Die beschauliche Stadt Celle bezeichnet man landläufig als das südliche Tor zur Lüneburger Heide. Die Szenen, die sich in den letzten Tagen in der niedersächsischen Stadt abgespielt haben, hätte sich bisher niemand der rund siebzigtausend Einwohner jemals auch nur vorstellen können: Blutige Straßenschlachten zwischen kurdischen Jesiden und radikalen Muslimen. Auch in Hamburg und anderen Städten die gleichen Bilder und derselbe Hintergrund: Der Kampf um die syrische Stadt Kobane – die kurdische Enklave an der syrisch-türkischen Grenze. Beim Einmarsch der IS wird dort ein brutales Massaker erwartet. Das Weiße Haus hat Kobane bereits aufgegeben.
Wegen des Bürgerkriegs in Syrien und des aktuellen Vormarschs der radikalislamischen Terrororganisation »Islamischer Staat« (IS) auf die kleine syrisch-türkische Grenzstadt Kobane, der nach Einschätzungen vieler Experten unmittelbar nach Einmarsch der IS-Truppen ein brutales Massaker an der einheimischen – zumeist kurdischen – Bevölkerung droht, kam es jetzt europaweit zu Demonstrationen von Kurden.
So drangen die Gegner der Terrororganisation IS kurzfristig sogar in das Europäische Parlament in Brüssel sowie in den Regierungssitz der Niederlande in Den Haag ein. Auch die Sendezentrale des deutschen Radiosenders »Deutsche Welle« in Bonn blieb nicht verschont.
Die kurdischen Aktivisten wollen mit diesen Demonstrationen zu mehr westlichem Engagement gegen den IS aufrufen. Die Szenen erinnerten teilweise an die europaweiten Kurdenproteste Ende der 1990er Jahre, anlässlich der Inhaftierung des damaligen Anführers der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan.
Alles andere als friedlich blieben die »Proteste« ebenso in der Stadt Celle, in Hamburg und anderen deutschen Städten, als gewaltbereite Kurden auf ebenso gewaltbereite Anhänger der IS, Salafisten, Islamisten und andere radikalislamische Kräfte trafen.
So bekam die Polizei in der niedersächsischen Stadt Celle eine brutale Massenschlägerei zwischen rund vierhundert kurdischen Jesiden und einhundert islamistischen Tschetschenen nur mit einem Großaufgebot und hinzugezogenen Einheiten aus dem Umland unter Kontrolle und konnte schlimmeres Verhindern.
Die Polizei wurde von dem wütenden Mob mit Steinen, Flaschen und Dachlatten beworfen. Bilanz: Sechs Verletzte, davon einer schwer. Laut einem auf Facebookhochgeladenen Video einer Augenzeugin handelte es sich bei den Randalieren zumeist um zugewanderte männliche Personen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren.
Der Oberbürgermeister der Stadt Celle, Dirk-Ulrich Mende (SPD), hat zu den Vorfällen folgendes mitgeteilt:
»Die gewalttätigen Auseinandersetzungen vom vergangenen Montag zwischen Eziden und Moslems zeigen, dass die Spannungen aus den geografisch weit entfernten Krisengebieten auch in Celle angekommen sind.
Wir alle haben erlebt und gesehen, dass die grausamen Gewalttaten bei unseren hier lebenden Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Das gilt für alle betroffenen Seiten. Sowohl unsere ezidischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die erleben, wie ihre Glaubensbrüder und –schwestern getötet, misshandelt und vergewaltigt werden, als auch für die friedliebenden Mitbürgerinnen und Mitbürger moslemischen Glaubens, die unter den falschen Generalverdacht gestellt werden, gemeinsame Sache mit den Terroristen des Islamischen Staats zu machen.
Den Weg in eine gewalttätige Auseinandersetzung können und dürfen wir bei uns in Celle nicht gehen. Ich will diesen Weg hier nicht zulassen und bin mir einig mit der Polizei, dies hier mit allen Kräften zu verhindern. Dem besonnenen Einsatz der Polizei am vergangenen Montag gilt deshalb mein ausdrücklicher Dank. Und ich appelliere eindringlich an die seit vielen Jahren in Celle lebenden Mitbürger ezidischen und muslimischen Glaubens, sich unseren Werten entsprechend friedvoll zu verhalten.
ch hoffe, dass insbesondere die älteren unter ihnen beruhigend auf die Heißsporne einwirken können. Daher begrüße ich ausdrücklich, dass sich Wortführer beider Seiten bereits zu schlichtenden Gesprächen getroffen haben. Mit offener Gewalt auf der Straße ist keiner Seite gedient, so nachvollziehbar das auch sein mag.
In unserem Staat gelten Wertvorstellungen von Freiheit, Gleichheit, Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit. Das sind die Werte, weshalb viele Menschen nach Deutschland gekommen sind. Für diese Werte müssen wir alle gemeinsam tatkräftig eintreten.«
Auch in Hamburg ereignete sich eine brutale Straßenschlacht zwischen rund vierhundert Kurden und ebenso vielen IS-Anhängern (Salafisten, Islamisten und andere radikalislamische Kräfte) vor einer Moschee im Stadtteil St. Georg. Auch dort konnte die Polizei die mit Macheten, Metallstangen und Messern bewaffneten – verfeindeten ausländischen Gruppen – nur mit einem Großaufgebot und dem Einsatz von Wasserwerfern in den Griff bekommen. Auch hier wurde die Polizei mit Steinen beworfen und mit Dachlatten attackiert.
Unterdessen hat das Weiße Haus in Washington die syrisch-türkische Grenzstadt Kobane laut Medienberichten bereits aufgegeben. Das befürchtete »Abschlachten« der zumeist kurdischen Bevölkerung der syrischen Kleinstadt durch die grausamen Truppen des IS könnte entsprechend alsbald beginnen.
Die »Proteste« in Deutschland und Europa werden dann rasant an Schärfe zunehmen!
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Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei. (Max Frisch )