USA: Wohlfahrtsstaat für die Wohlhabenden

USA: Wohlfahrtsstaat für die Wohlhabenden

Ein Beitrag vom Nachtwächter am 25.05.2015


Janet Yellen hat Recht: Sie kann die Zukunft nicht vorhersagen

Von Ron Paul

Ron Paul Weekly ColumnDiese Woche war ich ausnahmsweise mal einer Meinung mit Janet Yellen, als sie zugab, dass ihre wirtschaftlichen Prognosen sehr wahrscheinlich falsch sein könnten. Leider zog Yellen nicht die Konsequenzen aus ihrem Zugeständnis indem sie ihren Rücktritt einreichte, um sich den Anstrengungen anzuschließen, die FED aufzulösen. Eine ehrliche Untersuchung der Leistungen der Federal Reserve über die letzten sieben Jahre zeigt deutlich, dass das amerikanische Volk ohne sie besser dran gewesen wäre.

Das Versagen von QE

Nach dem Platzen der von der FED erschaffenen Immobilien-Blase, startete die FED ein noch nie dagewesenes Programm von Bail-Outs und Gelderschaffung durch quantitative Lockerung [Quantitative Easing, QE] 1, 2, 3, etc.. QE hat nicht nur bei der Belebung der Wirtschaft versagt, es hat auch den durchschnittlichen Lebensstandard der Amerikaner verringert, während die finanziellen Eliten davon zeitgleich profitiert haben. Niemand anderes als Donald Trump nannte QE »eine großartige Sache für Leute wie mich«.

Das Versagen der quantitativen Lockerung zur Verbesserung der Wirtschaft führte dazu, dass die FED in Sachen Zinserhöhung sehr zögerlich wurde. Trotzdem möchte die FED nicht blind gegenüber den Gefahren erscheinen, die künstlich niedrig gehaltene Zinsen darstellen. Deshalb gibt die FED regelmäßig bekannt, dass die Wirtschaft sehr bald stark genug sein wird, eine Zinserhöhung zu verkraften.

Investoren gehen in Hard-Assets

Es gibt Anzeichen dafür, dass Investoren nun langsam erkennen, dass das ständige Gerede der FED über die Anhebung der Zinsen genau das ist: Gerede. Also suchen sie sich Investitionen, die sie vor dem durch die FED ausgelösten Wert-Zusammenbruchs des Dollars schützen werden. Der Goldpreis stieg beispielsweise kürzlich, nach Berichten über stagnierende Einzelhandelsumsätze. Ein gestiegener Goldpreis als Reaktion auf wirtschaftliche Flaute mag nicht einleuchtend sein, aber es ist ein Zeichen dafür, dass Investoren erkennen, dass die quantitative Lockerung nicht allzu bald enden wird.

Der Anstieg des Goldpreises ist nicht das einzige Zeichen, dass Investoren an harten Werten als Inflationsschutz interessiert sind. Kürzlich wurde ein Gemälde von Picasso für die Rekordsumme von $ 180 Millionen Dollar verkauft. Dieser Rekord wird nicht lange halten, da zusätzlich Kunst im Wert von 2 Milliarden Dollar innerhalb der nächsten paar Wochen auf dem Markt erwartet wird.

Währungsalternativen

Ein weiteres Zeichen der zunehmenden Besorgnis über die Stabilität des Dollars, ist das wachsende Interesse an alternativen Währungen. In alternative Währungen zu investieren und sie zu nutzen, kann jenen Durchschnitts-Amerikanern helfen, sich vor einer Währungskrise zu schützen, welche keine Millionen für Picasso-Gemälde ausgeben können.

Der Kongress sollte sicherstellen, dass alle Amerikaner sich vor einer Dollar-Krise schützen können, indem sie die Gesetzgebung über gesetzliche Zahlungsmittel widerrufen.

‘Audit-the-FED’

Der Kongress sollte gleichermaßen den ersten Schritt zur Geld-Reform in Angriff nehmen, indem er den ‘Audit-the-FED’-Gesetzentwurf verabschiedet. Unglücklicherweise ist der ‘Audit-the-FED’-Gesetzentwurf nicht Teil des ”Reform”-Pakets, das vom Banking Committee des Senats verabschiedet wurde. Dieses führt nur zu kleinen Veränderungen der Führungsstruktur der FED.

Diese ”Reformen” sind vergleichbar mit dem Verrücken von Stühlen an Deck der Titanic, bevor sie auf den Eisberg aufläuft. Hoffentlich wird der Senat noch dieses Jahr über ‘Audit-the-FED’ abstimmen und das Gesetz verabschieden.

Schuldenbasierter Kriegs- und Wohlfahrtsstaat

Die durch die Decke gehenden Schulden des Bundes sind ebenfalls ein wesentlicher Faktor des kommenden wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Die Federal Reserve unterstützt kreditbasierte Ausgaben durch die Monetarisierung von Schulden. Der Kongress sollte echte Einschnitte, nicht nur Minderungen der ”Wachstumsrate” in allen Bereichen vornehmen. Er sollte es zur Priorität machen, die für den militärisch-industriellen Komplex ausgegebenen Milliarden zurückzufahren.

Manche sagen, dass die Abschaffung des Kriegs- und Wohlfahrtstaats und des Fiat-Geldsystem, das diesen finanziell stützt, den Menschen Schmerzen bereiten wird. Die Wahrheit ist jedoch, dass die einzigen Leute, die irgendeinen langfristigen Schmerz durch die Rückkehr zu einer limitierten und verfassungsmäßigen Regierung spüren werden, jene speziellen Interessengruppen sind, die vom derzeitigen System profitieren. Eine Rückkehr zu einer wirklich freien, marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung, wird die Leben der großen Mehrheit der Amerikaner in großem Maß verbessern.

http://n8waechter.info/2015/05/usa-wohlfahrtsstaat-fuer-die-wohlhabenden/

An diesem Tag, 16.05.1918: USA stellen Regierungskritik unter Strafe

16. Mai 2015, verfasst von Bürgender

Am 16. Mai 1918 verabschiedete der US-Kongress den “Sedition Act” als Erweiterung eines im Jahr zuvor verabschiedeten Gesetzes. Ab diesem Zeitpunkt stand es unter Strafe, die US-Regierung zu kritisieren.

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An diesem Tag im Jahr 1918 verabschiedete der Kongress der Vereinigten Staaten den “Sedition Act von 1918″. Dieser war eine Erweiterung des Espionage Act von 1917, der im Zuge der Kriegserklärung der USA gegen Deutschland ins Leben gerufen wurde. Von nun an war es unter anderem verboten, sich gegen die Regierung auszusprechen und die Politik in ein schlechtes Licht zu rücken.

Wörtlich war es verboten, sich “illoyal, profan, skurril oder beleidigend” über die Regierung zu äußern. Die im Rahmen des Gesetzes verhängten Freiheitsstrafen beliefen sich auf 5 bis 20 Jahre. Das Gesetz sah auch vor, dass Postbeamte Briefe mit kritischen Inhalten nicht ausliefern sollten.

Die großen US-Zeitungen hüteten sich vor jeglicher Kritik am neuen Gesetz und berichteten nur noch positiv über die US-Regierung. Somit waren die Medien per Gesetz de facto gleichgeschaltet. Im Senat gab es einigen Widerstand gegen den Sedition Act. Doch erst nach dem Ersten Weltkrieg, genauer am 13. Dezember 1920, wurde das Gesetz wieder aufgehoben.

Amtierender US-Präsident war zu dieser Zeit Woodrow Wilson.

Mehr Infos dazu:

 http://www.gegenfrage.com/sedition-act/

Inseln im Südchinesischen Meer: USA drohen China mit “harten Folgen”

14. Mai 2015, verfasst von Bürgender

China plant die Errichtung weiterer künstlicher Inseln im Südchinesischen Meer. Die Vereinigten Staaten haben jedoch mit harten Konsequenzen gedroht, sollte dies in die Tat umgesetzt werden.

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China möchte weitere künstliche Inseln im Südchinesischen Meer errichten. Die Vereinigten Staaten haben jedoch “harte und schwere Folgen” angekündigt, sollte der Plan umgesetzt werden. “Natürlich suchen wir auch nach weiteren Optionen, für den Fall dass Überzeugungsarbeit und Diplomatie nicht funktionieren”, so Daniel Russel, US Assistant Secretary Of State für Ostasien.

US-Außenminister John Kerry sagte am Wochenende während eines Besuchs in Chinas Hauptstadt Peking, dass die geplanten Bauprojekte negative Folgen für die Stabilität in der Region und die Beziehungen zu Washington nach sich ziehen könnten. Die Vereinigten Staaten wollen Flugzeuge und Marineschiffe in die Nähe der umstrittenen Inseln entsenden.

China äußerte Empörung über den Vorstoß der USA. “Wir sind sehr besorgt aufgrund der einschlägigen Bemerkungen der Amerikaner”, sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Mittwoch. “Die Freiheit der Schifffahrt bedeutet nicht, dass Kriegsschiffe oder Flugzeuge eines anderen Landes vorsätzlich in die Hoheitsgewässer oder den Luftraum eines anderen Landes eindringen dürfen”, sagte sie.

Peking plant den Bau von Inseln mit einer Fläche von 800 Hektar bei den Spratly-Inseln, einem Archipel bestehend aus mehr als hundert Inseln, Riffen und Atollen zwischen Vietnam und den Philippinen. Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia, die Philippinen und China erheben kompletten oder teilweisen Anspruch auf die Inselgruppe. Die umstrittenen Gebieten sollen reich an Öl und Gas sein.

China beschuldigt die Vereinigten Staaten der Einmischung in regionale Angelegenheiten und des bewussten Schürens von Spannungen im Südchinesischen Meer.

Quelle:

.http://www.gegenfrage.com/inseln-im-suedchinesischen-meer-usa-drohen-china-mit-schweren-folgen/

USA: Der Niedergang einer Industrienation

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Der tatsächliche Niedergang der Industrienation USA ist seit 35 Jahren im Gange. Harte historische Fakten zeigen ein extremes Missverhältnis zwischen Bevölkerungsexplosion und der Anzahl der Industriearbeitsplätze. Eine Analyse.

Seit 1986 ist die Bevölkerung der USA um 80 Millionen Menschen gestiegen (+33%), dasVolumen der Industrieproduktion sogar um 90%. Und auch das Bruttoinlandsprodukt steigt ja immer weiter. Von daher mag man denken alles ist in Ordnung. Aber was nützt das Wachstum, wenn es bei der breiten Masse der Bevölkerung nie ankommt?

USA in historischer Betrachtung

Das Bureau of Labor Statistics (US-Behörde für Arbeitsmarktstatistik) erstellt zu allen möglichen Themen rund um den Arbeitsmarkt Statistiken, auch mit historischen Betrachtungsweisen. Und oft kann man aus der Historie sehr viel ableiten. Sie zeigt z.B. den seit 35 Jahren kontinuierlichen Rückgang der Anzahl der Industriearbeitsplätze in den USA. Waren es auf dem Höhepunkt 1980 knapp 20 Millionen Menschen, die in produzierenden Unternehmen tätig waren, sind es jetzt nur noch 12 Millionen. Damals lebten in den USA aber nur 227 Millionen Menschen, heute 320 Millionen.

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Man muss zu den unten gezeigten Grafiken sagen, dass 1939 gerade mal 130 Millionen Menschen in den USA lebten. Das bedeutet der Anteil der Industriearbeitsplätze war damals deutlich größer als heute, auch wenn die tatsächliche Anzahl der arbeitenden Menschen in der Branche damals etwas niedriger war. Von 1939 bis 1980 hat sich die Anzahl der in der Industrie tätigen Menschen von knapp 10 auf knapp 20 Millionen Menschen verdoppelt. Die Bevölkerung hat im selben Zeitraum um 74% zugenommen – man kann also sagen die Anzahl der Menschen, die in der Industrie tätig waren, stieg sogar stärker als der Bevölkerungszuwachs.

Seit dem Einsetzen der Automatisierung, dem Wiedererstarken der europäischen Industrie und dem Entstehen ernsthafter Konkurrenz in Asien geht es in den USA strukturell nur noch bergab. Verstärkt wurde diese Entwicklung vor allem zwei Mal durch die Wirtschaftseinbrüche Anfang 2000 und 2008. Der geringfügige jüngere Anstieg ist die Folge des Auflebens der amerikanischen Frackingindustrie. Diese kleine Wiederbelebung am Arbeitsmarkt steht aber auf mehr als wackligen Füssen, denn die Produktion ist größtenteils nicht kostendeckend bei einem Ölpreis von 60 Dollar. Zumal hat sich ein Großteil der Frackingunternehmen mit völlig überteuerten Anleihen finanziert.

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Die beiden Grafiken zeigen die Anzahl der Industriearbeitsplätze in den USA. Die Angaben sind dargestellt in tausend, also 12.000 = 12 Millionen.Enthalten sind u.a. Arbeitsplätze aus den Bereichen Auto, Schiffbau, Flugzeugbau, Raumfahrt, Öl, Energie, Lebensmittel, Tabak, Textilien, Holz, Print, Kohle, Chemie, Metall, Maschinenbau, Elektronik.

Wie erhalten die USA ihren Wohlstand?

Industriearbeitsplätze sind einkommenstechnisch immer höherwertig einzustufen als die breite Masse der Dienstleistungsarbeitsplätze. Wie erhält eine Volkswirtschaft wie die USA mit einer stetig wachsenden Bevölkerung also ihren “Wohlstand”, wenn ein prozentual immer größerer Anteil der Menschen in schlechter bezahlten Tätigkeiten “untergebracht” wird? Mit Schulden.

Die USA fungieren wie ein riesiger Staubsauger. Die Bundesregierung, die Kommunen, die Unternehmen und die Privathaushalte saugen in gigantischem Ausmaß immer mehr Geld über Schulden aus dem Ausland an, um diese zu verkonsumieren. Mit den Schulden werden die Einkommensverluste ausgeglichen, die aus den schlechter bezahlten Jobs resultieren. Dauerhaft kann das weder theoretisch noch praktisch funktionieren.

Der nächste große Finanzcrash kommt – die Frage ist nur in welcher Form er diesmal in Erscheinung tritt – statt im Häusermarkt diesmal vielleicht bei Kreditkartenschulden, oder Autokrediten?

Literatur:

Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs von Ernst Wolff

Der Crash ist die Lösung: Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen rettenvon Matthias Weik und Marc Friedrich

Schwarzbuch USA von Eric Frey

On the Run: Die Kriminalisierung der Armen in Amerika von Alice Goffman

Quellen: US Bureau of Labor Statistics/US Bureau of Census/US Federal Reserve/MMnews vom 12.05.2015

USA: Der Niedergang einer Industrienation

Amerika weigert sich gegen seine blaugekleideten «Todesschwadronen» einzuschreiten

Von Wayne Madsen Voltaire.net

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Media-Experten und Politiker bezeichnen die, nach dem Tod von dem afro-amerikanischen Freddie Gray durch Rückgratbruch während des Polizeigewahrsams, in Baltimore ausgebrochene Gewalt, einen „Aufruf zum Erwachen“. Diese selbsternannten «Experten» des sozialen Zusammenbruchs der Armen, meistens von der afroamerikanischen Arbeiterklasse der ganzen Vereinigten Staaten, hüten sich jedoch über die wahren Gründe zu sprechen, warum in Groß- und Provinz-Städten überall in Amerika Proteste jedes Mal ausbrechen und sich in Unruhen umwandeln, wenn junge Afro-Amerikaner von der Polizei ermordet werden. Wie die faschistischen Diktaturen in Lateinamerika in den 1960er, 70er und 80er Jahren ist die Polizei von Amerika inzwischen voller «Todesschwadronen». Uniformierte Gesetzdurchführungs-Offiziere agieren nun als Richter, Geschworene und Henker und verteilen Todesurteile in den Straßen von Ferguson, Missouri, ein Vorort von St. Louis; in New York City; in North Charleston, South Carolina; in Baltimore; und in anderen Gross- und Kleinstädten der Ver-un-einigten Staaten.

Der Grund für das Auftreten von offiziell bestraften Todesschwadronen in Amerikas Polizei-Rängen kommt teilweise von der stetigen Militarisierung der Polizeikräfte der Staaten, der Städte, der Counties und der kleinen Städte seit dem 9/11-Attentat. Mit dem sogenannten «1033-Programm» hat das Pentagon die Polizei mit all dem ausgestattet, was vom Kriegs-Überschuss kommt, gepanzerte Personen-Fahrzeuge (Minen-widerstehende, Hinterhalt-geschützte Fahrzeuge oder «MRAPS» genannt), kriegsbereite M-16 Gewehre, bis zu Mörsern und gepanzerten Humvees. Manche von diesen Geräten konnten offen in Ferguson (Missouri) gesehen werden, während der Proteste gegen die von einem weißen Polizeibeamten gegen den afro-amerikanischen Teenager Michael Brown abgegeben Todesschüsse.

Weil Baltimore, im Gegensatz zu St. Louis und North Charleston, zur nationalen Hauptstadt Washington DC gezählt wird, reagierten die US-Medienkonzerne und Regierungsbeamte gegenüber einer Gruppe von randalierenden afroamerikanischen High-School-Schülern nach der Beerdigung von Gray, mit einer Art von existenziellem Alarm, der in der Regel den «drohenden» Nationalstaaten wie Nordkorea, Iran und Venezuela vorbehalten wird. Die Medien hatten mehr Sympathie für die konzerneigene CVS-Apotheke, die während dem Durcheinander geplündert wurde, als für die Familie von Gray, die für Ruhe und Frieden plädierte.

Die Baltimore-Polizei, die eine Auseinandersetzung mit der brodelnden afroamerikanischen Bevölkerung von Baltimore heiß begehrte, beschloss, die Schulbusse, die die afroamerikanischen High-School-Schüler nach Hause transportieren sollten, zu stoppen. Die Polizei legte auch Straßensperren auf die Straßen von Baltimore. Die Schüler wurden von der Polizei gezwungen ihre Busse zu verlassen. Die nahe gelegene U-Bahnstation wurde von der Polizei geschlossen und die Schüler wurden daran gehindert, weder mit dem Schulbus, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, noch mit der U-Bahn nach Hause zu fahren.

Augenzeugen und die Eltern der Studierenden und die Gymnasiallehrer waren sich einig über die Tatsache, dass die Studenten von der Polizei illegal festgehalten wurden. Als ein paar Studenten Steine auf die Polizei zu werfen begannen, warf die Polizei Steine und Felsen auf die Jugend zurück, die, man sollte es hervorheben, zuerst durch die plumpe Taktik der Polizei provoziert wurde, weil sie alle Nahverkehrsmittel gestoppt hatte.

Im Wesentlichen benutzte die Baltimore-Polizei Taktiken, die täglich von der israelischen Polizei gegen die Palästinenser im Westjordanland angewendet wird: Durchgang verweigern, die gezielte Bevölkerung einkreisen und mit überwältigender Kraft und oft brutaler Gewalt reagieren. In der Tat hatte die Polizei von Baltimore, genau wie die von dem County von St. Louis, die auf die Situation von Ferguson reagierten, israelische Strafverfolgungs- und «Counter-Terrorismus» Ausbildung von der israelischen Polizei und den israelischen Verteidigungsstreitkräften [IDF AdÜ] erhalten, insbesondere die Anwendung von weitreichenden akustischen Lärm-Waffen (LongRangeAcousticDevice), die Anwendung von Anti-Menge tragbaren Zäunen und dem Krav Maga Martial Arts Unterricht. Dieses Training kommt mit freundlicher Genehmigung von Programmen der rechten und protofaschistischen Anti-Defamation League (ADL) und von dem jüdischen Institut für Sicherheitsangelegenheiten, (Jewish Institut for National Security Affairs JINSA). Die ADL kompilierte einst massive Dateien von amerikanischen Dissidenten, Bürgerrechte Führern und von christlichen Anti-Kriegs Geistlichen für Bundes- und Staatsstrafverfolgung.

Pensionierte Polizeioffiziere, welche die von ADL geförderte Ausbildung in Israel erhalten hatten, benützten TV-Sendungen, um die massive Polizei und Armee „Gewalt-Show“ in Baltimore zum Beispiel für den Rest der Nation zu erheben. Die Baltimore Polizei begründete ihre extremen Aktionen, indem sie fälschlicherweise behauptete, dass die schwarzen Banden, die Bloods and Crips, in die Stadt kommen würden um Gewalt zu entfachen. Die Quelle für das Gerücht waren unbegründete Nachrichten auf sozialen Medien, wahrscheinlich von der Nachrichten-Einheit der Baltimore Polizei. Die Banden reagierten auf die Vorwürfe mit den Worten: sie hätten keine solchen Pläne.

Die Botschaft an Amerikas Minderheiten war klar: der Polizei bleibt freigestellt, Zivilisten nach Belieben einfach hinzurichten und gegen Proteste, ob in schwarzen Ghettos, in spanischen Barrios, oder in indianischen Reservaten, mit überwältigender Polizei Kraft oder «Shock and Awe» zu reagieren.

Der republikanische Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, schickte Hunderte seiner Nationalen Wache-Truppen nach Baltimore, damit sie mit Baltimore und der Polizei für das rechtswidrige Ausgehverbot arbeiten. Das geplante Baltimore Orioles-Chicago White Sox Baseball Match in Camden Yards war Ticket-Inhabern verschlossen, was erstmals in der großen Baseball-Geschichte passiert ist, und das Spiel wurde vor einem leeren Stadion gespielt. Eine in Camden Yards geplante Wochenende-Serie zwischen den Orioles und den Tampa Bay Rays wurde nach Saint Petersburg, Florida übersiedelt. Wenn das wie eine «kollektive Bestrafung» der Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland durch Israel klingt, ist es genau da, wo die Baltimore- und Maryland Behörden auf diese Idee kamen. Den Störungen, die auf die Beerdigung von Gray folgten, ging in der Nacht davor eine Konfrontation zwischen Polizei und afro-amerikanischen Fans, die das Camden Yards Stadion verließen, voraus. Die Lösung für die Behörden: kollektive Bestrafung für die Mehrheit der afroamerikanischen Bevölkerung von Baltimore. Zunehmend werden Afro-Amerikaner, Lateinamerikaner und Indianer die «Palästinenser» von Amerika, Leute die der Polizei zu jeder Zeit und jeden Tag für «Schießübungen» zur Verfügung stehen.

Der Republikaner Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, ein 2016-Präsidentschaftskandidat und ehemaliger Bundesanwalt, und genauso anmaßend wie er übergewichtig ist, entsandte Soldaten der New Jersey State Police nach Baltimore, um den gesetzhütenden Behörden zu helfen. Der Einsatz von außerstaatlichen Polizeikräften in Baltimore, um der Stadt Polizei zu helfen, war ein drastisches Beispiel für die engen Verbindungen zwischen Strafverfolgungsbehörden im Land, um die «blaue Linie» [Polizei AdÜ] und Polizisten, die mit Untersuchungen wegen außergerichtlichen Hinrichtungen von verschwören sich oft die brüderlichen Reihen der Polizeigewerkschaft und die Abteilungen der Polizei für innere Angelegenheiten, welche die Brutalitäten der Polizei untersuchen sollten, um Hinweise auf polizeiliches Fehlverhalten zu verschleiern. In der Zwischenzeit verschreiben amerikanische Politiker «Plazebo» Lösungen wie Polizei-Körper-Kameras, um das Problem der Brutalität der Polizei zu lösen. Körper-Kameras werden die zugrunde liegende hohe Arbeitslosigkeit in Gebieten, die für Polizei-Gewalt anfällig sind, weder lösen können, noch werden sie der Tatsache gerecht, dass die Vereinigten Staaten die höchste pro-Kopf-Gefängnisinsassen Rate der Welt haben, mit einigen 2,2 Millionen überwiegend afroamerikanischen Männern, mit langen Gefängnisstrafen für gewaltfreie drogenbedingte Straftaten.

Die Medienkonzerne und die republikanischen Politiker, einschließlich Gouverneur Hogan, fanden es sportlich, so wie sie es in Bezug auf lokale afro-amerikanische Ratsmitglieder in St. Louis und in anderen Städten machten, Baltimores afroamerikanische Bürgermeisterin Stephanie Rawlings-Blake als «inkompetent» anzugreifen, weil sie Dinge in ihrer Stadt zuließ, die ohne eine sofortige und massive Gewaltanwendung „außer Kontrolle gerieten“. Ihr Kollege von Philadelphia, Bürgermeister Michael Nutter, verteidigte ihre Handlungen in Baltimore. Es ist bei oligarchischen Republikanern eine bekannte Praxis, demokratische Beamte der Minderheit als «schwache Kriminalitätsverfolger» darzustellen, um mit polizeilichen Morden an Minderheits-Bürgern billige politische Gutpunkte einzuheimsen.

Als Unruhen die amerikanischen Städte 1968 heimsuchten, als Folge der Ermordung von Reverend Martin Luther King, die jetzt von vielen als eine Verschwörung der Regierung mit dem FBI beurteilt wird, um die Bürgerrechtskämpfer zum Schweigen zu bringen, antwortete Präsident Lyndon Johnson: „Was haben Sie erwartet? Ich weiß nicht, warum wir so überrascht sind. Wenn Sie Ihren Fuß auf den Nacken eines Mannes stellen und ihn dreihundert Jahre lang niederhalten, und dann ihn aufstehen lassen, was wird er tun? Er wird Ihnen den Schädel einschlagen.“

Fast 50 Jahre später nehmen die amerikanischen Strafbehörden Afro-Amerikaner aufs Korn, mit der «Todesschwadronen» Taktik, die einst bei Lateinamerikas repressivsten faschistischen Marionetten-Diktatoren beliebt waren, bei Junta-Führern, die von den gleichen US-Agenturen gefördert wurden und die an dem Mord von King und heute an der Militarisierung der amerikanischen Polizei beteiligt sind.

Literatur:

Schwarzbuch USA von Eric Frey

Der Stern und das Schwert von Wayne Madsen

Die Weltbeherrscher: Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA von Armin Wertz

Rassismus in den USA: Historie und Analyse einer Rassenkonstruktion von Oliver Demny

Quelle: voltairenet.org vom 07.05.2015

gefunden bei: http://www.pravda-tv.com/

Blamage für Merkel: US-Regierung führt Kanzlerin mit peinlichen Emails vor

Die öffentliche Demontage von Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt Fahrt auf. Nun wurden E-Mails bekannt, die zeigen, wie die Amerikaner die Kanzlerin knallhart auflaufen ließen. Die Dokumente werfen ein bemerkenswertes Licht auf die offenbar ziemlich hilflose deutsche Außenpolitik. Die Deutschen wurden von der US-Regierung behandelt wie kleine Schuljungen – und reagierten nicht zornig, sondern mit überraschender Unterwürfigkeit.

US-Präsident Barack Obama mag ein guter Freund von Angela Merkel sein. In der Spionage-Affäre denken die Amerikaner nicht daran, der Bundesregierung zuzuhören. (Foto: dpa)

US-Präsident Barack Obama mag ein guter Freund von Angela Merkel sein. In der Spionage-Affäre denken die Amerikaner nicht daran, der Bundesregierung zuzuhören. (Foto: dpa)

Angela Merkel wird von Sigmar Gabriel argwöhnisch beäugt. Die Kanzlerin sieht sich nun mit einigen peinlichen E-Mails konfrontiert, in denen das Kanzleramt von der US-Regierung vorgeführt wird. (Foto: dpa)

Angela Merkel wird von Sigmar Gabriel argwöhnisch beäugt. Die Kanzlerin sieht sich nun mit einigen peinlichen E-Mails konfrontiert, in denen das Kanzleramt von der US-Regierung vorgeführt wird. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel gerät in der Spionageaffäre weiter unter Druck. Am Wochenende veröffentlichten Medien E-Mails, aus denen man schließen kann, dass die Amerikaner Merkel in der Spionageaffäre weder decken wollen noch die Kanzlerin scheinbar überhaupt ernst nehmen. Die E-Mails wurden von der Süddeutschen, dem NDR und dem WDR bekannt gemacht. Die Bild-Zeitung, in früheren Jahren eine treue Verbündete der Bundeskanzlerin, bereitete die Dokumente genüsslich auf und stellt die Bundeskanzlerin und ihren wichtigsten außenpolitischen Berater, Christoph Heusgen, als unfähig dar, sich in Washington durchzusetzen. Die Kombination aus öffentlich-rechtlichen Sendern und Bild-Zeitung, die beide gemeinsam gegen die Bundeskanzler vorgehen, dürfte Merkel einigermaßen alarmieren.

Tatsächlich sind die Dinge, die durch den E-Mail Verkehr zutage gefördert wurden, alles andere als rühmlich für die Kanzlerin. Sie zeigen, dass die Bundesregierung in Washington nicht ernst genommen wird und wecken den Verdacht, dass Merkel in der Öffentlichkeit Dinge versprochen hat, deren Einhaltung sie in keiner Weise sicherstellen konnte.

Dazu gehörte in erster Linie die Verabschiedung eines No-Spy-Abkommens, also die Zusage, dass befreundete Staaten einander nicht ausspionieren werden. Ein solches Abkommen existiert zwischen den wichtigsten englischsprachigen Geheimdiensten, Deutschland ist hier ausdrücklich außen vor. Nach dem ersten NSA-Skandal hatte Angela Merkel versprochen, dass es ein solches Abkommen geben werde. Mehr noch: Am 12. August 2013 sagte Merkels damaliger Kanzleramtsminister Ronald Pofalla: „Die US-Seite hat uns den Abschluss eines No-Spy-Abkommens angeboten.“

Doch der nun aufgetauchte E-Mail-Wechsel zeigt, dass die Amerikaner niemals auch nur daran gedacht haben, die Spionage gegenüber Deutschland aufzugeben. So versuchte Merkel-Mann Christoph Heusgen mehrfach, von den Amerikanern die Zusicherung zu erlangen, dass Deutschland auch für die US Geheimdienste deutsches Recht gelte. Doch seine Ansprechpartnerin, Karen Donfried, eine Europa-Beraterin von Barack Obama, ließ Heusgen abblitzen. Sie behauptete auf die Anfrage, ob die Amerikaner gedenken, sich in Deutschland an deutsches Recht zu halten, dass die US Experten nicht ausreichend gerüstet sein, um die Einhaltung von deutschem Recht zu beurteilen.

Das Kanzleramt bot den Amerikanern Hilfe an und wollte Experten aus den deutschen Ministerien schicken, die den Amerikanern die deutsche Gesetzgebung erklären sollten. Die Amerikaner rührten sich nicht von der Stelle. Einziger Vorschlag, den Berlin zu hören bekam, war die Möglichkeit der Einrichtung einer Arbeitsgruppe. Aus dieser vagen Ankündigung der Verschleppung machte Profalla die Behauptung, die Amerikaner hätten ein Abkommen angeboten. Die Süddeutsche analysiert, dass die Bundesregierung diese Manipulation ganz bewusst vorgenommen habe, um im anstehenden Bundestagswahlkampf nicht unter Beschuss zu geraten.

Daraufhin bürsteten die Amerikaner die Abgesandten von Merkel regelrecht ab und teilten mit, dass es kein No-Spy-Abkommen geben werde. Danfried wurde sogar ungehalten und sagte den Merkel-Leuten, dass man dies schon oft genug betont habe.

Christoph Heusgen erklärt den Kampf laut Süddeutsche daraufhin für beendet und schreibt geradezu unterwürfig: „Ich verspreche, diesen Ausdruck künftig nicht mehr zu verwenden.“

Diese Haltung wird ein denkbar schlechtes Licht auf die Politik Angela Merkels im Verhältnis zu den USA. Die Kanzlerin gilt seit jeher als eine besonders treue Verbündete Washingtons, hat es aber bisher geschafft, diese Nähe zu keinem öffentlichen Thema werden zu lassen. Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass Merkel die Tatsache ihrer großen Nähe zu US-Interessen innenpolitisch zum Verhängnis werden könnte.

Bereits seit einiger Zeit verliert die Kanzlerin deshalb deutlich an Zustimmung bei den Wählern. Auch innerhalb der EU die bisher unumstritteneCDU-Politikerin in die Kritik geraten, weil bekannt geworden ist, dass der BND im Auftrag der NSA die EU-Kommission und Frankreich ausspioniert hatte. Die Opposition und der eigene Koalitionspartner SPD toben. Merkel will nicht, dass das Parlament eine umfassende Aufklärung erhält. Stattdessen hat sie angekündigt, die Amerikaner um Erlaubnis fragen zu wollen, welche Dokumente den gewählten deutschen Mandataren vorgelegt werden.

Vor dem Hintergrund des nun bekannt gewordenen E-Mail-Verkehrs braucht man nicht besonders viel Fantasie, um sich vorzustellen dass die Amerikaner dieses Ansinnen äußerst restriktiv behandelt werden. Es ist sogar eher zu erwarten, dass sich die US-Regierung mit dem Ansuchen von Merkel überhaupt nicht beschäftigen wird. Dies dürfte in der Öffentlichkeit in den kommenden Wochen die Frage aufwerfen, welche Politik Angela Merkel eigentlich vertritt. Schon jetzt zweifeln nicht wenige in der Opposition und beim Koalitionspartner, dass Angela Merkel selbst durch die Affäre Schaden nehmen könnte. Dies ist überraschend, weil sie bisher alle Umfragen unangefochten gewonnen hatte.

Es ist erstaunlich, weil die Frage, ob die deutsche Bundeskanzlerin dem deutschen Volk oder dem amerikanischen Präsidenten verpflichtet ist, eigentlich nicht besonders schwer zu beantworten sein sollte.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

(Admin: Oder beide sind noch ganz anderen Leuten verpflichtet, denn sie selbst haben nicht die Macht. Sie dürfen nach außen hin Macht(haben) spielen.)

Die Welt bezahlt die US-Rüstung mit

von Mohssen Massarrat

Im Kalten Krieg lief das Geschäft für die Rüstungsindustrie auf Hochtouren. Mit dem Ende dieser Ära haben viele gedacht, es beginne nun ein Zeitalter mit weniger Rüstung und Kriegen, dafür mit mehr freien Mitteln für gute Zwecke, vor allem für die Beseitigung von Armut. Doch es kam anders. Die Vereinigten Staaten begannen mit einer neuen gigantischen Aufrüstung. Sie steigerten ihre Rüstungsausgaben innerhalb von zwei Jahrzehnten von 150 Milliarden Dollar (1990) auf 705 Milliarden Dollar (2011), soviel also wie die gesamte restliche Welt zusammen.

► Was kennzeichnet die neue Ära?

Der militärisch-industrielle Komplex (MIK) der USA scheint gegen Ende der 1980er Jahre jenen Einfluß auf die Regierung erlangt zu haben, vor dem Dwight D. Eisenhower schon vor gut fünfzig Jahren gewarnt hatte. Internationale Abrüstung, wie sie zwischenGorbatschow und Reagan 1986 in Reykjavik vereinbart worden war, hätte für den MIK zwar nicht das Ende, aber ökonomische Einbußen und einen Verlust an politischem Einfluß auf Washington bedeutet. Entsprechend wurden die begonnenen Abrüstungsschritte beendet und die Bedrohungsängste der Europäer vor den russischen Atomwaffen befeuert.

Der US-Regierung wurde zunächst die »Strategie der Vorherrschaft« [Erg. Admin H.S.: Titel der bekanntesten geopolitischen Monographie Zbigniew Brzezinskis., siehe PdF-Anhang] verpaßt, parallel dazu mit dem massiven Ausbau der weltweiten Militärstützpunkte begonnen, die weltraumgestützten Raketenabwehrsysteme aus dem Boden gestampft, der Rüstungsetat exorbitant gesteigert und die Welt scheibchenweise militärisch umgekrempelt:

  • die Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren,
  • die Kriege im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordostafrika (Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien),
  • der Atomstreit mit dem Iran seit 2003,
  • der Ukrainekonflikt
  • und die Vertiefung gefährlicher Spannungen in Europa,
  • die unablässige NATO-Osterweiterung
  • und schließlich auch die gezielte Einkreisung Rußlands.

Vor wenigen Tagen wies Michail Gorbatschow in einem Interview des Senders Russia Today besorgt darauf hin, daß die USA zu Sklaven ihrer eigenen Politik und des MIK geworden seien. Die US-amerikanische Gesellschaft brauche Hilfe – etwa eine Perestroika auf amerikanische Art.

         

Die US-Ökonomie befindet sich seit zwei Dekaden in einer massiven Strukturkrise, in vielen Sektoren ist die Wirtschaft auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig, seit über 16 Jahren weist die US-Handelsbilanz ein Defizit auf. Trotzdem leisten sich die USA Rüstungsausgaben in Höhe von vier Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) – doppelt so hoch wie die der übrigen westlichen Staaten. In den USA ist das Militärbudget ein Tabuthema, auch bei der Opposition. In den Medien und in der Gesellschaft finden keine substantiellen Debatten statt.

► Wie ist diese Beinahe-Gleichgültigkeit der US-Amerikaner zu erklären?

Die USA finanzieren ihre Rüstungsausgaben mit Staatsverschuldung. Diese wächst fast parallel zu den Rüstungsausgaben, nur mit einer höheren Steigerungsrate. Mit allen Kriegen ist ein drastischer Anstieg von Rüstungsausgaben und Staatsverschuldung verbunden (vergleiche nachfolgende Tabelle). Regierungen – nicht nur in den USA – können Kriege und Rüstungsausgaben durch Staatsverschuldung leichter akzeptanzfähig machen, da sie die Kriegskosten zum großen Teil auf künftige Generationen verlagern. Die Finanzierung der Kriegskosten durch direkte Steuern würde dagegen die Bevölkerungen gegen jeden Krieg mobilisieren.

Kriegsschulden verursachen jedoch exponentielles Schuldenwachstum, denn Rüstungsinvestitionen sind im Unterschied zu allen anderen Investitionen unproduktiv und bewirken, ökonomisch gesehen, Kapitalvernichtung. Deshalb muß die Staatsverschuldung für Rüstung durch ständig neue Verschuldung finanziert werden. Rüstungsausgaben und Kriege sind generell die Hauptquelle steigender Staatsverschuldung und nicht, wie immer wieder behauptet wird, steigende Sozialausgaben. Richtig ist vielmehr, daß nicht nur Investitionen in die Infrastruktur produktiv sind, sondern auch die Sozialausgaben einer Gesellschaft. Sozialsysteme erhöhen direkt und indirekt, auf jeden Fall aber auf lange Sicht, die Gesamtproduktivität und Wertschöpfung, somit durch zurückfließende Steuern auch die Staatseinnahmen. Sozialkosten finanzieren sich selbst, Rüstungsausgaben nicht. Wer die Staatsverschuldung reduzieren will, muß für sinkende Rüstungsausgaben eintreten.

Die Tabelle auf der folgenden Seite zeigt den US-Verteidigungsetat und die -Auslandsverschuldung seit dem Jahr 1900 in Milliarden Dollar Jahresdurchschnitt:

US-Verteidigungsetat und US-Auslandsverschuldung in Milliarden Dollar Jahresdurchschnitt
Dekaden US-Verteidigungsetat Staatsverschuldung Kriegsbeteiligung
1900-09 keine Angaben 2,3
1910-19 keine Angaben 6,8 1. Weltkrieg
1920-29 keine Angaben 22,83 Kriegsfolgekosten
1930-39 keine Angaben 35,35 Kriegsfolgekosten
1940-49 33,350 182,71 2. Weltkrieg
1950-59 41,496 269,45 Koreakrieg
1960-69 60,280 323,82 Vietnamkrieg
1970-79 88,997 547,27
1980-89 231,612 924.05 Beginn Jugoslawienkriege
1990-99 272,495 4.635,56 Jugoslawienkriege, 2. Golfkrieg
2000-2009 465,363 7.888,10 Kriege in Afghanistan, Irak, Libyen
2010 693,498 13.528,81 Kriegsfolgekosten
2011 705,554 14.762,22 Kriegsfolgekosten
2012 677,852 16.050,92 Kriegsfolgekosten
2013 633,385 16.719,43 Kriegsfolgekosten
2014 est. 620,562 17.892,64 Kriegsfolgekosten
2015 est. 631,280 18.713,49
2016 est. 592,448 19.511,61

Quellen: Das Schulden-Porträt der USA 1791–2013, http://www.sgipl.org.; Fiscal Year 2014. Historical Tables. Budget of the U.S. Government, Washington DC., S. 143 f.; eigene Berechnungen. [Ergänzung durch Admin H.S.: Werte für 2013 leicht korrigiert, Werte für 2014-2016 dem Fiscal Year 2015 Bericht entnommen, S.59f. und 125f]. Siehe auch die Jahresberichte 2013-2015 als PdF-Download im Anhang zu diesem Artikel.

Jeder Ökonom weiß, daß ein Staat seine Haushaltsdefizite auf Dauer nicht durch Staatsverschuldung beheben kann. Der frühere BundesfinanzministerTheo Waigel aber widersprach am 18. Dezember 2014 in einer ZDF-Talkshow dieser Weisheit und führte als Beleg die USA an, die im Gegensatz zu Japan damit sehr gut führen und eine stabile Wirtschaft mit drei Prozent Wachstum vorzuweisen hätten. Was Waigel aber unterschlug oder einfach nicht wußte, ist die Sonderrolle der USA, die als einzige Ökonomie der Welt in der privilegierten Position verweilt, ihre Staatsschulden praktisch nie zurückzahlen zu müssen. Denn mit der Vergabe von Staatsanleihen verfügen US-Regierungen über eine geheimnisvolle Geldquelle, mit der sie sowohl ihre Haushaltsdefizite als auch die US-Leistungsbilanzdefizite finanzieren.

In der Praxis werden beide Ziele wie folgt erreicht: Um laufende Staatsausgaben zu tätigen, tauscht das US-Finanzministerium Staatsanleihen bei der US-amerikanischen Zentralbank, der FED, gegen von dieser frisch gedruckte Dollar ein. Allein im Jahr 2013 wurden so 1.100 Milliarden Dollar in Umlauf gebracht. Die FED vermarktet die Staatsanleihen auf dem Weltmarkt und lenkt so in die US-Ökonomie neues Kapital, das für den Ausgleich der Leistungsbilanzdefizite sorgt. Der Preis für diese Geldschöpfungspolitik ist eine unermeßliche Staatsverschuldung. Um die alten Anleihen samt Renditen bei Fälligkeit zu bedienen, werden einfach neue Staatsanleihen ausgegeben, die – gegen frisches Geld bei der FED eingetauscht – erneut in Umlauf gebracht werden. Der Prozeß kann beliebig fortgesetzt werden, solange wie Kapitalanleger weltweit darauf vertrauen, daß US-Staatsanleihen eine sichere und profitable Anlage darstellen.

Der weitestgehend verborgene Dollarkreislauf – Investitionen in US-Staatsanleihen, steigende Nachfrage nach Dollar, Geldschöpfung durch die FED – sorgt dafür, daß das Vertrauen in US-Staatsanleihen erhalten bleibt und der US-Wirtschaft ständig Kapital zufließt. Kein Wunder, daß dann eine unter großen Handelsbilanzdefiziten leidende Ökonomie keinen Staatsbankrott befürchten muß. In der Kapitalbilanz schlägt sich die Auslandsverschuldung als Kapitalimportüberschuß nieder. Im Zeitraum 2000 bis einschließlich 2013 stieg die Auslandsverschuldung der USA von 5.628,700 auf astronomische 17.249,239 Milliarden Dollar. In diesem Zeitraum flossen also reale Wirtschaftsleistungen aus aller Welt in Höhe von 11.620,539 Milliarden Dollar in die USA, die sich darauf beschränkten, neues Geld zu drucken und in Umlauf zu bringen.

Die privilegierte Position der USA setzt voraus, daß der Dollar absehbar sein Monopol als internationale Leitwährung nicht verliert. Das Monopol bleibt solange erhalten, wie der internationale Ölhandel in Dollar abgewickelt wird. Das ist der Fall, solange die USA sämtliche Ölstaaten des Nahen und Mittleren Ostens unter ihrer vollständigen Kontrolle haben. Das erklärt wiederum die dortigen US-Kriege und das Greater-Middle-East-Projekt der US-Neokonservativen, wonach an die Stelle starker Staaten möglichst viele schwache Ölstaaten treten sollen, die sich des US-Diktats nicht erwehren können.

So gesehen, schließt sich ein Kreis, der mit der amerikanischen Staatsverschuldung zur Finanzierung der gigantischen Rüstungsausgaben seinen Anfang nimmt, den Zufluß eines beträchtlichen Teils der Wirtschaftsleistung aus der ganzen Welt durch das Instrument des Dollar-Imperialismus einschließt und mit der kriegerischen Umwälzung des Nahen und Mittleren Ostens endet, die die Nachfrage nach Rüstungsgütern aufrechterhält.Zur Ironie der Geschichte gehört, daß die Welt für die Kosten dieser verbrecherischen Politik der USA aufkommen muß. Damit der militärisch-industrielle Komplex der USA fortbesteht, müssen Millionen Menschen sterben, Millionen Menschen müssen aus ihren Dörfern und Städten flüchten, und die Welt muß im Chaos permanenter Kriege gehalten werden.

Mohssen Massarrat

Anm. Admin H.S.: Bitte um Beachtung der 9 angehängten -Text-Dokumente weiter unten!!


Quelle:  Erschienen in Ossietzky, der Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft – Heft 1/2015 > zum Artikel

 

Ossietzky, Zweiwochenschrift für Politik, Kultur, Wirtschaft, wurde 1997 von Publizisten gegründet, die zumeist Autoren der 1993 eingestellten Weltbühne gewesen waren – inzwischen sind viele jüngere hinzugekommen. Sie ist nach Carl von Ossietzky, dem Friedensnobelpreisträger des Jahres 1936, benannt, der 1938 nach jahrelanger KZ-Haft an deren Folgen gestorben ist. In den letzten Jahren der Weimarer Republik hatte er die Weltbühne als konsequent antimilitaristisches und antifaschistisches Blatt herausgegeben; das für Demokratie und Menschenrechte kämpfte, als viele Institutionen und Repräsentanten der Republik längst vor dem Terror von rechts weich geworden waren. Dieser publizistischen Tradition sieht sich die Zweiwochenschrift Ossietzky verpflichtet – damit die Berliner Republik nicht den gleichen Weg geht wie die Weimarer.

Wenn tonangebende Politiker und Publizisten die weltweite Verantwortung Deutschlands als einen militärischen Auftrag definieren, den die Bundeswehr zu erfüllen habe, dann widerspricht Ossietzky. Wenn sie Flüchtlinge als Kriminelle darstellen, die abgeschoben werden müßten, und zwar schnell, dann widerspricht Ossietzky. Wenn sie Demokratie, Menschenrechte, soziale Sicherungen und Umweltschutz für Standortnachteile ausgeben, die beseitigt werden müßten, dann widerspricht Ossietzky. Wenn sie behaupten, Löhne müßten gesenkt, Arbeitszeiten verlängert werden, damit die Unternehmen viele neue Arbeitsplätze schaffen, dann widerspricht Ossietzky – aus Gründen der Humanität, der Vernunft und der geschichtlichen Erfahrung.

Ossietzky erscheint alle zwei Wochen im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin – jedes Heft voller Widerspruch gegen angstmachende und verdummende Propaganda, gegen Sprachregelungen, gegen das Plattmachen der öffentlichen Meinung durch die Medienkonzerne, gegen die Gewöhnung an den Krieg und an das vermeintliche Recht des Stärkeren.

Redaktionsanschrift:

Redaktion Ossietzky
Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalderstr. 4

10405 Berlin

redaktion@ossietzky.net

http://www.ossietzky.net/

 

► Bild- und Grafikquellen:

1. Dwight David „Ike“ Eisenhower (* 14. Oktober 1890 in Denison, Texas; † 28. März 1969 in Washington D.C.) war ein US-amerikanischer General und Politiker der Republikanischen Partei. Von 1953 bis 1961 war er der 34. Präsident der Vereinigten Staaten und während des Zweiten Weltkrieges Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa. Als Präsident warnte Eisenhower eindringlich vor den Gefahren, die ein einflussreicher militärisch-industrieller Komplex für die USA in Zukunft mit sich bringen würde. So sagte er in seiner Rede „Chance for Peace“ am 16. April 1953: „Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete … “. Eine eindringliche Warnung vor dem militärisch-industriellen Komplex sprach er während seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 aus. Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress

2. – 4. Titelfotos der von US-Stratege und Autor Brzeziński veröffentlichten Werke. Diese 3 Titel seiner wichtigsten Bücher, die jenem über die „Einzige Weltmacht“ folgten, sprechen für sich und lassen die weitere Entwicklung erkennen: „Second Chance. Three Presidents and the Crisis of American Superpower“, 2006; “Strategic Vision, America and the Crisis of Global Power”, 2013, beide bedauerlicher Weise nur auf Englisch.

5. Das Federal Reserve System, oft auch Federal Reserve oder kurz Fed (auch FED, obwohl es sich nicht um ein Akronymhandelt) genannt, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten, das allgemein auch US-Notenbank genannt wird. Es besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banks, dem Federal Open Market Committee (FOMC), einer Vielzahl von Mitgliedsbanken (Mitgliedspflicht ab einer bestimmten Größe) und anderen Institutionen.
Illustration: David Dees is a Louisville, Kentucky-based freelance graphic artist and illustrator. The Art of David Dees is free to use for „non-profit“ individual purposes, blogs, and websites. He encourages you to openly distribute to others with the hope it will educate, enlighten, deprogram, and at least, entertain. All material Copyright © David Dees / http://www.deesillustration.com

6. Früchte des Imperialismus – fruits of imperialism. Karikatur von Carlos Latuff, einem „Politischen Karikaturist“, geboren November 1968 in Rio de Janeiro, Brazil. Quelle: Wikimedia Commons. Dieses Werk wurde von seinem Urheber Carlos Latuff alsgemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. Carlos Latuff (eigentlich Carlos Henrique Latuff de Souza) gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. Sein Blog > latuffcartoons.wordpress.com

Anhang Größe
Budget of the US government – Fiscal year 2013 – Historical tables – 368 pages.pdf 3.48 MB
Budget of the US government – Fiscal year 2014 – Historical tables – 376 pages.pdf 3.13 MB
Budget of the US government – Fiscal year 2015 – Historical tables – 372 pages.pdf 2.72 MB
Zbigniew Brzezinski – Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft – vierte Auflage 2001 – Originaltitel The Grand Chessboard – American Primacy and Its Geostrategic Imperatives 1997.pdf 4.24 MB
US Handbuch zum Betrieb von KZs – INTERNMENT AND RESETTLEMENT OPERATIONS, FM 3-39.40, Headquarters Dep. of the Army, Washington.pdf 3.59 MB
Ismael Hossein-zadeh, The Political Economy of U.S. Militarism, Palgrave-Macmillan 2006, 303 pages.pdf 1.09 MB
John Mearsheimer and Stephen Walt – The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy – August 2007 – 484 Seiten.pdf 5.81 MB
US Department of Defense – Base Structure Report Fiscal Year 2013 Baseline – As of 30 Sept 2012 – A Summary of the Real Property Inventory – 214 pages.pdf 3.48 MB
US Department of Defense – Base Structure Report Fiscal Year 2014 Baseline – As of 30 Sept 2013 – A Summary of the Real Property Inventory – 199 pages.pdf 3.22 MB
Helmut Schnug – Kämpfer für politische u. gesellschaftskritische Aufklärung, aber gegen Angepasstheit, Autoritätsgläubigkeit, fehlende kritische Distanz, digitale Demenz, Un-Bildung ..

http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/die-welt-bezahlt-die-us-ruestung-mit-instrument-des-dollar-imperialismus

 

Alaska und Hawaii lehnen sich gegen „US-Annexion“ auf – Appell an Uno

8. Mai 2015

alaska-hawaii-usa-annexion

Die Stammvölker von Hawaii und Alaska (beide seit 1959 US-Bundestaaten) haben den USA vorgeworfen, ihre Gebiete rechtswidrig „annektiert“ zu haben. In einem Appell an die Vereinten Nationen fordern sie ein Selbstbestimmungsreferendum.

In ihrem in der UN-Sitzung am 7. Mai unterbereiteten Appell beschuldigen die Ureinwohner von Hawaii und Alaska die USA, sich ihre Gebiete „durch Betrug und Verletzung der UN-Prinzipien einverleibt“ zu haben. Nun fordern die Vertreter der beiden BundesstaatenReferenden über die Selbstbestimmung, um den historischen „Fehler wiedergutzumachen“. Ihr Appell soll am 11. Mai vom UN-Menschenrechtsrat erörtert werden.

„Die USA haben uns unser Land genommen. Jetzt gewinnen sie in großen Mengen Bodenschätze und schaden so der Umwelt“, sagte Ronald Burns, Aktivist aus Alaska und Mitglied einer Arbeitsgruppe der beiden Bundesstaaten. Dass Russland 1867 Alaska an die USA verkauft habe, bedeute nicht, dass Alaska automatisch unter die US-Souveränität gestellt worden sei.

Hawaii-Vertreter Leon Siu warf den USA vor, die Kultur der Urbevölkerung zu „unterdrücken“. Der US-Militärstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii „verunreinigt Wasser und Luft und macht dadurch viele Menschen krank“, sagte er der russischen Agentur TASS.

Russland hatte Alaska 1867 für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten verkauft. Hawaii wurde 1898 durch die USA annektiert. Seit 1959 sind Alaska und Hawaii US-Bundesstaaten. Im vergangenen Jahr haben Zehntausende Menschen in einer Petition an das Weiße Haus für eine Rückgabe Alaskas an Russland plädiert.

Literatur:

Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezweckenvon F. William Engdahl

Schwarzbuch USA von Eric Frey

Das Szenario eines Dritten Weltkriegs: Die geheimen Pläne des Pentagons zur Errichtung einer Neuen Weltordnung von Michel Chossudovsky

Quelle: de.sputniknews.com vom 08.05.2015

Alaska und Hawaii lehnen sich gegen „US-Annexion“ auf – Appell an Uno

Deutsche haben von den USA die Schnauze voll

8. Mai 2015

1362

Die Bundesbürger sehen Amerika so kritisch wie lange nicht mehr und wollen sich politisch von den USA emanzipieren. Zu diesem Schluss kommt die große transatlantische Erhebung eines US-Instituts. Vor allem für Präsident Barack Obama ist die Umfrage eine Ohrfeige.

Nur noch 58 Prozent der Bundesbürger hätten eine positive Meinung von den Vereinigten Staaten, teilte das US-Institut German Marshall Fund (GMF) mit. Im Vorjahr waren es noch 68 Prozent.

Vor allem US-Präsident Obama erlebt einen herben Imageverlust. Lediglich 56 Prozent der Deutschen sind demnach einverstanden mit seiner Außenpolitik – das sind ganze 20 Prozentpunkte weniger als 2013. Zum Vergleich: 2010 äußerten noch 87 Prozent

Laut aktueller Umfrage von T-Online, haben 85,5 % eine negative Meinung über die USA. Screenshot: 08.05.2015 – 20:00 Uhr

1360

https://www.netzplanet.net/deutsche-haben-von-den-usa-die-schnauze-voll/

US-Regierung treibt Europäer gegen Europäer und rüstet Europa massiv gegen Rußland auf

BRD Schwindel

Von Jürgen Meyer

US-Regierung treibt Europäer gegen Europäer und rüstet Europa massiv gegen Rußland auf. 800 Panzerfahrzeuge sollen in Deutschland stationiert werden. In Polen und Baltikum wurden bereits zeitweise US-Truppen und Panzer stationiert. In der Ukraine kämpft die US-Regierung an der Seite von Poroschenko gar mit US- Söldnern der Fa. Academi.  Europa soll in ein Kriegsfeld verwandelt werden. Das rettet vielleicht die globale US-Vorherrschaft auch gegenüber Rußland und China. 

US-Söldner der Fa. Academi auch in der Ukraine im Bürgerkrieg aktiv

Eine Bundestagsdrucksache belegt massive Aufrüstung der USA mit  800 Panzerfahrzeugen in der Bundesrepublik :

Gigantischer Aufmarsch von US-Truppen und schweren Kriegsgerät auf deutschen Boden bereits voll im Gange! Von US-Präsident Barack Obama wurde die Entsendung von 800 Ketten- und Radfahrzeugen angeordnet, die unter anderem im bayerischen Grafenwöhr, unweit der früheren innerdeutschen Grenze, stationiert werden sollen. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und eines drastisch gewandelten Verhältnisses zu Russland ziehen die USA weiterhin eine gigantische Streitmacht in Europa zusammen. Seit März dringen vermehrt Informationen der US-amerikanischen Truppenaktivitäten an die Öffentlichkeit. Auch die letzten Bundesbürger merken so langsam mit welcher Kaltschnäuzigkeit uns Washington in einen Krieg mit Russland treibt. In einer dpa-Meldung heißt es dazu:

[…] Als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt und die Spannungen mit Russland verlegen die USA einem Zeitungsbericht zufolge zusätzliche Panzer auch nach Deutschland. Von 800 Ketten- und Radfahrzeugen, die nach Europa gebracht werden, solle ein Teil im bayerischen Grafenwöhr unweit der früheren innerdeutschen Grenze stationiert werden, berichtet der «Münchner Merkur». Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU). […]

Übrigens findet sich das, was der CSU-Abgeordnete Singhammer als Erkenntnis aus einem Brief der Verteidigungsministerin verbreitet, bereits in einer Bundestagsdrucksache vom Februar (BT-Drs. 18/4140, Frage Nr. 29 vom Grünen-Abgeordneten Tobias Lindner)[5]:

[…] Der Bundesregierung sind die geplanten Veränderungen in der dauerhaften Stationierung der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika, die der als Anlage beigefügten Übersicht entnommen werden können, bekannt. Diese Informationen wurden auch seitens der Vereinigten Staaten von Amerika am 8. Januar 2015 veröffentlicht.

Daneben wurde die Bundesregierung über den vorübergehenden Aufenthalt von amerikanischen Streitkräften in Deutschland im Zuge der Operation ATLANTIC RESOLVE informiert. Dieser umfasst zwölft Luftfahrzeuge vom Typ A-10 mit Stationierungsort Spangdahlem sowie Fahrzeuge und Großgerät in der Größe eines brigadeäquivalenten Gefechtsverbandes, die vorübergehend in Mannheim in den Coleman Barracks stationiert werden. Insgesamt wird es sich dabei um ca. 800 Ketten- und Radfahrzeuge handeln.[6]

Der gegenüber der Bundesregierung dargelegte Grund der Vereinigten Staaten von Amerika für diese Maßnahmen ist, die Bereitschaft zu unterstreichen, einen Beitrag für die transatlantische Solidarität und Sicherheit Europas zu leisten. Dies ist im Zusammenhang mit dem beim NATO-Gipfel von Wales im September 2014 beschlossenen Plan für eine erhöhte Einsatzbereitschaft der Allianz – NATO Readiness Action Plan – zu sehen. […]

Der polnische Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak wünscht sich eine Dauerpräsenz US-amerikanischer Soldaten in Polen.

„Ich hoffe, dass in diesem Jahr 10 000 Bündnissoldaten in Polen üben werden“,

sagte er am Dienstag im polnischen Nachrichtensender TVN 24. Schon jetzt gebe es eine Rotation von US-Militärs in Polen und den baltischen Staaten, die in den Ländern im Osten der NATO an Übungen teilnehmen.

„Die Amerikaner haben gesagt, dass sie militärisch so lange in Polen und Osteuropa bleiben, wie das notwendig ist. Ich denke, wir sollten uns daran gewöhnen.“

Angesichts des Konflikts im Nachbarland Ukraine, der auch in Polen die Diskussion um die eigene Sicherheit anheizt, hofft Siemoniak jedoch auf eine langfristige Stationierung von US-Truppen. „Darum bemühen wir uns, darüber reden wir“, sagte er.

Die Fahrt eines US-Militärkonvois mit rund 100 Fahrzeugen durch Polen war für Siemoniak bereits eine Gelegenheit, polnische Gastfreundschaft zu demonstrieren. „Eine gute Gelegenheit für Begegnungen“, sagte er über die Aktion „Dragoon Ride“.

Die Stärkung der NATO-Ostflanke sei für Polen von grundlegender Bedeutung, hatte zuvor Außenminister Grzegorz Schetyna im Nachrichtensender TVN Info betont. Polen erhoffe sich von der beim Nato-Gipfel in Newport vereinbarten schnellen Reaktionstruppe einen „Neuanfang der NATO“.

Die in Polen und den baltischen Staaten stationierten US-Soldaten werden dort auch 2015 wegen der „russischen Aggression“ bleiben, sagte der Kommandeur der US-Armee in Europa, Generalleutnant Frederick Hodges, in der litauischen Hauptstadt Vilnius.

„US-Streitkräfte werden in Litauen, Estland, Lettland und Polen bleiben, solange es erforderlich ist, die russische Aggression zu zügeln“, zitiert France-Presse den Generalleutnant.

Seit dem April dieses Jahres sind 600 US-Luftlandesoldaten in Polen, Estland und Litauen stationiert. Die baltischen Staaten und Polen hatten früher den Wunsch bekundet, dass US-Militärs in der Region auf ständiger Grundlage stationiert sind.

Awacs-Flugzeuge absolvieren regelmäßige Flüge über dem Territorium Polens und Rumäniens. Zusätzliche Nato-Schiffe sind in die Ostsee und in das Mittelmeer eingelaufen.

400 US-Söldner sollen in der Ostukraine gegen die Aufständischen auf der Seite der Nazi-Batallione und der ukrainischen Armee kämpfen. Das berichtet das Springer-Konzernmedium “Bild am Sonntag” und beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen. Die Kämpfer kommen demnach vom Militärdienstleister Academi, früher bekannt als Blackwater.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur “Ria Novosti” legte freilich am 7. April nach: Blackwater-Kämpfer agierten in der Ostukraine – und zwar in der Uniform der ukrainischen Sonderpolizei “Sokol”. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.

Ein Zeitungsbericht legt nun aber  nahe, dass an der Sache womöglich doch etwas dran ist: Laut “Bild am Sonntag” werden die ukrainischen Sicherheitskräfte von 400 Academi-Elitesoldaten unterstützt. Sie sollen Einsätze gegen antifaschistischen Rebellen rund um die ostukrainische Stadt Slowjansk geführt haben. Demnach setzte der Bundesnachrichtendienst (BND) die Bundesregierung am 29. April darüber in Kenntnis. Wer die Söldner beauftragt habe, sei noch unklar. Man darf dreimal raten!

Die Informationen sollen vom US-Geheimdienst stammen und seien während der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage, einer regelmäßigen Besprechung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), vorgetragen worden. An dem Treffen hätten auch die Präsidenten der Nachrichtendienste und des Bundeskriminalamts, der Geheimdienstkoordinator des Kanzleramts und hochrangige Ministeriumsbeamte teilgenommen.

Fairteilen… ;)

Original und Kommentare unter:

http://brd-schwindel.org/us-regierung-treibt-europaeer-gegen-europaeer-und-ruestet-europa-massiv-gegen-russland-auf/