Survival in der Großstadt: Eliten mieten Fluchtboote falls es in New York zu einem Notfall kommt (Video)

14. März 2017

Für Menschen, die in Großstädten leben gibt es ein inhärentes Problem: Selbst jene, die sich über die extreme Fragilität der Gesellschaft im Klaren sind müssen oftmals in dicht besiedelten Gegenden leben.

Vielleicht planen sie ein Leben auf dem Land wenn sie in Rente gehen, oder bauen sich ein Versteck, in das sie fliehen können, falls es notwendig sein sollte, aber trotzdem bleibt, dass sie in den Städten feststecken. Das gilt sogar für die Reichen, allerdings haben diese nun einen Notfallplan.

Die größte amerikanische Stadt und auch die verzwickteste ist New York City, wobei es sich bei Manhattan und Long Island jeweils um isolierte Inseln handelt – die in Notfallsituationen vom Rest der Welt abgeschnitten sind.

Daher greifen immer mehr, die es sich leisten können und die entsprechende Voraussicht haben zu einer Notfalldienstleitung mit Fluchtbooten, um aus der Stadt zu kommen – was vermutlich eine gute Idee ist, insbesondere dann, wenn der eigene Helikopter außerhalb des bezahlbaren liegt. Die New York Post berichtet:

„Viele Menschen wollen nicht in der Schlange warten, um auf die Fähre zu kommen und sie wollen auch nicht darüber nachdenken müssen, wie sie aus Manhattan rauskommen sollen, wie es in der Vergangenheit der Fall war [sagte Chris Dowhie, Miteigentümer von Plan B Marine] der NY Post. „Sie wissen, ein Boot ist der schnellste Weg und wir kümmern uns darum, dass es gepflegt und gewartet wird und immer bereit steht.“

Die Firma verspricht nicht nur ein schnelles Entkommen, sondern plant auch abhängig von den Bedürfnissen individuelle Evakuierungsstrecken für jede Person.

„Man muss kein Kapitän sein. Man muss das Boot aber selbst fahren,“ sagte Dowhie der NY Post und fügte an, das es in einer Krisensituation wichtiger ist, der eigenen Familie zu helfen, als das Rettungsboot von jemand anderem zu fahren.

Der einzigartige Rettungsdient kostet im Jahr 90.000 Dollar und richtet sich an wohlhabende Personen und Unternehmen, die keine Zeit dafür haben, ihre eigene Flucht zu planen (Fluchtinseln und Bunker: Superreiche rüsten sich für den Bürgerkrieg (Videos)).

Kunden können mit einem Zahlencode auf die Boote zugreifen und falls sie es einmal verlassen müssen, dann ist Dowhies Unternehmen in der Lage, es wieder zu lokalisieren.

Es ist ein interessantes Konzept und die Tatsache, dass so etwas zum Geschäftsmodell wurde sagt viel über die Zeiten, in denen wir leben.

Laut Schätzungen dauern Evakuierungen in den großen Küstenstädten über 24 Stunden: In Long Island, wo Millionen New Yorker leben würde es 20-29 Stunden dauern, um von der Insel runterzukommen – während der Zeit verlieren die Menschen ihre Geduld, der Sprit geht zur Neige, sie werden hungrig und der Zugang zu Medikamenten, Drogen, Notfalldiensten etc. ist stark begrenzt.

Das oberste Prozent bereitet sich schon seit langem ernsthaft vor, da sie nur zu gut wissen, welche wirklichen Gefahren aufgebaut werden und das Kartenhaus reif für den Zusammenbruch ist.

Es gab eine stetig steigende Nachfrage seitens der Oberschicht in den Bau von Untergrundbunkergemeinden – typischerweise ausgestattet mit Annehmlichkeiten, die sich fast mit dem Leben oberhalb vergleichen lässt.

Dazu kommen einflussreiche Investoren, die sich Fluchtfarmen an Orten wie Neuseeland oder Südamerika kaufen und sich festungsartige Rückzugsorte in den Bergen zulegen (Fluchtinseln und Bunker: Superreiche rüsten sich für den Bürgerkrieg (Videos)).

Auch wenn sich ein Großteil des ausgegebenen Geldes im Taschengeldbereich der großen Spieler bewegt, so muss man dies als ernstes Zeichen für das hohe Risiko eines sozialen Bruches, von Chaos und Großkatastrophen sehen, wie etwa dem Kollaps des Stromnetzes.

Die gute Nachricht ist, dass auch wenn die Reichen vielleicht ein tolles Leben führen und darin ein paar Notfallluken eingebaut haben, so gibt es viele Dinge, die auch durchschnittlichere und bescheidenere Personen tun können, um die Chancen auf ein Überleben in schlechten Zeiten zu erhöhen (Diese Apokalypse-Archen für die Elite bilden die größte private Bunker-Gemeinde der Erde (Video)).

Der Spezialist auf strategische Umzüge Todd Savage sagt, dass der Schlüssel in dem Gleichgewicht liegt. Für einige ist ein dauerhafter Umzug wegen der Arbeit, wegen medizinischer Bedürfnisse oder wegen der Familie nicht möglich:

„Nicht jeder wird sich auf die selben Bedrohungen vorbereiten. Es ist eine persönliche Wahl. Einige Leute denken, dass ein atomarer Schlagabtausch droht, andere fürchten den sozio-ökonomischen Zusammenbruch, vielleicht einen EMP (solar oder militärisch) oder eine weltweite Pandemie.

Jeder, der sich mit potenziellen Katastrophen befasst, der sollte eine Einschätzung der persönlichen Bedrohung vornehmen. Das kann dabei helfen eine Entscheidung zu treffen, ob man in eine ländliche Gegend ziehen will, oder doch lieber eine Immobilie zu kaufen, die einem das Überleben ermöglicht.“

In Bezug auf die Vorbereitungen der Elite muss man sich immer fragen:

„Wissen sie vielleicht etwas, das ich nicht weiss?“

Bedenkt man ihren Zugang zur Macht und ihr Insiderwissen zu menschlichen Machenschaften, dann stehen die Chancen gut, das dies der Fall ist (Getreide, Gold, Erdöl: Geheime Bunker sollen deutsche Bevölkerung retten, wenn ein Krieg ausbricht).

Boote und versteckte Rückzugsorte können auch relativ günstig erworben, oder selbst gebaut werden. Wenn es sich nicht um eine Insel handelt, dann gibt es wahrscheinlich ein paar versteckte Wege, die einem das Leben retten können, da man sich nicht in das große Chaos begeben muss (Nicht nur Crash und Unruhen: 6 Gründe für die Krisenvorsorge).

Planen Sie ihren Fluchtweg und bauen Sie mögliche Alternativen ein, um die großen Autobahnkreuzungen, Brücken und andere Verkehrspunkte vermeiden zu können, wo es nur schleichend langsam vorwärts geht.

Sichere Räume können fast überall eingebaut werden und für wenig Geld ist es fast überall möglich, nachträglich Befestigungen einzubauen, wo sie benötigt werden. Nur so als Anregung, denn das macht man lieber zu früh, als zu spät.

Literatur:

Bunker aus dem Kalten Krieg: Wie Westdeutschland den 3. Weltkrieg überleben wollte von Christoph Lubbe

What if? Was wäre wenn?: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen von Randall Munroe

BLUFF!: Die Fälschung der Welt von Manfred Lütz

Zutritt streng verboten!: Die 24 geheimsten Orte dieser Welt von Nick Redfern

Video:

http://www.pravda-tv.com/

Schulden explodieren: USA droht die Zahlungsunfähigkeit

Die Staatsschulden der USA nähern sich der Marke von 20 Billionen Dollar und damit einer festgelegten Obergrenze. Spätestens im Sommer droht die Zahlungsunfähigkeit. Donald Trumps Militär-Fantasien sind im Grunde nicht finanzierbar.

Der Dollar und die US-Flagge. Den USA droht die Zahlungsunfähigkeit. (Foto: dpa)

Die Schulden der USA nähern sich der Marke von 20 Billionen Dollar und damit einer ab dem 15. März gültigen Defizit-Obergrenze. Dadurch könnte es bereits in wenigen Monaten zu einer schweren Haushaltskrise kommen. Der ehemalige Haushaltschef von Präsident Ronald Reagan, David Stockman, erwartet die Zahlungsunfähigkeit des amerikanischen Finanzministeriums im Sommer, wie er in einem Interview mit der Finanz-Plattform USAwatchdog.com sagte.

„Ich denke, was die Leute zu wenig beachten ist dieses Datum – der 15. März 2017. Dieses markiert das Ende des Schulden-Aufschubes, welchen der damalige Präsident Barack Obama und der damalige Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, im Oktober 2015 ausgehandelt hatten. Dieser Aufschub läuft ab. Die Defizitgrenze wird bei 20 Billionen eingefroren. Es wird dann zu einem Gesetz. Es wird ein Totalstopp werden“, sagte Stockman.

Stockman zufolge werde das Erreichen der Defizitgrenze die USA in eine Schuldenkrise führen. Dem Finanzministerium werde das Geld ausgehen, weil es keine neuen Schulden zur Rückzahlung alter Verbindlichkeiten mehr machen könne. „Das Finanzministerium hat ungefähr 200 Milliarden Dollar als liquide Mittel. Wir verbrauchen jeden Monat jedoch etwa 75 Milliarden Dollar. Bis zum Sommer werden sie kein Geld mehr haben. Dann werden wir die ‚Mutter aller Defizitkrisen‘ erleben. Alles wird zum Stehen kommen. Ich erwarte, dass es zur vorübergehenden Schließung der öffentlichen Institutionen kommen wird. Es wird keinen Ersatz für Obama Care geben. Es wird keine Steuersenkungen geben. Es wird keine Infrastrukturinvestitionen geben. Das einzige, was wir bekommen, wird ein gigantisches Blutbad im Staatshaushalt sein. Die Defizitgrenze muss dann weiter erhöht werden, aber niemand wird dafür stimmen wollen.“

Stockman betont, dass sich die gegenwärtig noch zu beobachtende Rally an den amerikanischen Aktienmärkten nicht mehr lange fortsetzen lassen könne. Zudem hätten falsche Weichenstellungen der Vorgängerregierungen dazu geführt, dass Trump kaum noch Handlungsfreiräume habe. „Die Vorstellung einer Fortsetzung des Aufschwungs bei Aktien wird nicht geschehen. Das ist illusionär. Dies ist die größte ‚Falsch-Rally‘ aller Zeiten. Sie basiert ausschließlich auf ‚Hopium‘ (Wortschöpfung aus Opium und Hoffnung – die Redaktion) und überhaupt nicht auf einer soliden Analyse der Voraussetzungen für grundlegende Steuersenkungen. Donald Trump ist in der Falle. Heute betragen die Schulden 20 Billionen Dollar. Das sind 106 Prozent bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt. Trump erbt ein vorprogrammiertes Defizit von zusätzlichen 10 Billionen Dollar über die nächsten zehn Jahre wegen der gegenwärtigen Programme. Trotzdem will er die Steuern für Unternehmen und Bürger senken. Er will auch mehr Geld für den Grenzschutz und die Sicherheitsbehörden ausgeben. Er wird mehr für die Veteranen tun. Er will dieses umfangreiche Infrastrukturprogramm. Wenn man sich das alles ansieht, dann ist das einfach verrückt.“

Die Schulden der US-Bundesregierung betragen derzeit etwa 19.979 Billionen Dollar. Die Gesamtschulden bestehend aus den Schulden der Bundesregierung, der Bundesstaaten, der Kommunen, der Haushalte und Finanzinstitutionen hingegen fast 67 Billionen Dollar. Seit dem Jahr 2000 haben diese um über 160 Prozent zugenommen. In den letzten 40 Jahren sind die Schulden in den USA um den Faktor 27 angestiegen. Mit derzeit rund 67 Billionen Dollar tragen die USA mehr als ein Viertel der weltweiten Schuldenlast. Diese wird vom Wall Street Journal auf 223 Billionen Dollar beziffert.

Besonders während der Amtszeit von Präsident Barack Obama kam es zu einer massiven Aufnahme neuer Schulden in der Größenordnung von fast 10 Billionen Dollar. Damit wurden unter Obama etwa so viel neue Schulden aufgenommen, wie unter den vor ihm regierenden 43 US-Präsidenten zusammen.

Die ausufernden Schuldenstände könnten auch ein Grund dafür sein, warum sich immer mehr ausländische Geldgeber von amerikanischen Staatsanleihen trennen. Ende 2016 betrug der Anteil ausländischer Gläubiger erstmals seit dem Krisenjahr 2009 weniger als 30 Prozent, wie der Leiter der Anleiheabteilung bei der Baader Bank berichtet.

Bedenklich ist, dass sich auch die Privathaushalte in den vergangenen Jahren stark verschuldet haben, insbesondere durch Kreditkartenschulden und Schulden für Autokredite und Studentenkredite. Die gesamten Kreditkartenschulden der Amerikaner liegen zwischen 700 Milliarden Dollar und einer Billion Dollar – dazu gibt es unterschiedliche Angaben.  Die Kreditvergabe über Kreditkarten zählt mit Renditen zwischen 12 Prozent und 14 Prozent zu den letzten wirklich rentablen Geschäftsbereichen der US-Bankenindustrie, entsprechend aggressiv sind Banken in den vergangenen Jahren auf Kundenfang gegangen.

Weil rund 70 Prozent der US-amerikanischen Wirtschaftsleistung vom Binnenkonsum generiert wird, wirkt sich die massive Verschuldung zunehmend auch negativ auf das Wirtschaftswachstum insgesamt aus.

US-Präsident Donald Trump verkündet noch, dass er die US-Armee massiv aufrüsten will: Der Republikaner wolle den Haushalt des Verteidigungsministeriums um 54 Milliarden Dollar erhöhen, verlautete am Montag aus dem Weißen Haus. Im Gegenzug sollten andere Bundesbehörden wie das Außenministerium oder das Umweltamt EPA Kürzungen verkraften. Dies gehe aus dem ersten Haushaltsentwurf für den Kongress vor, sagte ein Insider. Trump will am Dienstag vor beiden Parlamentskammern seine mit Spannung erwartete Rede erhalten. Im Hinblick auf die Rüstungsausgaben sprach er bereits am Montag von einer „historischen Erhöhung“.

Die USA haben mit jährlich knapp 600 Milliarden Dollar mit großem Abstand die höchsten Rüstungsausgaben der Welt. Deutschland gibt dagegen 37 Milliarden Euro (39 Milliarden Dollar) aus. Vor dem Hintergrund der drohenden Zahlungskrise wird klar, dass die Forderung der USA an die Nato-Partner vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass die größte Militärmacht der Welt selbst unter Druck steht. Tatsächlich sind die Militär-Fantasien nicht finanzierbar – außer mit einem Total-Umbau der US-Administration, welche aber auch nicht so schnell umgesetzt werden kann, um den Defizit-Schlag zu verdauen.

Hier geht es weiter:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/02/27/schulden-explodieren-usa-droht-die-zahlungsunfaehigkeit/

Oscar für Dschihadisten-Propaganda: Hollywood zeichnet Weißhelme aus

RT Deutsch

Veröffentlicht am 27.02.2017

Am Sonntag zeichnete die Oscar-Jury den britische Kurzfilm „The White Helmets“ als besten Dokumentarfilm aus. Der Beitrag beschreibt die Arbeit der Zivilverteidigung der Dschihadisten im Osten von Aleppo. In zahlreichen Fällen konnte der Gruppe nachgewiesen werden, dass sie für ihre Propaganda gefälschte Aufnahmen verwendet. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch
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peacefullyinthedisaster

White Helmets alias Jihadisten bekommen einen Oskar. Bekommt der IS bald den Friedensnobelpreis?
Alle 3 Antworten anzeigen

Randy Hartono

peacefullyinthedisaster so wie Bombama Frieden Preis Träger… Hahaha… Verdammte sch****e
Mar c

peacefullyinthedisaster hat nicht sogar gerade Saudi Arabien einen Preis für terrorbekämpfung bekommen. Das würde ja in die Richtung gehen
ETP G.U.N NEWS

Unglaublich Die Welt Ist Absolut Blind
Big Kickstart

ETP G.U.N NEWS Man fragt sich wie lang der Sch…. noch dauern soll bis alle aufwachen langsam wirds langweilig
die_ verrückte

Da bekomme ich doch glatt das kalte Kotzen
kleTH

Oscar in der Kategorie Fakenews. Bravo!
deki134

Ekelhaftes satanisches Hollywood Aber wenn man weiß welchen Leuten diese unethisches, moralloses und antichristliche propaganda Fabrik gehört braucht man sich nicht zu wundern. Hollywood ist ziemlich „koscher“
Marleen Scholz

Etwas Widerlicheres gibt es nicht. Typisch Linksversifft !!! Man konnte schon diese ganzen Fakes der Weißhelme im Net bewundern. Was sagt eigentlich Herr Trump dazu ?
2MoshPit

Das paßt ja zu den Ver(unr)einigten Staaten: warum sollte so eine „Doku“ keinen Oskar bekommen, wenn der Ober-Terrorist Obama einen so genannten „Friedens-Nobel-Preis“ bekommen hat? Grüße
Boaz Jachin

gebt al-qaeda halt nen oscar für 9/11
EIHWATZ L

was sind das nur für Blinde Idioten !
RussianPerspective

Friedensnobelpreis für Obama, Oskar für White Helmets. Der Westen will offenbar alle seine Institutionen kompromittieren.
Ali Ahmad

und bald kriegen die IS Terroristen den Friedensnobelpreis.
Herbert C.

ein preiß für schafe,mäh mähh,määhhh;))
COheiress oYH-M

Ottonormalverbraucher weiß bald nicht mehr, was gut und böse ist.
Andreas Gaber

Was hat den RT diesen 2 Menschen an Geld in die Hand gedrückt ? 600,-Rubel = 10,-€ für jeden ? Eine billige abscheuliche und ekelerregende Propaganda von RT, finanziert von Kreml, pfui
Alle 4 Antworten anzeigen

christiane kimel

Welchen Grund hätte Russland denn Deiner Meinung nach die Weißhelme zu kompromittieren? Sie sind weder politisch aktiv, noch könnten sie sonst eine Gefahr darstellen, wenn sie wirklich nur Verletzten helfen.
Andreas Gaber

@Christian Guck dir das Video nochmal an! https://youtu.be/9NMK-btIb9g?t=45s ps: Unterschätze die Macht der Medien nicht!
Boris Tabare Ag

Best manequin challenge of the year is for…
krotomop pol

Unglaublich…

Die USA, der IS und Saudi-Arabien

12. Februar 2017

Wie sein Vorgänger Obama hat auch US-Präsident Trump die Vernichtung des Islamischen Staates (IS) zu einer seiner vordringlichsten Aufgaben erklärt. Die IS-Mitglieder müssten „ausradiert werden und von der Oberfläche der Erde verschwinden“. Ihre Verbrechen seien so schwerwiegend, dass auch der Einsatz von Folter gegen sie gerechtfertigt sei.

Wie sein Vorgänger Obama hat Präsident Trump weder im Wahlkampf, noch seit seiner Amtseinführung auch nur ein einziges Wort gegen das Herrscherhaus in Saudi-Arabien gerichtet, obwohl dessen systematische Menschenrechtsverletzungen denen des IS in nichts nachstehen. Unter dem Regime des Hauses von Saud sind die Amputation von Gliedmaßen, das Köpfen, das Erhängen und die Steinigung als Strafe für Vergehen gegen die fundamentalistisch ausgelegten Vorschriften der Scharia an der Tagesordnung.

Dass der IS und das saudische Königshaus trotz der Übereinstimmung in ihren Grundwerten von den USA unterschiedlich behandelt werden, hat seinen Grund: Saudi-Arabien ist seit Jahrzehnten der engste Verbündete der USA im Nahen Osten und genießt deshalb trotz aller Verbrechen Washingtons uneingeschränkte Solidarität.

Der IS dagegen dient den USA als Vorwand für ihre Militäreinsätze im Nahen Osten und wird deswegen zu deren Rechtfertigung ständig als Hort des Bösen angeprangert (Audio-Beweis: US-Außenminister bestätigt, Daesch (ISIS) zu unterstützen und zu bewaffnen (Video)).

Interessant ist neben der doppelten Moral, die sich hinter dieser Politik verbirgt, die Tatsache, dass der IS und Saudi-Arabien außer ihrem religiösen Fanatismus und ihrer Verachtung für die Menschenrechte eine entscheidende Gemeinsamkeit aufweisen: Beide wären ohne das Mitwirken der USA niemals zu dem geworden, was sie sind. Außerdem besteht zwischen beiden eine oft übersehene und sehr aufschlussreiche Wechselbeziehung.

Saudi-Arabien – Seit Jahrzehnten wichtigste internationale Stütze des US-Dollars

Das 1932 gegründete Saudi-Arabien ist nicht nur wegen seiner riesigen Erdölvorkommen einer der weltweit wichtigsten Verbündeten der USA. Es ist seit der Mitte der Siebziger Jahre einer der Eckpfeiler des vom US-Dollar beherrschten globalen Finanzsystems.

Nach der Aufhebung der Gold-Dollar-Bindung 1971 und dem Ende der festen Wechselkurse 1973 geriet die Rolle des US-Dollars als Weltwährung Nr. 1 in Gefahr. Zwar hatte er seinen Status als Leitwährung seit der Konferenz von Bretton Woods (1944) bis in die letzten Winkel der Erde durchsetzen können, doch seine Entkoppelung von einem festen Wert – dem Gold – hatte ihn zu einer „Fiatwährung“ (einer ungedeckten Währung) und damit zu einem schwer kalkulierbaren Risiko fürs globale Finanzsystem gemacht.

Um diesen Zustand zu beenden, schlossen die USA Mitte der Siebziger Jahre ein historisches Abkommen mit Saudi-Arabien: Dessen Herrscherhaus wurde von den USA verpflichtet, innerhalb der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) dafür zu sorgen, dass Öl – die weltweit meistgehandelte Ware – nur noch in US-Dollar gehandelt wurde (der sogenannte „Petro“-Dollar).

Außerdem sollte es die eigenen Dollar-Überschüsse fortan als Staatsanleihen in den USA investieren. Im Gegenzug garantierten die USA dem Herrscherhaus von Saud Schutz vor seinen Feinden (im Ausland insbesondere vor Israel, Syrien und dem Iran, im Inland vor den eigenen Untertanen) und unbegrenzte Waffenlieferungen.

Für die Finanzelite der USA war es in dreifacher Hinsicht ein lukrativer Deal: Erstens sorgte die Bindung des Öls an den US-Dollar dafür, dass ihm neben seiner Rolle als globale Leitwährung auch noch die – viel wichtigere — Rolle der globalen Reservewährung zufiel. (Da sämtliche Länder der Erde auf Öl als Energieträger angewiesen sind, müssen seither fast alle über ausreichende US-Dollar-Reserven verfügen.)

Zweitens spülten die Käufe von Staatsanleihen durch das Haus von Saud Billionenbeträge in die US-Staatskasse, die zur Führung weiterer Kriege (z.B. in Afghanistan, Pakistan, Somalia, Libyen, Syrien, Jemen) genutzt werden konnten.

Und drittens erhielt die US-Rüstungsindustrie durch den Pakt einen ihrer zahlungskräftigsten Dauerkunden.

Für das Herrscherhaus von Saud hat sich der Deal ebenfalls gelohnt: Bis an die Zähne bewaffnet und mit der stärksten Militärmacht der Erde im Rücken konnte es mit der Ausbeutung von neun Millionen unterbezahlten und zum Teil unter katastrophalen Verhältnissen lebenden Fremdarbeitern weiterhin ungestört sagenhafte Reichtümer anhäufen und gleichzeitig jegliches Aufbegehren gegen die eigene mittelalterliche Herrschaft gewaltsam im Keim ersticken.

Die Verbindung zwischen den USA und Saudi-Arabien kennt also zwei Gewinner: Die Finanzelite der USA und das Herrscherhaus der wohl rückständigsten absoluten Monarchie auf der Erde.

Der IS – Vorsätzlich geschaffenes Produkt eines typischen Stellvertreterkrieges

Der IS, zeitweilig auch als ISIS (Islamischer Staat in Syrien) bekannt, ist nicht, wie von Politik und Mainstream-Medien behauptet, die Folgeerscheinung eines außer Kontrolle geratenen Bürgerkrieges in Syrien. Er ist vielmehr das Produkt eines von den USA geförderten Versuchs des Regime-Wechsels in Damaskus. Zwar hat dessen Geschichte mit inneren Auseinandersetzungen in Syrien begonnen, doch wären diese ohne das Eingreifen der USA und ihrer Verbündeten längst versiegt und versandet.

Das syrische Assad-Regime ist den USA seit langem ein Dorn im Auge. Als Verbündeter des Iran und der Hisbollah-Bewegung und wegen seiner politischen Nähe zu Russland und China steht es dem Versuch der dauerhaften Unterwerfung des ölreichen Nahen Ostens unter die geo-strategischen Interessen der USA (u.a. dem Bau von Pipelines) im Weg. Aus diesem Grund bemüht sich Washington seit längerem um den Sturz der politischen Führung des Landes.

So lange aber das Ziel, ein pro-westliches Regime in Damaskus zu installieren, nicht zu erreichen ist, verfolgen die USA ihre seit mehr als einem Jahrhundert bewährte Strategie der Destabilisierung und unternehmen alles, was in ihrer Macht steht, um dem bestehenden Regime zu schaden. Dazu gehört in erster Linie die Förderung all der Kräfte, die gegen Präsident Assad kämpfen.

Dabei ist es den USA vollkommen gleichgültig, welchen politischen Hintergrund die von ihnen unterstützten Gruppierungen haben. So haben sie neben der Freien Syrischen Armee auch radikal-islamische Gruppierungen wie Al Nusra und den im Irak gegründeten ISIS im ihrem Kampf gegen Assad unterstützt. Und das, obwohl ISIS sich zu Beginn seiner Aktivitäten hauptsächlich aus Mitgliedern der Al Qaida rekrutierte – also der Organisation, die von Washington für die Anschläge vom 11. September verantwortlich gemacht wird und die den USA bis heute als Vorwand für den historischen „Krieg gegen den Terror“ dient.

Die doppelte Spiel, das die USA in Syrien treiben, hat damit einen Hintergrund, der uns wieder zu ihrem wichtigsten Verbündeten, Saudi-Arabien, führt: Der Krieg, den die Sowjetunion 1979 zur Unterstützung eines ihr gewogenen Regimes in Afghanistan begonnen hatte, führte nämlich dazu, dass sich radikal-islamische Kräfte (Mudschaheddin und Islamische Brigaden Afghanistans) gegen die Angreifer formierten.

Diesen Widerstand griffen die USA mit Hilfe der CIA auf und unterstützten die Bildung der Al Qaida, die damals aus genau diesen radikal-islamischen Kräften hervorging. Langjähriger Führer der Al Qaida und Vertrauensmann der USA war ein milliardenschwerer saudi-arabischer Bauunternehmer namens Osama bin Laden.

Der wahre Grund für die unterschiedlichen Strategien: Geld, Macht und das globale Finanzsystem

Nach ideologischen oder gar moralischen Gründen für die Politik der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten zu suchen, ist also vergebene Mühe. Es geht Washington beim Wechsel zwischen Allianzen und Feindschaften ausschließlich um Geld, Öl und Macht.

Eine besondere Rolle fällt hierbei den Mainstream-Medien zu, die die Öffentlichkeit immer auf den jeweiligen (und sich oft selbst widersprechenden) Kurs der US-Regierung einschwören müssen. Das geschieht auf mehrere Arten und Weisen: Die häufigsten darunter sind die Unterschlagung von Informationen, das Schüren von Hass durch gezielte Übertreibung oder dreiste Fälschung.

Im Fall Saudi-Arabiens wird vor allem mit der ersten Variante gearbeitet: Die Unmenschlichkeit des Herrscherhauses wird nur selten erwähnt, über seine Kriege (wie den gegen den Nachbarstaat Jemen) wird nur spärlich berichtet, und Tatsachen wie die, dass 15 der 18 Terroristen bei den vermeintlichen Anschlägen auf das World Trade Center saudi-arabische Staatsbürger waren, werden großzügig übergangen (Donald Trump zu 9/11: „Bomben im World Trade Center!” (Videos)).

Aktuellster Beweis für die Sonderbehandlung Saudi-Arabiens: Dass Donald Trumps Einreiseverbot für Muslime neben einigen anderen Staaten ausgerechnet Saudi-Arabien ausnimmt, war keinem Mainstream-Medium auch nur eine Meldung wert.

Genau das aber zeigt, worum es beim Einreiseverbot für Muslime und im weiteren Sinne beim gesamten „Krieg gegen den Terror“ geht: Beide dienen nicht der Verhinderung von Anschlägen, sondern tragen dazu bei, ihnen den Boden zu bereiten und helfen so mit, den USA genügend Vorwände zu liefern, um ihre ausschließlich den eigenen Interessen dienende Kriegspolitik im Nahen Osten auch in Zukunft fortzusetzen.

Literatur:

Inside IS – 10 Tage im ‚Islamischen Staat‘ von Jürgen Todenhöfer

Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet von Michael Lüders

Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien von Daniele Ganser

 

Quellen: PublicDomain/de.sputniknews.com am 04.02.2017

http://www.pravda-tv.com/

“Entlassungen“: Was wirklich im US-Außenministerium passierte

Veröffentlicht von: N8Waechteram: 28. Januar 2017

''Entlassungen'': Was wirklich im US-Außenministerium passierte

Von Peter Van Buren

Gestern [Mittwoch] kündigten fünf leitende Angestellte des Außenministeriums, oder traten zurück. Ein weiterer heute [Donnerstag].

Die Medien sind fast verrückt geworden und behaupten, das Ministerium zerbreche im Protest unter der Trump-Administration. Dies ist nicht wahr. Was im Ministerium geschehen ist, ist normale Routine.

Es verlassen das Außenministerium:

  • der Chef des Management-Büros Pat Kennedy,
  • die Assistant Secretary of State [Referatsleiterin] für die Administration Joyce Anne Barr,
  • die Assistant Secretary of State [Referatsleiterin] für Konsularangelegenheiten Michele Bond,
  • der Direktor des Büros für Auslandsmissionen Gentry O. Smith,
  • der Leiter der Abteilung für Rüstungskontrolle und Internationale Sicherheitsangelegenheiten Tom Countryman
  • und Victoria Nuland.

Hier die Geschichte: Niemand im Außenministerium trat unter Protest zurück. Niemand wurde formell gefeuert. Sechs Leute wurden von ihren politischen Positionen transferiert oder traten zurück. Technisch gesehen kann davon ausgegangen werden, dass jene, welche nicht zurückgetreten sind, gekündigt haben. Aber das ist ein normaler Begriff im Bereich Personalwesen und kein politisches Statement.

Die sechs sind Beamte im Auslandsdienst [Foreign Service Officers, kurz FSO]. Sie haben ihre ehemaligen Anstellungen zugunsten politischer Arbeit verlassen und haben diese nun gekündigt (oder sind aus dem Außenministerium zurückgetreten), um wieder zu ihren FSO-Anstellungen zurückzukehren. Ein Kreislauf.

Es ist erforderlich, dass sie ein Kündigungsschreiben einreichen – ein Routinevorgang, wenn ein neuer Präsident sein Amt antritt. Um das einmal ins rechte Licht zu rücken: nur ein Under Secretary of State (Alan Larson) verblieb während des Übergangs von Bill Clinton zu George W. Bush. Es ist Routine für hohe Beamte ihr Amt zu räumen oder neu zugeteilt zu werden.

Mehrere der Sechs stehen in Verbindung zu den Clinton-e-Mails und/oder Clintons Handhabung von Benghazi. Einer von ihnen, Pat Kennedy, spielte eine signifikante Rolle bei beidem, wie auch bei vielen anderen umstrittenen Belangen während Clintons Amtszeit. Quellen sagten mir, dass, obwohl Kennedy offiziell “zurücktrat“, dies doch von der Trump-Administration mehr oder weniger von ihm gefordert wurde.

Über die anderen liegen mir keine Informationen vor, ob sie nun angehalten wurden zurückzutreten oder einfach nur Teil der Umbesetzungen der Positionen sind und routinemäßig neu zugeteilt werden. Höchstwahrscheinlich jedoch Letzteres, da derartige Umbesetzungen sehr gängig sind, wenn neue Administrationen antreten. Wie überall in der Regierung wird auch diese Administration ihre politischen Schaltstellen mit eigenen Leuten besetzen.

Einige der Sechs gehen altersbedingt am 31. Januar ohnehin in Pension. Und Berichte, nach denen diese Leute das “Senior-Management“ im Außenministerium repräsentieren, bringen Begriffe durcheinander. Denn so seltsam das Ministerium organisiert ist, so arbeiteten vier von diesen sechs im Management-Büro und Kennedy war Chef dieses Büros. Diese Vier spielten unterschiedliche Rollen und stellen auch gemeinsam nicht das “Senior-Management“ des Außenministerium dar. Zwei arbeiteten in anderen Teilen des Ministeriums (Countryman und Nuland) und ihr Ausscheiden hat unmittelbarer mit der unter der neuen Administration veränderten Politik zu tun.

Alle Sechs kommen aus Büros mit mehr als ausreichend vielen Nachrückern. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass irgendwelche Arbeit im Außenministerium durch diese Veränderungen liegen bleiben wird. Jedes Büro hat eine zweite, dritte, vierte, usw. Person, welche solange nachrücken wird, bis neue Mitarbeiter für die Positionen nominiert und bestätigt sind. All dies ist Teil des Standard-Übergangsprozesses.

Ich habe zum Beispiel den Großteil meiner 24 Jahre im Außenministerium im Büro für Konsularangelegenheiten gearbeitet und dies auch mit/für Michele Bond, welche zurückgetreten ist. Ich kenne die Leute in der Rangfolge unter ihr persönlich und alle haben sie dieselbe Erfahrung und Anstellungszeit wie Bond. Es wird keine Lücke in Sachen Erfahrung oder Wissen geben, wie einige Presseberichte geschimpft haben. Es wird kein “Vakuum“ geben.

Es wird sehr wahrscheinlich weitere, ähnliche “Entlassungen“ und Neubesetzungen im Außenministerium geben. Neue politische Mitarbeiter werden beispielsweise ihr eigenes Personal mitbringen. Aber sofern oder bis nicht ein Mitarbeiter eine Pressekonferenz gibt und dabei seinen “Rücktritt unter Protest“ bekanntgibt, sollten die Medien sich beruhigen, die Fakten verifizieren und akkurat berichten.

Die Washington Post schrieb, diese Veränderungen seien Teil eines »laufenden Massenexodus langjähriger Mitarbeiter des auswärtigen Dienstes, welche nicht länger in der Trump-Ära dortbleiben wollen«. Mir sind keine anderen nennenswerten Abgänge bekannt. Zwei untere Offizielle gingen Anfang des Monats, wobei die Umstände nicht eindeutige mit Trump in Verbindung zu bringen sind und wie oben bereits gesagt sind die Sechs nicht unter Protest zurückgetreten.

Davon abgesehen kann bei acht Leuten in keinem Zusammenhang von einem Massenexodus die Rede sein. Der Artikel der Washington Post ist meiner Meinung nach ausgesprochen alarmierend. Denn er offenbart einen Reporter, der ganz offensichtlich keine Ahnung hat, wie Transitionen im Außenministerium ablaufen.

***

zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter


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http://n8waechter.info/

USA verlegen 2.000 Kampfpanzer und die 10. Luftwaffenbrigade nach Deutschland

(Admin: Eine tolle Weihnachtsüberraschung, oder??!)

15.12.2016 • 16:00 Uhr

Unbeachtet von der deutschen Öffentlichkeit zieht die USA weiter ungestört eine gigantische Streitmacht an den russischen Grenzen zusammen. Wir berichteten erst vor zwei Tagen üb"Signal gegen Moskau" - USA verlegen 2.000 Panzer und die 10. Luftwaffenbrigade nach Deutschland

 Quelle: Reuters

Die USA planen die größte Truppenverlegungsoperation nach Deutschland seit 1990. Bis Weihnachten 2016 sollen 2.000 Panzer sowie Kommandofahrzeuge und über 4.000 Soldaten im Rahmen der „Operation Atlantic Resolve“ nach Bremerhaven verschifft werden. Ergänzt wird dies um eine komplette Kampfbrigade der US-Luftwaffe.

Derzeit stehen hunderte Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams der 3. Kampfpanzerbrigade sowie M2 Bradley IFV-Schützenpanzer der 4. Infanteriedivision (Kampfname „Eiserne Brigade“) aus Fort Caston in Colorado im Hafen von Beaumont in Texas und warten auf ihre Verschiffung nach Bremerhaven.

Ihre Ankunft ist für Mitte Januar 2017 geplant. Danach soll die Brigade neben Standorten in Deutschland auch noch auf sechs weitere osteuropäische Länder verteilt werden.

Laut Aussagen der US-Army Europe sollen die zusätzlichen 4.000 Soldaten und 2.000 Panzer ein „Zeichen der Abschreckung und der Verteidigungsfähigkeit“ setzen. Die Eiserne Brigade bezeichnet sich selbst als die „beste gepanzerte Brigade der Welt, ausgebildet und bereit für jeden Kampf“.

Zudem dient die Operation dem Nachweis, dass „die nötige Kampfkraft zur rechten Zeit an den rechten Ort in Europa gebracht“ werden kann, so Oberst Tedd Bertulis, Vize-Logistik-Chef des US-Kommandos in Europa, EuCom, das seinen Sitz in Stuttgart hat.

M1 Abrams Panzertransport durch Kiel

Für den Transport aller 2.000 Panzer und Kommandofahrzeuge ist nach ihrer Ankunft in Bremerhaven nach Schätzung von Bertulis der Einsatz von zirka 40 Güterzügen notwendig. Derzeit werden noch die Kapazitäten der dafür in Frage kommenden Reedereien und Bahnbetreiber geprüft. Laut Informationen der Kieler Nachrichtenhat die Reederei Stena Line bereits die Verstärkung der Linie von Travemünde nach Liepaya in Lettland durch zusätzliche Fähren angekündigt. Auch die Reederei DFDS ist bereit, ihre Fährflotte für die Verbindung Kiel-Klaipeda aufzustocken.

Als ergänzende Luftunterstützung zu den Panzerbrigaden wird zudem die komplette 10. Luftkampfbrigade aus Fort Drum im Bundestaat New York ins mittelfränkische Illesheim verlegt. Von dort aus soll die Brigade nach Aussagen der US-Army Europe in Osteuropa eingesetzt werden, um die Fähigkeit der Allianz zu stärken, „Aggressionen zurückzuweisen“. Dabei wird insbesondere auf Lettland und Polen verwiesen. Das Leitmotto der Brigade lautet:

Fliege zum Ruhm – Gestählt in der Schlacht, immer bereit.

Laut Darlegung des US-Kommandos in Europa ist der rotierende Einsatz der Brigaden auf neun Monate begrenzt. Mit diesem Rotationssystem versucht die NATO, die Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrages auszuhebeln, der eine permanente Stationierung von NATO-Streitkräften auf dem Gebiet Osteuropas ausschließt. Spätestens zu Weihnachten 2017 sollen „Our Boys“ wieder zurück in den USA sein. Allerdings wird dabei immer nur auf das Militärpersonal an sich verwiesen. Die 2.000 Panzer und gepanzerten Fahrzeuge dürften Europa wohl erhalten bleiben, man weiß ja nie, wann der Russe zuschlägt…

Im Rahmen derselben NATO-Operation wird auch die Bundeswehr im Februar nächsten Jahres 500 Soldaten, 20 Schützenpanzer vom Typ Marder und sechs Kampfpanzer Leopard 2 sowie 170 weitere Militärfahrzeugen in Litauen stationieren.