Schmutzige Kriege, von denen wir nichts erfahren

18. Juni 2015

Massenmorde (Maidan und Odessa) werden nicht untersucht

von Prof. Wolfgang Berger (business-refraiming)

Albert Camus sagt zum Algerienkrieg 1958: „Die Folter (der Militärs) hat vielleicht erlaubt, dreißig Bomben aufzufinden, aber sie hat gleichzeitig fünfzig neue Terroristen auf den Plan gerufen, die noch mehr Unschuldige in den Tod schicken werden“. Jeremy Scahill beschreibt in 50 dramatischen Kapiteln geheime Kommandoaktionen des amerikanischen Systems mit dem Staatsgeheimdienst CIA, den Spezialkräfte im Auftrag des Geheimdienstes (Joint Special Operations Command – JSOC), der eigenen Armee und privaten Milizen.

Nichts haben wir über den geheimen Krieg in Somalia erfahren, der bewirkt hat, dass dieses strategisch wichtige Land von dem Al-Quaida-Ableger al Shaabab beherrscht wird, Piraten vor der Küste patrouillieren und das Nachbarland Kenya gerade zum nächsten Schlachtfeld wird.

Nichts haben wir von dem geheimen Krieg im Jemen erfahren. Der Journalist Abdulellah Haider Shaye, der einzige, der darüber berichtet hat, wurde festgenommen und eingesperrt. Unter Obama ist das Programm der ungesetzlichen Tötungsbefehle über die US-Geheimdienste zur Routine geworden und hat zugenommen – sogar im Vergleich zu George W. Bush und Dick Cheney.

Nichts haben wir darüber erfahren wie der US-General Mc Chrystal auf dem afghanischen Kriegsschauplatz durch gezielte Tötungen die Taliban unterstützt hat.

Nichts haben wir darüber erfahren, dass der US-Diplomat Matthew Hoh nach seinem Rücktritt den Aufstand der Paschthunen gegen die Operationen der USA und der Nato in Afghanistan als gerechtfertigt bezeichnete.

Nichts haben wir von dem Angriff von US-Spezialkräften auf die Festgesellschaft eines Namensgebungsfestes sechs Tage nach der Geburt eines Kindes erfahren. Viele der Feiernden, auch schwangere Frauen, wurden einfach ermordet. Die ISAF und die NATO haben uns dazu rücksichtslos belogen.

Nichts haben wir über die schrecklichen US-Foltergefängnisse erfahren, die von grausamen Diktatoren wie Siad Barre übernommen und nahtlos weitergeführt wurden. Gegen die große Mehrzahl der in Guantanamo entmenschlichten Gefangenen, die lieber sterben würden als weiter brutal gefoltert zu werden, gibt es überhaupt keinen Anklagepunkt. Unter Folter erpresste Geständnisse sind wertlos. Und andere gibt es zu dem ominösen Mordanschlag 9/11 nicht.

Nichts erfahren wir darüber, warum die Massenmorde in der Ukraine nicht untersucht werden. Auf dem Maidan wurden ca. hundert Demonstranten mit gezielten Kopfschüssen hingerichtet. In Odessa wurden Dutzende Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt. Ob schwere Waffen die Hintergründe erhellen?

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In diesem Kontext kann man nur konstatieren, dass der Begriff Lügenpresse durchaus seine Berechtigung hat. Unangenehmes soll der Öffentlichkeit verschwiegen werden.

 

http://krisenfrei.de/

Ehemaliger US-Justizminister schließt sich Klage gegen Bush wegen dessen illegalen Irak-Kriegs an

19. Juni 2015

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Eine Klage gegen die Mitglieder der Bush-Regierung wegen ihrer Rolle bei der Invasion im Irak erhielt vor kurzem nachhaltige Unterstützung durch eine Gruppe führender internationaler Anwälte, darunter auch ein ehemaliger US-Generalstaatsanwalt (Justizminister). Die Gruppe fordert den Ninth Circuit Court of Appeals als Berufungsinstanz auf, die Sammelklage zuzulassen, da der von den Vereinigten Staaten geführte Irak-Krieg ein illegaler Angriffskrieg gewesen sei und unter Verletzung völkerrechtlicher Vorschriften, die vom Nürnberger Tribunal nach dem Zweiten Weltkrieg festgeschrieben wurden, geführt wurde.

Die Irakerin Sundus Saleh hatte am 27. Mai eine Klage [1] eingereicht, in der sie den ehemaligen Präsidenten George W. Bush, den ehemaligen Vizepräsidenten Richard Cheney, den ehemaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, die ehemalige Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, den ehemaligen US-Außenminister Colin Powell und den ehemaligen stellvertretenden US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz beschuldigte, „das Gesetz gebrochen zu haben, indem sie eine Verschwörung angezettelt und gegen das irakische Volk einen Angriffskrieg geführt haben.“ In der Klageschrift heißt es weiter:

„Die Beklagten haben den Krieg gegen den Irak bereits im Jahre 1998 geplant. Sie manipulierten die Öffentlichkeit der Vereinigten Staaten, um sie für eine Unterstützung des Krieges zu motivieren, indem sie abschreckende „Atompilz“-Bilder publizierten und das Saddam-Hussein-Regime mit al-Kaida gleichsetzten. Ferner verstießen sie gegen geltendes Völkerrecht, indem sie eine Invasion ohne rechtliche Grundlage begannen. Vor mehr als sechzig Jahren haben amerikanische Richter in Nürnberg die Nazi-Führer wegen der Verbrechen der Verschwörung und Führung von Angriffskriegen verurteilt. Sie fanden die Nazis schuldig, Kriege geplant und geführt zu haben, die keine rechtliche Grundlage hatten und in denen Millionen von Unschuldigen umgekommen sind.“

Die Feststellungen des Nürnberger Tribunal waren bereits zuvor in einem aufsehenerregenden Verfahren zitiert worden, das als Pro-Bono-Fall [Musterverfahren] von der Anwaltskanzlei Comar Law in San Francisco betrieben wurde:

„Diese Vorwürfe sind von größtem Gewicht. Krieg ist grundlegend etwas Böses. Kriege […] haben Auswirkungen auf die ganze Welt. Die Führung eines Angriffskrieges ist somit nicht nur ein Verbrechen nach dem Völkerrecht; es handelt sich um das größte völkerrechtliche Verbrechen überhaupt, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur insofern unterscheidet, dass es die Kumulation des Bösen darstellt.“ [Hervorhebung in der Klageschrift]

Der erste Versuch der Klägerin, eine Klage gegen die Bush-Regierung nach kalifornischem Recht einzubringen, hatte scharfen Widerstand der Regierung hervorgerufen, darunter auch von Seiten einiger Anwälte der Obama-Administration [2]; die Klage wurde schließlich abgewiesen [3], wobei sich das Gericht auf den sog. Westfall Act berief, der Angehörigen der Bundesregierung Immunität für Tätigkeiten gewährt, die sie „im Rahmen ihrer Funktion“ ausüben.

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(Ramsey Clark)

Nun kam es zur Vorlage eines sog. Amicus Brief [4] zugunsten der Klägerin [d.h. zur schriftlichen Intervention einer Organisation, die sich an dem Gerichtsverfahren beteiligt, ohne selbst Partei zu sein], den eine Gruppe von Rechtsanwälten verfasst hatte, der prominente Juristen wie der ehemalige US-Justizminister Ramsey Clark, der Präsident der Internationalen Vereinigung demokratischer Juristen, der ehemalige Präsident des American-Arab Anti-Discrimination Committee, der ehemalige Präsidenten der US-Bundesrechtsanwaltskammer, ein Gründungsvorstandsmitglied der Internationalen Kommission für Arbeitsrechte und der Co-Vorsitzende des Internationalen Komitees der US-Bundesrechtsanwaltskammer angehören. Der Amicus Brief führt unter anderem aus, dass das Erstgericht die im Westfall Act formulierte Immunitätsklausel nicht hätte anwenden und das Verfahren nicht hätte abweisen dürfen, da das Nürnberger Tribunal völkerrechtlich verbindliche Normen errichtet habe, welche die Anwendung nationaler Gesetze gegenüber dem Vorwurf der Führung eines Angriffskrieges ausdrücklich verbieten. […] Demnach hätten Staatsführer, einschließlich amerikanischer Staatsführer, nicht das Recht, Angriffskriege zu führen und können sich nicht auf Immunität berufen, wenn gegen sie der Vorwurf der Führung eines Angriffskrieges erhoben wird.“

Eine zweiter Amicus Brief [5] wurde von der Non-Profit-Stiftung Planethood vorgelegt. Diesem kommt schon insofern überzeugende Wirkung zu, als diese Organisation im Jahre 1996 vom damals letzten überlebenden Nürnberger Richter Benjamin Ferencz gegründet worden war. In der Eingabe wird davor gewarnt, dass „diejenigen, die Machtpositionen innehaben“ nicht ihren Einfluss dazu missbrauchen dürften, um der Verantwortung für Verbrechen zu entkommen. Ferner wird die Erklärung der Vereinten Nationen nach dem Nürnberger Verfahren zitiert, wonach die „Planung, Initiierung oder Durchführung eines Angriffskrieges ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt, für das sich Einzelpersonen wie auch Staaten vor einem internationalen Gerichtstribunal zu verantworten haben.“

Verweise:

[1] witnessiraq.com/wp-content/uploads/2013/03/SalehBush.pdf
[2]warisacrime.org/sites/afterdowningstreet.org/files/Certification%20of%20Scope%20of%20Employment.pdf
[3] cases.justia.com/federal/district-courts/california/candce/3:2013cv01124/264248/53/0.pdf?ts=1428823991
[4] witnessiraq.com/wp-content/uploads/2015/05/AOB-Brief-Only-Final.pdf
[5] witnessiraq.com/wp-content/uploads/2013/03/SalehBush.pdf
[6] pontiactribune.com/illegal-invasion-of-iraq-resulted-in-1-million-civilians-dead/
[7] www.truth-out.org/news/item/31360-former-us-attorney-general-files-brief-in-lawsuit-challenging-legality-of-iraq-war

Literatur:

Das Szenario eines Dritten Weltkriegs: Die geheimen Pläne des Pentagons zur Errichtung einer Neuen Weltordnung von Michel Chossudovsky

Schwarzbuch USA von Eric Frey

Die Pyramiden und das Pentagon: Die streng geheimen Forschungen von Regierungen und Geheimdiensten zu mystischen Relikten, untergegangenen Zivilisationen und außerirdischen Besuchern von Nick Redfern

Die Weltbeherrscher: Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA von Armin Wertz

Quelle: info-direkt.at vom 18.06.2015

http://www.pravda-tv.com/

Schlappe für US-Staatsstreich in Mazedonien

Mazedonien hat soeben eine bewaffnete Gruppe, deren Geldgeber seit mindestens acht Monaten unter Beobachtung stehen, unschädlich gemacht. Damit hat es einen neuen Putschversuch, der von Washington für den 17. Mai geplant war, vereitelt. Er hatte das Ziel, das Chaos, das bereits die Ukraine infiziert hat, nach Mazedonien auszuweiten, um der Durchleitung einer russischen Gaspipeline zur Europäischen Union zuvorzukommen.

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Der mazedonische Premierminister Nikola Gruevski kündigt das Ende des Einsatzes gegen die Terroristen an.

Die Kumanavo-Affäre

Am 9. Mai 2015 führte die mazedonische Polizei in der Morgendämmerung einen Einsatz durch, um eine bewaffnete Gruppe zu verhaften, die das Land infiltriert hatte und verdächtigt wurde, eine Reihe Angriffe vorzubereiten.

Vor dem Einsatz evakuierte die Polizei die Zivilbevölkerung.

Die Verdächtigten eröffneten das Feuer, was zu einem erbitterten Kampf führte, der 14 Terroristen und acht Mitglieder der Ordnungskräfte das Leben kostete. 30 Personen wurden gefangen genommen. Es gab eine große Anzahl Verletzte.

Kein terroristischer Akt, sondern ein versuchter Staatsstreich

Die mazedonische Polizei war offenbar gut informiert, bevor sie den Einsatz begann. Dem Innenminister Ivo Kotevski zufolge bereitete die Gruppe eine sehr bedeutende Operation für den 17. Mai vor (das Datum einer durch die albanophone Opposition in Skopje organisierten Demonstration).

Die Identifizierung der Verdächtigen hatte zum Ergebnis, dass sie fast alle ehemalige Mitglieder der UÇK (Kosovo Liberation Army) waren [1].

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Das Quartier der bewaffneten Gruppe in Kumanovo nach dem Einsatz.

Unter ihnen befanden sich:
- Sami Ukshini, bekannt als „Kommandant Sokoli“, dessen Familie eine historische Rolle in der UÇK spielte.
- Rijai Bey, ehemals Bodyguard von Ramush Haradinaj (selbst ein Drogenhändler, militärischer Kopf der UÇK, dann Premierminister des Kosovo. Er wurde vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien zweimal für Kriegsverbrechen verurteilt, aber schließlich freigesprochen, weil neun entscheidende Zeugen während des Gerichtsverfahrens ermordet wurden).
- Dem Shehu, zur Zeit Bodyguard des albanophonen Führers und Gründers der BDI-Partei, Ali Ahmeti.
- Mirsad Ndrecaj, bekannt als der „Nato-Kommandant““, Großsohn von Malic Ndrecaj, dem Kommandanten der 132sten Brigade der UÇK.

Die wichtigsten Leiter dieser Operation, zu denen auch Fadil Fejzullahu (beim Angriff getötet) gehörte, stammen aus dem Umkreis des Botschafters der Vereinigten Staaten in Skopje, Paul Wohlers.

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Fadil Fejzullahu, einer der Anführer der bewaffneten Gruppe, bei dem Einsatz getötet, mit seinem Paten, dem Botschafter der Vereinigten Staaten Paul Wohlers.

Paul Wohlers ist der Sohn des US-Diplomaten Lester Wohlers, der in der atlantischen Propaganda eine wichtige Rolle spielte und den Filmdienst der U.S. Information Agency leitete. Pauls Bruder, Laurence Wohlers, ist gegenwärtig Botschafter in der Zentralafrikanischen Republik. Paul Wohlers selbst, ein ehemaliger Navy-Pilot, ist Spezialist für Spionageabwehr. Er war stellvertretender Direktor des United States Department of State Operations Center (mit anderen Worten: der Dienst für die Überwachung und den Schutz der Diplomaten).

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Obwohl Mazedonien kein Mitglied der Nato ist, „verfolgte“ Jens Stoltenberg den Polizeieinsatz in Kumanovo.

Um jeden Zweifel an der Identität der Sponsoren dieser Operation auszuräumen, intervenierte der Generalsekretär der Nato, Jens Stoltenberg, bereits bevor der Einsatz vorbei war – nicht um seine Verurteilung des Terrorismus und seine Unterstützung für die verfassungsmäßige Regierung Mazedoniens zu erklären, sondern um die terroristische Gruppe in eine legitime ethnische Opposition zu verwandeln: „Ich verfolge die Ereignisse von Kumanovo mit tiefer Besorgnis. Ich möchte mein Mitgefühl für die Familien derer, die getötet oder verwundet wurden, ausdrücken. Es ist wichtig, dass alle politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen zusammenarbeiten, um die Ordnung wiederherzustellen und eine transparente Untersuchung einzuleiten, um herauszufinden, was geschehen ist. Ich rufe jeden zur Zurückhaltung auf und zur Vermeidung jeder Eskalation von Gewalt, im Interesse der Nation wie auch der ganzen Region“.

Um nicht zu verstehen, müsste man blind sein.

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Als Gouverneur der Region Strumica wurde Zoran Zaev angeklagt, den Bau eines Handelszentrums begünstigt zu haben, und wegen Korruption inhaftiert. Zu seiner Unterstützung verließ seine Partei demonstrativ das Parlament. Er wurde schließlich vom Präsidenten der Republik, Branko Crvenkovski, begnadigt, der danach die Führung seiner Partei übernahm. Im Juni 2013 wurde dann Zaev zum Vorsitzenden der SDSM gewählt.

Im Januar 2015 verhinderte Mazedonien einen Putschversuch zugunsten des Oppositionschefs, des Sozialdemokraten Zoran Zaev. Vier Personen wurden verhaftet und Herr Zaevs Reisepass wurde beschlagnahmt, während die atlantische Presse ihre Anklage von einem „autoritären Abdriften des Regimes“ (sic) auf den Weg brachte.

Zoran Zaev wird öffentlich unterstützt von den Botschaften der Vereinigten Staaten, Großbritanniens, Deutschlands und Hollands. Aber die eine Spur, die bis heute von diesem Putschversuch übrig geblieben ist, weist auf die Verantwortlichkeit der Vereinigten Staaten hin.

Am 17. Mai sollte Zoran Zaevs sozialdemokratische Partei (SDSM) [2] eine Demonstration organisieren. Sie hatte vor, 2.000 Masken zu verteilen, um die Polizei an der Identifizierung der Personen zu hindern, die an dem Marsch teilnehmen würden. Während der Demonstration sollte die bewaffnete Gruppe, versteckt hinter ihren Masken, verschiedene Institutionen angreifen und eine Pseudo-„Revolution“ in Gang bringen, die vergleichbar mit dem Geschehen auf dem Maidan-Platz in Kiew wäre.

Dieser Staatsstreich wurde von Mile Zechevich, einem ehemaligen Angestellten einer von George Soros’ Stiftungen, koordiniert.

Um Washingtons Eile, die mazedonische Regierung umzustürzen, verstehen zu können, gehen wir einen Schritt zurück und betrachten den Krieg um die Gaspipelines – denn die internationale Politik ist ein großes Schachbrett, auf dem jeder Zug einer Schachfigur Folgen für alle anderen hat.

Der Gaskrieg

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Die Gaspipeline Turkish Stream soll laut Plan durch die Türkei, Griechenland, Mazedonien und Serbien verlaufen, um die Europäische Union mit russischem Gas zu versorgen. Auf Initiative des ungarischen Präsidenten Viktor Orbán trafen sich die Außenminister aller beteiligten Länder am 7. April in Budapest, um ihre Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zu koordinieren.

Die Vereinigten Staaten haben seit 2007 versucht, die Kommunikation zwischen Russland und der Europäischen Union zu unterbrechen. Sie haben es geschafft, das Projekt South Stream zu sabotieren, indem sie Bulgarien verpflichteten, die Teilnahme zurückzuziehen. Aber am 1. Dezember 2014 schob der russische Präsident zu jedermanns Überraschung ein neues Projekt an, als es ihm gelang, sein türkisches Gegenüber, Recep Tayyip Erdoğan, zur Unterzeichnung eines Abkommens zu bewegen, obwohl die Türkei Mitglied der Nato ist [3]. Man kam überein, dass Moskau Gas nach Ankara liefern und im Gegenzug Ankara Gas an die Europäische Union liefern wird. So könnte das durch Brüssel verhängte antirussische Embargo umgangen werden. Am 18. April 2015 gab der griechische Premierminister Alexis Tsipras seine Zustimmung für den Verlauf der Pipeline durch sein Land [4]. Mazedoniens Premierminister Nikola Gruevski hatte bereits im letzten März getrennte Verhandlungen abgeschlossent [5]. Serbien schließlich, das ein Partner des South Stream Projekts gewesen war, zeigte dem russischen Energieminister Aleksandar Novak bei seinem Empfang im April in Belgrad an, dass Serbien bereit sei, zum Turkish Stream-Projekt umzuschwenken [6].

Um das russische Projekt zu stoppen, hat Washington seine Initiativen multipliziert:
- In der Türkei unterstützt es die CHP gegen Präsident Erdoğan und hofft, damit zu bewirken, dass er die Wahlen verliert.
- In Griechenland schickte es am 8. Mai Amos Hochstein, den Direktor des Bureau of Energy Resources vor, um zu fordern, dass die Tsapiras-Regierung auf ihr Abkommen mit Gazprom verzichtet.
- Es plant – für alle Fälle – die Route für die Pipeline zu blockieren, indem es in Mazedonien eine ihrer Marionetten an die Macht bringt.
- Und in Serbien hat es das Projekt für die Abspaltung des kleinen Stücks Land – Vojvodina – wieder aufgelegt, welches die Verbindung mit Ungarn möglich macht [7].

Letzter, aber nicht unwichtigster Kommentar: Turkish Stream wird auch Ungarn und Österreich beliefern und damit das Alternativprojekt beenden, das die Vereinigten Staaten mit Präsident Hassan Rohani (gegen den Rat der Revolutionsgarden) verhandeln, um diese Länder mit iranischem Gas zu versorgen [8].

Übersetzung
Sabine

USA SPIELT MIT DEM FEUER – GEGEN CHINA

Einar Schlereth
4. Juni 2015

Die historischen Grenzen

Was die USA da treiben, ist wieder mal ein so ekelhaftes, verlogenes Spielchen, wie sie es gegen alle treiben, die ihnen nicht genehm sind. Nur diesmal ist es nicht Grenada, Somalia oder Jemen – irgendein kleines, wehrloses und mehr oder weniger unbedeutendes Land – sondern der Gigant China, der außerdem eine enge politische, militärische und wirtschaftliche Allianz mit Russland eingegangen ist. Oder ist das Washington völlig entgangen?

Pepe Escobar hat schon am 29. Mai 2015 in der „Asia Times“ geschrieben: „… wir haben da eine Bande von Verrückten (Pentagon), die jeden großen geostrategischen Konkurrenten provozieren, und zwar alle auf einmal.“

Das kriminelle Subjekt im Weißen Haus hat beschlossen, Kriegsschiffe und Flugzeuge direkt vor die Spratley-Inseln zu verlegen, wo die Chinesen sieben künstliche Inseln gebaut haben.

Pepe zitiert die Antwort Beijings, die in der Global Times abgedruckt wurde: „There Will be War“: … wenn die USA im Grunde wollen, dass China seine Aktivitäten einstellt, dann ist ein US-China-Krieg im Südchinesischen Meer unvermeidlich …“

Beijing denkt nicht im Traum daran, seine zivilen Aktivitäten auf den Spratley-Inseln einzustellen. Die USA scheinen auch vergessen zu haben, dass sie nach dem 2. Weltkrieg die chinesischen Grenzen, innerhalb derer auch die Spratleyinseln lagen, offiziell anerkannten. Dass sie auch noch andere Länder, wie Vietnam, die Philippinen, Brunei aufgehetzt haben, diese Grenzen in Zweifel zu ziehen, ist eine bodenlose Frechheit. Zumal es Karten gibt, die Jahrhunderte alt sind, auf den die Spratley Inseln schon als zu China gehörig verzeichnet sind.
Pepe Escobar verweist auch darauf, dass die Eskalation der US-Provokationen gerade in dem Moment passiert, wo China ein Militärisches Weiß-Papier veröffentlicht hat, in dem seine neue defensiv/offensive Full Spectrum AirSeaLandCyberSpace mode dargelegt wurde (der ganze Text liegt hier), das eine Antwort auf Obamas „Ausrichtung nach Asien“-Strategie ist. Dort steht deutlich, dass China nicht selbst angreifen wird, aber mit Sicherheit Gegenangriffe auf Angriffe durchführen wird.

Eins der Spratley-Atolle

Außerdem hält China daran fest, dass alle Fragen der Fischereirechte und der Nutzung der Öl- und Gasvorkommen eine Angelegenheit von China und den übrigen Anrainerstaaten im Rahmen der ASEAN ist, in die sich die USA nicht einzumischen haben. Das Süchinesische Meer ist kein amerikanisches Binnenmeer. Gleichzeitig haben alle – ohne Ausnahme – das Recht auf freie Durchfahrt.

Das Südchinesische Meer ist für China ein Schlüssel-Element der Maritimen Seidenstraße, was es schon immer war. Pepe schreibt:
„China hatte schon mindestens zwei Jahrhunderte vor Christopher Columbus die größte Flotte der Welt. Sie wurde von der Ming-Dynastie eingesetzt, um Asien, den indonesischen Archipel und die Küsten Afrikas und des Nahen Osten zu erforschen.

Und ratet, womit sie sich damals beschäftigten – mit „win-win“ Handel und kulturellem Austausch. Macht Geschäfte und nicht Krieg. Jahrhunderte später entstand ein Remix von den Neuen Seidenstraßen oder Ein Gürtel, ein Straßen-Projekt.“

In dieselbe Kerbe haut Mike Whitney in seinem Artikel “Warum reizt Obama China?“ Er zitiert die großen Sprüche des US-Verteidigungsministers in einer Rede in Honolulu (ausgerechnet in einem Land, dass sich die USA unrechtmäßig angeeignet haben): „Es sollte keinen Zweifel geben: Die USA werden fliegen, segeln und operieren, wo immer es das Internationale Recht erlaubt, wie wir es in der ganzen Welt tun.“ Und die USA beabsichtigt: „ … die wichtigste Sicherheitsmacht in Asien und im Pazifik für die nächsten Jahrzehnte“ zu bleiben.

Whitney bezeichnet seine Aussagen als einen Witz: „China hat niemals Schiffahrtswege blockiert oder Schiffe aufgebracht, die in internationalen Gewässern fahren. Niemals. Dasselbe kann man nicht von den USA sagen, die erst kürzlich ein iranisches Schiff blockierten, das humanitäre Hilfe – Nahrung, Wasser und wichtige Medikamente – geladen hatte für die hungernden Flüchtlinge im Jemen. Aber das ist natürlich in Ordnung, wenn die USA es tun.“

Whitney meint gleichzeitig, dass es den USA nicht um die Spratley- Inseln ginge, sondern um Schikane Chinas, verbunden mit der Drohung, dass der Planet ihnen gehört und China seinen Platz wissen sollte.

Er meint ferner, dass die USA ihre China-Politik der „Eindämmung“ aufgegeben hätten und zu Plan B übergegangen wären: Isolierung, Einschüchterung und Konfrontation. Deswegen sei Hagel abgeschossen und Carter an seine Stelle gesetzt worden. Hagel war nicht kriegerisch genug.

Die USA werden dasselbe Szenario anwenden, wie sie es oft genug durchexerziert haben: Chinas Führer dämonisieren, eine Koalition zimmern, die sich öffentlich gegen Chinas Aktivitäten wendet, ökonomische Sanktionen auferlegen, assymetrische Angriffe auf Chinas Währung und Finanzmärkte führen, China von wichtigen Märkten ausschließen und soziale Unruhe (Farben-Revolutionen) anfachen durch Unterstützung für Dissidenten in China. Alles direkt gegen einen der größten Rivalen des Imperiums gerichtet.

Und warum ergreifen sie eine Strategie, die so voller Gefahren steckt? Weil alles andere nicht funktionierte. Und Carter ließ in einer anderen Rede die Katze aus dem Sack. Es geht um Märkte und nichts anderes.

„Wir sehen schon, wie die Märkte verteilt werden … separate Handelsabkommen geschlossen werden, bei denen wir außen vor gelassen werden. Mit dem Risiko, dass die USA einen Zugang zu den wachsenden Märkten verlieren werden.“Die Amerikaner haben ausgerechnet, dass 2050 die Hälfte der Menschheit in dem Raum leben wird mit gewaltigen Mittelklassen, denen man eine Menge Geld abknöpfen könnte. Und sie schließen natürlich niemals Verträge, bei denen China ausgeschlossen wird (wie etwa TAC). Aber sie wollen eben obendrein diese Länder aufs Kreuz legen, um selbst den Rahm abzuschöpfen. Warum hat China so einen Erfolg? Weil es Verträge zum GEGENSEITIGEN Nutzen abschließt. Aber Gegenseitigkeit ist für die USA ein Fremdwort.

Genau der Meinung ist auch ist auch John Glaser in seinem Artikel „The US And China Can Avoid A Collision – If the US Gives Up Its Empire“. Das ist der Knackpunkt. Weil die USA daran nicht im Traum denkt, wird sie von China als ein Land gesehen mit einer „militaristischen, offensiven, expansionistischen und egoistischen“ Außenpolitik. Und welchen Nutzen, so fragt Glaser, bringen den USA eigentlich die 50000 Mann, die in Japan stationiert sind und die 30000 Mann in Südkorea und all die neuen geplanten Truppenstationierungen in Australien, den Philippinen etc.?

Er argumentiert weiter, dass der Kampf um militärische und ökonomische Vorherrschaft in Asien im Kern nicht um nationale Sicherheitsinteressen geht; er handelt mehr von Bewahrung des Status, des Prestiges und das neurotische Bild Amerikas von sich selbst. „Ziemlich dumme Gründe, um einen Krieg zu riskieren.“

Außerdem führt er eine Reihe von Zeugen an, von denen die Behauptung widerlegt wird, dass die USA mit ihrer Politik mehr Sicherheit gewinnen oder große ökonomische Vorteile (der gemeine Mann in den USA schon mal gar nicht) – zumindest würden die erheblich übertrieben.

Das ist sicherlich richtig, was er sagt, aber er hat einen wichtigen Faktor in dieser Gleichung vergessen: den militär-industriellen Komplex. Wir haben doch erlebt, wie dieser Komplex größer und größer wird, sich immer riesigere Bissen aus dem Budget-Kuchen reißt, und dass es ihm völlig schnuppe ist, wie es dem Land als ganzem, der Welt als Ganzem geht – und das amerikanische Volk ist ihm erst recht völlig Wurscht. Und dieser Komplex ist die Entität, die in der Tat aus der US-Politik der endlosen Kriege einen endlosen Nutzen zieht, vor allem in Form ungeheurer Gewinne.

Und damit sind wir bei der alten Frage nach dem Nutzen der Armeen überhaupt. Sie dienen in erster Linie DEM SCHUTZ DER HERRSCHENDEN KLASSE, DER ELITE. In zweiter Linie der AGGRESSION. An beidem kann das Volk nirgendwo auf der Welt ein Interesse haben. Deswegen ist es höchste Zeit, dass wir zu der anti-Kriegs-Aufklärung der Weimarer Zeit zurückkehren und ihren bedeutenden Wortführern wie Ossietzky, Tucholsky, Rosa Luxemburg, Carl Liebknecht etc. pp. Eine Tradition, die uns völlig abhanden gekommen ist.

http://einarschlereth.blogspot.de/2015/06/usa-spielt-mit-dem-feuer-gegen-china.htm

P.C. Roberts: ”Eine Supermacht, regiert von Idioten”


Paul Craig Roberts im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 29.05.2015


Paul Craig RobertsDr. Paul Craig Roberts: ”Die Vereinigten Staaten nähern sich rapide dem Ende und wenn das Streichholz gezündet wird, dann geht alles in einem Inferno auf, weil es einfach zu viele nicht mehr unterstützbare Werte in den Bonds, den Aktien, den Währungen und in der politischen Glaubwürdigkeit gibt.

Wenn wir offiziell in eine Rezession eintreten, ist das dann ein Schwarzer Schwan? Wenn die FED darauf reagieren würde, indem sie sagt ‘Oh, Gott sei Dank, jetzt können wir sogar noch mehr Geld drucken, weil wir in einer weiteren Rezession sind’, können die dann mit der Drückung der Gold- und Silberpreise über ungedeckte Leerverkäufe weitermachen? Mit einer weiteren Welle von Papier-Fiat-Geld? Ich bezweifle das.

Ich glaube, dass alles dann abgewickelt wird und das könnte sehr schnell geschehen. Aber nochmal, Eric, ich bin überrascht, dass eine derart unausgeglichene Politik überhaupt so lange fortgesetzt werden konnte, ohne dass es zu verheerenden Konsequenzen gekommen ist.”

China und Russland sind keine US-Vasallen

Eric King: ”Sie wurden zusammen mit anderen einberufen, um die Vereinigten Staaten vorm Zusammenbruch zu retten, als Präsident Reagan sein Amt antrat. Jetzt kommen wir der Mauer immer näher, vor der uns die Österreichische Schule warnt, sich ihr nicht zu nähern. Wenn Sie spekulieren müssten, was wird die Ursache für den Zusammenbruch des ganzen Ponzi-Schemas sein?”

pax americana usaDr. Roberts: ”Nun Eric, in Wirklichkeit sind wir übber die Mauer schon drüber geklettert, vor der uns die Österreicher gewarnt hatten. Wir kommen ihr nicht einfach nur nahe, wir sind schon drüber geklettert!

Ich glaube, wir haben uns dahingehend verkalkuliert, Eric, dass wir geglaubt haben, wir könnten Russland und China zu Vassallenstaaten machen. Sie werden aber keine Vassallenstaaten sein. Demnach könnte die diesbezügliche Realisierung in Europa, die Duldung ihres eigenen Vasallentums gegenüber den Vereinigten Staaten, beeinträchtigt werden. Die Europäer könnten sich überlegen:

‘Schaut Euch die ganzen Risiken an, die wir von Washington aufgedrängt bekommen haben. Das Risiko eines Konflikts mit Russland, die Auflösung unserer hoch-profitablen Wirtschaftsbeziehungen mit Russland und die Wiederaufnahme des Kalten Kriegs mit Russland, unter dem wir praktisch das gesamt 20te Jahrhundert gelitten haben, bis Reagan ihn beendet hat. Schaut Euch das an, jetzt haben diese Bastarde ihn wieder zurückgebracht. Warum hat Washington das gemacht?’

Das Ende des Amerikanischen Imperiums

Wir dürften erleben, wie sich das Imperium auflöst. Alles was dafür nötig ist, ist dass ein europäisches Land die EU und die NATO verlässt und dann endet das Amerikanische Imperium. Mehr ist nicht nötig. Nun, wir erkennen, wer das sein könnte – es könnte Griechenland sein.

Wir hatten darüber bereits gesprochen. Wenn die Griechen sagen, ‘Schaut, unsere europäischen Partner scheren sich einen Dreck um uns, die drücken uns zu Boden. Also erklären wir den Staatsbankrott’ und dann wenden sie sich Russland zu; das ist das Ende des Amerikanischen Imperiums.

Diese Sache kann jederzeit hochgehen

Dann muss man sich fragen, ‘Warum hat das so imperial-verrückte Washington der EU gesagt, dass sie Griechenland links liegen lassen soll?’. Oder warum die FED nicht einfach Geld gedruckt hat, um Griechenland rauszuhauen? Wenn sie bereit sind, Geld für den Bail-Out von JP Morgan, Citibank, Goldman Sachs und die britischen Banken zu drucken, warum können sie nicht das Geld für einen Griechenland-Bail-Out drucken und damit das Problem beseitigen?

burning dollar crashDas zeigt schlicht, wie dämlich die sind. Die haben mehr Spaß daran Menschen zu unterdrücken, in diesem Fall die Griechen, als daran ihr eigenes Imperium zu retten. Das Ganze kann also jederzeit hochgehen.

Erinnern Sie sich, als uns versichert wurde, dass die Irak-Invasion ein drei-Wochen-Krieg wäre, der $ 70 Milliarden Dollar kosten werde, die aus irakischen Öl-Einnahmen bezahlt würden? Das war vor 14 Jahren. Nach Aussage von Joseph Stiglitz, ein Wirtschafts-Nobelpreisträger, und Linda Bilmes, eine Budget-Expertin an der Harvard-Universität, hat der Irak-Krieg mindestens $ 3 Billionen Dollar gekostet. Was für ein totaler Fehlschlag! Wenn in einem Privatunternehmen das Management eine derartige Katastrophe verursachen würde, würde jeder einzelne von denen gefeuert und verklagt. Und trotzdem, die Leute, die dafür [Irak-Krieg] verantwortlich sind, werden immer noch als vertretbar angesehen.

Eine Supermacht regiert von Idioten

idiocracyDas Beängstigendste in Bezug auf die Vereinigten Staaten, ist die vollständige Abwesenheit irgendeiner kompetenten Führung. Es gibt nicht einen einzigen kompetenten Führer im politischen System. Und wenn man sich die Leute ansieht, die als Anwärter für die Nominierung der nächsten Präsidentenwahl bekanntgegeben worden sind, dann sieht man eine Schar von Irren.

Das sind Leute, die nicht genügend Verstand haben, in ihrer eigenen Stadt auf die Straße gelassen zu werden. Und dies ist eine Supermacht! Regiert von Idioten! Das ist die Gefahr und deswegen glaube ich nicht, dass die Vereinigten Staaten eine Zukunft haben.

Das Ganze ist also eine einzige Katastrophe. Der finanzielle Kollaps wird geschehen, das ist nicht aufzuhalten. Wir haben jetzt eine perfekte Situation für Schwarze Schwäne – es ist ein perfekter Sturm.”

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag


Celente: ”USA ist Faschismus”
Das Wort ‘Justice’ [‘Gerechtigkeit’] wird falsch buchstabiert; es sollte ‘just us’ [‘nur wir’] heißen. Das ist ein bisschen vergleichbar mit Zeiten, kurz bevor Revolutionen ausgebrochen sind. Für die Königshäuser und den Adel galten andere Regeln, als für das einfache Bauernvolk.
>>> weiterlesen


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http://n8waechter.info/2015/05/p-c-roberts-eine-supermacht-regiert-von-idioten/

Multimilliardär Trump: “USA schon bald ein großes Griechenland”

(Admin: Na, wenn der das sagt…Immerhin hat er wohl mehr als genug abgesahnt. Die Firma USA hat ausgedient, wie viele andere auch, bald wird es die BRiD sein.)

02. Juni 2015, verfasst von Bürgender

Wer Geld hat, muss sich keines leihen. Die USA haben jedoch riesige Schulden und sind von ihren Gläubigern abhängig. Eine Herabstufung der gigantischen Schulden sei darum mittelfristig unvermeidlich. Die US-Bürger könnten sich darum auf einen “finanziellen Ruin” einstellen.

New York Stock Exchange, Bild: Eigenfotografie

Die Vereinigten Staaten befinden sich möglicherweise schon bald “wie ein großes Spanien oder Griechenland am Rande des finanziellen Ruins”. Dieser Auffassung ist einer der berühmtesten Unternehmer der USA, der Multimilliardär Donald Trump. Er traf diese und einige weitere Aussagen während einer Talkrunde auf Fox News.

Laut Trump sind die Vereinigten Staaten längst kein reiches Land mehr. “Wenn Sie nicht reich sind, müssen Sie sich Geld leihen. Wir sind von chinesischer und anderer Kreditaufnahme abhängig. Wir haben Schulden in Höhe von 16 Billionen Dollar.” Er fügte hinzu, dass eine Herabstufung der US-Staatsverschuldung “unvermeidlich” sei. “Sobald 21 bis- 22 Billionen Dollar erreicht sind, wird man über eine Herabstufung sprechen, egal wie.”

Doch nicht nur die aufgeblasenen Schulden und eine Herabstufung der Bonität bereiten Trump Sorgen. Er betonte, dass die offizielle Arbeitslosenquote nicht die echte Zahl sei, eher könne man von einer Arbeitslosenquote “von 15 bis 16 Prozent” ausgehen. “Einige glauben, dass die Arbeitslosenrate auf bis zu 21 Prozent steigen wird. Gerade jetzt, ehrlich gesagt, geht es dem Land nicht gut”, so Trump. “Rezession kann ein nettes Wort sein.”

http://www.gegenfrage.com/multimilliardaer-trump-usa-schon-bald-ein-grosses-griechenland/

Weltbrandstifter bereitet Krieg gegen China vor

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Die Obama-Regierung hat den Weltbrandstifter Vereinigte Staaten auf einen Weg für eine militärische Konfrontation mit China im Südchinesischen Meer gebracht.Washingtons rücksichtsloses und provokantes Spiel mit dem Feuer unterstreicht, dass die Gefahr eines Krieges, der die gesamte Region verschlingen und das Leben von Abermillionen bedrohen würde, viel weiter fortgeschritten ist als es den meisten bekannt ist.

Die Obama-Regierung hat am Dienstag Pläne für die Stationierung der VS-Marine veröffentlicht, die angeblich die Freiheit der Schifffahrt innerhalb der 12-Meilen Sperrzone rund um chinesisch besetztes Gebiet verteidigen soll. Das einzige Ziel eines solchen Einsatzes ist es, Peking zu zwingen seine Ansprüche auf die Souveränität über die Inseln und Riffe aufzugeben.

Das chinesische Aussenministerium reagierte Mittwoch mit der Warnung, dass China seine Politik dernationalen Souveränität und Sicherheit wahren wird und warnte die relevanten Länder von riskanten und provozierenden Aktionen abzusehen. Obwohl Krieg das Letzte ist was sie wollen, ziehen beide Nationen die Möglichkeit tätsächlich in Betracht.

In einem Leitartikel der Global Times mit der Überschrift Ein harte Reaktion auf amerikanische Provokationenwird erklärt, Washington solle bedenken, dass China eine Grossmacht mit Atomwaffen sei und es keine Möglichkeit gebe, dass amerikanische Truppen Operationen im Südchinesischen Meer durchführen.

Der stellvertretende Sekretär des amerikanischen Verteidigungsministeriums David Shear sagte in einer Senatsanhörung, dass die VSA verpflichtet seien, wirksame und geeignete Massnahmen gegen China zu ergreifen. Er kündigte an, dass Überwachungsflugzeuge und B-1-Langstreckenbomber, die nukleare oder konventionelle Nutzlasten tragen, als Teil der Vorbereitungen für eine Herausforderung gegen Chinas Ansprüche im Südchinesischen Meer bis Nordaustralien eingesetzt werden.

VS-Aussenminister John Kerry war am vergangenen Samstag in Peking, angeblich um den geplanten Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jingping im September in Washington zu diskutieren. Die Agenda Kerrys war jedoch von der Möglichkeit eines offenen Konflikts geprägt. Der amerikanische Imperialismus engagiert sich nie mit leeren Posen. Er bereitet sich auf den Krieg vor.

Seit über zwei Jahrzehnten, seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, haben die Vereinigten Staaten sich bemüht ihre überwältigende militärische Überlegenheit zu nutzen, um den langfristigen Rückgang der globalen Wirtschafts-Hegemonie einzudämmen. Die Vereinigten Staaten sind mit unendlicher Gewalt und Intrigen im Nahen Osten, Afrika und Zentralasien tätig, um ihre Herrschaft über die wichtigsten Märkte und Ressourcen zu behaupten.

China, das als Zentrum der globalen Fertigung hervorgegangen ist, ist jetzt das Hauptziel auf Washingtons militaristischer Agenda. Wie bereits kürzlich in einem Bericht an den VS-Rat für auswärtige Beziehungen geschrieben wurde, Chinas wachsendes wirtschaftliches Gewicht und Einfluss, werden als unannehmbare Bedrohung für die amerikanischen imperialistischen Interessen betrachtet, unabhängig davon, ob China versucht die VSA anzufechten oder nicht. Der militärische Druck, der im vergangenen Jahr in der Ukraine gegen Russland angewendet wurde, hat ganz klar auf eine Schwächung potenzieller Verbündeter Pekings und die Herstellung von Bedingungen für eine Konfrontation und Chinas Reduktion eines halbkolonialen Status gegolten.
Die Demütigung der Obama-Regierung im März, als die europäischen Grossmächte Washington trotzten und sich auf die Seite Pekings schlugen, um die neue Asia Infrastructure Investment Bank (aIIb) zu etablieren, wurde in Washington als Bestätigung dafür empfunden, dass China eingedämmt werden muss, je früher desto besser.

Jedes Land in der Region wird auf die eine oder andere Weise in diese wachsenden Spannungen und Kriegsvorbereitungen verwickelt. Die australische politische Establishment ist so gründlich durch ein Militärbündnis und stützende Vereinbarungen im VS-Imperialismus integriert, dass VS-Beamter Shear scheinbar die B-1-Bomber-Implementierungen auch ohne Rücksprache mit der australischen Regierung angekündigt hat. Vor knapp zwei Wochen hat der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe den kollektiven Selbstverteidigungs-Pakt mit Washington begrüsst, nach dem die japanischen Streitkräfte gezwungen sein werden neben den VSA zu kämpfen.

In der Indo-Pazifik-Region haben die VSA systematisch Allianzen und strategische Partnerschaften aufgebaut und gestärkt, schmieden neue Stationierungsregelungen und fördern ihre eigenen militärischen Einsätze. So ziemlich alle Regierungen in Asien, wie auch in Westeuropa, müssen den militärischen Befehlen Washingtons gehorchen, damit Amerikas Experten die Auswirkungen eines VS-chinesischen Konflikts im Südchinesische Meer prüfen und abwägen können. Jedoch die wichtigste Frage auf dem diplomatischen Tisch ist: wohin werden sich die herrschenden Klassen jedes einzelnen Staates tatsächlich bei einem offenen Konflikt richten?

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Neofeudale USA: Der Tod der Demokratie

29. Mai 2015

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Weder eine Verschwörung, noch eine Mutmaßung: Anhand jedes quantitativen Maßstabs hat sich das Amerika des 21ten Jahrhunderts vom Leuchtfeuer der Demokratie in einen neofeudalen Staat zurückentwickelt.

Von Kriminalität und Bestrafung bis zu der gewaltigen Lücke bei der Wohlstands- und Einkommens-Ungleichheit, sind die Regeln für die politische Elite und den Wirtschaftsadel anders, als für die normalen Menschen, die an Gesetze gebunden leben und für kleinste Verstöße verurteilt werden – während politische Insider, kommerzielle Scharlatane und Finanzbanditen vergewaltigen, brandschatzen und plündern dürfen.

Was am vergangenen Mittwoch in den obersten Schlagzeilen sein und Entrüstung hätte hervorrufen müssen, hat es kaum auf die erste Seite der Zeitungen oder in die ausgestrahlten Nachrichten geschafft. Es wurde nicht für gleichermaßen wichtig gehalten, wie der Mord an einer wohlhabenden Familie, die in der Nähe von Vizepräsident Biden gelebt hatte, oder der Motorrad-Gang-Krieg, bei dem es zu neun Toten kam; Fünf der weltweit größten Banken, inklusive JP Morgan Chase und Citigroup, haben sich des Kapitalverbrechen schuldig bekannt, die $ 5,3 Billionen Dollar am Tag handelnden Devisenmärkte zu manipulieren!

Ungeachtet des ”unverschämt illegalen Verhaltens” in einer ”massiven Größenordnung” ist der Trend eindeutig: Trotz einer langen Erfahrungsgeschichte der ”atemberaubenden Schamlosigkeit” Billionen zu stehlen, haut die Regierung bei einem Fall nach dem nächsten den Banken mit einer Strafzahlung leicht auf die Finger und nicht ein einziger Top-Banker wird ins Gefängnis gesteckt! Mit Whistleblowern und jenen, die Regierungsinformationen herauslassen, ist es das Gleiche. Von denen wurden mehr, als durch alle vorherigen Präsidenten zusammen, durch die Obama-Administration ins Gefängnis gesteckt. Und wenn der Washington-Insider und ehemalige General und CIA-Direktor David Petraeus dabei erwischt wird, seiner Geliebten klassifiziertes Material für ihr Buch zu geben, dann gibt es eine kleine Geldbuße und keine Gefängnisstrafe.

Überfahren Sie mit dem Auto die gelbe Linie, ist Ihr Rücklicht aus, blinken Sie nicht beim Abbiegen, schalten Sie das Fernlicht nicht aus, hatten Sie einen Drink zu viel, oder können Sie das Alphabet nicht rückwärts aufsagen, während Sie auf einem Bein stehen? Dann gibt es saftige Geldbußen und/oder eine Fahrt in Handschellen zur Polizeistation.

Sind Sie zu arm, um Kindesunterhalt zu bezahlen, oder haben Sie einen Gerichtstermin verpasst? Ab in den Knast. Sie wurden mit etwas Crack in der Größe eines Maiskorns erwischt, oder mit etwas Marihuana, oder beim Ladendiebstahl? Dann gibt es fünfzehn Jahre oder lebenslänglich im industriellen Knast-Komplex ohne Bewährung, so wie die 3.000 Leute, die gewaltlose Rechtsbrüche begangen haben.

Wie bei anderen außer Kraft gesetzten Artikeln und Zusatzartikeln der Verfassung, haben ‘Wir, das Fußvolk’ unser Recht darauf verloren, ”Gleich vor dem Gesetz” behandelt zu werden. Im neofeudalen Amerika unterliegt die Finanz-Aristokratie und die politische Elite einfach anderen Gesetzen.

Literatur:

Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs von Ernst Wolff

Der Crash ist die Lösung: Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen rettenvon Matthias Weik und Marc Friedrich

Schwarzbuch USA von Eric Frey

On the Run: Die Kriminalisierung der Armen in Amerika von Alice Goffman

Quelle: n8waechter.info

Neofeudale USA: Der Tod der Demokratie

Kriegsverbrecher im Anmarsch, Deutschland suspendiert Schengen-Abkommen

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BRDigung: Es sind verdammt harte Zeiten und wenn unsere Führer mal wieder fürstlich gipfeln, dann haben sie zurecht Angst vor diesen rebellischen, illegalen Gestalten, die längst eine weitreichende Kompetenzüberschreitung dieser Herrschaften bemerken. Angeblich aus Gründen der Sicherheit und wegen der anreisenden Kriegsverbrecher setzt Deutschland nunmehr das Schengen-Abkommen zeitweilig außer Kraft. Es finden wieder Grenzkontrollen statt, vorzugsweise an der Südfront. Der Aufwand für das Treffen der angsterfüllten G7 wird inzwischen vorsichtig mit 130 Millionen Euro beziffert. Tatsächlich wird die Kurz-Party wohl eher um die 300 Millionen Euro verschlingen, aber es ist ja für einen guten Zweck.

Noch interessanter ist aber der Aspekt, dass für den G7-Zirkus internationale Abkommen ausgesetzt werden müssen, hier das sogenannte Schengener Abkommen[Wikipedia], welches den Menschen die Freizügigkeit innerhalb der EU garantiert. Damit ist wenigstens jetzt für ein paar Tage Schluss, weil man sich Freizügigkeit im Umfeld von G7 einfach nicht leisten kann. Mit der Aussetzung möchte man erreichen, dass die erwarteten Kriegsverbrecher unbehelligt bleiben. Ein überaus ehrbares Ansinnen, ganz in deutscher Tradition. Insbesondere der friedensnobelverpreiste Kriegsverbrecher und derzeit noch amtierende Drohnen-Massen-Mörder, Barack Hussein Obama, hat ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis. Er allein benötigt angeblich ein Kugelfangsortiment von gut 800 Sicherheitsbeamten. Auf ihn haben es offenbar besonders viele Demonstranten abgesehen, die es nun von Schloss Elmau fernzuhalten gilt, damit man dort ungestört weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit planen kann.

Die Angst vor der Gewalt treibt somit echte Stilblüten und die diesjährige Veranstaltung kommt, wie oben bereits erwähnt, auch noch um einiges teurer als die letzte G-Party in Heiligendamm[Kamelopedia], so wird es hier beschrieben: Steuerzahlerbund – G7-Gipfel wird dreimal teurer[Rotkurier]. Interessanterweise hat niemand Angst vor Kriegsverbrechern und Massenmördern, sondern nur vor jenen Gestalten, die sich gegen solche falschen Fünfziger zu erheben gedenken. Man redet bei den Demonstranten gerne von den sogenannten „Gewaltbereiten”. Wenn wer tatsächlich seine Todeslisten tagtäglich abarbeiten lässt, also nicht nur gewaltbereit ist, sondern auch noch „extralegal” todbringende Gewalt anwendet, dann ist das natürlich nicht der Rede wert. Jedenfalls nicht, wenn es diejenigen machen, die sich das auch ganz demokratisch erlauben können.

Immerhin ist auch Deutschland tatkräftig an diesen völkerrechtswidrigen Morden beteiligt. Traditionell muss Mord und Totschlag von deutschem Boden ausgehen, sonst wird das mit dem nächsten Weltkrieg nichts. Gerade unsere besten Freunde, die Amerikaner, sind uns natürlich keine Rechenschaft schuldig, wenn sie zu diesem Terror-Zweck den Stützpunkt Ramstein als unverzichtbare Relaisstation benutzen. Also machen wir Augen, Ohren und den Mund zu, wenn echte Kriegsverbrecher „in Action” sind. Zur Unterstreichung unserer aufrichtigen, ehrlichen undhündischen unverbrüchlichen Treue gegenüber dem Weltsheriff weisen wir auch die jemenitischen Kaffer des Weges, die meinen, ausgerechnet in Deutschland so etwas beklagen zu können:Jemeniten scheitern mit Klage wegen US-Drohnen[Täglicher Anzeiger]. Die hätten doch schon zuvor wissen dürfen, dass wir unsere Hände in Unschuld waschen und generell alles mit „Nichtwissen” bestreiten.

Justizvollzugsanstalt Schloss Stammheim Stuttgart G7-Gipfel Deutschland 2015 better  location

Und gerade an solchen Aktionen kann man hervorragend ablesen wie gut es um unsere Demokratien – nicht nur in Europa – bestellt ist. Der Sicherheitsbedarf der „Führer“ steigt von Jahr zu Jahr. Bestimmt ist dies nur als Beleg dafür zu sehen, dass die Völker sich mehr und mehr radikalisieren, sie vor lauter Dummheit einfach nicht mehr die verordneten Wohltaten der Regierungen erkennen können. Da wehren sich die indirekt demokratisch legitimierten Führer völlig zurecht und müssen dieser Tage schon ziemlich hart gegenhalten, damit die Völker nicht völlig aus dem Ruder laufen und weiterhin uneingeschränkt verwertbar bleiben. Und wenn jemand behauptet, dass sei alles aber haarscharf am Totalitarismus vorbeigeschrammt, der muss sich entgegenhalten lassen, dass er ein Nestbeschmutzer und vermutlich auch noch ein Anti-Demokrat ist.

Wir können stolz darauf sein, mit dem tollen Schloss Elmau Gastgeber für dieCrème de la Crème de la Abschaumsein zu dürfen. Das sollte uns schon die rund 300 Millionen Euro für 2 Tage Party wert sein. Halt schade, dass wir selber nicht zu diesem teuren Edelspektakel hingehen dürfen. Erheblich kostengünstiger wäre der Spaß zu haben gewesen, hätte man diesen Gipfel der Unverschämtheiten gleich ins Hochsicherheitsschloss Stammheim bei Stuttgart verlagert. Dort hätte man die Gäste im Anschluss gleich für die kommenden Jahrzehnte gut und sicher verwahren können. Protest von unten wäre dabei garantiert ausgeblieben. Immerhin haben wir mit dem aktuellen Gipfel abermals ein realistisches Fahrgefühl dafür bekommen, zu welchen Anlässen man „Schengen” realistischerweise außer Kraft setzen kann.

Irakische Soldaten feige und zu wenig US-hörig

Ash_Ashton_Carter_DOD_Secretary_Kriegsminister_USA_imperialismus_Bedrohung_GewaltIslam a Bloodbad? Der Planet ist inzwischen ein offenes Tollhaus unter der klinischen Leitung des Oberpsychopathen USA. Die Amerikaner sind im Moment ziemlich sauer, weil sich die von ihnen so sorgsam ausgebildeten Soldaten des Irak einfach nicht in der Weise verheizen lassen wollen, wie es für die Durchsetzung der amerikanischen Interessen geplant war. Erheblich zu feige seien sie und viel zu wenig Kampfgeist attestiert der US-amerikanischeKriegsminister Ash Carter (dt.: Aschen-Kater) den irakischen Soldaten.

Zunächst gaben sich die USA größte Mühe die Entstehung des IS zu fördern, vornehmlich um Syrien anständig zu destabilisieren, es auf eine Demokratie westlicher Prägung vorzubereiten, was bis heute nur mäßig gelungen ist. Auch das Prädikat Bürgerkrieg dürfte nach menschlichem Ermessen für diesen Konflikt nicht mehr verwendet werden, immerhin sind schon gut 30 Nationen mit ihren Halsabschneidern dort präsent. Sehr wahrscheinlich sind allerhand Gründungszuschüsse in Form von Geld und Waffen seitens der USA in diese Gotteskrieger-Truppe investiert worden. Natürlich gibt es dafür – wie immer – keinerlei Belege, wohl aber einige hauchzarte Hinweise darauf, dass die USA erheblich mehr wussten als sie heute zugeben, wie man an dieser Stelle[Terraherz] gewahr werden kann.

IS Flag nitro in limo zack boom limo coca cola PR AktionMan munkelt, dass ein Großteil der IS-Kämpfer von den USA in Jordanien als sogenannte „gemäßigte Terroristen“ gegen Assad ausgebildet wurden. Auf dem weiteren (Aus)Bildungsweg, den Fortbildungen und radikalisierenden Fortgeschrittenenkursen nebst Graduierung zu IS-Kämpfern muss der amerikanische Einfluss offenbar in weiten Teilen verloren gegangen sein. Die Truppe macht inzwischen was sie will, ganz ohne Zu- oder Abstimmung mit den originären Gründungsmitgliedern und edlen Förderern, natürlich auch sehr zum Missfallen der US-Terrormilizen (vgl. US-Armee). Dennoch handelt es sich bei den IS-Kämpfern immer noch um ziemlich „nützliche Idioten“ für die USA (wird aber nicht sonderlich propagiert), denn Onkel Sam kann ohne blutigen Tumult selten seine Ziele durchsetzen. Nur hätte man aktuell gerne einige IS-Kämpfer weniger, denn so könnte diese Truppe auf lange Sicht noch zu einer ernsthaften Gefahr für die USA mutieren.

Wie dem auch sei, die irakischen Soldaten haben offenbar ernsthafte Probleme mit ihrer Kampf-Moral wenn es um den IS geht. Die USA wünschen sich die Eindämmung der radikalen IS-Brüder aber die irakischen Soldaten zeigen viel zu wenig Neigung sich für die Belange der USA aufopfern zu wollen. Bestimmt versucht man den irakischen Soldaten beizubringen, dass es nur ihre ureigenen Interessen sind, die sie jetzt unter Einsatz ihres Leben durchsetzen sollen. Eigens dafür haben ja die USA den Irak mehrfach zerbombt und befreit, damit auch in der Region endlich westliche Werte gelebt werden können.

Speziell im Fall des Irak bedeutet dies: Mord, Totschlag, Not und Elend in Freiheit und demokratisch legitimiert, dazu auf unabsehbare Zeit. Was man den irakischen Soldaten logischerweise nicht sagte, ist die Tatsache, dass alle Ereignisse im Irak seit März 2003 eher den USA und anderen Schattengestalten dienten als den Irakern. Was solls, dafür haben sie ja jetzt, Demokratie in Frieden, Freiheit und Bürgerkrieg, wäre da nicht auch noch dieser blöde Islamische Staat.

Wladimir Putin reitet den russischen Baeren oder bindet dem Westen einen auf Russland Amerika Sanktionen Propaganda mit Kulisse LandschaftDas noch viel wichtigere an der Botschaft des kleinhirnigen und großmäuligen Ash Carter [Wikipedia] ist das unzweideutige Signal an die Bundeswehr er BRDigung (natürlich auch an andere EU-Armeen) und die offensichtliche Angst, dass selbst die deutsche Kuschel-Truppe ähnlich feige reagieren könnte, sofern die USA doch noch auf die seit langem bereits in Planung befindliche Idee kämen, einen Russlandfeldzug anzuberaumen. Dabei geht es um die Befreiung und Sicherung unserer weiteren Ost-Rohstoffreserven aus den Klauen des bärenreitenden Despoten „Waldimir Schurkin“.

Man stelle sich nur einmal vor, die Bundeswehrsoldaten hätten im Bedarfsfall Befehlsfall ähnliche Ladehemmungen wie die US-ausgebildeten irakischen Knallkörper oder gar schwere geistige Zielkonflikte, nur weil sie auf Russen schießen müssen? Das ginge doch gar nicht! Immerhin kann man im Rahmen der NATOschnell mal einen Konflikt anzetteln. Der Frontverlauf wäre logischerweise mehr in einer deutschen als in einer amerikanischen Gegend zu suchen. Russische Soldaten (also die Schurken) haben nachgewiesenermaßen eine christliche Prägung, das könnte womöglich der vergleichbare Pferdefuß sein.

Im Fall der irakischen Soldaten geht es natürlich nur um den Islam, bei dem wir darauf gewettet hätten, dass die sich hemmungslos gegenseitig abschlachten. Tun sie auch, aber nicht zwingend auf Kommando aus Washington und offensichtlich auch aus Gründen die viel weniger mit den „Westlichen Werten“ zu tun haben. Angeblich sind die nicht nur in der Zeitrechnung um Jahrhunderte zurückgeblieben. Die irakischen Soldaten, die sich einem „Gottesstaat” entgegenstellen sollen, zögern jetzt in unzulässiger Weise, wovon derzeit unsere Schmierblätter überquellen: US-Verteidigungsminister kritisiert Iraks Truppen • Keinen Willen zum Kampf gezeigt[SpeiGel auf Linie]. Oder sollten wir diesen Umstand doch mehr als Indiz dafür nehmen, dass der Weltpolizist doch ein ernstzunehmendes Autoritätsproblem bekommt?

US Army Terror Logo signet MilizenNun ist es mehr als verständlich, dass die USA Befehlsverweigerung unter keinen Umständen dulden wollen. Die irakischen Soldaten öffentlich der Feigheit zu bezichtigen ist natürlich nur die erste, kleine, bloßstellende Maßnahme und steht auch niemand anderem als den USA zu. Wenn also die irakischen Soldaten nicht bald das tun was die USA verlangen, dann könnten wir als „Westliche Wertegemeinschaft” erneut veranlasst sein, im Wege einer revolvierenden humanitären Mission (früher mal als Krieg bezeichnet), einen weiterenRegime-Change im Irak herbeibomben zu müssen. Alles in der Hoffnung, dass dann endlich die langersehnten, dem „Westen” kritiklos unterwürfigen Strukturen entstehen. Verdient hätten wir(und die USA) das allemal, haben wir doch nichts ausgelassen den Irakern zu helfen, diesem undankbaren Pack.

Auch die über eine Million dort seit 2003 produzierten Gewalt-Leichen müssen doch für einen sinnvollen Zweck verreckt sein. Das kann logischerweise nur die unbedingte Umsetzung westlicher Werte sein. Andere Werte sind im gerade befreiten Irak nicht zu tolerieren.

Immerhin lagern in der Region größere Teile unserer Erdölreserven, weshalb wir knallhart auf Einhaltung unserer Standards drängen müssen, was logischerweise auch für die Kampfmoral der ölbewachenden Truppe zu gelten hat. Auch sähe es viel zu aufdringlich aus, wenn wir US- oder EU-Truppen zur Bewachung unserer Ressourcen dort hinterlassen wollten. Ist zwar alles ein wenig pervers, aber genau so muss die Welt im Moment sein, sonst könnte die weitere Entrechtung der Menschen einfach keine Fortschritte machen. Sicher werden sich alsbald Zeit die wichtigsten Kriegsminister der NATO-Mitgliedsstaaten den gut gemeinten Worten von Ash Carter gegenüber dem Irak anschließen.

Bildnachweis: Ash Carter | Autor: DoD | Lizenz: Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

http://qpress.de/2015/05/25