USA: Wieder 1,85 Milliarden für Waffen an Saudi-Arabien und Kuwait genehmigt

26. Januar 2017 https://www.konjunktion.info

Riad - Bildquelle: Wikipedia / Muhaidib, Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert

Riad – Bildquelle: Wikipedia / Muhaidib, Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. – Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 – 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

Ein Zitat, das sich vor allem die Wähler immer wieder vor Augen führen sollten, wenn sie ihr Kreuzchen unter dem Namen eines Kandidaten machen. Bislang hat wider Erwarten der neue US-Präsident Donald Trump einige seiner Wahlkampfversprechen umgesetzt bzw. eingeleitet. Ein wichtiger Aspekt seines Wahlkampfs jedoch scheint bei ihm in Vergessenheit geraten zu sein: die Finanzierung und Waffenlieferungen an das Regime in Riad. Während er die damals noch im Weißen Haus sitzende Obama-Administration zurecht scharf wegen der Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien kritisierte, scheint er sich nicht mehr so recht daran erinnern zu wollen – jetzt wo er selbst im Oval Office sitzt. Am Montag gab nämlich das US-Außenministerium das erste Waffengeschäft bekannt, das von der neuen Regierung genehmigt wurde. Umfang und Empfänger: 1,85 Milliarden US-Dollar für Saudi-Arabien und Kuwait:

Die Verkäufe, sobald sie finalisiert sind, umfassen 525 Million US-Dollar für Beobachtungsballons nach Saudi-Arabien; 400 Millionen US-Dollar an Hubschrauberbewaffnung und Luft-Luft-Raketen nach Kuwait; und 400 Millionen US-Dollar für die Wartungsunterstützung für Großbritanniens Flotte von C-17 Frachtjets. Am Donnerstag, dem Tag vor Trumps Amtseinführung, hatte das Außenministerium dem Kongress mitgeteilt, dass es sich darauf vorbereit, Kenia für 418 Millionen US-Dollar Propellerhilfsflugzeuge und Begleitwaffen zu verkaufen, aber öffentlich wurde das Geschäft erst am Montag gemacht. Das seltsam aussehende Flugzeug, bekannt als Air Tractor 802L, wird wahrscheinlich von den kenianischen Kräften verwendet, um die terroristische Gruppe al-Shabab zu jagen.

(The sales, once finalized, will send $525 million in observation balloons to Saudi Arabia; $400 million in helicopter gunship parts and air-to-air missiles to Kuwait; and $400 million in maintenance support for Britain’s fleet of C-17 cargo jets. On Thursday, the day before Trump’s inauguration, the State Department notified Congress it was prepared to sell Kenya $418 million in propeller-driven close air support aircraft and their accompanying weapons but only publicly announced the deal Monday. The awkward-looking aircraft, known as the Air Tractor 802L, will likely be used by Kenyan forces to hunt the terrorist group al-Shabab.)

Zwar fehlt noch die Zustimmung des US-Kongresses für diese Waffengeschäfte, aber dass dieser die Genehmigung verweigern wird, ist mehr als unwahrscheinlich, wenn man die dortige Sitzverteilung (aka Dominanz der Republikaner) kennt.

Anscheinend sieht auch Trump kein Problem darin, der saudischen Diktatur Waffen zu liefern, die dann gegen die Houthis in Jemen eingesetzt werden. Riad führt dort einen von der Öffentlichkeit (Danke liebe Hochleistungspresse!) fast unbemerkt gebliebenen Angriffs- und Bombenkrieg, der Hunderten von Zivilisten das Leben gekostet und einen Großteil des Landes zerstört hat. Die Saudis haben Jemen mehr oder weniger zurück in die Steinzeit gebombt und damit eine der schlimmsten humanitären Katastrophen ausgelöst, die die Welt je gesehen hat.

Natürlich wurde das Geschäft mit Saudi-Arabien und Kuwait noch von der alten Obama-Administration eingefädelt (die damals einen 40 Milliarden US-Dollar Deal eingegangen sind, wobei diese Tranche ein Teil des Gesamtpakets sein dürfte) und Trump hat direkt nichts damit zu tun. Aber trotzdem muss man festhalten, dass Trump, trotz seiner richtigen Aussagen im Wahlkampf, dass Riad den Terrorismus unterstützt und als Erfüllungsgehilfe/Proxy der USA in der Region dient, scheinbar nichts dagegen unternehmen will. Es wäre eine Leichtigkeit gewesen, diese 1,85 Milliarden zu stoppen bzw. erst einmal einzufrieren und Verhandlungen darüber zu führen. Leider führt er Stand heute die Versorgung des Regimes in Riad fort.

Man darf gespannt sein, ob Trump sich dazu erklärt – warum er wider seinen Äußerungen, die er im Wahlkampf getätigt hat, handelt. Oder ob er zukünftige Waffenlieferungen verhindert. Ich glaube nicht daran.

Quellen:
Website – www.aphorismen.de
Trump Administration To Supply Saudis, Kuwait With $1.85 Billion In Arms
Trump’s first arms sales, holdovers from the Obama era, are business as usual

Illegale Waffenlieferungen: Westliche Geheimdienste und Saudis versorgen Terroristen mit Waffen aus Europa

Große Mengen Kriegsgerät aus Europa gelangt in die Hände der Terroristin in Syrien. Dies zeigt eine Recherche des Netzwerkes BIRN. Demzufolge würden Saudi-Arabien und westliche Geheimdienste die Waffen in Mittel- und Osteuropa einkaufen, um sie danach an Aufständische in Konfliktgebieten weiterzuverkaufen. Nach EU-Recht sind diese Waffengeschäfte jedoch illegal.
Handfeuerwaffen Foto: Getty Images

Saudi-Arabien und westliche Geheimdienste kaufen große Mengen Waffen von Ländern in Mittel- und Osteuropa. Danach wird das Kriegsmaterial an Terroristen in Konfliktgebieten weiterverkauft. Dies berichtet RT unter Berufung auf eine Recherche des Balkan Investigative Reporting Network, BIRN.

Demnach betrage der Umfang des jahrelangen Waffenschmuggels aus EU-Staaten mindestens 1,2 Milliarden Euro. Den Recherchen des Netzwerkes zufolge sind die Waffenlieferungen aus den osteuropäischen Staaten jedoch illegal, so RT.

Profitabler Waffenhandel

Kroatien soll in den vergangenen Jahren am meisten von den Waffendeals profitiert haben. 300 Millionen Euro habe das Land an den illegalen Verkäufen verdient. Im Sommer 2012 bot ein „hoher kroatischer Beamter“ in Washington Lagerbeständen an alten Waffen für Syrien an, heißt es in dem Bericht.

Zeitgleich habe der Nationale Sicherheitsrat den Vorschlag von Außenministerin Clinton und CIA-Chef Patreaus, die Opposition in Syrien zu bewaffnen, vorgebracht. US-Präsident Barack Obama lehnte dies jedoch ab. Danach hätte die kroatische Regierung einen „Kontakt zu den Saudis“ erhalten, die schließlich für die Waffen bezahlten. Zudem habe die CIA hinter dem Rücken des US-Präsidenten eine Luftbrücke für die Logistik aufgebaut.

Erst zu Beginn seiner zweiten Amtszeit stimmte Obama dem ent-sprechenden CIA-Programm mit dem Code-Namen Timber Sycamore zu. Er habe die Kontrolle über die Situation in Syrien behalten wollen, heißt es. Das Bürgerkriegsland sei zu diesem Zeitpunkt bereits mit Waffen aus den Golfstaaten geflutet worden.

Wie RT aus Quellen bei der UN und der EU erfahren haben will, habe sich Saudi-Arabien in den vergangenen Jahren um 830 Millionen Euro Waffen aus Osteuropa angeschafft, ohne dass die Streitkräfte des Landes selbst diese Waffentypen nutzen würden. Auch die Türkei, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate würden Waffen aus Europa beziehen.

Lukrative illegale Waffengeschäfte

In 2014 mussten alle EU-Staaten den Vertrag über Waffenverkäufe der UNO unterzeichnen. Er verbietet Waffenlieferungen an Streitkräfte, welche gegen das Kriegsrecht verstoßen. Laut Amnesty International gilt dies für sämtliche Fraktionen syrischer Aufständischer, Söldner und Terroristen.

„Die Beweise deuten darauf hin, dass hier systematisch Waffen für die bewaffneten Gruppen abgezweigt wurden, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen. Wenn dies der Fall ist, dann sind die Lieferungen nach dem Waffenhandelsabkommen der Vereinten Nationen illegal, und auch nach anderen internationalen Regeln. Sie sollten sofort aufhören“, sagt Patrick Wilcken, Forscher für Rüstungskontrolle bei Amnesty International, über die BIRN-Recherche, zu RT.

Einige Staaten in Mittel- und Osteuropa hätten durch die „geographische Nähe und die laxen Exportkontrollen“ vom Waffengeschäft profitieren. In einigen Fällen sogar mit „verdeckter US-Hilfe“.

Serbien produziert die fünffache Menge an Waffen

Serbien ist auch einer der Profiteure dieses illegalen Waffenhandels. Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic gab an, dass sein Land inzwischen die fünffache Menge an Waffen produzieren könnte und noch nicht einmal die wirkliche Nachfrage deckt.

„Leider gibt es in einigen Teilen der Welt mehr Kriege als jemals zuvor, und alles, was wir produzieren, können wir in jeder Ecke der Welt verkaufen“, meinte Vucic, so RT.

Wie die BIRN-Recherche ergab, würden die Waffenfabriken in Ex-Jugoslawien auf Hochtouren laufen. Einige von ihnen seien so überlastet, dass sie keine neuen Bestellungen mehr annehmen könnten.

Wie groß der tatsächliche Umfang der offenen Waffenlieferungen an verschiedene Staaten sei, könne den Journalisten zufolge nicht eingeschätzt werden. Bei diesen Geschäften werde vieles im Dunkeln verhandelt. Bekannt ist, dass Saudi Arabien in weitere Waffen aus Serbien investieren wird. Auf ihrer Einkaufsliste sollen sich Hunderte Panzer, weitere Millionen Schuss Munition, Raketensysteme und Raketenwerfer befinden. (so)

http://www.epochtimes.de/

Deutscher Panzer-Hersteller Rheinmetall investiert in Türkei

Der deutsche Panzerhersteller Rheinmetall gründet mit der türkischen Firma BMC ein Gemeinschaftsunternehmen mit Hauptsitz in der Türkei. Es sollen gepanzerte Fahrzeuge für die Märkte in Zentralasien, Asien und am Golf produziert werden.

 Angela Merkel und Recep Tayyip Erdogan. (Foto: dpa)

Angela Merkel und Recep Tayyip Erdogan. (Foto: dpa)

Der deutsche Panzerhersteller Rheinmetall gründet gemeinsam mit dem türkischen Lastwagen- und Nutzfahrzeughersteller BMC und dem malaysischen Militärkonzern Etika Strategi ein Gemeinschaftsunternehmen mit Hauptsitz in der Türkei. Die Absatzmärkte der neuen Gruppe sollen Zentralasien, die Golfstaaten und Asien sein. Produziert werden sollen gepanzerte Fahrzeuge. Defense News berichtet, dass Rheinmetall auch bei der Serienproduktion des türkischen Altay-Panzers mitwirken könnte.

Otometre berichtet, dass eine Zusammenarbeit mit der deutschen Autoindustrie bei der Entwicklung eines türkischen Autos künftig ebenfalls in Betracht kommen könnte. Für deutsche Konzerne eignet sich die Türkei mit ihrer politischen und wirtschaftlichen Anbindung an Europa als Standort, um Märkte in Asien, Afrika und im Nahen Osten zu erschließen.

Derzeit gibt es in der Türkei etwa 6000 deutsche Unternehmen oder Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag 2015 bei rund 37 Milliarden Euro. In der Rangliste der wichtigsten deutschen Exportmärkte landet die Türkei auf Rang 14. Im vergangenen Jahr legten die Ausfuhren dorthin um mehr als 16 Prozent zu. Die deutschen Direktinvestitionen in der Türkei summieren sich auf rund 9,2 Milliarden Euro. Allein 2015 nahmen sie um 1,2 Milliarden Euro zu.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Waffenschmuggel: Hier kaufen Terroristen Kalaschnikows „für Europa“

Sie liefern an jeden der zahlt – egal, ob Bankräuber, Massenmörder oder Terroristen: Waffenhändler, die in den Wäldern Rumäniens operieren, behaupten, jede Waffe mit beliebig viel Munition liefern zu können – aus der nahen Ukraine und anderen Kanälen. Ein Reporter-Team von Sky News traf die Waffen-Mafia, die nach eigenen Angaben vor allem nach Europa liefert.
396458 02: A Palestinian boy holds a gunman's AK-47 assault rifle during a round of fighting with Israeli soldiers October 26, 2001 in the al-Azzar refugee camp located within the West Bank town of Bethlehem. Israeli forces maintained their positions in West Bank towns despite calls for their withdrawal from the United States. (Photo by David Silverman/Getty Images)

Ein Team von Sky News, dass sich als Kaufinteressenten ausgab, traf Waffenschmuggler in einem abgelegenen Wald in Rumänien – dort wo kein Handysignal mehr empfangbar ist.

In den Weiten Osteuropas haben die Mafia-Banden Zugriff auf Millionen von Waffen, die aus Konfliktgebieten wie der Ukraine kommen oder nach vergangenen Kriegen in Depots landeten. Sky News verhandelte lange wegen des Treffens und beschreibt einen abenteuerlichen Trip: Am Ende stehen die Reporter maskierten Männern gegenüber, die sie erst komplett durchsuchen und den Autoschlüssel des Teams an sich nehmen, bevor sie den Reportern ihre „Ware“ auf der Ladefläche ihres Autos zeigen.

Während unseres Treffens machten sie klar, dass sie an absolut jeden verkaufen würden: Bankräuber, Massenmörder oder Terroristen, sie machen da keinen Unterschied“, so der Report.

„Wir bringen sie aus der Ukraine mit Munition, so viel Sie wollen“, sagte einer der Händler, der versicherte, er könne tausende Waffen mit passender Munition liefern.

Die Gang gab an, Europa und den Nahen Osten zu beliefern. Westeuropa sei jedoch das primäre Ziel.

Die Männer sagten, dass sie selbst zwar nur Schusswaffen verkaufen, aber sie hätten enge Verbindungen zu einer anderen Bande, die auf schwere Kriegswaffen wie Granaten, Panzergranaten und Minen spezialisiert sei.

Kalaschnikows besonders gefragt

Die angebotenen Waffen waren von hoher Qualität und neuwertig. Darunter Scharfschützengewehre wie das Steyr AUG der österreichischen Armee, komplett für 3.000 Euro. Aber auch halbautomatische Gewehre, Flinten, Jagdgewehre und Pistolen hatten die Rumänen dabei.

Besteller sei jedoch die Kalaschnikow AK-47 für 1.700 Euro. Die Nachfrage aus Europa sei in den letzten zwei Jahren stark gestiegen, so die Händler. „Die AK-47 ist die bevorzugte Waffe der Terroristen“, ergänzte der Autor des Artikels.

Zurück in London zeigten die Reporter ihr Videomaterial Beamten der National Crime Agency (NCA). Diese bestätigten, dass alles dies ihren geheimdienstlichen Erkenntnissen entsprach: Die Arten der Waffen, der Ort des Meetings und auch die Preise. Europa sei voller illegaler Waffen und der Schengen-Raum mache es praktisch unmöglich, ihre Verbreitung zu verfolgen oder zu stoppen.

Etwas sauer seien die Händler allerdings gewesen, dass Sky News nichts kaufen wollte.

(rf)

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Radioaktiv verseucht: Deutschland liefert weitere „Milan“-Raketen in den Nordirak

Epoch Times, Freitag, 8. Juli 2016 08:31
Deuschland beliefert die kurdischen Peschmerga im Nordirak mit Panzerabwehrraketen vom Typ „Milan“. Die Kurden sollen damit die Terror-Miliz Islamischer Staat bekämpfen. Das Problem: Die „Milan“-Raketen sind radioaktiv verseucht.
Milan-Raketen werden weltweit von mehr als 40 Staaten eingesetzt.
Milan-Raketen werden weltweit von mehr als 40 Staaten eingesetzt.Foto: GFDL/Wikimedia

In 2014 lieferte Deutschland erstmals Waffen an die kurdischen Peschmerga im Nordirak. Damit sollen die Kurden die Terror-Miliz Islamischer Staat bekämpfen. Doch was damals noch viel diskutiert wurde – etwa, ob die Kurden ihr Versprechen einhalten und deutsche Waffen nicht an Dritte weitergeben – ist heute schon längst vom Tisch.

Tatsächlich sind die Hinweise, dass die kurdischen Kämpfer die deutschen Waffen auf dem Schwarzmarkt verkaufen erdrückend:

„Sturmgewehre und Pistolen aus Bundeswehrbeständen, von der Bundesregierung an die kurdische Autonomieregierung im Nordirak geliefert, werden inzwischen auf Waffenmärkten im Nordirak angeboten. Das ergaben Recherchen von NDR und WDR in der kurdischen Autonomieregion. In den Städten Erbil und Suleymanniya fanden die Reporter mehrere Sturmgewehre des Typs G3 und eine Pistole des Typs P1 mit der eingravierten Abkürzung „Bw“ für Bundeswehr. Offenbar, so die Recherchen, verkaufen Peschmerga-Kämpfer ihre Dienstwaffen, weil sie wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage im Land seit Monaten keinen Sold erhalten haben,“ berichtetet der NDR im Januar.Doch nach wie vor gehen die Waffenlieferungen in den Irakmunter weiter. Im Herbst 2014 gab es drei Lieferungen, bis Mitte Juli 2015 vier – unter anderem Panzerabwehrraketen vom Typ „Milan“, Handgranaten, Sturmgewehre und Maschinengewehre mit insgesamt mehr als 13 Millionen Schuss Munition. Dies gab Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen der „Tagesschau“ damals bekannt. Die Waffen hatten demnach einen Gesamtwert von etwa 60 Millionen Euro. Im Herbst 2015 folgten weitere Waffen- und Raketenlieferungen.

Wie die DPA am Donnerstag berichtet erhalten die Kurden nun weitere Waffenlieferungen aus der Bundesrepublik. Im zweiten Halbjahr sollen 200 „Milan“-Panzerabwehrraketen, 4000 G36-Sturmgewehre, sechs Millionen Schuss Munition sowie fünf gepanzerte Fahrzeuge vom Typ „Dingo“ geliefert werden. Das geht aus einem Schreiben der Bundesregierung an die zuständigen Ausschüsse hervor, das der Agentur vorliegt. Die Lieferung war bereits im Dezember angekündigt worden, verzögerte sich aber, weil auf Märkten im Nordirak erneut Waffen aus Bundeswehrbeständen aufgetaucht waren.

NGOs fordern Export-Stopp der Milan-Raketen

Die Unterstützung der kurdischen Peschmerga mit „Milan“-Panzerabwehrraketen ist umstritten, denn die Raketen aus deutsch-französischer Produktion sind radioaktiv verseucht.

„Der Infrarotstrahler von MILAN-Raketen enthält etwa 2 g radioaktives Thorium mit einer Aktivität von 10 kBq, welches während des Fluges und bei der Detonation freigesetzt wird. Seit 2001 werden deshalb vom Führungsstab des Heeres Schutzmaßnahmen beim Aufsammeln der Glühstrahler befohlen sowie die landwirtschaftliche Nutzung der Zielgebiete untersagt. Eine Studie über die Umwelteinflüsse auf der Militärbasis Shilo in Manitoba (Kanada), auf der mit MILAN-Systemen geübt wurde, konnte einen erhöhten, jedoch unter dem Grenzwert liegenden Gehalt von Thorium 232 im Grundwasser nachweisen und empfahl, auf dem Gelände keine MILAN-Raketen mehr abzufeuern,“ heißt es dazu auf Wikipedia.

2015 forderten die Organisationen „Ärzte gegen den Atomkrieg“ (IPPNW) und die deutsche Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW), auf Grund des radioaktivem Material im Lenkflugkörper, die Bundesregierung in einem Schreiben eindringlich zu einem Export-Stopp der Milan-Raketen auf.

„Der Infrarotstrahler des Lenkflugkörpers enthält 2,4 Gramm Thorium 232, ein radioaktives Material mit einer extrem langen Halbwertszeit von 14 Milliarden Jahren. Bei den an die kurdische Regionalregierung gelieferten 30 Panzer­abwehr­waffen vom Typ Milan mit insgesamt 500 Raketen summiere sich das Thorium auf 1,2 Kilogramm.

Das Thorium tritt beim Einschlag der Rakete in Form eines feinen, radioaktiv und toxisch wirkenden Staubes aus und könne über Nahrung, Atmung und Trink­wasser in den menschlichen Körper gelangen. Die Folgen sind schwere Gesundheitsschäden wie z.B. Lungenkrebs oder Schädigung des Erbguts, wie bei dem im Irak verwendeten abgereicherten Uran, das in den Golfkriegen zum Einsatz kam,“ lautete es in dem Appell.

Die verheerenden Auswirkungen durch die „Milan“-Raketen bewegten das Nato-Land Belgien bereits dazu, auf diese Waffe zu verzichten.

Missbildungen und Krebserkrankungen

Mindestens 1.800 Tonnen an Waffen sollen seitens der Bundeswehr aus Deutschland in den vergangenen paar Jahren in die nordirakische Autonomieregion gebracht worden sein. In 2015 war die Rede von 20.000 Gewehren und 1.000 Panzerabwehrraketen.

Der Zweck der radioaktiv verseuchten Raketen soll darin bestehen, wirksamer gegen so genannte „rollende Bomben“ vorzugehen. Damit sind sprengstoffbeladenen LKWs, wie sie von den IS-Militanten regelmäßig als Rammbock bei der Erstürmung von Militärbasen verwendet werden, gemeint. Diese LKWs sollen mit den „Milan“-Raketen effektiv zerstört werden.

Die Effektivität der „Milan“-Rakete ist militärisch gesehen tatsächlich sehr groß. Doch das Problem ist, dass die Waffe zu einer radioaktiven Kontaminierung des Kampfgebietes beiträgt. Medienberichten zufolge sollen sich im Umfeld eines Nato-Trainingsgeländes auf Sardinien, wo unter anderem der Einsatz von „Milan“-Raketen geprobt wurde, seit Beginn des Einsatzes dieser Waffen die Zahl der Missbildungen bei neu geborenen Menschen und Tieren gehäuft und die Zahl der Krebserkrankungen zugenommen haben.

So ergeht es auch den Menschen in großen Gebieten des Iraks. Auch während den Golfkriegen wurden dort Panzerabwehrraketen mit abgereichertem Uran eingesetzt. Die Beweise für die verheerenden Folgen des Einsatzes dieser Waffen lieferte der Filmemacher Frieder Wagner in seiner Dokumentation „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich auf einer Konferenz im vergangenem Jahr auch berührt über die Folgen des deutschen Waffenexports – jedoch auf eine etwas andere Weise.

„Wir haben ihnen [den Peschmerga] dieses Panzerabwehrsystem ‚Milan‘ geliefert und mich hat es dann sehr berührt, als mir ein Vertreter der Kurden im Nordirak erzählt hat, dass das Wort ‚Milan‘ jetzt ein Vorname für Babys ist, für männlich Babys, weil sie so entzückt sind von der Wirkung dieser Waffe“. (so)

So bekämpft man Fluchtursachen nicht: Deutsche Waffenexporte 2015 verdoppelt

(Admin: Fluchtursachen zu bekämpfen ist mitnichten das Ziel der sogenannten Obrigen. Sie tun so als ob und das blöde Stimmvieh fällt immer noch zuhauf darauf rein.

Jeder, der Augen hat zu sehen, bekommt mit, was in diesem Lande los ist..genauso wie weltweit.

Das Spiel wird orchestriert von den Lobbyisten/Globalisten, besonders auch der Waffenindustrie, die Geschäfte mit Kriegen machen und denen Menschenleben gleichgültig sind.)

Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt

Epoch Times, Montag, 13. Juni 2016 07:38
Der weltweit größte Importeur von Waffen und Ausrüstung ist und bleibt Saudi-Arabien. Laut „Jane’s“ wurden im vergangenen Jahr Rüstungsgüter im Wert von rund 9,3 Milliarden US-Dollar in das islamische Königreich geliefert.
Die Bremer Lürssen-Gruppe baut eine Flotte neuer saudischer Patrouillenboote.
Die Bremer Lürssen-Gruppe baut eine Flotte neuer saudischer Patrouillenboote.Foto: Stefan Sauer/Archiv/dpa

Deutschland ist im vergangenen Jahr hinter den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur weltweit gewesen. Im Vorjahr hatte die Bundesrepublik noch auf dem fünften Platz gelegen.

Wie der Branchendienst „Jane’s“ in seinem jährlichen Rüstungsbericht feststellt, verkauften deutsche Unternehmen 2015 Rüstungsgüter im Wert von rund 4,78 Milliarden US-Dollar (4,2 Mrd Euro) ins Ausland – Kleinwaffen und Munition nicht mitgerechnet.

Davon ging etwas weniger als ein Drittel (29 Prozent) in den Krisengürtel Nahost-Nordafrika. Wichtigster Abnehmer in dieser Region war im vergangenen Jahr Saudi-Arabien, gefolgt von Algerien, Ägypten und Katar.

Laut „Jane’s“ werden die Lieferungen nach Nordafrika und Nahost 2018 sogar 40 Prozent der deutschen Rüstungsexporte ausmachen. Danach fällt der Anteil voraussichtlich wieder ab, auf 28 Prozent.

Im Vorjahr hatte Deutschland in der Liste der größten Exporteure noch auf dem fünften Platz gelegen. Dass es 2016 wohl nur für den vierten Platz reichen wird, liegt nach Auskunft des Autors Ben Moores allerdings nicht daran, dass Deutschland seine Rüstungsexporte zurückfährt. Im Gegenteil: Der Gesamtbetrag wird den Berechnungen zufolge sogar noch einmal minimal steigen.

Grund sei vielmehr die Tatsache, dass Frankreich seine Rüstungsindustrie„wiederbelebt“ habe, sagte Moores. Die Gesamtsumme der französischen Rüstungsexporte in diesem Jahr schätzt er auf rund sechs Milliarden US-Dollar. Seinen Berechnungen zufolge wird Frankreich 2018 sogar Russland überrunden und zum zweitgrößten Exporteur von Rüstungsgütern aufsteigen.

Der weltweit größte Importeur von Waffen und Ausrüstung ist und bleibt Saudi-Arabien. Laut „Jane’s“ wurden im vergangenen Jahr Rüstungsgüter im Wert von rund 9,3 Milliarden US-Dollar in das islamische Königreich geliefert. In diesem Jahr liegen die saudischen Militär-Importe sogar knapp über zehn Milliarden Dollar.

Indien belegte in der Liste der wichtigsten Importeure in diesem und im vergangenen Jahr jeweils den zweiten Platz. Die Emirate steigern ihre Rüstungsausgaben den Angaben zufolge massiv. In diesem Jahr sollen sie Material im Wert von rund drei Milliarden US-Dollar erhalten. Damit sind sie aktuell der drittgrößte Importeur von Rüstungsgütern.

Zwar macht den Golfstaaten der Rückgang der Öl- und Gaspreise zu schaffen. Moores gibt allerdings zu bedenken: „Nur weil ein Land sehr stark von Öleinkünften abhängig ist, heißt das nicht automatisch, dass es seine Verteidigungsausgaben senken wird, nur weil der Ölpreis sinkt.“

Saudi-Arabien habe große Ölreserven und kaum Schulden. Dies ermögliche es dem Königreich, auch in den kommenden Jahren große Aufträge an Rüstungskonzerne zu vergeben. Anders sei dies im Falle Russlands oder des Sultanats Oman. In beiden Staaten sei bei einem anhaltend niedrigen Ölpreis langfristig mit sinkenden Rüstungsausgaben zu rechnen.

Aus der Art der Rüstungsgüter, die von den arabischen Staaten derzeit bestellt werden, lässt sich laut Moores viel über ihre strategischen Ziele und Allianzen ablesen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Saudi-Arabien, Katar und die Emirate investieren viel in Späh- und Überwachungstechnik.“ Dies könne auf ein wachsendes Streben nach Unabhängigkeit von ihrem Langzeit-Sicherheitspartner USA hindeuten.

Die Golfstaaten und Ägypten hätten sich zudem Militärtechnik zugelegt, die auch anderen Zwecken diene als der rein defensiven Landesverteidigung. Der neue Fokus auf Präzisions-Lenkwaffen deutet nach Ansicht des Rüstungsexperten darauf hin, dass man sich auf Konflikte vorbereitet, „in denen es auch darum geht, sich die Unterstützung der Bevölkerung zu sichern, indem man eine große Anzahl ziviler Opfer vermeidet“.

(dpa)

http://www.epochtimes.de/