Die Gebrüder Grimm – Märchenerzähler und Kulturschaffende

Geschrieben von admin am 16.08.2015

Laßt uns unsere Kultur und Geschichte feiern, solange sie noch besteht.

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Wer kennt nicht die bekannten Märchen der Brüder Grimm aus seiner Kindheit. Entweder wurden sie von den Eltern oder Großeltern vorgelesen oder man bekam zum Geburtstag die ersten Bücher geschenkt – und in der Nachkriegszeit bis hin zur Gegenwart wurden viele von ihnen verfilmt.

Einige davon sind: Frau Holle, Schneewittchen, Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, Brüderchen und Schwesterchen, Aschenputtel, Dornröschen, Rapunzel, Sterntaler und und und. Sie wurden bekannt als die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Jedes Märchen beginnt mit dem Satz: Es war einmal…

Märchen haben eine spirituelle Bedeutung, darauf gehe ich in einem späteren Beitrag noch einmal näher ein. Sie sind in unserem kollektiven Unterbewußtsein verankert (sh. C. G. Jung) und die grobe Unterteilung in Gut und Böse ist für Kinder sehr anschaulich dargestellt, manchmal wirkt das auch sehr grausam. Es ist oft ganz schnell erkennbar, wer der/die Böse und wer der oder die Gute ist. Am Ende muß immer das Gute siegen, sonst ist es kein Märchen.

Es geht in ihnen um Hexen und Riesen, um Prinzessinnen und Prinzen, die oft erst erlöst werden müssen aus einer Verwünschung, um Tapferkeit zu beweisen und Heldentaten zu vollbringen. In diesem Sinne sind die Helden der Märchen ein Vorbild für die Kinder. Böse Feen, gute Feen spielen ebenso eine Rolle wie Zwerge auch gute und böse. Es geht um Symbole und im höheren Sinn um einen Erkenntnisweg.

Bildergebnis für Die Brüder Grimm

Jacob und Wilhelm Grimm wurden in Hanau geboren und zogen hinaus in die Welt, um vor allem deutsche Sagen und Märchen zu sammeln und aufzuschreiben.

Die Brüder Grimm sitzen auf der Gartenbank, Grafik

kasselkultur2012.machbarkunden.de

Jacob, Sprachwissenschaftler, wurde lebte von 1785 bis 1863 und Wilhelm 1786 bis 1859 und sie  galten mit einigen anderen als Gründungsväter der Germanistik. Beide studierten jedoch zunächst Rechtswissenschaften in Marburg, nachdem sie nach Kassel verzogen waren. weitere Stationen waren Göttingen und Berlin.

Näheres kann jeder bei Wikipedia nachlesen, ich bringe hier nur einige Auszüge.

Die Brüder bei der Arbeit  http://www.labbe.de/

„Eine weitere herausragende Leistung von Wilhelm ist Die deutsche Heldensage, eine Schrift, die nicht nur eine Sammlung von Sagen vom 6. bis zum 16. Jahrhundert darstellt, sondern wertvolle Aufsätze zu Stoffen, ihrer Geschichte und der künstlerischen Verarbeitung enthält. Im Verlauf der Arbeiten an den Sagen und Volksmärchen formulierten die Brüder ein Lautverschiebungsgesetz im Kontext der „indogermanischen Hypothese“. “ Quelle: Wikipedia

Deutsche Sagen

In Hanau wurde das Gebrüder Grimm-Denkmal errichtet

Nationaldenkmal – im Hintergrund das Neustädter Rathaus de.wikipedia.org

Politisches Wirken der Brüder Grimm

„In politischer Hinsicht arbeiteten die Brüder Grimm mit darauf hin, die damaligen deutschen Kleinstaaten zu vereinen, sowohl indirekt durch die Erforschung der deutschen Kulturgeschichte als auch durch politische Aktivitäten, von politischer Publizistik bis zu Jacob Grimms Tätigkeit als Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung 1848. Jacob und Wilhelm halfen mit, die Menschenrechte in Deutschland zu formulieren. Für eine Streitschrift gegen einen Verfassungsbruch des Königs von Hannover, König Ernst August I., wurden sie, und mit ihnen fünf andere Professoren, entlassen und Jacob des Landes verwiesen (Göttinger Sieben). Ein überregionales Komitee von Bürgern mit Zentrum in Leipzig zahlte den entlassenen Professoren aus Spendengeldern vorerst die Gehälter weiter.

https://de.wikipedia.org/wiki

„Während die Brüder Grimm ohne Anstellung waren, unterbreiteten die Leipziger Verleger Karl Reimer und Salomon Hirzel ihnen den Vorschlag für das Deutsche Wörterbuch, „den Grimm“, der ohne die Göttinger Entlassung so nicht entstanden wäre. Sie selbst arbeiteten das Wörterbuch bis zum Buchstaben D (Wilhelm) bzw. F (Jacob) aus. Sie konzipierten das Wörterbuch als Sammlung sämtlicher Wörter aus der Zeit „von Luther bis Goethe“, die weniger ein Regelwerk als vielmehr eine Entwicklungsgeschichte der Wörter sein sollte. Im Mittelpunkt der einzelnen Wortartikel steht die Bedeutungsgeschichte des jeweiligen Wortes; die historische Verwendungsweise wird anhand von Belegzitaten aus Hunderten von literarischen Werken, aber auch aus Fachsprachen und aus dem Alltagsgebrauch nachvollzogen. Bei der Sammlung der Belege standen den Brüdern Grimm zahlreiche Helfer zur Seite, die zumeist zum Kreis ihrer Freunde und wissenschaftlichen Kollegen gehörten oder ihnen von Freunden und Kollegen vermittelt wurden. Die Sammlung der Belege wurde ebenso wie die Ausarbeitung des Wörterbuchs durch den Verlag bezahlt. Für das Großprojekt des Wörterbuchs mussten die Brüder Grimm eigene Pläne und laufende Arbeiten zurückstellen, was ein Grundproblem ihrer letzten beiden Lebensjahrzehnte werden sollte.“ Quelle: Wikipedia

Das Brüder-Grimm-Museum in Kassel

Das historische Palais Bellevue beherbergte das Museum

Briefmarke und 1000-DM-Schein zur Ehren der Brüder Grimm

https://de.wikipedia.org

Das für mich Spannendste ist, daß sich Wilhelm Carl Grimm mit den Runen beschäftigt hat.

„Die Gebrüder Grimm sind als Begründer der Germanistik weltweit bekannt. Die Grimmschen Märchen sind weltberühmt und sogar durch den Fantasie-Hollywood-Film „Brothers Grimm“ noch bekannter geworden. Aber kaum jemand weiß, dass sich die Gebrüder Grimm auch mit den Altgermanischen Runen beschäftigt haben und sogar die Begründer der Runologie sind. In diesem Buch schreibt Wilhelm Grimm über die verschiedenen Alphabete von gebräuchlichen deutschen Runen, deren Abstammung und Verwandtschaft, sowie deren Auftauchen und ihre unterschiedliche Verwendung in verschiedenen zeitlichen und örtlichen Konstellationen. Er beschreibt das Brauchtum und ihre vielseitige Anwendung und geht auf die einzelnen Runenschriften genau ein. Der Gebrauch der Runen, die nach alter Überlieferung „gleich Sonnenstrahlen aus der göttlichen Substanz geflossen seien“, wurde überliefert durch viele Segens-, Bann-, Fluch-, Verwünschungs-, Beschwörungs- und Zaubersprüche. Aber auch die vielen Techniken zur Weissagung aus Baumzweigen werden von ihm ausführlich beschrieben. Hinter jeder Rune steht eine göttliche Macht, die sich alleine durch das Aussprechen und Aufschreiben manifestiert, denn Sprache und Schrift kreiert und erschafft unsere Welt heutzutage genauso, wie auch früher schon die Welt der alten Germanen. Ergänzt wird das Buch durch die elf Abbildungen der alten Alphabete, die sonst leider in vielen Ausgaben fehlen. Dieses Buch ist ein Muss für jeden der mit Runen arbeitet!“

Das Buch ist durchaus erschwinglich und gibt es hier:

http://www.amazon.de/

Grimm, Wilhelm Carl: Ueber deutsche Runen und Zur Literatur der Runen. Mit einer Einleitung von Klaus Düwel und einem Glossar von Giulio Garuti Simone, Bibliographien von Klaus Düwel und Giulio Garuti Simone, eine Konkordanz zu den Goldbrakteaten-Tafeln von Alexandra Pesch, einem Autograph Wilhelm Grimms sowie Würdigung von Wilhelm Grimms Goldbrakteaten-Arbeiten durch Wilhelm Heizmann und Alexandra Pesch. 1. Aufl. Hildesheim, Zürich, New York u. Olms, Weidmann, 2009. 538 S., 18 eingefaltete Taf., 8°, O-Leinen
(= Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: Werke. Forschungsausgabe. Abteilung II. Die Werke Wilhelm Grimms, Ergänzungsband 2). – Inhalt: Einleitung; Die runischen Quellen – Glossar; Bibliographie I (zu den runischen Quellen u. zum Glossar); Bibliographie II (zur Einleitung u. den folgenden Goldbrakteaten-Abschnitten); Wilhelm Grimm: Ueber deutsche Runen (Faksimile der Ausg. Göttingen 1821); Wilhelm Grimm: Zur Literatur der Runen (Faksimile der Ausg. Wien 1828); Wilhelm Grimms Arbeiten zu Goldbrakteaten; Abbildungen der Kupfertafeln (Faltblätter); Konkodanz; Das wiedergefundene Manuskript Wilhelm Grimms von 1821 zu den Goldbrakteaten auf den Kupfertafeln; Wilhelm Grimms Manuskript zu den Goldbrakteaten. Kritik u. Würdigung. – Ein neuwertiges Expl.
Bestellnummer: 19347 – Aus Liste: Runen u. Sinnbilder

http://www.antiquariat.de/

Irische Elfenmärchen

Die Banshi von Bunworth, Illustration in Crokers Fairy Legends and Traditions of the South of Ireland(1825)

Geschrieben von  Thomas Crofton Croker. Übersetzung Gebrüder Grimm

Den Abschluß dieses Beitrages bildet der beliebte Klassiker

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel-Ganzer Film ČSSR, DDR 1973

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2 Kommentare zu “Die Gebrüder Grimm – Märchenerzähler und Kulturschaffende

  1. Pingback: Über deutsche Runen – Wilhelm Carl Grimm | Gegen den Strom

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