Sexueller Missbrauch: Fatale Gesetze ignorieren Menschenrechte

Vergewaltigte minderjährige Mädchen dürfen nicht abtreiben?

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Als ob eine Vergewaltigung nicht schon ohnehin ein grausam belastendes Verbrechen wider der Menschenwürde für die Opfer darstellt, sie oftmals ihr Leben lang damit beschäftigt sind, dieses Trauma zu verarbeiten, wenn das überhaupt in Gänze möglich, dürfen in einigen Ländern vergewaltigte minderjährige Mädchen nicht abtreiben?

Bei derartig fatalen Gesetzeslagen, die nach solch sexuellem Mißbrauch Menschenrechte ignorieren, fragt man sich schon, wer diese unter welchen Gesichtspunkten verfaßt. Oftmals hat die Katholische Kirche mit ihrer komplett falsch verstandenen Auslegung ihres Glaubens ihre Hände im Spiel, denken wir an Irland, Rumänien, Polen und andere europäischen Staaten, wo ihr Einfluß bis weit hinein in die Legislative reicht. Wobei dort bezeichnenderweise größtenteils Männer Entscheidungen treffen.

Opfer werden immer noch alleingelassen

Da scheint in vielen Gesellschaften ein erheblicher Nachholbedarf, weiterhin auf einem Abstellgleis zu warten. Anders kann man die laschen Gesetzeslagen nicht werten. Vergewaltigung wird leider immer noch viel zu arg unterbewertet, von den Ausreden eines Kavaliersdeliktes oder gar angeblich reizvollem Verhalten der potentiellen Opfer ihren möglichen Tätern gegenüber ganz zu schweigen. Ein deutliches Nein sollte stets ausreichen, um den Geschlechtsakt erst gar nicht auszuüben. Doch der Abgewiesene vollzieht seine Macht eben per sexueller Gewalt, egal in wie weit das Opfer dadurch Schaden erleidet.

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Trotz etlicher tragischer Vorfälle auch hierzulande, denken wir an den Fall Anna Bachmeier, daß Opferschutz kaum wirklich stattfindet, scheint ebenso in Irland zwar eine gewisse Lockerung beim Abtreibungsgesetz in Ausnahmefällen sich durchzusetzen, jedoch vergewaltigte Frauen müssen laut katholischer Vorgabe trotzdem ihr Kind zur Welt bringen. Welch Widerspruch!

Das schien sich in Rumänien in diesem Fall gleichwohl nicht anders abzuspielen. Ein elfjähriges Mädchen, welches von ihrem Onkel vergewaltigt wurde, mußte ihr Kind trotzdem austragen, weil ein Ethikrat im zuständigen Hospital so entschied.

Das jüngste Ereignis sorgt in Paraguay und inzwischen wohl weltweit für Schlagzeilen: Eine vergewaltigte Zehnjährige darf nicht abtreiben. Selbst wenn der beschuldigte Stiefvater nicht der Vergewaltiger sein sollte, wird das Mädchen bei dieser Gesetzeslage einem gesundheitlichen, lebensgefährlichen Risiko ausgesetzt. Man fragt sich daher schon, was in den Köpfen derer vorgeht, die solche Gesetze verabschieden. Zumal die Opfer gleich mehrfach dadurch bestraft werden, einem völlig unnötigen Leid ausgesetzt sind. Täter hingegen kommen relativ billig davon, die Strafmaße, die weltweit fast überall viel zu gering verhängt werden, entbehren jedwedem Verständnis, welches man ohnhin nicht aufbringen kann. Da muß sich ziemlich schnell etwas ändern, und zwar im Sinne der Vergewaltigten.

Ihr

Lotar Martin Kamm

https://buergerstimme.com

3 Kommentare zu “Sexueller Missbrauch: Fatale Gesetze ignorieren Menschenrechte

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