KenFM im Gespräch mit Gerhard Wisnewski über: PEGIDA und die Strippenzieher

 

Veröffentlicht am 19.12.2014

Geopolitik gleicht einem Spielfilm.
Wenn die Massen ins Kino strömen, ist der Streifen längst im Kasten.

Damit überhaupt die letzte Klappe fallen kann, muss ein gigantisches Team über Jahre koordiniert werden.

Das Endprodukt, der Blockbuster, kennt dann keine Zufälle. Alles basiert auf einem Drehbuch, und dieses Drehbuch verkauft dem Zuschauer eine Story samt Showdown – in diesem gewinnt das Gute und das Böse wird vernichtet.
Filme sind identitätsstiftend, wenn man sich im Kino mit den Guten identifizieren kann.

Seit dem 11. September 2001 sind die Guten wir und die Bösen der Islam, der im ewigen Kampf gegen den Terror bekämpft werden muss. Für diesen Kampf muss man nicht ins Kino. Aktuell reicht es, wenn man sich der PEGIDA-Bewegung anschließt. Den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“.

Richtig? Falsch!

PEGIDA ist ein von den Eliten gesteuertes Ablenkungsmanöver, um die Massen, das Fußvolk nicht nur untereinander und damit gegeneinander aufzubringen, sprich zu spalten, sondern um es parallel auf einen Europa-Kurs einzunorden, den die meisten der Teilnehmer vollkommen ablehnen, und gegen den sie neulich noch selber demonstriert haben.

In der PEGIDA-Verpackung aber, die einem Trojanischen Pferd gleicht, sind die meisten Menschen schlicht überfordert. Wer überfordert, verwirrt, und damit orientierungslos ist, bemerkt dann auch nicht, dass der Kopf von PEGIDA, Lutz Bachmann, als ferngesteuerter Anführer der SPRINGER-Presse agiert und eine kriminelle Kariere hinter sich hat. Sowas macht erpressbar. Vor allem für Geheimdienste.

KenFM sprach mit dem Autor, Politikwissenschaftler, Journalisten und Filmemacher Gerhard Wisnewski über PEGIDA und wie weit man in der Geschichte zurückgehen muss, um zu erkennen, welche Szene des Spielfilms „Geopolitik“ wir nach 9/11 aktuell inszeniert bekommen.

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Montag ist PEGIDA-Tag: Heute Rekordzulauf zum Abendspaziergang in Dresden erwartet

Torben Grombery

Wie gefährlich eine Bürgerbewegung für das politische Establishment ist, kann man daran ablesen, wie breit angelegt die Gegenangriffe sind und welcher Methoden sich dabei bedient wird: Gegen PEGIDA wird mittlerweile ein schmutziger Krieg geführt. Unterdessen schlagen die eher unpolitischen PEGIDA-Organisatoren instinktiv den richtigen Weg ein und befreien sich von unseriösen politischen Bewegungen wie aktuell von PRO NRW in Nordrhein-Westfalen.

Nicht nur in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) darf an prominenter Stelle ganz aktuell der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und Herausgeber derKölnischen Rundschau, Helmut Heinen, mit der Überschrift »Wehren wir uns«, unter dem Deckmantel sich gegen einen Angriff auf unsere Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit − wegen des abscheulichen Attentats auf die Redakteure des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo − zur Wehr zu setzen, auch ganz unverhohlen die PEGIDA-Bewegung in den Schmutz ziehen.

Dort, sowie an prominenten Stellen in vielen anderen Mainstream-Blättern, ist unter anderem zu lesen:

»Das Attentat auf ›Charlie Hebdo‹ ist ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere Presse- und Meinungsfreiheit. Wir müssen sie stets aufs Neue verteidigen, auch gegen die perfide Propaganda der Pegida-Anführer und den üblen Vorwurf der ›Lügenpresse‹. Ein Aufruf der deutschen Zeitungsverleger.«

Dass sich gerade die Maistream-Medien den Vorwurf der »Lügenpresse« völlig zu recht gefallen lassen müssen, darüber haben wir bereits häufiger berichtet. Denn nicht erst seit dem Beginn der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt klafft zwischen der öffentlichen und veröffentlichten Meinung eine Riesenlücke.

Die Menschen habe absolut kein Interesse mehr daran, sich von unglaubwürdigen »Journalisten« von zumeist linkspolitischer Seite umerziehen oder bevormunden zu lassen. Ein schickes Beispiel genau dazu bietet gerade Uta Rasche in einem Text in der FAZ, welcher uns vorgibt, wie wir unseren Kindern PEGIDA erklären sollen.

KOPP-Autor Udo Ulfkotte hat gerade diesem Themenkomplex mit seinem neuesten Enthüllungswerk Gekaufte Journalisten ein ganzes Buch gewidmet. Dort ist auf 336 Seiten detailliert nachzulesen, wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massen- und Leitmedien lenken.

Nicht umsonst belegt das hochbrisante Buch aktuell Rang vier der Spiegel-Bestsellerliste. Auch Auszüge daraus hat Udo Ulfkotte in seiner Rede auf der letzten PEGIDA-Kundgebung in Dresden den Menschen mitgeteilt:

Unterdessen fordert der türkische Premier Ahmet Davutoglu von Deutschlands tolerantester Kanzlerin seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, konkrete Schritte gegen die »Islamfeindlichkeit« in Deutschland. Laut türkischen Presseberichten wird in Ankara mit großer Sorge auf die deutsche PEGIDA-Bewegung geschaut und zeitgleich der Druck auf die deutsche Politik erhöht.

Die wahrscheinliche Taktik und das äußerst perfide Ziel hinter all dem Polit-Theater, Deutschland zum Einwanderungsland umzufunktionieren und schlussendlich durch Masseneinwanderung wohl auch nazisicher zu gestalten, hat Grünenpolitiker Cem Özdemir in vorauseilendem Gehorsam schon vor einigen Wochendurchblicken lassen.

Bei der überschäumenden PEGIDA-Kritik ist es dem sonst stets um Toleranz bemühten Grünen-Chef wohl nicht immer gelungen, die nötige Contenance zu wahren. Deswegen hat der PEGIDA-Mitorganisator Lutz Bachmann jetzt Strafanzeige erstattet, wie der Blog Blaue Narzisseberichtet:

»Lutz Bachmann, einer der führenden Köpfe von Pegida, verklagt Cem Özdemir. Der Grünen-Vorsitzende habe Pegida-Demonstranten als ›Nazischweine‹ und ›komische Mischpoke‹ beleidigt.«

»Bachmann machte einen Strafantrag § 185 wegen Beleidigung. Auf seinem Facebook-Profil schreibt er weiter: ›So, Bestrafungsantrag mit Erweiterung auf § 130 und vom Anwalt Antrag auf Aufhebung der parlamentarischen Immunität wurden auch gestellt. Dieser muss allerdings nach Ermittlung noch offiziell von der Staatsanwaltschaft Dresden gestellt werden.«

Das Orga-Team der PEGIDA in Dresden bemüht sich derweil auch anderweitig, um ihre Bürgerbewegung sinnvoll weiterzuentwickeln.

Insbesondere nachdem selbst die Dresdner Tafel es abgelehnt hatte, Geld von PEGIDA im Rahmen einer Spendenaktion für Obdachlose zu nehmen (dazu sollte man wissen, dass die Vorsitzende der Tafel in Dresden Edith Franke heißt und eine frühere Landtagsabgeordnete der Linkspartei ist), wollen die Verantwortungsträger die PEGIDA-Bewegung jetzt als gemeinnützig registrieren lassen.

Das Dresdner Finanzamt prüft aktuell den Antrag auf Anerkennung und sieht die »formalen Mindestinhalte« zur Vereinsgründung wohl erfüllt. Damit dürften Spenden an PEGIDA künftig bis zu einem Gesamtspendenbetrag von 1650 Euro für Alleinstehende und 3300 Euro für Verheiratete pro Jahr als Sonderausgabe in der Steuererklärung geltend zu machen und somit steuerlich absetzbar sein.

Zu diesen Bemühungen zählen derzeit auch der richtige und wichtige Versuch der PEGIDA-Organisatoren, sich von unseriösen politischen Kräften sowie deren abzusehenden Unterwanderungsversuchen zu befreien. Auf Facebook ist dazu zu lesen:

»Bezugnehmend auf die Pressemitteilung von Pro NRW vom 08. Januar 2015 geben wir hiermit Folgendes bekannt:
Sämtliche Veranstaltungen, die unter den Namen KÖGIDA, BOGIDA und DÜGIDA angemeldet und durchgeführt werden, sind KEINE PEGIDA-Veranstaltungen.
PEGIDA NRW
ist der offizielle Veranstalter in NRW. PEGIDA ist überparteilich und distanziert sich ausdrücklich von Pro NRW.«

Wer gerne einmal ein wertneutral geführtes Interview mit den PEGIDA-Organisatoren Katrin Oertel und René Jahn lesen möchte, kann das bei blu-News tun.

Über Pegida und die Gefahr für die vermeintlich Mächtigen

achtungWas haben sich die Demonstranten nicht alles anhören dürfen: “Eine Schande für Deutschland” seien sie, eine seltsame “Mischpoke” oder gar “Nazis in Nadelstreifen”, mindestens aber (Neu-)Rechte, die der veröffentlichten Meinung zufolge nicht weniger als ein islam- und asylantenfreies Deutschland fordern. Und dennoch: Am Montagabend kamen in Dresden 15.000 Menschen zusammen, um unter dem Banner der “Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” (Pegida) von ihrer Versammlungsfreiheit Gebrauch zu machen. Ein Kommentar über eine Bewegung, die den vermeintlich Mächtigen Angst zu machen scheint.Selbst Kanzlerin Angela Merkel (CDU), in den Augen von zu vielen Bundesbürgern eine hervorragende Regierungschefin, konnte es nicht verhindern: Trotz ihrer flammenden Warnung an die Teilnehmer der Pegida-Demonstration, sich nicht von Rechtsextremen instrumentalisieren zu lassen, folgten am Montag nach offiziellen Zahlen der Polizei, die gemeinhin eher konservative Schätzungen veröffentlicht, 15.000 Menschen dem Demo-Aufruf. Oder kamen sie gerade wegen der Warnung Merkels und anderer? Eines lässt sich jedenfalls feststellen: Die Taktik der Politik, die Pegida zu diffamieren und kräftig mit der Nazi-Keule zu schwingen, ist kolossal gescheitert. Sie hat offensichtlich dazu beigetragen, noch mehr Menschen zu mobilisieren und diese Menschen dazu angeregt, sich selbst ein Bild von den “Nazis in Nadelstreifen” zu machen, wie NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) unter Rückgriff auf das Stilmittel der Alliteration formulierte. Von einer belächelten Demonstration mit einigen Hundert Teilnehmern im Oktober hat sich Pegida zu einer veritablen Bewegung gemausert, die die Schlagzeilen und Talkshows der Republik beherrscht.

Als Ursache dafür muss selbstredend die Umsichtigkeit der Demonstranten und der Organisatoren genannt werden. Viele nehmen schweigend an den “Spaziergängen” teil, die jeden Montag in Dresden und anderen Städten stattfinden. Sie reden nicht mit der aus ihrer Sicht verlogenen Presse. Und wer kann es ihnen verdenken? In Zeiten, in denen in den großen Medienhäusern ganz gezielt manipuliert und gelogen wird, etwa um eine fragwürdige Regierung in der Ukraine zu installieren, ist es doch nur allzu verständlich, wenn die selbsternannten patriotischen Europäer vorsichtig bis klar ablehnend gegenüber Medien sind. Die selben Medien, die sich dieser Tage sicherlich sehr um ein Gespräch mit Lutz Bachmann, einer der Organisatoren der Demonstrationen, bemühen, werden nicht müde, ihn mit Ad-Hominem-“Argumenten” zu diskreditieren. Dies verstärkt einerseits den Unwillen, mit der Medienmeute zu sprechen. Gleichzeitig wirkt es aber auch einigend auf die Pegida-Bewegung selbst: Wir gegen die, aufrechte und besorgte Bürger gegen die Lügen der Medien und der Politik, so der Tenor. Wenn die Demonstranten dann doch mal mit der Presse reden, wird sich wahlweise über sie lustig gemacht (so etwa in der “Heute Show”) und/oder sie werden ob ihrer Aussagen an den rechten Rand der Gesellschaft gestellt. All das kann man natürlich machen, nur ist man dann weit von der Bereitschaft zum Diskurs entfernt. Es mangelt seitens der Medien und auch der Politik an einem ernsthaften Interesse, sich mit den Menschen und ihren Sorgen auseinanderzusetzen.

Auch das Positionspapier der Pegida lässt nur wenig Kritik zu. Vorausgesetzt, man begibt sich nicht auf die zwanghafte Suche nach dem, was zwischen den Zeilen stehen soll, sondern nimmt das Geschriebene so wie es ist ernst. Erstaunlich ist, dass gerade die linksgrünen Blätter offenbar gegen die Forderung nach mehr Betreuern für die Asylbewerber sind. Auch sträuben sie sich offenkundig, deutsche Waffenlieferungen an fragwürdige Gestalten und Organisationen zu verbieten und finden Frauenfeindlichkeit dufte, solange der Frauenfeind die richtige Religion hat. Anders jedenfalls lassen sich so manche Stilblüten nicht erklären, die von der “taz” bis zum “Spiegel” den Weg in den öffentlichen Diskurs schafften. Die Positionen der Pegida jedenfalls sind aus Sicht des Grundgesetzes kaum zu beanstanden, bewegen sie sich doch in den Grenzen desselbigen. Unbenommen davon können die Positionen im demokratischen Widerstreit der Meinungen und Ansichten natürlich kritisiert werden. Hinter jeder ungenauen Aussage, jedem unglücklich formulierten Wort aber sofort rechtsradikales Gedankengut zu vermuten, ist ebenso falsch wie der Versuch, alle Demo-Teilnehmer in der rechten Ecke zu verorten, nur weil einige zwielichtige Gestalten an den Protestzügen teilnehmen. Es kämen schließlich auch nur sehr wenige auf die Idee, Teilnehmer an anderen Demonstrationen linksextremes Gedankengut vorzuwerfen, nur weil einige Leute von der Antifa auf dieser Demo waren.

Dass sich der Pegida-Protest derart starken Anfeindungen seitens der Presse ausgesetzt sieht, ist allerdings auch nicht wirklich erstaunlich. Spätestens seit den Mahnwachen, die im Zuge der Ukraine-Krise entstanden sind, weiß man um die Mechanismen, mit denen neue Bewegungen “kaltgestellt” werden sollen. Auch von Politikern der alteingesessenen Parteien erwarten viele mittlerweile nichts anderes, als immer und immer wieder bestimmte Begriffe in den Kopf massiert zu bekommen. Was im Zuge der Sezession und dem anschließenden Anschluss der Krim an Russland die viel beschworene “Annexion” war, ist heute der “hasserfüllte Nazi”, der marodierend durch Dresdner Straßen zieht und kurz davor steht Asylheime anzuzünden. Zwar gibt es einige Leute, die diese Scharade durchschauen. Allerdings ist eine nicht zu verachtende Masse von Menschen in Deutschland immer noch der Ansicht, dass Medien keinen wirtschaftlichen oder politischen Zwängen ausgesetzt seien und frei berichten könnten. Auch wenn sich da zum Glück einiges verändert hat, wenn man dieser Umfrage Glauben schenken will. Dass dabei auch das Vertrauen in die Politik leidet, versteht sich von selbst.

Es wäre grotesk, Pegida als etwas Singuläres anzusehen, als etwas, dass einfach so im luftleeren Raum entstanden ist, weil ein paar kahlgeschorene Krawallbrüder den sprichwörtlichen Kanal voll haben. Auch wenn sich die Demonstranten hinter der Forderung versammeln, eine Islamisierung Deutschlands verhindern zu wollen, ist dies wohl nicht der alleinige Grund für die Menschen, von ihrem grundgesetzlich verbürgten Recht auf Demonstrationen Gebrauch zu machen. Die Ursachen dafür liegen tiefer: Eine signifikante Zahl von Bürgern hat sich im Laufe der vergangenen Jahre, der gebrochenen Wahlversprechen sowie der allgegenwärtigen Lügen und Verdrehungen schlicht entfremdet von der Politik und von denjenigen, von denen sie dachten, sie würden sie allumfassend informieren. Diese Leute lesen und informieren sich lieber auf Seiten wie diesen hier, als zum zehnten Mal die immer nur leicht abgewandelte Meldung einer Nachrichtenagentur zu lesen, die sich im Nachhinein allzu oft als falsch herausgestellt hat. Das ist eine große Gefahr, allerdings weniger für Asylbewerber oder die Teilnehmer der Gegendemonstrationen, bei denen sich hartnäckig das Gerücht hält, sie würden sich teilweise für die Teilnahme an einer “Anti-Nazi-Demo” bezahlen lassen. Es ist vielmehr eine Gefahr für jene, die glaubten, die mediale und politische Macht für lange Zeit gepachtet zu haben.

Eine Gefahr für genau die Personen, die den Bürgern wortreich wie faktenarm versuchten zu erklären, weshalb sich Deutschland hinsichtlich der Ukraine engagieren müsse, weshalb Pegida-Anhänger entweder dumm oder rechtsradikal oder beides seien und allerlei anderen Unsinn von sich gaben. Bei der Beobachtung der Reaktionen auf diese neue Bewegung beschleicht mich zunehmend das Gefühl, dass die Politiker unabhängig vom Parteibuch nicht recht wissen, wie sie mit der Resignation und der Gewissheit der Menschen, doch ohnehin nur belogen und nicht ernst genommen zu werden, umgehen sollen. Die alten Mechanismen greifen nicht mehr und neue wollen der Politik nicht wirklich einfallen. Dabei wäre eine Erkenntnis wohl ein erster und richtiger Schritt: Die Mächtigen und die Politik als solche sind von den Bürgern abhängig. Das mag ja für viele selbstverständlich klingen. Im Selbstverständnis von nicht wenigen Politikern jedoch ist dies aber offenbar nicht mehr fest verankert. Ansonsten würden sie statt dicke Backen zu machen und Schreckensbilder vom Mob in Bomberjacke und Springerstiefel zu zeichnen wohl eher auf die Pegida-Anhänger zugehen. Die Bevölkerung ist da – wie so oft – bereits ein Stück weiter: Immerhin jeder Zweite hat Verständnis für Pegida, heißt es. Ohne Verständnis für den Gegenüber, für seine Sorgen und Ängste, ist ein Gespräch schlechterdings nicht möglich. Natürlich können die Politik und die Medien weitermachen und sich in Publikums- beziehungsweise Wählerbeschimpfung üben. Dass dies allerdings nicht die richtige Herangehensweise sein kann, zeigt bereits das Versprechen der wachsenden Zahl der Pegida-Anhänger, das sie in den vergangenen Wochen immer wieder lauthals skandierten: “Wir kommen wieder!” Es steht demnach wohl eher nicht zu vermuten, dass sich die Demonstranten von den teils skandalösen Beschreibungen der Politiker und Medien einschüchtern lassen, noch dass sie von alleine aufhören.

http://www.iknews.de/2014/12/16/ueber-pegida-und-die-gefahr-fuer-die-vermeintlich-maechtigen/