Die geheimnisvollen Steinkreise von Turpan (Video)

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In der chinesischen Wüste Gobi hat man zahlreiche rätselhafte Steinformationen gefunden, die wahrscheinlich vor Tausenden von Jahren von sonnenanbetenden Nomaden errichtet wurden. Ihren ursprünglichen Zweck konnten die Experten bisher nicht eindeutig klären. Jetzt hat ein Archäologe seine eigene Theorie geäußert: Er hält sie für Opfergaben an die Sonne.

Im nordwestlichen Teil des Landes wurden in der Nähe der Stadt Turpan über 200 dieser seltsamen Steinformationen entdeckt, die zum Teil auf ein Alter von 4.500 Jahren geschätzt werden. Einige der Formationen sind quadratisch und einige verfügen über Öffnungen. Andere sind wiederum kreisförmig und eine große Formation besteht sogar aus Steinen, die es eigentlich nirgendwo dort in der Wüste gibt und aus anderen Regionen zu stammen scheinen. Obwohl die Steinformationen den dort lebenden Einheimischen schon lange bekannt waren, wurden sie von den Archäologen erst im Jahre 2003 entdeckt.

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Anfangs hielt man sie für Grabanlagen, doch bei vereinzelten Grabungen unterhalb der Steine fanden sich keinerlei Hinweise auf Bestattungen. Schließlich verbot die Regierung jede weitere Grabung an den Steinformationen, um die Stätten zu schützen.

Während andere Archäologen diese Steinkreise für Markierungen von Grabstätten, heiligen Stätten, Orte mit besonderen spirituellen Eigenschaften oder für eine rituelle Opferstätten halten, bringt der chinesische Archäologe Lyu Enguo die eigene Theorie ins Spiel, dass die Steinkreise selbst eine Opfergabe an die Sonne darstellen könnten. Er kann es sich durchaus vorstellen, dass dies Orte sein könnten, wo man den Sonnengott anbetet. Lyu: „Denn wir wissen ja, dass die Sonne rund ist und die Dinge, die um sie herum nicht rund sind, wurden rechteckig und quadratisch dargestellt. In der Region von Xinjiang wird im Schamanismus die Sonne als Hauptgott verehrt.”

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Die Formationen befinden sich übrigens in der Nähe der Flammenberge (Huoyan Shan), im Sommer eines der heißesten Orte auf der Erde.

Video:

Literatur:

Handbuch der angewandten Geomantie: Wie wir heute Landschaft und Siedlung wieder in Einklang bringen können von Nigel Pennick

Geomantie: Wege zur Ganzheit von Mensch und Erde von Petra Gehringer

Terra Mystica: Mysterien, Rätsel und Phänomene von Fernando Calvo

Quelle: Fernando Calvo für terra-mystica.jimdo.com vom 02.04.2015

http://www.pravda-tv.com/