Facebook: Massiver Widerstand gegen Wahl Alexander Van der Bellens – Strache ruft zu Mäßigung auf

Massiven Widerstand gegen die Wahl Alexander Van der Bellens gibt es auf Facebook. Foto: pixabay.com

Massiven Widerstand gegen die Wahl Alexander Van der Bellens gibt es auf Facebook.
Foto: pixabay.com
24. Mai 2016 – 15:30

Schon jetzt ist eines klar, einen leichten Stand wird Alexander Van der Bellen als Bundespräsident in der Bevölkerung nicht haben. Nach dem knappen Sieg, der erst gestern mit den Briefwahlkarten geholt werden konnte, gibt es schon jetzt massiven Widerstand gegen den zukünftigen Präsidenten.

Facebook-Nutzer gegen Van der Bellen

Seit gestern, Montag, steht fest, dass der Grüne Alexander Van der Bellen der nächste Bundespräsident von Österreich sein wird. Angelobt wird das ehemalige Mitglied der SPÖ erst am 8. Juli. Doch schon jetzt regt sich massiver Widerstand gegen Van der Bellen. Eine Seite mit dem Namen „Rücktritt Van der Bellen – Für Norbert Hofer“ formierte sich auf der Social-Media-Plattform Facebook. Sie gefällt bereits knapp 20.000 Nutzern. Auch andere Seiten gegen Van der Bellen haben sich formiert. Verschiedene Personen drücken in der Form von Profilbildern mit der Aufschrift „Not my President“ ihren Unmut gegen Van der Bellen aus.  Ebenfalls angekündigt wurde eine Kundgebung gegen Van der Bellen am 28. Mai am Wiener Heldenplatz. Diese hat bereits mehr als 500 Zusagen und mehr als 1.000 Interessierte angezogen.

Auch eine Online-Petition auf der Plattform Open-Petition wurde erstellt. Diese hat ebenfalls bereits knapp 20.000 Unterzeichner.

HC Strache ruft zur Mäßigung auf

Indessen rief FPÖ-Obmann HC Strache die Nutzer seiner Facebook-Seite zu Besonnenheit und Mäßigung auf. Unter den -zigtausenden Kommentaren, die in den letzten Tagen hinterlassen wurde, seien auch zahlreiche gewesen, die „mit dem Respekt gegenüber der Demokratie und auch gegenüber den Kandidaten und ihren Wählern völlig unvereinbar sind“, weshalb er sich gezwungen sah, mehrere Postings mit besonders vielen Kommentaren zu löschen. Strache versicherte den aufgebrachten Bürgern, „dass wir Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Wahl sachlich prüfen und darauf angemessen reagieren werden“.

https://www.facebook.com/HCStrache/?ref=nf

HC Strache

vor 21 Stunden

Liebe Freunde und User!

Ich habe großes Verständnis dafür, dass viele von euch nach dem sehr knappen Wahlausgang enttäuscht sind. Und ich verspreche, dass wir Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Wahl sachlich prüfen und darauf angemessen reagieren werden. Jetzt gibt es ein demokratisches Wahlergebnis, das selbstverständlich anzuerkennen ist.

Leider haben in den letzten Tagen auf meiner Facebook-Seite viele User – Unterstützer beider Kandidaten – völlig unangemessen reagie

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Wundersame Stimmenvermehrung: Hinweise auf Wahl-Manipulationen zugunsten Van der Bellens verdichten sich

Ob "Hilfe beim Kreuzerlmachen" in Altersheimen oder ein zweites Kreuzerl zum Ungültigmachen einer Stimme: Wahlzettel können manipuliert werden. Foto: flickr.com - Dennis Skley - CC BY-ND 2.0

Ob „Hilfe beim Kreuzerlmachen“ in Altersheimen oder ein zweites Kreuzerl zum Ungültigmachen einer Stimme: Wahlzettel können manipuliert werden.
Foto: flickr.com – Dennis Skley – CC BY-ND 2.0
24. Mai 2016 – 16:54

Die Indizien, dass es beim überraschenden Wahl-Sieg Alexander Van der Bellens am Sonntag Manipulationen gegeben haben könnte, mehren sich. So zeigt etwa die Aufstellung des „Sondersprengels“ einer „fliegenden Wahlkommission“ 3.518 Wahlberechtigte, aber 21.060 abgegebene Stimmen, davon 14.533 für den Grün-Kandidaten. Wie es zu einer Steigerung der abgegebenen Stimmen von knapp 600 Prozent gegenüber den Wahlberechtigten kommen kann, wird in der Tabelle der Stadt Linz nicht erklärt. Angeblich sollen diesem Sprengel, in dem bettlägrige Menschen, zu denen eine mobile Wahlkommission kommt, zusammengefasst werden, auch alle anderen Briefwahlstimmen der Stadt zugeschlagen werden.

146,9 Prozent Wahlbeteiligung in Waidhofen an der Ybbs

In Waidhofen an der Ybbs im Mostviertel wiederum finden sich in der Wahl-Auswertung des Innenministeriums (BMI) glatt 146,9 Prozent Wahlbeteiligung.Gegenüber der Kronen Zeitung betonte man seitens des BMI, es handle sich um einen „Eingabefehler“, der ehestmöglich korrigiert werde.

Ungültige Stimmen vermehrten sich um unglaubliche 78 Prozent

Eine ungewöhnliche Vermehrung zeigt sich auch bei den ungültigen Stimmen: Obwohl die Wahlzettel, bei denen es statt fünf Kandidaten, wie im ersten Wahl-Durchgang, diesmal nur zwei leicht zu unterscheidende Kandidaten gegeben hatte, steigerte sich die Zahl der ungültigen um enorme 78 Prozent. In Zahlen heißt das, von 92.655 im ersten auf 165.212 im zweiten Durchgang. Die Differenz, nämlich 72.557, hätte schon zur Hälfte gereicht, um Hofer gewinnen zu lassen – er verlor mit 31.026 Stimmen, die sein Gegner erst am Montag aus den Briefwahlkarten erhielt. Hier wird als Erklärung angeboten, dass viele Briefwähler ihre Stimme zu früh abgeschickt hätten, weil dies er nach der amtlichen Verlautbarung des Endergebnisses aus dem ersten Durchgang zulässig war.

Noch nie so viele Briefwähler – und erst die verhalfen VdB zum Sieg

Wobei wir beim nächsten „Phänomen“ sind: Noch nie gab es bei einer Wahl in Österreich dermaßen viele Briefwähler, nämlich exakt 746.110, von denen sich nach der Auszählung – ganz gegen den sonstigen Trend – 61,7 Prozent für Van der Bellen entschieden hatten, was dem Grünen, der Sonntagabend noch mit mehr als 144.000 Stimmen hinten lag, letztlich noch ganz knapp den Sieg brachte. Alles unter 60 Prozent hätte nämlich seinen Gegner Hofer in die Hofburg gebracht – eine zumindest irritierende Optik.

Zahlen-Differenzen zwischen Innenministerium und ORF

FPÖ-Parteichef HC Strache hatte bereits am Sonntagnachmittag eine seltsame Differenz zwischen den von BMI und den vom ORF verlautbarten Wahlergebnissen beklagt. Generalsekretär Herbert Kickl hatte angesichts der vielen Briefwähler „besondere Vorsicht“ eingemahnt, da „bei der Breifwahl immer wieder Ungereimtheiten auftreten“. Tatsächlich kann es selbst aufmerksamen Wahlbeobachtern entgehen, wenn bei der Auszählung auf gültigen Zetteln schnell ein zweites Kreuzerl dazugemacht wird – und schon ist die Stimme ungültig.

Unruhe in sozialen Medien – FPÖ behält sich Wahlanfechtung vor

Auch in den sozialen Medien mehren sich die Hinweise auf potentielle Manipulationen. Knapp 70 Prozent derkrone.at-Leser beantworteten dementsprechend die Frage, ob Gerüchte über Wahl-Manipulationen übertrieben seien, mit Nein.

Ob man die Wahl anfechten werde, wollten Strache und Hofer noch prüfen, wie sie am Dienstagnachmittag verlauteten. Generell betrachte man die FPÖ aber als „so stark wie nie zuvor“. Was angesichts des Wahlergebnisses keineswegs übertrieben erscheint – eine Partei, die FPÖ, hat nahezu 50 Prozent, während sich vier die anderen im Parlament vertretenen Parteien die restlichen fünfzig Prozent aufteilen müssen.

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Skandal wegen Österreich-Wahl: Facebook nimmt Hackergruppe Anonymous vom Netz

Markus Mähler

Ist Facebook jetzt der zensierte Meinungs-Streichelzoo, den Justizminister Heiko Maas (SPD) schon lange fordert? Am Sonntag rief die Hackergruppe Anonymous im sozialen Netzwerk auf: Österreicher, bitte geht an die Urnen. Die Wahl eures Bundespräsidenten wird Folgen für ganz Europa haben. Leider trommelte Anonymous dabei aber für den falschen, weil politisch inkorrekten Kandidaten: den EU-Kritiker Norbert Hofer (FPÖ). Keine zwei Minuten später verschwand die Anonymous-Seite auf Facebook. Hier berichten die Hacktivisten, was hinter den Kulissen geschah.

Für Hunderte Millionen Menschen ist Facebook Nachrichtenquelle Nummer eins. Angeblich neutral und alles bloß durch Algorithmen bestimmt. In den USA haben aber schon lange die Facebook-Macher das Meinungsruder im sozialen Netzwerk übernommen. Sie färben es linkspolitisch ein. Siezensieren kräftig, damit die Nutzer keine News mehr aus dem konservativen Spektrum sehen.

Im Konzern denkt man sogar darüber nach, wie man mit der eigenen Meinungsmacht die US-Präsidentenwahl beeinflussen kann. Das belegen solche internen Mitarbeiter-Umfragen: »Was kann Facebook tun, um einen Präsidenten Trump 2017 zu verhindern?«

Bislang glaubten wir aber noch: Wenigstens bei uns wird sich Mark Zuckerbergs globaler Social-Media-Vergnügungspark politisch schon zurückhalten. Falsch gedacht. Facebook beeinflusste am Sonntag die Bundespräsidentenwahl in Österreich. Man kassierte nicht bloß einen Wahlaufruf von Anonymous ein – Facebook löschte gleich die ganze Seite des Hackerkollektivs. Auf der stand: »Aufstehen für Österreich: Am 22. Mai gemeinsam für Norbert Hofer!« Daran ist eigentlich nichts verwerflich, immerhin durfte der FPÖ-Kandidat in unserem Nachbarland ganz legal gewählt werden. Der EU-Kritiker Hofer musste sich erst am Montag und nach dem Stimmenauszählen der Briefwahl geschlagen geben.

Hat Facebook eine denkbar knappe Wahl beeinflusst?

Was wäre passiert, wenn Facebook die Anonymous-Seite mit dem Wahlaufruf nicht vom sozialen Netz genommen hätte? Darüber kann man nur spekulieren. Das Hackerkollektiv besaß zwei Millionen Abonnenten im deutschsprachigen Facebook und damit einen immensen Einfluss. Nur ein paar Stimmen mehr für Hofer hätten in dieser Wahl schon wieder alles auf den Kopf gestellt. Sie endete vorläufig am Sonntag in einem Patt. 50 Prozent standen 50 Prozent gegenüber. Besonders bitter schmeckt all das, weil eben Facebook-Wahlaufrufe für den europafreundlichen Grünen Alexander Van der Bellen nicht gelöscht wurden. Ausgerechnet der Mann, der denkbar knapp neuer österreichischer Bundespräsident wurde.

In den deutschen Medien war all das kein Thema. Dort wurde zwar über die Löschung der Anonymous-Seite berichtet – aber einseitig und ziemlich feierlich: »Hass im Netz. (…) Die Facebookseite Anonymous.Kollektiv ist nicht mehr abrufbar. Sie hetzte gegen Flüchtlinge und Migranten. Zwei Millionen Menschen folgten ihr.« So steht es in derSüddeutschen, der Focus vermutet einen AfD-Mann hinter der Seite. Nur gesprochen hat niemand mit den Betreibern.Kopp Online liegt nun ein exklusiver Mailverkehr vor, in dem die Hacker Facebook ein zensurverdächtiges Verhalten vorwerfen:

Politische Agenda: Facebook keine neutrale Plattform

»Entgegen gleichlautenden Medienberichten wurde die Seite allerdings nicht wegen ›Hetze‹ gelöscht. Dieser Grund ist vorgeschoben. Dann hätten die diese Seite schon viel eher dichtgemacht. Vielmehr erfolgte die Löschung nur wenige Minuten, nachdem wir unsere zwei Millionen Abonnenten dazu aufgerufen haben, den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer auf das Amt des österreichischen Bundespräsidenten bei der heutigen Wahl zu unterstützen. Siehe dazu Screen zwei. Wenn man sich vor Augen führt, wie knapp diese Wahl ist, erscheint dies als der plausibelste Grund für die Löschung.«

Bereits seit Monaten wird eine immer stärkere Meinungszensur auf Facebook beobachtet. Das soziale Netzwerk ist dabei aber selber nur ein Getriebener. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sitzt dem US-Unternehmen im Nacken. Mark Zuckerberg besuchte im Februar Berlin und ging beim Thema »Hasskommentare« förmlich auf die Knie. Er sagte öffentlich: »Wir haben unseren Job nicht gut genug gemacht.« Was einen Kommentar zum »Hasskommentar« macht, dafür gibt es inzwischen wohl nur noch ein einziges richtiges Maas.

Der Justizminister legte Anfang April in der ZDF-Sendung Berlin direkt sogar nach. Er verlangte, dass Facebook noch einmal härter gegen Hetze vorgeht: »Das muss noch besser werden. (…) Wenn sie das nicht tun, dann wird es sie irgendwann auch in den Konflikt mit dem Gesetz bringen.« Übersetzt man diesen Satz aus dem Diplomatendeutsch, wird die Drohung deutlich: »Zuckerberg, wenn du nicht löschst, was wir für löschenswert halten, dann löscht dich mein Justizministerium – und zwar aus dem deutschen Internet.« Das wäre übrigens die chinesische Lösung.

Meinungs-Kontrolleure: »speziell geschult und operativ tätig«

Gerade der Fall Anonymous macht deutlich, wie mit dem schwammigen Totschlagargument »Hasskommentar« alles gelöscht werden kann, was nicht mehr in den engen Meinungskorridor passt. Wer zensiert aber eigentlich beim deutschsprachigen Facebook? Nun, jetzt wird es wirklich kurios: Es ist gar nicht Facebook selbst. Der Bundesjustizminister verordnete dem sozialen Netzwerk eine »Anti-Hass-Kommentar«-Initiative – aber das Zensieren übernimmt eine Tochter des Großkonzerns Bertelsmann.

Die Zeitung Neue Westfälische schrieb dazu: »Die Gütersloher Bertelsmann-Tochter Arvato soll Facebook dabei helfen, gegen ›Hass-Kommentare‹ aktiv zu werden. Arvato-Mitarbeiter (…) sollen von Berlin aus künftig auffällige Inhalte im Netzwerk prüfen und gegebenenfalls löschen. Vorliegenden Informationen zufolge sind zahlreiche Mitarbeiter bereits speziell geschult worden und operativ tätig. Insgesamt sollen mehr als 100 Kontrolleure (Administratoren) eingesetzt werden.«

So sieht eben gründliche deutsche Wertarbeit aus. Unsere Meinungsfreiheit bei Facebook wird jetzt von »speziell geschulten« und »operativ tätigen« Kontrolleuren zensiert. Im Auftrag des Bundesjustizministeriums, auf der Gehaltsliste des größten deutschen Medienkonzerns Bertelsmann. Leider leiden jetzt auch die deutschsprachigen Österreicher darunter. Falls wir euch damit am Sonntag die Wahl versaut haben: Tut uns leid. Wir sind halt schon (wieder) ein demokratisches Notstandsgebiet.

P.S.: Das Hackerkollektiv Anonymous können Sie jetzt in einem eigenen Nachrichtenportal erreichen.

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Umstrittenes Wahlergebnis: Van der Bellen ist neuer Bundespräsident

Torben Grombery

Die Auszählung der Briefwahlstimmen hat laut österreichischem Innenministerium ergeben, dass der Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen die Wahl zum neuen Bundespräsidenten für sich entschieden hat. Die FPÖ hat bereits verlauten lassen, dass sie das Ergebnis nicht akzeptieren wird.

Jetzt ist es amtlich: Der neue Bundespräsident der Alpenrepublik Österreich heißt Alexander Van der Bellen (72). Den gestrigen Urnenwahlgang konnte der Freiheitliche Kandidat Norbert Hofer (45) noch mit 144 006 Stimmen Vorsprung für sich entscheiden.

In Bezug auf das Wahlergebnis ist in den sozialen Netzwerken schon jetzt sprichwörtlich »der Teufel los«.

Der Parteichef der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), HC Strache, hat auf seiner Seite beim sozialen Netzwerk Facebook bereits unterschwellig mitgeteilt, dass er das umstritten knappe Ergebnis zugunsten des Ex-Grünen-Chefs Alexander Van der Bellen nicht akzeptieren wird.

Von den 6 382 507 Wahlberechtigten gaben insgesamt 3 876 942 Österreicher bei der Urnenwahl ihre Stimme ab. Inklusive der rund 700 000 Wahlkarten (Briefwähler) lag die Wahlbeteiligung jenseits der 70-Prozent-Marke.

Während der mit Zwangsgebühren finanzierte Sender ORF noch kein Ergebnis vermeldet, hat der Freiheitliche Kandidat Norbert Hofer auf Facebook bereits seine Niederlage eingestanden:

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Drei Tote und elf Verletzte bei Amoklauf in Österreich

Sonntag, 22.05.2016, 14:09

Ein 27-jähriger Mann hat auf einem Konzertgelände in Österreich bei einem Amoklauf zwei Menschen erschossen und elf weitere Besucher verletzt. Anschließend tötete er sich selbst, berichtete die Polizei. Die Tat geschah am frühen Morgen.

Zwei Männer im Alter von 33 und 48 Jahren wurden von dem Amokläufer in Nenzing getötet. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Unter den elf Verletzten sind neun Österreicher, eine 49-jährige Schweizerin sowie ein 44 Jahre alter Mann aus Liechtenstein. Ein Verletzter schwebte am Sonntag noch in Lebensgefahr.

Auf dem Festgeländes eines Motorradclubs in Nenzing feierten zu der Zeit etwa 150 Personen. Gegen 3 Uhr morgens ist dann ein 27-jähriger Mann ausgerastet. Er habe scheinbar wahllos in die Menge geschossen, berichtet „ORF„.

Der Tat war vermutlich ein Streit des Mannes mit einer Frau vorausgegangen. Nach dem Streit hatte der Mann die Waffe aus seinem Auto geholt und auf die Besucher des von dem Motorradclub veranstalteten Konzerts geschossen. Die Freundin blieb dabei unverletzt.

Täter schoss mit „Langwaffe“

Im Anschluss ging Täter zurück zum Parkplatz, wo er sich selbst erschoss. Als die Notärzte am Unglücksort eintrafen, gab es bereits Wiederbelebungsversuche, berichtet „ORF“. Die Ärzte mussten demnach Steckschüsse, Streifschüsse oder Durchschüsse versorgen.

Wie die Polizei weiter berichtete, handelt es sich bei der Tatwaffe um eine „Langwaffe“. Wie viele Schüsse der Mann abgegeben hat, werde derzeit noch ermittelt. Derzeit läuft am Tatort noch die Spurensicherung.

Besucher flüchteten auf Autobahn

Auf dem Gelände spielten sich dramatische Szenen ab. Wie „Vorarlberg Online“ berichtete, flüchteten mehrere Besucher in die umliegenden Wälder und auf die Autobahn. Die Polizei suchte das Gelände ab, zeitweise mussten Autobahnabschnitte und Waldwege gesperrt werden. Konzertbesucher, die unter Schock standen, wurden von Kriseninterventionsteams betreut. Ein Hubschrauber kreiste zeitweise über dem Gelände. Zahlreiche Rettungs- und Notarztwagen waren im Einsatz.

Zum Zeitpunkt der Tat sei das Gelände nur schwach von einigen Scheinwerfern und Lagerfeuern erhellt gewesen. Anwohner hielten die Schüsse für ein Feuerwerk, wie der Lokalpolitiker berichtete. „Es sind wohl 30 bis 40 Schüsse gefallen, aber genau weiß ich das nicht“, sagte er. Er nehme an, dass es sich um eine zumindest halbautomatische Waffe gehandelt hat.

Das Konzert auf dem Gelände des Motorradclubs wird nach Angaben der Polizei jährlich veranstaltet.

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Österreich: Hofer dankt Wählern – derzeit 50,2 Prozent für den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten

22. Mai 2016

Österreich: Hofer dankt Wählern – derzeit 50,2 Prozent für den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten

Wien. „Danke an alle Österreicherinnen und Österreicher!“, verkündet FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer soeben via Facebook. Er weiß, daß das Kopf-an-Kopf-Rennen erst morgen nach Auszählung der Briefwahlstimmen entschieden sein wird. Nichtsdestoweniger sind Hofer und die FPÖ hoch zufrieden über das Ergebnis.

„Die aktuellste Hochrechnung (ARGE Wahlen, inkl. Prognose der Briefwahlstimmen) sieht Norbert Hofer bei 50,2 Prozent und Alexander Van der Bellen bei 49,8 Prozent“, so die österreichische „Kleine Zeitung“.

Bild: Norbert Hofer bei der heutigen Stimmabgabe in Pinkafeld, Burgenland.

http://zuerst.de/

Justizwachebeamtin musste sich gegen aggressiven Afghanen wehren: Anzeige wegen Körperverletzung

Hier wurde der aggressive Afghane zunächst eingeliefert und nach der Attacke auf die Justizbeamtin in ein anderes Gefängnis strafverlegt. Foto: böhringer friedrich / wikimedia (CC BY-SA 2.5)

Hier wurde der aggressive Afghane zunächst eingeliefert und nach der Attacke auf die Justizbeamtin in ein anderes Gefängnis strafverlegt.
Foto: böhringer friedrich / wikimedia (CC BY-SA 2.5)
18. Mai 2016 – 18:48

Der 16-jährige Afghane ist dringend verdächtig, gemeinsam mit seinen zwei Komplizen eine 21-jährige Studentin am Wiener Praterstern brutal vergewaltigt zu haben. Im Zuge einer Attacke auf eine Justizwachebeamtin soll er sich blaue Flecke eingehandelt haben, was nun zu Ermittlungen gegen die Beamtin führte.

Justizwachebeamtin erhält Anzeige

Kurz nach seiner Einlieferung in die Untersuchungshaft attackierte der äußerst aggressive 16-jährige eine Justizwachebeamtin, die sich jedoch zur Wehr zu setzen wusste. Ihre Wehrhaftigkeit bringt die Beamtin jetzt allerdings nachträglich in Schwierigkeiten. Wie bekannt wurde, wurde sie von der Jugendgerichtshilfe angezeigt, da der Aggressor bei der Auseinandersetzung blaue Flecke davon getragen haben soll. Gegen die Frau wird nun ermittelt.

Afghane erhält teure Therapie

Doch dem nicht genug. Der Gewalttäter soll an einer seltenen Blutkrankheit leiden. „Daher braucht der Insasse eine spezielle Therapie und regelmäßig Spritzen“, weiß ein Justizbeamter heute.at zu berichten. Bisher sollen daraus bereits Kosten von 24.000 Euro angefallen sein. Gegenüber der Kronen Zeitung wollte dies eine Sprecherin des Justizministeriums nicht direkt bestätigen, sagte aber: „Wenn jemand behandlungsbedürftig ist, wird er natürlich medizinisch versorgt. Dazu sind wir verpflichtet“.

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Das Volk vergessen: Österreich als warnendes Beispiel für Deutschland

In der politischen Landschaft Österreichs bleibt kein Stein auf dem anderen. Der neue Bundeskanzler Kern nennt die alte Regierung „machtversessen und zukunftsvergessen“. Österreich kann als warnende Beispiel für Deutschland gelten: Auch in Wien hat eine Große Koalition schlicht auf das Volk vergessen.

Die neuen Mitglieder der österreichischen Bundesregierung am Mittwoch in Wien. (Foto: dpa)

Die neuen Mitglieder der österreichischen Bundesregierung am Mittwoch in Wien. (Foto: dpa)

Vor wenigen Jahren wurde Österreich als das „bessere Deutschland“ gefeiert. Ein stärkeres Wachstum und niedrigere Arbeitslosigkeit waren die Merkmale, die nun verschwunden sind. Von der Überholspur auf die Kriechspur. Die Arbeitslosigkeit ist besonders gravierend, weil das Land seit jeher nur eine geringe Beschäftigungsquote der über 60jährigen hat, wodurch seit langem die tatsächliche Arbeitslosigkeit verdeckt wird. Nach EU-Berechnung liegt die Arbeitslosenrate derzeit bei 5,7 Prozent, nach den strengeren, nationalen Kriterien sogar bei 10 Prozent. Das BIP wuchs 2015 um geschätzt 0,9 Prozent gegenüber etwa 1,7 Prozent in Deutschland und in der Euro-Zone insgesamt. Und auch aktuell bleibt Österreich zurück. Was ist in den vergangenen Jahren geschehen?

Die objektiven Daten bieten keine ausreichende Erklärung

Man könnte mit objektiven Daten antworten: Die Konjunktur in Europa ist generell schwach und da kann sich eine kleine, offene Volkswirtschaft nicht abkoppeln. Eine entscheidende Rolle spielt Osteuropa. Die Nachbarländer im Osten der EU erleiden auf ihrem Weg von der kommunistischen Staatswirtschaft zur modernen Marktwirtschaft seit längerem eine Anpassungskrise. Russland ist in der gleichen Lage, doch wirken sich die EU-Sanktionen besonders negativ für Österreich aus. Die Weigerung der aktuellen wie der vorangegangenen österreichischen Regierungen, überfällige Reformen durchzuführen, hat dazu geführt, dass die öffentlichen Ausgaben bereits 52 Prozent des BIP erreichen. Die Steuern und Abgaben belaufen sich auf über 50 Prozent, ein Anteil, der die Wirtschaft naturgemäß lähmt.

Diese Antworten können nicht genügen, da Österreich Jahrzehnte in der Lage war, auch unter negativen Rahmenbedingungen besser abzuschneiden als andere Länder. Somit muss man diesem offenbar verloren gegangenen Erfolgsrezept nachspüren.

Auf der Suche nach dem verlorenen Erfolgsrezept

Entscheidend beigetragen zu den guten Ergebnissen hat die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppierungen, die ihre oft sehr unterschiedlichen Interessen und Ansichten koordiniert haben. Nun ist diese Konstellation bei oberflächlicher Betrachtung immer noch gegeben. In der Regierung koalieren wie zumeist seit 1945 die Sozialdemokraten mit der konservativen ÖVP, auf der Ebene der Wirtschaftspartner bekennt man sich immer noch zur Sozialpartnerschaft, also vor allem zur engen Abstimmung zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern. Hinter der äußeren Fassade ist jedoch vom Geist der traditionellen Zusammenarbeit wenig zu bemerken und diese Entwicklung hat die Stimmung zum Kippen gebracht.

Im Land von Sigmund Freud sind Statistiken und Bilanzen weniger wichtig, entscheidend ist die Befindlichkeit der „österreichischen Seele“, ein Begriff, den der Psychologe Erwin Ringel geprägt hat. Die Bevölkerung ist über den Verlust der Harmonie verärgert und wählt aus Protest die Rechtspartei FPÖ. Allerdings: In diesen Tagen dürfte sich die Stimmung entscheidend wandeln. Seit dem Dienstag nach Pfingsten hat das Land einen neuen Bundeskanzler, Christian Kern, SPÖ, bisher erfolgreicher Generaldirektor der Bahn, der als erste Botschaft ein Bekenntnis zu konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner ÖVP abgelegt hat. Sein Gegenüber, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, ÖVP, begrüßte die Ansage und stoppte die Attacken der notorischen Kampfrhetoriker in seiner Partei. Bei jedem Wechsel in der Regierung reagieren die Wähler in Österreich prompt positiv, weil sie sich eine Besserung erwarten. Wird diese Hoffnung enttäuscht, zeigen die Umfragen schon nach wenigen Wochen negative Reaktionen. Auffallend ist eine nur in wenigen Ländern zu beobachtende, hohe Aufmerksamkeit für politische Veränderungen.

Erforderlich ist ein Blick auf die Mechanismen, die in der Vergangenheit funktioniert haben und in Zukunft wieder wirken sollen. Die Regierungen beschlossen jeweils ein gemeinsames Programm, das die Arbeit bestimmte. In letzter Zeit entstand der Eindruck, dass zwei Regierungen eigene Wege gehen und beide keine brauchbaren Resultate vorzuweisen haben. Jetzt ist wieder von einem gemeinsamen Programm die Rede und die Öffentlichkeit reagiert erfreut, wenn auch nach den Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit skeptisch.

Abgesichert wurde die Harmonie zwischen SPÖ und ÖVP, zwischen Rot und Schwarz, durch die Beiträge der Sozialpartnerschaft. In umfangreichen und intensiven Diskussionen wurden für die jeweils aktuellen gesellschaftspolitischen Themen Lösungen erarbeitet, die für die Betriebe wie für die Arbeitnehmer vertretbar waren. Somit konnten in der Regierung und im Parlament Entscheidungen getroffen werden, die in der Folge keine oder keine größeren Proteste in der Bevölkerung auslösten.

Die Kooperation auf mehreren Ebenen funktioniert nicht mehr

Wie sehr dieses System nicht mehr funktioniert zeigt sich am Beispiel der zu Beginn des Jahres 2016 in Kraft getretenen Steuerreform. Die Arbeitnehmerseite setzte eine Senkung der Lohn-und Einkommensteuer durch, die ohnehin überfällig war, weil seit Jahren keine Korrektur des Tarifs erfolgt ist und durch die Inflationsabgeltung die Einkommen in höhere Tarifstufen aufrückten. Unter dem Druck der EU-Regeln bestand aber der Finanzminister auf einer Gegenfinanzierung, sodass im Effekt nur eine Umschichtung erfolgte und keine Senkung zustande kam.

Die Umschichtung erfolgte auf Kosten der Unternehmen, die in der schwachen Konjunktur ohnehin zu kämpfen haben und nun zusätzlich belastet werden, wodurch sich eine Verschlechterung der Gesamtsituation ergibt. In Zeiten der funktionierenden wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit hätten in einer ersten Phase die Sozialpartner ein Steuerkonzept entwickelt. Anschließend wäre in einer Abstimmung zwischen den Vertretern der Regierung und der Sozialpartner die Finalisierung erfolgt.
Der Verzicht auf eine akkordierte Lösung wurde mit dem Hinweis verteidigt, dass die im Gefolge der Steuersenkung höheren Nettoeinkommen den Konsum beleben, das Wachstum fördern und so die negativen Begleiterscheinungen korrigieren werden. Davon kann keine Rede sein: In der allgemein schlechten Stimmung stagniert der Konsum seit Beginn des Jahres, die Mittel aus der Steuersenkung werden gespart oder von der Teuerung aufgezehrt, die zudem in Österreich mit 1 Prozent höher ist als im übrigen Europa.

Die besonderen Auswirkungen der EU-Regularien

Einen entscheidenden Beitrag zur Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage leisten auch die EU-Regularien, die in ganz Europa bremsend wirken, aber in Österreich einen besonderen Nerv treffen. Mehr als anderswo werden, oder eher wurden die im Land dominierenden kleinen und mittleren Unternehmen über Kredit finanziert. Dennoch halten – korrekt: hielten – sich die Ausfälle in einem sehr geringen und von den Banken leicht verkraftbaren Rahmen. Diese Faktoren ergeben sich aus der breiten Streuung und der meist kleineren Summen.

Die geschilderte Praxis hat auch sehr viel mit Psychologie, mit der österreichischen Seele zu tun. Die Unternehmer und Bankbetreuer entwickeln ein Vertrauensverhältnis, beide wissen, dass man den anderen nicht enttäuschen darf. Abgelehnt wird meist die Hereinnahme von Teilhabern, man zieht die Partnerschaft mit der Bank vor, auch wenn dies oft eine Abhängigkeit bedeutet.

Diese eigene, für Außenstehende schwer nachvollziehbare Welt wird oder besser wurde durch die EU-Regeln vernichtet: Der Zwang, jederzeit aktuelle Rechenwerke parat zu haben, eine hohe Eigenkapitalausstattung vorweisen zu können und zahllose Informationspflichten einhalten zu müssen, überfordern das österreichische System. Die Banken sind verpflichtet für die Einhaltung zu sorgen, da sie sonst hohe Strafen zahlen müssen. In der Folge erstarrt die Kreditfinanzierung. Viele Unternehmen schließen. Viele beugen sich und im Ausfüllen der Formulare und Meldungen geht die Dynamik verloren. Die Bürokratie erstickt ein vermeintlich „unordentliches“, aber sehr erfolgreiches System.

Dass sich der Formular- und Meldungswahn nicht nur im Finanzierungsbereich entfaltet, sondern ausnahmslos alle Sparten wie eine Epidemie erfasst, bedarf keiner besonderen Betonung und stellt auch kein österreichisches Spezifikum dar.

Eine Regierung, die streitet und nicht regiert, Sozialpartner, die keine Partnerschaft leben, Reformen, die nicht durchgeführt werden, eine extrem hohe Steuerbelastung, keine funktionierende Außenfinanzierung, und Vorschriften, Vorschriften und wieder Vorschriften sorgen täglich, stündlich für Unmut, ein Zustand der ein seelenvolles Volk wie die Österreicher in die Lähmung, in den Burn-Out und in die Depression treibt.
Die nüchterne Konsequenz lautet: Stagnation und hohe Arbeitslosigkeit.

***

Ronald Barazon war viele Jahre Chefredakteur der Salzburger Nachrichten. Er ist einer der angesehensten Wirtschaftsjournalisten in Europa und heute Chefredakteur der Zeitschrift „Der Volkswirt“ sowie Moderator beim ORF. 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Österreich: Gescheiteter Ex-Kanzler will Posten bei der EU in Brüssel

(Admin: …und sie fallen immer nach oben).

Epoch Times, Dienstag, 10. Mai 2016 09:28
Offenbar strebt Werner Faymann nach seinem Scheitern als österreichischer Kanzler einen Posten bei der EU in Brüssel an.
Werner Faymann will nach Brüssel
Werner Faymann will nach Brüssel

Foto: THIERRY CHARLIER/Getty Images

Der österreichische Kanzler Werner Faymann ist zurückgetreten und hinterlässt eine zerrüttete Republik. Faymann hatte nach heftigem innerparteilichen Gegenwind am Montag seinen Posten geräumt. Der Schwenk der SPÖ hin zu einer restriktiveren Flüchtlings- und Asylpolitik war in der Partei höchst umstritten.

Doch was nun? 

In Österreich wird darüber diskutiert und spekuliert wer Faymanns Platz einnimmt. Am 17. Mai werde der Parteivorstand dazu einen Vorschlag machen, sagte Interims-Parteichef-Michael Häupl. Als mögliche Kandidaten werden der Bahn-Manager Christian Kern (50), der Medien-Manager Gerhard Zeiler (60) sowie die ehemalige Siemens-Managerin Brigitte Ederer genannt. Zugleich steht die Möglichkeit von vorgezogenen Neuwahlen im Raum. Das will vor allem die aufstrebende rechtspopulistische FPÖ. Alle anderen Parteien stemmen sich dagegen. Regulärer Termin der nächsten Nationalratswahlen wäre 2018.

Und was macht Werner Faymann? 

Offenbar wünscht sich der österreichische Ex-Bundeskanzler einen Jobbei der EU in Brüssel.

In einem Interview mit der Zeitung „Österreich“ sagte Faymann nach seinem Rücktritt: „Jetzt werd ich mich mal zwei, drei Monate von all dem Stress erholen und gar nichts machen. Nachdenken. Neue Ziele überlegen. Und dann werde ich überlegen, ob ich etwas im Rahmen der EU in Brüssel mache. Angebote dafür hat es in der Vergangenheit genug gegeben – mal schauen, ob mich da was reizt. Lust, auf europäischer Ebene politisch aktiv zu werden, hätte ich schon“.

Die österreichische Zeitung „Die Presse“ wünschte Faymann in einem Leitartikel alles Gute bei der Suche nach einer neuen Tätigkeit. „Es wäre einer gut entwickelten Demokratie würdig, könnte die Republik ehemalige Spitzenrepräsentanten nicht versorgen, aber für das Land richtig einsetzen. Für Faymann sollte sich eine Aufgabe auf EU-Ebene finden lassen.“

Doch viele Österreicher sehen das anders und kommentierten den Artikel mit heftiger Kritik. Sie wollen nicht, dass der Ex-Kanzler nach seinem Scheitern in Österreich nach Brüssel geht um dort versorgt zu werden. 

Werner Faymann war in der EU zuletzt der Staatschef, der hinter der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am zweitlängsten im Amt war. Faymann wurde am 2. Dezember 2008 Bundeskanzler und damit sieben Jahre und fünf Monate im Amt. Merkel ist seit 22. November 2005 deutsche Kanzlerin, das sind zehn Jahre und sechs Monate. (so)

http://www.epochtimes.de/

Wien: Panzerwagen fährt in Ottakring auf!

Epoch Times, Montag, 9. Mai 2016 22:59
Eine Mahnwache für die 54-jährige erschlagene Wienerin in Ottakring wurde am Sonntag von 120 Linksextremen mit Baseballschlägern und Feuerwerkskörpern angegriffen. Um eine Eskalation der Gewalt zu verhindern, fuhr die Polizei unter anderem mit einem Räumungspanzer auf.
Foto: Twitter Screenshots
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Die Polizei in Wien ist mit einem Großaufgebot, darunter einem Panzerwagen, in Ottakring aufgefahren, um gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen einer Mahnwache aus drei Personen und 120 Linksextremen zu verhindern. Eine größere Anzahl von Einsatzwagen, die Hundestaffel, und ein Helikopter waren ebenfalls im Einsatz.

„Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde niemand verletzt“, so der Polizeisprecher Paul Eidenberger am späten Sonntagabend. Auch Meldungen über Festnahmen lägen nicht vor. Gegen 21.30 Uhr rückte die Exekutive wieder ab.

Tom Müller, Sprecher der antifaschistischen Plattform NoFascism, sprach von der „Mahnwache“ der „Identitären“ als Provokation und Angriff auf das alternativ und migrantisch geprägte Viertel. Gleichzeitig verteidigte er die Gegenmobilisierung der linken Gruppierungen. (dk)