Warum sich die Hochfinanz und andere Verbrecherorganisationen vor einem Grexit fürchten – Teil 1

Griechenland ist derzeit mit 175 Prozent zum BIP verschuldet. Bereits beim Eintritt zur Eurozone 2001 lag der Schuldenstand bei ca. 104 Prozent und übertraf den vereinbarten Grenzwert von 60 Prozent der EU-Konvergenzkriterien. Das war kein Geheimnis, aber die damals verantwortlichen Politiker gaben Griechenland dennoch grünes Licht für die Aufnahme in die Eurozone.

 

Für alle Länder, die zur Eurozone gehören, gab es günstige Kredite, die die Geschäftsbanken großzügig verteilten. Die nach der Einführung des Euro korrupten Regierungen in Griechenland versprachen ihren Wählern unglaubliche Steuergeschenke (z.B. 14. Monatsgehalt, Pünktlichkeitsprämien …), die sie mit Krediten finanzieren wollten. Ein paar Jahre war in Griechenland Party angesagt. Aber wie nach jeder großen drogenkonsumierenden (Geldschwemme) Party wird der Kater hinterher umso unangenehmer.

Es kam wie es kommen musste. Die Regierungsvertreter stopften sich ihre Taschen voll, die Staatskassen wurden aufgrund der vielen Zinszahlungen leerer und leerer. Die ausstehenden Kredite konnten nicht mehr rechtzeitig ausgezahlt werden. Somit mussten weitere Kredite aufgenommen werden um alte Schulden zu bedienen. [Das ist aber nicht nur ein griechisches Problem, sondern betrifft alle Euro-Schuldenländer]

Was folgte, waren Entlassungen aus dem Staatsbetrieb und der Verkauf staatseigener Betriebe an Privatinvestoren aus der Hochfinanz. Die Arbeitslosigkeit schnellte in die Höhe, die Staatseinnahmen blieben aus und die Schulden explodierten. Inzwischen ist Griechenland die Armutszone und das höchstverschuldeste Land in der EU. Ein zwischenzeitlicher Schuldenschnitt bewirkte gar nichts.

Ein Ausweg aus dem Schuldendilemma ist aussichtslos. Die neuerliche Aufschiebungstaktik zur Rückzahlung der Schulden ist, wie schon in den letzten Jahren, nichts anderes als eine Insolvenzverschleppung. Verantwortlich hierfür ist die in unternehmerischer Hinsicht bankrotte EZB, sowie das gesamte unfähige EU-Parlament. Dort sitzen nur Parteilobbyisten, die sich hauptsächlich für ihre fetten Pensionen interessieren und sich um die Bürger in der EU einen feuchten Dreck kehren – bis vielleicht auf ganz wenige Ausnahmen.

Die Griechen haben bei der Wahl am 25 Januar 2015 viel Hoffnung in das Linksbündnis Syriza und seinen Vorsitzenden Tsipras gesetzt. Wird er und seine neue Regierung Griechenland aus dem Schuldenschlamassel befreien? Mit einem Verbleib in der Eurozone ganz sicher nicht. Der viermonatige Aufschub ist nichts anderes als eine erneute Insolvenzverschleppung durch die EU. Die Steuereintreibung bei den Reichen wird nicht zum erwünschten Erfolg führen.

Griechenland, wenn es wieder auf die Beine kommen will, muss einen ganz anderen Weg gehen als über die EU und der Festhaltung an den Euro. Warum nicht eine Insolvenz mit einem Neuanfang wagen? Hieraus ergäben sich sicherlich mehrere Alternativen.

Warum nicht etwas ganz anderes wagen?

Griechenland erklärt seine Zahlungsunfähigkeit, endledigt sich somit aller Schulden, verlässt den Euroraum und führt wieder die Drachme ein. Das Geschrei an den Finanzmärkten und in der EU wäre groß und fortan würde Griechenland eine Kapitalbeschaffung von den Kapitalmärkten verwehrt. Na und! Waren es u. a. nicht die Kapitalmärkte, die Banken, die Griechenland mit leichtfertigen Krediten in den Ruin getrieben haben?

Außerdem benötigt eine Regierung, die mit den Staatseinnahmen umsichtig umgeht und nur das ausgibt, was auch eingenommen wird, keine Kredite von Banken oder Privatinvestoren. Volkszertreter sind aber dafür bekannt, für ihre großzügigen Wahlversprechen das Geld aller Steuerzahler in vieler Hinsicht (z.B. Subventionen an Unternehmen … usw.), koste es, was es wolle, aus dem Fenster zu werfen – oder um es deutlicher auszudrücken, den Reichen in den Rachen zu werfen.

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