Türkei unter Verdacht Lehrpläne in Deutschland zu manipulieren und Schüler zu Spitzeleien anzustiften

Ist es möglich, dass Pädagogen, Eltern – vielleicht sogar Schüler – in türkischem Auftrag angeheuert werden, türkei-kritische Lehrer zu denunzieren? Die schweren Vorwürfe rufen Landesregierung und Sicherheitsbehörden in NRW auf den Plan.
Deutschland und Türkei Flagge Foto: Christian Charisius/Archiv/dpa

Berichte über Klassenzimmer-Spitzeleien in türkischem Auftrag haben die Landesregierung und Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen alarmiert.

Nach Erkenntnissen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben türkische Konsulate bei „Informationsveranstaltungen“ türkischstämmige Lehrer und Eltern angestiftet, kritische Lehrer zu melden. Zuerst hatte die „Heilbronner Stimme“ vorige Woche über entsprechende Hinweise berichtet, am Donnerstag dann auch „Spiegel Online“.

Das Düsseldorfer Schulministerium habe die Justiz und die Sicherheitsbehörden bereits informiert, teilte Sprecher Jörg Harm mit. „Sollten sich die Vorwürfe gegen die Generalkonsulate in Düsseldorf und Essen und gegebenenfalls weitere Konsulate bewahrheiten, wäre dies für die Landesregierung absolut inakzeptabel.“

Unter anderem geht es darum, ob versucht wurde, über eigene „Lehrpläne“ den Unterricht zu manipulieren und ob möglicherweise sogar Schüler zu Spitzeleien angestiftet werden sollten. Vom Generalkonsulat in Düsseldorf, das bereits vom Schulministerium zur Klärung aufgefordert worden ist, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Ein Sprecher der GEW-Zentrale in Frankfurt/Main sagte, der Verdacht von Spitzeleien im Klassenzimmer sei „bis jetzt auf NRW beschränkt. Ähnlich lautende Informationen aus anderen Bundesländern liegen uns bisher nicht vor.“

Die Polizei habe die Staatsanwaltschaft Düsseldorf um eine Würdigung gebeten, ob Anlass für die Aufnahme von Ermittlungen besteht, berichtete Harm. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte der dpa, es sei davon auszugehen, dass Erkenntnisse auch mit dem Generalbundesanwalt abzugleichen seien. Möglicherweise gebe es einen Zusammenhang mit den jüngsten Wohnungsdurchsuchungen bei Ditib-Imamen.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) ist der bundesweite Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten türkisch-islamischer Moscheegemeinden in Deutschland. Der Verband untersteht der Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, das dem Ministerpräsidentenamt in Ankara zugeordnet ist. (dpa)

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De Maizière will Austragung innertürkischer Konflikte in Deutschland nicht dulden

Die Bundesregierung wolle nicht, „dass die innenpolitischen Auseinandersetzungen in der Türkei wie aktuell zwischen der türkischen Regierung und der Gülen-Bewegung auf deutschem Boden ausgetragen werden“, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière.
Die deutsche Nationalflagge mit dem türkischen Mondstern-Symbol auf einer Pro-Erdogan-Demonstration in Köln. 31. July 2016. Foto: Sascha Steinbach/Getty Images

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat davor gewarnt, innertürkische Konflikte auch in Deutschland auszutragen. Die Bundesregierung wolle nicht, „dass die innenpolitischen Auseinandersetzungen in der Türkei wie aktuell zwischen der türkischen Regierung und der Gülen-Bewegung auf deutschem Boden ausgetragen werden“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ vom Freitag. „Wir dulden hier keine Gewalt, Bespitzelung und Überwachungen.“

Natürlich herrsche in Deutschland Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, betonte de Maizière. Man dürfe hier für und gegen den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan demonstrieren. „Aber wir wollen keine Instrumentalisierung der innertürkischen Debatte auf unseren Straßen und Plätzen“, sagte der CDU-Politiker.

Erneut warnte de Maizière den Moscheeverband Ditib, sich von der türkischen Regierung instrumentalisieren zu lassen. Er empfehle dem Dachverband „dringend“, eine von der Türkei unabhängige Rolle zu finden und sich nicht von der politischen Einflussnahme oder Instrumentalisierung aus Ankara abhängig zu machen.

Im Zusammenhang mit Spitzelvorwürfen gegen Ditib hatte der Moscheeverband bestätigt, dass Imame des Verbands Informationen über Anhänger des in der Türkei als Staatsfeind gesuchten Predigers Fethullah Gülen nach Ankara geschickt hatten. Der Verband sprach von einem Versehen.

Ditib werden rund 900 Moscheegemeinden in Deutschland zugerechnet, die vorwiegend von Muslimen mit türkischen Wurzeln besucht werden. Die türkische Religionsbehörde Diyanet ist direkt der Regierung in Ankara unterstellt. (afp)

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Türkei wandelt Hagia Sophia in Moschee um

http://unser-mitteleuropa.com/2016/11/18/tuerkei-wandelt-hagia-sophia-in-moschee-um/

Die Hagia Sophia in Istanbul war die größte Kathedrale der christlichen Welt, bis sie von den islamischen osmanischen Türken im Jahre 1453 erobert und in eine Moschee umgewandelt wurde. Die türkische Republik machte aus der Hagia Sophia im Jahre 1935 ein Museum und die derzeitige islamistische Regierung der Türkei konvertiert sie jetzt in eine Moschee. (Bildquelle: Antoine Taveneaux / Wikimedia Commons)

Von Robert Jones

  • So scheinen die Köpfe islamischer Hegemonisten zu funktionieren: Wenn ihr wollt, dass die Kirchen Kirchen bleiben, bedeutet dies, dass ihr durch den Koran oder das islamische Gebet „gestört“ werdet und den Islam nicht respektiert oder „beleidigt“. Nach islamischen Schriften sollen diejenigen, die den Islam oder seinen Propheten Muhammad „beleidigen“, hingerichtet werden.
  • Wenn man also unter islamischer Herrschaft überleben will, muss man sich dem Islam unterwerfen und den eigenen minderwertigen Status akzeptieren. Es gibt offensichtlich keinen Platz für Vielfalt oder zivilisiertes, gleichwertiges Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen in islamischen Ländern.
  • „Ich kann mir nur einen Grund denken (um die Hagia Sophia in eine Moschee umzuwandeln): Als Schrei des islamischen Triumphismus. Was für ein Irrtum das wäre. Christen würden es mit Recht als bewusste Provokation betrachten. Die internationale Gemeinschaft würde es als offene Ablehnung ihrer Diversitätsagenda ansehen. Außerdem denke ich, dass eine relativ säkulare Türkei, die so radikal handelt, der Welt beweisen würde, dass trotz vieler gegenteiliger Versprechen moderater Muslime der zeitgenössische Islam intolerant ist in seiner Grundhaltung, kriegerisch gegen Nichtgläubige und gefährlich hegemonistisch in seinen Absichten.“ — Wesley J. Smith, Autor.
  • Der Westen hat die anatolischen Christen während des Genozids von 1914–1923 nicht geschützt. Es sieht auch nicht so aus, als ob der Westen Europa gegen die gegenwärtige blutleere muslimische Invasion schützen würde.

Weiterlesen: de.gatestoneinstitute.org/9360/hagia-sophia-moschee

Russland und Türkei wollen sich vom Dollar lösen

Die Türkei und Russland planen offenbar, sich vom Dollar als Handelswährung zu lösen. Die Länder wollen auf heimische Währungen umsteigen.

Ein Dollar-Schein. Das Ende könnte bevorstehen, denn nun wollen sich auch andere Währungen vom Dollar abwenden. (Foto: dpa)

 

Video in Englisch hier:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/12/russland-und-tuerkei-wollen-sich-vom-dollar-loesen/

Doch die russisch-aserbaidschanische Ökonomin Nigyar Masumova sagt, dass die Umstellung des Handels auf die heimischen Währungen ein schwieriger Prozess sei. „Das ist ein schwerer Prozess, der durch ein ernstes und starkes politisches Rückgrat gestützt werden muss (…). Die Türkei spielt beim Transport von russischen Energieträgern nach Europa eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite ist Russland ein wichtiger Absatzmarkt für die Türkei“, so Masumova.

Boris Pivovar von der Wirtschafts-Akademie des russischen Präsidialamts sagt: „Leider sieht es danach aus, dass Russland und die Türkei sich schwer tun werden, den Dollar als Handelswährung zu ersetzen.“ Allerdings ist davon auszugehen, dass die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern nach zwei Jahren auf einen Normalstand gelangen werden.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Verlässt die Türkei die NATO?

Peter Orzechowski

Die »Säuberungsaktion« der türkischen Regierung erreicht einen geopolitisch kritischen Punkt: Ranghohe NATO-Militärs sind betroffen. Die USA sind alarmiert. Gleichzeitig bahnt sich zwischen Putin und Erdoğan eine neue Freundschaft an. Manche fürchten, Ankara werde die NATO verlassen und sich Moskau zuwenden. Aber geht das überhaupt?

Bis Freitag vergangener Woche sind laut dem türkischen Innenminister Efkan Ala 18 044 Verdächtige mit mutmaßlichen Verbindungen zur Gülen-Bewegung festgenommen worden. Gegen 9677 davon sei Haftbefehl erlassen worden. Um die Flucht von Verdächtigen ins Ausland zu verhindern, wurden nach Alas Angaben bislang 49 211 türkische Reisepässe für ungültig erklärt.

Die Verhaftungswelle erfasste alle gesellschaftlichen Bereiche: Die Manager der Boydak Holding, die im Energie- und Finanzsektor aktiv ist und die bekannten Möbelmarken İstikbal und Bellona besitzt, gehören ebenso dazu wie 1112 Mitarbeiter der türkischen Religionsbehörde, überwiegendPrediger und Koran-Lehrer.

Mehr als 57 000 Staatsbedienstete wurden ihrer Posten enthoben oder versetzt – vor allem in Militär, Polizei und Justiz, aber auch in Ministerien, Universitäten, Medien und Schulen. Mehr als 9000 Mitarbeiter des Innenministeriums wurden entlassen, die meisten aus Polizei und Gendarmerie.

Die Polizei und die Justiz waren bereits nach der Einleitung umfassender Korruptionsermittlungen gegen Politiker und Geschäftsleute aus dem Umfeld Erdoğans im Dezember 2013 zum Ziel einer umfassenden Kampagne geworden, in deren Zuge Tausende Polizisten, Staatsanwälte und Richter entlassen oder versetzt wurden.

131 Redaktionen und Verlagshäuser, darunter 45 Zeitungen, 16 Fernsehsender, 23 Radiosender, 15 Zeitschriften und drei Nachrichtenagenturen wurden geschlossen.

Der Schlag gegen die NATO-Connection

Die Säuberung macht auch vor Militärs nicht Halt, die eng mit der NATO verbandelt waren. Am Freitag entband die türkische Regierung mehrere Generäle von ihren Aufgaben bei der NATO. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind die zwei türkischen Mitglieder im Führungsstab des Afghanistan-Einsatzes betroffen. Zudem wurde bereits kurz nach dem Umsturzversuch der türkische Stabschef im Landstreitkräfte-Hauptquartier in Izmir festgenommen. Bei einer Razzia in der Kriegsakademie des Militärs in Istanbul habe es 40 Festnahmen gegeben.

Insgesamt wurden mehr als 7400 Soldaten und Offiziere festgenommen, darunter mindestens 125 Generäle und Admiräle. 109 von ihnen wurden in Untersuchungshaft genommen wegen des Verdachts des »Versuchs zum Umsturz der verfassungsmäßigen Ordnung« und des »Versuchs zur Ermordung« des Präsidenten. Unter ihnen ist auch der frühere Luftwaffenkommandeur Akin Öztürk, der als Anführer der Putschisten gilt.

Auch Erdoğans persönlicher Adjutant Ali Yazıcı und General Mehmet Dişli, der Bruder des Vizegeneralsekretärs der Regierungspartei AKP, Saban Dişli, wurden festgenommen. Beide bestreiten ebenso wie Öztürk jede Beteiligung. Levent Türkkan, der Adjutant von Generalstabschef Hulusi Akar, sitzt ebenfalls in Haft und gestand angeblich, zur Bewegung von Fethullah Gülen zu gehören, der laut Regierung hinter dem Umsturzversuch steckt.

Der nun erforderliche personelle Umbau im türkischen Militär erschwert aus Sicht des US-Geheimdienstdirektors James Clapper den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). »Viele unserer Ansprechpartner wurden aus dem Weg geräumt oder festgenommen. Es steht außer Frage, dass das unsere Kooperation mit den Türken zurückwerfen und schwieriger machen wird«, sagte Clapper bei einer Sicherheitskonferenz in Aspen auf eine entsprechende Frage.

General Joseph Votel, Oberbefehlshaber des Zentralkommandos, äußerte sich ähnlich: »Wir sind sehr stark abhängig von der Türkei, was die Stationierung unserer Ressourcen angeht«, sagte er bei derselben Konferenz. Er sei besorgt darüber, dass die Ereignisse der vergangenen zwei Wochen Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit der Türkei haben könnten.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wies die Kritik scharf zurück und warf der US-Seite vor, mit den Putschisten gemeinsame Sache zu machen. »Die ganze Welt sieht, dass wir die Demokratie schützen wollen. Aber manch einer sympathisiert mit jenen, die hinter Gittern gelandet sind«, sagte Erdoğan am Freitag in Ankaras Vorort Gölbaşı. Ein General aus einem wichtigen US-Amt spricht davon, dass Militärs, mit denen er Kontakt gehabt hat, ins Gefängnis geworfen werden. »Das juckt dich nicht, wer bist denn du eigentlich?« fragte Erdoğan empört.

Der Präsident warf dem US-General vor, die Seite der Verschwörer bezogen zu haben. »Dabei befindet er (Votel, Anm. d. Verf.) sich im Land, wo der ›Hauptverschwörer‹ (oppositioneller Prediger Fethullah Gülen – Anm. d. Verf.) lebt.«

Das Tauziehen um die Auslieferung Gülens vergiftet das Klima zwischen Ankara und Washington zunehmend. Der türkische Premier Binali Yıldırım warnte, dass Ankara im Falle einer negativen Antwort Washingtons seine Beziehungen mit den USA anders entwickeln könnte.

»Ich sage der US-Führung: Hier gibt es eine globale Gefahr. Das war ein Versuch zum Sturz der legitimen Staatsführung. Da ging es um keine Religion und keine religiösen Werte. Welche Beweise sind denn noch nötig? Falls unsere Freunde trotz all dem noch weitere Beweise verlangen werden, dann (…) werden wir sehr traurig sein und müssen möglicherweise unsere Freundschaft anders betrachten«, so Yıldırım.

Die derzeitigen Spannungen zwischen Ankara und Washington hat die türkische NATO-Basis Incirlik bereits zu spüren bekommen. Dort, wo sich auch Soldaten der Bundeswehr befinden, war nach dem Putschversuch die Stromversorgung für einige Tage unterbrochen worden. Nach dem Umsturzversuch ist es vor dem Stützpunkt zu Demonstrationen gekommen. Die Demonstranten forderten, dass sowohl die US-Streitkräfte als auch der NATO-Stützpunkt verschwinden sollen.

Eine neue Achse Damaskus-Ankara-Teheran-Moskau?

Die jüngsten Schritte der türkischen Führung könnten von Ankaras Absicht zu einer Neuausrichtung seiner außenpolitischen Prioritäten zeugen, schreibt die Zeitung Iswestija bereits am Mittwoch letzter Woche.

Das lassen unter anderem die Beantragung der Auslieferung des türkischen Oppositionellen Fethullah Gülen aus den USA und die Festnahme der zwei Piloten vermuten, die im November 2015 einen russischen Bomber Su-24 über Syrien abgeschossen hatten. Nach Einschätzung des Direktors des russischen Informations- und Analysenzentrums »Nahost-Kaukasus«, Stanislaw Tarassow, sind das Beweise dafür, dass die türkische Führung auf Distanz zu den USA geht und sich um eine Annäherung mit Russland bemüht.

»Recep Tayyip Erdoğan nutzt Gülen für eine taktische Abkühlung der Beziehungen mit den USA aus. Dadurch bemüht er sich um eine Festigung der Beziehungen mit Russland, dem Iran, Aserbaidschan und Kasachstan und erpresst offensichtlich den Westen«, vermutet Tarassow. Erdoğan hat inzwischen seinen iranischen Amtskollegen Hassan Rohani angerufen und sich bereit erklärt, mit Teheran und Moskau zusammenzuwirken.

»Wir sind heute mehr als je zuvor entschlossen, mit dem Iran und Russland Hand in Hand zu gehen und gemeinsam regionale Probleme zu lösen«, wird der türkische Staatschef von der iranischen Nachrichtenagentur IRNA zitiert. »Wir wollen unsere Bemühungen um die Wiederherstellung des Friedens und der Stabilität in der Region intensivieren.«

Erster russisch-türkischer Deal: Syrien

Der Economist berichtet, dass die aktuelle Entlassungswelle beim türkischen Militär vor allem die Anti-Assad-Milizen in Syrien geschwächt habe. Die Regierung in Ankara hat den Grenzübergang Bab al-Hawa nach dem Putschversuch am 15. Juli schließen lassen, die von Mitgliedern der Freien Syrischen Armee (FSA) genutzt wurde, um von der Türkei aus nach Syrien einzureisen. »Wir haben alles darauf gesetzt, dass das Regime fällt. Stattdessen hat sich alles verändert, außer dem Regime selbst«, zitiert das Blatt einen Sprecher der Freien Syrischen Armee (FSA). Ein Söldner sagt dem Economist: »Das Spiel ist verloren.«

Hintergrund ist eine Kehrtwende in Ankara: Präsident Erdoğan will offenbar ein Arrangement mit dem syrischen Präsidenten Assad. Der türkische Premier Binali Yıldırım sagte Mitte Juli, dass das »größte Ziel« der Türkei die Wiederherstellung von guten Beziehungen zu Syrien sei, berichtet The Middle East Eye. Yıldırım sagte: »Es ist unser größtes und unabänderliches Ziel: die Entwicklung guter Beziehungen zu Syrien und zum Irak und all unseren Nachbarn rund um das Mittelmeer und das Schwarze Meer.«
Der Journalist Faik Bulut sagt, dass sich Regierungsvertreter aus Syrien und der Türkei in den vergangenen Monaten sieben bis acht Mal getroffen hätten. »Es hat nicht nur ein oder zwei Treffen gegeben. Die türkische Regierung setzt Russland und den Iran als Vermittler ein«, zitiert das Türkische IMCTV Bulut.

Mögliche Reaktionen aus Washington

Wie würden die USA und die NATO auf einen Austritt der Türkei aus dem Bündnis reagieren? »Der Westen könnte Sanktionen verhängen und eine Anspannung der Wirtschaftslage in der Türkei auslösen oder auch auf die ›kurdische Karte‹ setzen«, sagt der bereits zitierte Stanislaw Tarassow. »Es könnte also zu einem großen geopolitischen Kampf kommen.« Der Politologe Sergej Filatow sieht noch eine andere mögliche Reaktion: Er schließt nicht aus, dass Gülen am Ende tatsächlich den türkischen Behörden übergeben wird.

»Die USA haben bereits Muammar al-Gaddafi, Saddam Hussein und Husni Mubarak aufgegeben. Da sie daran interessiert sind, dass in der Türkei das Chaos ausbricht, werden sie alles tun, um ihre Ziele zu erreichen. Gülen genießt die Unterstützung von sehr vielen Menschen. Falls sie ihn der Türkei überlassen, werden diese Menschen auf die Straße gehen und ihren Anführer verteidigen. Egal wie, aber die Amerikaner werden die Situation destabilisieren«, so der Experte.

 

Pro-Erdogan-Demo in Köln – US-General hinter Putsch – Türkei stellt Ultimatum (Videos)

Die Türkei hat der Europäischen Union eine Frist gesetzt: Sollte die zugesagte Visumfreiheit für ihre Bürger nicht bis spätestens Oktober kommen, will die regierende AKP-Partei von Präsident Recep Tayyip Erdogan das Flüchtlingsabkommen aufkündigen. Doch die EU will sich nicht erpressen lassen.

Die Türkei hat der Europäischen Union eine Frist gesetzt: Sollte die zugesagte Visumfreiheit für ihre Bürger nicht bis spätestens Oktober kommen, will die regierende AKP-Partei von Präsident Recep Tayyip Erdogan das Flüchtlingsabkommen aufkündigen. Doch die EU will sich nicht erpressen lassen.

„Wenn es nicht zu einer Visa-Liberalisierung kommt, werden wir gezwungen sein, vom Rücknahmeabkommen und der Vereinbarung vom 18. März Abstand zu nehmen“, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die türkische Regierung erwarte einen konkreten Termin. „Es kann Anfang oder Mitte Oktober sein – aber wir erwarten ein festes Datum.“

„Alles abhängig von der Aufhebung der Visumpflicht“

Das Flüchtlingsabkommen funktioniere, weil die Türkei „sehr ernsthafte Maßnahmen“ ergriffen habe, unter anderem zur Bekämpfung der Menschenschmuggler, so Cavusoglu. „Aber all das ist abhängig von der Aufhebung der Visumpflicht für unsere Bürger, die ebenfalls Gegenstand der Vereinbarung vom 18. März ist.“ Der Minister versicherte, dies solle keine Drohung sein.

Bereits vor einigen Tagen hatte Präsident Erdogan in einem ARD-Interview der EU vorgehalten, in der Flüchtlingspolitik ihr Wort gebrochen und Vereinbarungen nicht eingehalten zu haben. Die Türkei stehe zu ihren Versprechen, „aber haben die Europäer ihr Versprechen gehalten?“, fragte er und erinnerte damit an die versprochene Visumfreiheit.

EU will sich nicht erpressen lassen

Die Reaktion aus Brüssel auf die jüngsten Aussagen des türkischen Außenministers ließ nicht lange auf sich warten: Eine Sprecherin der EU-Kommission stellte klar, dass sich die Union nicht durch die Drohungen aus Ankara beeinflussen lassen wolle. Die Visumfreiheit für türkische Bürger werde es nur dann geben, wenn alle Bedingungen erfüllt seien.

„Die Türkei hat zugesagt, die Vorgaben zu erfüllen, und wir erwarten, dass sie diesen Verpflichtungen nachkommt“, so die Sprecherin. Experten der EU-Kommission stünden weiter bereit, um die türkische Regierung bei der Umsetzung der noch notwendigen Reformen zu beraten und zu unterstützen (Deutsche lehnen Merkels Deal mit der Türkei ab – Nur zehn Prozent der Flüchtlinge qualifiziert).

Die Visumpflicht für türkische Staatsbürger sollte ursprünglich bereits ab Juli aufgehoben werden. Dieser Termin hat sich aber verschoben, weil die Türkei noch nicht alle 72 Bedingungen erfüllt hat, darunter die Reform der türkischen Anti-Terror-Gesetze.

Im Zentrum des EU-Flüchtlingspaktes mit der Türkei steht ein Tauschhandel. Die EU schickt Flüchtlinge und andere Migranten, die seit dem 20. März illegal in Griechenland eingereist sind, zurück in die Türkei. Für jeden zurückgeschickten syrischen Flüchtling darf seit dem 4. April ein anderer Syrer aus der Türkei legal und direkt in die EU einreisen.

Video: Die Vorsitzender der Partei Die Linke Katja Kipping hat am Donnerstag vor dem Bundestag nach der Jahres-Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel mit Journalisten gesprochen. Kipping erklärte, dass Merkel „nichts von dem schrecklichen Angriff in Kamishli erwähnt hat, bei dem 51 Menschen ums Leben gekommen sind“. Sie glaubt, dass das Verschweigen dieser Opfer erneut die versteckte Unterstützung für das „Erdogan-Regime“ durch Merkel beweise.

Ankara hält Flüchtlingsabkommen bislang ein

Gut zwei Wochen nach dem vereitelten Militärputsch halte die Türkei das Flüchtlingsabkommen weiter ein, sagte der Sprecher des Stabes für die Flüchtlingskrise, Giorgos Kyritsis, im griechischen Staatsfernsehen (ERT). Zwar seien nach dem Putsch an einigen Tagen mehr als 100 Menschen angekommen, „im großen und ganzen aber sei der Zustrom nicht dramatisch gestiegen“.

Zwischen Samstag und Sonntagmorgen setzten laut dem Krisenstab in Athen nur sechs Migranten aus der Türkei nach Griechenland über. Am Vortag waren 118 angekommen. Auf den Inseln harrten am Sonntag 9414 Menschen aus. In den sogenannten „Hotspots“ gibt es aber nur Unterbringungsmöglichkeiten für 7450 Personen.

Der „Rückstau“ der Menschen auf den Inseln hänge auch damit zusammen, dass Ankara im Rahmen des Vorgehens gegen die Putschisten alle türkischen Beobachter von den Inseln abgezogen und noch keine Ersatzleute geschickt habe, berichtete ein Offizier der Küstenwache. Diese türkischen Regierungsvertreter entscheiden, wann und wie viele Migranten in die Türkei zurückgeschickt werden (Türkei beliefert IS mit Waffen über NGOs (Video)).

„Türkei über alles“: Zehntausende Türken demonstrieren in Köln

In Köln haben sich am Sonntag Zehntausende Türken an einer Demonstration für den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und dessen Regierungspartei AKP beteiligt.

Die Menge versammelte sich an der Deutzer Werft am Rhein, schwenkte türkische Fahnen und skandierte Parolen wie „En büyük Turkiye“ (Türkei über alles). Auch wurde die Einführung der Todesstrafe in der Türkei gefordert, berichtet der Kölner Stadtanzeiger.

Laut Polizei Nordrhein-Westfalen verlief die Pro-Erdogan-Kundgebung bis zum Abend weitgehend friedlich. Bei der Veranstaltung trat auch der türkische Sport- und Jugendminister Akif Cagatay Kilic auf. „Wir sind hier, weil unsere Landsleute in Deutschland für Demokratie und gegen den versuchten Militärputsch in der Türkei einstehen“, begründete er den Anlaß der Demonstration vor Journalisten (Geheimer Passus im EU-Türkei-Deal: Merkel will hunderttausende Flüchtlinge direkt nach Deutschland umsiedeln).

Video:

Polizei löst Pro-NRW-Demo auf

Zum Auftakt der Kundgebung wurden die türkische und die deutsche Nationalhymne gespielt. Viele Türken riefen „Wir sind Deutschland“!? Auch brandeten immer wieder „Allahu akbar“-Rufe auf. Die Polizei zählte zu beginn der Veranstaltung mehr als 20.000 Demonstranten, während 50.000 erwartet worden waren.

Eine Gegendemonstration des Bündnis „Köln gegen Rechts“, an der sich auch zahlreiche PKK-Anhäger beteiligten, endete ebenfalls friedlich. Allerdings mußte die Polizei kurzfristig einschreiten, als sich Pro-Erdogan-Demonstranten unter die Gegendemo mischten.

Eine weitere Demonstration der Partei Pro-NRW wurde von der Polizei beendet. Ursprünglich wollte die Partei an der Pro-Erdogan-Kundgebung vorbeiziehen. Die Polizei untersagte den Demonstrationszug jedoch, weil einige der etwa 250 Teilnehmer Pfefferspray und Quarzhandschuhe dabei hatten.

Wenig später löste die Polizei die Pro-NRW-Demonstration, an der auch Hooligans der Gruppe „HoGesS“ (Hooligans gegen Salafisten) teilnahmen, auf und drohte den Anhängern mit dem Einsatz von Wasserwerfern, wenn diese sich nicht zerstreuten (Türkei: Säuberungen nach Putschversuch – Ausreiseverbot für Akademiker – Wikileaks gesperrt).

 

Erdogan lobt Nazi-Herrschaft unter Adolf Hitler

Der Präsident war nach seinem Besuch in Saudi-Arabien im Dezember 2015 gefragt worden, ob ein präsidentielles Regierungssystem (in dem das Staatsoberhaupt die zentrale Macht in Händen hält und in manchen Fällen auch die Rolle des Regierungschefs innehat, Anm.) unter Beibehaltung der Einheit des Staates möglich sei. Darauf antwortete Erdogan wörtlich: „Dafür gibt es bereits Beispiele in der Welt. Sie können das sehen, wenn Sie Hitler-Deutschland anschauen. Es gibt auch spätere Beispiele in mehreren anderen Ländern“, sagte er laut einer Aufnahme der türkischen Nachrichtenagentur Dogan gegenüber Journalisten.

In den sozialen Netzwerken finden sich mittlerweile zahlreiche Vergleiche zwischen Erdogan und Hitler. Unter diesem Bild auf Twitter fragt sich eine Userin, wer nun der deutsche Diktator und wer der türkische Staatschef sei:

’s CITES HITLER’S GERMANY AS EXAMPLE OF EFFECTIVE PRESIDENTIAL SYSTEMhttp://bit.ly/1JjfsRw 

Türkische Zeitung macht US-General hinter gescheitertem Putsch aus

Vor zwei Wochen scheiterte der Militärputsch in der Türkei, mit dem der gewählte Präsident Recep Tayyip Erdogan gestürzt und ermordet werden sollte. Seither werden immer mehr Einzelheiten über die tiefe Verstrickung der USA in das brutale Vorgehen bekannt, bei dem das Parlament bombardiert wurde und 246 Menschen ums Leben kamen.

In einem Artikel mit dem Titel „US-Kommandeur Campbell: Der Mann hinter dem gescheiterten Putsch“ bezeichnet die konservative türkische Zeitung Yeni Safak den General John F. Campbell als „eine der hochrangigen Persönlichkeiten, die die Soldaten hinter dem Putschversuch in der Türkei organisiert und gesteuert haben“. Nach Angaben der Zeitung kommen die Informationen aus Quellen im Umfeld der laufenden Verfahren gegen Häftlinge, die am Putsch beteiligten waren.

Campbell ist ein pensionierter US-General und hat einige Erfahrung mit militärischen Interventionen und Kriegsverbrechen. Er war von August 2014 bis Mai 2016 Befehlshaber der Nato-Mission „Resolut Support“ und der Streitkräfte der USA in Afghanistan. Eines der größten Verbrechen der USA in dieser Zeit war der grausame Angriff auf ein Krankenhaus in Kundus im letzten Oktober. Dutzende unschuldige Patienten und medizinisches Personal wurden dabei getötet.

Laut Yeni Safak haben die laufenden Ermittlungen ergeben, dass Campbell vor dem Putschversuch seit Mai 2016 mindestens zweimal heimlich in die Türkei gereist ist. Militärquellen berichteten außerdem, der US-General habe auf dem Militärstützpunkt in Erzurum und dem Luftwaffenstützpunkt bei Incirlik eine Reihe von streng geheimen Treffen abgehalten. Campbell war der Mann, „der den Prozess anführte, Offiziere des Stützpunkts zu befördern oder auf die ‚schwarze Liste‘ zu setzen“.

Die türkische Zeitung beschreibt eine gewaltige, vom Pentagon und der CIA unterstützte Operation, die sich über mehrere Monate hinzog und bei der Milliarden Dollar flossen, um den Putsch gegen Erdogan vorzubereiten. Laut Angaben der Zeitung wickelte Campbell über die Bank UBA in Nigeria Transaktionen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Dollar ab. Auch soll er Verbindungen der CIA genutzt haben, um Geld an Militärangehörige in der Türkei weiterzuleiten, die den Putsch unterstützten.

Gestützt auf ihre Quellen berichtet die Zeitung weiter, dass „eine 80-köpfige Spezialeinheit der CIA“ mit Kräften innerhalb des türkischen Militärs zusammengearbeitet hat, die den Putsch unterstützten und dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen nahestehen. Es wird weithin angenommen, dass der Geistliche mit der CIA zusammenarbeitet. Erdogan selbst hat seinen ehemaligen Verbündeten und heutigen Erzfeind beschuldigt, der Drahtzieher des Putsches zu sein.

Video:

Laut Yeni Safak führten die Pro-Gülen-Offiziere auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik bereits im Jahr 2015 Vorbereitungsarbeiten durch. So begannen sie, alle ihrem Kommando unterstehenden Soldaten in drei Gruppen einzuteilen: Gegner, Neutrale und Unterstützer. Soldaten, die man als Gegner einer Militärjunta einschätzte, wurden von der „finanziellen Unterstützung“ ausgeschlossen. Armeeangehörigen, die als „diejenigen, die mit uns gehen werden“ eingestuft wurden, ließ man die größten Geldbeträge zukommen.

Der Zeitung zufolge begannen die Geldtransaktionen mit Hilfe eines beauftragten „Kuriers“ im März 2015.
Eine Tasche mit einer großen Summe Geld wurde im Zimmer des Brigadegenerals Mehmet Dişli gefunden, einer der hochrangigen Militärs, die wegen Beteiligung am Putschversuch verhaftet wurden.

General Campbell wies die Anschuldigungen der türkischen Zeitung empört zurück. Er sagte gegenüber dem Wall Street Journal, der Bericht sei keine Antwort wert und „absolut lächerlich“. Präsident Barack Obama hatte bereits in der letzten Woche erklärt: „Sämtliche Berichte, dass wir im Voraus irgendwelche Kenntnisse über den Putschversuch hatten, dass es irgendeine US-Beteiligung daran gab und dass wir irgendetwas anderes getan haben, als die türkische Demokratie zu unterstützen, sind absolut und eindeutig falsch.“

Es ist nicht möglich zu beurteilen, ob alle Details im Bericht von Yeni Safak der Wahrheit entsprechen. Aber weit davon entfernt, „lächerlich“ oder „absolut falsch“ zu sein, steht außer Zweifel, dass das Pentagon und die CIA in dem Putschversuch eine wichtige Rolle spielten.

Mittlerweile gilt es als relativ sicher, dass der Luftwaffenstützpunkt Incirlik das Zentrum des Putsches war. Auf Incirlik sind zirka 5.000 US-Soldaten der Luftwaffe stationiert, hier lagert das umfangreichste US-Atomwaffenarsenal in Europa, und es dient als Basis für die von den USA geführten Bombenangriffe auf Syrien und den Irak.

Während des Putschversuchs starteten und landeten türkische Kampfflugzeuge der Putschisten vor den Augen des US-Militärs auf Incirlik. Nachdem klar war, dass der Putsch scheitern würde, ersuchte der Befehlshaber des Stützpunkts General Bekir Ercan Van die USA um Asyl. Von den Hintermännern in Washington jedoch offensichtlich im Stich gelassen, wurden er und andere am Putsch beteiligte Soldaten des Stützpunkts verhaftet.

Kurz nach dem gescheiterten Putsch, behauptete der türkische Arbeitsminister Suleyman Soylu in dem Sender Haberturk direkt: „Die Vereinigten Staaten stehen hinter dem Putsch.“

Tatsache ist, dass die USA eine lange und blutige Geschichte in der Unterstützung von Militärputschen in der Türkei hat. Damit verteidigt das Land seine geostrategischen Interessen. 1960 haben die USA den Putsch gegen den damaligen Premierminister Adnan Menderes unterstützt, nachdem er sich um Wirtschaftshilfe an Moskau gewandt hatte. Der Putsch von 1980 begann nur Stunden, nachdem der Chef der Luftwaffe von einer offiziellen Reise nach Washington zurückgekehrt war. Das US-Außenministerium gab den Putsch noch vor der türkischen Regierung öffentlich bekannt.

Die erste Reaktion der US-Regierung auf den jüngsten Putschversuch war in hohem Maße suspekt. Während der Putsch noch im Gange war, rief Außenminister John Kerry in sehr allgemein gehaltenen Worten zu „Stabilität und Kontinuität innerhalb der Türkei“ auf. Wie im Fall von Ägypten, wo die USA 2013 den Militärputsch gegen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi unterstützt hatten, rief Washington nicht dazu auf, den demokratisch gewählten Präsidenten zu verteidigen, und äußerte keinerlei Besorgnis über dessen persönliche Sicherheit oder gar Überleben (Doppelmoral auf Amerikanisch und schwarze Folgen farbiger Revolutionen (Video)).

Die Tatsache, dass die Regierung Obamas eigentlich einen erfolgreichen Putsch wollte und sich Erdogan lieber tot als lebendig wünschte, kommt am deutlichsten in der Reaktion der amerikanischen Medien zum Ausdruck. Kaum, dass der Putsch gescheitert war, begannen die Zeitungen mit einer konzertierten Propagandakampagne gegen Erdogan und seine Regierung. Um nur einige Beispiele zu nennen: The Economist beschuldigte den türkischen Präsidenten, er „inszeniere seinen eigenen Putsch gegen den türkischen Pluralismus“. The Hill beschwerte sich darüber, dass der „gescheiterte Putsch Putin hilft“, und die New York Times öffnete ihre Kommentarspalten für Gülen.

Je mehr Beweise für eine Beteiligung der USA am Putsch auftauchen, umso angespannter werden die Beziehungen zwischen Ankara und Washington. Am Dienstag forderte die türkische Regierung die Vereinigten Staaten erneut öffentlich auf, Gülen sofort auszuliefern (Inszenierter Putsch in der Türkei – Turbulenzen nahe Russlands Grenzen lösen Sorgen aus).

Außenminister Mevlut Cavusoglu erklärte in einem bei Al-Jazeera veröffentlichten Artikel, dass das „türkische Volk entsetzt darüber ist, dass die USA darauf bestehen, ihm Unterschlupf zu gewähren“. Er warnte davor, dass die Entscheidung über die Auslieferung „die zukünftigen Beziehungen“ zwischen den USA und der Türkei „beeinflussen könnten“. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Andy-Ar vom 26. Juli 2016 ergab, dass fast zwei Drittel der Bevölkerung des Landes glauben, dass der von den USA geschützte Geistliche den Putsch inszeniert hat.

Literatur:

Zerstörung der Hoffnung (Killing Hope): Bewaffnete Interventionen der USA und des CIA seit dem 2. Weltkrieg von William Blum

Die Weltbeherrscher: Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA von Armin Wertz

Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet von Michael Lüders

Quellen: PublicDomain/t-online.de/krone.at/jungefreiheit.de/wsws.org am 29.07.2016

http://www.pravda-tv.com/

Kehrtwende: Türkei orientiert sich in Syrien an Russland

Mit den Entlassungen in der Türkei verlieren die US-Geheimdienste wichtige Informanten. Den Diensten fehlen plötzlich die „Gesprächspartner“, wie Direktor Clapper sagte. Präsident Obama hatte dagegen betont, die Dienste hätten nicht die geringsten Informationen über den Putsch gehabt. Man fragt sich: Warum hat keiner der CIA-„Gesprächspartner“ etwas von den Ereignissen mitbekommen?

US-Präsident Barack Obama und Geheimdienst-Direktor James Clapper (rechts), in der Zentrale der Dienste in McClean, April 2015. Foto: (Foto: dpa)

US-Präsident Barack Obama und Geheimdienst-Direktor James Clapper (rechts), in der Zentrale der Dienste in McClean, April 2015. Foto: (Foto: dpa)

Die Entlassungen der türkischen Regierung in der Armee und im Sicherheitsapparat sorgen für Nervosität bei den US-Geheimdiensten: Offenbar verlieren die CIA und die anderen Dienste einige wichtige Informanten, weil der türkische Präsident Erdogan ausgerechnet diese Personen verdächtigt, am Putschversuch gegen ihn beteiligt gewesen zu sein. Geheimdienstdirektor James Clapper beklagte sich am Donnerstag auf einer Sicherheitskonferenz in Aspen im US-Bundesstaat Colorado über den plötzlichen Brain-Drain der Diensten in der Türkei. Clapper sagte laut Reuters: „Viele unserer Gesprächspartner sind entlassen oder verhaftet worden.“

Präsident Erdogan hatte in der Nacht zum Donnerstag per Dekret 1.684 Offiziere unehrenhaft aus den Streitkräften entlassen. 149 waren davon im Generalsrang. Man kann davon ausgehen, dass ein Teil dieser Leute „Gesprächspartner“ der US-Dienste waren – das wäre von der Größenordnung her darstellbar und der geostrategischen Bedeutung der Türkei angemessen.

Clappers Aussage ist bemerkenswert: US-Präsident Barack Obama hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass die US-Dienste nicht die leisesten Informationen über die Entwicklungen in der Türkei vor dem Putsch gehabt hätten. Wenn jedoch Clapper sagte, dass ihm viele seiner „Gesprächspartner“ abhanden gekommen sind, dann musste eigentlich eine viel harschere Reaktion aus Washington kommen. Denn dann waren alle der „Gesprächspartner“ völlig ahnungslos und somit unschuldig. Wenn dies nicht der Fall ist, muss man sich fragen, worüber die Dienste eigentlich mit ihren „Gesprächspartnern“ reden: Sollten auch nur einige wenige von dem Putschversuch gewusst haben, so wäre es in Verbund der Nato-Staaten erstaunlich, dass ausgerechnet die mit Milliarden finanzierten Dienste nichts das Geringste von dem vergleichsweise groß angelegten Putschversuch mitbekommen haben. Der Putsch hatte fast 200 Menschen das Leben gekostet und war unter allen türkischen Staatsstreich-Aktionen eine der bisher blutigsten.

Dass die US-Dienste gar in den Putschversuch verwickelt sein könnten, haben die Amerikaner unmittelbar nach dem ersten Aufkommen solcher Spekulationen sofort und unmissverständlich dementiert.

Clapper begründet seine Sorge nun mit einer möglichen Erschwernis im Kampf gegen den IS, weil sich die Dienste nun neue „Gesprächspartner“ im türkischen Sicherheitsapparat suchen müssen. Interessant in diesem Zusammenhang: Von der Nato, die von einem solchen Revirement eigentlich unmittelbar betroffen sei müsste, sind bisher keine derartigen Klagen gekommen. Offenbar ist die Kommunikation innerhalb der Nato stabiler als die der Dienste mit ihren Informanten. Clapper sprach trotzmde gleich für die Nato und sagte laut Reuters, die Entlassungen seien zweifellos ein Rückschlag und erschwerten die Zusammenarbeit mit dem Nato-Staat. Betroffen sei der gesamte Sicherheitsapparat.

Der US-Geheimdienst CIA unterhält zudem einen Stützpunkt in der Türkei, von wo aus der Putschversuch maßgeblich gestartet worden war. Zudem gibt es amerikanische Horchposten in dem Land sowie ein Frühwarnradar für ein europäisches Raketenabwehrsystem.

Die Türkei reagierte kühl auf Clappers Klage:  Der  türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Freitag, dass die Armee nicht geschwächt werde: „Im Gegenteil – wenn die Armee gesäubert ist … wird sie vertrauenswürdiger sein, sauber und effektiv im Kampf.“ Cavusoglu sagte außerdem, die Beziehungen der Türkei zu Russland seien keine Alternative zur Nato und der Europäischen Union.

Die türkische Öffentlichkeit ist überzeugt, dass der Putschversuch von den USA aus gesteuert wurde. In der deutschen Öffentlichkeit dominiert der Eindruck, dass Erdogan selbst der Putschist war und ist. So sagte der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Beisein von Cem Özedmir in der FAZ: „Es ist gut, dass der Militärputsch niedergerungen werden konnte. Was wir aber jetzt in der Türkei erleben, ist ein ziviler Putsch.“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Remzi Aru im RT-Interview: „Wenn die Türkei destabilisiert wird, kommen 20 Millionen Flüchtlinge“

2.589 Aufrufe
Veröffentlicht am 29.07.2016

Im Interview mit RT spricht der Unternehmer und Sprecher der deutsch-türkischen Partei „Allianz Deutscher Demokraten“ (ADD), Remzi Aru, über den Putschversuch in der Türkei, die Emotionalisierung der Türkei-Debatte in Deutschland und die seiner Meinung nach hochgefährliche Gülen-Bewegung. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

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Putin, Erdogan und die Verschwörung gegen uns

Von Gilad Atzmon, übersetzt von politaia.org

Putin und Erdogan haben ein Treffen für Anfang August vereinbart. Die Spannungen zwischen Russland und der Türkei haben sich seit dem Telefongespräch vom Juni zwischen Putin und Erdogan nach und nach verflüchtigt. In dieser Woche haben türkische und russische Regierungsstellen erklärt, dass beide Administrationen einen neuen Konsens erreicht hätten. Das Ergebnis dieser neuen Einigung liegt in der Änderung der Politik Erdogans gegenüber Syrien, Assad und der NATO-Intervention. Die Türkei soll nicht mehr Teil der syrischen Krise sein, sondern elementar zum Friedensprozess beitragen. Hinweise für diese Wende zeigten sich vor einer Woche, als die Türkei mit der Wiederherstellung ihrer Beziehungen mit dem syrischen Regime begann.

Am Mittwoch, den 13. Juli 2016, nur zwei Tage vor dem versuchten Staatsstreich, schrieb der Guardian:

“Nach mehr als 5 Jahren Verwicklungen im syrischen Bürgerkrieg hat die Türkei – das Land, das die Rebellion gegen die Herrschaft von Bashar al-Assad am meisten unterstützte – Hinweise dafür gegeben, dass es seine Beziehungen mitDamaskus normalisieren könnte.” Die Überschrift des Guardian liest sich folgendermaßen: “Syrische Rebellen von den türkischen Signalen zur Normalisierung der Beziehungen zu Damaskus überrascht“.

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In den letzten Stunden erfuhren wir weiterhin, dass die russische Regierung den türkischen Angriff auf den Su-24-Kampfbomber im letzten Jahr über syrischen Gebiet als eine eindeutige Verschwörung akzeptiert, um die Beziehungen zwischen beiden Staaten zu sabotieren.

Dies sind sicherlich hoffnungsvolle Neuigkeiten für die Region. Notwendigerweise aber keine Neuigkeiten, welche die NATO,Amerika und Israel sich gewünscht haben.

War es die sich abzeichnende Allianz zwischen Russland, derTürkei und möglicherweise Syrien, welche ein paar türkische Militärführer dazu veranlasste, den Putsch auszuführen? Ist es Zufall, dass das Hauptquartier des gescheiterten Putsches auf der Luftwaffenbasis Incirlik lag, dem Flughafen, von dem aus die USA und die NATO regelmäßig ihrer Luftschläge gegen den Islamischen Staat starten? Es gab diese Woche auch Meldungen, wonach in Incirlik 50 amerikanische Nuklearbomben stationiert sind.

Putin und Erdogan teilen viele Eigenschaften. Beide Führer sind populär und charismatisch. Jeder von ihnen wird vom eigenen Volk als Nationalist und Patriot angesehen und beide operieren innerhalb einer Nation, welche unter einer langen Geschichte politischer Instabilität und militärischer Coups leidet. Bei beiden Männer scheint es sich um gerissenes politisches Urgestein zu handeln. Aber keiner von ihnen scheint ein Favorit der USA/NATO zu sein. Beide werden von den Zio-cons, der jüdischen Lobby und Israel verachtet. Manche Kommentatoren deuten an, das die Ereignisse vom Freitag in der Türkei eine Warnung an Putin gewesen sein könnte: Er könnte der Nächste sein, der mit einem Staatsstreich zu rechnen habe.

Es herrschen seltsame Zeiten für die Presse. Keine einzige Zeitung berichtet verlässlich oder glaubhaft. Wir werden von Unmenge globaler Propagandanetzwerke bombardiert. Je mehr Nachrichtenkanäle es gibt, umso weniger wissen wir. Sich ein kohärentes Bild der Realität über die globalen Ereignisse zu machen, ist schier unmöglich. Die Netzwerke progressiver Aktivisten und Kommentatoren, welche mundgerechte markante Sprüche recyceln, sind ebenfalls nicht hilfreich. Ich fand es schockierend, dass eine ganze Anzahl westlicher Assad-Unterstützer, die ich fälschlicherweise für wohlmeinend und informiert hielt, Neocon-Ausdrücke wie “Islamisten”, “Gauner” und “Islamofaschisten” für die türkischen Menschen verwendeten, welche auf die Straßen gingen, um ihr Land vor einem Militärregime zu retten.

Nachdem sich der Rauch verzogen hat, scheint es so, dass der Putschversuch durch die aufkommende Allianz zwischen der Türkei und Russland motiviert war. Die Möglichkeit, dass die Türkei Bestandteil einer friedlichen Regelung in Syrienwird, könnte dem interventionistischen Krieg der NATO gegen das Assad-Regime ein Ende bereiten. Die Anstifter [des Putsches] gegen Erdogan versuchten verzweifelt, eine solche Entwicklung zu verhindern.

Einer meiner alten Freunde erinnerte mich gestern an eine wertvolle Erkenntnis von Charles Bukowski: “das Problem mit der Welt ist, dass intelligente Leute voller Selbstzweifel sind, während dumme Menschen von Selbstvertrauen strotzen.”

Quelle: http://www.gilad.co.uk/writings/2016/7/21/putin-erdogan-and-the-plot-against-the-rest-of-us

http://www.politaia.org/

Darum bekämpft Erdogan die CIA-gesteuerte Gülen-Bewegung

Der in den USA lebende Prediger Fetullah Gülen pflegt auch enge Kontakte zur CIA.

Der in den USA lebende Prediger Fetullah Gülen pflegt auch enge Kontakte zur CIA.
in Contra-Spezial, Naher Osten 24. Juli 2016

Auch wenn es anfangs so aussah, als ob Präsident Erdogan den Putschversuch selbst inszeniert hätte, zeigt es sich zunehmend, dass die von der CIA kontrollierte Gülen-Bewegung dahinter steckt. Die „Säuberungsmaßnahmen“ im öffentlichen Dienst der Türkei wurden aufgrund der subversiven Tätigkeit notwendig.
Von Marco Maier
Fethullah Gülen, der seit einigen Jahren in den Vereinigten Staaten lebt, ist mit seinem islamistischen Netzwerk eines der wichtigsten Instrumente der CIA in Sachen Einfluss auf die islamische Welt. Kein Wunder also, dass beispielsweise auch Russland schon längst die Gülen-Bewegung wegen ausländischer Agententätigkeit aus dem Land warf. In der Türkei wird diese Bewegung inzwischen als „Terroristische Vereinigung“ eingestuft. Betrachtet man das ganze Gülen-Netzwerk und dessen Arbeitsweise, versteht man auch warum dem so ist.

Der 75-jährige Gelehrte und Prediger gilt – wie dessen bewegung – als subversiv. So hielt er in den 90ern vor Anhängern eine Rede, die den Geist seiner Arbeit widerspiegelt. Darin sagte er: „Ihr müsst in die Arterien des Systems eindringen, ohne dabei bemerkt zu werden, bis ihr in alle Schaltstellen der Macht vorgedrungen seid … Ihr müsst bis zu dem Moment warten, da ihr genug seid und die Lage reif ist, bis wir die gesamte Welt auf unsere Schultern nehmen und tragen können … Ihr müsst warten, bis der richtige Moment gekommen ist, bis ihr alle staatliche Macht … in der Türkei … in Händen haltet … Bis zu diesem Zeitpunkt wäre jeder Schritt voreilig. Es wäre so, als zerbräche man ein Ei, ohne die 40 Tage zu warten, bis das Küken schlüpft.“

Für die Neocons in den USA und die CIA war das Gülen-Netzwerk schon damals ein interessantes Ziel, um damit einen direkten Einfluss auf die (sunnitisch-)islamische Welt zu erhalten. Das Netzwerk der Gülen-Bewegung umfasst hierbei Moscheen, Koranschulen, Unternehmen, Medien und Stiftungen und verfügt hierbei über Assets im Wert von wohl mindestens 50 Milliarden Euro. Allerdings gibt es keine offizielle Organisation, weil alles durch die Hände Gülens und seiner engsten Vertrauten läuft und seine Anhänger gemäß seiner Anordnung stets im Hintergrund bleiben.

Wirft man schon Präsident Erdogan vor, mit Hilfe der Präsidialrepublik die Türkei quasi zu einem neoosmanischen Reich umzubauen, so trifft das auf Gülen ganz gewiss zu. Und während Erdogan bislang noch keine Anstalten dazu machte, in der Türkei das islamische Recht der Scharia (wieder-)einzuführen, welches unter Kemal Atatürk abgeschafft wurde, ist dies bei Gülen, der sich 1998 nach einer Rede mit hochverräterischem Charakter in die USA absetzte, der Fall. Unter Erdogans Regierung wurden dann zwar alle Anklagen deswegen fallengelassen, doch die subversiven Aktivitäten seines Netzwerks, die sich auch gegen Erdogan richteten, sorgten dafür, dass er erneut ins Visier der türkischen Justiz geriet.

Unter der Führung der CIA avancierte Gülen in der Medienöffentlichkeit zum „moderaten islamistischen Prediger“, der Sympathien gewinnen soll. Denn die Schaffung eines neuen großosmanischen Reichs unter der Führung dieser suversiven Gruppe könnte im Nahen Osten – so die Sicht der CIA und der Neocons – einen für die USA nützlichen Stabilitätsfaktor darstellen. Auch deshalb erhielt er gegen die Widerstände von FBI und Homeland Security auf Druck der CIA die Green Card und eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in den USA. Denn laut der Whistleblowerin Sibel Edmonds, ist die Gülen-Bewegung für die CIA in der türkischen Welt von Mittelmeer bis nach China ein krimineller „Staat im Staate“, der unter anderem auch dazu genutzt wird, Heroin von Afghanistan aus nach Amerika zu schmuggeln. Dass die CIA tief in den Drogenschmuggel aus Afghanistan involviert ist, gilt heute ohnehin schon als „offenes Geheimnis“, interessant ist hier im Zusammenhang vor allem der Umstand, wie tief die Gülen-Bewegung darin involviert ist.

Erdogans hartes Vorgehen gegen den „tiefen Staat“ infolge des gescheiterten Putschversuchs wird somit verständlich. Man muss sich nur einmal vorstellen, welche Säuberungsmaßnahmen in Deutschland notwendig wären, um das ganze transatlantische Netzwerk in Politik, Verwaltung, Medien und Wirtschaft zu entfernen. Auch dort müsste man wohl mindestens 10- bis 20.000 Personen aus ihren Ämtern, Posten und Stellungen entfernen.

Darum bekämpft Erdogan die CIA-gesteuerte Gülen-Bewegung