Kleiner und gefährlicher: Amerikas neue Atom-Bomben

16.01.2016 • 09:00 Uhr

Vollkommen veraltet: Ein B-2-Bomber wirft eine B61-11 Bombe zu Übungszwecken ab, Whiteman Air Force Base, Missouri, 1998.

USA geben verstörende Liste nuklearer Ziele des Kalten Kriegs frei

USA geben verstörende Liste nuklearer Ziele des Kalten Kriegs frei

Von Joshua Krause

Wir wissen alle, dass es, falls es jemals einen Atomkrieg gegeben hätte, zu massiven Opfern unter der Zivilbevölkerung gekommen wäre. Es ist im Grunde unmöglich, eine Militärbasis atomar anzugreifen, ohne dabei Kollateralschäden zu verursachen und all die Institutionen, die das Regieren überhaupt erst möglich machen, liegen in oder in der Nähe von Großstädten. Ganz abgesehen von den ganzen Fabriken, die dafür notwendig sind eine Kriegsmaschinerie in bestem Zustand zu halten, welche in aller Regel in der Nähe von Zivilisten angesiedelt sind.

Die US-Regierung hielt sich stets vage, wenn es darum ging, ob sie in einem Atomkrieg absichtlich Zivilisten angreifen würde. Wir wissen, dass unsere Regierung im Zweiten Weltkrieg bewusst Atombomben auf Zivilisten abgeworfen hat. Danach hat sie sich jedoch – zumindest vor der Öffentlichkeit – von solchen Taktiken distanziert. Hinter den Kulissen waren die Behörden jedoch (und sind es vermutlich immer noch) noch genauso enthusiastisch hinsichtlich ihrer Taktiken des “Totalen Kriegs“, wie vorher.

Jetzt haben wir darüber Gewissheit, nachdem die USA die Liste nuklearer Ziele der Air Forceaus dem Kalten Krieg freigegeben hat.

Zum ersten Mal hat die National Archives and Records Administration eine detaillierte Liste der US-amerikanischen potenziellen Ziele für ihre atomaren Bomber für den Fall eines Kriegs mit der Sowjetunion herausgegeben. Daraus gehen Zahl und Auswahl an Zielen auf deren Territorium sowie in Ost-Europa und China hervor.

Die Liste zeigt eine Vielzahl von Zielen für die “systematische Zerstörung“ in Großstädten, darunter 179 in Moskau (wie “Landwirtschaftliche Gerätschaften“ und “Transformatoren, schwer“), 145 in Leningrad und 91 in Ost-Berlin. Auf diese Ziele wird sich als DGZs – oder “Designated Ground Zeros“ – bezogen. Während viele davon Industrieanlagen, Regierungsgebäude und dergleichen sind, findet sich darunter für jede Stadt auch die schlichte Bezeichnung “Bevölkerung“.

Deutschland stimmt gegen Atomwaffenverbot (Video)

13. Dezember 2015

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In der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurden heute mit großer Mehrheit vier Resolutionen verabschiedet, die ein Verbot von Atomwaffen vorantreiben sollen. Mit zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen stellt sich die Bundesregierung gegen den Fortschritt in der nuklearen Abrüstung.

Bereits in der Abstimmung im Ersten Ausschuss der VN-Generalversammlung im November stimmte eine große Mehrheit der Staatengemeinschaft für vier Resolutionen, die den Weg zu einer umfassenden Ächtung von Atomwaffen ebnen können. In der finalen Abstimmung im Plenum der Generalversammlung am 7. Dezember votierten jeweils zwischen 132 und 144 der 193 Mitgliedstaaten für den Start von Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot, die Anerkennung der katastrophalen humanitären Konsequenzen von Kernwaffen sowie für die ethische Verpflichtung, auf deren Abschaffung hinzuwirken.

Ebenso sprachen sich 138 Regierungen für die Einrichtung eines Unterorgans der Generalversammlung aus, das bis September 2016 Empfehlungen erarbeiten soll, wie die oftmals monierte „völkerrechtliche Lücke“ in Bezug auf Atomwaffen geschlossen werden kann.

Diese sogenannten Open-ended Working Group (OEWG) erlaubt es allen Staaten, sich abseits prozeduraler Hindernisse über die konkrete rechtliche Umsetzung eines Verbots auszutauschen. Bisher haben derartige Verhandlungen nur unter Konsensregeln stattgefunden – ein Konsens, den die Atomwaffenstaaten stets blockiert haben. Alle anderen Massenvernichtungswaffen unterliegen bereits spezifischen Verboten, etwa der Biowaffen- und Chemiewaffenkonvention (Falscher Abschussbefehl für Atomraketen: Der Tag, an dem die Welt (beinahe) unterging).

Video: Die Bundesregierung​ ist GEGEN ein weltweites Verbot von Atombomben, obwohl dieselbe Bundesregierung „eine Welt ohne Atombomben“ will. Deutschland hatte diese Woche gegen UN-Resolutionen gestimmt, die ein Verbot und die Ächtung von Nuklearwaffen fordern. Das ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, da CDU, CSU und SPD sich sogar im Koalitionsvertrag auf weltweite Abrüstung und Nichtverbreitung festgelegt haben. Nun agiert und argumentiert die Bundesregierung, wie ein Staat, der selbst Atomwaffen besitzt… Irre!

Die Bundesregierung hat sich bei der Abstimmung über die humanitären Konsequenzen von Atomwaffen (A/RES/70/47) sowie über die Einrichtung der OEWG als Unterorgan der Generalversammlung (A/RES/70/33) enthalten. Bei einer Resolution, die lediglich die ethische Verpflichtung zur Abschaffung von Atomwaffen beschreibt (A/RES/70/50), stimmte Deutschland gar mit Nein.

Ebenso stemmt sich Deutschland gegen die von Österreich eingebrachte Resolution (A/RES/70/48), die eine Ächtung von Atomwaffen fordert (Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben: Neue US-Atomwaffen werden in Deutschland stationiert (Video)).

Die überwältigende Mehrheit der Staatengemeinschaft stimmte für diese Resolutionen. Deutschland befindet sich damit deutlich in der Minderheit. Gemeinsam mit den nuklear bewaffneten Staaten, welche ebenfalls gegen die Resolutionen gestimmt haben – und damit versuchen, ein Atomwaffenverbot zu verhindern. Noch 2012 hatte Deutschland für den Vorläufer der diesjährigen OEWG gestimmt, zu deren Sitzungen Deutschland 2013 konstruktiv beitrug.

Die Enthaltung sende das falsche Signal, wie ICAN-Vorstandsmitglied Leo Hoffmann-Axthelm hervorhebt: „Die Enthaltungen verdeutlichen den Unwillen der Bundesregierung, konstruktiv zur nuklearen Abrüstung beizutragen“. Obwohl die Bundesbürger nach Umfragen Atomwaffen entschieden ablehnen, behindert die Regierung auf internationaler Ebene deren Verbot.

Deutschland setzt stattdessen weiterhin auf Verhandlungsformate, in denen die Atomwaffenstaaten ein Vetorecht haben und wie bisher jeden Fortschritt verhindern können. So untergräbt die Bundesregierung auch die Glaubwürdigkeit ihrer Abrüstungspolitik.

Dazu Leo Hoffmann-Axthelm: „Deutschland solidarisiert sich mit den Atomwaffenstaaten, anstatt gemeinsam mit der großen Mehrheit der Staatengemeinschaft für eine Ächtung der letzten Massenvernichtungswaffe einzutreten“.

Literatur:

Das Szenario eines Dritten Weltkriegs: Die geheimen Pläne des Pentagons zur Errichtung einer Neuen Weltordnung von Michel Chossudovsky

Am Vorabend des Dritten Weltkriegs: Was Hellseher für unsere nahe Zukunft prophezeien und was politische Fakten bestätigen von Peter Orzechowski

Geheimer Krieg: Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert wird von Christian Fuchs

Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen von Jeremy Scahill

Quelle: PublicDomain/icanw.de am 08.12.2015

 

http://www.pravda-tv.com/2015/12/deutschland-stimmt-gegen-atomwaffenverbot-video/

Riskante Manipulationen am Van-Allen-Gürtel, dem „kosmischen Schutzschild“ der Erde (Videos) 22. November 2015 aikos2309

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Die Operation Argus, der Test „Starfish Prime“ bis HiVOLT und der „Space Tether“: Was wie eine abgedrehte Science Fiction-Geschichte über durchgeknallte Wissenschaftler und Militärs klingt, hat leider einen sehr realen und ernsten Hintergrund.

Ähnlich wie bei der militärischen Forschungseinrichtung HAARP in Alaska, mit deren Hilfe wenig Vertrauen erweckend an der Ionosphäre unseres Planeten herumgepfuscht wird, finden bereits seit über einem halben Jahrhundert nicht minder gewagte Manipulationen am Van-Allen-Gürtel statt, der eigentlich aus zwei Gürteln ionisierter Elementarteilchen (Protonen und Elektronen) besteht, die sich in einer Höhe von 700 bis 6.000 bzw. 15.000 bis 25.000 Kilometer befinden und die Erde vor gefährlicher kosmischer Strahlung schützen. Es klingt daher unfassbar, was sich Wissenschaftler, Militärs und Unternehmer in den letzten Jahren alles einfallen ließen, um dieses essentielle und sensible natürliche Wirkungsgefüge für ihre eigenen Interessen zu missbrauchen.

Operation Argus & Co: Militärische Atombombentests im Van-Allen-Gürtel

Bereits kurz nach der Bestätigung seiner (zuvor nur vermuteten) Existenz durch die Satelliten „Explorer 1“ und „Explorer 3“ am 31. Januar 1958 wurde der nach dem US-Astrophysiker James van Allen benannte „Van-Allen-Gürtel“ zur Zielscheibe riskanter militärischer Experimente, indem im August und September des gleichen Jahres (in dem auch die NASA gegründet wurde) die US Navy Task Force 88 im Auftrag der Defence Nuclear Agency drei geheime Atombombentests in Höhen von 200 bis 540 km durchführte – und damit in gefährlicher Nähe des ersten Rings des Van-Allen-Gürtels.

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(Bild: James van Allen (Mitte) neben dem Entwickler der V2-Rakete sowie ehemaligen Nazis Wernher von Braun (rechts), William Pickering (links) nach dem erfolgreichen Start des Satelliten „Explorer 1“)

Die Operation wurde von der „Advanced Research Projects Agency“ (ARPA), in Zusammenarbeit mit dem „Armed Forces Special Weapons Project“ (AFSWP), der „Army Ballistic Missile Agency“ (ABMW) und dem „Air Force Special Weapons Center“ (AFSWC) durchgeführt und finanziert, während sich die Kosten des gesamten Projekts auf 9 Millionen US-Dollar beliefen.

Bis zum Jahre 1962 gab es eine Reihe weiterer Tests, bei denen mehr als ein Dutzend Atombomben in der Erdatmosphäre in Höhen zwischen 21 und 540 km explodierten, durchgeführt von den USA (Hardtack, Argus und Dominic I/Fishbowl) und der UdSSR (Projekt K).

Die Tests gingen zurück auf eine Idee des griechisch-US-amerikanischen Physikers Nicholas Christofilos vom „Lawrence Radiation Laboratory“, wonach es mit Hilfe von im Van-Allen-Gürtel explodierenden Megatonnen-Wasserstoffbomben möglich sein sollte, ein Raketen-Abwehrsystem zu erzeugen, mit dem herannahende feindliche Raketen und Satelliten vernichtet werden können.

Vom Südatlantik aus, wo aufgrund einer Anomalie ein besonders schwaches Erdmagnetfeld vorherrscht, wurde die erste Bombe mit Hilfe einer X-17-Rakete in 500 km Höhe zur Explosion gebracht, woraufhin der Kurzwellenverkehr lahm gelegt und Nordlichter über Hawaii ausgelöst wurden (Vela-Zwischenfall: Südatlantische Explosion) und Südatlantische Anomalie: Das magnetische Bermuda-Dreieck des Weltalls (Videos).

 

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Proteste von Wissenschaftlern versuchte James van Allen mit den Worten zu beschwichtigen, dass diese dem Strahlungsgürtel nicht schaden würden (Anomalie der Schumann-Resonanz (Nachtrag & Videos)).

Video: A Very Scary Light Show: Exploding H-Bombs In Space

Nachdem auch die Sowjets zwei Atombomben im Weltraum gezündet hatten, um ihrerseits ein Raketenabwehrsystem aufzubauen, entwickelten die Amerikaner die Clusterbombe, die sich im Weltall in mehrere kleinere Sprengköpfe aufteilen konnte, von denen eine gegnerische Abwehrrakete nur noch eine treffen konnte, so dass die beiden anderen unbehelligt bleiben konnten. Umgekehrt entwickelten die USA das Nike-Suse-Abwehrsystem.

Es wurden weitere Atombombentests im Weltall durchgeführt, die deutlich höher und stärker waren als die von 1958: So kam es beim „Fishball Test“ im Rahmen der „Operation Dominic“ zu einem starken elektromagnetischen Puls (EMP), der zu einem Totalausfall des regionalen Kurzwellenfunks und Radars führte, woraufhin der Flughafen von Honolulu vorübergehend stillgelegt werden musste. Im Rahmen dieser Operation fand ein weiterer Test namens „Starfish Prime“ statt, bei dem am 9. Juli 1962 eine Bombe in fast 800 km Höhe – also direkt im Van-Allen-Gürtel – gezündet wurde.

Video: Simulation Van-Allen-Gürtel und der Teilchenstrom

http://www.pravda-tv.com/2015/11/riskante-manipulationen-am-van-allen-guertel-dem-kosmischen-schutzschild-der-erde-videos/

Aus militärischer Sicht war der Test ein voller Erfolg, indem die hierdurch erzeugte zusätzliche Strahlung dreieinhalb Tage später zum Ausfall eines wissenschaftlichen Satelliten Großbritanniens sowie eines Navigations- und Forschungssatelliten der US-Navy führte. Auch der nur einen Tag später gestartete erste Kommunikationssatellit überhaupt, Telstar 1, wurde durch diesen sowie einen weiteren Test der Sowjetunion so stark beschädigt, dass es erstmals nach vier Monaten zu Betriebsstörungen kam, die nach sieben Monaten schließlich dazu führten, dass der Satellit komplett aufgegeben werden musste.

Aufgrund dieser „erfolgreichen“ Tests wurde ein weiterer geplanter Test namens „Urraca“, der noch höher und stärker sein sollte, letztendlich abgesagt, weil die für die Tests verantwortlichen Militärs die Vorwürfe nicht mehr entkräften konnten, dass sie einfach eine Bombe zünden, nur um zu schauen, was dann passiert.

Auch die Russen baten um ein Ende der amerikanischen Tests, damit ihre sich im Weltraum befindenden Kosmonauten nicht gefährdet werden sollten. Letzten Endes wäre ein Einlenken der Amerikaner auch in ihrem eigenen Interesse gewesen, weil weitere Tests ihre eigenen Raumfahrtpläne bedrohten; ungeachtet dessen fanden in der Folgezeit jedoch eine Reihe weiterer Weltraum-Atombombentests statt.

In einem Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments zu Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik heißt es dazu:

„Durch diese militärischen Versuche entsteht die Gefahr, daß der Van Allen-Gürtel für lange Zeit schwerwiegend gestört wird. Das Magnetfeld der Erde kann sich über großen Gebieten ausweiten und Funkverbindungen unmöglich machen. Nach Aussagen amerikanischer Wissenschaftler kann es Hunderte von Jahren dauern, bis der Van Allen-Gürtel wieder zu seinem normalen Zustand zurückfindet.“

Für weitere Infos siehe die Doku „Nukes in Space“ von Peter Kuran:

HiVOLT: Schwächung des Van-Allen-Gürtels mit Hilfe von „Tethers“

Während der Van-Allen-Gürtel ein Segen für das Leben auf der Erde ist, ist er für die Raumfahrt eher ein Fluch, indem insbesondere extrem schnelle Elektronen Satelliten schädigen, da sie die Schutzhüllen von Satelliten durchdringen können. Außerdem ist der Van-Allen-Gürtel wandelbar, was sich bereits daran zeigt, dass man nach den bis dahin bekannten beiden Strahlungsgürteln 2012 noch einen dritten entdeckt hat, der aber nur ca. 4 Wochen existiert hat (Van-Allen-Gürtel: Rasende Elektronen formen vergängliches Band (Videos)).

Während man von Seiten des Militärs nur eine Schädigung des Van-Allen-Gürtels in Kauf genommen hat, geht ein Unternehmen noch einen Schritt weiter und will ihn nicht nur gezielt schwächen, sondern offenbar gleich ganz beseitigen, wie aus dem englischsprachigen Wikipedia-Eintrag über den Van-Allen-Gürtel hervorgeht. So sieht das Konzept „High Voltage Orbiting Long Tether“ (HiVOLT), ein System von fünf 100 km langen Leinen bzw. Leitungen vor, die von Satelliten ausgehen und mit hoher Spannung aufgeladen sind, wodurch der Neigungswinkel vorbeikommender geladener Teilchen so geändert werden soll, dass dies zur Auflösung der inneren Gürtel führen soll. Diese Idee geht auf den russischen Physiker V.V. Danilov zurück und wurde von Robert P. Hoyt und Robert L. Forward, den Inhabern der Firma „Tethers Unlimited“, weiter ausgearbeitet. Nach einer Simulation aus dem Jahre 2011 soll damit innerhalb von zwei Monaten eine Strahlungsreduktion auf weniger als 1% gegenwärtiger Werte erreicht werden können, um Objekte im niedrigen Erdorbit zu schützen.

Die Entwicklung solcher „Space Tether“ geht zurück auf Studien von Professor Giuseppe Colombo an der Universität Padua in den 1970er und 80er Jahren, mit deren Hilfe mehrere Raumflugkörper zur treibstoffarmen Richtungsänderung zusammengehalten und diese zur Gewinnung von elektrischer Energie eingesetzt werden sollten. Solche Tethers bestehen aus hochfestem Material wie der derzeit eingesetzten Polyethylen-Faser „Dyneema“, aber für die Zukunft plant man die Verwendung von Kohlenstoffnanoröhren.

Eine Verbindung von Raumschiffen gab es bereits 1966 im Rahmen des Gemini-Programms der NASA (Gemini 11 & 12). 1992 und 1996 fanden bei den NASA-Shuttleflügen STS-46 und STS-75 u.a. Tests des „Tethered Satellite Systems“ (TSS) der italienischen Raumfahrtbehörde (ASI) statt, bei dem es sich um einen 550 kg schweren Raumflugkörper handelte, der an einem 20 km langen Tether abgeseilt werden sollte, um die Gewinnung von Elektrizität zu testen. Während der erste Versuch von 1992 misslang, war die Mission von 1996 aus Sicht der Raumfahrtbehörde ein Erfolg, indem eine Spannung von 3.500 Volt erzeugt werden konnte und die Ausbeute damit sogar doppelt so hoch war wie zuvor angenommen.

Im Rahmen der Mission STS-75 kam es allerdings auch zu einem Zwischenfall, bei dem das Tether zerrissen und in den Weltraum abgedriftet ist. Seitdem wird spekuliert, welche Auswirkungen dies auf den Van-Allen-Gürtel, aber auch auf die Erde hat. Kann es sein, dass hierdurch bereits „unabsichtlich“ der Van-Allen-Gürtel geschwächt wird und dass dies vielleicht sogar Auswirkungen auf unser Klima hat?

Video: Der STS-75 Zwischenfall mit Original-Bildern

Auch wenn solche Fragen zur Zeit schwierig zu beantworten sind, müssen sie nichtsdestotrotz gestellt und gründlich untersucht werden – doch davon scheint man meilenweit entfernt zu sein. Ob der Van-Allen-Gürtel nun unabsichtlich oder absichtlich geschwächt wird, ist dabei nur von sekundärer Bedeutung; die entscheidende Frage ist vielmehr, mit welchem Recht überhaupt die Raumfahrt oder ein privates Unternehmen an einem so wichtigen Schutzmechanismus für unser aller Überleben herumexperimentieren darf, nur damit die Raumfahrt weniger Risiken ausgesetzt ist, während die Politik vor den möglichen Risiken die Augen verschließt und in erster Linie die einfachen Bürger für den Klimawandel verantwortlich macht?

Selbstverständlich sind die Auswirkungen auf das Klima nur eines von vielen möglichen negativen Konsequenzen, die eine irreparable Schädigung des Van-Allen-Gürtels bedeuten könnte.

Literatur:

Kriegswaffe Planet Erde von Rosalie Bertell

Die Natur, nicht menschliche Aktivität, bestimmt das Klima: Technische Zusammenfassung für politische Entscheider zum Bericht der Internationalen Nichtregierungskommission zum Klimawandel von Warren Anderson

Der Klimaschwindel: Erderwärmung, Treibhauseffekt, Klimawandel – die Fakten von Kurt G. Blüchel

Klimawandel – Wahn und Wirklichkeit: Wie eine angeblich alternativlose Energiepolitik in einer Sackgasse endet und der klimapolitisch begründeten Abzocke der Bürger dient von Erich Majer

Verweise:

http://www.zeit.de/1996/09/Spaghetti_im_All

http://www.heise.de/tp/artikel/17/17209/1.html

Quellen: PublicDomain/Dutchsinse/NASA/NOAA/maki72 für PRAVDA TV vom 22.11.2015

http://www.pravda-tv.com/2015/11/riskante-manipulationen-am-van-allen-guertel-dem-kosmischen-schutzschild-der-erde-videos/

US-Atomwaffen in Deutschland: Kreml stellt Gegenmaßnahmen in Aussicht

Und:

2. Passiert ein Anschlag zum Oktoberfest in München?

Atombombe des Typs B61-12

Die Stationierung neuer Nuklearwaffen auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel kann das strategische Machtgleichgewicht in Europa beeinträchtigen. Sollte dies geschehen, wird Russland entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, wie der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch sagte.

Zuvor hatte der Fernsehsender ZDF unter Berufung auf US-Haushaltspläne berichtet, dass die Vereinigten Staaten trotz des Atomwaffensperrvertrages demnächst neue taktische Nuklearwaffen in der Stadt Büchel in Rheinland-Pfalz stationieren werden.

Das Bundesverteidigungsministerium weigerte sich, dies zu kommentieren, und ein Pentagon-Sprecher erklärte in einem Gespräch mit Sputnik, dass die Vereinigten Staaten keine Verträge verletzt hätten, da sie ihre nicht-strategischen Atomwaffen seit dem Ende des Kalten Krieges angeblich um etwa 90 Prozent verringert hätten.

„Das ist ein weiterer Schritt, und leider auch ein sehr ernsthafter Schritt hin zu wachsenden Spannungen auf dem europäischen Kontinent“, sagte Dmitri Peskow. Angesichts des Beschlusses des Deutschen Bundestages sei ein solches Szenario realitätsnah und werde offensichtlich auch angestrebt.

Peskow zufolge könnte dies zu einem Verstoß gegen das strategische Machtgleichgewicht in Europa führen. In einem solchem Fall werde Russland entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, um die Parität wiederherzustellen, betonte er. Die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland seien kein Schritt in Richtung Stabilität, Vertrauen und Sicherheit in Europa, fügte er hinzu.

„Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atombomben besitzen, den Einsatz dieser Waffen üben – und zwar im Rahmen der Nato-Praxis der Nuklearen Teilhabe“, betonte sie. Sacharowa verwies darauf, dass „nicht nur in Deutschland, sondern auch in Belgien, den Niederlanden, in Italien und der Türkei“ weiterhin taktische US-Nuklearwaffen stationiert werden, wobei Russland bereits in den 90er Jahren sein Arsenal von nicht-strategischen Atomwaffen auf ein Viertel verringert hatte. Die Sprecherin fügte hinzu, dass in den USA derzeit nukleare Fliegerbomben und in den europäischen  Nato-Mitgliedsstaaten Trägerflugzeuge für solche Waffen modernisiert werden.
http://de.sputniknews.com/militar/20150923/304467276.html#ixzz3mbHc63Pr

Zu 2 siehe hier:

https://techseite.wordpress.com/2015/09/23/geplante-abscheulichkeit-geplanter-anschlag-auf-das-muenchner-oktoberfest/

 

Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland

Aus der ZDF-Seite:  ATOMWAFFENSPERRVERTRAG  SENDUNG VOM 22.09.2015 

Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Stationierung neuer amerikanischer Atombomben. Das belegen US-Haushaltspläne, die Frontal21 vorliegen. Danach stehen im Haushalt der US-Luftwaffe ab dem dritten Quartal 2015 Gelder für die Integration des neuen Atombombensystems B61-12 auch in die deutschen Tornado-Jagdbomber bereit.

Piloten beladen Tornado

Bild

Tornado wird mit Waffen bestückt

Deutsche Tornado-Piloten üben regelmäßig mit Attrappen amerikanischer Atombomben.

(Quelle: ZDF)

von Herbert Klar und Ulrich Stoll

Rüstungsexperten bestätigen, dass die neuen taktischen Nuklearwaffen vom Typ B61-12 wesentlich zielgenauer sind als die Atombomben, die bislang in Büchel lagern. Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten im Rahmen der NATO-Strategie der „Nuklearen Teilhabe“ Angriffe mit den US-Bomben fliegen. „Mit den neuen Bomben verwischen die Grenzen zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen“, kritisiert Hans Kristensen vom Nuclear Information Projects (Atomic Scientists) in Washington D.C. .

Verletzung des Atomwaffensperrvertrages

„Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atomwaffen besitzen, den Einsatz dieser Waffen üben – und zwar im Rahmen der NATO-Praxis der Nuklearen Teilhabe“, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gegenüber Frontal21: „Das ist eine Verletzung der Artikel 1 und 2 des Vertrages über die Nichtverbreitung von Atomwaffen.“Dabei hatte der Bundestag im März 2010 mit breiter Mehrheit beschlossen, die Bundesregierung solle sich „gegenüber den amerikanischen Verbündeten mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzen.“ Auch im Koalitionsvertrag von Union und FDP hatte die Bundesregierung 2009 den Abzug der Atomwaffen aus Büchel zugesagt. Doch statt der Abrüstung erfolgt nun die
Stationierung von rund 20 neuen Nuklearwaffen, die zusammen die Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben haben.

Video hier:

http://www.zdf.de/frontal-21/stationierung-neuer-us-atomwaffen-in-deutschland-russland-beklagt-verletzung-des-atomwaffensperrvertrages-40197860.html

Atom-Experte: „Das ist eine neue Waffe“

Der Atom-Wissenschaftler Hans Kristensen beschäftigt sich seit Jahren mit der Modernisierung des US-Atomwaffenprogramms. Im Interview kritisiert er die Stationierung neuer Atombomben in Deutschland.

(22.09.2015)

Modernisierung europäischer Standorte für US-Atomwaffen

Der SPD-Verteidigungspolitiker Thomas Hitschler bestätigt, dass die Bundesregierung in den kommenden Jahren rund 112 Millionen Euro in den Bundeswehrstandort Büchel investieren will. Mit diesem Geld soll die Landebahn des Flugplatzes mit einem modernen Instrumentenanflugsystem ausgestattet werden. Weitere europäische Standorte amerikanischer Atomwaffen wie die Luftwaffenbasen in Incirlik in der Türkei und Aviano in Italien werden modernisiert. Auch dort soll mit neuen Nuklearbomben vom Typ B 61-12 nachgerüstet werden, bestätigt Hans Kristensen vom Nuclear Information Project.Der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Willy Wimmer (CDU), warnt vor neuen „Angriffsoptionen gegenüber der russischen Föderation“ durch die neuen Atomwaffen in Deutschland und Europa: „Das ist eine bewusste Provokation unserer russischen Nachbarn.“

 

US-Nuklearwaffen in Deutschland: Warum die Bundeswehr Atombomben einsetzen könnte (Videos)

1. Juli 2015

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Haben Sie es gewusst? Die Bundeswehr​ könnte US-Atombomben einsetzen!

Nuklearwaffen werden nicht abgezogen, sondern modernisiert: Politisch war der Abzug der US-Atombomben von deutschem Boden eigentlich schon entschieden. Aber jetzt werden sie offenbar durch hochmoderne neue Waffen ersetzt. Die Bundesregierung windet sich.

Aus der Zeit des Kalten Krieges lagern noch immer bis zu 20 alte Atombomben der USA in der Eifel. Politisch war ihr Abzug eigentlich schon entschieden. Doch bald sollen sie durch neue, hochmoderne Nuklearwaffen ersetzt werden.

(Bild: Luftaufnahme vom Fliegerhorst Büchel)

Was ist konkret vorgesehen?

Bis 2020 plant die US-Regierung, ihre rund 180 in Europa lagernden Nato-Nuklearwaffen zu modernisieren. Wichtige Hürden hat das Vorhaben jüngst im US-Kongress genommen. Vom sogenannten „Lebensdauerverlängerungsprogramm“ ist auch Deutschland betroffen, genauer gesagt der Fliegerhorst Büchel. In der Vulkaneifel, zwischen Koblenz und Trier, werden aus der Zeit des Kalten Krieges noch immer bis zu 20 in die Jahre gekommene Atombomben der Typen B61-3 und B61-4 aufbewahrt – die letzten hierzulade. Diese Waffen sind für den Abwurf durch ein Flugzeug gebaut und besitzen die 13-fache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Mit der Lagerung auf deutschem Boden entspricht die Bundesrepublik der Nuklearen Teilhabe, also der Abschreckungstaktik der Nato.

Wie steht die Bundesregierung zu den Modernisierungsplänen?

Die Atombomben von Büchel gelten als offenes Geheimnis. Offiziell aber will die Bundesregierung deren Existenz nicht bestätigen. Doch wenn im schwarz-roten Koalitionsvertrag vom angestrebten „Abzug der in Deutschland und Europa stationierten taktischen Atomwaffen“ die Rede ist, erklärt sich das von selbst. Eigentlich galten die Atombomben auf deutschem Boden politisch schon mehrfach als tot. Die Außenminister Joschka Fischer (Grüne) und Guido Westerwelle (FDP) machten sich in ihren Amtszeiten für einen endgültigen Abzug der Nato- Bomben stark, ebenso Verteidigungsminister Peter Struck und Rheinland-Pfalz’ langjähriger Regierungschef Kurt Beck (beide SPD). Auch der Bundestag sprach sich 2010 mit großer Mehrheit für dieses Ziel aus. Lange schien es nur eine Frage der Zeit, bis die Bundesregierung von den USA verlangen würde, die Nuklearwaffen aus Deutschland abzuziehen. Gekommen ist es dazu bis heute nicht.

Auf eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung antwortet das federführende Auswärtige Amt: „Solange Kernwaffen als Instrument der Abschreckung im strategischen Konzept der Nato eine Rolle spielen, hat Deutschland ein Interesse daran, an den Diskussionen und Planungsprozessen teilzuhaben. Das wäre durch eine Politik der einseitigen Schritte gefährdet.“ Wenn die USA also bald wie geplant ihre in die Jahre gekommenen Atombomben gegen die neuentwickelte B61-12 austauschen sollten, werden auf deutschen Boden die modernsten Nuklearwaffen der Welt lagern – ebenfalls für den Abwurf durch einen Bomber. Nach Schätzungen des US-Verteidigungsministeriums kostet das Modernisierungsprogramm bis zu zehn Milliarden Dollar.

Wie leben die Menschen in Büchel mit diesen Waffen vor ihrer Tür?

Schon früh am Morgen steigen in dem idyllischen Eifeldörfchen die Kampfflugzeuge der Bundeswehr auf und fliegen ihre Übungsmanöver. Den ohrenbetäubenden Lärm und den Anblick der Jagdbomber sind die 1200 Einwohner gewohnt. „Wer gegen den Fliegerhorst ist, ist hier allein“, sagt der ehemalige Ortsbürgermeister Richard Benz, der nur zwei Kilometer von der Startbahn entfernt wohnt. Der pensionierte Tischler stellt klar: „Viele von uns hätten keine Arbeit, gäbe es die Tornados nicht.“ Würde der Fliegerhorst geschlossen, verlöre die Region auf einen Schlag 2000 Arbeitsplätze, darunter 800 zivile – und in den Jahren danach wohl noch viel mehr. Das relativiere in einer strukturschwachen Region vieles. Sogar, dass bald neue Atombomben in Büchel einziehen sollen. Doch nicht alle hier denken so. An der Einfahrt zum Fliegerhorst Büchel, kurz vor dem Schlagbaum, wehen die deutsche und die US-amerikanische Flagge einträchtig im Wind. An diesem Ort hat Elke Koller schon oft gestanden und mit Gleichgesinnten gegen die Atombomben in ihrer Nachbarschaft demonstriert. Ihre Mitstreiter kommen aus ganz Deutschland. Meist singen oder fasten die Friedensaktivisten und Atomwaffengegner. Es ist auch schon vorgekommen, dass einige Wagemutige den Zaun durchgeknipst haben, um dann zu testen, wie nah sie den Bomben wohl kommen können. „Hier wird internationales Recht gebrochen“, ist Koller überzeugt. Die 71-Jährige hat viele Jahre eine Apotheke im nahen Cochem betrieben und sich bei den Grünen engagiert – bis diese unter Kanzler Schröder dem Bundeswehreinsatz im ehemaligen Jugoslawien zustimmten. Koller will, dass die Atombomben aus Büchel verschwinden. Deutschland habe 1969 den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, die Bomben in ihrer Nachbarschaft seien jedoch ein klarer Verstoß dagegen.

Video:

Wie verträgt sich die Existenz dieser Bomben mit dem Atomwaffensperrvertrag?

Über die vertraglichen Feinheiten lässt sich streiten. Genau genommen hat die Atommacht USA ihre Waffen in Büchel nicht der Bundesrepublik übergeben. Innerhalb des Fliegerhorsts lassen die Amerikaner die Bomben von den 140 Soldaten einer eigenen Munitionssicherungs-Einheit bewachen. Deutsche Soldaten können diesen Bereich nicht einfach betreten. Das Areal mit den entsprechenden Flugzeug-Sheltern ist mit einem zusätzlichen Doppelzaun geschützt, die US-Soldaten tragen Waffen.

Die Verfügungsgewalt über die Atombomben liegt bei US-Präsident Barack Obama. Dennoch sind die Bücheler Bomben auch eine deutsche Angelegenheit. Sollten die Atombomben jemals zum Einsatz kommen, gäbe es vor Ort keine Flugzeuge der US-Air-Force. In Büchel stünden für ihren Abwurf allein Bundeswehr-Tornados mit ihren Zweierbesatzungen aus deutschen Piloten und Waffensystemoffizieren bereit. Aus US-Atombomben könnten im Handumdrehen deutsche werden.

Video:

Sind die deutschen Soldaten auf einen Einsatz der Atomwaffen vorbereitet?

Wer mit den Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 in Büchel sprechen oder überhaupt den Fliegerhorst von innen sehen will, muss seine Fragen zu den Atombomben draußen lassen. Ob die deutschen Tornado-Crews diesen Ernstfall trainieren oder ob sie überhaupt bereit wären, den Befehl zum Abwurf einer Atombombe auszuführen, ist nicht in Erfahrung zu bringen. In einer noch 2008 gedruckten Taschenkarte für Soldaten – der zentralen Dienstvorschrift 15/2 – heißt es eindeutig, der Einsatz atomarer Waffen sei deutschen Soldaten verboten. Dieser Passus findet sich seit der Überarbeitung der Dienstvorschrift im vergangenen Jahr im umfangreichen Handbuch allerdings nicht mehr wieder. Warum, das mag das Bundesverteidigungsministerium nicht kommentieren. Selbst Hellmut Königshaus (FDP), Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags und eigentlich erster Anwalt aller Soldaten, will darüber nicht reden und lässt nur knapp ausrichten, er habe keine Erkenntnisse dazu.

Im Fliegerhorst darf Dieter Nestler, stellvertretender Kommodore des Geschwaders, nur über die Weiterentwicklung des Tornados Auskunft geben. Neben Nestler sind nicht weniger als acht Militärs gekommen, um Fragen zu beantworten, von denen sie wissen, dass sie hier nicht die existenziellsten sind. Bis Ende 2015 bekommen die rund 40 in Büchel stationierten Tornados nach und nach ein Software-Upgrade, das die Sicherheit der Besatzung deutlich erhöht. Außerdem wird eine neue lasergesteuerte GPS-Waffe integriert. „Unsere ersten Tests haben gezeigt, dass das Zusammenspiel phänomenal funktioniert“, sagt der Waffensystemoffizier, der namentlich nicht genannt werden will. Auch über die anderen kompatiblen Waffen spricht er. Dass der Tornado als einziges Bundeswehrflugzeug unter seinen Tragflächen aber auch Halterungen für zwei B61-Nuklearwaffen besitzt, das verschweigt er – anders als etwa das offizielle Youtube-Video der Bundeswehr zum Tornado.

Video:

Welche Kosten entstehen Deutschland durch die Modernisierung der Waffen?

Offiziell antwortet die Bundesregierung auf die entsprechende Frage: „Beim sogenannten Lebensdauerverlängerungsprogramm der US-amerikanischen Nuklearwaffen handelt es sich um ein nationales Programm der USA, bei dem keine Kostenbeteiligung ausländischer Streitkräfte vorgesehen ist.“ Doch Otfried Nassauer vom Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit weist darauf hin, dass es schon jetzt Forderungen von Abgeordneten aus dem US-Kongress gebe, „die europäischen Verbündeten an den gesamten Kosten für die Entwicklung der B61-12 zu beteiligen“. Nato-Atombomben lagern zum Beispiel auch in Belgien und Italien. Und wenn die USA die neuen B61-12-Nuklearwaffen nach Büchel bringen, müssten zumindest die Halterungen am Tornado an die neuen, digital gesteuerten Bomben angepasst werden. Die Millionen für die Umbauten an den Maschinen müssten wahrscheinlich aus dem Bundeshaushalt kommen.

Ob es in Deutschland überhaupt soweit kommt, wird allerdings nicht in Washington entschieden, sondern in Berlin. „So etwas geht nicht am Parlament vorbei“, sagt Agnieska Brugger, Obfrau der Grünen im Verteidigungsausschuss des Bundestages. Es ist schwer, Bundestagsabgeordnete wie Brugger zu finden, die bereit sind, in dieser Frage offen über ihre Haltung zu sprechen. „Viele geben nur vorneherum die Abrüstungsbefürworter“, findet Brugger.

Literatur:

Das Szenario eines Dritten Weltkriegs: Die geheimen Pläne des Pentagons zur Errichtung einer Neuen Weltordnung von Michel Chossudovsky

Am Vorabend des Dritten Weltkriegs: Was Hellseher für unsere nahe Zukunft prophezeien und was politische Fakten bestätigen von Peter Orzechowski

Die Lügen der Alliierten und die deutschen Wunderwaffen: Das Dritte Reich, die Atombombe und der 6. August 1945 von Edgar Mayer

Quellen: PA/dpa/Jung und Naiv/tagesspiegel.de vom 23.07.2014

http://www.pravda-tv.com/

Russische Atomwaffen schlecht – Amerikanische gut

Mittwoch, 24. Juni 2015 , von Freeman um 09:00

Die deutsche Bundesregierung trieft so voller Doppelmoral und Heuchelei, was wirklich nicht mehr zu überbieten ist. Das kam wieder deutlich bei einer Presskonferenz in Berlin zum Ausdruck. Es wurde die Meldung kommentiert, Russland will seine Atomwaffen und andere Waffensysteme modernisieren, wegen der NATO-Osterweiterung und Stationierung schwerer Waffen der Amerikaner in Osteuropa. Der stellvertretende russische Verteidigungsminister Anatoli Antonow warf der NATO vor, Russland zu einem neuen Wettrüsten zu zwingen.

Zwei Würmer die sich krümmen und winden!

Die Vertreter der deutschen Regierung in Person von Steffen Seibert (Merkels Pressesprecher) und Martin Schäfer (Sprecher des Auswärtigen Amtes) brachten zum Ausdruck, die russische Modernisierung sei bösartig, besteht nur aus niederen Gründen und ist politisch motiviert.

Russische Atomwaffen sind schlecht!

Auf die Frage, wie sie die neulich angekündigte Modernisierung der amerikanischen Atomwaffen in Deutschland einschätzen, sagte Schäfer, das wäre technisch notwendig und nur zur Sicherung der deutschen Bevölkerung gedacht.

Amerikanische Atomwaffen (auf deutschen Boden) sind gut!

Was für eine absurde Logik, wobei sich Schäfer und Kollegen sichtbar in Peinlichkeit winden und in ihren Sesseln verdrehen mussten, um die berechtigten Fragen der Pressevertreter irgendwie zu beantworten.

Aber seht selber:

Wann verlassen diese Atomwaffen Deutschland?“ Na wann wohl? Wenn sie auf Russland abgeschossen werden!

Hallo Ihr Deutschen, zu was sind Eure Regierenden verkommen? Zu Lügnern und Tatsachenverdrehern, die sich wie rückgradlose Würmer krümmen, um ihre lächerlichen Argumente, sowie pro-amerikanische und anti-russische Haltung zu erklären. Das hat 70 Jahre transatlantische Gehirnwäsche der fremden Besatzer aus Euch gemacht. Untertanen, ohne einen Funken Selbstrespekt und aufrechten Gang. Wie tief wollt Ihr noch den Amis in den Arsch kriechen?

Wann wollt Ihr endlich aufwachen? Wenn es wieder heisst:
Gewehr fassen und ab an die Ostfront?

Warum sind nur noch „Linke“ Patrioten? Oskar auf Farcebook:

Aber zurück zu einer viel wichtigeren Meldung, damit die Deutschen weiterschlafen können. Bild-Schlagzeile von heute:

Ich sage nur … UNTERTANEN!!!

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Russische Atomwaffen schlecht – Amerikanische gut http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/06/russische-atomwaffen-schlecht.html#ixzz3e2iuVKDr
Alles Schall und Rauch: Russische Atomwaffen schlecht – Amerikanische gut http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/06/russische-atomwaffen-schlecht.html#ixzz3e2iORHKG

Doppelmoral: Von guten und schlechten Atombomben

Bundeskanzlerdarstellerin Angela Merkel und ihre Regierungsclique hat sich ja eine atomwaffenfreie Welt auf die Fahnen geschrieben. Eigentlich…

Aber als Vasall der USA kommt man eben manchmal nicht umhin US-Atomwaffen als gut und russische als schlecht zu definieren. Vollkommen egal, dass sowohl die einen als auch die anderen Tod über die Menschheit bringen können. Oder habe ich hier nur etwas falsch verstanden und es ist keine Doppelmoral, sondern vielmehr Demokratenmoral?

Dass wir wohl dauerhaft mit US-Atomwaffen auf deutschem Boden leben müssen, hat ja erst vor kurzem Thilo Jung vom Pressesprecher der Kanzlerin erfahren:

Irgendwann… Da gibt’s keinen Zeitraum.

Die Lügen der Herrschenden werden in ihrem Kern immer leichter erkennbar. Oder glaubt wirklich noch jemand, dass wir in einer Demokratie leben, in der das Volk regiert und selbst entscheidet? Beispielsweise bei der Euro-Einführung, der Bankenrettungen und bei Handelsabkommen wie TTIP?

Gut, ich mache hier wohl den Fehler Demokratie nach seinem ursprünglichen, aus dem Griechischen kommenden, Sinn zu verstehen: Volksherrschaft bzw. die Herrschaft der Demen(griech. demos = Stamm). Und in unserer real existierenden Demokratie kann man eben genau jene Demokratie nicht mit Volksherrschaft und Volkssouveränität in Übereinstimmung bringen. Etwas das in meinen Augen nicht zusammen gehört und nie zusammen kommen kann.

Denn betrachten wir die logische Abfolge der Entwicklung und Geschehnisse seit Anfang des 18. Jahrhunderts, müssen wir – ohne die geringsten Logikbrüche – erkennen und verstehen, dass wir in einer Plutokratie, in einer Geldherrschaft leben. Wir sind dem Etikettenschwindel aufgesessen, dass Plutokratie mit unserer heutigen Form der Demokratie gleichgesetzt wird und dass zudem der Charme, das positiv Besetzte des Wortes Demokratie ausreichend ist, um über diesen Fakt eines falschen Demokratie-Etiketts hinwegzutäuschen.

Die Gegenwart einer Plutokratie schließt die Gegenwart von Demokratie aus – zudem da Deutschland als Staat nicht souverän ist. Punkt.

Dass diese Schein-Demokratie trotzdem noch so gut – in den Augen der Bürger – funktioniert, hat für mich viel damit zu tun,

  • dass die Menschen davon überzeugt sind immer aus eigenem Antrieb zu handeln – nicht beeinflusst durch Medien, Werbung usw..
  • dass die Menschen in einer Welt aus dauerhafter, ständig (neu) geschürter Angst vor echten oder vermeintlichen Bedrohungen leben – vor denen man die Rettung durch den Staat erhofft.
  • dass das römische Panem et Circenses perfektioniert wurde – Sättigung und Unterhaltung.
  • dass wir bereits seit Kindesbeinen darauf konditioniert werden, das Vorgedachte dem eigenständigen Denken vorzuziehen – Erziehung, die nicht erzieht und Ausbildung, die nicht bildet.
  • dass wir durch vorgefertigte Denkmuster, die wir durch die Hochleistungsmedien (oft) frei Haus geliefert bekommen, vom eigenen Denken abgehalten werden.
  • dass wir in einer Welt aus relativierten und verabsolutierten „Tatsachen“ leben, wo hier ein wenig verschwiegen und dort ein wenig dazu gedichtet wird, wo die Ausnahme zur Regel wird und wo die Sprache und die Bedeutung der Wörter so verändert werden, dass die schönsten Lügen zur Wahrheit werden.

Oder sehe ich hier etwas grundsätzlich falsch?

Quellen:
Die Atombomben-Doppelmoral der Bundesregierung
Wann verlassen die US-Atombomben Deutschland? Was sagt die Kanzlerin?
Die Banalität des Bösen

http://www.konjunktion.info/

US-Militär erwägt Atomschläge gegen Russland

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/

6. Juni 2015

Von Niles Williamson (wsws)

US-Verteidigungsminister Ashton Carter traf sich am Freitag im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa mit zwei Dutzend amerikanischen Militärkommandanten und europäischen Diplomaten, um über die Verschärfung ihrer wirtschaftlichen und militärischen Kampagne gegen Russland zu diskutieren. Sie bewerteten außerdem die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftssanktionen und der Strategie der Nato, die Krise in der Ostukraine für die Stationierung von Soldaten und Kriegsgerät in Osteuropa auszunutzen, und drohten Russland mit Krieg.

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums erklärte gegenüber Reuters, dass es bei dem Treffen hauptsächlich darum gehe, „zu bewerten und Strategien zu entwerfen, wie die Vereinigten Staaten und ihre wichtigsten Verbündeten auf die verschärften Spannungen mit Russland im Laufe des letzten Jahres reagieren sollten“. Der Vertreter sagte außerdem, dass Carter der Lieferung von tödlichen Waffen an das ukrainische Regime positiv gegenüber stehe. Dieser Vorschlag war bereits Anfang des Jahres vorgebracht worden.

Besonders provokant war ein Bericht von Associated Press, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Laut diesem Bericht erwägt das Pentagon den Einsatz von Atomraketen gegen militärische Ziele in Russland als Reaktion auf angebliche Verstöße gegen den Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) von 1987. Die USA behaupten, Russland habe gegen den INF-Vertrag verstoßen, indem es Flugerprobungen von bodengestützten Marschflugkörpern durchgeführt habe, deren Reichweite die Beschränkungen des Vertrags überschreite. Russland dementierte dies.

Das Pentagon diskutiert über drei Optionen: die Stationierung von Raketenabwehrsystemen in Europa, um russische Raketen abschießen zu können, eine „Gegenschlag“-Option, die nichtatomare Präventivschläge gegen russische Militäranlagen beinhalten würde und schließlich die Möglichkeit eines „Ausgleichsschlags“, der den präventiven Einsatz von Atomraketen gegen Ziele in Russland beinhalten würde.

AP bezieht sich auf einen Mitarbeiter, der angedeutet habe, dass Optionen bis hin zur „Verbesserung der Fähigkeit amerikanischer Atomwaffen, militärische Ziele in Russland zu zerstören“ geprüft würden. Mit anderen Worten, die USA bereiten einen Atomkrieg gegen Russland vor.

Robert Scher, einer von Carters atompolitischen Beratern, sagte im April vor dem Kongress, dass der Einsatz von „Gegenkräften“ bedeuten würde, dass „wir losschlagen und die Raketen in ihren Basen in Russland zerstören“.

Andere Vertreter des Pentagon erklärten, diese Option würde die Stationierung bodengestützter Marschflugkörpern in ganz Europa erfordern.

Der Pentagonsprecher Leutnant Oberst Joe Skewers erklärte gegenüber AP: „Alle Optionen, über die wir diskutieren, sollen sicherstellen, dass Russland keinen nennenswerten militärischen Vorteil aus seinem Fehlverhalten ziehen kann.“

Die Rücksichtslosigkeit und Fahrlässigkeit der amerikanischen Außenpolitik ist atemberaubend. Ein Großteil der russischen Streitkräfte ist in der Nähe von dicht besiedelten Gebieten stationiert. Ein präventiver Atomschlag könnte in Sekunden Millionen Menschen in den Tod reißen und einen Atomkrieg auslösen, in dem die Menschheit ausgerottet würde. Selbst wenn die US-Regierungsvertreter mit ihren Drohungen gegen Russland nicht wirklich dieses Ziel verfolgen und nur versuchen, Moskau einzuschüchtern, liegt solchen Drohungen eine düstere objektive Logik zugrunde.

Inmitten militärischer Spannungen und strategischer Unsicherheit erhöht die atomare Kriegstreiberei der US-Regierungsvertreter in dramatischer Weise die Gefahr eines unabsichtlichen Kriegs. Nato-Truppen führen entlang der russischen Grenzen, vom Nordmeer über die Ostsee bis zum Schwarzen Meer und dem Mittelmeer, Militärübungen durch. Alle nationalen Streitkräfte in der Region sind in höchster Alarmbereitschaft.

Die amerikanischen Regierungsvertreter wissen nicht, wie der Kreml auf ihre Drohungen reagieren wird. Da die russische Regierung einen plötzlichen Nato-Angriff befürchten muss, ist es wahrscheinlicher geworden, dass sie auf vermeintliche Anzeichen für eine Nato-Militäraktion mit dem Abschuss ihrer Raketen reagiert. Sie muss fürchten, dass die Raketen andernfalls am Boden zerstört werden. Die Gefahr, dass eine fehlerhafte Annahme oder ein Kommunikationsfehler zu einem offenen Krieg führt, ist drastisch gestiegen.

Die WSWS hatte schon letztes Jahr gewarnt, dass die Entscheidungen der Nato, einen von faschistischen Kräften angeführten Putsch in Kiew zu unterstützen und Russland ohne jeden Beweis die Schuld am Abschuss des Fluges MH17 zu geben, die Kriegsgefahr erhöht hat. Sie schrieb damals: „Wollen wir wirklich zulassen, dass es zwischen den USA, Europa und Russland zu einem Krieg kommt, bei dem Atomwaffen eingesetzt werden könnten? Diese Frage muss sich jeder stellen, der die Ereignisse seit dem gewaltsam herbeigeführten Absturz des Malaysian-Airlines-Flugs MH17 verfolgt hat.“ Diese Warnungen werden von Schers und Carters Aussagen bestätigt.

Im März hatte Putin erklärt, dass er nach dem Putsch in Kiew das russische Militär, inklusive der Atomstreitkräfte, in Alarmbereitschaft versetzt habe, da er einen Nato-Angriff auf Russland fürchtete. Jetzt hat das US-Militär durch seine eigenen Aussagen bestätigt, dass die Politik der USA das Risiko eines Krieges birgt.

Vor der internationalen Arbeiterklasse wurden diese Bedrohungen weitgehend geheim gehalten. Die Arbeiter in den USA, Europa und auf der ganzen Welt haben immer wieder gezeigt, dass sie die Kriege der USA im Irak und Afghanistan ablehnen. Doch fast fünfzehn Jahre nach dem Beginn dieser Kriege steht die Welt am Rande eines noch blutigeren und verheerenderen Konflikts. Doch die Medien und herrschenden Eliten verheimlichen die Gefahr eines Atomkriegs.

Voraussichtlich wird US-Präsident Obama beim G7-Gipfel am Wochenende den Druck auf Russland weiter verschärfen und die europäischen Regierungschefs dazu drängen, die Wirtschaftssanktionen beizubehalten. Diese wurden im letzten Jahr gegen Russland verhängt, nachdem es die Krim in die russische Föderation aufgenommen hatte. Als Vorwand für die Fortführung der Sanktionen soll der erneute Ausbruch von Kämpfen in der Ukraine dienen, für den die USA Russland verantwortlich machen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warnte am Donnerstag in einer Rede im Parlament vor der „immensen Gefahr erneuter schwerer Kämpfe mit russischen und terroristischen Kräften“. Er behauptete, ohne einen Beweis zu liefern, dass in den von Rebellen kontrollierten Gebieten Donezk und Lugansk in der Ostukraine 9000 russische Soldaten präsent seien.

Poroschenko sagte: „Das ukrainische Militär sollte sich auf eine neue feindliche Offensive und eine Großinvasion entlang der gesamten Grenze zur Russischen Föderation vorbereiten. Wir müssen darauf wirklich vorbereitet sein.“ Er erklärte, das ukrainische Militär habe mindestens 50.000 Soldaten im Osten stationiert und sei bereit, das Land zu verteidigen.

Einen Tag vor Poroschenkos Äußerungen kam es in der Ostukraine erneut zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mit Dutzenden von Todesopfern. Die Kämpfe in dieser Woche waren der bisher schwerste Verstoß gegen den Waffenstillstand, der im Februar unterzeichnet wurde.

Kremlsprecher Dimitri Peskow erklärte am Donnerstag vor der Presse, Russland sei davon überzeugt, dass die Kampfhandlungen am Mittwoch von Kiew provoziert worden waren, um die Diskussionen auf dem G7-Gipfel am Wochenende und dem EU-Gipfel in Brüssel Ende Juni zu beeinflussen. „Dieses provokante Vorgehen geht von den ukrainischen Streitkräften aus und das beunruhigt uns“, sagte er.

Beide Seiten gaben der jeweils anderen die Schuld am Ausbruch der Kämpfe in Marjinka, etwa vierzehn Kilometer westlich der Rebellenhochburg Donezk. Poroschenkos Berater Juri Birjukow sagte am Donnerstag, dass bei den Kämpfen fünf ukrainische Soldaten getötet und weitere 39 verwundet worden seien. Der stellvertretende Verteidigungsminister und Sprecher der Volksrepublik Donezk (DNR) Eduard Basurin erklärte gegenüber Interfax, dass sechzehn Rebellenkämpfer und fünf Zivilisten getötet worden seien.

Ukrainische Truppen hatten am Mittwoch außerdem die Innenstadt von Donezk mit Artillerie beschossen. In den südwestlichen Stadtteilen Kirowski und Petrowski wurden sechs Menschen durch Granaten getötet und weitere 90 verwundet. Der städtische Marktplatz Sokol wurde schwer beschädigt, mehrere Ladenstraßen brannten nieder.

Als Reaktion auf die Entwicklungen am Mittwoch wurden Mitglieder des faschistischen Rechten Sektors angewiesen, sich auf den Kampfeinsatz vorzubereiten. Der Oberbefehlshaber des paramilitärischen Bataillons der Organisation, Andrei Stempitzki, rief in einem Post auf Facebook alle Mitglieder, die während des Waffenstillstands zu Hause waren, dazu auf, „zu ihren Kampfeinheiten“ zurückzukehren. Er drohte, der Rechte Sektor werde „Krieg führen, egal was die Anhänger des Waffenstillstands tun werden.“

http://krisenfrei.de/us-militaer-erwaegt-atomschlaege-gegen-russland/