Lügenpresse

Posted on by eulenfurz

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… ist das  „Unwort des Jahres“  2014. Wer noch Zweifel daran hatte, wie sehr dieses aus zehntausenden empörten Kehlen gerufene Schlagwort die tonangebende Schickeria bis ins Mark getroffen hat, dürfte nun eines Besseren belehrt sein. Waren es doch gemäß der herrschenden Nomenklatura immer nur die staatlich kontrollierten Propagandaanstalten irgendwelcher fremder Diktaturen, die ihre Bevölkerung mit vorgefertigter Meinung abspeisen und im Sinne der Herrschenden durch gezielte Meinungsmache beeinflussen – ohne daß dort jemals Zehntausende dieses „Unwort“ gerufen hätten. Hätten sie es denn dort bei regimekritischen Demonstrationen gerufen, so wäre das für die hiesige Propaganda ein unerschüttbarer Beweis für eine gelenkte Presse, von welcher der Bürger die Nase gestrichen voll habe. Sakrosankt und vom Weihrauch der demokratischen Unantastbarkeit umwoben seien hingegen die lediglich von massenhaften Abo-Kündigungen betroffenen oder Zwangsabgaben eintreibenden Medien der westlichen Staaten, insbesondere der bundesrepublikanischen Demokratie.

Selbstgerecht stilisieren sich die bezahlten Meinungsmacher – deren Geschäft oft genug die reine Hetze gegen Mißliebige oder die Verschleierung von unliebsamen Vorkommnissen ist – nunmehr als Opfer sowohl von islamischen Terroristen, denen blasphemisch-perverse Comics großkotziger Karikaturisten mißfielen, als auch von Bürgerrechtsbewegungen, welche ihre einseitige Negativberichterstattung inkl. Interview-Tribunalen, getürkten Journalisten oder verkleideten Demonstranten anprangern. Für ihre Zwecke des Erhalts der Meinungshoheit wird auch der Mord an dem französischen Karikaturisten Charlie Hebdo mit der vereinnahmenden Parole „Je suis Charlie“instrumentalisiert:

Inzwischen haben Politik und Schafsmedien das Charlietum in einer Weise für sich gekapert, die man nur noch grotesk nennen kann; denn wer jetzt islamkritisch, viel milder als Charlie [ist], der beschmutze Charlies Werk und Ansehen und Erbe, ist ein Nazi, praktisch gleichzusetzen mit einem mordenden Terroristen.

Das Pariser Attentat werde nunmehr in den Dienst „der gezielten Viktimisierung von Journalisten“ gestellt.

Hierzu paßt sehr gut der Westentaschen-„Brandanschlag“ auf die Hamburger Morgenpost und die Ungeheuerlichkeit des heutigen Tages: „Lügenpresse“ als Unwort des Jahres. … Vielleicht kalauern die Herrschaften in ihren Hinterzimmern ja so: lieber zehn tote Journalisten als Märtyrer für unsere Agenda als zehntausend Journalisten, denen keiner mehr zuhört.

Springer-Presse – halt die Fresse!“ oder „Springer-Presse in die Fresse!“, das waren Schlachtrufe der 68er-Bewegung, welchen bereits damals u. a. vom Spiegel und heute von fast der gesamten veröffentlichten Meinung deswegen Verständnis entgegengebracht wurde und wird, weil die linke Studentenbewegung von den Medien des Springer-Konzerns verleumdet, diffamiert und unflätig stigmatisiert worden sei. So druckte der Spiegel seinerzeit einen Leserbrief ab, welcher auch die Stoßrichtung des damals mit dem Springer-Imperium konkurrierenden Journals wiedergibt:

Ich hoffe, daß dieser Presse-Allmacht recht bald die Flügel beschnitten werden, damit unsere Demokratie lebendig bleibt und nicht im Sumpf diktatorischer Gleichmacherei zur Farce wird.

Eine Hoffnung, die – angesichts der heute mehr denn je so gut wie gleichgeschaltet orchestrierenden Funkhäuser und Presseverlage – aktueller denn je ist.

Nachtrag: Definition in einem Kommentar des Handelsblattes angesichts einer betrügerischen Fotoinszenierung der Mächtigen: „Mit Lügenpresse bezeichnet der ‘normale Mensch’ das journalistische Betrugsszenario in Deutschland.

 

https://eulenfurz.wordpress.com/2015/01/14/lugenpresse/

Dazu ein Gedicht von Lothar, SVD:

Ach wie lächerlich es ist,
Die NAZIKEULE ist doch Mist.
Auch diese Aussag‘ war gelogen,
daß sich noch mehr die Balken bogen.
Schon ’68 war’ns die Linken,
die heute nach Gewalt so stinken,
als die Presse stand am Pranger.
Es wird einem bang und banger,
weil man nichts mehr glauben kann,
drum steh‘ für sich ein jeder Mann.
Nur Wahrheit kann die Lösung sein
gegen allen falschen Schein.
Auch wenn noch frech ihr lacht da oben,
schon bald seid ihr des „Amts“ enthoben.
Dann jagen sie euch aus dem Haus,
die Lynchjustiz macht euch den Graus,
weil ihr habt das Volk verraten,
ihr sogenannten „Demokraten“!
Ihr werdet sehen, was es heißt,
wenn der Souverän euch beißt,
den ihr ständig angelogen
und vielfältig habt nur betrogen!
Noch werden größer Arm und Reich.
IHR dienet lieber einem Scheich
mit Waffenexport, welche Schande,
schürt Kriege ihr für andere Lande.
Doch wie das Karma, so die Tücke,
kommt diese Sünde bald zurücke
und trifft euch als ein Bumerang,
dann wird’s auch euch mal ganz schön bang.
Der einen Reibach, der anderen Tod,
das gab schon immer große Not.
Habt nichts gelernt aus Blut und Zeit,
erzeugt nur immer neues Leid.
Doch Gott sieht dieses alles schon,
bläst bald der Posaune letzten Ton,
um den großen Tempel hier
der Welt zu rein’gen mit Gespür.
Es wird sich alles noch erfüllen,
was Gott erseh’n nach Seinem Willen.
Denn jeder, der noch Seiner spottet,
wird am Ende ausgerottet.
So möge man sich mit Gewissen
mit ganzem Eifer und beflissen
besinnen, was jetzt noch zu tun,
bevor hier alles wird dann ruh’n …