Offizielle Stellungnahme des Europäischen Steuerzahlerbunds (TAE) zur Schweizer Volksabstimmung zur »Gold-Initiative« am 30.11.2014

Redaktion

Die Produktion von unglaublichen Mengen neu »gedruckten« Buchgelds durch die EZB und die Schuldenverschiebung via Target-2 tun in der Euro-Zone alles, um den Euro zu schwächen, die nationale Finanzhoheit der einzelnen Euro-Staaten zu eliminieren und die ehemals leistungsfähige Kasse Deutschlands zugunsten der schwachen Euro-Staaten zu plündern.

Der »Euro-Friede« wird nun angeblich und ausgerechnet durch die lieben Eidgenossen und deren Volksbegehren (am 30.11.2014) zum Gold (Gold-Initiative) gestört. Was ist da los, wie lautet die Vorgeschichte?

Die von uns auf www.stop-esm.org häufig geschilderten chaotischen politischen und finanziellen Verhältnisse der Euro-Zone (und der USA) untergraben ebenso zwangsläufig wie fortwährend die Kaufkraft des Euro und stärken dadurch den Franken (relative Aufwertung). Ein starker Franken ist, allen Unkenrufen zum Trotz, gut für die Schweizer, denn er sichert ihren Lebensstandard und sie können für gute Arbeit im Ausland billiger einkaufen (Importe).

Andererseits ergeben sich durch den stets schwächelnden Euro unstreitig Probleme im grenznahen Bereich, für den Tourismus und Teile der Exportindustrie (deren importierte Vorprodukte sich allerdings mit starkem Franken auch verbilligen!). Anstatt nun aber die einheimische Produktion zu verbilligen, zu rationalisieren und zu optimieren, um trotz starkem Franken konkurrenzfähig zu bleiben (wie dies die Schweiz und Deutschland trotz starker Währungen jahrzehntelang vorexerziert haben), hat die Schweizer Nationalbank SNB einen anderen Weg eingeschlagen. Am 06.09.2011 verkündigte sie – unseligem Zeitgeist folgend – den unbegrenzten Verkauf von Franken gegen Devisen (meist Euro/deutsche Staatsanleihen) um so den magischen Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro zu »verteidigen«.

»Gegenwärtig sei der Schweizer Franken massiv überbewertet«, verlautbarte seinerzeit die SNB. Dies war jedoch eine fatale Fehlentscheidung, denn die »gegenwärtige Überbewertung« hält nun schon seit über drei Jahren an; und so hat die SNB zur Verteidigung dieser unsinnigen Grenze für470 Milliarden Schweizer Franken verschiedene Fremdwährungen/Devisen aufgekauft, überwiegend in Euro gehandelte Papiere. Man hat also gute Schweizer Franken in schwächelnde Währungen getauscht und diese rumoren nun (wie in der Geschichte vom Wolf) unheildrohend und überschwer in der SNB-Bilanz.

Im Vergleich dazu beträgt der Bundeshaushalt der Schweiz rund 65 Milliarden Schweizer Franken, während sich die Gesamtschulden der Schweiz auf ca. 211 Milliarden Schweizer Franken belaufen.i Damit metastasieren die Devisenzwangskäufe der SNB zur Verteidigung der 1,20-Grenze zu einem gigantischen Problem der Schweiz, das sich mit jeder zusätzlichen Milliarde potenziert.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Bäckerei und einer ihrer Großkunden würde Ihnen mitteilen, er habe finanzielle Probleme und könne die Preise für Ihre Semmeln nicht mehr bezahlen. Sie haben jetzt verschiedene Möglichkeiten:

a) Sie produzieren Ihre Semmeln kostengünstiger und fahren in der Belieferung fort,

b) Sie beliefern den Kunden nicht mehr oder backen kleinere Brötchen oder

c) Sie gewähren Ihrem Kunden unbegrenzten Kredit, indem Sie seine schwache Währung akzeptieren und er so zu alten Preisen einkaufen kann.

Das ist der Weg, den die SNB gewählt hat und dem die politische Klasse und der mediale Mainstream der Schweiz zustimmte. Es ist der Weg zur Überwältigung und Plünderung der Schweiz.

So führen die massiven Devisenaufkäufe der SNB direkt in den Abgrund. Sie sind kaufmännisch töricht und politisch tödlich. Kleinen privilegierten Gruppen entsteht ein Nutzen, das gesamte Schweizer Volk aber wird massiv Schaden erleiden. Auf Dauer ist die 1,20-Grenze gegen den ständig schwächelnden und künstlich ernährten Euro-Raum ohnehin nicht zu halten. Und was dann?

Wenn nun der SNB-Präsident Jordan warnt, die Gold-Initiative sei »unnötig und gefährlich«, dann ist das nur ein weiterer durchsichtiger Versuch, den nun offensichtlichen Fehler der Einführung des 1,20-Mindestkurses zu vertuschen. Denn gute Franken zum Fenster hinausschmeißen kann jeder, dazu braucht man nicht die SNB. Ebenso unsinnig war ja auch der Verkauf von 1550 Tonnen Gold durch die SNB in den Jahren 2000 bis 2008.ii

Das Gold gehörte den Schweizer Bürgern. Die Verkäufe erfolgten überwiegend zu Tiefstpreisen, das Gold wurde praktisch verschleudert. Der von der SNB den Schweizer Bürgern zugefügte Schaden beläuft sich auf knapp 40 Milliarden Schweizer Frankeniii, also rund 61 Prozent des Schweizer Bundeshaushalts 2014. Die Zentralbank scheint seither nicht klüger geworden zu sein. Es liegt doch auf der Hand: Die Schweiz, deren Nationalbank schwächelnde Fremdwährungen/Devisen in fast achtfacher Höhe des Bundehaushalts aufgekauft hat (mit ständig steigender Tendenz!) muss viel, viel Glück haben, um irgendwann diese Devisenbestände ohne gigantische Verluste wieder loszuwerden.

Letztlich ist das nur denkbar, wenn die Schweiz in ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft unter das Durchschnittsniveau der Euro-Zone absacken sollte, was den Schweizern kaum gefallen dürfte! Durch die hochriskanten Devisenaufkäufe der SNB verfängt sich die Schweiz zusehends in den gierigen Tentakeln der Finanz-Eurokraken, aus denen es am Ende kein Entkommen geben wird.

Und gigantische Verluste bedeuten hier zum Schluss noch etwas ganz anderes: Nämlich Verlust der Schweizer Souveränität als Nationalstaat und Eingliederung der Schweiz in die Euro-Zone! Die Initiatoren der »Gold-Initiative« (hier ein Video-Link) haben diese Gefahren erkannt und wollen damit sowohl der SNB die notwendigen Zügel anlegen wie auch die Freiheit der Schweiz verteidigen. Auch vor Jahrhunderten, als sich die Schweiz ihre Freiheit erkämpfte und diese später ruhmvoll gegen den mächtigen Burgunderherzog verteidigte, war die Stimmung schwankend. Dennoch hat sich im Ergebnis der Volkswille durchgesetzt, die Schweiz blieb ein freies Land.

Heute werden Nationen durch Währungskriege und Stimmzettel vernichtet oder aufgegebeniv. Die Schweiz ist vielen ein Dorn im Auge: Wie Deutschland ist sie ein attraktives Angriffsziel schon wegen des Wohlstands ihrer Bürger. Ferner ist der Schweizer Franken, wie auch Gold, ein höchst unangenehmer Vergleichsmaßstab für die Stabilität anderer Währungsräume, speziell der Euro-Zone. Die Schwächung bzw. Beseitigung des Franken liegt deshalb im zentralen Interesse der weltweit operierenden Hochfinanz, die zur Erhaltung und Mehrung ihrer Macht seit Jahrzehnten die Fäden des Papiergeldes zieht, die Presse beherrscht und systematisch Golddrückung betreibt.

Die Verpflichtung der jeweiligen nationalen Zentralbank, (Bürger-) Gold körperlich in ausreichenden Mengen in den eigenen, inländischen Tresoren aufzubewahren und dem Volk hierüber jährlich detailliert Rechenschaft abzulegen, steuert der Gold- und Papiergeldmanipulation entgegen und ist damit ein Gebot der finanziellen Stabilität und Sicherheit eines jeden freien Staates im Interesse seiner Bürger.

Dass solche Kontrollen dem Vorstand einer SNB und BuBa nicht schmecken, ist verständlich. Sie wollen unantastbare Götter in ihrem kleinen Himmel sein. Wer lässt sich schon gerne vom Volk kontrollieren. Dennoch: Mit der Stimme »JA zur Schweizer Goldinitiative« wird dieses Ziel erreicht und gleichzeitig wird es sich die SNB zukünftig dreimal überlegen, weiterhin schwache Währungen aufzukaufen, wenn sie gleichzeitig 20 Prozent Gold (nicht Goldzertifikate) erwerben muss.

Unsere Organisation hat schon vor Jahren zusammen mit Peter Boehringer die deutsche Initiativewww.gold-action.de »Holt unser Gold heim« gegründet, die unabhängig, aber zeitgleich mit der »Gold-Initiative« in der Schweiz entstanden ist. Wir kennen also das Goldthema seit langer Zeit genau. Es geht bei der »Goldabstimmung« der Schweizer Bevölkerung um zwei elementare Dinge:

  1. Um solides Finanzgebaren des Schweizer Staates durch klare Kontrolle der SNB.
  2. Um die Verteidigung der Schweiz als Nationalstaat schlechthin.

Deshalb ist für uns sonnenklar, dass es im ureigenen Interesse (fast) jedes Schweizers liegt, mit JA zur Gold-Initiative zu stimmen. Missachten Sie als Schweizer alle abratenden Beschwörungen der SNB, verschiedener Parteigrößen, diverser »besorgter Ökonomen«, des medialen Mainstreams usw.: Diese handeln in der von Partikularinteressen gesteuerten Absicht, den freien Bürgerwillen und das Volksinteresse der Schweiz gezielt zu untergraben.

Aber was soll als Entscheidungsmaßstab gelten? Stellen Sie sich einfach vor, Sie müssten kurzfristig zur Absicherung Ihrer Familie für drohende Zeiten ein privates Depot anlegen. Würden Sie dort, wie es die Schweizer Nationalbank macht, überwiegend Papiergeld in Form der Euro-Fremdwährung einlagern oder doch lieber den vertrauten Schweizer Franken und einen guten Teil in Gold, wie dies bewährte Tradition ist? Je nachdem, wie Sie diese Frage spontan beantworten, sollten Sie bei der Gold-Initiative abstimmen.

Liebe Schweizer, unsere Meinung ist folgende:

Sie verteidigen mit dem Stimmzettel und Ihrem JA zur Goldinitiative die Freiheit der Schweiz, wie dies früher Ihre Vorfahren unter Einsatz des Lebens mit dem Schwert in der Hand getan haben. Sie sollten nicht das Erbe Ihrer Vorfahren verraten. Denken Sie an Ihre Kinder bzw. Ihre Familie und handeln Sie wie vernünftige Bürger, die sich von keiner Obrigkeit gängeln und von keiner Presse täuschen lassen – wie echte Schweizer und Schweizerinnen eben!

Rolf von Hohenhau

Taxpayers Association Europe

(Präsident)

P.S. Bitte weiterhin www.stop-esm.org zeichnen. Auch Schweizer sind willkommen!

Fußnoten:

i Entwicklung der Höhe der Staatsverschuldung der Schweiz

ii Von 2000 bis 2005 verschleuderte die SNB 1300 Tonnen Gold. Weitere 250 Tonnen wurden 2007 bis 2008 verkauft.

iii Nach anderer Rechnung auf bis zu 60 Milliarden Schweizer Franken.

iv Jüngstes Beispiel: Schottland

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/redaktion/offizielle-stellungnahme-des-europaeischen-steuerzahlerbunds-tae-zur-schweizer-volksabstimmung-zu.html

Es scheint offiziell: die Bundesbank darf ihr Gold nicht zurückholen

Prof. Dr. Max Otte

Im Januar 2013 verkündete die Bundesbank, dass sie 674 Tonnen Gold von der amerikanischen Fed zurückholen werde. Ein Jahr später musste man in einer Pressenotiz kleinlaut beigeben: von den 84 Tonnen die man bereits zurückgeholt haben wollte, hatte man bislang nur 37 bekommen. Und nur fünf Tonnen stammten aus Beständen des Federal Reserve.

Tyler Durden arbeitet den Fall auf der unkonventionellen, aber angesehenen Website zerohedge.com heraus. Zunächst gab es ziemlich fadenscheinige Gründe, warum die Goldtransporte so langsam erfolgen. Einmal war es laut Bundesbank einfacher, die Goldbestände aus Paris zu transportieren. Zum anderen hätten diese Goldbestände schon die erforderliche Standardform, während die U.S.-Barren noch hätten umgeschmolzen werden müssen.

Dann gab die Bundesbank auf. Nun kamen die wahren Gründe ans Tageslicht. Norbert Barthle, der haushaltspolitische Sprecher der Union im Bundestag sagte, dass man das Gold in Amerika lasse. Es gebe absolut keinen Grund, Amerika zu misstrauen.

Keinen Grund, Amerika zu misstrauen? Irak? Lybien? Ukraine? NSA? Amerika ist eine Großmacht und handelt wie eine, ganz im Sinne des ersten modernen Geschichtsschreibers Thukydides, der den Peloponnesischen Krieg und das Verhalten der Athener mit einfachen klaren Worten beschrieb: „Die Starken machen, was sie wollen und die Schwachen erleiden, was sie müssen.“

Es geht hier doch gar nicht um Vertrauen, sondern um nationale Handlungsspielräume im Sinne Deutschlands und Europas! Das Gold ist nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen Deutschland und Europa abhängig und gefügig gemacht werden.

Und Deutschland ist ja nicht das einzige Land. Auch die Schweiz war eine Gefahr für die amerikanische Weltherrschaft. Die Schweizer Banken wurden in den letzten Jahren faktisch „angeschlossen“ und zu Erfüllungsgehilfen des amerikanischen Fed degradiert. Das ging sehr schnell: es wurden einfach einige schweizerische Bankenvorstände in den USA verhaftet, mit der Begründung, dass sie amerikanisches Recht gebrochen hätten.

Danach kapitulierte die Schweiz und das Bankgeheimnis – eines der wichtigsten bürgerlichen Freiheiten – existiert auch dort nicht mehr.

Die Schweiz hält demnächst ein Goldreferendum. Die Notenbank soll in Zukunft 20 Prozent ihrer Bilanz in Gold halten und kein Gold mehr verkaufen dürfen. Ich halte die Forderungen für überzogen und falsch. Aber es wäre sicherlich sehr schwierig für das amerikanische Herrschaftssystem. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Referendum Erfolg hat. Aber wenn es Erfolg hätte, bin ich mir ziemlich sicher, dass auch die Schweiz ihr Gold nicht zurückbekommt.

Europa wird in die absolute politische Abhängigkeit getrieben. Man kann auch sagen, dass es unterworfen wird. Die neuen Informationstechnologien machen Kontrolle und Herrschaft in einem Ausmaß denkbar, das vor 20 Jahren noch keiner zu erträumen wagte.

Und da soll Gold eine schlechte Kapitalanlage sein? Ich bleibe dabei: wenn Sie Ihre Versicherung in Form von Gold erhöhen wollen, ist dies kein schlechter Zeitpunkt.

© Prof. Dr. Max Otte

http://www.goldseiten.de/

»Bescheidener Vorschlag« der Deutschen Bank an die Zentralbanken: »Schnappt euch das Gold, das sich im Besitz der Privatleute befindet«

Tyler Durden

Dieselbe Bank, die uns vor wenigen Tagen darüber informierte, es werde davon geredet,»Helikopter-Geld«, also Geld, das wie das biblische Manna vom Himmel regnet, und Schuldenerlasse seien Anzeichen dafür, dass das Ende der Fahnenstange erreicht sei, vollzieht jetzt den nächsten logischen Schritt.

Im Folgenden ohne Kommentar ein Auszug aus dem Daily Metal Outlook der Deutschen Bank; der wichtigste Abschnitt wurde hervorgehoben:

»Auch wenn Akteure auf dem Goldmarkt gegenwärtig ihre meiste Aufmerksamkeit auf die Gefahr richten, die Schweizerische Nationalbank (SNB) könnte bei einem positiven Votum für das Referendum der Bürgerinitiative ›Rettet unser Gold‹am 30. November gezwungen sein, große Mengen an Barrengold zu kaufen, hat nun noch eine weitere Zentralbank die Europäische Zentralbank (EZB) dieses Thema aufgegriffen.

So seltsam es angesichts der internen Diskussion in diesem Jahr über den Ankauf von Vermögenswerten im Allgemeinen auch klingt, erinnerte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch vor Journalisten daran, dass die EZB theoretisch im Rahmen ihrer Lockerung der Geldpolitik (Quantitative Easing, QE) Vermögenswerte aller Art kaufen könne.

Dies schlösse Regierungsanleihen, Aktien, börsengehandelte Fonds und sogar Gold ein. Und tatsächlich spielt es im Rahmen eines wirksamen QE-Programms eine geringere Rolle, um was für einen Vermögenswert es sich handelt, als wer der Verkäufer ist.

Geht man davon aus, dass das Bankensystem der Eurozone offenbar immer noch das Nadelöhr im monetären Transmissionsmechanismus darstellt, so könnte es durchaus vernünftig sein, es zu umgehen. Banken besitzen kein Gold. Aber die ›theoretische‹ Möglichkeit könnte sehr schnell zu praktischen Problemen führen. Diese beträfen nicht zuletzt Mengenbegrenzungen und das Problem, entscheiden zu müssen, wer zu den Gewinnern und den Verlierern gehört. 

Dennoch weist das Konzept von Goldankäufen aufgrund der möglichen Verkäufer auch Vorteile auf. Viel Gold befindet sich in Privatbesitz, vor allem in Ländern wie Deutschland. In einigen Fällen handelt es sich dabei um ungewollte Überbleibsel von Investitionen von vor fünf Jahren, die durch die Finanzkrise ausgelöst wurden. Ein Programm, das vor allem auf diese Goldvorräte zielt, könnte brachliegende Liquidität freisetzen, von der ein Teil möglicherweise sogar in dem Konsum fließen könnte.«

 

Die Zentralbanken der Welt müssten also mit anderen Worten nichts anderes tun, als»brachliegende Liquidität freizusetzen«, die sich, so legt es die Deutsche Bank nahe, als»ungewollte« Schätze in Form physischen Goldes in Privatbesitz befinden. Und während die Zentralbanken im Verlauf dieser Operation ihre eigenen Goldvorräte aufstocken, könnte als Nebeneffekt, Gold als Anlage unattraktiv werden.

 

Und was wäre, wenn es schiefgeht? Franklin D. Roosevelt hat der Welt 1933 mit seiner Präsidialdirektive 6102, auch als »Goldverbot« bekannt, bereits gezeigt, wie man mit einer unnachgiebigen Öffentlichkeit umgeht, die sich nicht von ihrem Gold trennen will: Der private Goldbesitz wurde einfach verboten und alles Gold, das sich in Privatbesitz befand, musste zu einem festgelegten Preis bei staatlichen Annahmestellen abgegeben werden. Etwas Ähnliches unternahm auch die Zentralbank der Niederlande (DNB) vor einigen Jahren, als sie den Rentenfonds riet, ihr Gold zu verkaufen. Erst vor Kurzem hatte die DNB in aller Stille 122 Tonnen Gold von der New Yorker Federal Reserve nach Hause zurückgeholt.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/tyler-durden/-bescheidender-vorschlag-der-deutschen-bank-an-die-zentralbanken-schnappt-euch-das-gold-das-sich.html

Protokoll enthüllt: So wurde der Goldpreis manipuliert!

Goldbarren (3dmentat  - Fotolia.com)

Die von der britischen Aufsichtsbehörde FCA aufgedeckte Goldpreis-Manipulation im Londoner Goldfixing wurde genau dokumentiert. Wir liefern die Details.

Jetzt ist es also offiziell: Der Goldpreis im Londoner Goldfixing wurde mindestens seit 2004 immer wieder manipuliert. In dieser Woche verhängte die britischen Aufsichtsbehörde FCA eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 32 Millionen Euro gegen die Barclays Bank und eine Geldstrafe sowie ein Berufsverbot für den Trader(Goldreporter berichtete). Dieser heißt Daniel James Plunkett. Ihm wurde die Manipulation nachgewiesen und als Beispiel für Unregelmäßigkeiten beim Goldfixing zwischen 2004 und 2013 vorgebracht. Nun sind genaue Details zum Hergang der Manipulation bekannt geworden.

27. Juni 2012
Die Geschichte beginnt am 27. Juni 2012. Goldhändler Daniel James Plunkett sieht sich im Rahmen eines einzelnen Trades mit einem schweren Verlust konfrontiert. Es geht um die Wette eines Kunden. Dieser hat 43 Millionen US-Dollar auf einen Anstieg des Goldpreises innerhalb von zwei Jahren gesetzt. Plunkett sitzt auf der entsprechenden Gegenposition. Sollte der Goldpreis steigen, würde er reichlich Geld verlieren.

Der Vertrag basierte auf dem Londoner Gold Fixing. Sollte der Goldpreis oberhalb von $ 1.558,96 aus dem Fixing am 28. Juni 2012 hervorgehen, hätte Plunketts Arbeitgeber 3,9 Millionen US-Dollar zahlen müssen und Plunketts eigenes Handelsbuch wäre ein schwerer Schlag versetzt worden.

London Gold Fixing 28.06.2014

 

Am 27. Juni war der Goldpreis im Nachmittagsfixing auf $ 1.573,50 Dollar festgelegt worden. Die US-Goldfutures schlossen an dem Tag sogar noch höher. Also schickte Plunkett eine E-Mail an den Trading Desk von Barclays, in dem er zum Ausdruck brachte, dass er auf ein “mini puke” (Dtsch: “leichtes Erbrechen”), also einen leichten Kurseinbruch am folgenden Tag hoffe. “Hoffentlich wird bei 1.558 oder idealerweise bei 1.558,75 gefixt”, habe er am Morgen des 28. Juni gegenüber Kollegen geäußert.

28. Juni 2012
Das Goldfixing begann wie üblich um 15 Uhr. Deutsche Bank, HSBC, Scotiabank und Société Générale starteten gemeinsam mit Barclays die Telefonkonferenz. Als man einige Minuten lang die Kauf- und Verkaufsinteressen abwog, schlug eine Gruppe einen Fixpreis von $ 1.558,50 vor. Die Gunst schlug aber in Richtung der Käufer aus. Schließlich warf Plunkett mit einem Verkaufsauftrag über 60.000 Unzen (1,87 Tonnen) in den Ring. Wert: rund 90 Millionen US-Dollar – gepaart mit der Hoffnung, den Goldpreisanstieg verhindern zu können. Um 15:10 Uhr war die Sache erledigt. Der Goldpreis wurde mit $ 1.558,50 fixiert. Für die Barclays Bank  war die Kuh vom Eis. Plunkett strich einen Gewinn von 1,75 Millionen US-Dollar ein.

Allerdings war Plunketts Sieg nicht von langer Dauer. Der Kunde forderte sofort eine Erklärung. Nach einer internen Untersuchung glich Barclays den Schaden aus.

Zu dieser Zeit, heißt es, sei Barclays nicht in der Lage gewesen, solche Manipulationsversuche von Referenzpreisen zu erkennen. Man habe den Interessenskonflikt zwischen den Fixing-Teilnehmern und dem Verkauf von Produkten, die auf dem Fixing basieren, nicht vernünftig handhaben können.

 

http://www.goldreporter.de/

Wieder die Nummer 1: Indien trotzt der Goldmarkt-Bremse

Goldsouk in Dubai (Foto: GordonGrand - Fotolia.com)

Indien befindet sich derzeit in der Phase mit der traditionell größten Goldnachfrage im Jahresverlauf.

Laut den offiziellen Marktzahlen des World Gold Council hat Indien China als größter Goldkonsument wieder abgelöst. Und das trotz der anhaltenden Restriktionen auf dem heimischen Goldmarkt.

Indien hat im dritten Quartal 2014 Gold im Wert von 9,28 Milliarden US-Dollar nachgefragt. Das entsprach einer Menge von 225,1 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr steigerte Indien seine Goldnachfrage um 39 Prozent, während Nachbar China (inkl. Hongkong und Taiwan) ein Minus von 37 Prozent zu verzeichnen hat. Im Reich der Mitte wurden laut den aktuellen Zahlen des World Gold Council (WGC) 194,1 Tonnen im Wert von 8 Mrd. US-Dollar nachgefragt.

Damit hat sich Indien das Prädikat weltgrößter Goldkonsument von China zurückerobert, und das trotz der anhaltenden Restriktionen auf dem heimischen Goldmarkt. Allerdings hat sich zuletzt gezeigt, dass der World Gold Council mit seiner Schätzung über Chinas Nachfrage nicht ganz richtig liegt (China bestätigt Goldnachfrage von mehr als 2.000 Tonnen).

Dennoch: Wer gehörte im dritten Quartal – in Tonnen gemessen – noch zu den größten Goldnationen?

Dennoch: Wer gehörte im dritten Quartal – in Tonnen gemessen – noch zu den größten Goldnationen?

  1. Indien: 225,1 t (+39 %)
  2. China: 194,1 t (-37 %)
  3. USA: 42,3 t (+3 %)
  4. Deutschland: 33,2 t (+3 %)
  5. Türkei: 25,8 t (-13 %)
  6. Vietnam: 19 t (-27 %)
  7. Russland: 18,6 t (+1 %)
  8. Thailand: 16,5 t (-42 %)
  9. Saudi-Arabien: 15,3 t (-16 %)
  10. Ägypten: 13,1 t (-8 %)
  11. VAE: 12,4 t (-18 %)
  12. Schweiz: 12 t (-28 %)

In Klammern: Veränderung gegenüber Vorjahr.

Goldnachfrage Länder

Oben: Die vollständige Tabelle der größten Goldkonsumenten im driten Quartal 2014.

http://www.goldreporter.de/wieder-die-nummer-1-indien-trotzt-der-goldmarkt-bremse/gold/46352/

Der Fed-Report: Das Geheimnis um den größten Goldspeicher der Welt

 

Fed-Report SR-9 Cover

Goldreporter war zu Gast bei der Federal Reserve Bank of New York und erhielt Zugang zum berühmten Gold-Tresor. Was die Redaktion vor Ort erlebt hat, ist nun in einem Spezial-Report nachzulesen.

Im Herzen von Manhattan wurde 1924 die heutige Zentrale der Federal Reserve Bank of New York errichtet. Das Gebäude gleicht einer Trutzburg. Die massiven Mauern wurden über 14 Stockwerke um einen riesigen Goldspeicher herum hochgezogen. Er gilt bis heute als der weltweit größte Aufbewahrungsort für Zentralbankgold.

Doch seit Jahren fragen sich viele, welche Mengen an Gold tatsächlich noch im Keller der New Yorker Fed eingelagert sind. Wurde ein Großteil der Bestände in den vergangenen Jahrzehnten verliehen, verleast und verkauft? Besteht das meiste Gold nur noch als Forderungen in den Büchern der Währungshüter?

Die Redaktion von Goldreporter war Ende August zu Gast bei der Federal Reserve Bank of New York und erhielt auch Zugang zum berühmten Goldtresor. Was wir dort erlebt haben, welche Informationen wir erhielten und wie Privatpersonen selbst einen Fuß in den Gold Vault setzen können, ist nun in einer Sonderpublikation nachzulesen. “Der Fed-Report” ist als E-Book oder gedruckte Ausgabe im Goldreporter-Shop erhältlich!

http://www.goldreporter.de/der-fed-report-das-geheimnis-um-den-groessten-goldspeicher-der-welt/gold/45735/

Bruno Bandulet Das geheime Wissen der Goldanleger

Das geheime Wissen der Goldanleger

»Der deutsche Goldpapst« enthüllt sein Insiderwissen

Dr. Bruno Bandulet gilt seit vielen Jahren als einer der international führenden bankenunabhängigen (!) Goldexperten. Die Fachzeitschrift Smart Investor bezeichnete ihn kürzlich als den »Grandseigneur der deutschen Edelmetall-Szene«, die Vertraulichen Mitteilungen gar als den »deutschen Goldpapst«. Laut einem Spezialreport von Welt und Welt am Sonntag zählt er zur »Elite der Goldexperten im deutschsprachigen Raum«.

Jenseits der Tagesnachrichten erfahren Sie in diesem Buch Unbekanntes, wenig Bekanntes und Hintergründe aus der Welt von Gold und Geld. Und Sie profitieren von der Erfahrung und dem Insiderwissen eines Autors, der seit drei Jahrzehnten auf den Edelmetall- und Devisenmärkten zu Hause ist.

»Ein spannender Wirtschaftskrimi, ein Blick hinter die Kulissen der Weltfinanz, weit mehr als ein gewöhnlicher Ratgeber für Goldanleger, kurzum: die perfekte Lektüre für die Leser, die wissen wollen, was dem normalen Zeitungsleser verborgen bleibt.«goldseiten.de

»So flüchten sich die besorgten Sparer in ein Zahlungsmittel, dem vor 5.000 Jahren schon die Ägypter vertrauten und das seither als Inbegriff von stabilem Wohlstand und ewigem Reichtum gilt: Währungen kommen und gehen, Gold aber bleibt. … Ist Gold also das bessere Geld?« DER SPIEGEL

»Gold ist das ultimative Zahlungsmittel auf der Welt, Gold wird überall akzeptiert.« Ex-US-Notenbankchef Alan Greenspan

»Gold lässt sich nicht beliebig vermehren. Beim Papiergeld aber läuft die Inflationierung; die Druckerpressen der Zentralbanken rotieren.« WirtschaftsWoche

»Sie haben die Wahl zwischen der natürlichen Stabilität des Goldes und der Ehrlichkeit und Intelligenz der Politiker. Und mit dem Respekt für diese Herren rate ich Ihnen, solange das kapitalistische System besteht, das Gold zu wählen.« George Bernard Shaw