Die Pyramiden auf Mauritius (Video)

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Süße‘ Neuigkeiten von den Zuckerrohr-Feldern auf Mauritius. Der Entdecker desPyramidenkomplexes in Bosnien hat sich die Pyramiden auf Mauritius näher angesehen, hier seine Analyse.

Während meines Besuchs auf der afrikanischen Insel Mauritius habe ich das Phänomen pyramidaler Strukturen im süd-östlichen Teil der Insel – dem Plaine Magnien – nachgeprüft.

Diese Strukturen wurden im Guimar Ethnological Park auf Teneriffa und in zwei Artikeln erwähnt, die von Antoine Gigal aus Frankreich verfasst wurden.

Der National Monument Fund von Mauritius brachte vor vierzig Jahren Schutz-Marken an den Pyramiden-Mauern an (Titelbild: Pyramide Nummer I mit 13 Stufen bei 15 Metern Höhe. Ihre rechteckige Grundfläche misst 21 x 28 Meter).

Meine Schlussfolgerungen und Empfehlungen lauten folgendermaßen:

1. Sieben artifizielle Stufen-Pyramiden aus vulkanischen Gesteinsbrocken wurden auf der Insel errichtet.

Ihre Geometrie ist regelmäßig, mit vier dreiseitigen Flanken [orig.: „triangular faces“; d.Ü.], eingeebneter Grundfläche, gestalteten Ecksteinen, der selben Ausrichtung, sowie einer sorgfältig geplanten Konstruktion, die mehr als 30 000 Tonnen Material benötigte.

Solch ein ingenieurtechnisches Projekt muss die Arbeit von 100 Männern für einen Zeitraum von fünf Jahren erfordert haben. Der Ursprung der Pyramiden, ihrer Erbauer, der Zeitpunkt ihrer Errichtung und ihr Verwendungszweck sind momentan noch unbekannt. Die Pyramiden wurden nicht von rezenten Zivilisationen (Europäer des 16. bis 19. Jahrhunderts oder Araber des 10. bis 11. Jahrhunderts) errichtet, sondern viel früher (Die Erforschung prähistorischer Zivilisationen und ihrer weltweiten Zusammenhänge (Videos)).

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(Pyramide Nummer II hat 11 Stufen und eine Grundfläche 25m x 25m)

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(Pyramide Nr. III geometrisch regelmäßige Struktur, mit 11 Stufen und einer Plattform auf der Oberseite)

(Pyramide Nummer V, 11 Stufen, quadratische Grundfläche von 25m x 25m)

2. Aufgrund ihrer globalen Bedeutsamkeit müssen diese Strukturen von den zuständigen Regierungs-Körperschaften einen geschützten Status erhalten. Ihre Ähnlichkeiten in Design und Ausführung mit den Pyramiden auf den Kanarischen Inseln, Sizilien sowie Mittel- und Südamerika sind verblüffend.

Die Betrachtungsweise des wissenschaftlichen Mainstreams zum Verlauf der Pyramiden-Erbauung muss sich ändern. Auf Mauritius haben wir möglicherweise den ersten Hinweis auf eine hochentwickelten Seefahrer-Zivilisation, welche diese Strukturen gebaut hat.

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(Die sieben Pyramiden auf Mauritius, hier bei GoogleMaps)

3. Meine Empfehlung geht dahin, ein internationales interdisziplinäres Team aufzustellen, um die Pyramiden gemeinsam mit den örtlichen Wissenschaftlern zu untersuchen. Dieses Team könnte aus Archäologen, Geologen, Geophysikern, Geodäsie-, Satelliten- und Georadar-Experten bestehen.

4. Ein bestimmtes Areal um die Pyramiden herum könnte abgegrenzt werden, Rekonstruktions-Arbeiten könnten stattfinden, und ein Leitsystem sowie ein Informations-Stand aufgebaut werden. Auf diese Weise könnten Basis-Elemente für archäologischen Tourismus äußerst kostengünstig eingerichtet werden.

Video:

Literatur:

Der Todesstern Gizeh: Die Paläophysik der Grossen Pyramide und der militärischen Anlage bei Gizeh von Joseph Farrell

Das Cheops-Projekt von Dominique Görlitz

Die Cheops-Lüge, DVD

Die Botschaft der Megalithen: Wer erbaute die steinernen Wunder? von Hartwig Hausdorf

Quellen: PublicDomain/atlantisforschung.de

http://www.pravda-tv.com/

Teotihuacán: Schätze aus der Unterwelt – unterirdische Anlage als Kultplatz (Videos)

16. Mai 2016 aikos2309 pravda.tv

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Die mexikanische Tempelstadt Teotihuacán ist eines der großen Rätsel der Archäologie. Mit der Entdeckung einer unterirdischen Tunnelanlage enthüllen Forscher ihre unglaubliche Geschichte.

2015 hat ein „Terra X“-Team die Grabungsarbeiten im Tunnel begleitet. Die zahllosen Fundstücke geben Einblick in das Leben einer multikulturellen Gemeinschaft, die eine zweite Chance erhielt und in Teotihuacán einen Neuanfang gewagt hat.

Tausende Artefakte

Sergio Gómez Chávez, heute Chefarchäologe in Teotihuacán, ist noch Assistent, als er dort 2003 einen ummauerten Bodenschacht entdeckt, der viele Meter in die Tiefe führt. Der Wissenschaftler wagt den riskanten Abstieg in der Hoffnung auf eine große Entdeckung. Karte von Teotihuacán in Mexiko

Und die ist ihm tatsächlich gelungen. Am Ende des Schachts stößt Gómez auf einen zweiten, der horizontal verläuft und sich als ein über 100 Meter langer Tunnel entpuppt. Er enthält tausende Artefakte. Die meisten von ihnen sind erwartungsgemäß sehr kostbar.

Viel wichtiger aber sind die Geschichten, die sie erzählen. Die Fundstücke geben Einblick in das Leben der Erbauer und Bewohner von Teotihuacán, über die immer noch wenig bekannt ist, weil sie keine eigenen schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben.

Zwölf Jahre sind die Archäologen mit Laserscanner, Spaten und Pinsel im Tunnel zugange. Sie schauen durch Schutzmauern, entdecken Werkzeug-Depots, graben Schmuck, Schatullen, Riesenmuscheln und vieles mehr aus.

Und sie stellen fest, dass Wände und Decken im Dunkeln wie ein Sternenhimmel funkeln. Die eigentliche Sensation aber ist, dass der Gang in eine dreiarmige Kammer mündet, die direkt unter der „Pyramide der Gefiederten Schlange“ liegt (Die Erforschung prähistorischer Zivilisationen und ihrer weltweiten Zusammenhänge (Videos)).

Videobeitrag in der ZDF Mediathek – Link.

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(Grablege der Herrscher: Modell von Tunnel und Grabkammern unter dem Tempel der gefiederten Schlange)

Unterirdische Anlage als geheimer Kultplatz

Das Heiligtum ist dem Schöpfergott der Teotihuacános gewidmet, der höchsten Gottheit in der damaligen Welt. Zunächst vermuten die Forscher, dass sie auf ein Herrschergrab oder zumindest auf die Grablege eines hohen Priesters gestoßen sind. Diese Hoffnung erfüllt sich nicht. Aber einzigartige Funde zeigen, dass die unterirdische Anlage als geheimer Kultplatz gedient hat.

Vor etwa 1800 Jahren wurde sie mit Süßwasser geflutet, verschlossen und bis zu ihrer Entdeckung nicht mehr betreten. Zum ersten Mal in der langjährigen Forschungsgeschichte der Pyramidenstadt ist es einem Archäologenteam gelungen, die bizarr anmutenden Rituale und märchenhaften Jenseitsvorstellungen der Gründungsväter von Teotihuacán zu rekonstruieren und zu erklären.

Die Stadt Teotihuacán

In Zentralmexiko entwickelte sich nach der Zeit der vorklassischen Periode – in der Endphase hatten sich zahlreiche größere Kulturzentren herausgebildet – aus einem kleinen Dorf das wichtigste Zentrum der ersten Hochkultur Zentralmexikos. Dies geschah nur wenig später nach dem die Bewohner von Cuicuilco ihre erste Pyramide erbaut hatten.

Der Ort nennt sich Teotihuacán – nach dem die Teotihuacán-Kultur benannt wurde. Diese Kultur ist die älteste Hochkultur Zentralmexikos. Von Teotihuacán sind uns die Kunst, die Architektur, die Wandmalerei sowie die Bildhauerkunst bekannt. Aber wer die Menschen waren die Teotihuacán erbaut haben, woher sie kamen und warum sie später die Stadt verließen, ist uns nichts bekannt.

Die Stadt Teotihuacán ruft bei ihren heutigen Besuchern Bewunderung und Hochachtung hervor. Diese Achtung wird durch die Ausdehnung, die Konzeption, die Anlagen und zahlreichen Gebäude, welche sich in der Stadt befinden, ausgelöst. Teotihuacán hat alle Katastrophen überlebt. Sie liegt nur 40 Kilometer nördöstlich von Mexiko City entfernt und ihr Ruhm lockt Jahr für Jahr viele Besucher an. Selbst die Azteken waren voller Bewunderung über die Stadt Teotihuacán, deren verlassenen Pyramiden und Paläste schon zerfallen begannen. Tenochtitlan, die Hauptstadt der Azteken – wurde erst viele Jahre später erbaut (Grosse Pyramide von Tenochtitlán: Tunnel weist zur geheimen Gruft der Azteken-Kaiser).

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(Im Museum von Teotihuacán ausgestelltes Modell einer Rekonstruktion des Stadtzentrums: Sonnenpyramide (rechts), Mondpyramide (links im Hintergrund) sowie die „Straße der Toten“. Hier nicht zu sehen ist die etwas weiter südlich ebenfalls an der Straße der Toten gelegene Ciudadela. (Blick in Richtung Nordosten))

Die Herrscher der Azteken feierten in Teotihuacán zu Ehren ihrer Götter, da sie glaubten, derjenige, der in Teotihuacán stirb, den Göttern gleich wird. Die Azteken gaben der Stadt den aztekischen Namen „Teotihuacán“ was soviel bedeutete, wie „Ort, wo man zum Gott wird“. Der ursprüngliche Name dieser Stadt ist leider nicht bekannt.

Für die Azteken war die Stadt auch das Reich der Riesen, da eine solch ausgedehnte Stadt kein Mensch erbaut haben konnte. Als Beweis wiesen die Azteken große Knochen eines ausgestorbenen Mammuts vor, die sie für die Erbauer der Stadt hielten. Von Teotihuacán spricht man in Superlativen, da seine Ausmaße alle anderen vorkolumbischen Städte übertreffen. Selbst die aztekische Stadt Tenochtitlan war kleiner.

Da in den Städten Zentralmexikos zu Beginn u. Z. nur einige hundert, höchstens einige tausend Einwohner wohnten, lebten in Teotihuacan im 1. Jahrtausend dreihunderttausend Menschen. Nur eine Stadt in Europa besaß zur damaligen Zeit genauso viele Einwohner – Rom, aber die Ausdehnung der Stadt war viel kleiner.
Das prächtigste Bauwerk in Teotihuacán, was alle anderen in seinen Ausmaßen bei weitem übertrifft, ist die Sonnenpyramide. Es ist auch das größte Bauwerk im vorkolumbischen Mexiko und in ganz Amerika vor Eindringen der Weißen. Für den Bau wurden 995.000 Kubikmeter Material verwendet, die ein Gewicht von 2.980.000 Tonnen haben. In einiger Entfernung von dieser Pyramide steht eine etwas kleinere und ältere Pyramide, die Mondpyramide.

In der Nähe beider Pyramiden entstand in ihren Ausmaßen gewaltige Stadt, welche genau nach Plan erbaut worden ist. Die City bildete ein Tempelbezirk. Die Sonnenpyramide, Mondpyramide und Zitadelle waren durch eine 1.700 Meter lange Prachtstraße miteinander verbunden, die im Süden am Rio San Juan endete. Das Wort Zitadelle stammt aus dem Spanischen. Diese Pyramide war eigentlich der Zentraltempel der Stadt.

Neben dieser Tempelanlage erhob sich die „Pyramide der Gefiederten Schlange“, die später den Namen Quetzalcoatl-Pyramide erhielt (Teotihuacán: Archäologen finden hunderte „Gold“-Kugeln unter Pyramide des Quetzalcoatl (Video)). Die Hauptallee, genannt „Allee der Toten“, hatte eine Breite von 40 Metern und war mit weißem Pflaster ausgelegt. Die Stadt bestand nicht nur aus Pyramiden und Heiligtümern, sondern es wurden auch zahlreiche Wohnkomplexe, die oft größere Ausdehnungen besaßen, gefunden.

Der schwedische Archäologe Sigvald Linné fand bei Ausgrabungen von 1932 – 1935 ein Arial von 176 Räumen und 21 Vorhöfen. Ergänzt von vielen Gassen und Plätzen. Die gesamte Anlage hatte eine Ausdehnung von 3.500 Quadratmetern. Fast genauso groß war ein Komplex in Xolalpan, den ebenfalls Linné ausgrub. Die Tempel und Gebäude besaßen zahlreiche Fresken. Östlich der „Allee der Toten“ lebten in einfacheren Unterkünften die Bewohner Teotihuacáns.

Man geht davon aus, dass die Stadt in der Zeit zwischen 200 bis 600 u. Z. gegründet worden ist. Es war einst eine kleine Bauernsiedlung, die im 2.200 Meter hoch gelegenen Tal von Mexiko lag. Das Dorf war eins von vielen in dieser Gegend.

Teotihuacán entwickelte sich sehr schnell durch die intensive Landwirtschaft. Die Bewohner waren die ersten, die in der Mesa Central die Bewässerung einführten. Hier lebten auch Handwerker, wie Töpfer und Weber, die Stoffe aus Pflanzenfasern, wie aus Agaven herstellten. Die Werkzeuge wurden aus Obsidian hergestellt, mit dem sie Nephrit, Porphyr, Graphit und Serpentin bearbeiteten. Die handwerkliche Produktion war in Teotihuacán spezialisiert wie archäologische Funde zeigen. Aus Obsidian wurden in einigen Werkstätten nur Messer hergestellt, andere Werkstätten fertigten Lanzen und wieder andere Schaber.

In Teotihuacán wurde auch Handel getrieben. Einige Erzeugnisse wurden in entfernten Ortschaften Mexikos bis hin nach Guatemala gefunden. Aber auch nach Teotihuacan kamen Gegenstände, so z. B. aus tropischen Gebieten, die im Osten des Landes sind. Der Handel wurde vollzogen, ohne Rad und Wagen sowie ohne Lasttier. Diese Helfer beim Transport der Waren kannte man bis zur spanischen Eroberung Mexikos noch nicht (Mysteriöser Untergang – Archäologin erklärt Zerfall der Stadt Teotihuacan (Videos)).

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(Die Sonnenpyramide und die „Straße der Toten“)

Die Priester besaßen eine große Macht. Sie regierten auch die Stadt.

In der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends existierte keine Stadt, die sich mit Teotihuacán messen konnte. Höchstens Cholula und Puebla hatten vielleicht noch Einfluß (Cibola: Sieben Städte aus Gold (Videos)). Teotihuacán existierte fast tausend Jahre und man unterteilt ihre Geschichte in vier Perioden. Die Stadt wurde mehrmals umgebaut, weshalb ist nicht bekannt. Ob dies geschah aus Kriegsgründen oder wegen der astrologisch-magischen Auffassung vom Untergang der Welt. An den Pyramiden wurden die alten Treppen durch neue ausgetauscht und Fassaden verändert. Bei der Keramik und Plastik wurden keine Unterschiede der Stilrichtung festgestellt.

Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert nach einem Brand verlassen. Teotihuacán war für die Azteken die Stadt der Götter. Wer sie baute wußten auch sie nicht. Doch zu Ehren der Götter waren hier Tempel und Heiligtümer entstanden. Die Statuen und Fresken tragen Gestalten von Göttern. Der meist verehrte Gott dieser Zeit, der der Stadt die Blüte brachte, war der Gott des Regens und der Fruchtbarkeit – Tlaloc. Teotihuacán lag in einem trockenen und rauhen Klima und deshalb war auch ein Opferstein auf dem Hauptplatz diesem Gott geweiht worden. Auch die Wassergottheit Chalchiuhtlicue wurde angebetet.

Der Feuergott, der aus vorkolumbischer Zeit schon bekannt war, wurde gemeinsam mit der Gefiederten Schlange verehrt. Pilger kamen aus fernen Gegenden zu den Gottesdiensten – in eine Stadt ohne Befestigungsanlagen.

Video:

Fiel die Stadt einer Naturkatastrophe zum Opfer?

Es wurden an einigen Gebäuden Brandspuren gefunden. Die Sonnenpyramide, die Mondpyramide, die „Pyramide der Gefiederten Schlange“, die „Allee der Toten“, die mit Gottesfresken geschmückten Paläste blieben jedoch erhalten.

Literatur:

Der Todesstern Gizeh: Die Paläophysik der Grossen Pyramide und der militärischen Anlage bei Gizeh von Joseph Farrell

Das Cheops-Projekt von Dominique Görlitz

Die Botschaft der Megalithen: Wer erbaute die steinernen Wunder? von Hartwig Hausdorf

Quellen: PublicDomain/PRAVDA TV/ZDF/BZ Ullstein am 08.05.2016

Grosse Pyramide von Tenochtitlán: Tunnel weist zur geheimen Gruft der Azteken-Kaiser

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Das Ende des Aztekenreichs – wie brutale Eroberer eine Kultur zerstörten: Mexikanische Archäologen haben im aztekischen Templo-Mayor-Komplex einen tunnelähnlichen Durchgang entdeckt, der zu zwei versiegelten Kammern führt. Sie hoffen nun nach eigenen Angaben, dass er zum bis heute unentdeckten Grab aztekischer Herrscher im «Huey Teocalli» führt, der auch als Grosse Pyramide von Tenochtitlán bekannt ist.

Es wird vermutet, dass die Azteken während ihrer Herrschaft von 1325 bis 1521 ihre Herrscher einäscherten. Nicht bekannt ist, wo sie die Überreste aufbewahrten. Der Archäologe Leonardo Lopez Lujan teilte nun mit, der 8,4 Meter lange Tunnel habe zu einer kreisförmigen Plattform geführt, auf der die toten Herrscher verbrannt worden seien. Der Eingang sei von einem drei Tonnen schweren Felsbrocken versiegelt worden. Am Ende des Ganges seien zwei blockierte Eingänge zu sehen.

Experten sagten, die Entdeckung von Grabkammern der aztekischen Herrscher wäre ein sehr bedeutsamer Fund. Der Templo Mayor befand sich in der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán, dem heutigen Mexiko-Stadt.

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Im August 2015 sorgte eine grausige Entdeckung in Mexiko-Stadt für Aufmerksamkeit. Archäologen entdeckten in den Ruinen des Aztekenreiches eine große Mauer mit eingeschlagenen Menschenschädeln. Wahrscheinlich handelt es sich um den zentralen „Tzompantli“ (Gestell der Schädel) von Tenochtitlán, der Hauptstadt des aztekischen Reiches, das bis zur Eroberung durch die Spanier 1521 weite Teile Mittelamerikas beherrschte.

Die Schädelwand gehörte zu den wichtigsten Kultstädten des Reiches, wurden an ihr doch die Körper der Geopferten abgelegt, denen auf der nahen Tempelplattform Priester das Herz bei lebendigem Leibe entrissen hatten. Allein bei der Einweihung des Haupttempels seiner Stadt soll Kaiser Ahuitzotl 1486 mehr als 72.000 Gefangene den Göttern geopfert haben.

Im Komplex des Templo Mayor in Mexiko-Stadt, die die Spanier über den Ruinen Tenochtitláns erbaut haben, sind Archäologen jetzt womöglich auf einen weiteren Grund für die Ströme von Blut gestoßen. Sie legten einen tunnelähnlichen Durchgang frei, der zu zwei versiegelten Kammern führt. Dahinter könnte sich die bislang unentdeckte Nekropole der Azteken-Kaiser befinden, die vom 14. Jahrhundert an das Imperium beherrschten.

Dass dieser Tunnel nicht einfach ein x-beliebiger Durchgang gewesen ist, zeigen die Sicherheitsmaßnahmen der Azteken. So verriegelte ein drei Tonnen schwerer Felsbrocken den Eingang. Am Ende des Ganges seien zwei blockierte Gänge zu sehen, sagt Lopéz Luján, starke Indizien für einen Raum mit einem besonderen, schützenswerten Inhalt. Sollte es sich um das Grabmal der Herrscher handeln, würde das einmal mehr die Nähe zum „Gestell der Schädel“ und ihren menschlichen Opfern erklären.

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(Ausdehnung des aztekischen Herrschaftsgebietes zu Anfang des 16. Jahrhunderts)

Ende der Azteken

Das Ende des aztekischen Imperiums kam, als die Spanier den amerikanischen Kontinent zuerst entdeckten und dann eroberten. Der berühmteste Entdecker war Christoph Kolumbus, der berühmteste Eroberer (zumindest Mexikos) war Hernán Cortés. Die Azteken wussten nicht, wie ihnen geschah, als die mit modernen Schusswaffen ausgestatteten spanischen Abenteurer über ihre Städte herfielen. Die blinde Zerstörungswut hat dafür gesorgt, dass die aztekische Geschichte heute nur sehr lückenhaft nachvollzogen werden kann.

Die Azteken haben zu ihrer Zeit zahlreiche Dokumente angefertigt, die so genannten „Aztekencodices“ oder einfach „Códices“ (spanisch für „Kodex“, gemeint sind handgeschriebene Bücher).

Die Spanier haben jedoch fast alle vorgefundenen Dokumente zerstört – in ihrem religiösen Wahn hielten sie die aztekische Kultur für ein zu vernichtendes Werk des Teufels.

Es sind also nur wenige Códices der Azteken erhalten – diese zeigen in Bilderschrift Szenen aus dem Alltagsleben, aus dem Krieg und aus dem religiösen Leben. Auch der aztekische Kalender, Familienstammbäume und Informationen über Steuerabgaben sind auf den Códices verewigt.

Spuren der Kultur auf den Códices

Als Material für die Códices diente die Haut von Tieren (meist Hirschleder) und ein besonderes Papier, das aus der Rinde des Feigenbaums hergestellt wurde. Diese Unterlagen wurden mit natürlichen Farben bemalt und dann zu Büchern zusammengefaltet. Den erhaltenen Códices gaben die Geschichtsschreiber später Namen – zum Beispiel „Codex Borbonicus“ oder „Boturini Codex“. Die Códices sind bis heute Hauptquelle für eine Annäherung an die Kultur der Azteken. Anders als die plündernden und mordenden Spanier auf ihrem Eroberungsfeldzug weiß man heute, dass die Azteken kulturell hoch gebildet waren.

Eine große Rolle spielte die Astronomie – die Azteken waren Meister der Himmelsbeobachtung, zum Beispiel kannten sie den Zyklus der Venus (ihre Umlaufbahn um die Sonne). Man besaß zwei verschiedene Kalender – der eine war unterteilt in 18 Monate zu je 20 Tagen, am Ende des Jahres addierte man einfach noch fünf Tage hinzu (das macht zusammen 365 Tage pro Jahr, genau wie bei unserem Kalender). Der andere war religiösen Zwecken dienlich, man unterteilte bei diesem das nur 260 Tage zählende Jahr in 13 Monate. Die Neujahrstage beider Kalender – also die des „Sonnenjahres“ und die des „heiligen Jahres“ – fielen alle 52 Jahre zusammen.

Die aztekische Hauptstadt Tenochtitlán war auch ein architektonisches Meisterwerk. Die Stadt lag auf einer Insel im Texcoco-See – mit dem Festland war sie nur durch fünf Dämme verbunden, die aus Stein und Erde gebaut worden waren. Wahrscheinlich hatte die aztekische Hauptstadt zu ihrer Blütezeit zwischen 200.000 und 400.000 Einwohner. Obwohl Tenochtitlán von den Spaniern völlig verwüstet worden ist, sind Bruchstücke dieser einst prachtvollen Stätte noch erhalten – die Ruinen zeugen auch heute von der Kunstfertigkeit der aztekischen Baumeister und Steinmetze.

Die Ankunft der Spanier

Die spanischen Eroberer („Conquistadores“) gelangten bereits im Jahr 1492 nach Amerika – der berühmteste Vorreiter war natürlich Kolumbus. Es dauerte jedoch noch bis 1500, bis die Spanier auch in die Gebiete des Aztekenreichs kamen – Kolumbus und seine Begleiter waren zunächst viel weiter im Süden gelandet. Die bedeutendste Expedition der Spanier ins Reich der Azteken wurde von Cortés angeführt – mithilfe von einheimischen Verbündeten unterwarf er mit seiner Armee im Jahr 1521 die Hauptstadt Tenochtitlán.

Der Herrscher der Azteken war damals ein Mann namens Moctezuma Xocoyotzin (auch Moctezuma II. genannt). Moctezuma deutete die Ankunft der Spanier ganz eigen, indem er sie im Zusammenhang mit alten religiösen Prophezeiungen interpretierte. Der aztekischen Überlieferung nach würde der Gott Quetzalcoátl eines Tages zurückkehren, und zwar von Osten kommend – in der Vorstellungswelt der Azteken war der Osten, dort wo die Sonne aufgeht, Wohnstätte der Götter. Die Spanier und ihr Anführer Cortés kamen aus dem Osten – Moctezuma hielt Cortés tragischerweise für diesen wiederkehrenden Gott Quetzalcoátl. Als er von der Ankunft Cortés‘ hörte, glaubte er zunächst an einen Glücksfall für sein Volk.

Die ersten Dörfer und Städte, in denen Cortés mit seinen Männern einfiel, waren selbst Unterworfene des Aztekenreichs. Später konnte Cortés sich mit manchen von ihnen verbünden, um gemeinsam Krieg gegen Tenochtitlán zu führen. Den Männern um Cortés brachten die Einheimischen „Geschenke“ dar – Gold, Edelsteine und sogar Frauen. Man war es gewohnt, in Ruhe gelassen zu werden, wenn man sich dem Eroberer mit Geschenken und freiwilligen Abgaben gefügig zeigte. Die Spanier wurden dadurch aber nur „hungriger“ und kamen in immer größerer Zahl.

Eroberung der Hauptstadt Tenochtitlán

Auch Moctezuma hatte inzwischen erfahren, dass es sich bei den Eindringlingen keinesfalls um Götter handeln konnte. Aus Tenochtitlán wurden Boten entsandt, um die Eindringlinge mit Geschenken friedlich zu stimmen und sie davon abzuhalten, auch in die Hauptstadt der Azteken vorzudringen. Die Wirkung war wieder eine gegenteilige – Cortés und seine Männer waren nun begierig, auch das Herz des Reichs zu unterwerfen.

Weiter lesen bitte hier:

http://www.pravda-tv.com/2015/12/grosse-pyramide-von-tenochtitlan-tunnel-weist-zur-geheimen-gruft-der-azteken-kaiser/

Mission Pyramiden-Scan: Wärme-Anomalie in der Cheops-Pyramide (Videos)

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Nur weil ein Geheimnis 4500 Jahre alt ist, heißt das nicht, dass es nicht gelöst werden könnte: Für ein außergewöhnliches Projekt vermessen Forscher derzeit die Pyramiden neu – und haben Ungewöhnliches entdeckt.

Zwei Wochen lang haben Forscher mit modernem Gerät die Pyramiden untersucht. Das Ziel der „Scan Pyramids Mission“ war es, unbekannte innere Strukturen zu entdecken, etwa Luftschächte, Geheimgänge oder Kammern.

Tatsächlich haben die Forscher an der östlichen Seite der großen Pyramide von Gizeh eine Anomalie entdeckt, erklärte Antiquitäten-Minister Mamdouh El-Damati, unter dessen Ägide das Projekt steht. Beteiligt sind die Universität Kairo und die Pariser Organisation „Heritage, Innovation and Preservation“.

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(Scangerät vor den drei thermisch auffälligen Blöcken in der Ostwand der Cheops-Pyramide)

Video: Mysterious thermal anomalies found in Giza’s Great Pyramid

Moderne Technik verrät, welche Geheimnisse die Pyramiden noch bergen

Für die neuerliche Untersuchung der Pyramiden nutzten die Wissenschaftler Infrarot-Geräte, eine bestimmte Art von Röntgen-Untersuchung (Myonen-Radiografie) sowie 3-D-Rekonstruktion. Sie haben folgende Pyramiden untersucht:

  • Cheops,
  • Chephren,
  • Bent, sowie die
  • Rote Pyramide in Dahshur.

Alle untersuchten Pyramiden bargen Überraschungen. Auffallend ungewöhnliche Temperaturunterschiede wies aber die Cheopspyramide auf. Normalerweise, berichten die Wissenschaftler, sollten die Temperaturunterschiede zwischen zwei nebeneinanderliegenden Steinen 0,1 bis 0,5 Grad betragen.

 

In der untersten Steinschicht der Cheopspyramide aber maßen die Forscher ganze 6 Grad Temperaturunterschied.

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Die Forscher haben verschiedene Theorien, die diesen Sachverhalt erklären könnten. Sie werden weitere Untersuchungen durchführen.

 

Der Minister kündigte an, dass die neue Technik der Myonenerfassung weitere Aufschlüsse geben soll, was sich hinter den durch die Thermografie auffällig gewordenen Stellen befinde. Er sei sich ganz sicher, dass diese Forschungen noch zu bedeutsamen Entdeckungen führen würden.

Literatur:

Wissen in Stein – Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas [2 DVDs]

Der Todesstern Gizeh: Die Paläophysik der Grossen Pyramide und der militärischen Anlage bei Gizeh von Joseph Farrell

Das Cheops-Projekt von Dominique Görlitz

Die Cheops-Lüge, DVD

Quellen: PRAVDA TV/PublicDomain/Focus/blog.selket.de vom 11.11.2015

Die Pyramide von Gizeh – ein gigantisches Kraftwerk (Videos)

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Die konventionelle Erklärung der Tunnel und Schächte in der Cheops-Pyramide behauptet, sie wären ein Grabmal für den Pharao Cheops gewesen. Vom eigentlichen Eingang, der natürlich ursprünglich auch verschlossen war, führt ein gerader Tunnel schräg nach unten in die Felsenkammer. Diese wäre dann eine Art Scheingrab und eindringende Grabräuber sollten übersehen, dass nach ca. einem Viertel der Strecke ein Schacht nach oben zu den eigentlichen Grabkammern abzweigt.

Weder in der Königskammer noch in der Königinnen-Kammer fand sich jedoch ein Hinweis, dass sich dort jemals Leichname oder Mumien befunden hätten. Außerdem war es auch zu Zeiten des Pharaos Cheops üblich die Wände mit Reliefs und Hieroglyphen zu versehen. Diese fehlen hier völlig, was die Erklärung als Pharaonengrab ziemlich unwahrscheinlich macht.

Die Verbindung zu Pharao Cheops entstand dadurch, dass man rund um die Pyramide Fundstücke ausgrub, die seiner Familie zuzurechnen sind, was überhaupt nicht bedeuten muss, dass er die Pyramiden gebaut hat. Sie können zu dieser Zeit schon seit Jahrtausenden dort gestanden haben. Hätte man sie als Grabmal gebaut, hätten sie auch während seiner Regierung, also in relativ kurzer Zeit gebaut werden müssen. Zieht man einen anderen Zweck in Erwägung, hätte man Jahrhunderte Zeit gehabt, sie zu bauen. Sowohl der Zeitpunkt des Baues als auch der Zweck sind also recht fraglich.

Ganz gleich ob man die Ilias und die Odyssee des Homer oder das Atlantis des Platon als phantasievolle Mythen oder als historische Wahrheit ansieht, ist es durchaus möglich, dass von früheren Hochkulturen, die durch die Sintflut oder ähnliches zerstört wurden, nur große Steindenkmäler blieben, nicht nur die drei in Gizeh, die ca. hundert in Ägypten, sondern überall auf der Welt. Pyramiden gibt es ja auch in Mittel- und Südamerika, und auch dort ist der Zweck nicht so eindeutig geklärt. Setzt man eine Bauzeit von mehreren Jahrhunderten an, wird die Erklärung um einiges einfacher, auch ohne die Hilfe von Aliens.

Hermann Waldhausen sah in ihnen zum Beispiel ein riesiges antikes Pumpwerk. Er konstruierte ein Modell nach den Pyramiden und es funktionierte tatsächlich. Auch die Felsenkammer mit ihrem Brunnenschacht fände damit eine Erklärung, da der Nil damals höher lag und nahe an den Pyramiden vorbeifloss. Im Pyramideninnern und sogar in der Königskammer fand man Salzkristalle, die sich nur dadurch erklären lassen, dass Wasser in den Räumen stand.

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Zahllos sind die esoterischen Erklärungsversuche: Nach Christopher Dunn war die Cheops-Pyramide ein Kraftwerk und eine Einrichtung zur Konvertierung oder Transformation von Energie.

Das Kraftwerk von Gizeh: stimmt die Chemie?

Untersuchungen von Rückständen in den Königinnenschächten der Großen Pyramide von Gizeh legen nahe: Mittels zweier verschiedener chemischer Mixturen konnte dort ein Wasserstoffgas produziert werden, dessen piezoelektrische Energie dazu gedient haben könnte, die Pyramide als Kraftwerk zu nutzen.

Ein kurzer Überblick

In seinem Buch „The Giza Power Plant: Technologies of Ancient Egypt“1 (Das Kraftwerk von Gizeh: Technologien im Alten Ägypten – Artikel und Videos unten) stellt Christopher Dunn eine äußerst fesselnde Theorie über die Funktion der Königinnenkammer auf. Er vertritt die Ansicht, dass es sich dabei um den Motor eines riesigen Kraftwerks handelte, in dem mithilfe von Wasserstoffgas (H2) piezoelektrische oder elektromagnetische Energie erzeugt wurde.

Die im jeweils südlichen und nördlichen Schacht der Königinnenkammer verwendeten Chemikalien wurden auf der Grundlage einer präzisen chemischen Methodik verarbeitet. Im südlichen Schacht verwendete man dafür allerdings Schwefelsäure (H2SO4) und nicht Salzsäure (HCl), wie Dunn behauptet. Im nördlichen Schacht fand eine aus Ammoniumchlorid (NH4Cl) und Zinkchlorid (ZnCl2) hergestellte Mischung Verwendung.

Mithilfe der genannten Chemikalien konnte man sowohl im südlichen wie auch im nördlichen Schacht Wasserstoffgas herstellen. Es war nicht erforderlich, die Chemikalien aus dem südlichen Schacht und aus dem nördlichen Schacht zu mischen, um das Wasserstoffgas zu gewinnen. Jedes der in diesem Artikel beschriebenen Systeme funktionierte vielmehr für sich genommen als jeweils autonome Quelle für Wasserstoffgas.

Video:

Einführung

Die Große Pyramide von Gizeh ist die älteste und größte der drei Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau (der Nekropole) in Ägypten. Markierungen im Innern der Pyramidenkammern weisen den Bau der Großen Pyramide der vierten Dynastie unter dem ägyptischen Pharao Khufu zu. Die Große Pyramide war das älteste der Sieben Weltwunder der antiken Welt und ist das einzige, das sich auch heute noch in einigermaßen intaktem Zustand befindet. Man kennt die Große Pyramide auch unter dem Namen Khufu-Pyramide oder Cheops-Pyramide. Die Ägyptologen gehen davon aus, dass sie in einem Zeitraum von zehn bis zwanzig Jahren errichtet wurde und der Bau etwas 2560 v. Chr. abgeschlossen wurde.2

In seinem Buch „The Giza Power Plant“ stellt Dunn die Theorie auf, dass die Königinnenkammer der Großen Pyramide von Gizeh als Motor eines riesigen Kraftwerks diente. Ich möchte Dunns Theorie an dieser Stelle kurz beschreiben.

  1. In jedem der beiden zur Königinnenkammer führenden Schächte (dem südlichen und dem nördlichen), die man entdeckte, fand man unterschiedliche Chemikalien. Der südliche Schacht enthielt verdünnte Salzsäure, der nördliche hydriertes Zinkchlorid.
  2. Mischte man diese Chemikalien, so entstand Wasserstoffgas.
  3. Das Wasserstoffgas breitete sich in der Großen Galerie aus und stieg dann hinauf in die Königskammer, wo akustische Energie in piezoelektrische Energie umgewandelt wurde.

In diesem Artikel möchte ich im Hinblick auf die von Dunn beschriebenen Chemikalien in beiden Schächten (dem südlichen und dem nördlichen) der Königinnenkammer eine Analyse der chemischen Stichhaltigkeit durchführen, aber auch chemische Alternativen vorstellen und erörtern. Ich beschränke mich dabei ausschließlich auf die Schächte (den südlichen und den nördlichen) der Königinnenkammer und beschreibe, wie dort Wasserstoffgas hergestellt wurde.

Die Verwendung von Schwefelsäure im südlichen Schacht

Ich vertrete die Auffassung, dass im südlichen Schacht der Königinnenkammer Schwefelsäure (Molekulargewicht [MG]: 98,08 g/mol) verwendet wurde. Die hochkorrosive Schwefelsäure ist eine starke mineralische Säure, die man auch unter dem historischen Namen „Vitriolöl“ oder der altertümlichen Bezeichnung „schwefelsaures Salz“3 kennt.

Nach Dunns Beschreibung wurde im südlichen Schacht verdünnte Salzsäure (HCl) verwendet. Wie er erklärt, fand man in diesem Schacht auch Gipsreste. Bei Gips handelt es sich um ein weiches Sulfatmineral (Calciumsulfatdihydrat, CaSO4·2H2O). Dunn behauptet nun, der den Schacht auskleidende Kalk (ein im Wesentlichen aus Calcit bestehendes Sedimentgestein, CaCO3) hätte mit der Salzsäure reagiert und so Gips entstehen lassen.

Durch Salzsäure (HCl) kann jedoch kein Gips-Addukt entstehen, weil die Formel kein Sulfat enthält. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass dafür Schwefelsäure (H2SO4) verwendet wurde. Die im Folgenden dargestellte chemische Substitutionsreaktion veranschaulicht, wie aus Schwefelsäure ein Gips-Addukt entsteht:

H2SO4(Schwefelsäure) + CaCO3(Kalk) –> CaSO4(Gips) + CO2(Kohlendioxid) + H2O (Wasser)

Woher das H2 stammte, das man im südlichen Schacht fand, erklärt sich, wenn man davon ausgeht, dass sich dort wässrige Schwefelsäure (H2SO4) zersetzte.

Die Verwendung von Vitriolen geht zurück bis in die Antike. Der Begriff findet in sumerischen Wortlisten (Lexika)4Erwähnung, die etwa aus dem Jahr 600 v. Chr. stammen. In diesen Wortlisten werden alle Arten von Vitriolen beschrieben und nach Farben geordnet. Grünes Vitriol, Eisen(II)-Sulfat, enthält sieben hydrierte Wassermoleküle (FeSO4·7H2O)5. In antiker Zeit nannte man das grüne Vitriol „copperas“.

Bei einem Blick in die chemische Literatur finden wir zwar keinen Hinweis darauf, dass die alten Ägypter Schwefelsäure verwendeten, doch ich werde in dieser Arbeit aufzeigen, dass sie sehr wohl über die Technik und die Ressourcen verfügten, um große Mengen der Säure herstellen zu können.

Schwefelsäure ist eine starke, hochkorrosive Säure. Ihre Herstellung und Lagerung stellte für die alten Ägypter also eine Herausforderung dar.

Die am häufigsten in archäologischen Stätten Ägyptens anzutreffenden Artefakte bestehen aus gebranntem Ton. Die alten Ägypter brannten Tonmergel bei sehr hohen Temperaturen (zwischen 800° und 1.000°C). Der Brennvorgang verlieh den keramischen Materialien daher eine große Härte.6

Nach dem Brennen enthielten die aus Tonmergel gefertigten Keramikwaren keine organischen Materialien mehr. Ein Keramikgefäß solcher Art hätte sich hervorragend für die Herstellung und Speicherung von Schwefelsäure geeignet, da es sich durch hohe chemische Resistenz und Haltbarkeit auszeichnete.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 61 vom Nexus Magazin.

Video:

Forscherportrait und Pyramidenforschung

Der 1946 in Großbritannien geborene und in den USA lebende Maschinenbau-Experte Christopher P. Dunn, ist einer der international profiliertesten Vertreter der alternativen Ägyptologie und Pyramidenforschung. Als Autor wurde er mit der Veröffentlichung seines Buches „The Giza Power Plant: Technologies of Ancient Egypt“ bekannt, in dem er die These vertritt und untermauert, dass beim Bau altägyptischer Strukturen, insbesondere des Pyramiden-Komplexes auf dem Gizeh-Plateau, hoch entwickelte Technologien (Hightech-Präzisionsmaschinen) zum Einsatz gekommen sein müssen.

Lebenslauf

Christopher Dunn wurde 1946 im englischen Manchester geboren. Sein Arbeitsleben begann er im dortigen Ingenieur-Unternehmen Mather & Platt, wo er seine Lehre als Maschinenbauer absolvierte und später als Geselle arbeitete. 1969 emigrierte er in die Vereinigten Staaten, wo er für die Altamil Corporation und bei Twigg Industries in Martinsville, Indiana, im Flugzeugbau tätig wurde. Als er später als Werkzeugmacher bei Rettig Engineeringin Indianapolis arbeitete, war Dunn mit der Entwicklung und Implementierung von Hochleistungs-Lasern zur Bearbeitung von Treibstoff-Turbinen und von Bauelementen sowie Baugruppen für die Luft- und Raumfahrt befasst.

Des weiteren war Dunn Manager der Firma Laser Robotics Machining, einem Vertragsunternehmen für Auftragsfertigungen im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie. 1986 wurde er von Danville Metal Stamping angeworben, einem Unternehmen, das Treibstoff-Turbinen und Produkte für die Luft- und Raumfahrt produziert, wo er als Projektingenieur, Laser-Produktionsleiter und Leiter der Personalabteilung fungierte. Heute lebt Christopher Dunn gemeinsam mit Ehefrau Jeanne und ihren Kindern in Danville, Illinois.

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(Eine Skizze von Christopher Dunns Modell der Großen Pyramide als Kraftwerk)

Pyramidenforschung

Christopher Dunns erstes Buch, in dem er eine erste umfassende Bilanz seiner Feldforschung in Ägypten präsentierte „The Giza Power Plant“ erschien 1998 bei Inner Traditions – Bear & Company, einem amerikanischen Fachverlag für Publikationen im Bereich alternativer und grenzwissenschaftlicher Vergangenheits-Forschung. Darin legt er auf Basis seiner Studien und Vermessungen altägyptischer Monumente und Bauelemente sowie zahlreicher Artefakte dar, dass der Entwicklungsstand ihrer altertümlichen Hersteller im Bereich der Steinbearbeitung einen Präzisionsgrad aufweist, der moderne Standards im Bauwesens in den Schatten stellt.

Bereits zuvor hatte Dunn zahlreiche Artikel über seine Hypothese hochentwickelter Technologie im Altertum veröffenlicht, darunter auch im August 1984 seinen viel beachteten Beitrag „Advanced Machining in Ancient Egypt“ im Magazin „Analog Science Fiction and Fact„.

Dunn schrieb auch das Vorwort zu Edward F. Malkowskis im Jahr 2007 erschienener Publikation „The Spiritual Technology of Ancient Egypt: Sacred Science and the Mystery of Consciousness„.

Des weiteren produzierte er die DVD-Dokumentationen „The Giza Power Plant“ und „Ancient Wisdom: Christopher Dunn: Ancient Power Plants And Advanced Technology: Egypt In The New Millennium“.

Video:

Im Jahr 2010 stellte Christopher Dunn sein zweites Buch mit dem Titel „Lost Technologies of Ancient Egypt: Advanced Engineering in the Temples of the Pharaohs“ vor. Erneut dokumentiert Dunn darin die Spuren von Hightech und Hochleistungs-Präzisionswerkzeugen, die sich u.a. auch bei einer genauen Untersuchung altägyptischer Kolossal-Statuen nachweisen lassen, und eine Präzision anzeigen, die wir heute nur unter Einsatz computergesteuerter CNC-Fräsen erzielen können. Dabei hält Dunn sich zurück, was Spekulationen darüber angeht, unter welchen Umständen damals eine derartige Präzisionsarbeit ermöglicht wurde, sondern er beschränkt sich auf eine Beweisführung zu den Tatsachen.

Die Pyramiden bleiben also weiterhin rätselhaft…

Literatur:

Der Todesstern Gizeh: Die Paläophysik der Grossen Pyramide und der militärischen Anlage bei Gizeh von Joseph Farrell

Das Cheops-Projekt von Dominique Görlitz

Quellen: aegypten-fotos.de/atlantisforschung.de/nexus-magazin.de vom 15.10.2015

http://www.pravda-tv.com/2015/10/die-pyramide-von-gizeh-ein-gigantisches-kraftwerk-videos/

Mexiko: Unterirdischer See und Höhle unter Pyramide entdeckt (Video)

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In Chichén Itzá haben Forscher eine Kalksteinhöhle unterhalb der großen Kukulcán-Pyramide entdeckt, deren Decke irgendwann einstürzen wird.

Der mit Süßwasser gefüllte Cenote (dolinenartiges Kalksteinloch) ist bis zu 35 Meter lang, über 20 Meter hoch und lediglich eine etwa fünf Meter dicke Kalksteinschicht trennt das Fundament der Pyramide mit dem Cenote. Streng genommen dürfte man es eigentlich erst dann einen Cenote nennen, wenn die Höhlendecke bereits eingestürzt ist und das wassergefüllte Loch frei liegt – was eines Tages sicherlich geschehen wird.

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Dann wird die Pyramide des Kukulcán in die Tiefe stürzen und der Tempel zu Ehren des Gottes Quetzalcoatl zerstört werden.

Die Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass dies erst in einigen Hundert Jahren geschehen wird.

Video-Präsentation in Spanisch

Chichén Itzá ist mit einer Fläche von 1547 Hektar eines der bedeutendsten Ruinenstätten aus der späten Maya-Zeit. Es befindet sich auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán, etwa 120 Kilometer östlich von Mérida im Bundesstaat Yucatán.

Die Stadtarchitektur weist sehr viele unterschiedliche Stile auf, die einzigartig sind. Neben der Kukulcán-Pyramide und der Venus-Plattform gibt es in dieser interessanten archäologischen Stätte zahlreiche weitere Tempel und Anlagen zu besichtigen.

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Die Pyramide, auch El Castillo (Die Burg) genannt, besteht eigentlich aus insgesamt drei, zu verschiedenen Zeiten errichteten Bauten, auf deren Spitze der Tempel des Gottes Quetzalcoatl (Kukulcán) steht. Heute sieht man nur noch den jüngsten (äußeren) Teil der Tempelpyramide, der auf das 11. bis 12. Jahrhundert datiert wird. Bei dem zweiten, darunter verborgenen Tempelbau, konnte das ungefähre Alter auf das 8. bis 9. Jahrhundert festgesetzt werden, aber über das Alter der ganz innen befindlichen Konstruktion weiß man nichts, da man sie nicht untersuchen konnte.

© Fernando Calvo für Terra-Mystica.Jimdo.com vom 17.08.2015

Literatur:

Lexikon der verbotenen Archäologie: Mysteriöse Funde von A bis Zvon Luc Bürgin

Die sieben Städte von Cibola von C W Ceram

Schiffbrüche: Die Unglücksfahrt der Narváez-Expedition zur Südküste Nordamerikasvon Álvar Núñez Cabeza de Vaca

Versunkene Hochkulturen

http://www.pravda-tv.com/

Mysterium Ägypten: Wahrheit und Fälschung (Videos)

10. Juli 2015

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Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas.

Pyramidenforscher Axel Klitzke widmet sich seit vielen Jahren der ägyptischen Kultur. In seinen Recherchen trifft er dabei immer wieder auf unglaubliche Entdeckungen. So gibt es immer wieder Hinweise auf Techniken, Bearbeitungsmethoden, Werkzeuge und bautechnische Leistungen, welche nicht in den geschichtlichen Kontext passen, welcher uns gelehrt wird.

In seinem neuen Vortrag „Wahrheit & Fälschungen“ (siehe unteres Video) zeigt Axel Klitzke unzählige Beispiele für die existierenden Widersprüche in der Ägyptologie.

Pyramiden: Wissensträger aus Stein

medeis eisitho ageômetrikos. So soll der Leitspruch über dem Eingang zu Platons Akademie in Athen gelautet haben: „Es trete niemand hier ein, der nicht der Geometrie kundig ist.“ Der Eingang zu Platons Schule ist auch der Eingang zur gesamten abendländischen Philosophie und „Akademie“.

Und der Schlüssel hierzu soll die Geometrie sein?! Das mag auf den ersten Blick erstaunlich klingen. Warum muß man sich in Geometrie auskennen, wenn man sich in die „Akademie“, in eine akademische Bildung, hineinbegeben will? Muß jeder, der sich „Akademiker“ nennt, ein geômetrikos sein? Warum verlangte der große Philosoph und Gelehrte Platon diese Qualifikation von seinen Schülern?

Das griechische Wort ageômetrikos (wörtl. „Nicht-geômetrikos“) kann nicht nur als „der Geometrie unkundig“, sondern auch als „unfähig für Geometrie; der Geometrie abgeneigt“ übersetzt werden. In diesem Sinn verlangte Platon nicht unbedingt, daß jeder Kandidat bereits ein gebildeter „Geometer“ war (in einigen Quellen wird Platons Leitspruch auch mit dem Wort ageômetrètos wiedergegeben). Platon verlangte eine allgemeinere Qualifikation: Jemand, der in die höheren Wissenschaften eingeweiht werden möchte, sollte nicht geometrieunfähig oder geometrie-abgeneigt sein. Schülerkandidaten mußten also bereit sein, vor der Arbeit in der konkreten Welt zuerst ein klares abstraktes Denken zu erlernen, und hierzu gehörten in erster Linie die Wissenschaften der Philosophie und der Mathematik.

Denselben Leitspruch – medeis eisitho ageômetrikos – könnte man auch über das Buch (und die Forschungsarbeit) von Dipl.-Ing. Axel Klitzke stellen. In seinem Werk geht es um sehr konkrete und handfeste Themen: die alten Pyramiden. Axel Klitzke hat die Pyramiden Mittelamerikas und Ägyptens, insbesondere die von Teotihuacan, Dahschur und Giza, untersucht, und dabei entdeckte er verblüffende Parallelen, gestützt auf den Hunab, die Königs-Elle und den Urzoll, deren wahre Länge er zu ermitteln vermochte – ebenfalls eine schlüsselhafte (Wieder-)Entdeckung.

Dies zieht natürlich viele Fragen nach sich: Woher kommen diese Parallelen? Wer hat diese megalithischen Bauwerke errichtet? Wann und zu welchem Zweck? Man könnte es sich bei diesen Fragen sehr leicht machen und einfach die vorherrschende „akademische“ Meinung übernehmen, nämlich daß es sich bei den ägyptischen Pyramiden um Grabmäler der Pharaonen der Vierten Dynastie handle (Snofru, Cheops usw.), die um 2500 v. Chr. gelebt haben.

Das jedoch ist keine akademisch gültige Erkenntnis im Sinne Platons, denn diese Ansicht ist ageômetrikos. Wenn Platons Leitspruch für die Philosophie gilt, dann gilt er umso mehr für die Ägyptologie, insbesondere für die Pyramidenforschung!

Nur diejenigen, deren Blick geometrisch geschult ist, können den Pyramiden und den Erbauern der Pyramiden gerecht werden.

Bezeichnenderweise gehört heute die Geometrie, und erst recht die Wissenschaft der heiligen Geometrie, nicht zum Lehrplan der Ägyptologie. Die „akademische“ Ägyptologie behauptet sogar, in den Pyramiden gebe es keine heilige Geometrie; dem Bau der Pyramiden liege kein Gesamtplan zugrunde; die Pharaonen hätten die Pyramiden schrittweise und experimentell gebaut; während des Baus sei die Planung immer wieder verändert, d.h. den neu gewonnen Erkenntnissen (oder den Launen des jeweiligen Pharaos) angepaßt worden.

Hier muß einmal mehr betont werden, daß sich die Erbauer der Pyramiden nirgendwo schriftlich identifiziert haben. Die megalithischen Weltwunder von Ägypten sind inschriftenlos – ganz im Gegensatz zu den pharaonischen Bauten. Umgekehrt behaupten die Pharaonen (Snofru, Cheops usw.) nirgendwo, sie hätten die Pyramiden von Dahschur bzw. Giza gebaut. Diese Zuordnung geht auf die Ägyptologen des 19. Jahrhunderts zurück und hat sich mittlerweile derart etabliert, daß sie kaum jemand mehr hinterfragt.

Und doch: Hinterfragt man diese Zuordnung und untersucht objektiv, was die Beweise dafür sind, zeigt sich schnell, daß die wenigen Beweise, die angeführt werden, in keiner Weise überzeugend sind. Axel Klitzke geht weit über diese grundlegenden Fragen hinaus (Fragen, die z.B. im Buch Die Giza-Mauer und der Kampf um das Vermächtnis der alten Hochkulturenvon mir ausführlich behandelt worden sind), denn er ist geômetrikos im strikten wie im weiteren Sinn.

Als junger Mann war er, noch zu DDR-Zeiten, im Bergbau tätig und hat dadurch nachhaltige persönliche Erfahrungen im Umgang mit Gestein gemacht. Er weiß, was es heißt, mit Stein zu arbeiten. (Die heutigen „akademischen“ Pyramidenforscher behaupten, all die perfekt zugeschnittenen Kalkstein- und Granitquader der ägyptischen Megalith-Bauten seien von pharaonischen Arbeitern mit Steinhammer und Kupfermeißel in diese Form gebracht worden; damals gab es noch nicht einmal Eisenwerkzeuge.)

Axel Klitzkes Bildung ist nicht auf Sand, sondern auf Stein gebaut. Ein nachfolgendes Hochschulstudium und langjähriges Wirken auf dem Gebiet der Bauplanung schufen eine solide Grundlage für seine Forschungen. Wenn er den Bau und die Architektur der Pyramiden untersucht, kann er dies folglich sowohl von der praktischen als auch von der theoretischen Seite her tun. Geometrie im antiken Verständnis bezieht sich nicht nur auf die Strukturierung und Vermessung der äußeren Welt, sondern auch auf die Erkenntnis der inneren Struktur des Kosmos.

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(Bild: Die Schule von Athen von Raffael. In der Mitte: Plato und Aristoteles)

In diesem Zusammenhang sagte der berühmte griechische Universalgelehrte Pythagoras: „Alles ist Zahl.“ Damit wollte er ausdrücken, daß die Schöpfung das Werk eines bewußten Schöpfergottes ist, dessen kosmische Intelligenz sich in allumfassender Ordnung und Harmonie ausdrückt, die sich vom Menschen – auf der abstrakten Ebene – als erstes in Form von Zahlen und Zahlenverhältnissen nachvollziehen läßt; die Zahl ist der Ausdruck des Zusammenhangs von Einheit (Ursprung) und Vielheit (Schöpfung). In diesem Sinn ist Axel Klitzke auch geômetrikos im weiteren Sinn, denn er erforschte neben der Ingenieurwissenschaft auch die alten Mysterientraditionen, insbesondere die der Freimaurer. Dabei mußte er erkennen, daß in diesen Männergesellschaften nicht mehr viel vom ursprünglichen Wissen vorhanden ist, obwohl sie in ihrer Urform – über verschiedene Stationen des verborgenen Wirkens hinweg – auf sehr alte Wurzeln zurückgehen. Seine Forschungen sind also auch für diese Kreise sehr bereichernd und erhellend.

Platons Forderung bezog sich offensichtlich nicht auf eine einseitige, abstrakte Ausbildung, sondern auf eine universale, die es dem Studenten ermöglichte, weitsichtig und vielschichtig in der Welt der konkreten Formen (Architektur, Medizin, Politik usw.) tätig zu werden. Platon gehört zu den ersten großen Gelehrten des Abendlandes. Der Blick zurück in die Vergangenheit sollte jedoch nicht bei ihm aufhören, denn er selbst stand in der Tradition, die auf Pythagoras zurückgeht. Pythagoras ist weitgereist und begann seine eigene Lehrtätigkeit erst mit rund fünfzig Jahren. Traditionen, die auf ihn zurückgehen, sagen, er habe viele Jahre lang in ägyptischen Mysterienschulen studiert und sei dort in die höchsten Grade eingeweiht worden.

Nach dem Vorbild des pythagoreischen Bundes gründete Platon im Jahr 388 v.Chr. seine Schule in den Hainen des Akàdemos (vor den Toren Athens, im Nordwesten der Stadt, gelegen; benannt nach dem Heros Akàdemos, der als Schutz- und Schirmherr Athens gilt, weil er durch seine Weisheit und Umsicht diese Stadt vor einem zerstörenden Angriff bewahrte). Auch von Platon wird gesagt, er habe Ägypten bereist und sei dort in die alten Mysterien, möglicherweise in die Aton-Mysterien, eingeweiht worden. Einige Interpreten deuten sogar seinen Namen in diesem Sinn: PL-Aton.

Eine der wichtigsten Strömungen, die das abendländische Geistesleben beeinflußte, stammt also – über Pythagoras, Platon und andere – aus Ägypten und geht, über diese Zwischenstation, auf noch viel ältere Quellen zurück. Auch die jüdisch-kabbalistische Tradition hat ägyptische Wurzeln, wie die historisch-symbolische Geschichte des Moses (ein ägyptischer Name!) zeigt: „Und Moses wurde unterwiesen in aller Weisheit der Ägypter, und er war mächtig in Worten und Werken.“ (Apg 7,22)

Sowohl die Geistesschulen Europas als auch die im Nahen Osten entstandenen Religionen haben uralte Wurzeln, die heute jedoch weitgehend verkannt oder sogar geleugnet werden. Die aktuelle Weltlage zeigt, daß diese Religionen und auch die säkularen Logenorganisationen eine tiefgreifende Transformation und Durchlichtung benötigen, denn nur über eine Horizonterweiterung, die über das Irdisch-Weltliche hinaus ins Universelle geht, können die heutigen Spannungsfelder zwischen den Nationen, den Religionen und den anderen (öffentlichen wie geheimen) Machtorganisationen überwunden werden.

Entscheidend hierbei ist die Neuentdeckung der gemeinsamen Wurzeln, die alle Menschen und Kulturen verbinden. Da im vorliegenden Buch nicht nur Buchstaben, sondern auch Zahlen vorkommen, sind die Leserinnen und Leser eingeladen, ebenfalls geômetrikos zu sein, d.h. offen für die Geheimnisse der Zahlen und auch offen für die Geheimnisse der Bauwerke, die aus diesem Wissen heraus gebaut worden sind. Denn gerade in diesem Bereich stimmt das, was Pythagoras sagte, uneingeschränkt: „Alles ist Zahl.“

Interessant, ja geradezu sensationell, ist hier die Entdeckung, daß nicht die Menschen des heutigen Computer-Zeitalters die Hüter dieses Wissens sind, sondern die ältesten Kulturen der Welt, von denen nur noch einige wenige (anonyme) Bauwerke erhalten geblieben sind. Diese Bauwerke sind Ausdruck eines genialen und komplexen Geistes, der von den heute bekannten Kulturen, angefangen mit den alten Ägyptern, nur noch bewundert und verehrt werden konnte. Dies alles wird einem klar, wenn man sich als „geômetrikos“ auf das Buch von Axel Klitzke einläßt. Sogar ich als Zahlenmuffel wurde sogleich in seinen Bann gezogen, und ich las es mit Faszination und angehaltenem Atem, wohl wissend, daß ich es noch ein zweites Mal lesen muß, um alles zu verstehen. Aber ich wollte wissen, wohin die „heiße Spur“ der heiligen Geometrie führt, denn, und das ist von allem Anfang an klar: Dies ist die Spur zu den wirklichen Pyramidenbauern und zu unserer vergessenen, aber nicht vergangenen Vergangenheit, die direkt mit unserer Zukunft verbunden ist. Lassen Sie sich also von den Zahlen nicht abschrecken!

Diese Zahlen sind die Handschrift bzw. die „Fingerabdrücke“ der Erbauer. Steigen Sie mit ein in die Untersuchung dieser „Fingerabdrücke“, und folgen Sie der heißen Spur! Dann können Sie Axel Klitzkes Buch nicht nur als Sachbuch lesen, sondern auch als Zahlenkrimi. Als dies bezeichnete ich das Manuskript nach der ersten Lektüre, obwohl das Wort „Zahlenkrimi“ die Tragweite der hier dargelegten Fakten in keiner Weise zu würdigen vermag. Dieses Wort ist als Kompliment an den Autor gedacht, denn es soll ausdrücken, daß es ihm gelungen ist, ein kompliziertes Thema, das Zahlen (als Geometrie), Mystik und Menschheitsgeschichte in sich vereint, auf eine spannende und verständliche Weise darzulegen. Revolutionär und bahnbrechend ist es ohnehin.

Video: Ägypten – Wahrheit & Fälschungen

Kurzbeschreibung / Inhalt: „Pyramiden: Wissensträger aus Stein: Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas“

1. Skepsis als Motor der Erkenntnis

2. Zwölf Weizenkörner oder ein Zoll? Der Prophet Enoch und der Zoll. Ist der Urzoll ein «kosmischer» Zoll?

3. Die Cheops-Pyramide und der Urzoll

Der Zoll und die Pyramidenbasis. Wie groß sind Fuß, Yard und Meile wirklich?

Die Cheops-Pyramide: jeder Stein ein perfekt passendes Unikat.

Die Berechnung des Pyramidions.

Die geniale Ordnung im «Steinhaufen» und ihre metaphysische Bedeutung.

Das Geheimnis der Verkleidungssteine.

Die Ziffernfolge (1)-2-7-3-2.

Die Cheops-Pyramide und die Ziffernfolge (1)-2-7-3-2 4.

Die sakrale, «kosmische» Elle

5. Das verborgene Maß in den Pyramiden Mittelamerikas

Das Längenmaß «Hunab».

Das Mexiko der Azteken.

Die Mondpyramide in Teotihuacán

6. Unser Sonnensystem – eine planmäßige Konstruktion?

Die Sonne und die Symbolik des freien Willens.

Die göttliche Planung des Sonnensystems

7. Die Königselle

8. Die Rote Pyramide von Dahschur

Die Kammern der Roten Pyramide.

Die Form der Roten Pyramide.

Das Gangsystem der Roten Pyramide.

Der Grundriß der Roten Pyramide

9. Die Geheimnisse der Cheops-Pyramide und die Königselle

Die Hauptstruktur des Gangsystems.

Die Plattform und die Große Galerie.

Die Große Galerie und der Weg zur Königskammer.

Die Königinnenkammer und ihre Geheimnisse.

Die Nische in der Königinnenkammer.

Die Schächte der Königinnenkammer.

Die Einweihung in den 32. Grad in der Königinnenkammer.

Der Weg zur Königskammer.

Die Königskammer und ihr Geheimnis.

Der verborgene Code des Sarkophags.

Die Lage des Sarkophags in der Königskammer.

Die «Luftschächte» in der Königskammer.

Der Fußboden in der Königskammer.

Die Einweihung in den 33. Grad in der Königskammer

10. Das königliche Maß in den Ländern des Mittelmeerraumes

11. Die geheimen Zahlencodes der Ägypter 12.

Die Pyramiden-Erbauer hinterließen eine codierte Botschaft für die ferne Zukunft, die erst dann entschlüsselt werden kann, wenn die Zeit reif ist – jetzt … Steine sind nicht stumm, vor allem jene nicht, die wir auch heute noch in den Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas finden. Ihre Sprache ist die heilige Geometrie. Durch die mathematische Dolmetscherarbeit des Autors werden Steine und Zahlen zu sprechenden Zeugen der Vergangenheit, und was sie enthüllen, ist revolutionär: die kosmische Geschichte der Menschheit!

Diese Enthüllung wurde möglich dank der bahnbrechenden, erstmaligen (Wieder-)Entdeckung der exakten Maße des Urzolls, der ursprünglichen sakralen Elle, der Königselle und des Hunab. Mit diesen neuen Schlüsseln lassen sich Tore öffnen, die lange verschlossen waren, und es wird erkennbar, wer die Pyramiden gebaut hat –und warum.

Literatur:

Pyramiden: Wissensträger aus Stein: Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas von Axel Klitzke

Die Giza-Mauer und der Kampf um das Vermächtnis der alten Hochkulturen: Geheime Forschungen im Pyramiden-Gelände von Rico Paganini, Armin Risi

Mysterium Ägypten: Es ist längst noch nicht alles gesagt (DVD)…

Video: Das Geheimnis der Pyramiden

Quellen: PublicDomain/Axel Klitzke/hores.org vom 11.07.2015h Yorkshire