Human Rights Watch – Im Dienste der US-Militärpolitik

Von Wilhelm von Pax

US-Air Force, Human Rights Watch Logo (Collage) // CC-BY Wilhelm von Pax,  Ben Bloker

US-Air Force, Human Rights Watch Logo (Collage) // CC-BY Wilhelm von Pax, Ben Bloker

Die Nichregierungsorganisation “Human Rights Watch” gibt sich als eiserne Bewegung im Kampf für die Menschenrechte. Global wolle man für die Achtung der Erklärung der Menschenrechte einstehen und sie fördern. Doch mehrere Vorfälle zeigen, wie tendenziös die NGO mittels Verwendung falscher Informationen vorgeht. Nebenbei tritt der US-Amerikanische Milliardär George Soros als Spender auf.

Human Rights Watch wurde 1978 unter der Bezeichnung Helsinki Watch gegründet, um die Einhaltung der Schlussakte von Helsinki durch die Sowjetunion zu dokumentieren und um sowjetische Menschenrechtsgruppen zu unterstützen. 1988 vereinigte sich Helsinki Watch mit anderen internationalen Organisationen, die vergleichbare Ziele verfolgten, zu Human Rights Watch.

Die Organisation beschäftigt weltweit rund 400 hauptamtliche Mitarbeiter, außerdem projektweise zusätzliche Experten und Freiwillige. Im Geschäftsjahr 2012 verfügte HRW über ein Budget von 59 Millionen US-Dollar. Human Rights Watch finanziert sich ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen und Stiftungen. (Finanzielle) Hilfe von nationalen Regierungen lehnt die Organisation kategorisch ab. Einer davon ist George Soros. Der US-Milliardär, der gerne auch mal Revolutionen, wie im Kosovo oder der Ukraine finanziell unterstützt, gab 2010 bekannt, er werde 100 Millionen US-Dollar an die NGO spenden[1] (Nachtrag, 27.03.15: An dieser Stelle wurde fälschlicherweise behauptet Soros hätte “100 Milliarden US-Dollar” an HRW gespendet. Wir bitten um Verzeihung)

Man müsste meinen, HRW tritt dennoch für die klare Einhaltung der Menschenrechte ein, zumal diese ja klar definiert und sind wenig Platz für Interpretationen lassen. Doch mehrere Vorfälle zeigen, dies ist nicht ganz richtig.

Kenneth Roth, HRW-Direktor auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2013 // CC-BY MSC

Kenneth Roth, HRW-Direktor auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2013 // CC-BY MSC

Mehrere US-Amerikanische Medien übernahmen die Mitteilung scheinbar ungeprüft. Exemplarisch schrieb die “New York Times”[3]:HRW behauptete in einem Bericht vom 24.2.15, dass die Assad-Regierung sogenannte Fassbomben gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt habe. Dazu veröffentlichte HRW Fotos einer vom Bürgerkrieg zerstörten Gegend mit dem Hinweis “Syria dropped barrel bombs despite ban.(Syrien warf Fassbomben trotz Verbots ab.)“[2]

“Human Rights Watch said Tuesday that the Syrian government had dropped so-called barrel bombs on hundreds of sites in rebel-held towns and cities in the past year, flouting a United Nations Security Council measure. In a report released Tuesday, the group said it relied on satellite images, photos, videos and witness statements to conclude that the Syrian government had bombarded at least 450 sites in and around the southern town of Daraa and at least 1,000 sites in Aleppo in the north. The report focused on the period since Feb. 22, 2014, when the Security Council specifically condemned the use of barrel bombs, which are large containers filled with explosives and projectiles that can indiscriminately hurt civilians and are prohibited under international law.
(Human Rights Watch sagte am Dienstag, dass die syrische Regierung im vergangenen Jahr sogenannte Fassbomben auf hunderte von Zielen auf von den Rebellen kontrollierte Städte abgeworfen hat, unter Missachtung einer Maßnahme des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht sagte die Gruppe, dass man sich auf Satellitenbilder, Fotos, Videos und Zeugenaussagen stützte und zu dem Schluss gekommen ist, dass die syrische Regierung mindestens 450 Standorte in und um die im Süden [Syriens] liegende Stadt Daraa beschossen hat und mindestens 1.000 Standorten in Aleppo im Norden [Syriens].
Der Bericht konzentriert sich auf die Zeit seit dem 22. Februar 2014, als der Sicherheitsrat ausdrücklich den Einsatz von Fassbomben, was große Behälter mit Sprengstoff und Geschosse sind, die wahllos Zivilisten verletzen und nach internationalem Recht verboten sind, verurteilte.)”

Dabei gibt es ein Problem. Die Beweisfotos, die die Syrische Stadt Daraa zeigen sollen, zeigen nicht die Stadt Daraa, sondern das Nordirakische Kobane[4].  Tatsächlich war die Zerstörung in den zivilen Gebieten auf den Bildern nicht durch die syrische Armee verursacht worden, sondern durch die USA. Die Fotos zeigen nämlich die Stadt Kobane (Ayn al-Arab), die in den letzten Monaten Ziel massiver US-Bombardierungen geworden war, um das Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak vom Islamischen Staat zu befreien[5].

HRW – The Telegraph – Bildquelle: www.konjunktion.info

HRW – The Telegraph – Bildquelle: http://www.konjunktion.info (zum Vergrößern Klicken)

Wenn der syrische Präsident Assad also im Kampf gegen Terroristen eine Stadt in Schutt und Asche legt, ist das ein Menschenrechtsverstoß um das sich HRW im großen Stil kümmert. Legen die USA dagegen im Kampf gegen dieselben Terroristen eine Stadt in Schutt und Asche, ist es keines Wortes wert. Dies sind offenbar zweierlei Maßstäbe.

Dies ist kein Einzelfall. HRW setzte sich zur Hochphase des Syrien-Krieges, anders als man es von einer Menschenrechtsorganisation erwarten könnte, nicht für die friedliche Lösung des Konflikts, durch Beseitigung der syrischen Chemiewaffen – wie von Russland vorgeschlagen – ein, sondern forderte einen Angriff der USA bzw. der NATO. Denn durch die entsprechende UN-Resolution sei “versäumt w[orden] Gerechtigkeit zu gewährleisten”[6].

Doch auch in anderen Konflikten präsentiert sich die Organisation gelinde gesagt nicht von ihrer besten Seite. Jonathan Cook kritisierte im November 2006, dass Human Rights Watch die Verletzung grundlegender Menschenrechte der Palästinenser im Gazastreifen durch die israelische Armee ignoriere und stattdessen selbst gewaltfreien und friedlichen Widerstand der Palästinenser verurteile[7].

Im Mai 2014 richteten die Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel und Mairead Maguire, der ehemalige stellvertretende UNO-Generalsekretär Hans von Sponeck, der UN-Sondergesandte Richard Falk und über hundert Wissenschaftler einen offenen Brief an Kenneth Roth, in dem sie die Nähe von Human Rights Watch zur Regierung der USA u. a. in Form des „Drehtürsystems“ zwischen Human Rights Watch und der US-Regierung kritisierten und die Organisation aufforderten, diesen Zustand zu beenden[8].

Herzlichen Dank an Konjunktion.info für die gute Recherchearbeit.

Literatur

Quellen

Neopresse.com – Schlagzeilen des Tages

US-Luftwaffe wirft 60.000 Grusel-Flugblätter über Syrien ab

29. März 2015, verfasst von Bürgender

Eine US-Zeitung meldet, dass die US-Luftwaffe 60.000 Flugblätter über der syrischen Stadt ar-Raqqa abgeworfen hat, die die Bürger von einem Beitritt zur ISIS-Gruppe abhalten sollen. Das Flugblatt zeigt ein Bild, auf dem Menschen durch einen Fleischwolf gedreht werden.

„F-15E Strike Eagle banks away from a tanker“ von (U.S. Air Force photo by Staff Sgt. Tony R. Tolley) - http://www.lakenheath.af.mil/shared/media/photodb/photos/040719-F-9032T-012.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

F-15E Strike Eagle banks away from a tanker“ von (U.S. Air Force photo by Staff Sgt. Tony R. Tolley) –http://www.lakenheath.af.mil/shared/media/photodb/photos/040719-F-9032T-012.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Das Pentagon hat 60.000 Flugblätter über der syrischen Stadt ar-Raqqa abgeworfen. Darauf zu sehen sind offensichtlich zwei ISIS-Kämpfer, die Rekruten anlocken um sie anschließend im Fleischwolf zu zermalmen. Anscheinend sollen Bürger dadurch abgeschreckt werden, sich der ISIS-Gruppe anzuschließen. Dies meldet das US-Magazin The Hill (das Foto sieht man dort auch).

“Die Botschaft des Flugblatts ist, dass wenn Sie sich von Daesh rekrutieren lassen, werden Sie sich in einem Fleischwolf wiederfinden, was sich nicht positiv auf Ihre Gesundheit auswirken wird”, sagte Pentagon-Sprecher Col. Steve Warren. Er benutzte das arabische Wort “Daesh”, ein abwertendes Synonym für die Gruppe, was so viel bedeutet wie “mit den Füßen treten“.

Das Pentagon sagte, die Flugblätter seien am 16. März von einem Kampfflugzeug der US-Luftwaffe des Typs F-15E über der Stadt abgeworfen, welche im verlinkten Artikel als “ISIS-Hochburg” beschrieben wird.

http://www.gegenfrage.com/

Jade Helm: Wie das US-Militär die Bevölkerung infiltriert (Video)

titelbild

Wenn man im Englischen das Wort »jade« benutzt, ist entweder ein zänkisches Weib, ein abgemagertes Pferd oder eine Ehebrecherin gemeint. Jetzt sorgt das Wort »Jade« in den US-Medien für heftige Schlagzeilen. Aber in einem ganz anderen Zusammenhang. Und der schlägt hohe Wellen. Denn ein Militärmanöver namens »Jade Helm«, das in diesem Sommer stattfinden soll, wird als getarnte Übung für die Unterdrückung von Protesten gesehen.

Das Pentagon und die Geheimdienste stehen im Verdacht, die rasche Niederschlagung eines Aufstands der 315 Millionen Amerikaner nach einem wirtschaftlichen Kollaps oder nach sozialen Unruhen zu trainieren.

Der Hintergrund: Vom 15. Juli bis 15. September wird Jade Helm in neun Bundesstaaten der USA veranstaltet. Im Verlauf der acht Wochen dauernden Kampagne üben Soldaten, Heimatschützer und Agenten das unerkannte Einsickern in die Bevölkerung. Mit ziviler Kleidung und zivilen Fahrzeugen sollen sie sich quasi unsichtbar machen.

Um die Infiltrierung möglichst erfolgreich durchzuführen, setzt man die Soldaten unter großen Druck: Die zivile Bevölkerung ist aufgefordert, sofort die Behörden zu informieren, wenn sie verdächtige Personen in ihrer Nachbarschaft sieht.

Das offizielle Ziel von Jade Helm lautet, in großflächigen, schwach entwickelten und dünn besiedelten Regionen militärische Taktiken zu erproben.

Der flüchtige Beobachter vermutet hinter diesem Manöver eine Vorbereitung auf Einsätze der US-Armee in Wüstengebieten des Nahen Ostens oder in kargen Hochebenen Zentralasiens. Doch Jade Helm wird von vielen misstrauischen Amerikanern mit großem Argwohn beobachtet. Der entzündet sich vor allem an der Tatsache, dass Bundesstaaten wie Utah und Texas zu »Feindgebiet« erklärt werden.

Im ideologisch tief gespaltenen Amerika, wo sich linke Demokraten und rechte Neokonservative unversöhnlich gegenüber stehen, macht das misstrauisch. Denn Texas und Utah gehören mit Abstand zu den konservativsten Staaten in den USA. Aus der Sicht des politisch linken Barack Obama – und speziell mit Blick auf die Präsidentenwahl 2016 – sind der Mormonenstaat Utah und die Republikaner-Hochburg Texas tatsächlich »verdächtiges« Territorium.

Selten wurde das so deutlich wie im August 2011. Da knöpfte sich der konservative Gouverneur von Texas, Rick Perry, im laufenden Präsidentschaftswahlkampf den von Obama nominierten Chef der Notenbank, Ben Bernanke, vor. Perry watschte Bernanke so wüst ab, dass ein medialer Shitstorm folgte. Zur massiven Geldausweitung der Notenbank unter Bernanke befragt, sagte Perry bei einer Rede in Iowa:

»Wenn der Kerl bis zur Wahl noch mehr Geld druckt, weiß ich nicht, was ihr hier in Iowa mit ihm anstellen würdet, aber wir würden ihn bei uns in Texas ziemlich hässlich behandeln. Wer mehr Geld druckt, um Politik zu machen, ist ein Hochverräter.«

Solch miese Absichten unterstellen viele, vor allem im rechten Teil des politischen Spektrums der USA, nun Obama mit der Militärübung Jade Helm.

Auf der Webseite InfoWars wird daran erinnert, dass Übungsskizzen und Aufmarschpläne für ähnliche Manöver in der Vergangenheit ebenfalls konservative Bundesstaaten im Visier hatten. Der Vorwurf: Es passe Washington nicht, dass dort politisch Konservative und Gruppen wie die Tea Party der Republikaner starken Zulauf haben.

bild-jade-helm-usa

Die Redakteure bei InfoWars zitieren ein Dokument, das 2012 an die Öffentlichkeit gelangte. Das Papier mit dem Titel »Operationen gegen Aufständische« beschrieb, wie Soldaten Waffen von Zivilisten beschlagnahmen und amerikanische »Dissidenten« töten.

In dem Militärhandbuch wurde verlangt, Gefangene in Konzentrationslager zu stecken und in Arbeitslagern umzuerziehen, damit sie die Politik der Regierung gutheißen. In einer Studie des Ministeriums für Heimatschutz wurden laut InfoWars im selben Jahr 2012 Amerikaner, die misstrauisch gegenüber den Bundesbehörden sind, als »rechtsextreme Terroristen« bezeichnet.

Um die Einschätzung der kontroversen Heimatschutzübung im Sommer ist nun auch noch ein regelrechter Medienkrieg entbrannt. Newsseiten wie InfoWars, die Jade Helm kritisieren und dessen Ziele in Zweifel ziehen, werden von der Armee und den tonangebenden Medien attackiert.

Die Zeitung Houston Chronicle, ein Mainstream-Blatt, kanzelte die Kritik von InfoWars als »ultra-rechte Ängste vor einer Machtübernahme« von Obama in Texas ab.

Doch solche Ängste scheint es an vielen Orten im amerikanischen Hinterland zu geben. Auf Anzeigetafeln der »Kirche Jesu« in Texas wird in einigen Städten vor so genannten »FEMA Domes« gewarnt. Die FEMA ist die Bundesbehörde für den Katastrophenschutz.

Auf einem der Warnschilder steht: »Nehmt euch vor den Todeslagern der FEMA in Acht, die Juden haben gedacht, das würde nicht passieren.« Mindestens 28 solcher »Todeslager« werden in der Region, in der die geplante Übung abgehalten werden soll, gerade gebaut.

Die Mainstream-Zeitung New York Times bezeichnet diese Bauten als Gebäude für einen doppelten Verwendungszweck: als Sportstätten und als Notunterkünfte für Katastrophenzeiten. Doch die vielen Amerikaner im Land, die der Bundesregierung in Washington nicht trauen, sehen einen weiteren Verwendungszweck: Konzentrationslager für rebellierende Amerikaner.

Video:

Literatur:

Schwarzbuch USA von Eric Frey

Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezweckenvon F. William Engdahl

Die Weltbeherrscher: Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA von Armin Wertz

Quellen: infowars.com/info.kopp-verlag.de vom 27.03.2015

http://www.pravda-tv.com/

(Admin: Die Neo-Cons und die Demokraten gibt es in Wahrheit nicht. Die Hintergrundmächte steuern immer! beide Seiten.Deshalb ist Amerika auch nicht ideologisch gespalten, sondern es herrscht, wie fast überall „teile und herrsche“ – und das nur für das Volk, das jeweilige)

Syrischer Präsident Assad wirft Anti-IS-Koalition Scheinheiligkeit vor – IS soll nicht vernichtet werden

Die 60 Länder umfassende US-geführte Koalition zur Bekämpfung des Islamischen Staates (IS) meine ihren Kampf nicht ernst, so der syrische Präsident Baschar al-Assad gegenüber russischen Medien. Einige Mitglieder der Allianz würden es vorziehen die terroristische Gefahr aufrecht zuhalten, um andere Länder zu erpressen.

Syrischer Präsident Assad wirft Anti-IS-Koalition Scheinheiligkeit vor - IS soll nicht vernichtet werden

Die Zahl der Luftangriffe, die von der Anti-IS-Koaltion, von der einige Mitgliedsstaaten sehr “reich und fortschrittlich” sind, führen ihre Angriffe auf irakischem und syrischem Territorium sehr spärlich aus. Die Zahl der Luftschläge liege gerade mal bei rund zehn Angriffen pro Tag, so der syrische Präsident in dem am Freitag veröffentlichten Interview. Er führte an:

“Die Syrische Luftwaffe, die im Vergleich zur Koalition sehr klein ist, führt an einem einzigen Tag ein Vielfaches an Luftschhlägen aus. Dies ergibt keinen Sinn und zeigt einen Mangel an Ernsthaftigkeit. Sie wollen den IS nicht komplett beseitigen. Es gibt keine ernst gemeinte Anstrengung, den Terrorismus zu bekämpfen. Für das was von den syrischen Kräften an einem Tag erreicht wird, benötigen diese Staaten Wochen. Die Anti-IS-Koalition kann doch nicht Staaten [am Krieg] beteiligen lassen, die selbst Unterstützer des Terrorismus sind. “

Außerdem, warnte Assad, sei die Entscheidung so genannte “Peacekeeper” nach Syrien zu schicken inakzeptabel und könne gefährliche Konsequenzen haben. Wenn diese Entscheidung umgesetzt werden sollte, würde dies den Islamischen Staat de facto politisch anerkennen.

“Friedenssichernde Maßnahmen basieren in der Regel darauf, dass sich zwei Länder im Kriegszustand befinden und wenn jemand davon spricht Peacekeeper zu schicken, um mit dem IS fertig zu werden, erkennt das den IS als Staat an. Solch eine Rhetorik ist inakzeptabel und gefährlich”, so Assad.

Der syrische Präsident sagte weiter, der Westen habe keine politische Lösung für die Krise und Syrien. Es sei angeblich nur daran interessiert seine Regierung zu zerstören:

“Sie wollen uns zu ihren Marionetten machen. Ich denke nicht, dass der Westen eine politische Lösung hat. Sie wollen auch gar keine. Wenn ich ‘Der Westen’ sage, dann beziehe ich mich vor allem auf die USA, auf Frankreich und das Vereinigte Königreich. Andere Länder stehen da an zweiter Stelle.”

Um den andauernden bewaffneten Konflikt in Syrien zwischen Regierungstruppen und den Kräften des Islamischen Staates zu lösen, sollten Länder wie die Türkei, Saudi-Arabien, Katar und auch einige europäische Staaten aufhören, die Terroristen zu bewaffnen, so der syrische Präsident. Der syrische Präsident erklärte russischen Journalisten, dass Damaskus keinen direkten Kontakt mit den USA pflege und in keinerlei Diskussionen involviert sei.

http://www.rtdeutsch.com/

Obama führt Fake-Krieg gegen ISIS

image

Seit August 2014 hat die amerikanische Luftwaffe mit der Unterstützung einer Koalition von 19 Ländern, unerbittlich verstärkte Luftangriffe gegen Syrien und den Irak geflogen, angeblich gezielt gegen die IS- Brigaden.

Mehr als 16.000 Luftangriffe sollen von August 2014 bis Mitte Januar 2015  durchgeführt worden sein. Die Luftangriffe wurden von den Medien als Teil einer „weichen“ Anti-Terror-Operation beschrieben aber sie sind ein Akt eines totalen Krieges, der gegen Syrien und den Irak gerichtet ist. Über diese gross angelegten Luftangriffe, die zu unzähligen zivilen Opfern geführt haben, wurde routinemässig berichtet.

Obamas Strategie in Syrien und dem Irak funktioniert aber nicht, weil dieser Bombenkrieg gegen ISIS sehr auffällig zurückhaltend ist, schreibt Newsweek. Eine militärische Eskalation wird die Folge sein. Mehr Flugzeuge, Militärberater und Spezialkräfte werden entsandt, während die Einschränkungen unter denen sie tätig sind gelockert werden, so wie Obama es eben braucht.

Welche Flugzeuge sind an der Luft-Kampagne beteiligt?

Die F-16 Fighting Falcon, die F-15E Strike Eagle, die A-10 Warthog, nicht zu vergessen die Lockheed Martin F-22 Raptor , um nur einge taktische Kampfflugzeuge zu nennen. Von Anfang an haben sich diese Luftangriffe nicht gegen ISIS gerichtet. Die Daten bestätigen, dass der islamische Staat nicht das Ziel ist. Die Luftangriffe sollen vielmehr die wirtschaftliche Infrastruktur des Iraks und Syriens zerstören.

Obwohl sich der Islamische Staat in Konvois aus Toyota Pickup-Trucks, wie dieses Foto im Nachrichtenmagazin“Der Spiegel“ zeigt, in den Irak und nach Syrien bewegt und die offene und menschenleere Wüste mit einer 200 km Spannweite überquert, gelingt es Obama nicht sie zu zerstören. In ihren allgemein bekannten Videos zeigen die VSA dann verlassene Schrottautos in der Wüste die bombardiert werden. Toyota Pickups wurden übrigens merkwürdigerweise schon vom VS-Aussenministerium an die Rebellen der Freien Syrische Armee gespendet und diese Fahrzeuge tauchten schon Jahre zuvor bei den Rebellen in Libyen auf als sie gegen Gaddafi in den Krieg zogen, mit genau der gleichen Wagenfarbe.

Aus dem militärischen Standpunkt heraus ist es wirklich mehr als einfach einen ISIS Konvoi zu zerstören. Wenn die VSA und ihre willigen Unterstützer die Brigaden wirklich beseitigen hätten wollen, wäre ein Bombenteppich auf die Toyota Pickups das Aus für IS gewesen. In der offenen syrisch-arabischen Wüste wäre es ein Kinderspiel gewesen mit einer schnellen und chirurgischen Operation die Konvois des Islamischen Staates innerhalb von Stunden drastisch zu dezimieren. Stattdessen erleben wir, dass nach sechs Monaten der angeblichen unerbittlichen Luftangriffe und Bombardierungen, der terroristische Feind offenbar immer noch intakt ist. (Zum Vergleich: die völkerrechtswidrigen und ohne UN-Mandat geführten NATO-Bombardierungen Jugoslawiens im Jahr 1999, dauerten nur etwa drei Monate (24. März – 10. Juni, 1999).

Uns lässt man jedoch in dem Glauben, dass der Islamische Staat mit der von Amerika geführten militärische Koalition aus 19 Ländern nicht zu besiegen sei und, dass es viele Jahre brauchen würde diese Terrorbanden auszuschalten. Fakt ist, dass die Luftangriffe  nicht beabsichtigen den Islamischen Staat zu dezimieren.

Von  Anfang an haben sich diese Luftangriffe nicht gegen ISIS gerichtet. Viele Daten bestätigen, dass der Islamische Staat nicht das Ziel ist. Die ganze Wahrheit dahinter ist, dass der Islamische Staat nicht nur durch die VSA und ihre Verbündeten geschützt wird, sondern er wird auch von ihnen und der NATO ausgebildet und finanziert, mit der Unterstützung Israels und Washingtons Verbündeten im Persischen Golf.

Subscribe to comments feed Kommentare (3 eingetragen):

Tichy am 26/03/2015 22:31:11
avatar

Wenn VSA wollte, wäre Isis morgen nicht mehr existent. Die Fähigkeiten dieser „Kämpfer“ logistisch wie organisatorisch sind wohl kaum mit einer modernen Armee zu vergleichen. Wenn VSA nicht gerade Konflikte säen wollte, könnten sie in Cooperation mit Russland den ganzen Nahen Osten aufräumen. Aber: Wer will das schon?
Dieser Friedensnobelpreisträger namens Obama bestimmt nicht! Das wäre der VS-Wirtschaft und den dahinter stehenden elitären Kreisen nun mal nicht zuträglich! Was die Finanzen angeht zumindest. Die Moral ist dabei wohl nicht im Spiel.
Als unangebracht melden!
Thumbs UpThumbs Down

6

Neo am 26/03/2015 20:00:12
avatar

Schon dass dieser Kriegstreiber Obama ein Friedensnobelpreisträger ist zeigt die ganze Verlogenheit der heutigen Zeit. Warum muss der nicht vor ein internationales Tribunal? Alle haben Angst vorm Imperium- das war schon nach Hiroshima oder Vietnam so. Früher hatten sie Angst vor Hitler bis es zu spät war- heute kuschen sie vor Obama- Geschichte wiederholt sich doch.
Als unangebracht melden!
Thumbs UpThumbs Down

7

Lallajunge am 26/03/2015 19:15:23
avatar

Das ist die unausgesprochene und von den westlichen Medien wider besseren Wissens bestrittene Wahrheit und man muss sie laut herausschreien, damit alle es hören. Die Kopfabschneider, Menschenverbrenner und anderer grausamste Verbrechen begehenden IS Bande steht unter dem Kommando der USA.
Und diese vermeintlichen Anschläge des IS gehen genauso auf ihr Konto. Und wer diese US-Bande in Schutz nimmt, stellt sich auf die Seite dieser Mörder.
Als unangebracht melden!

 

66 syrische Zivilisten bei US-Luftangriffen getötet

24. März 2015, verfasst von Bürgender
Laut einer Menschenrechtsorganisation sind seit September 2014 infolge der Bombardierungen auf syrischem Gebiet durch die US-Armee insgesamt 66 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter zehn Kinder.

„General Dynamic F-16 USAF“ von U.S. Air Force photo - http://www.af.mil/shared/media/photodb/photos/021105-O-9999G-056.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

General Dynamic F-16 USAF“ von U.S. Air Force photo. Lizenz: Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

In Syrien sind Berichten zufolge seit Beginn der Luftschläge der US-geführten Militäraktion gegen die ISIS-Gruppe in Syrien 66 Zivilisten ums Leben gekommen. Dies meldete die in Großbritannien ansässige Menschenrechtsgruppe Syrian Observatory for Human Rights (Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte) am Montag.

Unter den Opfern befinden sich dem Bericht zufolge zehn Kinder und sechs Frauen, die durch die Bombardierung von Ölfeldern und Raffinerien im Norden und im Osten des Landes ums Leben kamen. Die Menschenrechtsgruppe steht in Opposition zur syrischen Regierung unter Bashar al-Assad und sammelt und veröffentlicht Informationen über Menschenrechtsverletzungen im Land. Die Statistiken der Gruppe werden im Westen, unter anderem von Amnesty International, hochgelobt, in Russland hingegen gelten sie als unseriös.

Seit 2011 schleusen westliche Geheimdienste über Nachbarstaaten wie die Türkei oder Jordanien bewaffnete Milizen ins Land, die Syriens Regierung destabilisieren sollen. Seit September 2014 führen die USA gemeinsamen mit regionalen Verbündeten (bspw. Türkei, Saudi-Arabien und Katar) Luftangriffe auf syrischem Territorium durch. Damaskus hat die Militäreinsätze nicht genehmigt.

Seit Beginn der Unruhen im Jahr 2011, die durch steigende Nahrungsmittelpreise infolge von Bankenspekulationen losbrachen und seither aufrecht erhalten werden, sind über 215.000 Menschen ums Leben gekommen, allein im Jahr 2014 rund 76.000. Fast vier Millionen Syrer haben seit Beginn der Krise das Land verlassen, 7,6 Millionen Zivilisten sahen sich dadurch gezwungen, ihren Wohnort zu verlassen, so aktuelle Zahlen.

 

http://www.gegenfrage.com/

Desertieren die Piloten, die Washingtons Drohnen-Krieg führen müssen?

Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein LP 061/15 – 22.03.15

Warum geben so viele Drohnen-Piloten der U.S. Air Force ihren ungefährlichen Job an der Heimatfront vorzeitig auf?

Eine neue Art Krieg ruft eine neue Art psychischer Beanspruchung hervor Von Pratap Chatterjee TomDispatch.com, 05.03.15 ( http://www.tomdispatch.com/post/175964/ ) Der Drohnen-Krieg der USA in großen Gebieten des Mittleren Ostens und Teilen Afrikas ist in eine Krise geraten – aber nicht weil zu viele Zivilisten sterben oder in Washington über die Tötungslisten für diesen Krieg und seine globale Berechtigung gestritten wird.

Es ist ein kaum lösbares Problem aufgetreten: Die Drohnen-Piloten quittieren in Rekordzahl den Dienst. Derzeit gibt es rund 1.000 Drohnen-Piloten in der U.S. Air Force, die dort unter der Bezeichnung „18X“ (s. http://usmilitary.about.com/od/enlistedjobs/a/18x.htm ) geführt werden. In einem Ausbildungsprogramm auf den Flugplätzen Holloman in New Mexico [s. dazu http://www.holloman.af.mil/news/story.asp?id=123289389 ] und Randolph (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Randolph_Air_Force_Base ) in Texas, das ungefähr ein Jahr dauert, werden jährlich weitere 180 Piloten ausgebildet.

Gleichzeitig quittieren in zwölf Monaten etwa 240 ausgebildete Drohnen-Piloten den Dienst, ohne dass sich die Air Force dieses Phänomen erklären kann. Auch die in verdeckten Operationen der CIA eingesetzten Drohnen werden von Piloten geflogen, die von der U.S. Air Force ausgeliehen sind [s. dazu auch http://www.democracynow.org/2014/4/17/former_drone_operators_reveal_air_force ]. Am 4. Januar 2015 veröffentlichte die Website The Daily Beast ein undatiertes internes Memo [s. http://www.thedailybeast.com/articles/2015/01/04/exclusive-u-s-drone-fleet-atbreaking-point-air-force-says.html ], in dem der „sehr besorgte“ General Herbert „Hawk“ Carlisle den General und Stabschef der Air Force Mark Welsh (s. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_A._Welsh ) davor warnt, dass „die steigende Anzahl von ausscheidenden Drohnen-Piloten in den kommenden Jahren die Einsatzfähigkeit von Drohnen der Typen Predator und Reaper gefährden“ könnte. Elf Tage später wurde das Problem auch auf einer Pressekonferenz angesprochen, zu der Air-Force-Ministerin Deborah Lee James (s. http://en.wikipedia.org/wiki/Deborah_Lee_James ) und General Mark Welsh eingeladen hatten.

Frau James erklärte vor den Medien: „Die Drohnen-Piloten stehen durch die hohen Operationsanforderungen unter ständigem Stress [Bericht von der Pressekonferenz s. unter http://www.defense.gov/Transcripts/Transcript.aspx?TranscriptID=5571 ]. In der Theorie haben Drohnen-Piloten ein bequemes Leben. Im Unterschied zu Soldaten in „Kriegsgebieten“ können sie (außerhalb ihrer Dienststunden) mit ihren Familien in den USA zusammenleben. Schlammige Schützenlöcher, von Sandstürmen umtoste Zeltunterkünfte in Wüstengebieten und feindliche Angriffe bleiben ihnen erspart. Statt dessen pendeln diese neuen Techno-Krieger wie irgendwelche Büroangestellten zu ihrer Arbeit vor den Computer-Bildschirmen; das Bedienen der Steuervorrichtungen wirkt auf Außenstehende wie das Hantieren mit den Joysticks eines spannenden Videospiels [s. http://motherboard.vice.com/read/the-curious-stressful-life-of-a-us-military-drone-pilot ].

Die von den Piloten gesteuerten Drohnen fliegen normalerweise Missionen über Afghanistan und über dem Irak; dort nehmen sie Fotos und Videos auf und überwachen Einsätze von US-Soldaten am Boden. Nur wenige Piloten sind dazu autorisiert, CIA-Killerdrohnen über Pakistan, Somalia oder dem Jemen zu steuern und auf Befehl „wichtige Zielpersonen“ vom Himmel aus zu töten. Seit einigen Monaten sind einige dieser Piloten auch für den neuen Krieg in den Grenzgebieten Syriens und des Iraks zur Bekämpfung des ISIL abgestellt.

An jeder Drohnen-Kampfpatrouille [s. http://www.wired.com/2012/02/air-force-drones/ ] sind drei bis vier Drohnen beteiligt – meistens mit Hellfire-Raketen (Infos dazu s. unter http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-114_Hellfire ) bewaffnete, von der Firma General Atomics (s. http://de.wikipedia.org/wiki/General_Atomics ) in Südkalifornien gebaute Predators (s. http://de.wikipedia.org/wiki/General_Atomics_MQ-1 ) oder Reapers (s. http://de.wikipedia.org/wiki/General_Atomics_MQ-9 ); an einer solchen Operation sind jeweils 180 Personen beteiligt [s. http://www.af.mil/News/ArticleDisplay/tabid/223/Article/485358/rpa-community-launches-65th-combat-air-patrol.aspx ]. Zusätzlich zu den Piloten werden Kameraoperatoren, Geheimdienst- und Kommunikationsexperten und Wartungspersonal gebraucht. Zur Durchführung der Überwachungsflüge der Global Hawk (s. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_Grumman_RQ-4 ) werden sogar 400 Personen benötigt. Die U.S. Air Force muss gegenwärtig sicherstellen, dass täglich rund um die Uhr 65 Drohnen-Kampfpatrouillen geflogen werden können, und zusätzlich zu weltweiten Drohnen-Notfalleinsätzen aus militärischen oder humanitären Gründen in der Lage sein. Dafür werden eigentlich 1.700 voll ausgebildete Piloten gebraucht.

Wegen der hohen Aussteigerquote ist die Zahl der verfügbaren Drohnen-Piloten aber unter 1.000 gesunken; deshalb musste die Air Force aktive Piloten von Transportflugzeugen und Kampfjets und Reservisten regelrecht zwingen, sich in einer Kurzausbildung zu Drohnen-Piloten umschulen zu lassen, um den enormen Appetit des Pentagons auf rund um die Erde aufgenommene Echtzeitvideos einigermaßen stillen zu können. Die Air Force macht sich die Erklärung der hohen Aussteiigerquote sehr einfach. Die Aussteiger seien einfach überarbeitet. Die Piloten selbst finden es erniedrigend, von Flugzeugpiloten als zweitklassig verachtet zu werden. Einige geben auch zu, dass sie, wegen der Schrecken des Krieges, die sie tagtäglich auf ihren Bildschirmen aus nächster Nähe miterleben müssen, an einer bisher nicht bekannten Form des Post-Traumatic Stress Syndrome / PTSD (des Posttraumatischen Belastungssyndroms) leiden.

Ist es denn möglich, dass der neuartige ferngesteuerte Krieg auch eine neuartige, noch nicht erkannte psychologische Beanspruchung hervorruft? Der Drohnen-Krieg wird häufig auch als „Krieg der Feiglinge“ [weitere Infos dazu unter http://www.theguardian.com/commentisfree/2012/jan/30/deadly-drones-us-cowards-war ] bezeichnet, eine Meinung die nach Berichten auch von der durch die ständigen Drohnen-Einsätze traumatisierten Bevölkerung im Jemen und in Pakistan geteilt wird [s. dazu auch http://www.bariatwan.com/english/?p=307 ]. Könnte es sein, dass auch die Drohnen-Piloten unter dem Makel leiden, aus sicherer Entfernung von mehreren

Tausend Meilen Menschen umbringen zu müssen, und ein Gefühl der Scham und Schande empfinden, das die sie betreuenden Psychologen nicht wahrhaben wollen? Aus der Ferne töten und trotzdem den Opfern beim Sterben zusehen Es steht außer Frage, dass Drohnen-Piloten darunter leiden, von Flugzeug-Piloten als zweitklassig angesehen zu werden [s. http://www.motherjones.com/politics/2013/06/dronepilots-reaper-photo-essay ]. „Es ist schwer zu ertragen, während einer Nachtschicht eine Drohne am Himmel kreisen zu lassen und dabei den Kameraden zusehen zu müssen, die 2/11 um ihr Leben kämpfen,“ sagte Ryan, ein Ausbilder für Drohnen-Piloten, dem Magazin Mother Jones. Seine Kollegen würden sich selbst als Soldaten einer „verlorenen Generation“ sehen.

„Außenstehende halten das ganze Programm für einen Witz und die Drohnen-Piloten und Kamera-Operatoren für Videospiel-Süchtige oder Nintendo-Krieger,“ beklagte sich Brandon Bryant, der früher auf der Nellis Air Force Base Drohnen-Kameras bedient hat, bei Democracy Now [s. dazu auch http://www.democracynow.org/2013/10/25/a_drone_warriors_torment_ex_air ]. Was die Arbeitszeiten angeht, sind die Drohnen-Piloten sicher nicht zweitklassig. Sie sitzen 900-1.800 Stunden pro Jahr vor ihren Bildschirmen, während andere Air-Force-Piloten nur 300 Stunden jährlich fliegen. Auch die Gesamtarbeitszeit ist sehr unterschiedlich: „Ein Drohnen-Pilot, der seit sieben oder acht Jahren diesen Job macht, hat sechs oder sieben Tage pro Woche und zwölf Stunden pro Tag gearbeitet,“ erklärte General Welsh kürzlich im NPR (s. http://de.wikipedia.org/wiki/NPR ).

„Und die ein oder zwei freien Tage pro Woche reichen wirklich nicht für ein vernünftiges Privatleben mit der Familie aus.“ [s. dazu auch http://www.npr.org/2015/01/24/379550383/the-drone-war-hits-a-bottleneck-too-manytargets-not-enough-pilots ] Das sehen auch die Drohnen-Piloten so: „Wir sind beansprucht wie ein Motor, der so hochtourig gefahren wird, dass sich der Zeiger auf der Temperaturanzeige dem roten Bereich nähert. Trotzdem dürfen wir nicht weniger Gas geben, sondern müssen das Gaspedal ganz durchtreten,“ sagte ein Drohnen-Pilot der Air Force Times [s. http://www.airforcetimes.com/story/military/2015/02/02/more-missions-for-reaper-pilots/22752129/ ] „Sie opfern den Motor, um die Geschwindigkeit für kurze Zeit zu steigern, ohne Rücksicht darauf, dass er dabei kaputt geht.“ Die Air Force will das Problem mit einem „Trostpflaster“ beheben.

Erfahrene Drohnen-Piloten sollen eine Tagesprämie von 50 Dollar zusätzlich erhalten. Weil aber so viele den Dienst vorzeitig quittieren, sind nur ganz wenige erfahren genug, um den Bonus beanspruchen zu können. Die Air Force hat sogar zugegeben, dass in diesem Jahr gerade mal 10 Drohnen-Piloten Anspruch auf die Zulage haben; auch das ist ein Beleg für viel zu frühes Ausscheiden. [s. http://www.military.com/daily-news/2015/02/13/fewer-than-10-pilots-to-receive-monthly-bonus-incentive.html ] Die meisten 18X-Soldaten halten ihren Job für wesentlich härter und fordernder als den der viel angeseheneren Kampfjet-Piloten.

„Ein Predator-Pilot sieht viel besser, was er bewirkt, als die Piloten von Kampfjets oder Bombern der Typen B-52 (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_B-52 ), B-1 (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Rockwell_B-1 ) und B-2 (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_B-2 ), die ihr Ziel nie zu sehen bekommen, gab Lt. Col. (Oberstleutnant) Bruce Black, ein ehemaliger Drohnen-Pilot der Air Force. zu bedenken. „Ein Predator-Pilot hat seine Zielpersonen lange beobachtet und kennt sie und ihre Umgebung ganz genau.“ [s. http://rt.com/shows/sophieco/weapon-drones-industry-demand-465/ ] Einige klagen, der Drohnen-Krieg habe sie an den Rand des Wahnsinns getrieben.

„Wie viele von Hellfire-Raketen zerfetzte Frauen und Kinder musste ich mir anschauen? Wie viele Männer ohne Beine habe ich hilfesuchend und verblutend über ein Feld auf ein Haus zukriechen sehen?“ hat sich Heather Linebaugh, eine ehemalige Analystin von Drohnen-Videos, in einem Interview mit dem Guardian gefragt. „Wenn man so etwas ständig anschauen muss, läuft es wie ein ständig wiederholtes Video im Kopf ab; die psychische Belastung war so quälend, dass ich diese Erfahrung niemandem wünsche.“ [s.http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/dec/29/drones-us-military ]

„Es war erschreckend, zu erleben, wie leicht es war (jemand zu töten). Ich fühlte mich als Feigling, weil ich mich auf der anderen Seite des Erdballs befand und der Angegriffene nichts von mir wusste,“ erzählte Brandon Bryant in einer Sendung des KNPR Radio in Nevada. „Ich fühlte mich ständig von einer Legion von Toten heimgesucht. Ich war physisch und psychisch krank und litt so sehr, dass ich mich erschießen wollte.“ [Weitere Infos dazu s. unter http://knprnews.org/post/former-nellis-afb-drone-operator-first-kill-ptsd-being-shunned-fellow-airmen .] Viele Drohnen-Piloten verteidigen jedoch ihre Rolle bei den gezielten Tötungen.

„Wir töten die Leute ja nicht zum Spaß. Wir müssten sie auch töten, wenn wir ihnen gegenüber stünden,“ sagte die Kontrolleurin Janet Atkins zu Chris Woods, dem Autor des Buches „Sudden Justice“ [s. http://www.amazon.com/dp/0190202599/ref=nosim/?tag=tomdispatch-20 ]. „Wir müssen den Feind töten, damit er nicht unsere Kameraden tötet.“ [s. http://www.theguardian.com/world/2015/feb/24/drone-warfare-life-on-the-new-frontline ] Andere wie Bruce Black sind sogar stolz auf ihr Tun. „Meine erste Rakete habe ich abgefeuert, als ich zwei Wochen hier war. Seither habe ich Hunderten von Menschen, auch vielen Irakern und Afghanen, das Leben gerettet,“ erzählte er einer Zeitung in seiner Heimatstadt in New Mexico [s. http://www.daily-times.com/four_corners-news/ci_24600432/retired-military-drone-operator-shares-experience-remote-piloting ].

„Nach dem Dienst tranken wir in Buffalo Wild Wings ein Bier und besprachen unsere Arbeit. Das war surreal, aber es dauerte nicht lange, bis ich begriffen hatte, wie wichtig mein Job war. Der Wert dieses Waffensystems im Kampf erschließt sich nur denen, die ihn erlebt haben. Manche Leute brauchen lange, um ihn zu erkennen.“ Ist der Stress der Piloten messbar? Wem soll man glauben? Janet Atkins und Bruce Black, die behaupten, ausscheidende Drohnen-Piloten seien nur überarbeitet – oder Brandon Bryant und Heather Linebaugh, die behaupten, die Beteiligung an ferngesteuerten gezielten Tötungen habe sie psychisch krank gemacht? Militärpsychologen haben das Phänomen untersucht. Ein Team von Psychologen der School of Aerospace Medicine (der Schule für Raumfahrtmedizin) auf der Wright-Patter-son Air Force Base in Ohio hat eine Reihe von Studien zum Stress von Drohnen-Piloten veröffentlicht.

Einer Studie aus dem Jahr 2011 ist zu entnehmen, dass fast die Hälfte der Piloten unter „Arbeitsüberlastung“ litt. Eine ganze Anzahl habe auch über Beschwerden wie Angstzustände und Depressionen geklagt, die sich negativ auf ihr Privatleben auswirkten. [Diese Studie ist aufzurufen unter http://www.dtic.mil/dtic/tr/fulltext/u2/a548103.pdf .] Wayne Chappelle, der führend an sämtlichen Studien beteiligt war, behauptet dennoch, das Hauptproblem sei die durch den Piloten-Mangel verursachte chronische Arbeitsüberlastung.

Seine Studien scheinen zu belegen, dass posttraumatische Belastungssymptome bei Drohnen-Piloten seltener vorkommen als in der Gesamtbevölkerung. Andere Psychologen stellen seine Untersuchungsergebnisse jedoch in Frage. Jean Otto und Bryant Webber vom Armed Forces Health Surveillance Center (vom Gesundheitsüberwachungszentrum der Streitkräfte) und der Uniformed Services University of the Health Sciences (der Universität der Gesundheitswissenschaften der Streitkräfte) sind der Meinung, dass die befragten Drohnen-Piloten, weil sie Nachteile für ihre Karriere und Gehaltseinbußen durch Verlust der Flugtauglichkeit befürchteten, ihre psychischen Probleme nicht zugegeben haben. [Diese Studie ist aufzurufen unter https://timemilitary.files.wordpress.com/2013/04/pages-from-pages-from-msmr_mar_2013_external_causes_of_tbi.pdf .]

Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen Eine Sache ist klar: Die Piloten töten nicht nur „Bösewichte“, und sie wissen das auch. Bruce Black hat ausgeplaudert, dass sie alles sehen, was vor, während und nach einem Drohnen-Angriff vorgeht. Seine Aussage wird bestätigt durch die einzige veröffentlichte ausführliche Niederschrift eines Gesprächs, das bei einer realen Überwachungs- und Tötungsmission geführt wurde [s. http://documents.latimes.com/transcript-of-drone-attack/ ]. Das oberflächliche Geschwätz wurde am 21. Februar 2010 auf der Creech Air Force Base in Nevada aufgezeichnet und bezog sich auf einen Drohnen-Einsatz in einer ländlichen Gegend der Provinz Daikondi in Zentralafghanistan (s. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Daikondi ). An dem Gespräch beteiligten sich Drohnen-Operatoren in Creech, Videoanalysten im Hauptquartier der Air Force für Spezialoperationen in Okaloosa, Florida, und US-Hubschrauber-Piloten in Afghanistan. An diesem Tag wurden in der Morgendämmerung drei im Konvoi fahrende Lastwagen entdeckt, die jeweils ein Dutzend Passagiere beförderten.

In der falschen Annahme, es handle sich um eine Gruppe von „Aufständischen“, die in der Nähe operierende US-Soldaten töten wollten, entschied sich das Drohnen-Team für einen Angriff. Controller: „Wir glauben, da könnte ein hochrangiger Taliban-Kommandeur dabei sein.“ Kamera-Operator: „Ja, auf der Ladefläche des Lastwagen soll ein Mann im wehrfähigen Alter mit einer Waffe sein.“ Geheimdienst-Koordinator: „Ein Prüfer will mindestens ein Kind in der Nähe des Geländewagens gesehen haben.“ Controller: „Ach du Scheiße, wo denn? Ich glauben nicht, dass sie schon so früh Kinder dabei haben. Ich weiß, dass sie gern tricksen, lasst uns aber trotzdem loslegen!“ Kamera-Operator: „Wie süß! Oh-je! Das führende Fahrzeug sucht das Weite, holt die Helis her!“ Einige Augenblicke später bringen die Piloten ihre Kiowa-Hubschrauber (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_OHäter bringen die Piloten ihre Kiowa-Hubschrauber (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_OH-58 ) in Schussposition und feuern eine Hellfire-Rakete auf das vorderste Fahrzeug ab. Controller: „Schau dir das an, das war ein Volltreffer! Die wurden geröstet! Dieser Lastwagen ist ausgeschaltet!“ 20 Minuten später haben sich die Überlebenden des Angriffs ergeben; aus der Abschrift ist ersichtlich, dass die Drohnen-Piloten jetzt weniger gut gelaunt waren, weil sich herausstellte, dass die meisten Passagiere auf den Lastwagen Frauen und Kinder waren und keinerlei Waffen gefunden wurden. Bei einer nachfolgende Untersuchung vor Ort wurde festgestellt, dass alle Getöteten harmlose Dorfbewohner waren.

„Die Technik kann gelegentlich ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln, weil man glaubt alles sehen, hören und richtig einschätzen zu können,“ erklärte James Poss, ein Maj. Gen. (Generalmajor) der Air Force, der die Untersuchung geleitet hatte, später gegenüber der Los Angeles Times. [s. http://articles.latimes.com/2011/apr/10/world/la-fg-afghanistan-drone-20110410/4 ]

Natürlich behauptet die Obama-Administration, solche Ereignisse seien die Ausnahme. Im Juni 2011, als der jetzige CIA Direktor John Brennan noch Anti-Terrorberater des Weißen Hauses war, machte er zum Problem ziviler Drohnen-Opfer folgende dreiste Aussage: „Während des letzten Jahres gab es wegen der mittlerweile erreichten außergewöhnlichen Präzision unserer Drohnen-Angriffe keinen einzigen Kollateral-Toten.“

[s. http://www.nytimes.com/2011/08/12/world/asia/12drones.html?_r=0 ] Seine Behauptung und ähnliche Äußerungen anderer Offizieller sind, höflich formuliert, maßlos untertrieben. In ihrem neuen Bericht „You Never Die Twice“ (Man kann nicht zweimal sterben, s. http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP20114_191214.pdf ) weist Jennifer Gibson von REPRIEVE, einer britischen Menschenrechtsorganisation, nach, dass einige Männer auf der vom Weißen Hauses erstellten „Liste der zu tötenden Terrorverdächtigen“ bis zu siebenmal „gestorben“ sind. [Der REPRIEVE-Bericht ist aufzurufen unter http://www.reprieve.org/uploads/2/6/3/3/26338131/2014_11_24_pub_you_never_die_twice_-_multiple_kills_in_the_us_drone_program.pdf .] Frau Gibson stellte fest:

„Wir fanden 41 Namen von Männern, die das Unmögliche geschafft zu haben scheinen. Das wirft die drängende Frage auf: Wer war in den Leichensä- cken für die Männer auf der Tötungsliste, deren Ermordung gescheitert ist?“ REPRIEVE fand heraus, dass bei der Jagd auf 41 „Zielpersonen“ in Pakistan 1.147 Personen durch Drohnen-Angriffe getötet wurden. Bei zwei Angriffen auf Aiman al-Zawahiri (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Aiman_az-Zawahiri , den gegenwärtigen Al-Qaida-Chef, starben nach Erkenntnissen von REPRIEVE 76 Kinder und 29 Erwachsene. Al-Zawahiri lebt heute immer noch. [s. http://www.theguardian.com/us-news/2014/nov/24/-sp-us-drone-strikes-kill-1147 ] Desertieren aus der Steuerkabine Die Drohnen-Piloten in den USA scheinen unter einer Kombination aus mangelndem Ansehen, Arbeitsüberlastung und psychischem Trauma zu leiden. Während des VietnamKrieges desertierten Soldaten nach Kanada oder brachten sogar ihre Offiziere um [weitere Informationen dazu s. unter http://www.amazon.com/Fragging-Soldiers-Assaulted-OfficersSoutheast/dp/0896727157 ]. Was sollen Soldaten in einem Krieg tun, den sie mit einer Tastatur als Waffe von einer Steuerkabine in Nevada aus führen?

Könnte es sein, dass auch die Drohnen-Piloten wie ihre Opfer in Pakistan und im Jemen, die darüber klagen, dass sie von dem dauernden Motorengeräusch der über ihnen kreisenden Drohnen und der Angst vor einem plötzlichen Tod ohne Vorwarnung verrückt werden, das Morden einfach nicht mehr ertragen? Seit dem US-Bürgerkrieg haben alle modernen Kriege psychische Traumata (s. https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Psychisches-Trauma.116746.0.html ) unterschiedlichster Ausprägung hervorgerufen – bis zur heutigen Posttraumatischen Belastungsstörung (s. http://www.c-d-k.de/psychotherapie-klinik/Stoerungen/posttraumatische_merkmale.html ).

Es wäre eine Überraschung, wenn eine völlig neue Art der Kriegsführung nicht auch eine neue Art psychischer Störungen hervorbrächte. Wir wissen nicht, wohin das führen wird. Aber es sieht nicht gut aus für die neue Kriegsführung, die das Weiße Haus und Washington insgesamt anstreben – den propagandistisch sorgfältig vorbereiteten, mit relativ wenig Aufwand verbundenen und mit ferngesteuerten Robotern ohne eigene Verluste geführten Präzisionskrieg, wie er bei der Terrorbekämpfung bereits praktiziert wird. Wenn die Drohnen-Piloten bereits desertieren, wie soll diese neue Art der Kriegsführung dann überleben? Pratap Chatterjee ist Geschäftsführer von CorpWatch (s. http://en.wikipedia.org/wiki/CorpWatch ) und Autor der Bücher „Halliburton’s Army: How A Well-Connected Texas Oil

Klicke, um auf LP06115_220315.pdf zuzugreifen

Weltweite Demos für Venezuela und gegen US-Einmischung

(Admin: Einfach nur  g r o ß a r t i g !!)

einartysken

Von Einar Schlereth schließenAutor: einartyskenName: Einar Schlereth
Email: einar.schlereth@glocalnet.net
Seite: http://einarschlereth.blogspot.de
Über: Ausführliche Biographie in mehreren Sprachen unter einarschlereth.blogspot.seAlle Artikel des Autors (95)
– Am 20. Mrz. 2015 – unter Lateinamerika

Die Miliz marschierte auch auf // Quelle: einartysken

Die Miliz marschierte auch auf // Quelle: einartysken

Auf der ganzen Welt wurde aus Solidarität mit Venezuela demonstriert, aber bei uns herrscht wieder das Schweigen im Walde. Weit über 100 000 Venezolaner waren auf den Straßen, um gegen die US-Einmischung zu demonstrieren und ihre Solidarität mit der Regierung zu bekunden sowie den Streikräften, die gleichzeitig militärische Übungen durchführten.  In Südamerika wurden Proteste aus Argentinien, Paraguay, Bolivien, Ecuador, Kuba, Nicaragua gemeldet und außerdem aus Ländern wie Spanien, China und Russland. Auch die lateinamerikanischen Organisationen UNASUR und CELAC verurteilten in aller Schärfe die US-Drohungen.

Die Bolivarianischen Bewaffneten Streitkräften führten mit 80 000 Mann und der Unterstützung von 20 000 zivilen Freiwilligen Übungen in Vorbereitung einer US- Aggression durch. Daran nahm auch ein Kontingent russischer Soldaten und ein russisches Schiff teil.

Der Venezolaner Luis Britto Garcia gibt auf Obamas groteske Behauptung, dass Venezuela eine “außerordentliche und außergewöhnliche Gefahr für die Sicherheit der USA darstelle” in einem Artikel die korrekte Antwort:

“Wie kann Venezuela für eine “außerordentliche und außergewöhnliche Gefahr für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der USA” gehalten werden? Wir sind ein mittelgroßes Land mit bescheidener industrieller Entwicklung, konventioneller Bewaffnung, einer moderaten Anzahl an Soldaten und seit wir zu Beginn des 19. Jahrhunderts fünf Republiken befreit haben, haben wir niemals ein anderes Volk angegriffen.”

Nicht nur von Präsident Nicolás Maduro, sondern auch von vielen anderen, wurde scharfe Kritik an der US-Politik im eigenen Land geübt, wo Menschen auf den Straßen verhungern oder erfrieren. Vor allem wird den USA immer wieder ihre Todesstrafe vorgeworfen, die in Venezuela längst abgeschafft ist. Das mag in den USA auf taube Ohren stoßen, aber in der Welt werden immer mehr Menschen derlei Vergleiche anstellen.

Neopresse.com – Schlagzeilen des Tages

Türkei: IS-Menschenschmuggler ist zugleich Agent des kanadischen Geheimdienstes CSIS

Ein syrischer Menschenschmuggler der für den Islamischen Staates (IS) arbeitet, soll gleichzeitig als Doppelagent für den kanadischen Geheimdienst CSIS tätig sein.
Während beispielsweise türkische Medien umfassend darüber berichten und türkische Politiker Kanada auffordern den Fall aufzuklären, schweigt die kanadische Regierung zu den Vorwürfen. Auch die westlichen Medien haben den Fall bisher nicht aufgegriffen.

Kanada schweigt über Verbindungen zu IS-Schmuggler

Der ehemalige syrische Arzt Mohammed al-Rasched soll junge Europäer, die in die Türkei reisten um sich dem IS anzuschließen, bei entsprechender Bezahlung in die IS-Hauptstadt Raqqa geschafft haben. Über seine Aktivitäten beim Menschenschmuggel zwischen der türkisch-syrischen Grenze und der IS-Hochburg hat Rasched nach türkischen Geheimdienstinformationen in Folge die Geheimdienstmitarbeiter in der kanadischen Botschaft in Jordanien informiert.

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu, dessen Regierung wegen des starken Zufluss westlicher Dschihadisten, die sich via Türkei dem IS anschließen, stark unter Druck geraten ist, erklärte, dass der Syrer im Dienste eines Auslandsnachrichtendienstes stehe, dessen Land an der Anti-IS-Koalition beteiligt sei. Zwar wollte der Minister den Geheimdienst nicht beim Namen nennen, konzedierte jedoch, dass der Dienst nicht aus den USA oder der Europäischen Union komme.

Die USA und der Aufstieg des IS: „Wir haben dieses Chaos selbst geschaffen“

Die USA und der Aufstieg des IS: „Wir haben dieses Chaos selbst geschaffen“

Unterdessen wurden türkische Medien deutlicher und behaupten, dass der verantwortliche Geheimdienst hinter dem syrischen IS-Schmuggler der Canadian Security Intelligence Service (CSIS) sei, damit ist der wichtigste zivile Nachrichtendienst des nordamerikanischen Landes gemeint.

Die letzte Stellungnahme der kanadischen Regierung ist ebenfalls alles andere als entlastend. So sagte Ottawa, es könne nur bestätigen, dass es sich im Fall von Rasched nicht um einen kanadischen Staatsbürger oder konkreten CSIS-Mitarbeiter handle, weigerte sich jedoch, auf Anfragen aus Ankara zu reagieren oder diese zu kommentieren.

Warum der Westen kein Interesse am Ende des Bürgerkrieges in Syrien hat

Warum der Westen kein Interesse am Ende des Bürgerkrieges in Syrien ha

Unterdessen veröffentlichte der türkische Fernsehsender A Haber ein Video, das den Verdächtigen bei der Überführung der britischen Mädchen Kadiza Sultana, Schamima Begum und Amira Abase nach Syrien zeigt. Mitte Februar sollen die drei auf dem Istanbuler Atatürk-Flughafen gelandet sein. Im Westen löste die Nachricht über die Ausreise der Schulmädchen Entsetzen aus. Nun, sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, wäre insbesondere das ambivalente Verhalten Kanadas mitverantwortlich am Dschihad-Tourismus.

Laut der türkischen Tageszeitung Sabah soll der 28-jährige Syrer erklärt haben, dass er vor dem syrischen Bürgerkrieg nach Jordanien geflüchtet sei, um im Westen einen Asylantrag stellen zu können, bevor die kanadische Botschaft in Jordanien auf ihn aufmerksam wurde. Im Gegenzug zu seinen Kontakten zum IS und seiner Arbeit als Informant soll Rasched die kanadische Staatsangehörigkeit angeboten worden seien, hieß es von Seiten der türkischen Polizei, die den Verdächtigen verhörte.

Déjà vu? Erste Bodenkämpfe zwischen „Islamischem Staat“ und westlichen Spezialeinheiten

Déjà vu? Erste Bodenkämpfe zwischen „Islamischem Staat“ und westlichen Spezialeinheiten

Das Nachrichtenblatt Star berichtete von Dokumenten, die eine Korrespondenz von Rasched und dem CSIS belegen, darüber hinaus sollen Fotos von über 20 Pässen gefunden worden sein, darunter die der drei britischen Schulmädchen sowie anderer Dschihadisten, die vermutlich bereits in Syrien sind.

Ray Boisvert, ein ehemaliger CSIS Anti-Terror-Chef, räumte ein, dass es eigentlich genau die Aufgabe des CSIS sei, solche Informationen zu erhalten.

Er sagte:

„Wenn der CSIS daran beteiligt ist, dann ist das die neue Realität, in der wir uns befinden. Das ist doch genau das, was sie tun sollen. Sie sollen Quellen und Agenten überall da auf der Welt haben, wo kanadische Interessen existieren.“

Was für den Ex-Spion die alltägliche Realität zu sein scheint, ist für die Opposition im Land dagegen eine ernste Angelegenheit. Diese hat gegenüber der Regierung von Stephen Harper eine parlamentarische Fragestunde eingefordert, in der es um die fragwürdigen Verbindungen von „Harpers handverlesenem Botschafter“ gehen soll.

Was uns die New York Times über Hillary niemals erzählen wird

F. William Engdahl

Wäre sie nicht so ein eiskalter Mensch, könnte einem Hillary Rodham Clinton fast leidtun. Schon bevor sie offiziell ihre Kandidatur für die Nominierung als Nachfolgerin von Barack Obama bei den Präsidentschaftswahlen 2016 bekannt gegeben hat, landet sie wieder einmal in einem schmutzigen Skandal. Dieser könnte ihrem besessenen Wunsch, Präsidentin der USA zu werden, ein Ende setzen, und damit auch das Ende für die Hoffnungen ihres Ehemanns Bill Clinton bedeuten, der nicht minder besessen ist, wieder ins Zentrum der Macht zurückzukehren.

Bei dem neuen Skandal geht es um Haiti, die leidgeprüfte Karibikinsel, die nicht nur von Erdbeben, sondern auch von Chaos und Plünderung durch die Clintons und deren Freunde und Verwandten heimgesucht wird. Es geht darum, dass Bill Clinton seit dem Erdbeben vom Januar 2010, dem mehr als 300 000 Haitianer zum Opfer fielen, offenkundig seine Position missbraucht. Es geht um Vetternwirtschaft mit Hillary Clintons Bruder. Es geht auch direkt um Hillary und um eine Stiftung der Clinton-Familie, zu der ein mutmaßlicher mexikanischer Narko-Gangsterboss und einige von Clintons schmutzigsten politischen Mitstreitern aus ihrer Washingtoner Zeit zählen.

Wohltätigkeit beginnt zu Hause…

Wichtig ist der zeitliche Ablauf der Ereignisse. Am 5. März veröffentlichte der bekannte Internet-Blog Breitbart eine Story, die dem demnächst erscheinenden Buch Clinton Cash: The Untold Story of How and Why Foreign Governments and Businesses Helped Make Bill and Hillary Rich des preisgekrönten Journalisten Peter Schweizer entnommen ist. Das Buch liefert Fakten über die Genehmigung für ein Goldbergwerk, die erste, die die Regierung von Haiti in 50 Jahren erteilte, und zwar an die obskure Firma VCS Mining aus North Carolina.

Wie Schweizer schreibt, saß im Vorstand von VCS Mining auch ein gewisser Tony Rodham. Nie von ihm gehört? Hillary Clintons Geburtsname ist Hillary Rodham und Tony ist ihr Bruder. Und das genannte Bergbauunternehmen nennt als weiteres Direktoriumsmitglied den ehemaligen Premierminister von Haiti, Jean-Max Bellerive. Bellerive war Kovorsitzender des »wohltätigen« Interims-Wiederaufbaukomitees (Interim Haiti Recovery Commission), zusammen mit dem früheren US-Präsidenten William Jefferson Clinton, zumindest rechtlich gesehen Hillarys Ehemann.

Die Bedingungen für diese erste neue von der haitianischen Regierung vergebene Lizenz für eine Goldmine waren zudem ohne Beteiligung des Kongresses ausgehandelt worden, der Staat Haiti wurde dabei nach allen Regeln der Kunst betrogen. Rodhams Gold-Profite riefen den Protest von Abgeordneten des haitianischen Senats hervor: Gemäß Vertrag enthält die Regierung nur eine Gewinnbeteiligung von 2,5 Prozent, die Hälfte des üblichen Satzes. Und VCS Mining wird die Option gewährt, den Vertrag für 25 Jahre zu verlängern.

Am 6. März, nur einen Tag nach der Story vom 5. März, veröffentlichte VCS auf seiner dürftigen Website (die weder einen Namen eines Direktors nennt noch einen Jahresbericht oder Finanzbericht enthält) eine »Mitteilung zur sofortigen Veröffentlichung«. Darin wird dementiert, dass Rodham oder Bellerive bei dem suspekten Deal eine Rolle spielten. Noch seltsamer: Diese Pressemitteilung ist die einzige Erklärung auf der gesamten Website des Unternehmens.

Eine weitere Suche in Unternehmenslisten von Bloomberg/Business Week nach den Namen der derzeitigen Vorstandsmitglieder ergab … nichts. In einer Meldung über das Unternehmen vom 12. März 2015 hieß es beiBloomberg: »Weitere Angaben zu Vorstandsmitgliedern sind nicht verfügbar.« Hat die Firma ihre Bücher geputzt, um weitere peinliche Skandale zu vermeiden, die Hillarys Chancen mindern könnten, Präsidentschaftskandidatin zu werden, was bis vor zwei Wochen, als der E-Mail-Skandal im State Department ruchbar wurde, ausgemachte Sache schien?

Die Clinton-Stiftung, das State Department und Haiti

Es sieht immer mehr danach aus, dass die E-Mails, die Hillary Rodham Clinton in den Jahren ihrer Amtszeit als US-Außenministerin verschickte und die sie jetzt nicht, wie es das Gesetz verlangt, vollständig der US-Regierung übergeben will, Explosives über ihre Rolle in Haiti nach dem Erdbeben enthielten. Gerade wurde bekannt, dass sie in den Jahren beim State Department eine private E-Mail-Adresse auf ihrem eigenen Server nutzte und nie eine »state.gov«-Adresse besaß. Ihre dienstlichen und privaten E-Mails liefen über ihre eigene Internet-Domain clintonemails.com.Als sie das Amt verließ, gingen die E-Mails mit ihr. Darunter waren auch E-Mails mit ihrer Reaktion auf das Erdbeben auf Haiti. Das US-Gesetz über die Aufbewahrung von Akten (Federal Records Act) verlangt, dass Mitarbeiter von Exekutivbehörden ihre E-Mails aufbewahren und der dauerhaften Speicherung zugänglich machen.

Hillary war vom 21. Januar 2009 bis zum 1. Februar 2013 US-Außenministerin. Im Dezember 2014 erhielt die Firma ihres Bruders den lukrativen Vertrag für das Goldbergwerk. Unter Hillary zahlte dasState Department, vermittelt über die [US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit] USAID, 3,6 Milliarden Dollar als »Erdbebenhilfe« an Haiti.

Das Ganze wird noch schmutziger. Während sie Milliarden amerikanischer Steuergelder an nicht spezifizierte Projekte in Haiti austeilte, diente Bill Clinton als UN-Sondergesandter für die Haiti-Erdbebenhilfe, gemeinsam mit Jean-Max Bellerive vom Interims-Wiederaufbaukomitee. Gleichzeitig war Bill Chef der Clinton Foundation, die nach eigenen Angaben von »privaten Spendern« 36 Millionen Dollar für die Haiti-Hilfe einsammelte. Dabei nahm die Clinton-Stiftung Geld von Ländern an, mit denen Hillary in ihrer Amtszeit als Außenministerin zu tun hatte, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und der Iran – ein offener Interessenkonflikt, falls Hillary Präsidentin werden sollte. In einem Fall akzeptierte die Clinton-Stiftung von der algerischen Regierung ein »Geschenk« in Höhe von 500 000 Dollar »für Erdbebenhilfe in Haiti«.

Insgesamt verteilte Hillary als US-Außenministerin Milliarden Dollar an USAID-Geldern in Haiti. Ehemann Bill nahm Geld für seine private Stiftung von ausländischen Regierungen an, mit denen Hillary in offizieller Funktion zu tun hatte. Am Tag ihres Abschieds aus dem State Department im Februar 2013 wurde Hillary gemeinsam mit ihrer Tochter und Bill Direktorin der jetzt in »Bill, Hillary & Chelsea Clinton Foundation«umbenannten Stiftung. Und Bruder Tony hat einfach Glück und sichert sich gleichzeitig einen lukrativen Goldbergbau-Vertrag in Haiti? Ich glaube, die Irrungen und Wirrungen von Hillary Rodham Clinton haben gerade erst begonnen.

Die Bill, Hillary & Chelsea Clinton Foundation

Dazu müssen wir uns die Clinton-Stiftung genauer ansehen, und in deren Vorstand finden wir interessante Leute. Bruce Lindsey ist Vorstandsvorsitzender der Clinton Foundation. Er wurde als Bill Clintons »Consigliere« beschrieben, wie der Mafia-Rechtsanwalt, der Ärger in der Familie aus dem Weg räumt. Lindsey ist seit der Zeit in Little Rock an Clintons Seite, als Bill noch Gouverneur und Hillary Rechtsanwältin in der Kanzlei Rose war.

Während der gesamten acht Jahre im Weißen Haus fungierte Lindsey als Clintons Berater. Heute ist er Vorsitzender der Clinton-Stiftung. Während Clintons Amtszeit als Präsident wurde Lindsey von Republikanern vorgeworfen, in Asien Geld für Demokraten und für Clintons Rechtshilfe-Fonds während des von Monika Lewinsky angestoßenen Amtsenthebungsverfahrens zu sammeln. Lindsey war bei Treffen mit zwielichtigen Fundraising-Figuren wie John Huang und James Riady im Weißen Haus anwesend. Republikaner vermuteten damals, dass Lindsey – der im Weißen Haus für das Sammeln von Dokumenten, deren Herausgabe der Kongress beantragte, zuständig war – »Dokumente säuberte, um den Kongressausschüssen Informationen vorzuenthalten«.

Schauen wir uns den heutigen Vorstand der Clinton-Stiftung an, so finden wir dort ausgerechnet Ms. Cheryl Mills. Den Namen haben sie auch noch nie gehört? Sie war Hillarys Stabsleiterin im State Department und diente, wie es in ihrer Biografie heißt, »als Beraterin und Stabschefin im US-Außenministerium, wo sie die Außenpolitik und operationelle Prioritäten für die Behörde mit einem Etat von 55 Milliarden Dollar managte«.

Mills war Managerin für Außenpolitik und operationelle Prioritäten für Hillary Clinton? Spielte sie auch eine schmutzige Rolle in den Skandalen um Bill Clintons Interims-Hilfskomitee, als Hillarys USAID Milliarden amerikanischer Steuergelder an irgendetwas oder irgendjemanden in Haiti verteilte? Das werden wir vielleicht nie herausfinden, denn wie sich im jüngsten »E-Mail-Gate«-Skandal herausstellt, weigerte sich nicht nur Hillary, für Amtsangelegenheiten die offizielle E-Mail-Adresse der US-Regierung zu verwenden. Auch Cheryl Mills, ihre heutige Vorstandskollegin bei derBill, Hillary & Chelsea Clinton Foundation, nutzte die private E-Mail-Adresse clintonemail.com für offizielle Korrespondenz.

»Reichster Mann der Welt«

Ein weiteres Mitglied der exotischen Clinton-Stiftung ist der Bergbau- und Filmmogul Frank Giustra. 2007 startete er gemeinsam mit Bill Clinton ein Unterfangen namens »Clinton Giustra Enterprise Partnership«. Erklärtes Ziel war es, »soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprogramme in Teilen der Welt zu gründen, in denen viel Armut herrscht, beispielsweise in Kolumbien, Peru, Mexiko und Haiti«. Daraus wurde die Clinton Giustra Sustainable Growth Initiative (CGSGI, Clinton-Giustra-Initiative für nachhaltiges Wachstum).

Dann holten die beiden als Dritten einen Mexikaner namens Carlos Slim an Bord, der ihren anfänglichen Fonds von 100 Millionen Dollar aufstockte. Die drei Männer scheinen 2010, unmittelbar nach dem Erdbeben in Haiti, gern zusammengearbeitet zu haben; mit Clinton als UN-Sondergesandtem in Haiti richteten sie einen weiteren 20-Millionen-Dollar-Fonds zur finanziellen Förderung von Kleinbetrieben im vom Erdbeben verwüsteten Haiti ein.

Laut der jährlich von Forbes veröffentlichten Liste der reichsten Männer der Welt ist Carlos Slimvielleicht sogar der reichste; mit einem geschätzten Vermögen von 81,6 Milliarden Dollar lag er 2014 knapp hinter Bill Gates. Ihm gehören Telmex, das größte Telekommunikationsunternehmen Mexikos, sowie ein ganzes Netz von Banken, Firmen und Fluggesellschaften. Vor einigen Jahren erkaufte er sich sogar den Respekt blaublütiger WASPs (White Anglo Saxon Protestants), als er mit schlappen 250 Millionen Dollar die notleidende New York Times rettete.

Außerdem sitzt er im Exekutivkomitee der Treuhänder der RAND Corporation, einem wichtigen Geschäftspartner des Pentagon und führendem geopolitischen Thinktank hinter der US/CIA-Strategie von Farbenrevolutionen, »Swarming« und Ähnlichem. Es hat interessante Implikationen für die nationale Sicherheit der USA.

Der interessanteste Teil von Carlos Slims Karriere ist aber deren vielfache Überlappung mit dem mexikanischen Drogenkartell. Mexikanische Journalisten sprechen offen aus, Slim habe sein gewaltiges Vermögen nicht nur damit verdient, dass er die höchsten Telefongebühren in Lateinamerika kassierte. Laut dem preisgekrönten Journalisten Daniel Hopsicker unterhält Carlos Slim, der philanthropische Partner der Clinton-Stiftung, »langjährige geschäftliche Verbindungen zu mexikanischen Geschäftsleuten, denen die Beteiligung am so genannten ›Kartell des Südostens‹ in Mexiko nachgesagt wird, einer Drogenhandelsorganisation in Cancún, die vor zwei Jahren ans Licht kam, als über der mexikanischen Halbinsel Yukatan ein in Amerika registrierter (N987SA) Gulfstream-Jet mit fast vier Tonnen Kokain an Bord abstürzte«.

Wie Hopsicker schreibt, verließ Fernando Chico Pardo, ein Top-Geschäftspartner von Carlos Slim, mit dessen Segen sein Unternehmen, um die Grupo Aeroportuario del Sureste, S.A. de C.V., (ASUR) zu gründen, ein börsennotiertes Unternehmen, das mexikanischen Quellen zufolge große Mengen Kokain durch den von dem Unternehmen betriebenen Cancun International Airport schleust. ASURkontrolliert ein Dutzend mexikanische Flughäfen. Diesen Berichten zufolge war Pardo 16 Jahre lang Slims Alter Ego und rechte Hand. Er sitzt noch immer im Vorstand von Carlos Slims Holding, und Pardos Bruder Jaime Chico Pardo ist Präsident von Slims großer Holding Temex, dem mexikanischen Telekommunikationsunternehmen.

In sorgfältig recherchierten Presseberichten aus Mexiko heißt es, Fernando Chico Pardos Grupo Aeroportuario del Sureste, S.A. de C.V. (ASUR) sei in die großen Drogenhandelsbanden verwickelt und sei angeblich an dem großen »Drogen-Umzug« vom September 2007 beteiligt gewesen, der mit dem Absturz eines amerikanischen Gulfstream-Jets mit vier Tonnen Kokain an Bord über Yukatan endete. Hopsicker setzt noch hinzu: »Man wusste, dass die Gulfstream (N987SA) der CIAin Kolumbien und Zentralamerika gehörte, und dass sie auch für die DEA flog … laut exklusiver Berichterstattung in Narco News«.

Hillary und »Sweet Micky« Martelly

Die Clinton-Stiftung der möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Rodham Clinton unterhält in Haiti Aktivitäten mit Carlos Slim, dem mexikanischen Giga-Millionär und angeblichen Geschäftspartner führender Männer des mexikanischen Drogenkartells, der im Vorstand der mit Pentagon und CIA verbundenen Washingtoner RAND Corporation sitzt, und dem ein großer Anteil an der New York Times gehört. Hillarys jüngerer Bruder Tony Rodham erhält freundlicherweise die Konzession für ein Goldbergwerk in Haiti für ein Unternehmen, das kaum existiert. Allmählich stinkt das alles wie die großen Güllebecken vor der Schweinefarm vonSmithfields Foods in Mexiko.

Die bekannte haitianische Rechtsanwältin und echte Menschenrechtsaktivistin Ezili Dantò erhebt den Vorwurf, Bill Clinton, der UN-Sondergesandte für Haiti, sei als Chef des haitianischen Hilfsfonds verantwortlich für rund sechs Milliarden an internationalen Hilfsgeldern, die in Empfang genommen wurden. »Nicht einmal ein Prozent dieser Summe kam bei der haitianischen Regierung an. Bill Clinton hatte vollständige Kontrolle über die Bilanz.« Und weiter: »Hillary und Bill Clinton ›öffneten Haiti‹ als ihr privates Asset der Liquidation. Sie nutzten die Ressourcen der Weltbank, des State Department, der USAID, der UNO, privater Militär- und Sicherheitsdienstleister, der US-Streitkräfte und die Möglichkeit der Behörden, Pässe und Visa auszustellen. Sie erhielten Gegenleistungen, ›Spenden‹ genannt, von jedem, der von ihnen ein Stück haitianisches Land, Erdöl, Iridium, Uran oder Gold kaufen wollte. Die Clintons missbrauchten Regierungsvollmachten für ihr privates Geschäft und nannten es ›Hilfe für arme Haitianer‹.«

Bill Clinton habe, so Dantò, keinen Versuch unternommen, seine Korruption bei der Haiti-Hilfe zu verbergen. Genauso wenig Außenministerin Hillary Clinton: »Sie brachten ihre eigenen Mitglieder des Haiti-Stabs in nominelle Machtpositionen, um ihre Erlasse absegnen zu lassen. Haitis Premierminister Garry Conille, der Jean-Max Bellerive im Amt folgte, arbeitete als Stabschef für Bill Clinton.«

»Cheryl Mills, ebenfalls Mitglied von Clintons Stab, deren Name im Clinton-›E-Mail-gate‹-Skandal genannt wird und die heute im Vorstand der Clinton-Stiftung sitzt, war ebenfalls als Repräsentantin der Vereinigten Staaten im Interims-Wiederaufbaukomitee für Haiti (IHRC).«

Weiter erläutert Dantò: »Außenministerin Hillary Clinton und Cheryl Mills, ihre Stabschefin im Ministerium, setzten die Regierung von Haiti und den Wahlrat unter massiven Druck, Martelly, der Dritter geworden war, bei der Stichwahl auf den ersten Platz zu setzen, damit sichergestellt war, dass er im März 2011 zum Präsidenten gewählt wurde. Hillary Clinton hob die Visa mehrerer haitianischer Vertreter auf, die sich ihrer Ansicht nach nicht fügten, und gab vorzeitig bekannt, der Streit über die Wahlen sei beendet; sie drohte mit der Streichung der Hilfe, wenn die frisierten Wahlen und das Urteil der OAS, Martelly auf den ersten Platz zu setzen, von Haiti nicht akzeptiert würden. Die USA drohten sogar damit, Haitis Präsidenten Préval abzusetzen, wenn er nicht einwilligte, Martelly an die erste Stelle zu setzen.«

Martelly, der in Haiti unter seinem Künstlernamen »Sweet Micky« Martelly bekannt ist, unterstützte die von der CIA geschaffene rechtsgerichtete paramilitärische Front für den Fortschritt von Haiti und schlug vor, die haitianischen Streitkräfte wieder einzurichten, die der damalige Präsident Aristide 2005 aufgelöst hatte, weil sie der Terrorarm des gestürzten Diktators »Baby Doc« Duvalier gewesen waren. Die CIA vertrieb den populären haitianischen Nationalisten und demokratisch gewählten Aristide und zwang ihn ins Exil nach Südafrika. Laut Ezili Dantò haben Hillary und Bill Clinton die Präsidentschaft von Martelly, einem kokainliebenden Rock-Keyboarder, möglich gemacht, um ihre eigene Korruption zu vertuschen.

Abschließend betont Dantò: »Die Erdbebengelder nutzen den Kumpanen der Clintons, den Spendern der Clinton-Stiftung aus dem Big Business, dem Luxus-Ferienort und den Hotelpartnern der Clintons, dem Komplex aus Militär, Industrie und Geheimdiensten sowie den üblichen Washingtoner Beltway-Straßenräubern, wie Chemonics. Das Inferno für die Haitianer ging weiter. Am schlimmsten war, dass sich die Clintons Schock und Trauma zunutze machten – das katastrophale Erdbeben von 2010 und das im gleichen Jahr von der UNO importierte Cholera-Trauma –, um den Haitianern die getürkten Wahlen von 2010 hin zu einer wahren Diktatur aufzudrücken.«

Langsam sieht es so aus, als drohe Hillary Rodham Clinton eine weit genauere Untersuchung ihrer Umtriebe. Eines ist dabei jedoch gewiss: Die New York Times, früher die angesehenste Zeitung Amerikas, wird uns nie ein Sterbenswörtchen über Hillarys dunkle Geschäfte in Haiti erzählen? Und warum nicht? Da braucht man nicht weiter zu schauen als auf Carlos Slim, den zweitgrößten Aktionär der Zeitung und Geschäftspartner von Hillarys Stiftung in Haiti.

 http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/was-uns-die-new-york-times-ueber-hillary-niemals-erzaehlen-wird.html