Protokoll enthüllt: So wurde der Goldpreis manipuliert!

Goldbarren (3dmentat  - Fotolia.com)

Die von der britischen Aufsichtsbehörde FCA aufgedeckte Goldpreis-Manipulation im Londoner Goldfixing wurde genau dokumentiert. Wir liefern die Details.

Jetzt ist es also offiziell: Der Goldpreis im Londoner Goldfixing wurde mindestens seit 2004 immer wieder manipuliert. In dieser Woche verhängte die britischen Aufsichtsbehörde FCA eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 32 Millionen Euro gegen die Barclays Bank und eine Geldstrafe sowie ein Berufsverbot für den Trader(Goldreporter berichtete). Dieser heißt Daniel James Plunkett. Ihm wurde die Manipulation nachgewiesen und als Beispiel für Unregelmäßigkeiten beim Goldfixing zwischen 2004 und 2013 vorgebracht. Nun sind genaue Details zum Hergang der Manipulation bekannt geworden.

27. Juni 2012
Die Geschichte beginnt am 27. Juni 2012. Goldhändler Daniel James Plunkett sieht sich im Rahmen eines einzelnen Trades mit einem schweren Verlust konfrontiert. Es geht um die Wette eines Kunden. Dieser hat 43 Millionen US-Dollar auf einen Anstieg des Goldpreises innerhalb von zwei Jahren gesetzt. Plunkett sitzt auf der entsprechenden Gegenposition. Sollte der Goldpreis steigen, würde er reichlich Geld verlieren.

Der Vertrag basierte auf dem Londoner Gold Fixing. Sollte der Goldpreis oberhalb von $ 1.558,96 aus dem Fixing am 28. Juni 2012 hervorgehen, hätte Plunketts Arbeitgeber 3,9 Millionen US-Dollar zahlen müssen und Plunketts eigenes Handelsbuch wäre ein schwerer Schlag versetzt worden.

London Gold Fixing 28.06.2014

 

Am 27. Juni war der Goldpreis im Nachmittagsfixing auf $ 1.573,50 Dollar festgelegt worden. Die US-Goldfutures schlossen an dem Tag sogar noch höher. Also schickte Plunkett eine E-Mail an den Trading Desk von Barclays, in dem er zum Ausdruck brachte, dass er auf ein “mini puke” (Dtsch: “leichtes Erbrechen”), also einen leichten Kurseinbruch am folgenden Tag hoffe. “Hoffentlich wird bei 1.558 oder idealerweise bei 1.558,75 gefixt”, habe er am Morgen des 28. Juni gegenüber Kollegen geäußert.

28. Juni 2012
Das Goldfixing begann wie üblich um 15 Uhr. Deutsche Bank, HSBC, Scotiabank und Société Générale starteten gemeinsam mit Barclays die Telefonkonferenz. Als man einige Minuten lang die Kauf- und Verkaufsinteressen abwog, schlug eine Gruppe einen Fixpreis von $ 1.558,50 vor. Die Gunst schlug aber in Richtung der Käufer aus. Schließlich warf Plunkett mit einem Verkaufsauftrag über 60.000 Unzen (1,87 Tonnen) in den Ring. Wert: rund 90 Millionen US-Dollar – gepaart mit der Hoffnung, den Goldpreisanstieg verhindern zu können. Um 15:10 Uhr war die Sache erledigt. Der Goldpreis wurde mit $ 1.558,50 fixiert. Für die Barclays Bank  war die Kuh vom Eis. Plunkett strich einen Gewinn von 1,75 Millionen US-Dollar ein.

Allerdings war Plunketts Sieg nicht von langer Dauer. Der Kunde forderte sofort eine Erklärung. Nach einer internen Untersuchung glich Barclays den Schaden aus.

Zu dieser Zeit, heißt es, sei Barclays nicht in der Lage gewesen, solche Manipulationsversuche von Referenzpreisen zu erkennen. Man habe den Interessenskonflikt zwischen den Fixing-Teilnehmern und dem Verkauf von Produkten, die auf dem Fixing basieren, nicht vernünftig handhaben können.

 

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Wieder die Nummer 1: Indien trotzt der Goldmarkt-Bremse

Goldsouk in Dubai (Foto: GordonGrand - Fotolia.com)

Indien befindet sich derzeit in der Phase mit der traditionell größten Goldnachfrage im Jahresverlauf.

Laut den offiziellen Marktzahlen des World Gold Council hat Indien China als größter Goldkonsument wieder abgelöst. Und das trotz der anhaltenden Restriktionen auf dem heimischen Goldmarkt.

Indien hat im dritten Quartal 2014 Gold im Wert von 9,28 Milliarden US-Dollar nachgefragt. Das entsprach einer Menge von 225,1 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr steigerte Indien seine Goldnachfrage um 39 Prozent, während Nachbar China (inkl. Hongkong und Taiwan) ein Minus von 37 Prozent zu verzeichnen hat. Im Reich der Mitte wurden laut den aktuellen Zahlen des World Gold Council (WGC) 194,1 Tonnen im Wert von 8 Mrd. US-Dollar nachgefragt.

Damit hat sich Indien das Prädikat weltgrößter Goldkonsument von China zurückerobert, und das trotz der anhaltenden Restriktionen auf dem heimischen Goldmarkt. Allerdings hat sich zuletzt gezeigt, dass der World Gold Council mit seiner Schätzung über Chinas Nachfrage nicht ganz richtig liegt (China bestätigt Goldnachfrage von mehr als 2.000 Tonnen).

Dennoch: Wer gehörte im dritten Quartal – in Tonnen gemessen – noch zu den größten Goldnationen?

Dennoch: Wer gehörte im dritten Quartal – in Tonnen gemessen – noch zu den größten Goldnationen?

  1. Indien: 225,1 t (+39 %)
  2. China: 194,1 t (-37 %)
  3. USA: 42,3 t (+3 %)
  4. Deutschland: 33,2 t (+3 %)
  5. Türkei: 25,8 t (-13 %)
  6. Vietnam: 19 t (-27 %)
  7. Russland: 18,6 t (+1 %)
  8. Thailand: 16,5 t (-42 %)
  9. Saudi-Arabien: 15,3 t (-16 %)
  10. Ägypten: 13,1 t (-8 %)
  11. VAE: 12,4 t (-18 %)
  12. Schweiz: 12 t (-28 %)

In Klammern: Veränderung gegenüber Vorjahr.

Goldnachfrage Länder

Oben: Die vollständige Tabelle der größten Goldkonsumenten im driten Quartal 2014.

http://www.goldreporter.de/wieder-die-nummer-1-indien-trotzt-der-goldmarkt-bremse/gold/46352/

Der Fed-Report: Das Geheimnis um den größten Goldspeicher der Welt

 

Fed-Report SR-9 Cover

Goldreporter war zu Gast bei der Federal Reserve Bank of New York und erhielt Zugang zum berühmten Gold-Tresor. Was die Redaktion vor Ort erlebt hat, ist nun in einem Spezial-Report nachzulesen.

Im Herzen von Manhattan wurde 1924 die heutige Zentrale der Federal Reserve Bank of New York errichtet. Das Gebäude gleicht einer Trutzburg. Die massiven Mauern wurden über 14 Stockwerke um einen riesigen Goldspeicher herum hochgezogen. Er gilt bis heute als der weltweit größte Aufbewahrungsort für Zentralbankgold.

Doch seit Jahren fragen sich viele, welche Mengen an Gold tatsächlich noch im Keller der New Yorker Fed eingelagert sind. Wurde ein Großteil der Bestände in den vergangenen Jahrzehnten verliehen, verleast und verkauft? Besteht das meiste Gold nur noch als Forderungen in den Büchern der Währungshüter?

Die Redaktion von Goldreporter war Ende August zu Gast bei der Federal Reserve Bank of New York und erhielt auch Zugang zum berühmten Goldtresor. Was wir dort erlebt haben, welche Informationen wir erhielten und wie Privatpersonen selbst einen Fuß in den Gold Vault setzen können, ist nun in einer Sonderpublikation nachzulesen. “Der Fed-Report” ist als E-Book oder gedruckte Ausgabe im Goldreporter-Shop erhältlich!

http://www.goldreporter.de/der-fed-report-das-geheimnis-um-den-groessten-goldspeicher-der-welt/gold/45735/

Bruno Bandulet Das geheime Wissen der Goldanleger

Das geheime Wissen der Goldanleger

»Der deutsche Goldpapst« enthüllt sein Insiderwissen

Dr. Bruno Bandulet gilt seit vielen Jahren als einer der international führenden bankenunabhängigen (!) Goldexperten. Die Fachzeitschrift Smart Investor bezeichnete ihn kürzlich als den »Grandseigneur der deutschen Edelmetall-Szene«, die Vertraulichen Mitteilungen gar als den »deutschen Goldpapst«. Laut einem Spezialreport von Welt und Welt am Sonntag zählt er zur »Elite der Goldexperten im deutschsprachigen Raum«.

Jenseits der Tagesnachrichten erfahren Sie in diesem Buch Unbekanntes, wenig Bekanntes und Hintergründe aus der Welt von Gold und Geld. Und Sie profitieren von der Erfahrung und dem Insiderwissen eines Autors, der seit drei Jahrzehnten auf den Edelmetall- und Devisenmärkten zu Hause ist.

»Ein spannender Wirtschaftskrimi, ein Blick hinter die Kulissen der Weltfinanz, weit mehr als ein gewöhnlicher Ratgeber für Goldanleger, kurzum: die perfekte Lektüre für die Leser, die wissen wollen, was dem normalen Zeitungsleser verborgen bleibt.«goldseiten.de

»So flüchten sich die besorgten Sparer in ein Zahlungsmittel, dem vor 5.000 Jahren schon die Ägypter vertrauten und das seither als Inbegriff von stabilem Wohlstand und ewigem Reichtum gilt: Währungen kommen und gehen, Gold aber bleibt. … Ist Gold also das bessere Geld?« DER SPIEGEL

»Gold ist das ultimative Zahlungsmittel auf der Welt, Gold wird überall akzeptiert.« Ex-US-Notenbankchef Alan Greenspan

»Gold lässt sich nicht beliebig vermehren. Beim Papiergeld aber läuft die Inflationierung; die Druckerpressen der Zentralbanken rotieren.« WirtschaftsWoche

»Sie haben die Wahl zwischen der natürlichen Stabilität des Goldes und der Ehrlichkeit und Intelligenz der Politiker. Und mit dem Respekt für diese Herren rate ich Ihnen, solange das kapitalistische System besteht, das Gold zu wählen.« George Bernard Shaw

Das geheime Wissen der Goldanleger

Bruno Bandulet demaskiert US-Großbank Goldman Sachs

Janne Jörg Kipp

Gestern berichteten wir an dieser Stelle vom erfolgreichen Kongress des KOPP-Verlags unter dem Motto »Das geheime Wissen der Goldanleger«. Fünf prominente Experten beleuchteten den Mythos Gold unter ihrem jeweiligen speziellen Blickwinkel. In einer kleinen Serie stellen wir Ihnen einige Gedanken der Referenten vor, die ihre Zuhörer durch die Bank begeisterten. Den Anfang beim Gold-Kongress übernahm mit Bruno Bandulet ein weithin bekannter Publizist, der physisches Gold und Goldminenaktien unter die Lupe nahm.

Bruno Bandulet, Deutschlands Goldpapst, Verleger und Journalist, ehemals Mitglied der Welt-Chefredaktion und Buchautor, zog als erster Redner das Publikum unmittelbar in seinen Bann. Er war geladen, die Preisentwicklung für physisches Gold und Goldminenaktien zu beurteilen. Wer den Goldpreis verfolgt, weiß, dass das gelbe Edelmetall um mehr als 30 Prozent gefallen ist und inzwischen Richtung 1.000 Dollar/Unze fällt.

Bandulet erwies sich ein weiteres Mal als ausgezeichneter Markt-Analytiker (Zitat des Redners: »… oder Analyst, wie es ja heute heißt«), der dem Auditorium eine fundierte Einschätzung zur Preisentwicklung selbst abgab. Dabei ließ er sich gar nicht auf eine Diskussion über einen wie auch immer gearteten »eigentlichen Wert« von Gold ein, sondern zeigte auf, welche Faktoren den Goldpreis beeinflussen.

Besonders der Dollar präsentiert sich inzwischen wieder stärker, weshalb der Goldpreis selbst – in Dollar gemessen und zugleich Gegengewicht zur US-amerikanischen Papiergeldwährung −, inzwischen deutlich verlor.

Allerdings präsentierte er exklusive charttechnische Analysen, Ausarbeitungen, die Sie im Internet niemals finden werden, und mit deren Hilfe sich ein mittel- und langfristig steigender Goldpreis zumindest erahnen lässt. Zudem gewährte er dem staunenden Publikum fast lapidar, nebenher fallengelassen, einen ungeheuerlichen Einblick in sein Insider-Wissen zu den zurückliegenden Goldpreis-Rücksetzern.

So berichtete er süffisant von seinen »Freunden der US-Großbank Goldman Sachs«, die vor geraumer Zeit besonders eifrig einen weiter sinkenden Goldpreis angekündigt hatte. Dem kurzen historischen Rückblick zur Gründungsgeschichte der Bank und zu deren Stellung im Kreis anderer Großbanken folgte die messerscharfe Einordnung: Dies sei allerdings keine Analyse, sondern reine »Propaganda« gewesen.

Hintergrund dieser Einschätzung und der Geschäftspraxis sind Short-Termingeschäfte der Großbanken, die mit Termingeschäften auf fallende Kurse setzten. Da die sogenannten Analysen selbst den Marktpreis beeinflussen, erschließt sich selbst dem wohlwollenden Zuhörer das Urteil von Bandulet fast von selbst: Die Banken-PR zum fallenden Goldpreis schafft Gewinne in eigener Sache. Goldman Sachshatte übrigens schon bei Kursen deutlich jenseits von 1.400, 1.500 und 1.600 Dollar einen Sturz auf 1.050 Dollar/Unze angekündigt und mit hoher Sicherheit bis heute bereits bestens verdient.

Da der Goldmarkt zudem von wenigen – größeren – Investoren diktiert wird, da die Käufe privater Investoren keine Rolle spielen, erklärt sich wiederum die Zurückhaltung von Bandulet für die kurzfristige Preisentwicklung. Sowohl mit Blick auf die charttechnische Situation wie auf die Großbankeninteressen konnte der erfahrene Beobachter und Herausgeber des über lange Jahre bedeutendsten Gold-Informationsdienstes also keine kurzfristige Entwarnung geben. Seine Mimik jedoch sprach Bände – es schien ihn auch nicht sonderlich zu beunruhigen.

Mittel- und langfristig hält der Grandseigneur Gold für einen (idealen) Vermögensschutz und empfahl zudem auch vereinzelte Minenunternehmen, die dann profitieren könnten. Da Bandulet ein schnelles Goldverbot, das bei Zuhörern und anderen Experten auch im Raume stand, offenbar für unwahrscheinlicher hält, empfahl er schließlich frank und frei physisches Gold, also Barren und Münzen zu kaufen und vielleicht geeignete Minenunternehmen beizumischen. Weitere Hinweise hielt er für die abschließende Podiumsdiskussion parat, die wir an dieser Stelle ebenfalls noch thematisieren werden.

 

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/janne-joerg-kipp/-das-geheime-wissen-der-goldanleger-bruno-bandulet-empfiehlt-physisches-gold.html