Marine Le Pen und die europäische Feuertaufe

Die Angst der EU vor einer französischen Revolte

flickr.com/ thegobalpanorama/ (CC BY-SA 2.0)

Marine Le Pen, Parteivorsitzende des Front National, Mitglied im Europaparlament und derzeit beliebteste politische Person Frankreichs, hält vehement am pro-russischen Kurs fest, verspricht ihren Wählern gar den Austritt aus der Eurozone im Falle eines Wahlsieges 2017. Aktuelle Umfragen bestätigen ihren Aufwind, demzufolge Marine Le Pen durchaus Frankreichs neue Präsidentin werden könnte.

Keineswegs überraschend, daß US-Europa deshalb zittert, denn sollten sich jene Umfragen bestätigen oder Frankreich sogar vorgezogene Neuwahlen erleben, öffnet Marine Le Pen das Tor Richtung Russland sowie einem unabhängigen, souveränen Europa der Vaterländer, fernab bisheriger EU-Fremdbestimmung. Besonders interessant in diesem Zusammenhang dürfte dasBilderberger-Treffen (Interalpen-Hotel, Tirol) vom 9. bis 14. Juni 2015 sein, wo erneut Hochfinanzeliten handverlesene „Gäste“ begrüßen, geheime Pläne schmieden.

Themen jener Sitzungen gelangen natürlich nicht an die Öffentlichkeit. Das man dort jedoch über Marine Le Pen samt ihrer Partei Front National sprechen wird, daran gibt es keinerlei Zweifel. Sie ist schließlich zuweilen Europas einzige politische Schlüsselfigur, welche täglich mehr Zustimmung erhält, gleichzeitig hinter Wladimir Putins politischen Kurs steht. Für Bilderberger zweifelsohne fatal, da ihre Monsanto-Strategie auf ukrainischen „Landraub“ abzielt, einer Art weltweiten, totalitären Kontrolle sämtlicher Versorgungsstrukturen. Jenes Vorgehen gelingt allerdings nur, sofern Europa Krieg gegen Russland führt.

Wladimir Putin ignoriert aber weiterhin Provokationen, findet stets friedliche Möglichkeiten. Verlässt Frankreich die Eurozone, wären Kooperation mit BRICS-Staaten schnell realisierbar. Marine Le Pen würde Vorbildfunktionen ausfüllen, wodurch andere EU-Staaten Mut fassen könnten, ihrem Beispiel Folge zu leisten. Frankreich als Verbündeter Russlands bringt etliche Bilderberger-Pläne ins Wanken, sorgt für weltpolitische Gleichgewichtsveränderung.

Ob haltlose Sanktionspolitik, Kriminalisierung Europas oder Währungsfragen: Marine Le Pen hält dagegen, liefert überdies konsequente Antworten. Frankreich im Revolutionszustand unter Marine Le Pen wird US-Europa verunsichern, deutlich schwächen. Strategisch klug agierend, hält Marine Le Pen Europa im Spiel bezüglich einer russisch-europäischen Freundschaft. Primitive „Hassparolen“ lehnt sie indes vollends ab, präsentiert viel eher neurechtes Gedankengut bzw. Volkspolitik, wohingegen beispielsweise deutsche Linksradikale fortlaufend gegen ihr eigenes Vaterland hetzen.

Extremisten jedweder Art haben längst verloren, weshalb NWO-Vertreter vor dem Aus stehen. Wladimir Putin sowie Marine Le Pen verkörpern einst verloren gegangene politische Ideale, stehen hinter ihrem Volk, wollen faire Weltpolitik nachhaltig umsetzen. Beide beherrschen jahrhundertalte strategische Züge, halten ihr Wort, kriechen keinesfalls im Staub. Insbesondere junge Generationen sehnen sich exakt danach, stehen geschlossen hinter nachvollziehbaren Entscheidungen Russlands.

Ihr

Joachim Sondern

https://buergerstimme.com/Design2/2015/03/marine-le-pen-und-die-europaeische-feuertaufe/

Front National: Marine Le Pen verändert Europa

Frankreich und die europäische-russische Freundschaft

blandinelc

Der Front National stand vor einem Scherbenhaufen, dank dem äußerst abstrusen, radikalen Kurs des ehemaligen Parteivorsitzenden Jean-Marie Le Pen. Doch dann kam Marine Le Pen, welche im Jahr 2011 ihren Vater ablöste und den Front National intern reformierte, obgleich etliche Kritiker dachten, sie setze den Kurs ihres Vaters fort. Nichtmals 3 Jahre später erzielte der Front National unter Marine Le Pen einen historischen Wahlerfolg, zog mit 25,4 Prozent als stärkste Kraft Frankreich ins Europaparlament ein, wo Marine Le Pen bis dato äußerst weitsichtig agiert, zum Wohle einer europäischen-russischen Freundschaft.

Vorangegangen waren die Parlamentswahlen Frankreichs anno 2012, als der Front National überraschend drittstärkste Partei wurde samt 13,8 Prozent aller Wählerstimmen, Marine Le Pen ihre Generalprobe hervorragend meisterte. Demzufolge mitnichten verwunderlich, daß jene Marine Le Pen bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen 2017 laut Umfragen 26 Prozent erreichen wird. Le Pens Stichwahlgegner wäre Nicolas Sarkozy, Frankreichs Präsident von 2007 bis 2012, wohingegen aufgrund desolater politischer Vorgehensweisen aller Voraussicht nach François Hollande in der ersten Runde verliert.

François Hollandes Rettungsversuch

Natürlich startet François Hollande Rettungsversuche, möchte vorzeitige Neuwahlen selbstverständlich verhindern, da ansonsten mitunter Marine Le Pen als strahlende Siegerin hervorgeht. Schließlich ist Nicolas Sarkozy sein Ruf beschädigt hinsichtlich stetig neuer Affären, weshalb Nicolas Sarkozy derzeit Marine Le Pen klar unterlegen ist.

François Hollande hingegen scheint strategisch etwas klüger. Nachdem Marine Le Pen im Europaparlament Sanktionen gegen Russland ablehnte, schließt sich Hollande scheinheilig an,fordert ebenso das sofortige Ende sämtlicher Sanktionsmaßnahmen. Heuchelei soweit das Auge reicht, denn im Oktober 2014 kritisierte François Hollande noch ostukrainische Wahlen.

Marine Le Pen begeistert inzwischen halb Frankreich, weil sie charismatisch überdies ihr Wort hält, was sehr selten geworden innerhalb politischer Landschaften. Le Pens diplomatische Fähigkeiten überzeugen, Bürgerprobleme werden gelöst, statt nur sinnlos ausdiskutiert. Einzig Marion Maréchal-Le Pen, Enkelin von Jean-Marie Le Pen, rebelliert intern stellenweise, bevorzugt härtere Gangarten. Nun ja, das sollte niemand überbewerten: Marion Maréchal-Le Pen, gerade einmal 25 Jahre alt, testet Grenzen aus. Marine Le Pen erfüllt ihren Volksauftrag bestens, wodurch Marion Maréchal-Le Pen sehr bald verstehen wird, warum Pflichtbewusstsein fernab radikaler Einflüsse enorm notwendig.

Erfolg der Front National wichtig für Europa

Der Front National steht dank Marine Le Pen ganz oben in Europa, Insiderkreise sprechen längst von einem „Fels in der Brandung“ bezüglich einer wünschenswerten, europäisch-russischen Freundschaft. Gewinnt Marine Le Pen womöglich Frankreichs Präsidentschaftswahlen, wäre Frankreich gleichzeitig Botschafter einer kooperativen, aufrechten Freundschaft zwischen Russland Europa. Obgleich momentan reine Spekulation könnte Frankreich just vorgezogene Wahlen bevorstehen, heuchlerische Aktionen helfen François Hollande keinesfalls, Franzosen kennen deren wahre Absichten. Marine Le Pen sowie Russlands Präsident verändern Europa positiv, nachhaltig. Nunmehr zählt wahre Freundschaft. Folgt Deutschland dem französischen Vorbild, oder erliegt es weiterhin seiner US-NATO treuen Kanzlerin Angela Merkel?

Ihr

Joachim Sondern

https://buergerstimme.com/

„Ich bezweifle alles, was die Amerikaner sagen“ Marine le Pen euronews

Marine Le Pen äussert sich zu den Krisen auf der Welt und beurkundet mit Argumenten ihre Bewunderung für den russischen Präsidenten Putin.

Darüber hinaus wehrt sie sich gegen die EU und möchte in keiner „Anti-Terror“ Koalition mit Saudi Arabien und Katar sein. Zudem möchte sie die ISIS/ISIL auch in Syrien bekämpfen mit Einwilligung der Syrischen Regierung.

Marine Le Pen: “Wir haben keinen Platz mehr für Zuwanderer”

Foto: http://de.wikipedia.org/wiki/Marine_Le_Pen

Seit 2011 ist Marine Le Pen Chefin der rechtsgerichteten französischen Partei Front National. Gerade wurde die Tochter des Parteigründers Jean-Marie Le Pen mit 100 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Bei den Europawahlen holte die Partei die meisten französischen Sitze und Le Pen werden für die Präsidentschaftswahl 2017 ernsthafte Chancen eingeräumt. Wir haben mit ihr in Lyon gesprochen.

Sophie Desjardin, euronews
Marine Le Pen, in den Umfragen sind Sie inzwischen die größte Oppositionspartei. Denken Sie morgens beim Blick in den Spiegel daran?

Marine Le Pen
Ich bereite die große demokratische Veränderung vor, die bei der kommenden Präsidentschaftswahl mit Sicherheit eintreten wird. Das ist unser Anliegen beim Front National, jeder Einzelne von uns kämpft dafür, dass wir an die Macht kommen, um unsere Ideen umzusetzen. Es geht uns nicht um die Macht an sich, sondern wir wollen die Lage unseres Landes verändern.

euronews
Zu Beginn Ihrer Karriere haben Sie als junge Anwältin irreguläre Einwanderer verteidigt. Sie haben, so scheint es, wirklich darum gekämpft, dass diese Leute nicht abgeschoben wurden. Was ist aus dieser Marine Le Pen von damals geworden?

Marine Le Pen
Sie ist immer noch da. Was man verstehen muss, ist, dass man einerseits ein Ereignis wie die Zuwanderung als verheerend für ein Land ansehen kann, ohne aber andererseits die Absicht zu haben, diejenigen dafür zahlen zu lassen, die ja nichts für die Entscheidungen unserer politischen Anführer können. Sie sind ja nicht schuld an der Situation. Wir haben immer gesagt, wir haben nichts gegen Einwanderer, wir haben etwas gegen die, die sie hier herlocken.

euronews

Sie sprechen davon, die Massen-Zuwanderung zu beenden, aber was ist denn mit den Menschen, die illegal hier sind oder mit denen, die versuchen, nach Europa zu gelangen, um sich zu retten?

Marine Le Pen
Sie müssen nach Hause gehen. Ich bin da, um das französische Volk zu retten. Ich verstehe, dass die Menschen leiden, aber ich will, dass wir vor allem anderen zunächst einmal die Fluchtursachen beseitigen. Mein Standpunkt ist ein wenig wie der des Papstes. Das heißt, vor allem die Kriegstreiber zur Verantwortung zu ziehen.

euronews
Ok, nehmen wir an, Sie gewinnen morgen die Präsidentschaftswahl und beenden sofort die Zuwanderung. Sie waren doch auf Lampedusa und haben die Not der Flüchtlinge dort erlebt. Es ist das eine zu sagen, wir mieten ein Boot und fahren sie alle heim, aber würden Sie das Boot steuern?

Marine Le Pen
Waren Sie auf Lampedusa?

euronews
Ja.

Marine Le Pen

Dann haben Sie ja die ganzen jungen Leute gesehen, die herkommen, um zu arbeiten, weil man ihnen vorgelogen hat, es gäbe Arbeit für sie in Europa. Weil man ihnen erzählt hat, hier wäre das Eldorado. Und so sind sie auf eine Art Opfer derselben Lügen, die man auch dem französischen Volk auftischt, das die Folgen dieser Zuwanderung tragen muss und dem man sagt: “hört zu, könnt Ihr Platz machen, da sind noch ein paar Leute ankommen?” Natürlich kann man denen aber nicht Platz machen! Denn es ist kein Platz mehr da.

euronews
Sprechen wir über Europa. Vereinfacht gesagt befürworten Sie einen Austritt Frankreichs aus der EU und dem Euro. Aber wenn Frankreich alleine den Euro verlässt, wäre das sehr kompliziert.

Marine Le Pen
Sagen Sie das nicht zu laut, denn den Ländern, die nicht in der EU sind, geht es damit sehr gut.

euronews
Ja, aber sie waren ja nie in der EU, das ist ein großer Unterschied.

Marine Le Pen
Ah, das heißt also, sobald man drin ist, ist man dazu verdammt, zu bleiben, wollen Sie das sagen?

euronews
Nein, aber es ist schwieriger, auszutreten.

Marine Le Pen
Es ist schwieriger, auszutreten…

euronews
…außerdem wissen wir nicht, was passiert, weil es noch niemand versucht hat.

Marine Le Pen
Das ist genau das Problem, denn das Experiment besteht darin, uns als Versuchskaninchen zu benutzen. Das heißt, man hat uns eine europäische Konstruktion aufgezwungen, die in keiner Weise dem ähnelt, was man uns verkauft hatte. Und jetzt sagen sie uns: “Ups, nein, wir haben nicht über Austrittsmöglichkeiten nachgedacht.” Es ist ziemlich amateurhaft, dass man keine Verfahren eingeplant hat, das dem Willen eines der Völker entspricht, dass man nicht einkalkuliert hat, dass womöglich jemand aus dieser Union austreten will. Sie sehen also, dass diese Europäische Union wirklich wie ein Gefängnis angelegt wurde.

euronews
Was halten Sie von jemandem, der das Unternehmen, in dem er arbeitet, kritisiert?

Marine Le Pen
Das hängt von den Umständen ab, aber wenn es öffentlich geschieht, kann er nicht sehr loyal sein. Warum?

euronews
Was machen Sie also im Europaparlament? Sie beziehen von dort einen Großteil Ihrer Einkünfte…

Marine Le Pen
Das ist sehr nett, Madame, aber ich bin keine Angestellte, ok? Ich bin keine Angestellte der EU, ich bin von den Bürgern gewählt…

euronews
Ja, aber…

Marine Le Pen
Kein Ja, aber! Ich wurde von den Bürgern gewählt, die finden, dass der Front National so viele Abgeordnete wie möglich haben muss, um sie vor der EU zu schützen.

euronews
Stehen Sie ideologisch Wladimir Putin nahe?

Marine Le Pen
Mir gefallen Teile von Wladimir Putins wirtschaftlicher Vision, ganz klar. Aber das ist nicht erst seit gestern so. Der Front National hat seine Position in dieser Sache nie verändert. Wir beobachten es nur mit einer gewissen Freude, dass in Moskau eine Regierung ist, die die Apparatschiks geschliffen hat und einen wirtschaftlichen Patriotismus entwickelt hat.

euronews
Sie sagten, sie hegten eine gewisse Bewunderung für Putin.

Marine Le Pen
Ja, ich bewundere seinen kühlen Kopf, denn die EU führt unter dem Druck der USA einen Kalten Krieg gegen ihn. Die USA verteidigen hier ihre eigenen Interessen, das ist schwer zu ertragen. Ich bewundere es auch, dass er es geschafft hat, einer großen Nation, die 70 Jahre lang gedemütigt und unterdrückt wurde, Stolz und Lebensfreude zurückzugeben. Ich denke, es gibt einige Dinge, die man positiv betrachten muss, oder zumindest unparteiisch.

euronews

Sprechen wir über einige der Gründe für den Streit. Weißrussland, Syrien, Venezuela und Afghanistan haben die politische Situation der Krim als Teil Russlands mehr oder minder anerkannt. Wie stehen Sie dazu, befürworten Sie die Annexion?

Marine Le Pen
Als das Referendum abgehalten wurde, gab es keine legitime Regierung in der Ukraine. Das war eine illegitime Regierung; eine Putsch-Regierung.

euronews
Aber es war Viktor Janukowitsch, der gegangen ist. Niemand hat ihn gezwungen, zu gehen. Es ist geflohen.

Marine Le Pen
Ja, sicherlich, mit einem Messer am Hals. Ich denke, wäre er geblieben, wäre er beseitigt worden. Daher denke ich, dass dieses Referendum unter Bedingungen abgehalten wurde, die man nicht wirklich in Frage stellen kann. Und der Wille der Krim, Teil Russlands zu werden, kann auch kaum in Frage gestellt werden. Die Annexion der Krim an die Ukraine wurde seinerzeit gegen den Willen der Menschen auf der Krim vollzogen.

euronews

Marine Le Pen
Ja, genau, das war ein Geschenk, ja, ein Geschenk. Aber ich denke, die Krim wäre unter keinen Umständen zu Russland zurückgekehrt, wenn die EU in der Ukraine nicht darauf gedrängt hätte, eine Regierung anzuerkennen, die völlig illegitimerweise da war. Die EU hat einen sehr schwerwiegenden Fehler begangen. Zumal in dieser Regierung inakzeptable Leute sitzen, ganz vorne eine ganze Reihe offenkundiger Nazis.

euronews
Die soll es in Ihrer Umgebung auch geben…

Marine Le Pen
Ich hoffe, Sie scherzen! Wenn ich von Nazis spreche, dann von Leuten wie denen in der Ukraine. Das sind wirkliche Nazis, das heißt, Nazis mit Nazi-Fahnen. Aber die Geschichte wird uns erneut recht gegeben. Aber ich sehe schon, alles halb so schlimm, denn das sind ja gute Nazis. Wenn es Ukrainer sind, sind es gute Nazis. In den vergangenen Jahren wurden Regierungen verurteilt, die brutal gegen ihr eigenes Volk vorgehen, die auf das Volk schießen. Aber die Regierung in Kiew bombardiert ihr eigenes Volk. Und niemand regt sich darüber auf.

euronews

Sind Sie für oder gegen eine Koalition gegen ISIL?

Marine Le Pen
Ich würde gerne wissen, ob diese Koalition schon Wirkung zeigt. Ich würde gerne wissen, wer in dieser Koalition ist. Aber mit Katar und Saudi-Arabien in einer Koalition? Das kann ja wohl nicht wahr sein! Katar und Saudi-Arabien sind die Länder, die den islamistischen Extremismus finanzieren. Mit diesen Ländern in einer Koalition zu sein, ist schlicht Wahnsinn.

euronews
Also ISIL einfach machen lassen?

Marine Le Pen
Nein, ich sage nicht, dass man sie einfach machen lassen soll, aber müsste man dann nicht vor allem verhindern, dass man am Ende in Syrien gegen ISIL kämpft? Denn man hat uns doch immer gesagt, das wolle man nicht, weil man so Gefahr laufe, Baschar al-Assad zu helfen.

euronews
Also auch in Syrien?

Marine Le Pen
Natürlich auch in Syrien, aber nur mit dem Einverständnis der syrischen Regierung.

euronews
Aber die Ukraine hat die Krim nicht geklaut. Chruschtschow hat der Ukraine die Krim vermacht. Sie verteidigen also die nationale Souveränität Syriens aber nicht die der Ukraine?

Marine Le Pen
Aber Madame, in der Ukraine ist niemand gekommen, um mit Gewalt…

euronews
Aber wenn man so genau weiß, dass Katar den ISIL-Terroristen finanziell und militärisch hilft, weiß man da nicht auch, wer den Rebellen in der Ukraine hilft?

Marine Le Pen
Entschuldigen Sie bitte: Aber wenn die Amerikaner mir das sagen, dann gestatten Sie mir bitte, dass ich das anzweifle. Ich bezweifle übrigens alles, was die Amerikaner sagen. Ist das klar? Alles, was die Amerikaner sagen, muss mit Vorsicht behandelt werden.

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Zum Schluss, welche Adjektive fallen Ihnen zu folgenden vier Persönlichkeiten ein: François Hollande.

Marine Le Pen
Ein unechter Waschlappen.

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Angela Merkel.

Marine Le Pen
Eine eiserne Dame.

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Jean Claude Juncker.

Marine Le Pen
Ein verfluchter Heuchler.

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Barack Obama.

Marine Le Pen
Eine Enttäuschung.

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Quo vadis France – Wo bleibt Deutschland?

Noch hängt sich die Bundesregierung – wenn auch schon ziemlich verzweifelt – an die Haushaltsdisziplin der Eurokrisenländer, die sie über den inzwischen Makulatur gewordenen Fiskalpakt hatte zementieren wollen. Schon vergessen ist der deutsche Versuch, den Pakt – wie in Deutschland – sogar in die Verfassungen zu schreiben. Frankreich und Italien erfinden immer neue Tricks, um den von der EU-Kommission verlangten Defizitabbau zu verschieben oder zu umgehen. Frankreich will die Maastrichtgrenze für das Haushaltsdefizit von 3 % des BIP, die sie schon seit sieben Jahren verletzt, auch noch mindestens in den kommenden zwei Jahren überschreiten (Abb. 18530). Die Unterstützung durch die Notenpresse der EZB und den Rettungsschirm ESM und natürlich die Erwartung, am Ende die Schuldenunion über Eurobonds durchzusetzen, arbeitet jeder Haushaltsdisziplin entgegen.

Frankreich wird immer mehr zum Gegenspieler der Bundesregierung. Dafür ist der innenpolitische Gegendruck entscheidend, der mit der Dauer hoher Arbeitslosigkeit (Abb. 18121) und mit den Brüsseler Ermahnungen zur Haushaltsdisziplin ständig wächst. Der rechtsnationale Front National unter Marine Le Pen liegt nach Umfragen für die erste Runde der nächsten Präsidentschaftswahlen derzeit vor dem bürgerlichen Lager; die Sozialisten sind chancenlos. Marine Le Pen wettert gegen das deutsche Budget-Diktat und die EU-Bürokraten und will Frankreich aus dem Euro nehmen, um wieder die nationale Hoheit über die Währung zurück zu gewinnen.

Nun kommt Sarkozy in seiner Kampagne für die Rückkehr in den Vorsitz der UMP und dann in die Staatspräsidentschaft mit ähnlichen Forderungen zur Entmachtung der EU-Kommission, um Le Pen das rechte Wasser abzugraben. Er verlangte jetzt in einer Rede in Mülhausen an der deutschen Grenze die Rückgabe der Hälfte der Befugnisse der EU an die Mitgliedsstaaten und will nur ein Dutzend Politikbereiche in Brüssel lassen, nämlich Handel, Wettbewerb, Industriepolitik, Landwirtschaft, Energie und Forschung – also nicht zuletzt Bereiche, in denen Frankreich Geld aus der EU-Kasse erwartet. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik erwähnt er nicht mehr unter den bleibenden Befugnissen. Die EU-Kommission soll auch keine Gesetze mehr vorbereiten dürfen. Die Heimholung der Befugnisse will er notfalls mit einer Politik des „leeren Stuhls“ durchsetzen, eine schon unter De Gaulle zeitweise brutal eingesetzte Methode. Auch fordert Sarkozy den Austritt aus Schengen.

Wo bleibt dann Deutschland? Die immer wieder aufkommenden Europaträume sollte man sich schnell abschminken. Von Frankreich ist Hartball angesagt und Frankreich steht für viele andere Krisenländer. In den Worten von Hans-Werner Sinn: Die deutsche Braut wird nur für ihr Geld umgarnt, doch schön findet man sie schon lange nicht mehr. Wie Schäuble da das von ihm jetzt geforderte Vetorecht des EU-Währungskommissars gegen nationale Haushalte durchsetzen will, bleibt sein Geheimnis.

http://www.jjahnke.net/