Israel: Minister fordert Siedlung für französische Juden

Im Westjordanland sollen neuen Siedlungen für Einwanderer aus Frankreich gebaut werden. Dies fordert Israels Minister für Bau- und Wohnungswesen. Viele französische Juden beklagen wachsenden Antisemitismus und mangelnde Perspektiven für Heranwachsende.

Mauer Westjordanland, Israel
Bildquelle: Wikipedia, CC BY-SA 2.5

Israels Minister für Bau- und Wohnungswesen Uri Ariel rechnet in diesem Jahr mit 15.000 Einwanderern aus Frankreich. Dafür sollen im völkerrechtswidrig besetzten Westjordanland neue Siedlungen errichtet werden.

Ariel, Kabinettsmitglied unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Abgeordneter der rechtsradikalen Partei “Jüdisches Heim”, die als Dachorganisation der Siedlergemeinschaften im Westjordanland gilt, forderte in einem Schreiben an den Jescha-Rat dazu auf, sich auf den zu erwartenden Zustrom vorzubereiten. ”Französische Juden, die nach Israel einwandern, sympathisieren zweifellos mit zionistischen Siedlungsunternehmen in Judäa und Samaria [biblische Bezeichnung für das Westjordanland]. Sicherlich wären sie bereit, in einer Gemeinde Judäas und Samarias zu leben.”

http://www.gegenfrage.com/