken für 15% der Summe übernehmen. Anschließend wird das zugrunde liegende, verbürgte Realvermögen um ca. 25% seines effektiven Wertes über gerichtliche Vollstreckungsverfahren an Investoren verhökert werden. BlackRock, Spekulanten, Masseverwalter und an den Verfahren beteiligte Berater machen dabei ein Bombengeschäft; die Unternehmen und Menschen sind finanziell am Ende.

Interessant ist, dass weder die Vertreter der Banca D’Italia und der ABI (Associazione Bancaria Italiana) noch jene der privaten Großbanken (Banca Popolare di Milano, Intesa SanPaolo) an diesem Kongress teilnehmen konnten. Allesamt mussten aufgrund “wichtiger Termine“ ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Beitrag von Avv. Marco Della Luna. Der Rechtsanwalt und Autor berichtete von einem konkreten Gerichtsverfahren am Landesgericht Bozen das er als Verteidiger des Schuldners betreut. In diesem Verfahren gibt die Südtiroler Volksbank (Gläubigerin) zu, dass sie nicht das Geld der Sparer verleiht, sondern das Geld für Kredite ex novo erzeugt. Die Verfügung des Exekutionsrichters, Dr. Werner Mussner, bestätigt die Praxis der Giralgeld-Schöpfung und beschreitet somit Neuland in der Rechtsprechung. Auffallend ist hierbei die Feststellung der Rechtmäßigkeit dieser Praxis: Die Giralgeld-Schöpfung sei zulässig, da sie keine Rechtsnorm explizit verbieten würde.

Nachstehend ein Auszug des Beitrages von Avv. Della Luna: (http://marcodellaluna.info/sito/)

“La prassi di creazione monetaria da parte delle banche di credito è stata ammessa ultimamente dalla Banca Popolare dell’Alto Adige nel procedimento esecutivo immobiliare 216/2014 avanti al Tribunale di Bolzano il quale, nell’ordinanza del 6 settembre 2016, afferma che le banche possono creare moneta bancaria in Euro, e lo fanno, perché questo non è proibito da nessuna disposizione. Fino a prima, la tesi dei giudici era che la banca, nel prestare, non crei e non dia denaro al mutuatario, ma gli dia disponibilità giuridica di denaro (salvo poi esigere una restituzione reale). Oggi si ammette che invece crea e dà denaro, da essa creato. Si noti il viraggio di 180°.”

Diese Aussage der Volksbank und das noch ausstehende Rechtsurteil sind extrem brisant und wichtig. Wenn es stimmt, dass es kein Gesetz gibt das es den Privatbanken verbieten würde Geld zu schöpfen, dann müsste dieses Recht nach dem Gleichheitsgrundsatz jedem Menschen zugesprochen werden. Also können auch wir unser eigenes Geld schöpfen und damit unsere Schulden tilgen. Dies ist die Argumentationslinie des Rechtsverteidigers. Entsprechend hat der Schuldner der Volksbank angeboten mit „selbst-geschöpften Geld“ seine Schuld zu begleichen. Wir können gespannt sein, wie sich die Gerichtsbarkeit aus dieser Zwickmühle befreien wird.

Wieweit das Geldsystem wirklich unseren Alltag beeinflusst wird noch immer von zu wenigen Menschen und Entscheidungsträgern erfasst. Sämtliche Analysen und Information hierzu liegen vor und es gibt eine Vielzahl von einfachen und praktikablen Lösungsmodellen: (s. dazu www.vollgeldinititive.chwww.monetapositiva.ithttp://humaneconomy.it/deutsch/entschuldung-von-staaten-und-banken-ohne-steuergelder/ ).

Wenn wir als Team von Human Economy an diese kollektive, geistige Trägheit denken, fällt uns ein Bild ein:

Wir stehen vor einem gewaltigen Tsunami. Die Tiere sind schon vor Tagen ins Landesinnere und in höher gelegene Gebiete geflüchtet. Wie im Wachkoma schauen wir Menschen hinaus aufs offene Meer und beobachten wie sich das Wasser zurückzieht. Die Lähmung sitzt so stark, dass wir sämtliche Warnzeichen ignorieren. Wir betrachten diesen Vorgang wie ein neutrales Naturschauspiel… aber, eines ist absolut sicher: Das Wasser wird zurückkommen, und das in Form einer gewaltigen Flutwelle. Diese wird alles mitreißen und ein nie dagewesenes Desaster anrichten. Verehrte Leser, wachen Sie auf, die Zeit ist erschreckend knapp!

Alle Beiträge der Veranstaltung vom 4. November finden Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=2YH46FiAGc8&feature=youtu.be

 

Literaturverzeichnis

  • Horst Seiffert: „Geldschöpfung – Die verborgene Macht der Banken“, Verlag Horst Seiffert, Nauen 2012
  • Joseph Huber: Monetäre Modernisierung – Die Zukunft der Geldordnung: Vollgeld und Monetati ve. Metropolis, 2013
  • Michael Köhler: „Humes Dilemma – oder: Was ist Geld? Geldschöpfung der Banken als Vermögens rechtsverletzung“, in „Grundlagen und Dogmatik des gesamten Strafrechtssystems“, Festschrift für Wolfgang Frisch zum 70. Geburtstag, Berlin 2014
  • Michael Schemmann: „Deutschlands Geld-Illusion – Monetative Reform oder Bankpleiten“, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2013
  • Richard Werner: „Can banks individually create money out of nothing? — The theories and the empirical evidence“, – International Review of Fi- nancial Analysis (Volume 36), Dezember 2014
  • Geld und Geldpolitik – Schülerbuch der Deut- schen Bundesbank: http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/ Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_ schuelerbuch.pdf
  • Offener Brief zum Missbrauch des Rechnungswesens bei der Kreditgeldschöpfung der Geschäftsbanken von Michael Schemmann, Präsident des IICPA (International Institute of Certified Public Accountants) vom 1. Mai 2013, Originalversion: http://www.iicpa.com/articles/Open%20letter%20accounting%20perversion.pdf
  • I mutui bancari sono una frode: come difendersi Avv. Marco Della Luna: http://marcodellaluna.info/sito/2015/07/26/i-mutui-bancari-sono-una-truffa- 
come-difendersi/

_________________________
Weiterer Beitrag von Paul Kircher

Komplementärwährung
Artikel in der Tageszeitung

 

 

http://kosmische-tagesschau.de/KT

Finanzhaus HSBC ruft „Alarmstufe Rot“ aus: Bereitet euch auf Zusammenbruch des Aktienmarktes vor

14.10.2016 • 15:42 Uhr

Die Börsenanalysten des Bankhauses HSBC halten noch in den kommenden Tagen eine drastische Korrektur an den Finanzmärkten für wahrscheinlich.

Die Börsenanalysten des Bankhauses HSBC halten noch in den kommenden Tagen eine drastische Korrektur an den Finanzmärkten für wahrscheinlich.
Das technische Analyseteam des internationalen Finanzhauses HSBC warnt, die jüngsten Börsenbewegungen würden an jene des „Schwarzen Montags“ 1987 erinnern. Dieser markierte den stärksten Markteinbruch an einem einzigen Tag in der Finanzgeschichte.

Am 19. Oktober 1987 verlor der Aktienindex Dow Jones Industrial Average, der die 30 größten US-Aktiengesellschaften listet, die an der New Yorker Börse (NYSE) notiert sind, gleich 22,6 Prozent seines Marktwertes.

5 vor 12 für die Deutsche Bank? Die Krisenmeldungen für das traditionsreiche Institut häufen sich.

In einer Kunden-Mitteilung vom Mittwoch sagte Murray Gunn, der Leiter für technische Analysen bei HSBC, dass er angesichts eines bevorstehenden Ausverkaufs an den Märkten die Alarmglocken läuten müsse. In den vergangenen Wochen habe es verstörende Preisentwicklungen gegeben.

Mit Blick auf den aggressiven Ausverkauf an der US-Börse am 11. Oktober rufen wir nun die ALARMSTUFE ROT aus. Die Möglichkeit eines schweren Börsenrückgangs ist nun sehr hoch“, schrieb Gunn.

Auch andere Finanzunternehmen gaben sogenannte rote Warnmeldungen aus. Die Citigroup warnte ihre Kunden, Investoren würden sich nicht angemessen vor dem Risiko absichern, das mit den US-Präsidentschaftswahlen einhergeht. Citi-Geschäftsführer Thomas Fitzpatrick wies ähnlich wie HSBC auf Marktparallelen zum Mega-Aktiencrash 1987 hin.

Die Volatilität habe seit dem Ende des Sommers weiter zugenommen und ein Ausverkauf wäre in vielen Bereichen der Märkte zu beobachten, erklärte der HSBC-Analyst.

 

Deutsche Bank – Game over! Ein Institut vor dem Untergang

titel

Was Leser unseres Buches „Kapitalfehler“ schon seit Monaten wissen, wird nun Allgemeingut.

Die Deutsche Bank befindet sich im Endspiel und steht vor dem Aus. Das wird ein Game Changer sein. Deutsche Bank Chef Cryan sah sich sogar gezwungen verlauten zu lassen, dass es der Bank gut geht und keine Anfrage auf Staatshilfen gestellt wurde.

Das hat der Chef von Lehman Brothers kurz vor der Pleite 2008 ebenfalls verlauten lassen. Der Absturz der Deutschen Bank Aktie am letzten Freitag konnte nur durch ein ominöses Gerücht gestoppt werden, dass die Strafzahlung auf 5,4 Milliarden Dollar runtergehandelt wurden. Wir bezweifeln dies stark!

Zum einen, weil sich weder die US-Behörde, noch die Deutsche Bank dazu offiziell geäußert haben. Zum anderen weil die Verhandlungen der Deutschen Bank mit dem Department of Justice (DOJ) noch gar nicht begonnen haben und DB-Chef Cryan erst nächste Woche in die USA fliegt um dort mit dem DOJ zu verhandeln.

Auch bei Lehman Brothers gab es immer wieder Gerüchte über Rettungen und potenzielle Käufer, die sich alle als Finten herausgestellt haben.

Die Parallelen zu Lehman Brothers sind erschreckend – auch im Chartverlauf:

bild1

Die Deutsche Bank hat so viele Fehler gemacht, dass ihr Modell sich überlebt hat. Sie steht vor dem Ruin.

Mittlerweile ist es nicht mehr zu leugnen – der Deutschen Bank steht das Wasser bis zum Hals. Das US-Justizministerium fordert in einem ersten Vergleichsvorschlag im Streit um windige Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise 2008 eine Strafe in Höhe von 14 Milliarden Dollar (rund 12,5 Milliarden Euro) – ein Riesenbatzen Geld.

Die Rückstellungen der Bank in Höhe von 5,5 Milliarden Euro werden da wohl kaum ausreichen. Selbst wenn diese Strafzahlung auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert werden würde, wäre die Kasse schon recht knapp bei der Frankfurter Bank.

Die Bank hat unter den „systemrelevanten“ europäischen Banken eine der schwächsten Kapitalpositionen und die meisten Derivate. Schon im Sommer diesen Jahres hat die DB einen unrühmlichen Titel gewonnen: Deutschlands größte Bank ist laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kontext systemischer Risiken in der Finanzwirtschaft das global gefährlichste Geldinstitut (Finanz-System auf der Kippe: Wir erwarten einen historischen Absturz).

Ende September 2016 ist der Aktienkurs der Deutschen Bank auf ein Rekordtief gefallen. Laut einem Bericht soll Bundeskanzlerin Angela Merkel Staatshilfen für die Bank kategorisch ausgeschlossen haben. Gegenwärtig ist der Aktienkurs des Instituts noch über 10 Euro.

Sollte er jedoch unter 10 Euro fallen, dann könnte dies fatal für die Bank werden. Wir sind gespannt, wann Frau Merkel das Portmonee mit unseren Steuergeldern für das marode Bankhaus öffnen wird. Denn davon gehen wir aus.

Was ist aus Deutschlands größter Bank geworden? Wie konnte es so weit kommen, dass ein Bankhaus, das einst für Solidität und Seriosität und für den ehrbaren deutschen Bankkaufmann stand, heute berechtigter weise vor den Trümmern seiner Existenz steht?

Auch wenn die Deutsche Bank sich hierzulande noch immer gerne als big Player aufspielt, ist sie im globalen Maßstab längst nicht mehr so wichtig, wie sie einmal war. Sie ist der Beweis dafür, dass man doch nicht unbegrenzt Geld mit Geld verdienen kann; dass Investmentbanking ein Geldhaus nicht nur in luftige Höhen, sondern auch auf den harten Boden der Tatsachen befördern kann.

Und schließlich ist das Auf und Ab des deutschen Branchenprimus ein Beleg dafür, dass langjähriger Lug und Trug keine Basis für ein nachhaltiges Geschäftsmodell sind und sich eher früher als später bitter rächen werden.

Mit einer Bilanzsumme von etwa 1.600 Milliarden Euro schafft sie es derzeit nicht einmal mehr unter die Top 10 der internationalen Großbanken. Im Vergleich zu 2006 hatte die Aktie bis Ende September 2016 knapp 90 Prozent an Wert verloren.

Heute ist die Bank nur noch 16 Milliarden Euro wert. Das ist weniger als der Baustoffhersteller Heidelberg Cement. So sollte man nicht mit Geld hantieren.

Mit Blick auf den Aktienindex DAX kann man sagen: Bei der Deutschen Bank arbeiten vor allem Kapitalvernichter, die offensichtlich nicht mit Geld umgehen können. Wenn das der Fall ist, dann sollte sich ein jeder Sparer fragen, ob sein Geld bei dieser Bank noch gut aufgehoben ist. Aus den Negativschlagzeilen kommt die Deutsche Bank jedenfalls nicht heraus.

2012 haben wir in unserem ersten Buch beschrieben, wie das Frankfurter Geldhaus die Stadt Pforzheim offensichtlich bei Derivategeschäften falsch beraten hat. Seit Oktober 2015 ging die Stadt endlich juristisch gegen die Bank vor. Jetzt hat die Stadt einen Vergleichsvorschlag des Landgerichts Frankfurt über 7,7 Millionen Euro angenommen.

Kurz vor der Hauptversammlung 2016 hatte der Aufsichtsrat des Instituts den Leiter seines Integritätsausschusses, Georg Thoma, abserviert. Thoma, als Chefaufklärer geholt, lähme die Bank mit seinem Übereifer. Und Aufsichtsratschef Paul Achleitner kam damit durch, trotz herber Kritik von einigen Aktionären.

bild2

8.000 Prozesse

Weltweit werden derzeit über 8.000 Prozesse und 180 aufsichtsrechtliche Verfahren gegen die Deutsche Bank geführt. Von betrügerischen Einzelfällen kann also keinesfalls mehr die Rede sein. Zahlreiche Urteile sind bereits gesprochen, Vergleiche wurden geschlossen, in anderen Fällen wird noch ermittelt (Island macht ernst: Banker-Elite zu 74 Jahren Haft verurteilt).

Unter anderem geht es um Geldwäsche, Steuerkriminalität und Zinsmanipulation. Verspielt wurde jegliches Vertrauen bei den Aufsichtsbehörden an den wichtigsten Finanzmarktplätzen der Welt. Seit 2012 wandte die Deutsche Bank 12,7 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten auf.

Alleine 2,5 Milliarden Dollar und 725 Millionen Euro wegen Manipulationen von Interbanken-Zinsen, 1,9 Milliarden Euro wegen Streitereien um Hypothekenpapiere, 925 Millionen Euro an die Erben von Leo Kirch….– und ein Ende ist nicht in Sicht.

Warum hat bisher kein Aktionär das Management auf exakt diese Summe verklagt? Doch es waren ja nicht nur die Manager und Händler der Deutschen Bank, die sich an nahezu jedem Finanzskandal der vergangenen Jahre beteiligt haben.

Die Führung des Finanzkonzerns tat jahrelang alles dafür, die Aufklärung zu erschweren. Im Januar 2016 kam dann der Hammer: 2015 erzielte die Deutsche Bank den größten Jahresverlust ihrer Geschichte: 6,7 Milliarden Euro, damit fällt die Bilanz noch schlechter aus als einst im Krisenjahr 2008 („Der kommende Crack-up-Boom wird die Weltwirtschaftskrise wie ein Picknick im Park aussehen lassen“). 

DB steht nicht nur für „Deutsche Bank“ sondern auch für „Derivate Bombe

Brandgefährlich ist der Derivatebestand der Deutschen Bank von fast 46 Billionen Euro – knapp 17 Mal so viel wie die jährliche Wirtschaftsleistung Deutschlands – und das bei einem Eigenkapitalanteil von lediglich etwa 61 Milliarden Euro!

Diese Papiere laufen außerhalb der Bilanz und sind völlig intransparent. Sollten der Bank lediglich fünf Prozent aller Derivate um die Ohren fliegen, gehen in Frankfurt die Lichter ganz schnell aus.

Im Februar 2016 sah sich die Bank sogar gezwungen, öffentlich klarzustellen, dass sie noch liquide sei. Als sich dann auch noch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit den Worten „Ich mache mir keine Sorgen“ beruhigend zur Deutschen Bank äußerte, gingen bei uns alle Alarmglocken an. Die letzten Banken, die sich zu einem solchen Schritt gezwungen sahen, waren Bear Stearns und Lehman Brothers (Acht Jahre nach Lehman-Pleite: Warnungen vor neuem Immobilien-Crash). Das Ende kennen wir.

Wir sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass es die Deutsche Bank in ihrer jetzigen Form in Zukunft nicht mehr geben wird. Aufgrund ihrer Größe ist eine Pleite ausgeschlossen. Würde man die Deutsche Bank wie Lehmans Brothers anno dazumal tatsächlich pleitegehen lassen, dann würden global erstmal die Lichter ausgehen. Wir hätten eine Finanzkrise von einer unvorstellbaren Dimension in Relation dessen die Krise 2008 lediglich ein entspannter Sonntagsspaziergang war.

Da es unwahrscheinlich ist, dass ein Konkurrent eine Bank mit knapp 8.000 laufenden juristischen Verfahren und einem Derivate-Portfolio außerhalb der Bilanz im Volumen von etwa 46 Billionen Euro übernehmen wird, dürfte es wohl oder übel auf eine Verstaatlichung hinauslaufen, auch wenn das Frau Merkel heute noch nicht wahrhaben und keinesfalls ihren Wählern kommunizieren möchte.

Ob in diesem Falle dann die von der Bank an ihre Topmanager ausbezahlten Boni zurückgefordert werden, ist mehr als fraglich. Wie das vom Staat finanziert werden soll, ist mehr als fraglich aber es liegt nahe, daß wir Bürger wieder herangezogen werden.

Keinesfalls fraglich ist dagegen, dass der Steuerzahler bei dieser unvorstellbar teuren Bankenrettung abermals der Dumme sein wird. Aber eine andere Option gibt es nicht, den die Deutsche Bank ist eine tickende, gigantische Zeitbombe. Schnallen wir uns an.

Dieser Artikel ist ein exklusiver, aktualisierter Auszug aus dem aktuellen BestsellerKapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich haben im Mai 2016 ihren dritten Bestseller Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ veröffentlicht. Zuvor schrieben Sie 2012 gemeinsam den Bestseller Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. In ihrem zweiten Buch, Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten, haben sie u.a. die EZB Leitzinssenkung und Minuszinsen für die Banken, die Absenkung des Garantiezinses bei den Lebensversicherungen sowie den Ausgang der EU-Wahl richtig prognostiziert. Der Crash ist die Lösung war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014. Sie sind Initiatoren von Deutschlands erstem Sachwertfonds:www.fw-fonds.de. Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de und bei Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/.

Quellen: PublicDomain/Marc Friedrich und Matthias Weik am 05.10.2016

http://www.pravda-tv.com/

Anschnallen! Das Finanzkartell wird uns wieder Leid und Krieg bringen!

Uncut-News Schweiz

Wer denkt, dass das weltweite Finanz-Beben schon vorbei ist irrt! Die Zeiger der Finanzmärkte haben in diesem Jahrtausend noch nie höher ausgeschlagen, als es aktuell der Fall ist.
http://www.kla.tv/8738
Vor acht Jahren traf ein, was zahllose, als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkte Warnrufer präzise voraussagten: Die unersättliche Gier großer Finanzspekulanten führten unser globales Finanzsystem an den Rand eines katastrophalen Abgrundes. #banken #finazen #bänkster#zinsen #geld #macht #kapital #usa #dollar #system #schulden #finanzmafia #kontrolle #systemkrise #crash #krieg #terror #mord #tod #leid#ungerechtigkeit

Bankenrettungen auf Kosten der Bevölkerung sind vermeidbar

In der Kralle der Bankster
Bildquelle: mywakenews.wordpress.com
Liebe Menschen, es geht uns alle an

Bitte in Dein Netzwerk schicken – es geht nicht um Verhetzung sondern Aufklärung – wir können erst dann wissen wo wir hinwollen wenn wir wissen wo wir stehen

Wien, 08.08.2016

O F F E N E R   B R I E F

Betrifft: Verschuldungspolitik und Bankenrettungen auf Kosten der Bevölkerung

Sehr geehrte Damen und Herren Verantwortungsträger der Republik Österreich!

In den letzten Jahren wurde der Umstand, dass „Giralgeld“ bei der Kreditvergabe der Geschäftsbanken nicht verliehen, sondern buchungstechnisch (und zwar als „Schuldschein der Bank“) erzeugt wird, nicht nur theoretisch erklärt und begründet, sondern ist nunmehr auch durch ein Experiment von Univ.-Prof. Dr. Richard Werner empirisch bewiesen. Es handelt sich daher um eine wissenschaftliche Tatsache!
(Einen deutschsprachigen Artikel mit einer Zusammenfassung von Prof. Werners Studie finden Sie hier:http://www.free21.org/wp-content/uploads/2015/10/03-Mannsberger-Geld-aus-dem-Nichts-TH2.pdf Für die an Vertiefung Interessierten verweisen wir auf den (Nicht-) Diskurs in der Wissenschaft zu diesem Thema:https://www.kreditopferhilfe.net/de/irrlehren)

Keine Bank ist gezwungen, sich „Geld zu leihen“, kein Unternehmer und erst recht kein Staat. Es ist damit erwiesenermaßen zutiefst irrational zu behaupten, es gäbe durch Bankschulden erzeugte, häufig als „alternativlos“ bezeichnete Sachzwänge wie bspw. Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich oder die weitere Erhöhung der Abgabenlast.
Die gegenwärtigen buchtechnischen Verschuldungsprobleme können auf dieselbe Art und Weise gelöst werden, wie sie entstanden sind, nämlich buchtechnisch. Eine einfache Methode der rein buchtechnischen Bankensanierung ohne Verschwendung eines einzigen Cents an Steuermitteln mittels Debt Equity Swap sowie einen Formulierungsvorschlag für die dazu erforderliche Gesetzgebung entnehmen Sie bitte der Beilage.

Es ist absehbar, dass mehrere Großbanken demnächst „Hilfe“ brauchen werden. In diesem Zusammenhang wollen wir insbesondere auf die Haftungen der AVZ-Stiftung für die Bank Austria aufmerksam machen. Dazu stellen sich mehrere wesentliche Fragen wie z.B.:

  • Aus welchem Grund ist die Bank Austria verkauft worden?
  • Wer hat diese Entscheidung getroffen?
  • Wer hat vom Verkauf profitiert, und welche Gelder sind wohin bzw. an wen geflossen?
  • Wie hoch ist der tatsächliche Umfang der Haftungen, die mit der AVZ-Stiftung und der Stadt Wien vereinbart wurden?
  • Wurden die Provisionen für diese Haftungen korrekt ausbezahlt?
  • Wer hat diese Haftungsprovisionen erhalten und wofür wurden sie verwendet?
  • Warum wird die Haftung nach § 92 Absatz 9 Bankwesengesetz weiter zu Gunsten von Finanzkonzernen aufrechterhalten, obwohl eine Reihe namhafter Juristen diese Haftung als europarechtswidrig beurteilen?
Wir halten hiermit ausdrücklich fest, dass Sie als Verantwortungsträger der Republik Österreich nach diesem Brief und dem beigelegten Lösungsvorschlag für die Verschuldungsprobleme nicht mehr behaupten werden können, Sie hätten keine sozial gerechteren Lösungen gekannt.
Sollten Sie sich weiterhin dafür entscheiden, Bankensanierungen auf Kosten der Bürger und der gutgläubigen Bankkunden (bspw. durch das Rasieren der Sparguthaben) durchzuführen, offenbaren Sie dadurch unmissverständlich, dass Sie die Interessen einer rein parasitären Finanzbranche anstatt die der Bevölkerung vertreten.
Wir fordern Sie auf, die zur Bank Austria und zu den Haftungen der AVZ-Stiftung gestellten Fragen zu beantworten und zum angeschlossenen Gesetzesvorschlag für zukünftig anstehende Bankensanierungen Stellung zu nehmen.
Als spätesten Termin für Ihre geschätzte Rückäußerung merken wir uns den 16.08.2016 vor.

Mit freundlichen Grüßen,

das Team des KOV Kreditopfervereins

Beilage:

  • Gesetzesvorschlag zur buchtechnischen Bankensanierung
Dieses Schreiben geht an:
  • die Regierungsmitglieder und alle Nationalratsabgeordneten
  • die Clubs der Parlamentsparteien
  • den Rechnungshof
  • das Institut für Höhere Studien
  • das Wirtschaftsforschungsinstitut

Gesetzesvorschlag zur buchtechnischen Bankensanierung

Der Debt Equity Swap stellt die Umwandlung von bilanziellen „Schulden“ (Debt) in eine Direktbeteiligung des Gläubigers am Unternehmen des Schuldners (Equity) dar und wird routinemäßig im Zuge von Insolvenzverfahren an realwirtschaftlichen Unternehmen (v.a. von Banken bzw. von Industrieländern an Schwellenländern) durchgeführt (siehe z.B. http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/debt-equity-swap/debt-equity-swap.htm bzw. Internet-Suchergebnisse zu „Debt Equity Swap“). Er stellt die letzte Stufe der Enteignung der Realwirtschaft durch die Finanzwirtschaft dar, wenn eine Schein-Forderung, die durch wertloses „Fiat Money“ (das „geschöpft“ und niemals „verliehen“ wird) in einen Eigentumsanteil transferiert wird.Prolog: Zur sogenannten Insolvenz von Nationalstaaten

Dass Nationalstaaten (entgegen diesbezüglicher Versuche der Bankenlobby) schon aus rein logischen Gründen niemals „insolvent“ werden können, ergibt sich aus folgenden Überlegungen:

1. Der Nationalstaat als Gesetzgeber
Wenn der Nationalstaat als Gesetzgeber fungiert, so steht er damit (als öffentlich-rechtliche Körperschaft) natürlich auch über dem Handelsrecht, somit auch über dem Insolvenzrecht, womit dieses auf ihn selbst auch nicht anwendbar ist.

2. Der Nationalstaat als handelsrechtliche Firma
Sollte man die Nationalstaaten hingegen als handelsrechtliche Firmen betrachten (die damit auch dem Handelsrecht und somit auch dem Insolvenzrecht unterlägen), so stellen sich hingegen folgende Fragen:
a. Wer ist der über den Nationalstaaten stehende Gesetzgeber, der handels- und insolvenzrechtliche Regeln erzeugt und wie ist dieser (demokratisch oder wie sonst?) legitimiert?
b. Falls die Nationalstaaten den Status handelsrechtlicher Firmen besäßen, so wäre die Bevölkerung deren Personal. Das Personal besitzt in der Insolvenz aber Gläubiger- und niemals Schuldnerstatus. Es wären daher die rechtlichen Eigentümer der handelsrechtlichen (Staats-)Firmen ausfindig zu machen und in die Haftung zu bringen, um die Forderungen des Personals (der Bevölkerung, als Teil der Gläubiger) zu erfüllen. Austeritätsmaßnahmen träfen jedenfalls das Personal, daher die Gläubiger und nicht die Schuldner (die rechtlichen Eigentümer der handelsrechtlichen Firmen, die als Nationalstaaten firmieren).

Buchtechnische Bankensanierung ohne Einsatz von Steuergeld

Die buchtechnische Sanierung realwirtschaftlicher Unternehmen (z.B. indem ein Bankkredit in eine Beteiligung der Bank am Unternehmen umgewandelt wird), erfolgt einfach durch Ausbuchung des Kredits (Aktivseite) und entsprechende Erhöhung des Eigenkapitals (der Beteiligung der Bank, Passivseite):Bankverbindlichkeit an Einlage Bank (Eigenkapital)

Die Buchungstechnik erfolgt in folgenden drei Schritten:

1) Ausfall der Kreditforderung
Aufwand an Forderung
= Bilanzverkürzung
2) Auflösung der „Sichteinlage“ (= Verbindlichkeit) auf Bilanzebene
Verbindlichkeit gegenüber Kunden an außerordentlichen Ertrag
= Passivtausch
3) Dotierung der Umlaufsicherungsrücklage
Dotierung Rücklan an Rücklage zur Umlaufsicherung
= Gewinnverwendungsrechnung

Schritt 2 stellt den eigentlichen Debt Equity Swap dar, durch welchen sich der entsprechende Betrag an Giralgeld inhaltlich in Vollgeld umwandelt (aus einem Bankenschuldschein wird Eigentum des Bankkunden bzw. des Staates als Repräsentant der Bevölkerung).

Darstellung im Bilanzbild:

Aktiva Passiva
– Forderung (1) – Eigenkapital
(2) – Verbindlichkeit + Eigenkapital

Musterhafte Gesetzesformulierung

Die gesetzliche Umsetzung (im entsprechenden Gesetz, in Österreich das Bankwesengesetz) könnte wie folgt lauten:

§ XY Buchtechnische Bankensanierung

(1) Wenn bei einer Bank bzw. einem Kreditinstitut mehr als X% der Kredite als uneinbringlich abgeschrieben werden müssen, so muss ein diesem Betrag entsprechender Wert zum Jahresende der „Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ als außerordentlicher Ertrag aufgelöst werden. Zugleich ist dieser Betrag im Rahmen der Gewinnverwendungsrechnung als gebundene Rücklage („Umlaufsicherungsrücklage“) in die Bilanz einzustellen. Es handelt sich bei diesem neuen Eigenkapital um (anteiliges) Eigentum des Staates bzw. der Bankkunden.

Durch diese einfache Regelung werden folgende Probleme gleichzeitig gelöst:

  1. Keine Bank kann jemals wieder durch „Kreditausfälle“ Verluste erleiden, da gegengleich die Sichteinlagen (auf Bilanzebene) als Ertrag aufgelöst werden, womit der Aufwand des Forderungsausfalls in voller Höhe neutralisiert wird.
  2. Das Kreditrisiko einer Bank reduziert sich dadurch auf null.
  3. Aus diesem Grund haben Banken ab diesem Zeitpunkt auch keinen Grund mehr, Kredite zu verweigern oder übermäßig hohe Sicherheiten zu verlangen.
  4. Der Staat beteiligt sich über die Kreditausfälle (und die dann entstehende Eigenkapitalposition „Umlaufsicherungsrücklage“) an der Bank und wird so zum Mitentscheider (auch und v.a. hinsichtlich Kreditvergaben bzw. eventuell sogar bei einer „Geldschöpfung durch Grundeinkommen“)
  5. Alle diese Schritte (Bankensanierung + Senkung des Kreditrisikos auf Null + Beteiligung des Staats an den Banken) erfolgen, ohne dass ein einziger Cent Steuergeld dafür benötigt wird. Es bedarf nur einer vernünftigen Gesetzgebung!

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit!
Sie können Mitglied werden, Spenden in bar per eingeschriebenem Brief an die Vereinsadresse senden oder auf nachfolgendes Konto überweisen.
BIC: RLNWATWW / IBAN: AT60 3200 0000 1189 1009
Herzlichen Dank!

Es wird wieder gerettet

29. Juli 2016 von Gastautor: Herdolor Lorenz
29. Juli 2016(von Herdolor Lorenz) Am Freitag, dem 29.07.2016 wird der Stresstest für überschuldete italienische Banken veröffentlicht. Die älteste Bank der Welt, die italienische Banca Monte dei Paschi di Siena  (BMPS), hat in diesem Jahr mehr als 70 Prozent an Marktwert verloren. Besonders bedroht sind auch die  HVB-Mutter UniCredit und Intesa Sanpaolo. Voraussichtlich 360 Mrd. EURO fauler Kredite schlummern zum größten Teil seit der Krise 2009 in ihren Büchern. Jetzt will der Ministerpräsident Italiens  Matteo Renz mit voraussichtlich  40 Mrd. EURO Steuergelder die Banken rekapitalisieren. Auch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, die in diesem Jahr ähnliche Kursverluste wie die italienischen Pleitebanken verbuchen müssen, David Folkerts-Landau, meldet sich zu Wort. Nach ihm sei der öffentlich kolportierte Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro viel zu konservativ  kalkuliert. Er hält die Rettung der italienischen Banken, in denen die Deutsche Bank milliardenschwere Anleihen hält und verlieren könnte, für derart dringlich, dass er dafür einen Bruch mit den erst seit einem halben Jahr gültigen Regeln der EU-Banken-Richtlinie in Kauf nimmt.„Nie wieder sollen die Steuerzahler Europas für eine Bankenrettung bluten“, war bei der Verabschiedung der Banken-Richtlinie verkündet worden. Ihr gemäß sollten zuerst Aktionäre sowie die Gläubiger für Verluste von bis zu acht Prozent der Bilanzsumme haften. Erst dann dürfe der europäische Rettungsschirm (ESM) eingreifen. Das mag sich gut anhören, ist aber kein definitiver Schlussstrich unter die skandalöse Umverteilung von unten nach oben in den vergangenen Bankenrettungen.

  • Nur zu 8% sollen die Eigner und Gläubiger für die spekulativen Geschäfte der Bank haften. Für 92% der Verluste sind weiterhin im Extremfall wir Bürger verantwortlich.
  • Selbst für die 8% Haftung der Eigner und Gläubiger gibt es Schlupflöcher. Wenn eine Bank in Schieflage im Stresstest für solvent erklärt wird, dann dürfen dennoch öffentliche Rettungsgelder fließen, und die Eigentümer und Gläubiger bleiben ungeschoren. Man muss kein Pessimist sein zu vermuten, dass Monte dei Paschi, UniCredit und Intesa Sanpaolo heute für solvent erklärt werden.
  • Auch Gläubiger ab einer Einlagensumme von 100.000 EURO sollen haften. Das ist unsozial und trifft u.a. viele Bürger, die privat für ihren Lebensabend vorsorgen wollten.

Bankenrettung praktisch beschlossen In Italien werden durchschnittlich 30% aller Bankschuldverschreibungen von Privatkunden gehalten. Die drohende Enteignung dieser kleinen Leute ist jetzt das öffentlich kolportierte Argument aller Befürworter der Bankenrettung. Sie verschweigen allerdings, dass kein Gesetz EU-Staaten hindert, Kleinanleger für solche Schäden auch auf Kosten der Banken zu entschädigen. Bei der ganzen Kampagne für die Rettung geht es um anderes: Die großen Hauptanleger in den drei Banken in Schieflage, sind ausgerechnet die, die bei dieser Aktion sich an erster Stelle zu Wort gemeldet haben: Die Deutsche Bank, Société Générale und der weltgrößte Hedgefond Blackrock. Ihre Verluste bei der Haftung von Eignern und Gläubigern sollen verhindert werden! Der Chef der Europäischen Zentralbank assistiert ihnen bereits: Eine öffentliche Absicherung wäre „sehr hilfreich“, sagte Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Auch „Berlin“ ist bereit, eine flexible Lesart der EU-Regeln mitzutragen, die es erlauben würde, mögliche Verluste durch öffentliche Gelder zu kompensieren.

Ist das nur der Anfang? David Folkerts-Landau, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, weist wohl mit Recht darauf hin, dass man das Problem der faulen Krediten nicht auf die italienischen Banken begrenzen kann. Er schlägt deshalb ein neues gigantisches EU-Rettungsprogramm vor, an dem private Gläubiger nicht beteiligt werden sollen. Die europäischen Banken sollten nach amerikanischem Vorbild mit frischem Kapital ausgestattet werden. Dort sei der Staat mit 475 Milliarden Dollar eingesprungen. „In Europa muss das Programm nicht so groß sein. Mit 150 Milliarden Euro lassen sich die europäischen Banken rekapitalisieren“, sagte Folkerts-Landau der „Welt am Sonntag“.

Umverteilung am laufenden Band In Portugal wurde vor einem Jahr das Finanzimperium der Bankerfamilie Espírito Santo mit staatlichen Milliarden gerettet. Ende Dezember 2015 ging es um das Geldhaus Banif, das unter zweifelhaften Umständen aufgelöst wurde: Auf Druck der Europäischen Zentralbank übernahm die spanische Großbank Santander für 150 Millionen Euro das fast risikofreie Kerngeschäft. Dagegen musste Portugals sozialistische Minderheitsregierung über 2,2 Milliarden Euro ausgeben, um eine sogenannte Bad Bank für notleidende Kredite zu schaffen. Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste ist der Alltag in einer EU, die versprochen hat, zu Bankenrettungen werde es nicht mehr kommen.

Herdolor Lorenz im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt zu seinem Film „Wer rettet wen?“:

Leider! Der Film „Wer Rettet Wen?“ ist aktueller denn je und hilft, diese Zusammenhänge verstehen! Mehre als 700 registrierte Filmveranstaltungen allein in Deutschland sind noch nicht genug!

Besorgen Sie sich eine DVD oder ein DVD mit dem Buch oder laden sie sich den Film herunter

  • Führen Sie den Film auf. Kein Forum dafür ist zu klein.
  • Oder bitten Sie einfach unseren Verleih, dass er den Film in einem Kino Ihrer Stadt zeigt.

Verhindern Sie eine neue Bankenrettungswelle mit einer erneuten gigantischen Umverteilung von unten nach oben!

Ihr WerRettetWen- Filmteam. Leslie Franke und Herdolor Lorenz

film@whos-saving-whom.org | www.wer-rettet-wen.org| Wer rettet Wen auf Facebook

Es wird wieder gerettet