“Wie blöd kann man eigentlich sein!?”: Mr. DAX Dirk Müller über Zinswetten, TTIP und BND

O-Ton (Transkript) Dirk Müller:

Kommen wir zu den unschönen Geschichten – Die Deutsche Bank: Auf 2,5 Milliarden, so hat man sich jetzt wohl geeinigt, muss sie als Strafe für die Zinsmanipulationen zahlen. Parallel wurden auch Emails bekannt, wie untereinander kommuniziert wurde und mit welcher Frechheit sie die Märkte manipuliert haben.

Hier geht es um den Zinsmarkt, um BILLIONEN an Anleihen und weiteren Produkten, die an diesen Zinsen festgemacht sind. Die hat man beliebig hin- und hergeschoben, manipuliert, wie man es gerade brauchte. Man hat riesige Schäden rund um den Globus erzeugt und sich selbst riesige Gewinne zugeschachert.

Was am Ende davon bleibt? 2,5 Milliarden $USD Strafzahlung. Abhaken. Weiter geht’s!

Man muss sich einmal überlegen für welch kleine Summen ein Mittelständler für Jahre ins Gefängnis verschwindet, wenn der Mist baut und hier ist einfach nur eine Strafzahlung. Alle bleiben im Job, alle bleiben auf ihrem Stuhl sitzen, alle machen weiter wie bisher. Passen vielleicht ein bisschen besser auf, wenn sie beim nächsten Mal eine Email schreiben und das war es dann im Wesentlichen auch schon.

Bisher waren die Banken “Too Big To Fail”. Jetzt kann man auch sagen: “Too Big To Jail”. Da ist man zu groß und die Großen kommen nicht ins Gefängnis, aber so geht es schon seit Jahrhunderten. Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. So kann man mitSicherheit keine freudige Bevölkerung und kein Rechtsempfinden auslösen. Der Zorn der Leute wird zu Recht immer größer.

Dann kommen wir zu den Kommunen. 27 Kommunen in NRW haben per Ende letzten Jahres 1,7 Milliarden Schweizer Franken Kredite aufgenommen. Jetzt fragt sich der geneigte Bürger, wofür eine Kommune in NRW einen Schweizer Franken Kredit braucht!? Und das fragt er sich zu Recht! Warum haben sie es aufgenommen? Ausgerechnet die klammen Kommunen haben das getan, weil sie sich so erhofft haben ein paar Prozentpünktchen niedrigere Zinsen zu bekommen. Dass da ein wahnsinniges Währungsrisiko hinten dran steckt, wenn die Währung sich verschiebt plötzlich Verluste entstehen, das konnte ja niemand ahnen, denn man hat ja sonst nichts mit Geld zu tun. [Anm. StatusQuo Blog: *Ironie off*]

So ist da jetzt ein Schaden von etwa 344 Millionen Euro entstanden bei den Kommunen, die eh schon klamm sind. Warum? Weil sie ihren ganz normalen Haushaltsgeschäfte mit dem Zocken auf eine Währung verbinden müssen. Wie blöd kann man eigentlich sein!?

Die WestLB hat hier ganz massiv in diese Richtung beraten. Obwohl. Von “Beratung” kann hier wohl keine Rede sein. “Reingeritten” ist wohl der richtige Ausdruck. So etwas müsste eigentlich verboten sein! In einigen Bundesländern ist es das auch. Und so etwas sollte auch bundesweit nicht vorkommen. Wieso sollte irgendeinen Gemeinde in Deutschland auch einen Schweizer Franken Kredit aufnehmen, wenn sie nicht in der Schweiz investieren muss oder dort Ausgaben hat?

TTIP. Auch hier immer wieder neue Themen und dieses “TTIP”, es wird kommen. Da können wir uns auf die Hinterfüße stellen oder auch nicht. Es gibt diesen Demonstrationen dagegen. Die gehen unter und es wird kaum noch darüber berichtet. Das “interessiert ja kaum noch jemanden”. Durch die kalte Küche wird immer mal wieder etwas durchgestochen an Informationen und wenn man das liest, dann kann man nur den Kopf an die Wand schlagen und fragen “Was kommt da nur auf uns zu?”.

Neue Gesetzesvorschläge müssen jetzt künftig darauf geprüft werden, ob sie den Konzernen schaden könnten. Es wird dann eine neue EU/US-Kommision geben, bei der auch dieKonzerne vertreten sind. Sobald ein Bundes- oder Landtagsabgeordneter die Idee zu einem Gesetzesentwurf hat, muss er das vorher bei dieser neuen EU-Kommision einreichen. Da überprüfen dann die Konzerne und die anderen die am Tisch sitzen, ob ihnen das ihnen Schaden könnte und wenn es ihnen Schaden könnte, wird dieser Gesetzesvorschlag gar nicht erst eingereicht.

Meine Damen und Herren, das ist das Ende der Demokratie! Das ist der Beginn der Herrschaft der Konzerne!

Auf dem Weg sind wir bereits seit langem, aber mit diesem “TTIP” wird es endgültig besiegelt.

Dann kommt noch der BND ins Spiel. Da können wir uns noch einmal den nächsten Kopf an die Wand schlagen. BND und NSA haben wohl jahrelang gemeinschaftlich europäische Unternehmen und europäische Politiker ausspioniert. Die NSA hat die IP-Adressen und die Netzwerkdaten geliefert, der BND hat es eingespeist und man hat gemeinsam spioniert. Wenn EUROPÄISCHE Unternehmen ausspioniert werden, zu wessen Gunsten geht das dann am Ende!?

Da muss man sich wirklich fragen: “Was machen wir hier eigentlich?”, wenn unsere eigenen Nachrichtendienste unsere eigenen Unternehmen FÜR ANDERE ausspionieren. Wie blöd kann man eigentlich noch werden!?

Es ist eine verrückte Welt und sie scheint von Tag zu Tag verrückter zu werden.

Beitrag ursprünglich erschienen auf: cashkurs.com

http://www.statusquo-blog.de/

 

Es ist Nacht. Schweigen.

Was am 10. Oktober diesen Jahres geschah:

Quelle: (Fortunanetz

Die Euroretter haben versagt. Es gibt keine Rettung. Der Kanzlerin wurde in Lindau auf dem Wirtschaftsforum von sämtlichen Nobelpreisträgern, die anwesend waren, für ihre „Rettung“ kritisiert. Es war ein Totalverriss! Daraufhin reiste sie wortlos ab! Sie hat es wohl nicht nötig, sich mit kritischen Meinungen auseinander zu setzen.

Als Luther von der katholischen Kirche, ja sogar vom Papst für seine Lehren kritisiert wurde, sagte er wenigstens: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“ Auch dazu reicht es bei Merkel nicht. Sie sagt gar nichts.

Und hinterher tut sie natürlich auch nichts.

Hans-Werner Sinn, ehemaliger Merkel-Berater, der sich dann entsetzt von ihr abwandte, ließ sein neuestes Buch vorstellen. In diesem Werk warnt er davor, dass Deutschland durch die Merkel-Politik und durch die von ihr zu vertretende Eurorettung in eine veritable Staatskrise geraten wird. Denn die „Rettung“ ist auch nach Meinung von Sinn nur als ein Fass ohne Boden für den Deutschen Staat, für den deutschen Sparer und für den deutschen Steuerzahler, anzusehen.

Merkel sagt dazu… nichts. Sie schweigt. Sie tut nichts. Sie stellt sich tot. Einfach nur stehen bleiben und nichts tun. Hoffentlich merkt es keiner, dass ich es bin!

Das ist Politik a la Merkel! Da hat Kohls Vorwurf, sie könne nicht mit Messer und Gabel essen, echte Komik. Da fragt man sich nur, wie er die hat groß werden lassen können, wo er doch schon damals wusste: Wer nicht mit Messer und Gabel essen kann, kann auch keinen Euro retten. Tja Herr Kohl, da haben sie aber nicht aufgepasst!

Währenddessen werden die Töne in der EZB immer schriller. Nun kauft sie schon Schrottpapiere (ABS) und erkennt mit Entsetzen, dass Geldpolitik alleine nicht ausreicht, um den Euro zu retten.

Das ist für Frau Merkel natürlich das Problem der EZB, nicht ihres! Da stellt sie sich wieder tot und es geschieht…. wieder nichts!

Sogar Sarah Wagenknecht ahnt es: Merkel spielt russisches Roulette mit Europa! Sie erkennt deutlich wie kurzsichtig die „Rettung“ war. DIE LINKE war früher gegen ESM und Stabilitätspakt, weil sie um das letzte Geld für soziale Belange bangte. Heute formuliert es Wagenknecht ganz offen: Sie bangt um das letzte Geld überhaupt und ahnt, dass das gesamte europäische und vor allem demokratische Gebäude zusammen krachen kann und wird, wenn Merkel so weiter macht.

Merkels Antwort darauf? Wie immer stellt sie sich tot, keine Dementis, nichts, gar nichts. Sie ist nicht da und wenn es knallt, ist sie die erste die sagen wird: „Ich bin es nicht gewesen!“ ganz so wie das kleine Kinder machen, die wissen dass sie etwas ausgefressen haben. Natürlich müssen die kleinen Kinder ja auch erst noch lernen mit Messer und Gabel richtig zu essen….

Merkel zeichnet dafür verantwortlich, dass die deutschen Sanktionen gegen Russland in Kraft getreten sind. Und sie will die ja unbedingt weiter aufrecht erhalten. Dabei ist es ihr auch egal, dass nun die Exporte der Deutschen signifikant einbrechen – und das in einer Situation in der die EZB mit verzweifeltem Aktionismus versucht, zu retten was zu retten ist…

Ihre Leute labern jetzt etwas davon, die Exporte würden halt einbrechen, weil die Deutschen Urlaub machten…. Klar doch, Frau Merkel! Wir faulen Deutschen liegen herum, haben Sonnenbrillen auf, trinken leckere Cocktails und hören Musik und dürfen uns deshalb wirklich nicht wundern, dass nun die Exporte einbrechen!

Die Deutsche Bank geht gleich noch einen Schritt weiter. Sie warnt gar vor einer „Euroschmelze“. Damit sagt Deutschlands größte Bank, dass die gesamte Rettungspolitik der letzten Jahre in sich zusammen brechen wird. Denn wenn sie mit ihrer Prognose Recht hat, tritt demnächst genau das ein, was man ja mit Transferunion, Schuldenunion, Haftungsunion und was weiß ich noch alles verhindern wollte. Ziel war es ja, dass der Euro stabil bleibt. Und nun wandert er nach „Süden“. Und die Deutsche Bank setzt noch eins drauf: Wenn der angekündigte Werteverfall des Euro einsetzt und gleichzeitig die FED die Leitzinsen in den USA erhöht, werden hier in Europa Gelder für notwendige Investitionen abgezogen werden. Und dagegen kann Draghi unmöglich angehen, indem er die Zinsen weiterhin so niedrig hält oder noch niedriger macht.

Damit wäre, denn die Deutsche Bank Experten recht behalten, mit seiner Rettungspolitik am Ende – und Merkel auch.

Natürlich sagt die Dame dazu…. wieder nichts.

Fassen wir zusammen: Die DIHK warnt, dass die Exporte einbrechen. Hans-Werner Sinn warnt vor einer ausgewachsenen Staatskrise. Sarah Wagenknecht mahnt an, Merkel spiele russisches Roulette mit Europa. Die EZB verkündet, dass sie in ihrer Not schlimmste Schrottpapiere aufkaufen will. Und die Deutsche Bank kündigt die Euroschmelze schlechthin an.

Was sagt Merkel zu alledem?

Wir sehen die Dame langsam ans Mikro gehen. Die Scheinwerfer sind auf sie gerichtet. Die Menge schweigt gespannt und lauscht. Wir sehen ein leichtes Zucken in ihren Mundwinkeln. Ein Trommelwirbel kündigt ihre Weisheit an. Die Menge hält den Atem an.

Sie ruft in das Mikrofon: „Der Aufschwung kommt an!“

Die Menge staunt. Mikro aus. Licht aus. Es ist Nacht. Schweigen.

In Stille,

Ihr

Michael Obergfell

SERIE VON BANKER-TODESFÄLLEN GEHT WEITER

Wolkenkratzer der Deutschen Bank in Frankfurt.

Die Serie von Todesfällen im Finanzsektor geht weiter: Calogero Gambino, New Yorker Chefanwalt der Deutschen Bank, ist tot aufgefunden worden. Seine Frau fand ihn erhängt an einem Treppengeländer in New York. Gambino, der nur 41 Jahre alt wurde, ist damit nur einer aus einer ganzen Reihe von Bankern, die dieses Jahr unter teils dubiosen Umständen ums Leben gekommen sind.

VON DIPL.-JOURN. HUBERTUS MÜLLER

Allein bei der Deutschen Bank ist das schon der zweite Todesfall 2014: Im Januar fand man Ex-Manager William Broeksmit ebenfalls erhängt in seiner Wohnung in London. In beiden Fällen gehen die Behörden von Selbstmord aus. Und in beiden Fällen waren die Manager in Bereichen tätig, die mit den Ermittlungen zu tun haben, die gegen die Deutsche Bank gerichtet sind. Dem Kreditinstitut werden nämlich Manipulationen an den Devisenmärkten und dem so genannten Referenz-Zinssatz Libor vorgeworfen. Es liegt somit nahe, hier den Grund für den Selbstmord zu suchen.

Ermittlungen gegen Bank wegen Devisen-Manipulationen

So schreibt auch das Wall Street Journal über Broeksmit: „Offenbar hatte den 58-Jährigen die Angst vor behördlichen Ermittlungen in Bereichen der Bank, in denen er tätig gewesen war, in den Suizid getrieben.“Allerdings wäre es natürlich möglich, dass jemand nachgeholfen hat. Dafür spricht die Welle von teils mysteriösen Todesfällen, die den Finanzsektor seit Anfang des Jahres erschüttert.

So wurde am 19. Februar James Stuart, früherer Geschäftsführer bei der amerikanischen National Bank of Commerce, leblos aufgefunden. Bei JP Morgan erwischte es innerhalb von ein paar Wochen gleich drei Mitarbeiter: JP-Morgan-Banker Li Junjie fiel ebenfalls im Februar vom Hochhaus seiner Bank in Hongkong. Der JP Morgan-Angestellte Ryan Crane starb zu Hause in den USA am 3. Februar, Ursache unbekannt. Er wurde nur 37 Jahre alt. Sein Kollege Gabriel Magee sprang Ende Januar vom JP-Morgan-Wolkenkratzer in London.

Auch Tim Dickenson vom Lebensversicherer Swiss Re starb aus unbekannten Gründen kurz zuvor. Mike Dueker von Russel Investments stürzte tödlich von einem 15 Meter hohen Damm.

Acht Mal selbst mit Nagelpistole beschossen

Mit Autumn Radtke ist auch eine Managerin der neuen virtuellen Währung Bitcoin unter den Toten. Radtke war Chefin der Bitcoin-Börse First Meta in Singapur, die Umstände ihres Ablebens sind unklar. Bereits seit Januarwird außerdem ein Finanzjournalist des Wall Street Journals vermisst. Trotz einer Belohnung von 10.000 Dollar, welche die Zeitung für Hinweise auf das Verbleiben von David Bird ausgesetzt hat, bleibt er unauffindbar.

Richard Talley von American Title Services soll sich umgebracht haben, indem er sich selbst mit einer Nagelpistole acht Mal beschoss. Trotz der grotesken Vorstellung, dass man sich nicht nur einmal, sondern sieben weitere Male selbst mit einem solchen Gerät beschießt, gehen die Behörden auch hier davon aus, dass es sich um Freitod handelt. Das Stürzen vom Hochhaus wirkt dagegen kurz und schmerzlos.

Wussten Banker zu viel?

Experten bezweifeln aufgrund der Vielzahl der Toten und wegen der gleichzeitigen Ermittlungen, dass es sich um einfache Selbstmorde handelt. Ex-Broker, Investor, Moderator und Finanzjournalist Max Keiser, der unter anderem für die BBC gearbeitet hat, glaubt, dass die Fälle in Zusammenhang mit den Untersuchungen gegen Großbanken wegen der Manipulation von Wechselkursen stehen: Die Manager hätten zu Whistleblowern werden können und mussten deswegen sterben. Wenn man das Jahr 2013 hinzunehme, seien es außerdem bereits 20 tote Banker.

Auch Bestseller-Autor und Fox-News-Kolumnist Wayne Allyn Root hält es für möglich, dass die Banker zuviel wussten, auch über Korruption in der Regierung. Außerdem glaubt er, dass die ökonomische Situation um ein Vielfaches schlimmer ist, als Regierung und Medien berichten. “Wir laufen in einen ökonomischen Kollaps epischen Ausmaßes”, schreibt er auf der Webseite personalliberty.com. Dieses Wissen könnte die Banker auch dazu gebracht haben, selbst “vom Dach ihres Wolkenkratzers zu spazieren”.

http://www.truthnews.de/serie-von-banker-todesfallen-geht-weiter/

Es ist Nacht. Schweigen.

Foto: publicus-boorberg.de

Die Euroretter haben versagt. Es gibt keine Rettung. Der Kanzlerin wurde in Lindau auf dem Wirtschaftsforum von sämtlichen Nobelpreisträgern die anwesend waren, für ihre „Rettung“ kritisiert. Es war ein Totalverriss! Daraufhin reiste sie wortlos ab! Sie hat es wohl nicht nötig sich mit kritischen Meinungen auseinander zu setzen.

Als Luther von der katholischen Kirche, ja sogar vom Papst für seine Lehren kritisiert wurde, sagte er wenigstens: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“ Auch dazu reicht es bei Merkel nicht. Sie sagt gar nichts.

Und hinterher tut sie natürlich auch nichts.

Hans-Werner Sinn, ehemaliger Merkel-Berater, der sich dann entsetzt von ihr abwandte, ließ sein neuestes Buch vorstellen. In diesem Werk warnt er davor, dass Deutschland durch die Merkel-Politik und durch die von ihr zu vertretende Eurorettung in eine veritable Staatskrise geraten wird. Denn die „Rettung“ ist auch nach Meinung von Sinn nur als ein Fass ohne Boden für den Deutschen Staat, für den deutschen Sparer und für den deutschen Steuerzahler anzusehen.

Merkel sagt dazu… nichts. Sie schweigt. Sie tut nichts. Sie stellt sich tot. Einfach nur stehen bleiben und nichts tun. Hoffentlich merkt es keiner, dass ich es bin!

Das ist Politik a la Merkel! Da hat Kohls Vorwurf, sie könne nicht mit Messer und Gabel essen, echte Komik. Da fragt man sich nur, wie er die hat groß werden lassen können, wo er doch schon damals wusste: Wer nicht mit Messer und Gabel essen kann, kann auch keinen Euro retten. Tja Herr Kohl, da haben sie aber nicht aufgepasst!

Währenddessen werden die Töne in der EZB immer schriller. Nun kauft sie schon Schrottpapiere (ABS) und erkennt mit Entsetzen, dass Geldpolitik alleine nicht ausreicht um den Euro zu retten.

Das ist für Frau Merkel natürlich das Problem der EZB, nicht ihres! Da stellt sie sich wieder tot und es geschieht…. wieder nichts!

Sogar Sarah Wagenknecht ahnt es: Merkel spielt russisches Roulette mit Europa! Sie erkennt deutlich wie kurzsichtig die „Rettung“ war. DIE LINKE war früher gegen ESM und Stabilitätspakt, weil sie um das letzte Geld für soziale Belange bangte. Heute formuliert es Wagenknecht ganz offen: Sie bangt um das letzte Geld überhaupt und ahnt, dass das gesamte europäische und vor allem demokratische Gebäude zusammen krachen kann und wird, wenn Merkel so weiter macht.

Merkels Antwort darauf? Wie immer stellt sie sich tot, keine Dementis, nichts, gar nichts. Sie ist nicht da und wenn es knallt, ist sie die erste die sagen wird: „Ich bin es nicht gewesen!“ ganz so wie das kleine Kinder machen, die wissen dass sie etwas ausgefressen haben. Natürlich müssen die kleinen Kinder ja auch erst noch lernen mit Messer und Gabel richtig zu essen….

Merkel zeichnet dafür verantwortlich, dass die deutschen Sanktionen gegen Russland in Kraft getreten sind. Und sie will die ja unbedingt weiter aufrecht erhalten. Dabei ist es ihr auch egal, dass nun die Exporte der Deutschen signifikant einbrechen – und das in einer Situation in der die EZB mit verzweifeltem Aktionismus versucht, zu retten was zu retten ist…

Ihre Leute labern jetzt etwas davon, die Exporte würden halt einbrechen, weil die Deutschen Urlaub machten…. Klar doch, Frau Merkel! Wir faulen Deutschen liegen herum, haben Sonnenbrillen auf, trinken leckere Cocktails und hören Musik und dürfen uns deshalb wirklich nicht wundern, dass nun die Exporte einbrechen!

Die Deutsche Bank geht gleich noch einen Schritt weiter. Sie warnt gar vor einer „Euroschmelze“. Damit sagt Deutschlands größte Bank, dass die gesamte Rettungspolitik der letzten Jahre in sich zusammen brechen wird. Denn wenn sie mit ihrer Prognose Recht hat, tritt demnächst genau das ein, was man ja mit Transferunion, Schuldenunion, Haftungsunion und was weiß ich noch alles verhindern wollte. Ziel war es ja, dass der Euro stabil bleibt. Und nun wandert er nach „Süden“. Und die Deutsche Bank setzt noch eins drauf: Wenn der angekündigte Werteverfall des Euro einsetzt und gleichzeitig die FED die Leitzinsen in den USA erhöht, werden hier in Europa Gelder für notwendige Investitionen abgezogen werden. Und dagegen kann Draghi unmöglich angehen, indem er die Zinsen weiterhin so niedrig hält oder noch niedriger macht.

Damit wäre, denn die Deutsche Bank Experten recht behalten, mit seiner Rettungspolitik am Ende – und Merkel auch.

Natürlich sagt die Dame dazu…. wieder nichts.

Fassen wir zusammen: Die DIHK warnt, dass die Exporte einbrechen. Hans-Werner Sinn warnt vor einer ausgewachsenen Staatskrise. Sarah Wagenknecht mahnt an, Merkel spiele russisches Roulette mit Europa. Die EZB verkündet, dass sie in ihrer Not schlimmste Schrottpapiere aufkaufen will. Und die Deutsche Bank kündigt die Euroschmelze schlechthin an.

Was sagt Merkel zu alledem?

Wir sehen die Dame langsam ans Mikro gehen. Die Scheinwerfer sind auf sie gerichtet. Die Menge schweigt gespannt und lauscht. Wir sehen ein leichtes Zucken in ihren Mundwinkeln. Ein Trommelwirbel kündigt ihre Weisheit an. Die Menge hält den Atem an.

Sie ruft in das Mikrofon: „Der Aufschwung kommt an!“

Die Menge staunt. Mikro aus. Licht aus. Es ist Nacht. Schweigen.

In Stille,

Ihr

Michael Obergfell