Volksbanken bereiten sich auf Minuszinsen für Privatkunden vor – DAB BNP Paribas führt Negativzinsen ein

Privaten Sparern könnte es bald noch stärker an den Kragen gehen. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken werden Gedankenspiele angestellt, wie man die negativen Einlagezinsen der EZB bald auch an normale Privatkunden weiterreichen könne.

Eine wachsende Zahl von Kreditinstituten stellt aktuell Überlegungen an, wie sie die von dem in Kürze scheidenden EZB-Chef Mario Draghi eingeführten Strafzinsen, die sie unverändert an die Europäische Zentralbank abführen müssen, auch an ihre Kunden weiterreichen können. Ein neues Beispiel ist ein Rundschreiben des Bundesverbands deutscher Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), welches das »Handelsblatt« öffentlich machte.

In diesem wird auf 60 Seiten die Rechtslage zum Thema Minuszins analysiert, danach gibt man Tipps, wie man die Kunden auf Strafzinsen vorbereiten könne. Der Verband der knapp 900 Genossenschaftsbanken hält darin angesichts der EZB-Politik negative Einlagenzinsen für »eine der denkbaren geschäftspolitischen Optionen«, da sich gemäß den Ankündigungen an der lockeren Geldpolitik der Zentralbank auch unter Draghis Nachfolgerin Christine Lagarde nichts so schnell ändern werde (Goldkaufregulierung, Rezession und der große Finanzcrash).

Vorgeschlagen wird den Mitgliedern des Bankenverbands mit Musterschreiben und Formulierungshilfen ein Vier-Stufen-Plan vor, wie die Institute bei der Einführung von Minuszinsen mit ihren Kunden und der Öffentlichkeit am besten umgehen sollten. Mit dem BVR-Papier wird klar, dass die bisherige Hemmschwelle der Kreditinstitute, auch von normalen Privatkunden auf ihr Guthaben Minuszinsen zu nehmen, zunehmend sinkt.

Schon eine ganze Weile beklagen deutsche Banken, dass sie Negativzinsen bezahlen müssen, wenn sie überschüssige Spargelder ihrer Kunden bei der Notenbank parken. Hierbei liegt die Gebühr aktuell bei minus 0,5 Prozent. In diese Richtung befand die EZB auch auf ihrer September-Sitzung, dass noch lange Zeit mit Negativzinsen gearbeitet werden müsse.

Das »Handelsblatt« zitiert in seinem Bericht zu dem BVR-Papier einen nicht weiter namentlich genannten Bankvorstand mit den Worten, die Banken könnten es sich »angesichts des Zinsumfelds schlicht nicht leisten, Kunden dauerhaft vor Negativzinsen abzuschirmen« (Finanzieller Wahnsinn und die Bürger haften: Mit Lagarde kommen die Minuszinsen für uns alle und Helikoptergeld).

DAB BNP Paribas führt Negativzinsen ein

Immer mehr Banken und Sparkassen erheben Strafzinsen auf Einlagen von Privat- und/oder Geschäftskunden. Dabei gilt in der Regel ein bestimmter Freibetrag, zum Beispiel in Höhe von 100.000 Euro. Die Negativzinsen werden dann für den übersteigenden Betrag berechnet.

Die DAB BNP Paribas, eine Bank für unabhängige Finanzdienstleister, geht jetzt einen besonderen Weg: Sie macht den Strafzins von der sogenannten Einlagenquote abhängig. Dabei wird der Euro-Geldbestand eines Kunden in Relation zu seinem Gesamtvermögen gesetzt. Zum Gesamtvermögen zählen alle Kontensalden (Einlagen auf Verrechnungs- Tagesgeld- und Festgeldkonten, aber nicht auf Währungskonten) sowie der Depotwert.

Verglichen wird quartalsweise: Macht der durchschnittliche Kontensaldo pro Quartal nicht mehr als 15 Prozent des Gesamtvermögens im selben Zeitraum aus, fallen keine Strafzinsen an. Für Einlagen, die die Quote übersteigen, zwackt das Geldhaus anteilig 0,5 Prozent pro Jahr ab – so viel wie die Europäische Zentralbank (EZB) von Geldhäusern verlangt, die überschüssiges Kapital bei ihr parken (Deutschland in der Krise: Rezession kommt – und zwar knallhart).

Auch Privatkunden betroffen

Die Regelung gilt für alle Kundengruppen – auch für Privatkunden, die über einen Finanzdienstleister ein Konto bei der DAB BNP Paribas abgeschlossen haben. Kunden der Consorsbank – der zweiten deutschen Marke der französischen Großbank BNP Paribas – sind von den Strafzinsen nicht betroffen.

In einem Schreiben, das DAB-Kunden jetzt erhalten, macht die Bank eine Beispielrechnung auf: Wer ein Gesamtvermögen von 10.000 Euro hat, zahlt bis zu einem durchschnittlichen Saldo in Höhe von insgesamt 1.500 Euro auf allen Konten kein Verwahrentgelt. Liegt dieser Saldo bei 2.000 Euro werden 500 Euro davon mit minus 0,5 Prozent pro Jahr – sprich 2,50 Euro pro Jahr – verzinst.

Zum ersten Mal zu spüren bekommen Kunden die neue Regelung am Ende des ersten Quartals 2020. Die Bank geht davon aus, dass es nur wenige Anleger sein werden, denen ein Verwahrentgelt abgezogen wird. “Über alle Kunden gesehen, liegt die Cash-Quote deutlich unter 15 Prozent”, sagt Unternehmenssprecher Jürgen Eikenbusch. Ein Großteil der Vermögensverwalter – diese sind bereits über die Regelung informiert worden – habe “das Thema sehr ruhig aufgenommen”.

Wie andere Banken auch, begründet die DAB BNP Paribas die Einführung der Strafzinsen vor allem mit dem Zinskurs der EZB: Seit der letzten EZB-Entscheidung habe sich die Situation weiter verschlechtert. Da man zudem keine Girokonten oder sonstige eigene Produkte anbiete, könne man “das stetig sinkende Zinsergebnis nicht durch anderes Geschäft kompensieren” (Goldkaufregulierung, Rezession und der große Finanzcrash).

EZB-Zinsentscheid vom September und seine Folgen

Am 12. September beschloss die EZB die Verschärfung des Einlagensatzes auf minus 0,5 Prozent. Die neue Regelung trat am 18. September in Kraft. Seither haben 14 der 35 von biallo.de erfassten Banken und Sparkassen ihr sogenanntes Verwahrentgelt für vermögende Privatkunden auf 0,5 Prozent erhöht, darunter auch große Institute wie die Berliner Sparkasse, die Berliner Volksbank und die Sparkasse Hannover.

Einige Banken haben die Freibeträge, die von den Strafzinsen ausgenommen sind, deutlich gekürzt. Bei der Berliner Sparkasse etwa werden Privatkunden jetzt ab 500.000 Euro auf dem Tagesgeld- oder Girokonto zur Kasse gebeten. Zuvor lag der Schwellenwert bei einer Million Euro. Auch die Sparkasse Bamberg hat ihren Freibetrag halbiert, und zwar von zwei Millionen auf eine Million Euro.

Bei der Volksbank Ettlingen müssen Privatkunden jetzt ab 250.000 Euro ran (vorher: ab einer Million Euro), bei der Deutschen Skatbank bereits ab 100.000 Euro (vorher: ab 500.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto und ab einer Million Euro auf dem Girokonto).

Haspa und Naspa halten sich noch zurück

Die größte deutsche Sparkasse, die Hamburger Sparkasse (Haspa), will Negativzinsen im breiten Privatkundengeschäft nach wie vor vermeiden. “Wie lange wir das noch tun können, hängt von der Niedrigzinspolitik der EZB ab, die uns schon jetzt Tag für Tag sehr viel Geld kostet”, sagt Haspa-Sprecherin Stefanie von Carlsburg. Der Strafzins auf Termin- und Giroeinlagen bleibt vorerst bei 0,4 Prozent. Dabei gilt weiter ein Freibetrag von 500.000 Euro. “Daher sind nur sehr wenige Kunden davon betroffen”, betont von Carlsburg.

Auch die Nassauische Sparkasse (Naspa) belässt den Strafzins erst mal bei 0,4 Prozent. Der Freibetrag für Einlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten liegt nach wie vor bei 500.000 Euro. Die Frankfurter Volksbank plant ebenfalls keine Verschärfung ihres Kurses, hohe Einlagen werden weiter mit 0,4 Prozent bepreist. Allerdings: “Die Auswirkungen der Veränderung des Zinssatzes durch die EZB prüfen wir derzeit”, sagt Beate Schumacher, Pressesprecherin der Frankfurter Volksbank.

Für Verwirrung sorgten kürzlich die Raiffeisenbank im Oberland und die VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau. Beide Geldhäuser hatten auf ihren Internetseiten zwischenzeitlich ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent pro Jahr für hohe Anlagebeträge auf dem Tagesgeld ausgewiesen. Offenbar ein technischer Fehler. “Wir erheben nach wie vor nur ein Verwahrentgelt von Kommunen ab Einlagen von einer Million Euro”, heißt es von der Raiffeisenbank im Oberland.

Und auch die VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau spricht von einer Falscheingabe: “Es zahlt kein Kunde und hat auch keiner gezahlt”, betont Peter Schehl, Bereichsleiter Privatkunden bei der Genossenschaftsbank im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern (Crashgefahr: Heimliche Krisensitzungen wie bei den Pleiten von LTCM und Lehman Brothers)

Negativzinsen als Abschreckung

Auch die VR-Bank Alzenau wurde zuletzt in Medienberichten genannt, dass sie kürzlich Negativzinsen für Privatkunden eingeführt hat. Laut Preisaushang von November 2018 wird für Einlagen auf Kontokorrent- und Tagesgeldkonten ein Verwahrentgelt von 0,4 Prozent verlangt – “soweit mit dem Kunden vereinbart”. Dies sei aber nur als Abschreckung zu verstehen, so die Genossenschaftsbank im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Derzeit sei “mit keinem Kunden etwas vereinbart”.

Die Stadtsparkasse München sorgte kürzlich ebenfalls für Furore: Sie lässt Kunden, die ein Giro- oder Tagesgeldkonto eröffnen, eine Regelung unterschreiben, die es ihr erlaubt, bei Bedarf Negativzinsen zu erheben – und zwar für Einlagen ab 100.000 Euro pro Person – auch dann, wenn der Betrag gestückelt und auf mehrere Konten verteilt wird. Für Ehepaare gilt ein Freibetrag von 200.000 Euro.

Doch wie wahrscheinlich ist es, dass die Sparkasse von der Regelung Gebrauch macht? “Wir sehen zwei Szenarien, die die Einführung von Negativzinsen auslösen können”, sagt Sebastian Sippel, Pressesprecher der Stadtsparkasse München. Nummer eins: “Wenn die EZB den Einlagenzins weiter senkt.” (“Es geht ums nackte Überleben!” Börsenlegende warnt vor Mega-Crash)

Nummer zwei: “Wenn Wettbewerber Negativzinsen einführen und in der Folge mehr Sparer bei uns Geld parken wollen.” Negativzinsen sollen in diesem Fall abschrecken. Die Regelung müssen nur Neukunden unterschreiben. Wer bereits ein Konto hat, ist nicht betroffen, betont Sippel.

Da viele Geldhäuser derzeit eine Einführung beziehungsweise Erhöhung des Verwahrentgeltes für Privatkunden prüfen, dürften in den nächsten Wochen noch etliche Banken hinzukommen – vor allem, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins weiter verschärfen sollte. Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater rechnet bis Frühjahr mit einer nochmaligen Absenkung des Einlagensatzes auf dann minus 0,6 Prozent.

Literatur:

Die Unersättlichen: Ein Goldman-Sachs-Banker rechnet ab

Wehrt Euch, Bürger!: Wie die Europäische Zentralbank unser Geld zerstört

Der Weg ins Verderben: Wie die Eliten die nächste Krise vorbereiten und wie Sie sich davor schützen können

Die Nullzinsfalle: Wie die Wirtschaft zombifiziert und die Gesellschaft gespalten wird

Quellen: PublicDomain/freiewelt.net/biallo.de am 30.10.2019

Milliarden-Betrug: Behörden decken Ring von Bankern und Börsenhändlern in Nordrhein-Westfalen auf

(Admin: Einmal mehr ein Beweis für die Richtigkeit des Begriffes BANKSTER. Jedoch sind es immer nur die kleinen und mittleren Angestellten, die bestraft werden.)

In Nordrhein-Westfalen wurde offenbar ein Ring von Bankern und Börsenhändlern aufgedeckt, der den Fiskus um mehr als zehn Milliarden Euro betrogen haben soll.
Symbolbild Foto: INDRANIL MUKHERJEE/AFP/Getty Images

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen haben einem Medienbericht zufolge einen Ring von Bankern und Börsenhändlern aufgedeckt, der den Fiskus um mehr als zehn Milliarden Euro betrogen haben soll. Wie NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag berichteten, sagten mehrere Insider bei der Staatsanwaltschaft Köln und dem Landeskriminalamt aus, was sie über die dubiosen Aktiengeschäfte wissen und nannten Namen von Akteuren.

Die Aussagenden erhoffen sich dem Bericht zufolge einen Strafnachlass oder Straffreiheit – denn in den Fällen wegen schwerer Steuerhinterziehung drohen mehrjährige Haftstrafen. Die beteiligten Banken und Börsenhändler sollen den Angaben zufolge mit Unterstützung von Anwaltskanzleien riesige Aktiengeschäfte dazu genutzt haben, sich von Finanzämtern Steuern erstatten zu lassen, die zuvor gar nicht an den Fiskus gezahlt worden waren.

NDR, WDR und „SZ“ zufolge sollen zahlreiche deutsche Institute und internationale Großbanken wie etwa die frühere WestLB oder UBS an den Geschäften beteiligt gewesen sein. Konkret geht es um sogenannte Cum-Ex-Geschäfte. Dabei kauften und verkauften Banken unmittelbar um einen Dividendenstichtag herum in Leerverkäufen Aktien mit (cum) und ohne (ex) Dividendenanspruch und ließen sich die Kapitalertragssteuer von den Finanzämtern mehrmals erstatten.

In den vergangenen Monaten beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuss des Bundestags mit dem Thema und befragte dazu auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) sagte nun zu dem Bericht, die „Cum-Ex-Betrüger müssen spätestens jetzt erkennen: Für Täter und Helfer, die immer noch mauern, wird es eng“. (afp)

http://www.epochtimes.de/

Ohne Zins und Verstand – Wahnsinn EZB

28.01.2017
Die EZB enteignet mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik die Sparer, sorgt für immer höhere Bankgebühren, beraubt junge Menschen der Altersvorsorge, zerstört solide wirtschaftende Banken.
Buchcover: Kapitalfehler

Von Matthias Weik und Marc Friedrich

Das Epizentrum des Kapitalismus ist in seiner Verzweiflung und mangels Lösungen zur Planwirtschaft der Notenbanken übergegangen. Mittlerweile hat die EZB unvorstellbare 1,23 Billionen Euro mit ihrem fragwürdigen Aufkaufprogramm in die Märkte gepumpt und unser Finanzsystem ad absurdum geführt. Die Politik der EZB ist ganz klar gegen die Kleinen und für die Großen.

 

Heute wird der belohnt, der Schulden macht und der bestraft, der gesund wirtschaftet. Die Bundesrepublik Deutschland, aber auch einige Konzerne, wie beispielsweise Henkel und Sanofi, verdienen Geld mit Schulden machen. Das ist weder sinnvoll noch nachhaltig! Die EZB enteignet mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik die Sparer, sorgt für immer höhere Bankgebühren, beraubt junge Menschen der Altersvorsorge, zerstört solide wirtschaftende Banken (Volksbanken, Spar- und Bausparkassen), zerstört Pensions- und Krankenkassen.

 

Und zusätzlich sorgt sie für eine gigantische Blase nach der anderen an den Aktien- und Immobilienmärkten. Der Wohnraum wird dadurch für immer mehr Menschen in vielen Regionen unerschwinglich gemacht, da die Löhne keinesfalls mit den kontinuierlichen Preissteigerungen am Immobilienmarkt mitziehen. Im Dezember 2016 hat Draghi das Aufkaufprogramm verlängert. Folglich werden weitere 540 Milliarden Euro in die Märkte gepumpt und die Blasen an den Aktien- und Immobilienmärkten weiter aufgeblasen. Leider hat sich mit dieser Entwicklung unsere Erwartung erfüllt.

 

Prognose EZB für 2017

Auch 2017 wird die EZB die Märkte weiter mit billigem Geld „beglücken“ und für Verzerrungen an den Aktien und Immobilienmärkten sorgen. In Zukunft – wir gehen jedoch nicht bereits 2017 davon aus – wird die EZB Negativzinsen einführen. Diese Politik wird zu massiven Bargeldabhebungsbeschränkungen führen. Sollte schlussendlich die von der EZB herbeigesehnte Inflation in ihrer vollen Härte kommen, dann werden wir uns alle warm anziehen müssen. Es stellt sich die Frage wie lange sich die Sparer die Enteignung durch die EZB noch bieten lassen. Das Auflaufprogramm wird auch 2017 weiter Bestand haben um somit den maroden Süden Europas am Leben zu erhalten.

 

Fazit: Der Euro und die EU sind gescheitert

Spätestens seit der Flüchtlingskrise ist es für jedermann endgültig offensichtlich, dass innerhalb der EU mehr gegeneinander anstatt miteinander gearbeitet wird. Auch heute sind die Positionen zwischen vielen Ländern in der Causa nach wie vor unvereinbar. Während sich die deutsche Wirtschaft nach der Finanzkrise erholt hat und die Industrieproduktion stetig steigt, ist der Sachverhalt in Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Griechenland bekanntlich ein anderer.

 

Die Südschiene Europas liegt wirtschaftlich am Boden, die Industrieproduktion bewegt sich auf dem Niveau der 1980er beziehungsweise 1990er Jahre, die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Jugendarbeitslosigkeit extrem hoch. Hunderttausende Jugendliche unter 25 Jahren mussten und müssen noch immer auf Grund mangelnder Perspektive ihr Land verlassen. Über 800.000 Spanier, 150.000 Portugiesen, über 120.000 Italiener und 100.000 Griechen haben bisher ihrer Heimat den Rücken gekehrt.

 

Wenn die jungen Fleißigen und Gebildeten ihr Land verlassen, dann hat ein Land keine Zukunft. Obendrein sind die Länder – auch dank der Rettung ihrer Banken – bis zur Halskrause verschuldet. Kurzum den Ländern geht es heute mit dem Euro wesentlich schlechter als unter ihren eigenen Währungen. Fakt ist: der Euro ist zu schwach für Deutschland und zu stark für die Südschiene Europas.

 

Folglich sollten wir uns nicht wundern, wenn populistische Kräfte in vielen Ländern weiter auf dem Vormarsch sind und aus der EU und der Eurozone austreten wollen. Niemals werden die Länder Südeuropas innerhalb der Eurozone wirtschaftlich auf einen grünen Zweig kommen. Trotzdem können sich diese Länder so günstig wie nie zuvor verschulden. Dies bedeutet, dass die Länder praktisch mit billigem Geld dafür belohnt werden, dass es ihnen wirtschaftlich gesehen immer schlechter geht. Das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn und alles andere als nachhaltig.

 

Prognose für die EU und den Euro

Die Chancen, dass der Euro 2017 scheitert stehen nicht schlecht. Wir sehen das Scheitern momentan bei über 50%. Vielleicht wird man nochmals alles in die Waagschale werfen und sich teuer ein wenig mehr Zeit erkaufen. Aber in spätestens in fünf Jahren wird das Notenbankexperiment Euro Geschichte sein. Zu gravierend sind die Missstände und Fehlkonstruktionen, zu krass die Zerstörungskraft im Zinskorsett der EZB für die Länder.

 

EU- und Eurokritische Parteien werden weiterhin auf dem Vormarsch sein. Wir gehen in den Niederlanden von einem Sieg von Geert Wilders aus, in Frankreich sehen wir momentan Marie Le Pen als zukünftige Präsidentin der Republik und die AFD wird bei der Bundestagswahl eine entscheidende Rolle in Deutschland spielen. Diese Entwicklungen alles wird die EU weiter demontieren. Sollte keine radikale Kehrtwende bei den politischen Eliten innerhalb der EU stattfinden ist diese zum Scheitern verurteilt. Dieses Umdenken ist sehr unwahrscheinlich. Die Problematik der Migration wurde keinesfalls gelöst.

 

Nirgendwo werden die unterschiedlichen Weltbilder innerhalb der EU deutlicher als hier. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass sich diese grundverschiedenen Positionen in Zukunft verändern werden. Die Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn werden auch zukünftig keine Flüchtlinge aufnehmen und Schweden, Dänemark, Frankreich und Österreich haben ihre Einwanderungspolitik grundlegend geändert.

 

Dennoch wird in Zukunft die Migration in Richtung Europa weiter erheblich zunehmen, da die Krisen in der Welt nicht gelöst sind. Wir sprechen hier bewusst von Europa, da andere klassische Einwanderungsländer wie beispielsweise die USA und Australien ihre Türen für Flüchtlinge faktisch zu gemacht haben. Die Wirtschaftsmacht Japan hat diese niemals geöffnet und bis Ende Mai 2016 ganze 27 Flüchtlinge aufgenommen.

 

Insbesondere in Italien und Griechenland werden zukünftig immer mehr Flüchtlinge auf dem Seeweg ankommen. Alleine in Afrika sitzen nicht nur laut Basler Zeitung Abermillionen auf gepackten Koffern. Ein Blick auf die demographische Entwicklung Afrikas ist diesbezüglich hilfreich. Bis 2050 wird sich die afrikanische Bevölkerung verdoppeln. Laut UN-Kriterien befindet sich die Mehrheit der 48 „am wenigsten entwickelten Länder“ in Afrika.

 

2050 werden in 29 Ländern doppelt so viele Menschen leben werden wie heute – fast alle davon sind in Afrika. Im Niger ist sogar mit einer Verdreifachung der Bevölkerung zu rechnen. In Subsahara-Afrika befinden sich die top ten Länder mit den höchsten Geburtenraten. Eine Frau bekommt dort im Schnitt fast überall sechs Kinder. Wie diese Länder in Zukunft noch wesentlich mehr Menschen ernähren können, konnte uns bis dato noch niemand erklären.

 

41 Prozent der Bevölkerung sind in den am wenigsten entwickelten Ländern unter 15. In den Industriestaaten sind es nur 16 Prozent. In Äthiopien wird die Bevölkerung von 101 Millionen auf 168 Millionen, in Nigeria von 186 Millionen auf 387 Millionen, in der Demokratischen Republik Kongo von 79 Millionen auf 213 Millionen und in Tansania von 54 Millionen auf 134 Millionen ansteigen.Ob der Kontinent eine solche Anzahl an Bewohnern ernähren kann ist äußerst fraglich.

http://www.mmnews.de/

 

„Bankster“ – ein Privatbanker packt aus: Jan van Helsing interviewt Hanno Vollenweider

JvH: Sehr geehrter Herr Vollenweider, danke, dass Sie sich bereit erklärt haben, in der stressigen Vorweihnachtszeit noch ein Interview zu geben. Wie geht es Ihnen?

HV: Es gibt viel zu erzählen, da muss man sich die Zeit einfach nehmen. Es geht mir hervorragend. Letzte Woche, die Woche in der mein Buch erschien, war für mich etwas ganz Großes. Fast so, als sei ein Kind geboren. Ich hatte ja schon gar nicht mehr damit gerechnet, mein Werk irgendwann gedruckt in den Händen zu halten, nach der Odyssee der letzten Monate.
JvH: Das müssen Sie bitte kurz näher erklären. Welche Odyssee meinen Sie?

HV: Bevor wir beide uns trafen, hatte ich ja bereits ein paar – zumindest am Anfang – vielversprechende Angebote zur Veröffentlichung meines brisanten Manuskripts auf dem Tisch. Doch je konkreter diese Angebote wurden, umso mehr ließen die Verlage auch „die Katze aus dem Sack“.

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Die Verlags-Oberen und das Lektorat wollte auf einmal ganze Passagen bzw. sogar Kapitel ändern – und ändern ist hier eigentlich das falsche Wort, es sollte entschärft, verzerrt, ja gezähmt werden. Bei einem großen Verlag hatte ich sogar das Gefühl, man wollte mir die Rechte für viel Geld abschwatzen, um das Manuskript dann in irgendeiner Schublade verschwinden zu lassen.

Umso genialer war natürlich der Moment letzte Woche, als wir beide die ersten Bücher signieren konnten. Ein Gefühl von Freude, Erleichterung, Stolz und auch ein wenig Schiss.
JvH: Wieso Schiss?
HV: Nun, das Buch tritt doch sehr vielen mächtigen Leuten auf die Füße, Jean-Claude Juncker, Martin Schulz, Angela Merkel, Wolfgang Schäuble, Carsten Maschmeyer, dem „Who is Who“ der Bankenszene, George Soros, diversen Medien – rund 120 mit Namen genannten Firmen und Institutionen, Terrororganisationen wie der palästinensischen „Fatah“ oder den „Tigers of Tamil“ aus Sri Lanka usw. Und dann verrate ich doch eine Menge Tricks aus der Geldwäscher- und Steuersparindustrie.

Zudem berichte ich im Buch ja auch, wie es in den elitären Züricher Clubs wie dem „Club zum Rennweg“ oder dem „Entrepreneurs Round Table“ zugeht, wer dort verkehrt und wo es Verknüpfungen zur Züricher Freimaurerloge „Modestia cum Libertate“ gibt.

Ich kann mir gut vorstellen, wie uncool diese Leute oder die Beteiligten die Fülle an Enthüllungen finden werden. Das ist schon so, als wenn man sich mit der Mafia anlegt.

Auf der anderen Seite hätte ich mit meinem Wissen auch nicht länger hinterm Berg halten können. Was ich geschrieben habe, musste an die Öffentlichkeit.

JvH: Wie schätzen Sie die momentane Lage ein? Worauf müssen wir uns die nächsten Monate gefasst machen?

HV: Sicherlich auf einiges. Am Sonntag hatte Italien per Volksabstimmung die angestrebte Verfassungsänderung der Regierung von Matteo Renzi abgelehnt und damit ihren Ministerpräsidenten und sein Kabinett abgewatscht. Man wollte den Senat entmachten, um leichter Gesetze und „EU-Vorgaben“ umsetzen zu können. Renzi hat in der Zwischenzeit seinen Rücktritt bekanntgegeben. Für die Eurokraten ist das ein herber Rückschlag, für die EU-Gegner – vor allem in Italien – ist dies ein massiver Gewinn. Sie sind gestärkt aus dieser Abstimmung hervorgegangen. Hoffentlich ist es ein Schritt weiter in Richtung weg von der EUdssR, der Entmachtung der Parlamente und der Gleichmacherei.

JvH: Was denken Sie über die Wahl in den USA?

HV: Ich bin auf der einen Seite froh, dass Clinton nicht Präsidentin geworden ist. Auf der anderen Seite traue ich Trump noch nicht ganz über den Weg.

JvH: Was gibt Ihnen den Anlass an Trump zu zweifeln? Viele, gerade kritische Stimmen, setzen viel auf Trump.

HV: Am Anfang hatte ich ein gutes Bauchgefühl, seit letzter Woche hat sich das aber etwas getrübt. Ich möchte Ihnen erklären, warum: Trump hat vor einigen Tagen Steven Mnuchin als zukünftigen Finanzminister (Treasury Secretary) für sein Kabinett ernannt. Mnuchin ist in Bankerkreisen bekannt, er war früher ein erfolgreicher Partner bei der ganz und gar nicht unumstrittenen Bank Goldman Sachs. Danach war er erfolgreicher Hedgefond-Manager und ein wichtiger Finanzier in Hollywood.

Man könnte jetzt argumentieren, dass Mnuchin einfach ein erfahrener Mann sei, ich bin mir bei diesem Herrn aber noch nicht ganz sicher. Anlass zur Sorge gibt mir, dass sein Sohn immer noch aktiver Goldman-Sachs-Banker ist. Mnuchins Freundeskreis besteht aus den größten Köpfen der Bank, z.B. Lloyd Blankfein, dem langjährigen CEO der Bank, sprich: Er ist durch und durch ein „Goldman“.

Und noch mehr stutzig macht mich seine Vergangenheit im Hedgefond-Bereich. Mnuchins Hedgefond war damals mehr als nur erfolgreich, er war „Top of the Top“, das zieht alles an, was Geld hat, darunter unter anderem auch George Soros (eigentlich György Schwartz), dessen Machenschaften vielen bekannt sein dürften und der nicht zu Unrecht eine Erwähnung in meinem Buch fand, wenn es um die umstrittenen „Panama Papers“ geht. Mnuchin führte nach seiner Tätigkeit bei Goldman Sachs einen Hedgefond allein für Soros, die beiden kennen sich also mehr als gut – oder besser gesagt, Soros hat Mnuchin groß gemacht und dieser hat Soros sehr viel zu verdanken.

Bitte hier weiterlesen:

http://www.pravda-tv.com/2016/12/bankster-ein-privatbanker-packt-aus-jan-van-helsing-interviewt-hanno-vollenweider/

Südtiroler Volksbank gesteht am Landesgericht Bozen die Geldschöpfung aus dem Nichts ein!

(Admin: Kaum zu glauben, oder? Es knistert im Gebälk – und zwar gewaltig!)

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Gefunden auf: http://humaneconomy.it

9. November 2016 – PAUL KIRCHER

Was ist eigentlich Geld, woher kommt es und wer hat das Recht Geld zu schöpfen? Das sind grundlegende Fragen, die unser tägliches Leben bestimmen. Die offiziellen Lehrmeinungen hierzu sind dürftig und entsprechen nicht den Tatsachen. In den Fakultäten für Volkswirtschaftslehre lernt jede/r Student/in eine vollkommen realitätsfremde Theorie: Die staatliche Zentralbank (inzwischen die EZB) schöpft die notwendigen Geldmittel und bringt diese über den Staat und über die Geschäftsbanken in den Umlauf. Die Privatbanken würden – nach dieser Theorie – nur eine Vermittlerfunktion einnehmen. D.h., sie sammeln das Geld der Sparer und verleihen es entsprechend.

Sämtliche Wissenschaftler, die in der Vergangenheit dieser Theorie widersprachen und versuchten die Allgemeinheit über die tatsächliche Wirklichkeit der Geldschöpfungspraxis aufzuklären, wurden systematisch aus der wissenschaftlichen Gemeinde ausgeschlossen und/ oder durch mediale Verbrämung in den Mainstream-Medien mundtot gemacht. Die gängigste Praxis ist jene der „Verschwörungs-Spinner-Keule“.

Nun ist die Katze jedoch aus dem Sack. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von wissenschaftlichen Belegen, die klar darlegen, dass über 90% unseres Geldes von den Geschäftsbanken (d.h. auch von unserer Volksbank, der Sparkasse und den lokalen Raiffeisenbanken) „erzeugt“ wird (Quellen siehe Ende des Artikels). Bei der Vergabe eines Kredits entsteht per Knopfdruck neues Geld, das sogenannte „Giralgeld“ (Bilanzverlängerung mittels Buchungssatz: „Forderung an Verbindlichkeit“). Dies bedeutet, die Kindermärchen, wonach eine Bank Spareinlagen brauche um Kredite zu vergeben, oder, eine Bank aufgrund fehlender Einlagen in der s.g. „Kreditklemme“ stecke, wird in Zukunft niemand mehr glauben. Es gibt faktisch schlicht und einfach keine Maßnahmen, die der Bank einen Riegel vorschieben würden neues Geld durch Kredite zu schöpfen (vgl. Basel-Regeln I und III – Mindestreserve, Eigenkapitalquote, etc.). Betrachtet man die harten Fakten, so kommen die meisten Analysten (wie auch die Experten der Bewegung „Moneta Positiva“) auf eine Eigenkapitaldeckung von max. ca. 2,8%. Das heißt, wenn eine Bank 100 Euro „verleiht“ (streng genommen handelt es sich bei einem Bankkredit nur um ein s.g. „Verleihe-Versprechen“) dann sind nur knapp 3 Euro davon durch ihr Eigenkapital gedeckt (http://monetapositiva.blogspot.it). Viele pathologische Wirtschaftsphänomene nehmen ihren Ursprung in dieser Praxis: Einseitige Garantieleistung zugunsten der Banken/ Zinsen auf fiktive Leistungserbringung der Banken/ Geldknappheit und Konkurrenz (Banken erzeugen immer nur das Geld für das Kapital, jedoch nicht jenes für die Zinsen) etc.

Die Folgen des Schuld-Geld-Systems sind verheerend: Wirtschaftswachstumszwang, Verdrängungswettbewerb und Bildung von international operierenden Konzernen, Überproduktion, Illiquidität, Insolvenzen, Arbeitslosigkeit, schwindende Kaufkraft, Enteignung ganzer Länder, Raubbau an Naturressourcen, Kriege, etc. Dies haben wir bereits in verschiedenen Veranstaltungen und Publikationen aufgezeigt (s. Kongressbuch).

Theorie und Wirklichkeit zum Schuld-Geld-System waren auch das zentrale Thema des Kongresses “Banche e creazione moneta un sistema insostenibile?”, der am 4. November 2016 in der Aula der Parlamentarischen Gruppen der römischen Abgeordnetenkammer stattgefunden hat. Neben den beiden Parlamentariern Alessio Villarosa und Carlo Sibillia haben es fünf Wirtschafts- und Rechtsexperten auf den Punkt gebracht: Der Staat hat sein Geldschöpfungsmonopol de facto an die Privatbanken verloren. Geldpolitische Maßnahmen laufen ins Leere, da über 90% des Geldes von Privatbanken erzeugt wird. Dem Staat entgehen hunderte von Milliarden an Steuereinnahmen und Seigniorage (Gewinn der Notenbank, der durch die Emission von Zentralbankgeld entsteht). Die Politik ist zum langen Arm der Hochfinanz verkommen. Ungeheuerliche Marktmanipulation an der Börse gehören zum Tagesgeschäft – gerichtliche Anzeigen und Verfahren dazu laufen bereits.

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Der Wirtschaftswissenschaftler Antonio Galloni zeichnet ein düsteres Bild der Entwicklungen. Das Realvermögen der Menschen (Immobilien, Unternehmen, etc.), das als Sicherheit der notleidenden Kredite der italienischen Banken gewährt wurde, wird zum Spottpreis verschleudert werden. Laut seinen Aussagen könnte das Szenario wie folgt aussehen: Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock wird die notleidenden Kredite der italienischen Banken für 15% der Summe übernehmen. Anschließend wird das zugrunde liegende, verbürgte Realvermögen um ca. 25% seines effektiven Wertes über gerichtliche Vollstreckungsverfahren an Investoren verhökert werden. BlackRock, Spekulanten, Masseverwalter und an den Verfahren beteiligte Berater machen dabei ein Bombengeschäft; die Unternehmen und Menschen sind finanziell am Ende.

Interessant ist, dass weder die Vertreter der Banca D’Italia und der ABI (Associazione Bancaria Italiana) noch jene der privaten Großbanken (Banca Popolare di Milano, Intesa SanPaolo) an diesem Kongress teilnehmen konnten. Allesamt mussten aufgrund “wichtiger Termine“ ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Beitrag von Avv. Marco Della Luna. Der Rechtsanwalt und Autor berichtete von einem konkreten Gerichtsverfahren am Landesgericht Bozen das er als Verteidiger des Schuldners betreut. In diesem Verfahren gibt die Südtiroler Volksbank (Gläubigerin) zu, dass sie nicht das Geld der Sparer verleiht, sondern das Geld für Kredite ex novo erzeugt. Die Verfügung des Exekutionsrichters, Dr. Werner Mussner, bestätigt die Praxis der Giralgeld-Schöpfung und beschreitet somit Neuland in der Rechtsprechung. Auffallend ist hierbei die Feststellung der Rechtmäßigkeit dieser Praxis: Die Giralgeld-Schöpfung sei zulässig, da sie keine Rechtsnorm explizit verbieten würde.

Nachstehend ein Auszug des Beitrages von Avv. Della Luna: (http://marcodellaluna.info/sito/)

“La prassi di creazione monetaria da parte delle banche di credito è stata ammessa ultimamente dalla Banca Popolare dell’Alto Adige nel procedimento esecutivo immobiliare 216/2014 avanti al Tribunale di Bolzano il quale, nell’ordinanza del 6 settembre 2016, afferma che le banche possono creare moneta bancaria in Euro, e lo fanno, perché questo non è proibito da nessuna disposizione. Fino a prima, la tesi dei giudici era che la banca, nel prestare, non crei e non dia denaro al mutuatario, ma gli dia disponibilità giuridica di denaro (salvo poi esigere una restituzione reale). Oggi si ammette che invece crea e dà denaro, da essa creato. Si noti il viraggio di 180°.”

Diese Aussage der Volksbank und das noch ausstehende Rechtsurteil sind extrem brisant und wichtig. Wenn es stimmt, dass es kein Gesetz gibt das es den Privatbanken verbieten würde Geld zu schöpfen, dann müsste dieses Recht nach dem Gleichheitsgrundsatz jedem Menschen zugesprochen werden. Also können auch wir unser eigenes Geld schöpfen und damit unsere Schulden tilgen. Dies ist die Argumentationslinie des Rechtsverteidigers. Entsprechend hat der Schuldner der Volksbank angeboten mit „selbst-geschöpften Geld“ seine Schuld zu begleichen. Wir können gespannt sein, wie sich die Gerichtsbarkeit aus dieser Zwickmühle befreien wird.

Wieweit das Geldsystem wirklich unseren Alltag beeinflusst wird noch immer von zu wenigen Menschen und Entscheidungsträgern erfasst. Sämtliche Analysen und Information hierzu liegen vor und es gibt eine Vielzahl von einfachen und praktikablen Lösungsmodellen: (s. dazu www.vollgeldinititive.chwww.monetapositiva.ithttp://humaneconomy.it/deutsch/entschuldung-von-staaten-und-banken-ohne-steuergelder/ ).

Wenn wir als Team von Human Economy an diese kollektive, geistige Trägheit denken, fällt uns ein Bild ein:

Wir stehen vor einem gewaltigen Tsunami. Die Tiere sind schon vor Tagen ins Landesinnere und in höher gelegene Gebiete geflüchtet. Wie im Wachkoma schauen wir Menschen hinaus aufs offene Meer und beobachten wie sich das Wasser zurückzieht. Die Lähmung sitzt so stark, dass wir sämtliche Warnzeichen ignorieren. Wir betrachten diesen Vorgang wie ein neutrales Naturschauspiel… aber, eines ist absolut sicher: Das Wasser wird zurückkommen, und das in Form einer gewaltigen Flutwelle. Diese wird alles mitreißen und ein nie dagewesenes Desaster anrichten. Verehrte Leser, wachen Sie auf, die Zeit ist erschreckend knapp!

Alle Beiträge der Veranstaltung vom 4. November finden Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=2YH46FiAGc8&feature=youtu.be

 

Literaturverzeichnis

  • Horst Seiffert: „Geldschöpfung – Die verborgene Macht der Banken“, Verlag Horst Seiffert, Nauen 2012
  • Joseph Huber: Monetäre Modernisierung – Die Zukunft der Geldordnung: Vollgeld und Monetati ve. Metropolis, 2013
  • Michael Köhler: „Humes Dilemma – oder: Was ist Geld? Geldschöpfung der Banken als Vermögens rechtsverletzung“, in „Grundlagen und Dogmatik des gesamten Strafrechtssystems“, Festschrift für Wolfgang Frisch zum 70. Geburtstag, Berlin 2014
  • Michael Schemmann: „Deutschlands Geld-Illusion – Monetative Reform oder Bankpleiten“, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2013
  • Richard Werner: „Can banks individually create money out of nothing? — The theories and the empirical evidence“, – International Review of Fi- nancial Analysis (Volume 36), Dezember 2014
  • Geld und Geldpolitik – Schülerbuch der Deut- schen Bundesbank: http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/ Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_ schuelerbuch.pdf
  • Offener Brief zum Missbrauch des Rechnungswesens bei der Kreditgeldschöpfung der Geschäftsbanken von Michael Schemmann, Präsident des IICPA (International Institute of Certified Public Accountants) vom 1. Mai 2013, Originalversion: http://www.iicpa.com/articles/Open%20letter%20accounting%20perversion.pdf
  • I mutui bancari sono una frode: come difendersi Avv. Marco Della Luna: http://marcodellaluna.info/sito/2015/07/26/i-mutui-bancari-sono-una-truffa- 
come-difendersi/

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Weiterer Beitrag von Paul Kircher

Komplementärwährung
Artikel in der Tageszeitung

 

 

http://kosmische-tagesschau.de/KT

Finanzhaus HSBC ruft „Alarmstufe Rot“ aus: Bereitet euch auf Zusammenbruch des Aktienmarktes vor

14.10.2016 • 15:42 Uhr

Die Börsenanalysten des Bankhauses HSBC halten noch in den kommenden Tagen eine drastische Korrektur an den Finanzmärkten für wahrscheinlich.

Die Börsenanalysten des Bankhauses HSBC halten noch in den kommenden Tagen eine drastische Korrektur an den Finanzmärkten für wahrscheinlich.
Das technische Analyseteam des internationalen Finanzhauses HSBC warnt, die jüngsten Börsenbewegungen würden an jene des „Schwarzen Montags“ 1987 erinnern. Dieser markierte den stärksten Markteinbruch an einem einzigen Tag in der Finanzgeschichte.

Am 19. Oktober 1987 verlor der Aktienindex Dow Jones Industrial Average, der die 30 größten US-Aktiengesellschaften listet, die an der New Yorker Börse (NYSE) notiert sind, gleich 22,6 Prozent seines Marktwertes.

5 vor 12 für die Deutsche Bank? Die Krisenmeldungen für das traditionsreiche Institut häufen sich.

In einer Kunden-Mitteilung vom Mittwoch sagte Murray Gunn, der Leiter für technische Analysen bei HSBC, dass er angesichts eines bevorstehenden Ausverkaufs an den Märkten die Alarmglocken läuten müsse. In den vergangenen Wochen habe es verstörende Preisentwicklungen gegeben.

Mit Blick auf den aggressiven Ausverkauf an der US-Börse am 11. Oktober rufen wir nun die ALARMSTUFE ROT aus. Die Möglichkeit eines schweren Börsenrückgangs ist nun sehr hoch“, schrieb Gunn.

Auch andere Finanzunternehmen gaben sogenannte rote Warnmeldungen aus. Die Citigroup warnte ihre Kunden, Investoren würden sich nicht angemessen vor dem Risiko absichern, das mit den US-Präsidentschaftswahlen einhergeht. Citi-Geschäftsführer Thomas Fitzpatrick wies ähnlich wie HSBC auf Marktparallelen zum Mega-Aktiencrash 1987 hin.

Die Volatilität habe seit dem Ende des Sommers weiter zugenommen und ein Ausverkauf wäre in vielen Bereichen der Märkte zu beobachten, erklärte der HSBC-Analyst.