Gratwanderung: Unsere Zukunft am Scheideweg

 Gesellschaft in der Retrospektive

Unsere liebe gute alte Seele, ja, wenn wir sie doch nur besser verstehen könnten, dann wären wir um einiges „reicher“. Dann würde dieses kleine „Ding“ uns auch so manches Mal nicht so sehr piesacken oder „belastend“ erscheinen. Vieles macht sie uns schwer. Die entscheidenden Fragen sind dann meist, „Warum kann sie nur so viel in einem anrichten?“ oder „Warum ist man dann doch wiederum in der Lage, so viel mit ihr auszuhalten?“.

Su.S.

Unsere Seele, unser „wertvollstes Stück“ und mein Lieblingsthema, die wir bis heute und wohl NIE so ganz verstehen werden (können), wenn man sich ihrer nicht endlich ganz bewusst wird, warum und wozu wir diesen wertvollen „Kern“ eigentlich überhaupt „in uns“ haben. Wir, als denkendes Individuum, dürfen und sollten daher nicht weiterhin zulassen, immer mehr „abzustumpfen“, denn das wäre fatal. Fatal auch für unsere Zukunft. Es ist für unserer aller Zukunft so immens wichtig, dass wir „wach“ und sensibel bleiben und nicht, wie die meisten wohl denken oder annehmen, hart und unantastbar zu sein. Das mag dem ersten Anschein nach wohl so sein, gerade wenn man sich die heutigen Lebensbedingungen zu Gemüte führt. Dem ist aber nicht so, es ist ein Trugschluss sondergleichen und spielt geradezu hervorragend denjenigen in den Händen, die mit unserer Gesellschaft nichts Gutes im Schilde führen!

Warum das so ist, möchte ich Ihnen im Folgenden erläutern. Zurück deshalb zum Ausgangspunkt, zu unserer Seele.

Warum also bereitet uns dieser kleine „Kern“ nur allzu oft auch Kummer, aber auch genauso Freude? Und warum können wir diesen Kern nicht jederzeit dann so annehmen, wie er sich uns gerade gibt und zeigt, mal glücklich und mal traurig? All das, was „in uns“ ist, das sind wir selbst, und wenn wir das in unserer ganzen Bandbreite der Gefühle akzeptieren würden, könnten wir wesentlich „befreiter“ damit sein. Wir könnten dann wieder ganz bewusst Situationen aufnehmen, wahrnehmen und bewerten.

Wir alle möchten im Grunde unser Glück auf Erden erfahren. Wir wünschen uns, dass wir hier auf Erden das sein können, was wir sein möchten, und nichts anderes. Wir möchten alle „wir selbst“ sein und uns irgendwann verwirklichen. Und während wir noch darüber nachdenken, eröffnen sich vor unseren Augen bereits so manche große Täler, in die wir unser Glück am liebsten sofort hineinlegen würden, mit der Hoffnung verbunden, damit auch „eins sein“ zu können, mit uns selbst und mit unserer Umgebung. Aber wann waren wir tatsächlich wirklich mal ganz „wir selbst“? Wann haben wir das letze Mal nur genau DAS getan, was ausschließlich uns selbst glücklich gemacht hat? Haben Sie mal darüber nachgedacht und sich das gefragt? Ich denke, dass wohl die meisten Menschen in der heutigen Zeit eben nur das tun, was von ihnen direkt oder indirekt (ab)verlangt wird und von dem sie denken oder auch wissen, es für andere tun zu müssen.

Könnten wir denn über unser Handeln noch selbst und völlig frei bestimmen, wenn wir denn ganz bewusst wollten? Warum ist es so schwer, den allgemeinen Anforderungen in unserer Umgebung zu widerstehen und zu widerstreben? Haben wir tatsächlich noch die innere Kraft, aus unserem Denken heraus, ganz frei und losgelöst selbst zu entscheiden, ohne dass Vorwürfe oder Erwartungshaltungen von anderen Menschen dahinter stehen?

Nein! Ein ganz klares Nein! Alles, was wir erfahren, alles, was wir tagtäglich erleben und sehen, alles, was wir letztendlich „sind“, wird nur noch von äußeren Einflüssen, von Vorgaben bestimmt! Das ist der Preis der zivilisierten Gesellschaft. Das ist unser eigener hochbezahlter Preis dafür, den wir tagtäglich bezahlen.

Wer bestimmt denn, dass wir so denken, wie wir denken und folglich so fühlen, wie wir fühlen? Unsere Gesellschaft ist es, einzig und alleine die Gesellschaft – und das sind letztendlich wir alle zusammen. Jeder Einzelne von uns entscheidet mit darüber, wie sich eine Gesellschaft entwickelt. Über ihre Werte und Normen, über Form, Farbe und Anspruch darin. Wir gestalten sie alle ( direkt oder indirekt) mit und beschließen, darin zu leben. Und wenn wir nicht mehr verstehen wollen, dass auch ein kleiner, aber wichtiger Anteil eben darin liegt, wieder „egoistischer“ zu sein, auch an sich selbst mal wieder zu denken, sich einfach liebevoll „um sich selbst zu kümmern“, sich Ziele zu setzen und Wünsche zu erfüllen, dann werden wir über kurz oder lang auch nicht mehr innerlich in der Lage sein, um überhaupt noch andere Dinge wahrzunehmen oder zu erkennen. Wir werden nicht mehr die nötige Kraft aufbringen können, um zu realisieren, was um uns herum eigentlich „passiert“. Unser Bewusstsein für unsere Umwelt schaltet seinen Empfang mangels positiver Empfindungen auf „Standby“ und wir werden somit unweigerlich nicht erst übermorgen, sondern vielleicht schon morgen an einem Abgrund unserer eigenen schönen Träume stehen. An einem Abgrund – so tief wie der tiefste Ozean, und aus dem man alleine aus eigener Kraft auch so schnell nicht wieder herauskommen wird. Ein Szenario, an das ich, ehrlich gesagt, erst gar nicht denken möchte. Ich frage mich allerdings, was morgen sein wird, wenn alles (und nicht nur auf Deutschland bezogen) nicht mehr so sein wird, wie es einstmals war bzw. wie wir es jetzt noch kennen und kannten. Wie wir es gewohnt waren, auch zum Teil aus unserer noch „guten alten Zeit“? Ich frage mich, wie es wohl sein wird, wenn man plötzlich alles verliert, obwohl man doch dachte, „alles zu haben“?

Warum fällt es uns Menschen bloß so schwer, rechtzeitig im Vorfeld etwas zu erkennen und entsprechend einzulenken/zu handeln, bevor vielleicht alles zu spät ist?

Liegt es alleine nur daran, dass wir im „Hier und Jetzt“ leben und uns dessen nicht mehr genügend bewusst sind, was morgen geschehen kann oder geschehen wird? Alles hat irgendwann seinen Preis, selbst die „Macht der Gewohnheit“.

Ich hoffe deshalb, dass wieder allgemein mehr Bewusstsein erlangt werden kann, in jeder Hinsicht, insbesondere aber natürlich für unsere so wichtige Seele. Denn mit ihr „fällt“ oder „steht“ der Mensch. Eine stabile Seele macht uns lebendig und aktiv. Sind das nun eigentlich realisierbare Wünsche von mir? Ja, ich denke und hoffe schon! Mir ist bewusst, dass wir alle im „Hier und Jetzt“ leben und dieses auch noch wertzuschätzen wissen. Was wäre also eine Zukunft für uns, die nicht mehr stabil ist? Sie wäre wohl nichts weiter als ein Albtraum.

Bleiben wir lieber unserem Wunsche treu, so viel wie möglich an Glück in unserem Leben zu erfahren, und begeben uns  deshalb zuallererst hierfür wieder zurück auf den Pfad „zu uns selbst“… kostenfrei und relativ überschaubar.

Deshalb, lassen Sie sich nicht verbiegen und bleiben sich treu!

https://buergerstimme.com/

Das Gewicht der Seele und die Erforschung der „Feinstofflichkeit“ – Dr. Klaus Volkamer im Gespräch

Werner Huemer

Veröffentlicht am 26.06.2014

Für die einen gilt er als „Pionier der modernen „Feinstofflichkeitsforschung“, für die anderen als Esoteriker, dessen Gedanken sich weit abseits der seriösen Wissenschaft bewegen: Der Frankenthaler Chemiker und Physiker sorgt mit seinen Theorien zur
„feinstofflichen Erweiterung unseres Weltbildes“ (so der Titel seines 2009 erschienenen Buches) bereits seit Jahrzehnten für Diskussionen. Er behauptet nicht nur, dass eine nicht sinnlich erfassbare „feinstoffliche“ Welt existiert, sondern auch, dass man deren Wirkung mit hochempfindlichen Waagen messen kann. Wir besuchten den Forscher für die Filmproduktion „Die Macht der Gedanken“ in seinem Privatlabor für ein Gespräch.

Weitere Informationen: http://gedanken-film.at

Bezugsquelle für den Film (105 Minuten): http://mediaservice-huemer.at/audio-v…

Das Buch zum Film: „Über den Kopf hinaus“: http://werner-huemer.net/index.php?pa…

Du bist ein multidimensionales Wesen

Du Bist Ein Multidimensionales Wesen

20. August 2016  – Spiritualität

Wir Menschen betrachten uns gewöhnlich als physische Wesen, die in einer materiellen Welt leben. Mit unseren Augen sehen wir Materie, mit unseren Händen bewegen wir Materie, durch Nahrung nehmen wir Materie in unseren Körper auf. Über viele Jahre gewöhnen wir uns an diese körperliche Existenz, so dass sie zur Selbstverständlichkeit wird. Dabei vergessen wir leicht, dass wir mehr sind als nur Körper. Die geistige Welt sieht uns ganz anders. Für sie sind wir in erster Linie geistige Wesen, die eine physische Erfahrung machen.

Das Besondere am Menschsein ist, dass wir gleichzeitig in verschiedenen Dimensionen existieren. Die dichteste davon ist die physische Ebene, die wir durch unseren materiellen Körper erfahren. Er wird belebt durch den Vitalkörper. Durch ihn wird biologisches Leben erst möglich. Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel und alle Sinnesempfindungen wie sehen, hören, tasten, riechen, schmecken werden über den Vitalkörper ermöglicht. Er bildet das ätherische Gegenstück zum materiellen Körper und steht mit ihm über das Nervensystem in Verbindung. Alle Lebewesen, Menschen, Tiere und Pflanzen haben einen Vitalkörper.

Die nächste Ebene bildet der Astralkörper. Er ist nicht mehr so eng mit dem physischen Körper verbunden wie der Vitalkörper. Im antiken Platonismus wurde der Astralkörper auch als „Seelenfahrzeug“ bezeichnet.

In ihm befinden sich die zwei großen Zentren unserer geistigen Tätigkeit: Im Bereich des Herzens sitzt das Gefühlszentrum. Es verbindet uns mit der Dimension der geistigen Welt, in der die Vielfalt der Gefühle in körperloser Form vertreten sind. Über das Herz bekommen wir Zutritt zu dieser Dimension. Wenn wir zum Beispiel Liebe empfinden, geht sie von der Herzregion aus und erfüllt von dort aus unser ganzes Wesen.

Das zweite Zentrum sitzt im Kopf. Über unser Denken betreten wir das Reich des Nous, wie die griechischen Philosophen die Dimension des Intellekts nannten. Dort befinden sich alle mentalen Konzepte. Die gewaltige Vielfalt der Gedanken und Ideen bildet ein geistiges Universum für sich, zu dem wir jederzeit Zutritt haben.

In Herz und Kopf kommt die Polarität des menschlichen Wesens zum Ausdruck: Das Fühlen entspricht dem weiblichen, das Denken dem männlichen Aspekt. Alle diese Elemente, Vitalkörper, Astralkörper, Gefühlszentrum und Denkzentrum bilden die individuelle Seele.

Zwischen Körper und Seele verläuft eine Dimensionsgrenze. Während der Körper der materiellen Dimension angehört, ist die Seele bereits Teil der geistigen Dimension. Bei der Geburt kommt es zur wundersamen Verbindung dieser beiden scheinbar gegensätzlichen Sphären. Wir finden uns plötzlich in einer physischen Welt wieder. Zuerst ist sie uns fremd und wir brauchen Jahre des Erfahrens und Lernens, bis wir uns in ihr orientieren können, doch mit der Zeit wird sie uns vertraut und wir finden uns in ihr immer besser zurecht.

Der Eintritt der Seele ins Menschenleben eröffnet ihr bisher unbekannte Erfahrungsmöglichkeiten. Über das Werkzeug des Körpers kann sie mit der physischen Außenwelt interagieren. Sie empfindet sich als ein Wesen, hat aber gleichzeitig Zutritt zu vielen Dimensionen. Der Schlüssel dazu ist die Aufmerksamkeit. Ihre Ausrichtung bestimmt, in welcher Dimension sie sich gerade aufhält. Wenn wir eine handwerkliche Tätigkeit ausüben, erfährt die Seele in diesem Moment die materielle Dimension. Die Seele ist ursprünglich nur die geistige Welt gewohnt, aus der sie kommt. Die dichte Physis zu erleben fasziniert sie. Sehr gut lässt sich das bei Kindern beobachten, mit welcher Neugier sie die Welt erforschen wollen.

Die Seele kann sich aber auch in die Sphäre des Intellekts begeben. Wenn ein Erfinder eine neue Maschine entwickelt, so betritt er die Welt des Nous. Dort sind alle Ideen und Lösungen schon vorhanden. Der Erfinder ergreift sozusagen mit seinen Gedanken eine bereits vorhandene Idee. Diese plötzliche Eingebung erlebt er als Geistesblitz.

Genau so ist es der Seele möglich, sich in emotionale Welten zu begeben. Denkt sie an einen geliebten Menschen, so begibt sie sich in die Dimension der Gefühle. Sie spürt im Herzen die Liebe zu dieser Person, ohne dass diese anwesend sein muss. Die bewusste Ausrichtung der Aufmerksamkeit genügt.

Die Seele kann sogar für eine Zeit die physische Welt verlassen und sich zurück in die geistige Welt begeben, ohne dabei den Körper gleich ablegen zu müssen. Wenn wir träumen, ist unser Bewusstsein vollständig von der physischen Welt abgezogen. Wir erleben eine andere, rein geistige Realität.

Darüber hinaus können uns in Meditation begeben, die körperlichen Sinne verschließen und unsere inneren seelischen Prozesse beobachten. Welche Gedanken kommen da? Welche Bilder zeigen sich? Welche Gefühle tauchen auf? Es dauert nicht lange, bis sich ein Strom innerer Eindrücke ergießt. Je mehr wir uns darauf einlassen, desto weiter entfernen wir uns von der Physis und desto tiefer tauchen wir in unser Selbst ein. Ganz neue Welten tun sich dadurch auf.

Manchen Menschen ist es sogar möglich, sich mit dem Astralkörper vorübergehend vom physischen Körper zu lösen. Während dieser regungslos auf dem Bett liegt, kann sich das „Seelenfahrzeug“ frei bewegen. Da man sich außerhalb des materiellen Körpers befindet, stellen geschlossene Türen oder Wände keine Hindernisse mehr dar. Im Astralkörper ist es auch möglich zu schweben oder zu fliegen, wie das auch manchmal sehr plastisch in Träumen erlebt wird.

Durch diese Beispiele wird deutlich, dass wir als Menschen nicht zwangsläufig an die materielle Welt gefesselt sind. Die Türen in andere Dimensionen stehen uns jederzeit offen. Deswegen bezeichnet uns die geistige Welt als multidimensionale Wesen. Wir sind Wanderer zwischen den Welten und wenn wir wollen, können wir uns auf viele spannende Reisen begeben…

Willkommen in der Geistigen Welt !

Eine Präsentation dazu findest Du hier:

http://slideplayer.org/slide/1344202/

Erwachen geschieht – unvermeidbar – alexander: Wagandt im NuoViso Talk

NuoViso.TV

Bewusstwerdung ist der Prozess, in welchem ein Mensch das Wesentliche in seinem Leben erkennt. In der alternativen Szene wird zwar viel Wissen vermittelt, doch tatsächlich „bewusst“ leben noch Wenige. Alexander Wagandt – spiritueller Lehrer, bekannt durch seine Tagesenergien-Sendungen auf bewusst.tv – verrät seinen eigenen Weg zur Bewusstwerdung.

Details, Quellen und mehr auf: http://www.nuoviso.tv

Bewusstwerdung geschieht in zwei Schritten, so Alexander Wagandt. Der erste sind die Ich-Erkenntnisse. Das sind Erlebnisse und Moment der Klarheit im eigenen Leben, die dem Menschen sich selbst, die eigenen Wünsche, Ziele, Eigenschaften und Grenzen aufzeigen. Der zweite Schritt ist die Selbstfindung, welche nur eine einzige Erkenntnis ist – die Erkenntnis des Wesentlichen. Wagandt beschreibt damit das Erlebnis, sich komplett als Teil der Natur und des Ganzen zu erleben, welches allerdings nur durch die zuvor gemachten Ego-, Ich- und Selbsterfahrungen möglich ist.

Höhepunkte sind entscheidende Wendepunkte im Leben, so erklärt Wagandt. Nur wer seine eigenen Wünsche, Ziele und Taten bis zum Höhepunkt treibt, erlebt eine innere Transformation und macht so den nächsten Schritt in seinem Leben. Sei es der Weg die Karriere bis zum Höhepunkt zu treiben, die Sexualität, ein Hobby oder einen lang gehegten Wunsch. Wenn man den Höhepunkt erreicht und dann neu in sich hinein fühlt, transformiert man, so Wagandt, und kommt der Erleuchtung wieder einen Schritt näher. Wobei letztlich „jeder erleuchtet wird“, was Wagandt provokativ behauptet.

Eine hochinteressante Metapher dieses Bewusstwerdungsprozesses, so Wagandt, stellt die Geschichte von Ödipus dar. Häufig missverstanden ist sie die Allegorie des menschlichen Lebens. Niemand kann seinem Schicksal entgehen, welches ihn über die Unbewusstheit und Trennung vom Wesentlichen und die letztendliche Richtung des Blickes nach innen zu sich selbst und wieder zur Natur führen wird.

Die Websiten von Alexander Wagandt sind https://sat-chit-ananda.org und https://alexander-freundeskreis.org/

Swon Gora: Die klingenden Zedern – in Kontakt mit den lichten Kräften

26. Mai 2016 von Michael Friedrich Vogt

26. Mai 2016 (Besuch auf einem Anastasia-Landsitz II) Ein neuer Beitrag von dem Anastasia-Landsitz in Weißrußland. Heute zeigt uns Wladislaw Mishurnye, was es mit den klingenden Zedern Rußlands auf sich hat. Er führt zu „seiner Zeder“, einem jungen Baum, den er und die anderen gepflanzt haben. Die Zeder und er haben Kontakt aufgenommen und sich gegenseitig ausgesucht. Dieser Baum in der ganzen Zedernalle ist so etwas , wie sein Freund oder Bruder. Die Zeder, so sagt Wladislaw, ist ein sozialer Baum. Sie will den Menschen helfen. Das Öl der Zedern-Nüsse ist heilkräftig und richtet sich insbesondere an „ihren“ Menschen. Die Zeder kann Energie speichern und so entsteht ein ständiger Kontakt mit den göttlichen, den lichten Kräften.

Zedern möchten den Umgang mit den Menschen. Wenn sie alt genug geworden sind, fangen sie an, auf eine bestimmte Weise zu klingen. Damit zeigen sie an, daß sie bereit sind, sich den Menschen zur Verfügung zu stellen und ihr Holz zu schenken. Wladislaw erklärt, warum ein Haus, das aus den Stämmen von geliebten Bäumen gemacht wurde, die sich dem Menschen geben wollen, eine ganz andere Energie hat, einen ganz anderen, liebevollen Schutzraum als ein Haus, daß aus Bäumen gefertigt wurde, die gegen ihren Willen geschlagen wurden und kein Beziehung zu den Menschen hatten.

Die Zedern, die die Siedler in Swon Gora gepflanzt haben, werden in etwa 15 Jahren die heilkräftigen Zedern-Nüsse hervorbringen. Normalerweise, so erfahren wir, dauert so etwas etwa 20-25 Jahre, doch durch den engen Kontakt mit ihren menschlichen Freunden wachsen und gedeihen die Zedern hier besser. Das Zedernöl soll sogar die Strahlenkrankheit, wie sie rund um Tschernobyl nach dem Reaktorunglück auftrat, gelindert haben. In einigen hundert Jahren, so erfahren wir, werden auch die Zedern von Swon Gora soweit sein, daß sie bereit sind, von den Menschen gefällt und zu ihren Häusern gemacht zu werden. Die Nachfahren werden dann in den Zedern als Haus leben, die heute liebevoll umsorgt und auf diese Aufgabe vorbereitet werden.

Besonders verbunden sind die Taiga-Zedern mit den Menschen in Rußland. Zwar haben sie auch fernöstliche Zedern angepflanzt, doch die viele Generationen alte Verbundenheit der Taiga-Zedern mit ihren Menschen ist noch viel stärker.

Wladislaw sagt, daß er nicht geboren sein will, um ein ganzes Leben lang zu suchen, whin er eigentlich gehört. Er will hier sein, hier sterben, und wenn er zu den Sternen geht, seinen Körper unter den Zedern begraben wissen. Und wenn er wiederkommt in einem neuen Körper, so wünscht er sich, wieder hier zu  sein, wo er alles angefangen hat, damit er weitermachen kann, wo seine Nachfahren aufgehört haben.

So zu leben, meint er werde eine ganz neue Qualität des Lebens auf der Erde sein. Es werden andere Kinder heranwachsen und zu Menschen heranwachsen, die ganz andere Erwachsene werden und ganz andere Gedanken haben und anders mit der Erde umgehen, als das heute so „normal“ zu sein scheint.

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Swon Gora: Die klingenden Zedern – in Kontakt mit den lichten Kräften

Impressionen zur Julzeit – Genealogie und Ahnenforschung

von Stammesquelle

Genealogie

Begriff und Definition: Der Name „Genealogie“ setzt sich aus dem lateinischen Wort „genus“ „smile“-Emoticon Stamm, Familie, Herkunft) und aus dem griechischen Wort „logos“ „smile“-Emoticon Lehre oder Kunde) zusammen. Die Genealogie ist die Wissenschaft und Lehre der Geschlechter und Familien. Sie sucht nach deren Herkunft, Entwicklung und Verwandtschaft. Das Suchen der Ahnen beginnt dabei von einem Ursprungs-Stammvater in der Vergangenheit.

Genealogie als Heilmittel gegen Unzufriedenheit

Johannes Hoehne empfiehlt seinen Zeitgenossen, sich als ‘gutes Heilmittel für die schlimme Zeitkrankheit’ der Unzufriedenheit mit der Vorzeit zu beschäftigen. Er schreibt: ‘Wer in die Zustände und Verhältnisse vielfach gepriesener, längst verflossener Jahrhunderte hineingeschaut hat, vor dessen Geistesauge verschwindet das so oft heraufbeschworene Phantasiegebilde von der “alten, guten Zeit” wie die Nebel vor der Sonne’.

Die „Ahnenforschung“ ist im Unterschied zur Genealogie die Suche und Rückverfolgung der direkten Vorfahren väterlicher- und mütterlicherseits von einem Menschen der Jetztzeit und kann schematisch in Form der Ahnentafel oder dem Stammbaum als Portrait dargestellt werden. Umgangssprachlich werden die Namen Genealogie und Ahnenforschung oft gleichbedeutend verwendet, obwohl ihre Definition unterschiedlich ist.

Unter dem Begriff „Familienforschung“ versteht man i.d.R. die Erfassung noch weitreichenderer Verwandtschaftsformen, welche über die Definition der Ahnenforschung und Genealogie hinausgeht. Oft beinhaltet Familienforschung im Stammbaum auch den Versuch, eine Familie unter der Perspektive der Soziologie, Psychologie und Ökonomie mit wissenschaftlichen Methoden zu beschreiben.

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Lakota-Weisheiten: Spaziergänge mit Großvater

Janne Jörg Kipp

»Wenn wir einen Kieselstein in einen Teich werfen, breiten die Wellen sich in immer größeren Kreisen nach außen aus. (…) In den alten Zeiten stand in den Lagern der Lakota die größte Hütte genau in der Mitte. Dort kamen die Ältesten zusammen.« Mit diesen Worten eröffnet Joseph M. Marshall, eingetragenes Mitglied des Sicangu-Lakota-Stammes, einen Bericht über seine »Spaziergänge mit Großvater«. Es geht um die Weisheit der Indianer. Warum ist diese Weisheit so wichtig und so interessant für uns?

Weisheit gilt nach den Einsichten der Lakota zu den vier Grundtugenden, die uns als Menschen auszeichnen oder auszeichnen könnten. Standhaftigkeit, Großzügigkeit, Tapferkeit und Weisheit, zählt Marshall auf. Die Weisheit wird zum Schluss genannt – sie ist offensichtlich eine der herausragenden Tugenden.

Sie »gehört zu denjenigen Realitäten des Lebens, die sich – wie der Wind – am besten über ihre Auswirkungen wahrnehmen lassen«. Und sie entsteht aus Wissen und den Erfahrungen und Einsichten, die unser aller Leben begleiten sollten. Und deshalb ist es, wie uns dieses Buch eindrucksvoll zeigt, so wichtig, die Vergangenheit zu befragen und ihr zu lauschen. »Die größte Anmaßung der Gegenwart besteht darin, die Klugheit der Vergangenheit zu vergessen«, mahnt der Autor.

Die technologische Umwelt, in der wir leben, hat uns blind gemacht für die Einsichten und Ansichten aus vergangenen Zeiten. Vielleicht macht gerade dies das vorliegende Buch so wertvoll. Der Autor taucht mit seinen Lesern ab in die ferne, fast vergangene Welt der Indianer und hier vor allem der Lakota-Indianer. Der Rat der Ältesten ist hier gefragt. Ohne Gesetze und auch ohne gesetzesgleiche Erlasse oder Ähnliches. Die »Ältesten« wurden so lange befragt, wie sie sich bewährten.

Marshall fragt also angesichts der uns umgebenden Unsicherheit, der wirtschaftlichen, politischen und militärischen Abenteuer, die wir erleben, mit Recht: »Wo sind unsere Ältesten heute?«

Wie viel Rat uns die Ältesten geben könnten oder vielmehr ihm gegeben haben, zeigt sein Buch. Er unterhielt sich mit Albert, einem Sicangu-Lakota. Älter als 60 Jahre, mit unbegrenzter Energie. Er sollte der Lehrmeister von Marshall werden. Die erste Lehre bereits dürfte uns, die wir auf scheinbare Stärke, auf Durchsetzungsvermögen setzen, die wir sehen, dass sogar Laut-Stärke über Wohl oder Wehe entscheidet, irritieren, verstören und doch berühren:

»Wirklich demütige Menschen stolpern nur selten, denn sie richten ihr Gesicht beim Gehen auf den Boden und sehen daher den Weg, der vor ihnen liegt. Überhebliche Menschen hingegen halten den Kopf beim Gehen hoch, weil sie sich im Glanz des Augenblicks sonnen wollen. Sie werden wahrscheinlich stolpern…«

In diesem Geiste ist dieses Buch geschrieben. Über 128 Seiten hinweg fesselt der Autor mit wertvollen An- und Einsichten. Voller Demut sollten wir diesen kleinen Schatz auf-lesen und in uns tragen. Es ist ein kurzer Begleiter auf unserem Weg. »Alle, denen wir auf unseren Pfaden begegnen, können uns etwas lehren«, lässt Marshall anhand einer Geschichte seinen Großvater berichten.

Es lohnt sich, hinzusehen.

Ergänzt wird dieses wertvolle kleine Buch durch eine CD, die auf mehr als 70 Minuten Spieldauer weitere Weisheiten wachwerden lässt.

Gerade für die stillen Weihnachtstage oder die Wartezeit bis Silvester dürfte sich allein die CD bereits bewähren. Es lohnt sich, hinzusehen. Es lohnt sich, hinzuhören.

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