Am Rand von Krieg und Wirtschaftskollaps

Dr. Paul Craig Roberts

Leser fragen mich gelegentlich, was ich ihnen an guten Nachrichten bieten kann. Meine Antwort lautet dann: keine, außer ich belüge Sie genauso, wie es »Ihre« Regierung und die Mainstreammedien tun. Wenn Sie falsche »positive Nachrichten« wollen, sollten Sie sich in die Matrix zurückziehen. Das bedeutet weniger Stress und weniger Sorgen, dafür wird man blindlings in finanziellen Ruin und ein atomares Armageddon geführt.

Die Neokonservativen haben uns Granada und die Contra-Affäre in Nicaragua gebracht. Präsident Reagan feuerte die kleine Bande Kriegshetzer, die unter einer Decke mit dem militärisch-industriellen Komplex und Israel steckten. Sie wurden vor Gericht gebracht, aber von Reagans Nachfolger George H.W. Bush begnadigt.

Während der Regierung Clinton tauchten die Neokonservativen wieder auf. Sie hatten es sich in Denkfabriken gemütlich gemacht, wo sie dank des Geldes aus Israel und des militärisch-industriellen Komplexes geschützt waren. Von dort aus arrangierten sie die Zerschlagung Jugoslawiens, den Krieg gegen Serbien und das Vorrücken der NATO bis an die russische Grenze.

Die Neokonservativen hatten während der Amtszeit von George W. Bush das Sagen. Sie kontrollierten das Pentagon, den Nationalen Sicherheitsrat, das Büro des Vizepräsidenten und vieles mehr. Die Neokonservativen brachten uns 9/11 und die begleitenden Vertuschungsmaßnahmen, Invasionen in Afghanistan und im Irak, die beginnende Destabilisierung von Pakistan und Jemen, das United States Africa Command (Anm. d. Red.: 2007 gegründet, das neueste Regionalkommando der US-Streitkräfte), den Einmarsch Georgiens in Südossetien, den Niedergang der ABM-Verträge, die verfassungswidrige und illegale Bespitzelung amerikanischer Bürger ohne richterliche Anordnung, den Verlust des Schutzes durch die Verfassung, Folter sowie eine Exekutive, die gegenüber Gesetz, Kongress und Judikative nicht mehr Rechenschaft ablegen muss. Kurzum: Die Neokonservativen legten das Fundament für eine Diktatur und den dritten Weltkrieg.

Das Obama-Regime zog niemanden für die Verbrechen des Bush-Regimes zur Verantwortung. Dadurch schuf sie einen Präzedenzfall und stellte die Exekutive über das Gesetz. Anstatt die Schuldigen zu bestrafen, ging das Obama-Regime gegen Whistleblower vor, die Verbrechen der Regierung ans Tageslicht brachten.

Noch immer verfügen Neokonservative über sehr viel Einfluss im Obama-Regime. So ernannte Obama die Neokonservative Susan Rice zu seiner Beraterin für Nationale Sicherheit. Obama ernannte die Neokonservative Samantha Power zur Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Obama ernannte die Neokonservative Victoria Nuland zur Staatssekretärin im Außenministerium. Nulands Büro organisierte gemeinsam mit der CIA und von Washington finanzierten Nichtregierungsorganisationen den amerikanischen Staatsstreich in der Ukraine.

Neokonservatismus ist die einzige verbliebene politische Ideologie. »Amerika über alles«, das ist ihre Ideologie. Die Neokonservativen glauben, dass die USA von der Geschichte zur Weltherrschaft auserwählt wurden. Entsprechend steht den USA eine Sonderrolle zu, entsprechend »unerlässlich« sind sie. Obama selbst hat das erklärt. Aus dieser Ideologie ziehen die Neokonservativen immense Zuversicht und immensen Antrieb, ähnlich wie Karl Marx mit seiner Schlussfolgerung, dass die Geschichte die Arbeiterschaft zur herrschenden Klasse bestimmt hat, den frühen Kommunisten viel Zuversicht und Motivation verlieh.

Diese Zuversicht und dieser Antrieb machen die Neokonservativen unbesonnen

Um ihre Ziele voranzutreiben, überziehen die Neokonservativen die Einwohner der USA und der Vasallenstaaten Washingtons mit Propaganda. Die Medienprostituierten füttern die nichtsahnende Öffentlichkeit mit den Lügen der Neokonservativen: »Russland ist in der Ukraine eingefallen und hat dort Provinzen annektiert!«, »Putin will das Sowjetreich wieder errichten!«, »Russland ist ein Gaunerstaat ohne Demokratie!«, »Russland ist eine Bedrohung für die baltischen Staaten, Polen und überhaupt ganz Europa. Deshalb müssen USA und NATO ihre militärischen Möglichkeiten entlang der russischen Grenze stärken!«, »China, ein Verbündeter Russlands, muss militärisch in die Schranken gewiesen werden. Es sind neue Marine- und Luftwaffenstützpunkte Amerikas notwendig, und zwar rund um China und entlang der chinesischen Seeverbindungen!«.

Die Neokonservativen und Präsident Obama haben ganz deutlich gemacht: Die USA werden es nicht hinnehmen, dass Russland und China als souveräne Staaten auftreten, die wirtschaftlich und außenpolitisch Ziele verfolgen, die nicht im Interesse Washingtons sind. Russland und China werden einzig als Vasallenstaaten geduldet, ganz genauso wie Großbritannien, der Rest Europas, Japan, Kanada und Australien. Die neokonservative Formel ist ganz klar ein Rezept für den finalen Krieg.

Eine Handvoll böser Männer und Frauen, die es sich an den Hebeln der Macht in Washington bequem gemacht haben, gefährden die gesamte Menschheit.

Die Propagandamaschinerie gegen Russland läuft derweil auf Hochtouren. Putin sei der »neue Hitler«, heißt es. Daniel Zubov berichtet von einer Konferenz, die von drei amerikanischen Denkfabriken organisiert wurde, dass man dort Russland für das Scheitern der amerikanischen Außenpolitik verantwortlich macht. Hier können Sie nachlesen, welche Schritte die Neokonservativen auf der Suche nach Erklärungen und im Streben um Meinungshoheit ergreifen. Selbst Henry Kissinger wird angegangen, nur weil er die offensichtliche Wahrheit verkündet hat: Russlands Interesse an der Ukraine ist berechtigt, schließlich war das Land lange Teil Russlands und liegt in Russlands rechtmäßiger Einflusssphäre.

Seit der Amtszeit von Bill Clinton agiert Washington gegen die russischen Interessen. In seinem demnächst erscheinenden Buch The Globalization of War: America’s Long War against Humanitygibt Professor Michel Chossudovsky eine realistische Einschätzung dazu ab, wie dicht Washington die Welt an einen Untergang durch Atomkrieg geführt hat. Hier ein Ausschnitt aus dem Vorwort:

Die »Globalisierung des Kriegs« ist ein hegemonistisches Projekt. Gleichzeitig finden im Nahen Osten, in Osteuropa, in Schwarzafrika, in Zentralasien und in Fernost größere militärische und nachrichtendienstliche Aktionen statt. Die militärische Agenda der USA umfasst sowohl größere Militäraktionen als auch verdeckte Operationen, die souveräne Staaten destabilisieren sollen.

Mit Blick auf die globale militärische Agenda wird das Vorgehen des westlichen Militärbündnisses (USA, NATO, Israel) in Afghanistan, Pakistan, Palästina, der Ukraine, Syrien und dem Irak von allerhöchster militärischer Stelle koordiniert. Wir sprechen hier nicht von eigenständigen militärischen und nachrichtendienstlichen Operationen: Die Angriffe israelischer Truppen auf den Gazastreifen im Juli und August 2014 erfolgten in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten und der NATO. Und genauso wurden Art und Zeitpunkt des Vorgehens in der Ukraine mit dem Beginn der Angriffe im Gazastreifen koordiniert.

Militärische Aktionen wiederum werden eng mit den Prozessen eines Wirtschaftskriegs abgestimmt. Bei letzterem geht es nicht nur darum, souveräne Staaten mit Sanktionen zu belegen, sondern auch darum, Finanz- und Währungsmärkte vorsätzlich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ziel ist es, die Volkswirtschaft des Gegners zu schwächen.

Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten haben ein militärisches Abenteuer ins Leben gerufen, das die Zukunft der Menschheit gefährdet. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buchs stehen amerikanische und NATO-Truppen in Osteuropa. Im Rahmen eines humanitären Mandats interveniert das US-Militär in Schwarzafrika. Und gemäß der von Präsident Obama verkündeten »Hinwendung zu Asien« bedrohen die USA und ihre Verbündeten China.

Vor der Haustür Russlands finden Militärmanöver statt, die die Lage eskalieren lassen könnten.

Im September 2014 begannen die USA mit Luftangriffen im Irak und in Syrien, die vorgeblich dazu dienen, den »Islamischen Staat« auszuschalten. Sie sind jedoch vielmehr Teil eines Szenarios, im Rahmen dessen von Nordafrika über das östliche Mittelmeer bis hin nach Zentral- und Südasien die militärische Lage eskaliert werden soll. Das westliche Militärbündnis befindet sich in einem fortgeschrittenen Zustand der Gefechtsbereitschaft.

Und dasselbe gilt für Russland.

Die Amerikaner sind ein sorgloses Volk, das habe ich schon öfter gesagt. Sie sind schlichtweg ahnungslos. Nehmen wir an, dass sie Ahnung hätten, dass das gesamte Volk sich der Gefahren bewusst wäre. Ließe sich dann etwas tun oder stehen die sorglosen Amerikaner zu stark unter der Fuchtel des von Washington erschaffenen Polizeistaats?

Ich denke, man sollte nicht allzu große Hoffnungen auf das amerikanische Volk setzen. Die Amerikaner können echte nicht von falscher Führung unterscheiden und die herrschenden Eliten werden es ohnehin nicht zulassen, dass echte Führer nach oben kommen. Darüber hinaus gibt es auch gar keine organisierte Gegenbewegung gegen die Neokonservativen.

Hoffnung kann nur von außerhalb des politischen Systems kommen, und diese Hoffnung besteht darin, dass den politischen Entscheidern das Kartenhaus der Marktmanipulationen um die Ohren fliegt, das sie zum Wohle des »einen Prozents« errichtet haben. David Stockman hält das für sehr wahrscheinlich. Er warnt vor derselben Art von Zusammenbruch wie ich. Die Zahl der »Schwarzen Schwäne«, der ungewöhnlichen Ereignisse also, die einen Zusammenbruch auslösen können, ist sogar noch größer als die, die Stockman so richtig ausmacht. Einige Finanzunternehmen sind besorgt, was die fehlende Liquidität bei den Festverzinslichen auf dem Derivate-Markt angeht. Barbara Novick vom Vermögensverwalter Blackrock wirbt sehr vehement für einen Rettungsfallschirm für Derivate.

Viele werden fragen: Wenn der Wohlstand des »einen Prozents« so anfällig für Wirtschaftskrisen ist, wird es dann Krieg zum Schutz dieses Wohlstands geben und wird der Krieg auch dazu dienen, Russen und Chinesen für die Not und das Elend verantwortlich zu machen, die dem amerikanischen Volk bevorstehen? Ich sage: Bei der Art Zusammenbruch, die ich, David Stockman und gewiss noch andere erwarten, wird die Regierung vor derart großer gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ungewissheit stehen, dass sie nicht mehr imstande sein wird, einen größeren Krieg zu organisieren.

Die politische Impotenz des amerikanischen Volks und das Vasallenschicksal der westlichen Welt schränken Washington nicht in seinem Handeln ein. Ein Kollaps der Wirtschaft dagegen wird Revolutionen mit sich bringen und ein Ende der bestehenden Ordnung. Der Zusammenbruch wird Menschen das Überleben sehr schwer machen, aber die Überlebensaussichten sind größer als bei einem Atomkrieg.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/dr-paul-craig-roberts/am-rand-von-krieg-und-wirtschaftskollaps.html

 

USA: Nach CIA-Folterbericht folgt Wegducken

Eine Nation, die mit zweierlei Maß messen darf

Hört Ihr eigentlich auch das ohrenbetäubende Schweigen dort draußen bei unseren renomierten Medien? Gibt es derzeit etwas, was uns alle bewegen sollte und so schlimm ist, dass es in allen Medien sein muss? Und kann es sogar sein, dass das Unterschlagen und die Unterdrückung von extremen Menschenrechtsverletzungen in irgendeiner Form völkerrechtlich relevant sind?

Wo sind die Meldungen und Recherchearbeiten über den Folterbericht der Vereinigten Staaten von Amerika? Wo sind die Journalisten, deren Pflicht es ist, dieses Thema für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten, nachzufragen und vielleicht auch mal zu schauen, wer in der deutschen Regierung davon gewußt und dies geduldet hat?

Hört Euch an, wie Sprecher aus verschiedenen Bereichen der Bundesregierung in der Bundespressekonferenz zu diesem Thema argumentieren. Es ist beschämend. Und schaut Euch an, wie viele Journalisten zur Pressekonferenz erschienen sind! Der Saal ist fast leer. Wieder werden die öffentlichen-rechtlichen Fernsehsender dabei ertappt, zu relativieren und zu verharmlosen. Um dieses Verhalten, der von uns finanzierten Sendeanstalten, ans Tageslicht zu bringen, brauchen wir Blogs oder RTDeutsch.

Wochenlang müsste das Thema in den Gazetten sein, rauf und runter, bis wir verstanden haben, wozu unsere „Freunde“ fähig sind. Die vermeintliche Vorteilsnahme von dem ehemaligen Bundespräsidenten Wulff war immer wieder auf den Titelseiten, Woche für Woche. Der Folterbericht? Uninteressant. Daran können wir sehen, was die heutige Presselandschaft als wichtig erachtet und was nicht. Oder anders ausgedrückt, was der deutsche Bürger wissen darf und soll.

Die Vereinigten Staaten von Amerika waren es, die sich 1945 als die moralisches Instanz sahen und das deutsche Volk kollektiv zur Verantwortung zogen. Nur Deutsche begangen Kriegsverbrechen, keine andere Nation und die Amerikaner schon gar nicht. Dabei war ihnen schon damals Folter und messen mit zweierlei Maß nicht fremd. Das Recht, mit denen sie andere bestraften, galt für sie selbst nie.

In der Zeit Online wurde bereits 2013 von den Folterungen der Vereinigten Staaten berichtet, wieso tut man so, als wären das neue Erkenntnisse?

Darin heißt es:

In dessen 577 Seiten langen Bericht gehen die Autoren ausführlich auf die Befragungstaktik der US-Behörden gegenüber Terrorverdächtigen ein. Dabei seien Methoden angewendet worden, welche die USA vor dem 11. September 2001 in anderen Staaten als Folter bemängelt hätten. Unter Verletzung des US- und des Völkerrechts hätten Geheimdienstbeamte und Soldaten Gefangene in Afghanistan, im Irak, im US-Gefangenenlager Guantánamo und andernorts “grausam, inhuman und erniedrigend” behandelt.

und weiter:

Die Folter war dem Bericht zufolge nie ausdrücklich erlaubt, war aber das Ergebnis von “Entscheidungen der höchsten zivilen und militärischen Anführer” der USA. Dazu zähle die Entscheidung, dass die Genfer Konventionen nicht für Al-Kaida- und Taliban-Aktivisten gelten sollten und dass der Geheimdienst CIA gegenüber Gefangenen “brutale” Methoden anwenden dürfe.

Die Entscheidung, dass die Genfer Konventionen nicht für Al-Kaida- und Taliban-Aktivisten gelten sollten, kennen wir ebenso aus unserer Geschichte. Auch den deutschen Kriegsgefangenen standen die Amerikaner nicht den Status als Kriegsgefangene (Prisoner of war, POW) zu, denn so hätten sie die Genfer Konventionen einhalten und die Gefangenen anständig behandeln müssen. Das wollten die Amerikaner aber nicht, und so wurden aus den deutschen KriegsgefangenenDisarmed Enemy Forces“. Für diese Menschen galten keine Genfer Konventionen mehr. Und daher konnten die Vereinigten Staaten mit den deutschen Soldaten in den Rheinwiesenlagern machen, was sie wollten. Und das taten sie auch. Dem interessierten Leser sei das Buch von James Bacque „Der geplante Tod“ empfohlen.

Wie viele Jahre will die sogenannte westliche Wertegemeinschaft diesem Treiben noch zuschauen? Und ist es das, was wir unter westlicher Wertegemeinschaft verstehen sollen? Folter, die die Amerikaner und deren westlichen Freunde betreiben, ist per se gut, weil sie von moralischen Ambitionen geleitet werden und Folter, die die Staaten betreiben, die gerade nicht in der Gunst der Amerikaner stehen, ist böse?

Es kann niemals gute Folter geben. Auch keine Folter von den vermeintlich Guten. Gut und Folter schließt sich gegenseitig aus. Folter ist abgrundtief böse und lässt uns einen Blick erhaschen auf das Innerste der Elite der Vereinigten Staaten. Es gibt auch kein Recht, das je nach Nation anders ausgelegt werden kann. Völkerrecht muss für alle Länder und Nationen dieser Welt gelten und zur Anwendung kommen. Ein auserwähltes Land, für das besondere Rechte gelten, darf es nicht geben, wollen wir eine gerechtere Welt.

Gerade wir Deutschen sollten ein genaues Auge auf diese Geschehnisse werfen, denn unsere Großeltern und Eltern waren die Gefangenen der Rheinwiesenlager. Darüber wurde Stillschweigen bewahrt. Keiner hat drüber geredet und schon gar nicht die Regierung Deutschlands. Wir können das Schweigen nicht rückgängig machen, aber wir können jetzt anfangen zu reden.

Scheinbar soll hier wieder mal der Dreck schnell unter den Teppich gekehrt werden, damit man ihn vergißt. Der Teppich ist inzwischen zu einem so großen Hügel angewachsen, das niemand mehr drüber gehen kann. Ist es nicht an der Zeit, die Schuldigen, die damals wie heute die gleichen sind, endlich ihrer gerechten Strafe zuzuführen? Ist es zum Andenken der Menschen, die die unmenschliche Behandlung im Nachkriegsdeutschland nicht überlebt haben, nicht geboten, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen?

Und ist es für alle Menschen, die derzeit noch in den Lagern der Amerikaner sitzen, nicht von dringendster Wichtigkeit, dass die Menschen dieser Welt sich ihrer Menschlichkeit und ihres Mitgefühls, ihres Rechtsempfindens und auch ihrer Stärke erinnern und dafür Sorge tragen, dass dieses Verhalten der Vereinigten Staaten von Amerika beendet und geahndet wird?

Ihre

Claudia Petersen

USA: Nach CIA-Folterbericht folgt Wegducken

Am Rande von Krieg und wirtschaftlichem Kollaps

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Gelegentlich wird ein Leser fragen, ob ich den Lesern einmal eine gute Nachricht unterbreiten könnte. Die Antwort ist: Nicht, wenn ich Sie nicht ebenso anlügen soll, wie es „ihre“ Regierung und die Mainstream-Medien tun. Wenn Sie gute falsche Nachrichten lesen möchten, dann müssen Sie sich in die bekannte Matrix zurückziehen. Als Gegenleistung für weniger Stress und Sorgen werden Sie unwissend dem finanziellen Ruin und der nuklearen Katastrophe überlassen. 

Wenn Sie vorgewarnt sein wollen und möglicherweise vorbereitet auf das, was Ihre Regierung Ihnen bringen wird, und auch eine kleine Chance haben wollen, den Gang der Ereignisse umzuleiten, dann lesen Sie und unterstützen Sie diese Internetseite (http://www.paulcraigroberts.org = Paul Craig Roberts Homepage in englisch). Das ist Ihre Internetseite. Mir sind all diese Dinge bereits bekannt. Ich schreibe für Sie.

Die Neokonservativen, eine kleine Gruppe von Kriegstreibern, die mit dem militärisch-industriellen Komplex und Israel strikt verbandelt sind, bescherten uns Grenada und die Contra-Affäre in Nicaragua. Präsident Reagen warf sie hinaus und sie wurden verurteilt, aber von seinem Nachfolger George H.W. Busch begnadigt.

Verborgen in Think Tanks und durch Gelder der Israelis und des Militär/Sicherheits-Komplexes geschützt, tauchten die Neokonservativen in der Clinton-Administration erneut auf, arrangierten die Zerstörung Jugoslawiens, den Krieg gegen Serbien und die Expansion der NATO bis an die russischen Grenzen.

Die Neokonservativen dominierten das Geoge W. Bush-Regime. Sie kontrollierten das Pentagon, den Nationalen Sicherheitsrat, das Büro des Vizepräsidenten und vieles mehr. Die Neokonservativen bescherten uns den 9/11 und seine Vertuschung, die Invasion Afghanistans und des Irak, den Beginn der Destabilisierung von Pakistan und des Yemen, das US-Africa-Command, die Invasion Süd-Ossetiens durch Georgien, den Untergang des ABM-Vertrags, das verfassungswidrige und illegale Ausspionieren amerikanischer Bürger ohne Befugnisse, den Verlust an verfassungsmäßigen Rechten, die Folter und die Unberechenbarkeit der Exekutive gegenüber dem Recht, dem Kongress und der Richterschaft.

In Kurzform: Neokonservative legten die Basis für eine Diktatur und für den dritten Weltkrieg.

Das Obama-Regime machte niemanden verantwortlich für die Verbrechen des Bush-Regimes und schuf so den Präzedenzfall, dass die Exekutive über dem Gesetz steht. Stattdessen verurteilte das Obama-Regime Whisteblower, die die Wahrheit über Regierungsverbrechen offen legten.

Die Neokonservativen sind nach wie vor sehr einflussreich im Obama-Regime. Zum Beispiel: Obama ernannte die neokonservative Susan Rice zu seiner Nationalen Sicherheitsberaterin. Obama ernannte die neokonservative Samantha Power zur US-Botschafterin der Vereinten Nationen. Obama ernannte die neokonservative Victoria Nuland zur stellvertretenden Staatssekretärin. Nulands Büro arbeitet mit der CIA zusammen sowie mit von Washington finanzierten Nichtregierungsorganisationen und organisierte den US-Staatsstreich in der Ukraine.

Neokonservatismus ist die einzige politische Ideologie, die zählt. Diese Ideologie heißt „Amerika über alles“. Die Neokonservativen glauben, dass die Geschichte die USA ausgewählt hat, Hegemonie über die ganze Welt herzustellen, und darum die USA „exzeptionell“ und „unentbehrlich“ macht. Obama seinerseits hat sich auf die gleiche Art und Weise geäußert. Diese Ideologie gibt den Neokonservativen eine enorme Selbstsicherheit und einen enormen Schwung (…).

Diese Selbstsicherheit und dieser Antrieb macht die Konservativen rücksichtslos.

Um ihre Agenda weiter voranzutreiben, überziehen die Neokonservativen die Völker der Vereinigten Staaten ebenso wie die Vasallen-Staaten Washingtons mit Propaganda. Die Prostituierten der Presse überziehen die ahnungslose Öffentlichkeit mit den Lügen der Neokonservativen: Russland ist in die Ukraine einmarschiert und hat ukrainische Provinzen annektiert; Putin will das sowjetische Empire rekonstituieren; Russland ist ein Gangsterstaat ohne Demokratie; Russland ist eine Gefahr für die Baltischen Staaten und ganz Europa, das einer US- beziehungsweise NATO-Militäraufrüstung an den russischen Grenzen bedarf; China, ein russischer Alliierter muss mit neuen US-Marine- und Luftwaffen-Basen, die China umgeben, militärisch eingedämmt werden. Auch müssen die chinesischen Seewege kontrolliert werden.

Die Neokonservativen und Präsident Obama haben absolut klargemacht, dass die USA Russland und China als souveräne Staaten mit einer von den Interessen Washingtons unabhängigen Wirtschafts- und Außenpolitik nicht akzeptieren wird. Russland und China sind nur als Vasallenstaaten akzeptabel, ebenso wie das Vereinigte Königreich, Europa, Japan, Kanada und Australien.

Um es deutlich zu sagen, das neokonservative Schema ist ein Schema für den finalen Krieg.

Die gesamte Menschheit ist in Gefahr durch eine Handvoll bösartiger Männer und Frauen, die sich in Washingtoner Machtpositionen eingenistet haben.

Die anti-Russland Propaganda hat einen Gang höher geschaltet. Putin ist der „neue Hitler“, berichtet Daniel Zubov von einer gemeinsamen Konferenz, die von drei US Think Tanks abgehalten wurde. Die Konferenz machte Russland für das Versagen der Washingtoner Außenpolitik verantwortlich. Lesen Sie diesen Artikel unter:http://sputniknews.com/columnists/20141205/1015538604.html (in englischer Sprache), um zu sehen, wie Neokonservative die Erklärungen kontrollieren. Sogar Henry Kissinger ist Angriffen ausgesetzt, als er die offensichtliche Wahrheit offenbarte, dass Russland legitime Interessen in der Ukraine hat, ein Land, das lange Teil Russlands war und in der legitimen Einflusszone Russlands gelegen ist.

Seit dem Clinton-Regime hat Washinton gegen die russischen Interessen gehandelt. In seinem in Kürze erscheinenden Buch „Die Globalisierung des Krieges: Amerikas langer Krieg gegen die Menschheit“, präsentiert Professor Michael Chossudovsky eine realistische Einschätzung darüber, wie nahe Washington die Welt an ihren nuklearen Untergang gebracht hat. Diese Passage stammt aus der Vorbemerkung:

„Die ‚Globalisierung des Krieges‘ ist ein hegemoniales Projekt. Größere Militär- und verdeckte Geheimdienst-Operationen werden zur gleichen Zeit durchgeführt im mittleren Osten, in Osteuropa in sub-Sahara Afrika, in Zentralasien und in Fern-Ost. Die US-Militär-Agenda kombiniert beides,  größere Kriegsoperationen ebenso wie verdeckte Aktionen, mit dem Ziel der Destabilisierung souveräner Staaten.

Unter einer globalen Militär-Agenda werden die Aktionen der westlichen Militärallianz (US-NATO-Israel) in Afghanistan, Pakistan, Palästina, Ukraine, Syrien und Irak auf den höchsten Ebenen der Militärhierarchie koordiniert. Wir haben es nicht mit kleineren oder stückhaften Militär- und Geheimdienst-Operationen zu tun. Der Angriff auf den Gazastreifen im Juli und August 2014 durch das israelische Militär wurde auf der Grundlage enger Konsultationen mit den Vereinigten Staaten und der NATO durchgeführt. Die Aktionen in der Ukraine und ihre zeitliche Abfolge decken sich mit dem Ablauf des Gaza-Agriffs. Militärische Vorhaben werden eng koordiniert mit einem Prozess des Wirtschaftskrieges, der nicht nur darin besteht, Sanktionen gegen souveräne Staaten auszuüben, sondern auch in dezidierten Akten der Destabilisierung von Finanz- und Währungsmärkten im Hinblick auf die Unterminimierung der feindlichen nationalen Ökonomien.

Die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten haben ein militärisches Abenteuer losgetreten, das die Zukunft der Menschheit gefährdet. Während das Buch in Druck geht, sind US- und Nato Einheiten in Osteuropa stationiert worden. Die US-Militärintervention unter einem humanitären Mandat schreitet in sub-Sahara Afrika voran. Die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten bedrohen China unter Obamas „Dreh und Angelpunkt Asien“. Auf diese Weise werden Militärmanöver an der Türschwelle Russlands durchgeführt, die zu einer Eskalation führen könnten. Die im September 2014 initiierten US-Luftangriffe gegen den Irak und Syrien unter dem Vorwand der Bekämpfung des Islamischen Staates sind Teil einer militärischen Eskalation, die von Nord-Afrika und dem östlich-mediterranen Raum bis nach Zentral- und Süd-Asien führen. Die westliche Militärallianz befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Einsatzbereitschaft. Das gilt auch für Russland.“

Wie ich schon oft bemerkt habe, sind die Amerikaner ein unbekümmertes Volk. Sie sind ganz einfach unaufmerksam. Könnte unter der Annahme, sie seien aufmerksam und die gesamte Bevölkerung verstehe die Gefahr, irgend etwas getan werden, oder haben sich die sorglosen Amerikaner unter die Kontrolle des von Washington geschaffenen Polizeistaates gestellt?

Ich glaube nicht, dass eine große Hoffnung vom amerikanischen Volk ausgeht. Die Amerikaner können eine echte nicht von einer falschen Führung unterscheiden, und die herrschenden privaten Eliten werden nicht gestatten, dass echte Führer aufsteigen. Darüber hinaus gibt es keine organisierte Bewegung in Opposition zu den Neokonservativen.

Die Hoffnung kommt von außerhalb des Systems. Die Hoffnung ist, dass das Kartenhaus und die von den Politikern aufgetakelten Märkte zum Vorteil des einen Prozent kollabieren. David Stockman sieht dieses Ergebnis als höchstwahrscheinlich an. Der Kollaps, der nach Stockman auf dem Weg ist, ist derselbe Kollaps, vor dem ich gewarnt habe. Außerdem ist die Anzahl Schwarzer Schwäne, die zum Kollaps führen können, sogar wesentlich zahlreicher, als diejenigen, die Stockman identifiziert. Einige Finanzorganisationen sorgen sich über die Liquidität in den fixed income (bonds) und Derivat-Märkten. Barbara Novac, stellvertretende Chefin von Black Rock, betreibt hartes Lobbying zugunsten eines Derivat-bailout-Mechanismus.

David Stockmans Artikel (>>> LINK zum Artikel in englischer Sprache) ist wichtig. Lesen Sie ihn, bis Sie ihn verstanden haben, und Sie werden mehr wissen, als die meisten anderen.

Viele werden fragen: Wenn der Reichtum des einen Prozent durch einen ökonomischen Kollaps gefährdet ist, werden sie Krieg initiieren, um diesen Reichtum zu schützen und die Russen oder die Chinesen für das Elend verantwortlich machen, das die amerikanische Bevölkerung verschlingen wird? Meine Antwort ist, dass die Art des Kollapses, den ich erwarte, und den David Stockman und ohne jeden Zweifel andere erwarten, die Regierung mit einem solchen Ausmaß an sozialer, politischer und ökonomischer Unsicherheit konfrontiert, dass die Organisierung eines größeren Krieges unmöglich wird.

Da die politische Impotenz der Amerikaner und das Vasallentums der westlichen Welt Washington keine Beschränkungen aufgelegt, bringt der ökonomische Kollaps Revolutionen und den Niedergang der bestehenden Ordnung mit sich.

So schwer der Kollaps den Menschen auch das Überleben machen würde, die Chancen für das Überleben sind dennoch größer als im Falle eines Nuklearkrieges.

Herzlichen Dank an Ullrich F.J. Mies, der freundlicherweise die Übersetzung zur Verfügung gestellt hat!

Die Made-in-USA-Finanzministerin der Ukraine

Robert Parry (antikrieg)

Die neue Finanzministerin der Ukraine Natalie Jaresko, eine ehemalige Beamtin des Außenministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika, der erst diese Woche die ukrainische Staatsbürgerschaft verliehen wurde, leitete ein von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika finanziertes Investitionsprojekt für die Ukraine, welches beträchtliche Insidergeschäfte inkludierte, darunter die $1 Million + Spesen für eine Managementfirma, die sie ebenfalls kontrollierte.

Jaresko diente als Präsidentin und Geschäftsführerin von Western NIS Enterprise Fund (WNISEF), der von der Behörde der Vereinigten Staaten von Amerika für Internationale Entwicklung (U.S. AID) mit $150 Millionen eingerichtet wurde, um geschäftliche Aktivitäten in der Ukraine zu fördern. Sie war auch Mitbegründerin und geschäftsführende Partnerin von Horizon Capital, welche die WNISEF-Investitionen zu einem Gebührensatz von 2-2,5 Prozent des eingesetzten Kapitals betreute, wobei die Gebühren in den letzten Jahren laut dem WNISEF-Jahresbericht $1 Million überstiegen haben.

Das Wachstum dieses Insiderhandels beim vom Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika finanzierten WNISEF wird weiter unterstrichen durch die Zahl der Abschnitte, die den „Transaktionen beteiliger Parteien“ gewidmet sind, das sind potenzielle Interessenskonflikte, zwischen einem frühen Jahresbericht aus dem Jahr 2003 und einem zehn Jahre später.

In dem Bericht 2003 wurden die „Transaktionen der verbundenen Parteien“ in zwei Absätzen aufgelistet, der größere Posten in der Höhe von $189.700 ging an eine in Schwierigkeiten steckende Computermanagementfirma, in die WNISEF investiert hatte.

Im Bericht 2012 umfasste der Bereich „Transaktionen der verbundenen Parteien“ etwa zwei Seiten und enthielt nicht nur die Managementkosten von Jareskos Horizon Capital ($1.037.603 im Jahr 2011 und $1.023.689 2012, sondern auch die WNISEF Mitinvestitionen in Projekte mit dem neuen Emerging Europe Groth Fund (EEGF), wo Jaresko Gründungsmitglied und Geschäftsführerin war. Jareskos Horizon Capital managte auch EEGF.

Von 2007 bis 2011 investierte WNISEF $4,25 Millionen mit EEGF in die Firma Kerameya LLC, einen ukrainischen Ziegelproduzenten, und WNISEF verkaufte an EEGF 15,63% von Moldawiens Fincombank für $5 Millionen, so der Bericht. Er führte auch intensiven Austausch von Personal und Ausstattung zwischen WNISEF und Horizon Capital an.

Obwohl es für den Außenstehenden schwer herauszufinden ist, wer bei diesen Insidergeschäften wieviel verdient hat, könnten sie ein schlechtes Licht auf Jareskos Rolle als neue ukrainische Finanzministerin werfen, geht man vom schlechten Ruf des Landes in Sachen Korruption und Vetternwirtschaft aus, einem Hauptargument für den von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützten „Regimewechsel,“ der im vergangenen Februar den gewählten Präsidenten Janukowitsch stürzte.

Sinkende Investitionen

Aufgrund der Daten aus dem WNISEF Jahresbericht 2012 hatte es auch den Anschein, als hätten die Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika rund ein Drittel ihrer Investitionen in WNISEF verloren, da die Bilanz des Fonds $98.074.030 im Vergleich zum ursprünglichen von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika eingezahlten Betrag von $150 Millionen aufwies.

Betrachtet man die zusammenbrechende urkainische Wirtschaft seit dem Staatstreich am 22. Februar, dann wird der Wert des Fonds wahrscheinlich weiter gesunken sein. (Bemühungen, am Freitag mehr neuere Angaben von den WNISEF bzw. Horizon Capital Websites zu bekommen, war unmöglich, weil die Sites nicht mehr funktionierten.)

Jenseits der langen Liste von „Transaktionen der verbundenen Parteien“ in dem Jahresbericht gab es auch vage Anschuldigungen über Ungehörigkeiten gegen Jaresko von einem Firmeninsider, nämlich ihrem Ex-Gatten Ihor Figlus. Sein Whistleblowing wurde jedoch durch eine gerichtliche Verfügung gestoppt, die auf Jareskos Drängen erlassen worden war.

John Helmer, ein langjähriger Auslandskorrespondent in Russland, enthüllte die Konturen dieser Auseinandersetzung in einem Artikel, in dem er Jareskos Geschichte als Nutznießerin der Freigiebigkeit von U.S.AID schilderte und wie ihr das ermöglichte, via WNISEF, Horizon Capital und EEGF zur Investmentbankerin zu werden.

Helmer schrieb: „Was genau passierte, als Jaresko das Außenministerium verließ, um ihr von der Regierung bezahltes Geschäft in der Ukraine anzutreten, wurde von ihrem Ex-Mann in Papieren vorgebracht, die bei dem Gerichtshof von Delaware 2012 und 2012 eingereicht wurden …

„Ohne Figlus und ohne die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hätte Jaresko kein Investitionsgeschäft in der Ukraine betrieben. Das Geld zur Finanzierung des Geschäfts und ihrer Partnerschaftsanteile bekamen Figlus und Jaresko, wie sich jetzt herausstellt, als Kredit von Washington.“

Laut Helmers Artikel hatte Figlus die Firmenaufzeichnungen 2011 überprüft und war zum Schluss gekommen, dass einige Darlehen „missbräuchlich“ waren, aber es fehlte ihm das Geld, um weiter zu recherchieren, daher wandte er sich an Mark Rachkevych, einen Reporter der Kyiv Post, und gab ihm Informationen, um die Korrektheit der Darlehen zu untersuchen.

„Als Jaresko mitbekam, dass Schwierigkeiten im Anzug waren, schickte sie Figlus ein Erinnerungsschreiben, dass er ein Schweigeabkommen geschlossen hatte“ und erwirkte eine zeitweilige Verfügung in Delaware im Namen von Horizon Capital und EEGF, um Figlus davon abzuhalten, weitere Firmengeheimnisse auszuplaudern, schrieb Helmer.

„Es war nicht unüblich für amerikanische Ehegatten, in das Anlagenmanagementgeschäft in der ehemaligen Sowjetunion zu gehen und Profite zu machen, garantiert von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika mit Informationen, die sie aufgrund ihrer Positionen in oder Kontakte mit der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hatten,“ fuhr Helmer fort. „Nur in Ausnahmefällen haben sie Probleme mit der Beute.“

Jaresko, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Kiew arbeitete, hat gesagt, dass Western NIS Enterprise Fund „von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika finanziert wurde, um in kleine und mittlere Unternehmen in der Ukraine und Moldawien zu investieren – im Wesentlichen um die private Industrie in der Region ‚anzustarten’.“

Während der letztliche Erfolg dieses von den Vereinigten Staaten von Amerika finanzierten Unterfangens noch immer unbekannt sein mag, so ist klar, dass das U.S.AID-Geld Jareskos Karriere im Bereich Kapitalinvestitionen „anstartete“ und sie auf den Weg brachte, der sie jetzt zu ihrem Job als neue ukrainische Finanzministerin geführt hat. Der ukrainische Präsident Petro Poroshenko führte ihre Erfahrung in diesem Investitionsbereich an, um seine unübliche Entscheidung zu erklären, einer Amerikanerin die Leitung der Finanzen der Ukraine zu übertragen und ihr die Staatsbürgerschaft zu verleihen.

Eine große Investition

Der beträchtliche Betrag, den die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika in Jareskos WNISEF-Investitionsfonds investierte, wirft ein neues Licht darauf, wie die Stellvertretende Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten Victoria Nuland die Ausgaben der Vereinigten Staaten von Amerika für die Ukraine seit deren Unabhängigkeit 1991 mit der erstaunlichen Summe von „mehr als $5 Milliarden“ beziffern konnte, was sie letzten Dezember bei einem Treffen von amerikanisch-ukrainischen Unternehmensführern tat, wo sie auf „Regimewechsel“ in Kiew drängte.

Der Betrag war so hoch, dass er einige von Nulands Kollegen im Außenministerium überraschte. Einige Monate später – nachdem ein von den Vereinigten Staaten von Amerika gestützter Staatsstreich Janukowitsch gestürzt und die Ukraine in einen hässlichen Bürgerkrieg gehetzt hatte – bezeichnete der Unterstaatssekretär für Öffentliche Angelegenheiten Richard Stengel die Zahl $5 Milliarden als „alberne“ russische Falschinformation, nachdem er davon in Russlands RT-Netzwerk gehört hatte.

Stengel, ein ehemaliger Redakteur des Time magazine, wusste anscheinend nicht, dass die Zahl von einer höheren Kollegin im Außenministerium stammte.

Nulands Zahl „über $5 Milliarden” erschien hoch, sogar wenn man die vielen Millionen Dollars zusammenzählte, die in den letzten paar Jahrzehnten von U.S.AID (die geben ihre Ausgaben für die Ukraine mit $1,8 Milliarden an) und der von den Vereinigten Staaten von Amerika finanzierten Nationalen Stiftung für Demokratie (NED), die hunderte von Projekten zur Unterstützung ukrainischer politischer Aktivisten, Medienleute und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ausgegeben wurden.

Wenn man aber die Freizügigkeit betrachtet, die Natalie Jaresko gewährt wurde, dann kann man beginnen, das alte Sprichwort zu verstehen, dass hundert Millionen hier und hundert Millionen dort bald einen wirklichen Haufen Geld ergeben.

Diese Zahlungen über mehr als zwei Jahrzehnte an verschiedene Leute und Gruppierungen in der Ukraine bilden eine bedeutende Investition in ukrainische Mitarbeiter, die jetzt bereit sind, die Aufträge der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zu erfüllen.

Europa hat das billige russische Erdgas verloren

 

Europa hat das billige russische Erdgas verloren

STIMME RUSSLANDS In dieser Woche explodierte in der Welt eine Erdgasbombe. Russland beschloss auf die Realisierung des Projektes der Verlegung der Erdgasleitung South Stream im Zusammenhang mit dem Fehlen der Erlaubnis Bulgariens und dem aktiven Widerstand der EU zu verzichten. Das gab Präsident Wladimir Putin während seines Besuches in der Türkei bekannt.

Man wird eine Leitung in Richtung Türkei verlegen. Somit ist die Frage erledigt, ob das Erdgasleitungssystem Südlicher Korridor für die Erdgaslieferung in die Schwarzmeer-Exporterdgasleitung gefragt ist.

Nicht Russland, sondern die EU fasste nach Ansicht von Experten faktisch den Beschluss über die Verlegung. Obwohl es offensichtlich war, dass die Erdgasleitung für eine zuverlässige Versorgung Europas, insbesondere Süd- und Osteuropas, vorteilhaft ist. Indem Brüssel Moskau zwang, auf das Projekt zu verzichten, bestrafte es im Grunde genommen sich selbst. Das wird allein Bulgarien 400 Millionen Dollar jährlich kosten. Das gesamte Europa wird 2,5 Milliarden verlieren.

Serbien, Ungarn, Österreich, Italien, Slowenien und Mazedonien würden dank der Erdgasleitung Hunderte Millionen Dollar für den Erdgastransit erhalten und viele Tausende Arbeitsplätze sichern. Ganz zu schweigen von dem Erdgaspreisrabatt.

Der Leiter des Zentrums für Wirtschaftsforschungen des Instituts für Globalisierung und Sozialbewegungen, Wassili Koltaschow, nimmt an, dass der wirtschaftliche Egoismus der größten EU-Staaten South Stream zugrunde gerichtet hat.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_12_06/Europa-hat-das-billige-russische-Erdgas-verloren-6320/

„Die Europäische Union wird South Stream zumindest deshalb nicht unterstützen, weil diese Leitung die Lieferung russischer fossiler Brennstoffe in jene Zonen sichern wird, die die EU-Bürokratie, die europäischen Finanzeliten nicht entwickeln wollen. Das ist der Balkan, der südliche Teil der EU-Zone. Das ist ein Gebiet, wohin man nach Ansicht der Beamten in Brüssel nicht unbedingt Erdgas liefern soll. Die Produktionskapazitäten, die es dort gibt, laufen unter den gegenwärtigen Bedingungen, bei der schlechten globalen Konjunktur, den bereits funktionierenden Produktionskapazitäten im Norden zuwider.“

Aber Europa wird nicht völlig ohne russisches Erdgas bleiben – Gazprom und die türkische Firma BOTAS unterzeichneten ein Memorandum über die Verlegung einer neuen Leitung durch Schwarze Meer in die Türkei mit einer Kapazität von 63 Milliarde Kubikmeter pro Jahr. Man wird an der türkisch-griechischen Grenze einen Umschlagplatz bauen. Man wird dort den EU-Staaten Erdgas verkaufen. Man wird South Stream in die Türkei umleiten, und die Ausgaben von Gazprom für die Realisierung des vorangegangenen Projektes werden nicht umsonst sein.

Der Politologe Alexej Sudin, Mitglied des Expertenrates des Instituts für sozialökonomische und politische Forschungen, ist überzeugt, dass die EU unter dem Druck der USA ihre Interessen stark ruiniert hat.

„Die Europäische Union geht in diesem Fall aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von seiner Position, sondern von der Position aus, die von den Vereinigten Staaten abgestimmt oder aufgezwungen wurde.“

Fachleute zählen die Position der USA, die Tanklieferungen ihres Schiefergases in die Alte Welt planen, zu den Hauptgründen des Scheiterns des Projektes South Stream. Dabei verstehen alle, dass dieses Gas der Preiskonkurrenz mit dem russischen Rohrerdgas nicht standhalten kann. Deshalb ist die Nichtzulassung der Verlegung von neuen russischen Erdgasleitungen für die USA die einzige Möglichkeit, ihr Erdgas an Europa zu verkaufen.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_12_06/Europa-hat-das-billige-russische-Erdgas-verloren-6320/

Dabei handeln die Amerikaner nicht selbst, sondern mit Hilfe des „alten“ Europas, das von den USA politisch völlig abhängig ist. Aber dabei sitzen die „Alteuropäer“ auf Nord Stream recht sicher. Diese Situation ruft in den Staaten Ost- und Südeuropas eine starke Empörung hervor.

US-Armee entwirft Blaupause für den totalen Dritten Weltkrieg – USA gegen alle!

admin:

Nun ja, ich muß  wohl nicht betonen, daß es nicht um die Matrix der Polit-Darsteller und Marionetten des Main-Stream geht. Sondern es geht um die Pläne der NWOler, man könnte ja auch sagen, der gewissen Protokolle, die immer mehr und offensichtlich umgesetzt werden…

Amerikanische Politiker und Medien stecken im Moment in einer Debatte mit zunehmend scharfem Ton über die Strategie, die im jüngsten US-Krieg im Nahen Osten zur Anwendung kommt.

In dem Zusammenhang hat die United States Army ein neues Dokument mit dem Titel Army Operating Concept (AOC) herausgebracht, das eine „Vision künftiger bewaffneter Konflikte“ darlegt.

Dieses Dokument hat äußerst bedrohliche Implikationen. Es ist das jüngste in einer ganzen Reihe, in denen das Pentagon die Präventivkriegsstrategie ausarbeitet, die 1992 enthüllt worden war. Damit ist der Einsatz von Krieg als Mittel zur Zerstörung potentieller geopolitischer und ökonomischer Rivalen gemeint, bevor diese mächtig genug werden, um der amerikanischen Vorherrschaft auf dem Globus gefährlich zu werden.

Das neue Dokument wurde auf der Konferenz der Association of the United States Army (AUSA) in dieser Woche offiziell vorgestellt. Auf dieser Konferenz kommen jedes Jahr hohe Offiziere und Vertreter des Verteidigungsministeriums zusammen, halten Reden und führen Podiumsdiskussionen. Begleitet wird das Ganze von einer riesigen Waffenverkaufsshow der Rüstungsproduzenten, die ihre neuesten Waffensysteme vorstellen und um lukrative Aufträge des Pentagon buhlen.
Düstere Warnungen begleiteten die diesjährige Tagung, weil die Sequesterkürzungen eine Verringerung der Truppenstärke bewirken könnten. General Raymond Odierno, Stabschef der Armee, sagte am Montag auf der AUSA-Konferenz zu Reportern, er beginne, „sich über unsere Gesamtstärke Sorgen zu machen“, und bedaure inzwischen, dem Kongress 2012 gesagt zu haben, die Armee könne mit 490.000 aktiven Soldaten auskommen.
Neben den 490.000 Aktiven gibt es 350.000 Nationalgardisten und 205.000 Reservisten. Daraus ergibt sich eine Gesamttruppenstärke von weit über einer Million Soldaten, was vom Pentagon als die „Total Army“ bezeichnet wird. Die Antwort auf die Frage, warum General Odierno eine solche gigantische Truppe als unzureichend betrachtet, findet sich in dem neuen Army Operating Concept (AOC), einem verantwortungslosen und gefährlichen Dokument, das eine Strategie des totalen Kriegs auf dem ganzen Planeten beschreibt, inklusive in den Vereinigten Staaten selbst.

In Bezug auf die aktuelle Debatte über “Bodentruppen” macht das Dokument klar, dass eins für die oberste Heeresführung außer Frage steht: Bodentruppen werden zum Einsatz kommen, und zwar massenhaft.

Gleich zu Beginn erklärt das AOC seine “Vision” der von der Armee in den kommenden Jahren zu führenden Kriege. Im Stil des ehemaligen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld über die „unbekannten Unbekannten“ heißt es in dem Dokument: „Die Armee wird in unbekannter Umgebung operieren. Der Feind ist unbekannt, die Geographie ist unbekannt und die Koalitionen sind unbekannt.“

Die einzige logische Erklärung für dieses paranoide Szenarium ist, dass jedes Land außerhalb der eigenen Grenzen als potentieller Feind betrachtet wird. Ausgehend von der Prämisse, dass die Umgebung, die Feinde, die Geographie und die Koalitionen künftiger Kriege unbekannt seien, braucht die amerikanische Armee eine Strategie für Krieg gegen alle Länder und alle Völker. Diese Strategie leitet sich von dem unausgesprochenen, zugrunde liegenden Imperativ ab, dass der US-Imperialismus die Hegemonie über den ganzen Planeten, seine Märkte und Reichtümer ausübt, und dass er bereit ist, jeden Rivalen zu vernichten, der ihm im Weg steht.
In dem Dokument heißt es unverblümt, der “Charakter bewaffneter Konflikte“ werde in erster Linie von „Veränderungen in der geopolitischen Landschaft aufgrund von Konkurrenz um Macht und Reichtum“ abhängig sein. Solche Kriege um imperialistische Vorherrschaft sind für die Armeeführung ausgemachte Sache.
Das strategische Ziel der Armee ist laut dem Dokument “überwältigende Überlegenheit”, die es als „Anwendung von Fähigkeiten oder den Einsatz von Methoden“ definiert, „die es einem Gegner unmöglich machen, effektiv zu reagieren“.

Was sagen diese Worte aus? Im Fall einer Konfrontation mit einer anderen Nuklearmacht bedeuten sie eine Erstschlags-Doktrin mit Massenvernichtung. Im Fall der Unterwerfung und Beherrschung anderer Weltgegenden bedeuten sie massive Bodeneinsätze, um breiten Widerstand zu unterdrücken und eine militärische Besetzung zu erzwingen.

Es ist bezeichnend, dass nach mehr als zehn Jahren von “globalem Krieg gegen den Terror”, in dem der Kampf gegen die angeblich allgegenwärtige Bedrohung durch al-Qaida die vorrangige Mission des amerikanischen Militär- und Geheimdienstapparats war, die „transnationalen Terrororganisationen“ weit unten auf der Liste der Armee-Prioritäten auftauchen.

An erster Stelle stehen konkurrierende Mächte, mit China an der Spitze und Russland an zweiter Stelle. Im Fall Chinas äußert sich das Dokument ernsthaft besorgt über die „Modernisierungsbemühungen der Streitkräfte“ dieses Landes. Diese zielen nach Aussage des Dokuments darauf ab, „Stabilität entlang seiner Peripherie zu bewahren“. Das zu verhindern, ist das amerikanische Militär entschlossen. Chinas militärische Bemühungen, heißt es, „beleuchten die Notwendigkeit von weit vorne positionierten und regional engagierten Armeeeinheiten“ und von „Armeeeinheiten mit Boden-Luftfähigkeiten und Fähigkeiten in den Bereichen, Marine, Weltraum und Cyberspace“.

Auf der Grundlage der jüngsten Ereignisse in der Ukraine beschuldigt das Dokument Russland der Entschlossenheit, sein Territorium auszudehnen und seinen Einfluss auf der eurasischen Landmasse geltend zu machen. D.h. es beschuldigt Russland genau der strategischen Ziele, die der amerikanische Imperialismus selbst verfolgt. Nur eine machtvolle Stationierung amerikanischer Bodentruppen könne russisches „Abenteurertum“ in die Schranken weisen, „nationale Macht etablieren und Einfluss in politischen Konflikten ausüben“.
Als nächstes knöpft sich das Papier “regionale Mächte“ vor, als erstes den Iran. Auch dieser wird beschuldigt, „sein Militär umfassend zu modernisieren“. Wie es im Dokument heißt, hätten „die iranischen Aktivitäten zusammengenommen das Potential, die regionalen Ziele der USA zu stören“, d.h. sie beeinträchtigten die unangefochtene US-Hegemonie im Nahen Osten und über seine Energiereserven. Die iranischen Aktivitäten, so die Schlussfolgerung, „heben die Notwendigkeit hervor, dass die Armee im Feld effektiv bleibt gegen Nationalstaaten wie auch gegen Netzwerke von aufständischen Guerillaorganisationen“.

Das Dokument beschränkt seine “Vision” von zukünftigen militärischen Operationen nicht auf Kriege im Ausland, sondern schließt auch die Notwendigkeit ein, „auf Krisen in der Heimat zu reagieren und sie zu kontrollieren“. Solche Szenarien beschreibt es als „ein einzigartiges Einsatzgebiet für die Vereinten Streitkräfte und die Armee“. Die Mission der Armee innerhalb der Vereinigten Staaten umfasst, so das Dokument, „Unterstützung der zivilen Behörden im Verteidigungsfall“.
Das AOC-Dokument ist ein drastischer Beleg dafür, dass das Militär Amok läuft. Diese strategischen Konzeptionen beinhalten weit fortgeschrittene Vorbereitungen auf einen dritten Weltkrieg. Verbunden ist das mit der Errichtung einer Militärdiktatur in den USA selbst in allem, nur nicht dem Namen nach.

General Odiernos Klagen über die Truppenstärke werden sich nicht mit ein paar kleineren Korrekturen am Budget des Pentagon durch den Kongress aus der Welt schaffen lassen. Die Kriegsführung, die die Armee im Auge hat, wird sich ohne eine massive militärische Mobilisierung nicht realisieren lassen. Sie erfordert die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht.

Schon die Gründer der Vereinigten Staaten hatten wiederholt ihr Misstrauen in eine stehende Armee zum Ausdruck gebracht. Das Militär in seiner heutigen Form und seine Pläne für globale Kriegsführung ist eine entsetzliche moderne Realisierung ihrer schlimmsten Alpträume. Das in Kraft-Setzen dieser Doktrin des totalen Kriegs ist vollkommen unvereinbar mit demokratischen Rechten und einer verfassungsmäßigen Regierung in den Vereinigten Staaten. Es erfordert die Unterdrückung jeder politischen Opposition und aller sozialen Kämpfe der amerikanischen Arbeiterklasse.

Im politischen Establishment der USA und seinen beiden Parteien existiert keine einzige ernsthafte Opposition, die sich dagegen wehrt, dass die Militarisierung des Lebens in der so genannten „Heimat“ zur letzten Konsequenz getrieben wird. Die zivile Kontrolle über das Militär ist inzwischen ein toter Buchstabe. Die Politiker beugen sich regelmäßig den Generalen, in der Außen- wie in der Innenpolitik.

Bleiben Sie stark!

http://krisenfrei.de/us-armee-entwirft-blaupause-fuer-den-totalen-dritten-weltkrieg-usa-gegen-alle/

Das wahre Geheimnis der biologischen Waffen des Irak

sibilla-egen-schule.de

Eric S. Margolis (antikrieg)

In den 1990er Jahren pflegten Journalisten zu scherzen: „Natürlich wissen wir, dass der Irak chemische Waffen besitzt. Wir haben ja die Lieferscheine, mit denen wir es beweisen können!“

Es stellte sich heraus, dass der Scherz exakt der Wahrheit entsprach.

Als ich 1990 über den Irak berichtete – gerade vor der ersten massiven Bombenkampagne der Vereinigten Staaten von Amerika – fand ich heraus, dass die Vereinigten Staaten von Amerika und Britannien insgeheim für den Irak ein Arsenal von biologischen Waffen aufgebaut hatten für den Einsatz gegen den Iran im acht Jahre dauernden Krieg des Irak gegen den Iran.

Und das, während die Vereinigten Staaten von Amerika und Britannien mit atemberaubender Scheinheiligkeit gegen die angeblichen Gefahren der WMDs (Weapons of Mass Destruction – Waffen der Massenvernichtung) des Irak schäumten, welche nie existiert haben. Einige Jahre später hielten die beiden führenden Apostel des Angriffs gegen den Irak George W. Bush und Tony Blair Standpauken gegen Saddam Husseins Waffenprogramme, wobei sie sich hüteten, den großen Beitrag westlicher Unterstützung für den irakischen Führer zu erwähnen.

Letzte Woche brachte die viel gelesene „New York Times“ einen mehrseitigen Bericht unter dem Titel: „Stillgelegte chemische Waffen und geheimgehaltene Verluste im Irak.“

Die New York Times spielte eine entscheidende Rolle beim Hineintreiben der Vereinigten Staaten von Amerika in zwei Kriege gegen den Irak. Amerikas führende Zeitung ist endlich konfrontiert mit einem Teil der hässlichen Wahrheit über die nichtexistierenden Waffen der Massenvernichtung des Irak, dem von den Vereinigten Staaten von Amerika benutzten Vorwand, den Irak zu bombardieren und dann zu besetzen. Vielleicht versucht sie ihren schmutzigen Ruf wiedergutzumachen oder zu reinigen.

Der Irak besaß keine Atomwaffen, wie die Vereinigten Staaten von Amerika falsch behaupteten. Aber er besaß ein Arsenal von chemischen und biologischen Waffen – geliefert von den Mächten des Westens. Es handelte sich um taktische, nicht strategische Waffen. Ihre Reichweite betrug maximal 100 km.

Laut “New York Times” wurden nach dem zweiten Krieg gegen den Irak 2003 17 Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika und sieben Iraker durch Senf- und Nervengas verletzt, nachdem sie vergrabene geheime Lager von chemischen Waffen des Irak aus dem Jahr 1980 ausgegraben hatten. Schändlicherweise wurde ihr Leiden vom Pentagon geheim gehalten und den Soldaten wurde entsprechende medizinische Versorgung vorenthalten, um diese schmutzige Geschichte zu vertuschen.

Aber was ich in Bagdad herausfand, war viel schlimmer.

Ich stieß auf zwei britische Wissenschaftler, die im geheimen Labor des Irak für chemische und biologische Kriegsführung Salman Pak in der Nähe von Bagdad angestellt waren. Die Briten vertrauten mir an, sie gehörten zu einem großen technischen Team, das geheim organisiert und dem Irak in der Mitte der 1980er von der britischen Regierung und dem Geheimdienst MI6 „zur Verfügung gestellt worden war“. Ihr Ziel war es, Anthrax, Pest, Botulismus und andere gefährliche Keime zu entwickeln und „waffenfähig“ zu machen für den Einsatz als taktische biologische Waffen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und Saudiarabien fürchteten, dass die Islamische Revolution des Iran sich über den Mittleren Osten ausbreiten und dessen Ölmonarchen hinwegfegen würde. Washington und seine arabischen Alliierten überredeten also den Präsidenten des Irak Saddam Hussein, in den Iran einzumarschieren und dessen neue Regierung zu stürzen. Waffen und Geld flossen in den Irak aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Britannien, Kuwait und von den Saudis.

Nach drei Jahren Krieg im Stil des Ersten Weltkriegs befand der Irak, dass seine zahlenmäßig unterlegenen Truppen die iranischen Massenangriffe nicht aufhalten konnten. Der Iran war dabei, langsam diesen blutigen Krieg gegen den Irak zu gewinnen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich versorgten also Saddam Hussein mit chemischen und biologischen Waffen, um die Wellen der anstürmenden Iraner zu brechen. Ausrüstung für die Herstellung von chemischem Kriegsmaterial – getarnt als Fabriken zur Herstellung von Insektiziden – kam aus Deutschland, Frankreich und Holland. Der Grundbestand für die biologischen Waffen kam aus einem Laboratorium in Maryland in den Vereinigten Staaten von Amerika – mit Zustimmung der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Über 500.000 Soldaten und Zivilisten wurden in dem acht Jahre dauernden Konflikt zwischen Irak und Iran getötet. Bis zum heutigen Tag beschuldigt der Iran die Vereinigten Staaten von Amerika und Saudiarabien, diesen Krieg angestiftet und den Tod von rund 250.000 Iranern verursacht zu haben.

Im Vergleich sind in der angloamerikanischen Sichtweise chemische und biologische Waffen in Ordnung – so lange sie dazu benützt werden, muslimische Iraner umzubringen. Gegen Weststaatler eingesetzt würden sie als „Terrorismus“ gebrandmarkt. 2013 drohte der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Barack Obama Syrien mit Krieg aufgrund von unbewiesenen Behauptungen, dass Damaskus den Einsatz von chemischen Waffen gegen von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützte Aufständische plante.

Meine Berichte aus Bagdad im Jahr 1990 waren die ersten, die den amerikanisch-britischen Plan enthüllten, dass der Irak biologische Waffen wie Anthrax und Pest gegen die Iraner einsetzen solle. Die Medien der Vereinigten Staaten von Amerika brachten diese Geschichte genauso wenig wie Berichte über Washingtons geheime Unterstützung für den alten Alliierten Saddam Hussein.

Wenige Amerikaner haben eine Ahnung von der Unterstützung des dämonisierten Saddam Hussein durch ihr Land oder von der geheimen Geschichte um die biologischen Waffen. Oder davon, dass die tödlichste in der Region eingesetzte biologische Kriegsführung die Zerstörung der Trinkwasser- und Abwassersysteme des Irak durch die Luftmacht der Vereinigten Staaten von Amerika war, ein Verbrechen, das laut Vertretern der UNO zum Tod von mehr als 500.000 Irakern, die meisten von ihnen Kinder, durch verseuchtes Wasser führte. Der Irak ist noch immer vergiftet durch die Uranmunition, die die Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika verschossen haben.

Die Mächte des Westens verhinderten, dass der Irak Chlor importierte, um das schmutzige kontaminierte Trinkwasser zu reinigen, indem sie behaupteten, das Chlor könne in chemischen Waffen benutzt werden! Bleistifte für den Schulgebrauch wurden ebenso verboten, da sie angeblich für Atomkraftwerke verwendet werden konnten! Und das von den selben Ländern, die insgeheim den Irak mit Krankheitskeimen und Giftgas für den Einsatz gegen den Iran beliefert hatten.

Warum sind diese Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert heute von Bedeutung?

Weil die derzeitige abscheuliche Schweinerei im Irak und in Syrien ein direktes Ergebnis des von den Vereinigten Staaten von Amerika angeführten Überfalls auf den Irak ist. ISIS ist ein fabriziertes Ungeheuer, das aus der Fabrik für biologische Kriegsführung in Salman Pak hätte entsprungen sein können.