Ex-RAF Chef: Russland ist Großbritannien militärisch überlegen

Sir Michael Graydon, früherer Chef der britischen Royal Air Force, gab gegenüber einer britischen Zeitung an, dass Großbritanniens Streitkräfte einem Angriff durch Russland nicht standhalten könnten. Russland beabsichtigt dies allerdings überhaupt nicht, eher dürften Budgetkürzungen des Militärapparates die größte Bedrohung darstellen.

UK Kampfjet AV-8B Harrier
Bild: U.S. Navy, Lizenz: gemeinfrei

Großbritannien könnte einer militärischen Konfrontation mit Russland nicht standhalten. Diese Auffassung hat der ehemalige Chef der Royal Air Force (RAF, britische Luftwaffe), Sir Michael Graydon. Er traf die Aussage in Bezug auf einen Zwischenfall am Donnerstag, als zwei russische Langstreckenbomber in internationalem Luftraum nahe der Küste Cornwells von britischen Kampfjets abgefangen wurden.

Russlands Verteidigungsministerium gab an, dass der Flug eine geplante Luftpatrouille in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht gewesen sei. Im Gespräch mit Daily Mail sagte Fraydon: “Ich bezweifle sehr, dass das Vereinigte Königreich in einem Krieg gegen Russland bestehen könnte … Sie überfliegen diese Regionen, um unsere Luftabwehr zu testen und haben wahrscheinlich festgestellt, dass wir nicht mehr so stark sind wie in früheren Zeiten.”

“Sie wissen, dass uns das provoziert und wir uns in einer Zeit befinden, in denen unsere Verteidigung im Vergleich zu der ihren ziemlich traurig aussieht”, fügte er hinzu. Air Commodore Andrew Lambert blies in das selbe Horn und gab an, dass Großbritanniens Streitkräfte einen russischen Angriff “nicht bewältigen” könnten.

Immer wieder (s. hier, hier oder hier) weisen Großbritanniens hochrangige Militärs auf Bedrohungen hin, um Budgetkürzungen durch die praktisch bankrotte Regierung zu entgehen. Aktuell wird Großbritannien durch kein Land der Welt bedroht, nicht zuletzt aufgrund der NATO-Mitgliedschaft.

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Gegen den Dollar: Russland und China stoßen US-Staatsanleihen ab

Im vergangenen Dezember hat Russland 22 Milliarden Dollar seiner US-Staatsanleihen abgestoßen. China hingegen stieß US-Staatsanleihen in Höhe von 6,1 Milliarden Dollar ab. Beide Staaten schmieden seit geraumer Zeit eine Allianz gegen den Dollar als Weltwährung.

In der Gläubiger-Liste der USA steht Russland an 14. Stelle. Die meisten US-Staatsanleihen hält China. (Grafik: Zerohedge)

Die Entwicklung zeigt: Russland hat seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen begonnen, zuletzt mit steigender Intensität. (Grafik: Zerohedge)

Russland und China stoßen weiterhin ihre Bestände an US-Staatsschulden ab. Im Dezember 2014 hat Russland 20 Prozent seiner US-Staatsanleihen im Umfang von 22 Milliarden Dollar abgestoßen.

Der Wert der gehaltenen Anleihen fiel auf 86 Milliarden Dollar zurück. Im Verlauf des Jahres 2014 stieß Russland US-Schuldpapiere im Umfang von 45,8 Milliarden US-Dollar ab.

China hingegen stieß im Dezember US-Staatsanleihen im Umfang von 6,1 Milliarden Dollar ab, berichtet Bloomberg. Damit sank Chinas Bestand auf 1,24 Billionen Dollar. Doch diese Entwicklung ist nicht neu. China und Russland haben seit 2011 zahlreiche US-amerikanische Schuldtitel abgestoßen.

Nach einer Gläubiger-Liste des US-Schatzamts hält Japan US-Schuldpapiere in Höhe von 1,23 Billionen Dollar und ist damit zweitgrößter ausländischer US-Gläubiger, während China der größte US-Gläubiger ist. Belgien liegt mit 335,4 Milliarden Dollar an dritter Stelle.

Der viertgrößte Gläubiger der USA sind mit 333,4 Milliarden Dollar die Caribean Banking Centers, die die Bahamas, Bermuda, die Cayman Islands, die niederländischen Antillen und Panama umfassen. Anschließend folgen 15 Staaten, die unter der Kategorie „Öl-Exporteure“ zusammengefasst sind. Diese halten US-Staatsanleihen in Höhe von 285,9 Milliarden Dollar. Russland hingegen befindet sich erst an 14. Stelle.

Beide Staaten schmieden seit geraumer Zeit eine Allianz gegen den Dollar als Weltwährung.  Dazu gehören Überlegungen, den Dollar mit einer neuen Golddeckung des Rubel oder des Yuan unter Druck zu setzen. Russland und China haben in den vergangenen Monaten ihre Gold-Reserven kontinuierlich aufgestockt.

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Trotz Friedensplan von Minsk verabschiedet EU neue Sanktionen gegen Russland

Obgleich der Gipfel von Minsk von allen beteiligten Seiten als diplomatischer Fortschritt in der Lösung um eine friedliche Beilegung der Ukraine-Krise bewertet wurde, wird die EU am kommenden Montag ein neues EU-Sanktionspaket gegen Russland verabschieden.

 

Trotz des Friedensabkommens: EU schließt neues Sanktionspaket gegen Russland ab

Quelle: Ivan Bandura/CC BY 2.0

Wenn am kommenden Sonntag, die ostukrainischen Volksmilizen ihre Waffen niederlegen, werden EU-Diplomaten in Brüssel damit beginnen, erneut Sanktionen gegen 19 russische und ukrainische Personen zu verhängen. Bundeskanzlerin Angela Merkel deutete am Donnerstag nach dem EU-Gipfel in Brüssel noch an, dass es sich dabei um Einreiseverbote und Kontosperren handeln werde.

Am Freitag gaben EU-Diplomaten an, dass das prominenteste Sanktionsopfer, das auf die europäische Sanktionsliste kommt, der stellvertretende russische Verteidigungsminister Anatoli Antonow sein werde.

Russischer Exportmarkt verprellt - Arbeitslosenquote auf Allzeithoch

Angeblich stehe das neue Sanktionspaket im Zusammenhang mit angeblichen Angriffen ostukrainischer Selbstverteidigungskräfte auf die südöstliche Stadt Mariupol. Dabei ist offiziell noch nicht geklärt, wer die Angriffe wirklich ausgeführt hat. Die EU-Kommission drohte zudem bei einem Scheitern des Waffenstillstandes mit der Ausweitung von Strafpaketen, “die die russische Wirtschaft empfindlich treffen werden”.

Am Mittwoch einigten sich die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine auf einen umfassenden Friedensplan für die Ukraine, die bisher nicht bereit war, die Interessen der pro-russischen Minderheit im Land zu berücksichtigen. Insgesamt umfasst der Plan 13 Punkte, an die sich die Konfliktparteien in der Ukraine halten wollen.

 

Gegen den Dollar: Russland könnte Goldstandard einführen

Russland hat in den vergangenen Jahren seine Goldreserven deutlich aufgestockt. Das Land hat eine geringe Schuldenquote und ein niedriges Haushalts-Defizit. All dies sind Faktoren, die für die Einführung des Gold-Standards sprechen, der dem Dollar als Welt-Leitwährung ein Ende setzen würde, analysiert das renommierte Mises-Institut.

Mit der Einführung eine Golddeckung des Rubel könnten die Russen die Amerikaner in Bedrängnis bringen. (Foto: dpa)

Mit der Einführung eine Golddeckung des Rubel könnten die Russen die Amerikaner in Bedrängnis bringen. (Foto: dpa)

Video, im Original zu sehen

Der Autor James Rickards berichtet in seinem höchst lesenswerten Buch “Währungskrieg: Der Kampf um die monetäre Weltherrschaft” von einem interessanten War-Game, das die Amerikaner vor einigen Jahren durchgeführt hatten: Die Annahme des Spiels war, dass Russland versuchen könnte, die internationale Weltwirtschaft mit einer neuen, goldgedeckten Währung auf den Kopf zu stellen. Die teilnehmenden Militärs waren verwirrt, hielten den fiktiven Schachzug jedoch für geschickt gewählt und gaben ihm durchaus Chancen auf Erfolg.

Wenige Jahre später zeigt sich in verblüffender Weise, dass die Theorie der Amerikaner von der Praxis eingeholt zu werden scheint. Im vergangenen November gab die russische Notenbank Informationen über ihre großangelegten Goldkäufe bekannt. Für die traditionell schweigsamen Währungshüter in Moskau stand dieser Schritt in Kontrast zur bisherigen Öffentlichkeits-Politik. Sie machte keinen Hehl aus ihrer Unzufriedenheit mit dem Dollar als Leitwährung und erkannte die Möglichkeit, Gold als „Waffe in einem Währungskrieg“ einzusetzen. Das Timing ließ eine Abstimmung mit der Regierung in Moskau erahnen.

Russland ist mittlerweile bei den Ländern mit den größten Goldbeständen auf Rang 6. 1.208, 23 Tonnen Gold hält die russische Zentralbank nach den neuen Käufen der vergangenen Monate vor.

Obwohl Russlands Wirtschaft strukturell schwach ist, sind die monetären Grundlagen des Landes solide. Die Schuldenquote des Landes ist niedrig. Der Goldanteil an den Devisenreserven beträgt zehn Prozent. Das Haushaltsdefizit lag im November bei zehn Milliarden Dollar und damit deutlich unter ein Prozent des BIP, berichtet das Mises Institute. Die Armutsquote sank von 35 Prozent im Jahr 2001 auf zehn Prozent im Jahr 2010. Die Mittelschicht wird verschiedenen Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2020 auf 86 Prozent der Bevölkerung anwachsen.

Der Verfall des Öl-Preises hat gleichzeitig zur Abwertung des Rubels geführt. Russland hat eine ressourcenbasierte Wirtschaft und versucht durch die Erhöhung seiner Goldreserven, den Rubel zu stützen. Die Einführung eines goldgedeckten Rubels ist zumindest nicht mehr unwahrscheinlich, sondern wäre die logische Konsequenz.

China würde diesem Trend folgen. Dieser Prozess würde dann eine Spaltung im Weltwährungs-System nach sich ziehen. Eine schwere Inflation in den USA wäre die Folge, weil große Mengen an unerwünschten Dollars über den Atlantik fließen und den US-Markt fluten würden.

„Ein Goldstandard wäre politisch attraktiv und würde den Rubel in eine gewaltige Währung transformieren. Die Mittelabflüsse würden sich deutlich verringern“, sagt der Wirtschaftsprofessor der Universität Turin, Enrico Colombatto.

Doch das Interesse am Goldstandard ist nicht neu. 1998 berichtete der Ökonom Jude Wanninski im Wall Street Journal, dass nur ein goldgedeckter Rubel Russland aus der damaligen Schuldenkrise befreien könnte. Zwei Jahre später wurde Wladimir Putin Präsident und startete eine großangelegte Kampagne für Goldankäufe. Damals kostete eine Unze Gold insgesamt 28 Barrel Rohöl. Russland konnte seine Auslandsschulden erfolgreich abbezahlen.

Während die USA in einer Welt, in der der Dollar die Leitwährung ist, ihre Interessen offensiv durchsetzen können, würde diese Option bei goldgedeckten Währungen wegfallen. Dann hätte Washington beispielsweise nicht die Möglichkeit, internationale Banken dafür abzustrafen, weil diese Handel mit Staaten betreiben, die wiederum von den Amerikanern als „Schurkenstaaten“ klassifiziert werden.

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China schlägt Russland eurasische Freihandelszone vor

China hat eine Freihandelszone mit der Eurasischen Wirtschaftsunion vorgeschlagen. Der neue Wirtschaftsblock besteht offiziell seit 01. Januar 2015 und hat bislang vier Mitglieder, darunter Russland. Beide Seiten befinden sich derzeit diesbezüglich in Gesprächen, sagte Russlands Botschafter in China.

Moskau-Russland

China hat der Eurasischen Wirtschaftsunion die Errichtung einer Freihandelszone vorgeschlagen. Dies sagte Russlands Botschafter in China, Andrei Denisov laut einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Sputnik. Die Union besteht seit 1. Januar 2015 und hat bislang die Mitgliedsstaaten Russland, Weißrussland, Armenien und Kasachstan.

“Unsere chinesischen Partner waren diesbezüglich zunächst sehr vorsichtig. Sie wollten sich erst davon überzeugen, dass alles funktioniert. Nun haben sie Interesse an einer Intensivierung der Zusammenarbeit, nicht nur mit den einzelnen Ländern Kasachstan, Weißrussland, Russland, Armenien und zukünftig auch Kirgisistan, sondern mit der gesamten Union. Soweit ich weiß ist sogar eine Freihandelszone mit den Mitgliedern des Bündnisses denkbar”, sagte Denisov.

Der Botschafter fügte hinzu, dass beide Seiten derzeit in Gesprächen über eine zukünftige Zusammenarbeit seien. bereits im Gespräch Mechanismen, um in Zukunft zusammenarbeiten. Auch in den Regierungen der Staaten Tadschikistan und Usbekistan wurden bereits interessierte Stimmen laut.

Bild: World Trade Center in Moskau,Wikipedia-User WeCameAsRomans, Lizenz: CC BY 3.0

 

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Vor Gipfel in Moskau Russland warnt vor US-Waffenlieferungen an die Ukraine

Noch liegen über den Krise-Gipfel zwischen Deutschland, Frankreich und Russland keine Erkenntnisse vor. Doch die Russen haben bereits klargemacht, dass US-Waffen für Kiew den Konflikt dramatisch verschärfen würden.

Angela Merkel reiste am Freitag nach Moskau, um mit Wladimir Putin über die Entwicklungen in der Ostukraine zu sprechen. (Foto: dpa)

Angela Merkel reiste am Freitag nach Moskau, um mit Wladimir Putin über die Entwicklungen in der Ostukraine zu sprechen. (Foto: dpa)

Francois Hollande traf ebenfalls am Freitag in Moskau ein. (Foto: dpa)

Francois Hollande traf ebenfalls am Freitag in Moskau ein. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande haben in Moskau den voraussichtlich letzten Versuch zur Beendigung der eskalierenden Kämpfe in der Ukraine gestartet. Beide trafen am Freitag den russischen Präsidenten Wladimir Putin, um Möglichkeiten für eine friedliche Lösung auszuloten. Merkel dämpfte jedoch vor dem Abflug in Berlin die Hoffnungen auf einen raschen Durchbruch. Dabei drängt die Zeit: US-Präsident Barack Obama will in Kürze entscheiden, ob an das ukrainische Militär Waffen geliefert werden. Zudem will die EU kommende Woche über mögliche neue Sanktionen gegen Russland entscheiden.

Russland sprach dem Dreier-Gespräch eine entscheidende Bedeutung zu. “Ich würde nicht sagen, dass es die letzte Chance ist”, sagte der russische Botschafter in Frankreich, Alexander Orlow, dem französischen Radiosender Europe 1. “Aber es ist nicht weit davon entfernt.” Eindringlich warnte er vor Waffenlieferungen der USA an die ukrainische Armee: Zwar habe Russland davor keine Angst. “Es wäre aber Wahnsinn, weil dadurch Öl ins Feuer gegossen wird.”

Hollande sprach am Freitag lediglich von “ersten Schritten” auf dem Weg zum Waffenstillstand, die mit dem Treffen in Kiew eingeleitet worden seien. Merkel sagte, es sei völlig offen, ob bei der Unterredung mit Putin eine Waffenruhe erreicht werden könne. “Wir wissen nicht, ob das heute gelingt, ob vielleicht weitere Gespräche dazu notwendig sind.” Regierungssprecher Steffen Seibert ergänzte: “Es ist sehr schwierig. Es gibt keinerlei Anzeichen für einen Durchbruch, das muss man auch ganz realistisch einschätzen.”

Alle diplomatischen Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts haben bislang keinen Erfolg gehabt. Absprachen und Vereinbarungen wurden entweder nicht eingehalten oder waren schon nach kurzer Zeit Makulatur, wie etwa das Minsker Abkommen über eine Waffenruhe. Angela Merkel scheint allerdings mit dem wirtschaftlichen und militärischen Zusammenbruch der Ukraine zu rechnen. In der Beamtenschaft in Berlin arbeitet man offenbar mit Hochdruck an einem Friedensplan.

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Krim-Streit: Duma will „Annexion“ von DDR durch BRD verurteilen

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Vor dem Hintergrund der westlichen Kritik einer „Annexion“ der Krim durch Russland will die Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) in einer Sondererklärung die „Annexion der Deutschen Demokratischen Republik durch die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1989“ verurteilen.

Der Vorsitzende der Staatsduma, Sergej Naryschkin, beauftragte am Mittwoch den Auswärtigen Ausschuss mit der Vorbereitung einer entsprechenden Erklärung. Damit reagierte Naryschkin auf die immer neuen Vorwürfe aus dem Westen, Russland habe die Krim „annektiert“.

Die Initiative ging vom Abgeordneten Nikolai Iwanow (KPRF) aus. Dieser verwies in seinem Statement am Mittwoch darauf, dass die Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE), Anne Brasseur, am Montag Russland erneut einer „Annexion der Krim“ beschuldigt hatte. „Als Reaktion schlage ich vor, eine Erklärung vorzubereiten, die die Annexion der Deutschen Demokratischen Republik durch die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1989 verurteilt“, sagte Iwanow. Er betonte, dass es in der DDR keine Volksabstimmung über eine Eingliederung in die BRD gegeben habe. Die Krim hingegen stimmte in einem Referendum für eine Wiedervereinigung mit Russland.

Ex-Sowjetpräsident Michail Gorbatschow, der als einer der Väter der Wiedervereinigung gilt, bezeichnete den Vorschlag als »Unsinn«. »Von welchem Referendum soll die Rede sein, wenn sowohl in der DDR als auch in der BRD alle Kundgebungen unter dem Motto stattfanden: «Wir sind ein Volk!» (Anm. d. Red.: 2015 behauptet die deutsche Presse: “Wir sind das Volk!” ist das neue “Ausländer raus!”)

Niemand bestritt das, deshalb kam niemandem eine Volksbefragung in den Sinn«, sagte der Friedensnobelpreisträger.

Die Krim-Bevölkerung hatte am 16. März 2014 in einem Referendum mehrheitlich (fast 97 Prozent der Wahlbeteiligten) für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation gestimmt. Zwei Tage später unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation. Der Anlass für das Referendum war der blutige Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung gestellt hatte. Die neue Regierung schickte Truppen in die östlichen Industrieregionen Donezk und Lugansk, die den Umsturz nicht anerkannt haben.

Nach der Krim-Entscheidung entzog die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PACE) Russland das Stimmrecht — als Sanktion für die „Annexion“ der Schwarzmeerhalbinsel. Die Krim hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide im Bestand der Sowjetunion – „verschenkte“. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 blieb die von Russen dominierte Krim automatisch in der Ukraine.

Quellen: PRAVDA TV/neues-deutschland.de/de.sputniknews.com vom 28.01.2015