Gegen den Dollar: Russland und Iran planen gemeinsame Bank

Bis dato läuft der bilaterale Handel zwischen Russland und dem Iran über Drittländer wie Zypern oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Er wird in US-Dollar oder Euro abgewickelt. Künftig will man den direkten Weg beschreiten.

Bildquelle: https://deutsch.rt.com/wirtschaft/40755-frei-von-euro-und-us/

IWF, Weltbank und Dollar-Leitwährung: Diese Dinge stehen für die US-amerikanische Hegemonie im globalen Wirtschafts- und Finanzsystem. Gemeinsam wollen der Iran und Russland daran nun die Axt anlegen – Und sie haben damit viele Unterstützer.

Der US-Dollar gilt weltweit als Leitwährung. Dies erhöht mit jedem internationalen Handelsstrom die Nachfrage nach der nordamerikanischen Währung und ermöglicht der US-Notenbank eine massive Ausweitung der Geldmenge. Der wirtschaftliche Nutzen solcher Maßnahmen ist enorm und bescherte den USA in den letzten Dekaden einen gigantischen Wohlstandsgewinn.

Doch nicht nur das. Die politische Macht, die aus diesem ökonomischen Hegemonialsystem erwächst, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Über die Geldmenge, Sanktionen, Weltbank und IWF können die USA starken Einfluss auf geopolitische Gegner ausüben, wie zuletzt auf den Iran und Russland.

Deswegen besteht ein enormes Interesse diese Vorherrschaft zu unterbrechen. Einige Bewegungen in diese Richtung waren bereits von den BRICS-Staaten zu vernehmen (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika), die zuletzt eine eigene globale Kreditbank ins Leben gerufen haben.

Nun setzen auch der Iran und Russland die Axt an der US-amerikanischen ökonomischen Hegemonie an. Beide Regierungen verhandeln über die Schaffung einer gemeinsamen Bank.

RT Deutsch“ berichtet:

„Dieses Finanzhaus soll all seine künftigen Aktivitäten über die nationalen Währungen der beider Gründerstaaten abwickeln. Das teilte der ehemalige Präsident der Russisch-Iranischen Freundschaftsgesellschaft, Behram Amirahmadiyan, am Donnerstag mit.“Im Moment werden alle Bankgeschäfte zwischen Russland und dem Iran in US-Dollar oder Euro ausgeführt“, führte Amirahmadiyan an. „Das ist uns sehr unangenehm, da all diese Vorgänge damit entweder von der europäischen oder der US-amerikanischen Zentralbank kontrolliert werden.““

http://www.neopresse.com/

Die Geschichte vom Goldschmied Fabian – Warum überall Geld fehlt oder „Gib mir die Welt plus 5%“

2 Videos aus dem Jahr 2013, die jedoch noch immer sehr aktuell sind!

Wer dieses Video noch nicht kennt: Hier wird sehr anschaulich erklärt, wie unsere Welt funktioniert, die erschaffene Matrix durch das Zins-Geld-System oder auch des Fiat-Money-Systems.

Das Geldbetrugs-System!

Veröffentlicht am 09.11.2013  Von:   DerAufklärer

Die Geschichte vom Goldschmied Fabian

Warum überall Geld fehlt
oder
Gib mir die Welt plus 5%

Der Film zeigt die tatsächliche Entwicklung unseres Geldes sowie den Fehler im Geldsystem.

50 Minuten die sich wirklich lohnen!

Und noch ein älteres Video:

AZK – Die Evolution des Geldbildes incl Film über den Goldschmied Fabian ! (Nicolas Hofer)

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Island macht ernst: Banker-Elite zu 74 Jahren Haft verurteilt

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Island schickt 26 Top-Banker ins Gefängnis, wegen ihren Rollen während der Finanzkrise.

Im krassen Gegensatz zu der mehr als niedrigen Zahl der Strafverfolgungen von CEOs und hochrangigen Finanzeliten in Europa und den USA, hat Island gerade 26 Banker zu insgesamt 74 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Mehrheit der Verurteilten wurden zu Haftstrafen von zwei bis fünf Jahren verdonnert. Die Höchststrafe in Island für Wirtschaftskriminalität beträgt sechs Jahre. Island diskutiert aber derzeit über eine Verlängerung der maximalen Haftstrafe um mehrere Jahre.

Die Strafverfolgung ist das Ergebnis der Manipulation der isländischen Finanzmärkte im Jahre 2001, was zu einer Deregulierung des Finanzsektors des Landes führte. Die Anhäufung von Auslandsschulden führte zu einem Zusammenbruch des gesamten Bankensektors im Jahr 2008.

In zwei getrennten Entscheidungen hat der Oberste Gerichtshof  Islands und das Bezirksgericht in Reykjavík, in der vergangenen Woche drei Top-Manager der Landsbankinn und zwei Top-Manager der Kaupthing Bank, zusammen mit einem prominenten Investor für ihre Verbrechen zu Gefängnis verurteilt.

Mit diesen Urteilen hat die Zahl der Banker und Finanziers 26 erreicht, die für ihre Straftaten im Zusammenhang mit dem finanziellen Zusammenbruch des Landes verurteilt wurden.

Während Island diejenigen verfolgt hat, die die Finanzkrise verschuldet haben, machten die Regierungen in Europa und den USA genau das Gegenteil (Wie Island die Krise überwand: Fünfmal schlimmer als Griechenland). Sie stopften Abermilliarden auf Kosten der Steuerzahler in ihr verbrecherisches Bankensystem. Viele dieser Finanzverbrecher erhielten sogar noch satte Boni und leben bis heute auf freiem Fuss. Hier gibt es leider immer noch einen massiven Nachholbedarf in der Strafverfolgung dieser Wirtschaftsverbrechen.

http://www.schweizmagazin.ch/

 

Börse in New York setzt Handel aller Wertpapiere aus – erhebliches technisches Problem

8. Juli 2015

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Aufgrund eines erheblichen technischen Problems ist der Handel an der US-amerikanischen Börse NYSE an der Wall Street seit 11.32 ET ausgesetzt. Bereits kurz vor Handelsbeginn soll es eine technische Störung gegeben haben, die zum Handelsstart eigentlich behoben sein sollte. Wie CNBC berichtet, sollen offene Order storniert werden. Der Börsenhandel an den anderen US-Börsen sowie der NYSE Arca and NYSE Amex/Arca Options sei nicht betroffen, heißt es weiter. Die an der NYSE notierten Aktien werden weiterhin an den anderen Börsen gehandelt.

Über Twitter teilte die NYSE mit: „We’re experiencing a technical issue that we’re working to resolve as quickly as possible. We’re doing our utmost to produce a swift resolution & will be providing further updates as soon as we can.“

Die Vorsitzende der US-Börsenaufsicht SEC (U.S. Securities and Exchange Commission), Mary Jo White, teilte in einem Statement mit: „We are in contact with NYSE and are closely monitoring the situation and trading in NYSE-listed stocks. While NYSE is working to resolve the situation, NYSE and NYSE MKT stocks continue to trade normally through other trading venues.“

Technische Probleme bei WSJ.com und United Airlines nicht verbunden

Auch die Internetseite des „Wall Street Journal“ konnte zwischenzeitlich nicht erreicht werden. Kurze Zeit später wurde jedoch eine abgespeckte Version online gestellt. Zuvor wurde auch von Problemen bei der US-Fluglinie United Airlines berichtet, deren Flugzeuge aufgrund eines technischen Problems weltweit am Boden bleiben mussten.

Die einzelnen Ereignisse sollen nicht miteinander verbunden sein. Es gebe auch keine Anzeichen für eine Cyberattacke, ließen U.S. Behörden verlauten. Die US-Sicherheitsbehörde FBI (Federal Bureau of Investigation) hat ihre Unterstützung in der Problemlösung angeboten. Laut NBC betonte die NYSE jedoch, es handle sich um ein reines technisches Problem und keine Unterstützung seitens der Behörde sei erforderlich.

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NYSE-Stopp kam inmitten des Ausverkaufs durch Talfahrt in Asien

Die Aussetzung des Handels platzte inmitten eines Ausverkaufs aufgrund der Talfahrt an den chinesischen Börsen. Diese hatte sich trotz weiterer staatlicher Eingriffe weiter beschleunigt. So verlor in Shanghai der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom Festland am Mittwoch bis zu 8 Prozent. Die Zentralbank und die Aufsichtsbehörden in Peking verkündeten umgehend neue Maßnahmen, um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Bereits am Wochenende hatte die Regierung in China interveniert, doch war der Effekt schnell verpufft.

Aufgrund der heftigen Schwankungen wurden an den chinesischen Märkte fast die Hälfte der Aktien vom Handel ausgesetzt. Mindestens 1300 Unternehmen wurden am Mittwoch nicht mehr gehandelt. Das entsprich 45 Prozent der Aktien im Shanghai Composite und im Shenzhen Component Index mit einer Marktkapitalisierung von 2,6 Billionen US-Dollar, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Nachtrag 20.15 MEZ: NYSE-Präsident Tom Farley erklärte gegenüber CNBC, die Börse plane, den Handel zwischen 14.45 und 15.00 ET wieder aufzunehmen. Wichtig sei, die Börse rechtzeitig zur Feststellung von Schlusskursen zu öffnen. Wie viel Zeit dafür erforderlich ist, blieb offen. Marktanalysten sprechen von mindestens einer Stunde. Um 20.55 MEZ heißt es nun, der Handel an der NYSE kann um 15.10 Uhr ET starten. Und in der Tat, nach einer Unterbrechung von fast vier Stunden kann an der NYSE wieder gehandelt werden

Literatur:

BIZ: Der Turmbau zu Basel: Geheimpläne für eine globale Weltwährung von Janne Jörg Kipp

Der Crash ist die Lösung: Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten von Matthias Weik und Marc Friedrich

Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs von Ernst Wolff

Die Banker Satans: Aktualisiert Erweitert Unzensiert von Andrew Carrington Hitchcock

Quellen: dpa/wallstreet-online.de vom 08.07.2015

http://www.pravda-tv.com/

An diesem Tag, 17.05.1930: Gründung der “Zentralbank der Zentralbanken”

17. Mai 2015, verfasst von Bürgender

Am 17. Mai 1930 wurde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die sogenannte “Zentralbank der Zentralbanken”, gegründet. Sie sollte die deutschen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg regeln und zählt heute 647 Mitarbeiter.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), auch “Zentralbank der Zentralbanken” genannt, koordiniert Transaktionen zwischen den Zentralbanken und verwaltet internationale Währungsreserven. Die BIZ befindet sich in Basel und ist eine geschlossene Organisation im Besitz von insgesamt 60 Zentralbanken.

Die Vorstände der Zentralbanken reisen alle zwei Monate zum Hauptsitz der BIZ nach Basel zur Hauptversammlung. Im März 2006 betrug das Vermögen der Bank etwa 221 Milliarden Dollar. 2001 sollten angeblich alle privaten Aktien zu 16’000 Schweizer Franken je Aktie zurückgekauft werden, doch die Teilhabe der Federal Reserve an der BIZ zeugt davon, dass Privataktionäre weiterhin Anteile halten. Wie der Washington’s Blogberichtet, ist die BIZ sogar nur zu 86 Prozent im Besitz der Zentralbanken, die restlichen 14 Prozent werden von Privatinvestoren gehalten.

Angeblich wurden die Aktien im Gründungsjahr 1930 ausgegeben. Ursprünglich sollte die BIZ die Zahlungsfähigkeit Deutschlands im Zusammenhang mit den Reparationszahlungen sicherstellen. Natürlich wäre es nun sehr interessant herauszufinden, wer genau diese privaten Aktionäre sind. Bereits ein Jahr nach der Gründung der BIZ stellte das Deutsche Reich aufgrund der Großen Depression die Reparationszahlungen ein, somit war die BIZ de facto ohne Funktion.

Nach dem Zusammenbruch der Weimarer Republik nahm Deutschland die Kooperation mit der überstaatlichen Organisation jedoch wieder auf. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 übergab die deutsche Regierung die Goldreserven Österreichs an die BIZ. Nach der Besetzung der Tschechei wurde auch ein Teil des tschechischen Goldes an die BIZ übergeben.

Während des Zweiten Weltkrieges verwaltete die BIZ die Devisengeschäfte Deutschlands. Deutscher Vertreter bei der BIZ war von 1933 bis 1945 Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht.

Formal ist die BIZ als Aktiengesellschaft eingetragen und als internationale Organisation anerkannt. Die BIZ bezahlt keine Steuern und deren Mitarbeiter genießen umfassende Immunität. Die BIZ untersteht keinerlei Aufsicht trotz der Tatsache, dass dort rund vier Prozent der weltweiten Währungsreserven, sowie 120 Tonnen Gold verwaltet werden.

Die Federal Reserve von New York hatte behauptet, dass die privaten BIZ-Aktionäre keinerlei Stimmrechte besitzen: “Alle Aktionäre erhalten Dividenden. Allerdings besitzen die privaten Aktionäre kein Stimmrecht. Lediglich Zentralbanken oder explizit ernannte Personen haben das Recht an Abstimmungen teilzunehmen.”

http://www.gegenfrage.com/die-zentralbank-der-zentralbanken-hat-private-eigentumer/

Die Geschichte vom ewigen Betrug – Lasset die Spiele beginnen!

Von: freiraum-magazin.com
flickr. / Dave Center
flickr. / Dave Center

„Man merkt nicht oder will nicht merken, dass die Wurzeln der Geldentwertung ideologischer Natur sind. Nicht die „wirtschaftliche Lage“ bringt die Geldentwertung mit sich, sondern die inflationistische Politik. Das Übel ist geistiger Art.“ Ludwig von Mises (1881-1973)

„Die Geschichte staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug.“ Friedrich August von Hayek (1899-1992)

Der brillante US-amerikanische Publizist Henry Hazlitt schrieb vor vielen Jahren sehr treffend, dass es immer die Regierungen und ihre Zentralbanken sind, die die Verantwortung für Inflationen und die mit ihr verbundenen gesellschaftlichen Übelstände tragen; stets versprechen diese, die Misere zu bekämpfen, die sie – und das „vergessen“ sie zu erwähnen – zuvor selbst verursacht haben.

Die Geschichte des ewigen Betruges reicht jahrhundertelang zurück.

Sicherlich gab es Phasen, in denen es erfreuliche, weil rechtschaffene, Dinge zu berichten gab; grundsätzlich sind jedoch sowohl das Bankengewerbe als auch die jeweiligen Regierungen seit jeher eher besonders „kreativ“ darin gewesen, wenn es um die Wahrung ihrer Interessen und die Übervorteilung der steuerzahlenden Bürger ging.

Um zunächst ein wenig den Fokus von den Auswirkungen der modernen Zentralbanken abzuwenden und in einem ersten Schritt deren zwingende Notwendigkeit zur Implementierung näher zu betrachten, ist es wichtig, grundsätzlich erst einmal zu erkennen, welch unfassbar „gut gemachter“ Betrug die Saat zu unserem heutigen Elend gelegt hat.

Die meisten Menschen, die heute zu ihrer Bank gehen und dort Geld zur „sicheren Aufbewahrung“ hinterlegen, sind der festen Überzeugung, dass sie nach wie vor Eigentümer ihrer Einzahlung sind und somit auch jederzeit über „ihr“ Eigentum verfügen können. Die meisten Menschen hinterfragen nicht, ob ihre Annahme auch der Realität entspricht und ob sie nicht statt einer Einlage eben ein Darlehen an die Bank vergeben und welche Konsequenzen aus diesem Unterschied entstehen. Woher sollten sie es auch wissen, vor allem, wenn immer wieder von „Einlagensicherung“ die Rede ist, die eine angeblich schützende Hand über deren Ersparnisse legt?

SEs ist allerdings von grundlegender Wichtigkeit, die Unterschiede zwischen dem „monetären Depositum irregulare“ und dem Darlehensvertrag klar aufzzeigen.

So handelt es sich bei ersterem um einen Vertrag, bei der eine Person, der Deponent, im vollen Vertrauen einer anderen Person, demDepositar, ein bewegliches Gut anvertraut, damit dieser es bewacht und bei Verlangen das entsprechende Äquivalent in gleicher Qualität und Quantität auch jederzeit wieder aushändigt. Somit wird hier das Eigentumsrecht nur in der Weise übertragen, dass der Halter des Gutes zwar über die Verteilung der ununterscheidbaren Einheiten nach Belieben verfügen kann, jedoch die Einlage stets in voller Höhe zur Verfügung halten muss.

Beim Darlehen hingegen wird die vollständige Verfügbarkeit für die vereinbarte Dauer übertragen, der Darlehensgeber hat für diesen Zeitraum keinen Zugriff auf das von ihm zur Verfügung gestellte Geld. Dem Darlehensvertrag inhärent ist, dass ein Tausch von Gegenwartsgütern in Zukunftsgüter getätigt wird und dieser vorübergehende Verzicht in der Regel durch den vereinbarten Zins attraktiv ist.

Während also beim „monetären Depositum irregulare“ eine kontinuierliche und vollständige Verfügbarkeit zugunsten des Deponenten besteht und Gegenwartsgüter nicht gegen Zukunftsgüter getauscht werden, ist in Folge natürlich auch ein Anspruch auf entsprechende Zinsen nicht gerechtfertigt. Ganz im Gegenteil – grundsätzlich wäre hier sogar eine Aufbewahrungsgebühr zu entrichten. Beim Darlehensvertrag hingegegen wird die völlige Verfügbarkeit übertragen und Gegenwartsgüter werden gegen Zukunftsgüter ausgetauscht; die „Belohnung“ hierfür nennt sich Zins.

Im römischen Gesetzbuch war dieser wesentliche Unterschied durchaus bekannt und so ist im Buch des „Digest“ folgendes zu lesen:

„Immer wenn Bankiers für bankrott erklärt werden, werden für gewöhnlich zunächst die Deponenten berücksichtigt. Das sind jene, die Geld deponiert hatten und nicht die, die ihr Geld den Bankiers für Zinsen überließen. Folglich haben, wenn die Güter einmal verkauft worden sind, die Deponenten Priorität vor jenen, die Privilegien haben und jene, die Zinsen erhalten haben, werden nicht berücksichtigt als ob sie ein Depositum aufgegeben hätten.“

Hier zeigt sich, dass Zinsen mit dem Depositum völlig unvereinbar war und ein anderer Vertrag, eben ein Darlehensvertrag zu Grunde liegen musste.

Im Buch 4 der Codex Constitutionum des Corpus Juris civilis, das die Verfassung regelt, weist Kaiser Gordianus auf folgendes hin: „Wenn du eine Einlage machst, wirst du nicht ohne Grund Zinsen fordern. Der Depositar wird dir dankbar dafür sein, dass du ihn von der Verantwortung des Diebstahls enthebst, denn der, welcher wissend und willentlich das deponierte Gute zu seinem eigenen Gewinn gegen den Willen des Eigentümers nutzt, begeht auch das Verbrechen des Diebstahls.“

Schon früh wurde erkannt, dass die, die das Geld Fremder als „Einlage“ erhielten, sich allzu oft zu ihrem eigenen Vorteil daran bedienten und in zunehmender Häufigkeit die Rechtsprinzipien in grober Weise verletzten. So gab es zwar tatsächlich kurzfristige Phasen, wo das Bankwesen durchaus straff kontrolliert wurde.

Einige wenige Beispiele, die vielleicht auch in der heutigen Zeit für eine gewisse Disziplin sorgen würden, zeigen die Konsequenzen auf, die ein entsprechendes Fehlverhalten zur Folge hatte. So wurde am 13. Februar 1300 festgelegt, dass jeder Pleite-Bankier durch einen öffentlichen Ausrufer in ganz Barcelona gezwungen würde, von Wasser und Brot zu leben, bis er alle Einlagen der Gläubiger zurückgezahlt hätte.

Eine andere „hübsche“ Idee, die mit Sicherheit auch heute für partielle Zustimmung sorgen würde, war das Regulärem vom 14. August 1321, wonach derjenige, der nicht auf der Stelle seinen Verpflichtungen nachkam, für bankrott erklärt wurde. Sollte er seine Schulden nicht innerhalb eines Jahres zurückgezahlt haben, würde diese Schande öffentlich ausgerufen und im direkten Anschluss daran der Bankier vor seinem Bankschalter geköpft und sein Eigentum unter den Gläubigern aufgeteilt.

Trotz dieser doch recht drastischen Maßnahmen konnte nicht verhindert werden, dass die Bankiers schon damals ihre Stellung missbrauchten, um eine Geldschöpfung aus dem „Nichts“, also die Mehrfachbeleihung ein und desselben Geldbetrages vorzunehmen und somit weitaus mehr Geld herauszugeben als ihnen anvertraut worden war.

Der Ökonom und Historiker Abbot Payson Usher, untersucht in seinem faszinierenden Werk The early history of deposit banking in Mediterranean Europe das Aufkommen des Teildeckungsbankwesens im späten Mittelalter und bezeichnet diese „Erfindung“, wonach immer nur ein kleiner Teil der Einlagen dem Deponenten zur Verfügung stehen muss und der weitaus größere zur Mehrfachbeleihung „genutzt“ werden kann, als das „bedeutendste Ereignis“ in der Geschichte des Bankwesens.

So waren es in der Mehrzahl die jeweiligen Regierungen, die jenes unheilvolle Teildeckungssystem legitimierten, erkannten sie doch recht früh, dass sie durch die zweifelhaften Aktivitäten der Bankiers große Vorteile genossen. So ergab sich durch das Teildeckungsbankwesen die hochwillkommene Möglichkeit der Kreditausweitung, die den Herrschenden allerlei Spielraum eröffnete; auch der Verschleierung der permanenten Geldentwertung durch die Inflation – ein Vorgang, der in der Tat bis es zu spät ist, kaum bemerkt wird und der sich allergrößter Beliebtheit seitens der Profiteure erfreut – waren von da an Tür und Tor geöffnet.

Endlich konnten die Regierungen ihre Schulden – rechtlich einwandfrei – monetisieren und die Bevölkerung im Glauben lassen, dass Ausgaben sowohl für kriegerische Auseinandersetzungen auf der einen Seite wie auch soziale Wohlfahrtsstaatlichkeit auf der anderen Seite nicht über offensichtlich auszuweisende Steuern finanziert werden mussten.

Um diesen Schein wahren zu können und den Menschen ein rosiges und niemals endendes staatliches Glückseligkeitsparadies vorzutäuschen, wurden den Bankiers umfangreiche und am Rande jeglicher Legalität liegende Privilegien eingeräumt. So läuft das eben, wenn einer vom anderen auf Kosten Dritter profitiert.

Mit der Bank von Amsterdam, die 1609 gegründet wurde, fand der letzte ernstzunehmende Versuch statt, ein einwandfreies Bankenwesen zu schaffen, dass eine hundertprozentige Einlagendeckung vorsah.

Nach chaotischen Jahren des privaten Teildeckungsbankwesens und für aus heutiger Sicht unglaublich lange 150 Jahre kehrte das Recht zurück und die Bank trotzte sämtlichen Krisen, weil sie zu jeder Zeit die Einlagen an die Eigentümer auszahlen konnte. Das Vertrauen in das Bankenwesen entwickelte sich prächtig.
Erst am Ende der 1770er-Jahre begann die Bank von Amsterdam ihre Prinzipien zu verletzen, indem sie die Reservedeckung von 100 Prozent auf 23 Prozent drastisch verringerte. Mit dem Verschwinden der Bank von Amsterdam wurde das Kapitel der Rechtsstaatlichkeit endgültig geschlossen und es steht wohl zweifelsfrei fest, dass keine einzige Bank, die sich des Schaffens von Geld aus der Luft bediente, langfristig überlebt hat. Keine einzige!Zudem lässt sich aus der historischen Betrachtung heraus belegen, dass in fast allen Fällen der betrügerischen Aktivitäten der Banken die jeweilige Regierung und/oder die öffentlichen Behörden die Hauptbegünstigten dieser Praktiken waren.

Es ist aus diesem Grunde nicht überraschend, dass die traditionelle Symbiose zwischen Regierungen, profitierenden Handlangern und dem Bankenwesen alles dafür getan hat, ihr rechtsverhöhnendes, menschenverachtendes Gebaren juristisch zu legitimieren und ihm durch einen weiteren „Streich“ die Krone aufzusetzen. Dieses Gebaren, das den „normalen“ Menschen in gewissen Zeitabständen den finanziellen Ertrag ihres Lebens raubt, ist schon bis zu diesem Punkt zutiefst unmoralisch, aber es kommt noch viel „besser“.

Ein ganzes Netzwerk von verbundenen Interessen hat ein enormes Interesse an der Vollendung des Betruges und es ist kein Geheimnis, dass dies den Herrschaften in vollendeter Weise gelungen ist.

Fortsetzung folgt…

Auszug aus “Bis zum letzten Atemzug”

Die Geschichte vom ewigen Betrug – Die Kontrolle der Schuld
Die Geschichte vom ewigen Betrug – Morbus Ignorantia
Die Geschichte vom ewigen Betrug – Die fiese Gerüchteratte

 

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