EZB provoziert die größte europäische Blase aller Zeiten

Euro (santiago silver - Fotolia.com)

Wird der Euro die Rettung um jeden Preis überstehen?

EZB-Chef Mario Draghi hat mit dem Aufkaufprogramm für europäische Staatsanleihen praktisch eine Garantie für hohe Anleihenkurse abgegeben. Welcher Investor kann da schon widerstehen?

Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen von Ländern aus dem Euroraum sind in den vergangenen Tagen auf neue Rekordtiefs gesunken.

Investoren stürzen sich in Scharen auf die Schuldscheine der europäischen Randstaaten. So musste Spanien am heutigen Freitagmorgen nur 1,4 Prozent Zinsen an seine Gläubiger zahlen. Italien kann für 1,61 Prozent neues Kapital am Markt aufnehmen. Die Renditen für die wirtschaftlich stärksten Euroländer liegen durchweg unter 1 Prozent.

Damit Investoren dem Schweizer Staat Geld leihen dürfen, müssen diese sogar Geld auf den Tisch legen. Die Rendite für 10-jährige Schweizer Staatsanleihen lag zuletzt bei -0,19 Prozent.

2015-04-Länder

Es ist offensichtlich: Mit ihrer Geldpolitik pumpt die EZB in den kommenden zwei Jahren nicht nur über 1 Billion neues, ungedecktes Geld in die Märkte (EZB entspricht hohen Erwartungen, Goldpreis zieht an). Die provoziert damit gleichzeitig eine der größten Finanzblasen der europäischen Wirtschaftsgeschichte. Nämlich die europäische Anleihenblase.

Laut dpa umfasst der europäische Anleihenmarkt derzeit 6,5 Billionen Euro. In den kommenden Monaten dürfte einiges an Finanzkapital hinzukommen. Dazu müssten die Staaten aber gleichzeitig neue Schulden machen. Was bewirkt das billige Geld also in Sachen europäischer Haushaltsdisziplin?

Die nächste Schuldenkrise kommt bestimmt. Wohl dem, der sein Geld nicht in windige Zahlungsversprechen maroder Staaten steckt, sondern gute Teile seines Vermögens in reale Werte angelegt hat.

Goldreporter

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