Deutsche Wirtschaftsnachrichten – Quo vadis?

In eigener Sache:

Sehr gerne habe ich von den DWN etwas in meiner Netz-Seite eingestellt, weil ich der Meinung war, die sind unabhängig, gegen die Lügenpresse ausgerichtet und wahrheitsgetreu. Diese Internet-Plattform wurde ja nun verkauft an den schwedischen Medienkonzern Bonnier Business Press AB (Mehrheitseigentümer mit 51 %); und zu diesem Zeitpunkt äußerten sich schon einige Kommentatoren und meldeten Zweifel darüber an, ob das denn auch so bliebe mit der Unabhängigkeit. Seitdem war ich vorsichtiger und übernahm nicht mehr sehr viel Material von den DWN. Gestern habe ich einen Artikel gelesen und auch bei mir eingestellt, allerdings mit einem Kommentar, dessen Überschrift lautete:

Russland: USA und EU haben in der Ukraine alle Grenzen überschritten

Darin befand sich die Passage:

 “Russland hatte im März vergangenen Jahres die Halbinsel Krim nach einer international nicht anerkannten Volksabstimmung annektiert. Der Westen begründet seine Sanktionen auch mit diesem Schritt.” 

Hier nachzulesen:

Russland: USA und EU haben in der Ukraine alle Grenzen überschritten

Mein Kommentar dazu lautete in zwei Sätzen:

„Jetzt spricht DWN von Annexion? Und was heißt international nicht anerkannt??“

Dieser Kommentar dazu wurde gelöscht.

Heute habe ich dazu folgenden Nachtrag gestartet:

„Da mein Kommentar offenbar gelöscht wurde, hier noch einmal ein Verweis des Vortrages von Prof. Schachtschneider, Völkerrechtler, über die angebliche Annexion der Krim durch Rußland:

https://vielspassimsystem.wordpress.com/2015/04/17/putin-hat-die-krim-nicht-annektiert-prof-dr-iur-karl-albrecht-schachtschneider/“

Nachdem ich das geschrieben hatte, wurde dann zugelassen:

„17. April 2015 um 16:08 rositha13 sagt:
Hier ein Verweis des Vortrages von Prof. Schachtschneider, Völkerrechtler, über die angebliche Annexion der Krim durch Rußland:

https://vielspassimsystem.wordpress.com/2015/04/17/putin-hat-die-krim-nicht-annektiert-prof-dr-iur-karl-albrecht-schachtschneider/“

Also hat man den Satz:  „Da mein Kommentar offenbar gelöscht wurde“  weggelassen. Das nenne ich mal Zensur.

DWN sind jetzt Konzern-Medium

Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sind jetzt mehrheitlich vom international agierenden schwedischen Medienkonzern Bonnier gekauft worden. DWN-Gründer Maier ist zufrieden.

Für viele vom Mainstream enttäuschte Leser sind die Deutschen Wirtschafts Nachrichten (DWN)[1] ein fester Anlaufpunkt im Internet. Auch GEOLITICO hat immer wieder auf DWN verwiesen bzw. Beiträge der Seite zitiert, die der österreichische Journalist und Unternehmen Michael Maier aufbaute. Jetzt hat Meyer den Mehrheit an den DWN an den schwedischen Medienkonzern Bonnier Business Press AB verkauft.

Bonnier ist ein international agierender Konzern, der mit den Verlagen Carlsen, Ullstein und Piper bereits weite Teile des deutschen Buchmarktes beherrscht, dem große schwedische Zeitungen gehören, Fernsehsender und Filmproduktionsgesellschaften. „Insgesamt sind dem Konzern 175 Unternehmen in 17 Ländern zugehörig“, schreibt Wikipedia mit Stand vom 31.12.2010.

„Wir teilen die selben Werte“

Bisheriger Eigentümer der DWN war die Blogform Social Media GmbH[2]. „Wir sind sehr stolz, dass Bonnier der neue Eigentümer der Deutschen Wirtschafts Nachrichten ist“, sagte Gründer und Herausgeber Michael Maier der Seit „newsroom.de“.[3] „Wir teilen die selben Werte, wenn es um Qualitätsjournalismus geht und wir sind überzeugt, dass die digitale Welt ein ideales Umfeld für moderne Wirtschaftsnachrichten bietet. Der große Erfolg von Bonnier in vielen europäischen Staaten wird uns helfen, unsere Position als führendes Wirtschaftsmedium in Deutschland auszubauen.“

Bonnier äußerte sich so: „Mit dieser Akquisition gewinnen wir ein großartiges Unternehmen mit einem hervorragendem Team, welches die Basis für unsere weitere Expansion im Segment der Wirtschaftsnachrichten in Deutschland bilden wird“, sagt Anders Eriksson, CEO von Bonnier Business Press. „Bonnier ist überzeugt, dass es im deutschen Markt viele Möglichkeiten gibt. Mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten haben wir den idealen Partner gefunden, um unsere Expansion in Deutschland voranzutreiben.“

Die Gründer der Deutschen Wirtschafts Nachrichten bleiben laut einer Aussendung als Minderheitsgesellschafter an Bord: Christoph Hermann wird Geschäftsführer des Unternehmens, Michael Maier bleibt Herausgeber.

Die 2012 gegründeten DWN erreichen eigenen Angaben zufolge monatlich zwei Millionen Unique User. Der Umsatz liegt laut Maier im einstelligen Millionenbereich.

Anmerkungen

[1] DWN: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

[2] Blogform Group: http://www.blogformgroup.com/

[3] Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Schwedischer Medienkonzern übernimmt Mehrheit, newsroom.de: http://www.newsroom.de/news/detail/$IWDPKULTGMKO/deutsche_wirtschafts_nachrichten_schwedischer_medienkonzern_bernimmt_mehrheit

Home