37 Millionen Bienen sterben, als in der Nähe GVO-Felder bepflanzt werden

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Veröffentlicht am Juni 24, 2016 in Gesundheit/Umwelt von Sina

37 Millionen Bienen wurden tot aufgefunden, nachdem in der Nähe Felder mit GVOs (gentechnisch veränderten Organismen) bepflanzt worden waren.

Ungefähr 37 Millionen Bienen auf einer Farm in Kanada sind verendet, nachdem GVO-Getreide in einem nahegelegenen Gebiet angepflanzt worden ist. Das behauptet ein ortsansässiger Imker.

Dave Schuit ist ein Imker, der in Elmwood, Kanada, Honig produziert. Er behauptet, dass seine Farm ungefähr 37 Millionen Bienen (das entspricht etwa 600 Bienenstöcken) verloren hat, seitdem GVO-Getreide in der näheren Umgebung angepflanzt wurde. Berichten zufolge glauben Schuit und andere Imker vor Ort, dass Neonicotinoide, oder „Neonics“, für das vermehrte Sterben der Bienen verantwortlich sind.

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Bildquelle: Flickr, Mark Skipper

„Als sie damit anfingen, das Getreide anzupflanzen, sind unsere Bienen scharenweise gestorben“, sagte Schuit.

In Europa ist die Verwendung der Neonicotinoid-Pestizide auf dem Markt nicht mehr üblich, weil diese Pollen und Nektar verunreinigen. Das führt letztendlich dazu, dass Bestäuber und andere Insekten Schaden nehmen oder sogar getötet werden. Trotz dieser offensichtlichen Gefahren, die mit der Verwendung dieser Chemikalie einhergehen können, wird die Chemikalie in den Vereinigten Staaten in weiten Teilen des Landes noch verwendet.

Neuer Bericht von @foe_us: @EPA gibt den Interessen von @Bayer @Monsanto @SyngentaUS mehr Gewichtung als der Rettung von Bienen #keephivesalives („erhaltet die Bienenstöcke am Leben“)

Imidacloprid und Clothianidin sind zwei der am meisten von Bayer CropScience verwendeten Pestizide. Beide beinhalten auch Neonics und wurden bereits mit vielen großen Fällen von ‚Bienensterben‘ sowohl in Europa als auch in den USA in Verbindung gebracht. Trotz der Gefahren, die mit der Verwendung dieser Chemikalie in Verbindung gebracht werden, werden die Pestizide trotzdem noch regelmäßig verwendet und auf dem Markt verkauft.

Trotz ihrer geringen Größe ist der Einfluss, den die Bienen auf unsere Umwelt haben, fast unvergleichlich. Tatsächlich sind Bienen für die Bestäubung von ungefähr einem Sechstel der blühenden Pflanzen weltweit verantwortlich, sowie für die Bestäubung von ungefähren 400 unterschiedlichen landwirtschaftlich genutzten Pflanzen.

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Bildquelle: Flickr, Rob Gallop

Im Jahr 2010 haben Bienen dazu beigetragen, dass landwirtschafltiche Ernteerzeugnisse im Wert von mehr als 19 Milliarden US-$ allein in den USA erwirtschaftet werden konnten – das entspricht ungefähr einem Drittel der Nahrung, die wir zu uns nehmen. Daher ist es nicht schwer zu erkennen, dass Bienen für die Aufrechterhaltung unseres modernen Nahrungsmittelsystems benötigt werden.

Trotz ihrer offensichtlichen Bedeutung für unser Ökosystem hat sich der Bienenbestand im Laufe der vergangenen Jahrzehnte rasant dezimiert. Genau gesagt sind 44 Prozent der Honigbienen-Kolonien in der Vereinigten Staaten im letzten Jahr ausgestorben; das berichtete das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium letzten Monat.

Das Verschwinden der Bienen – der offizielle Trailer:

Bereits in der Vergangenheit haben Wissenschaftler versucht herauszufinden, warum die Bienenpopulationen so rapide abnehmen. Während es sich bislang nicht beweisen ließ, dass Pestizide die Bienen direkt töten, die mit ihnen Kontakt haben, glauben viele Wissenschaftler, dass es eine starke Verbindung zwischen der Verwendung von Pestiziden und einem Phänomen gibt, das sie als „Colony Collapse Disorder“ (CCD; Völkerkollaps) bezeichnen.

„Wir glauben, dass einige unterschwellige Wechselwirkungen zwischen Nahrung, Pestizid-Belastung und anderen Stressoren zusammentreffen und die Kolonien ausmerzen“, sagte Jeffery Pettis vom Bienen-Forschungslabor des Agricultural Research Service (ARS; etwa: Landwirtschafts-Forschungseinrichtung).

Während über die Ursache eines CCD immer noch umfassend diskutiert wird, glauben einige, dass „die neonicotinoiden Pestizide die Getreidesamen bedecken und dass mit der Verwendung neuer Einzelkornsämaschinen Pestizid-Staub in die Luft aufgewirbelt wird, wenn die Samen eingepflanzt werden.

Einer neuen Studie jedoch zufolge, die in der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, töten neonicotinoide Pestizide Honigbienen, indem sie ihr Immunsystem beschädigen und die Bienen somit nicht mehr in der Lage dazu sind, Krankheiten und Bakterien abzuwehren.

Obwohl wir nicht in der Lage dazu sind zu bestimmen, was genau letztendlich den endgültigen Niedergang der Bienenstöcke auf der ganzen Welt verursacht, können wir dennoch all die wissenschaftlichen Beweise heranziehen, die uns derzeit vorliegen. Daraus wird klar, dass Pestizide einen deutlich negativen Effekt auf Bienenstämme haben.

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Tatsächlich scheinen mittlerweile immer mehr Länder diese Auffassung nach und nach zu teilen. Kanada hat mittlerweile die Verwendung von Imadacloprid auf Feldern mit Sonnenblumen und Getreide verboten; Frankreich hat Bayers Antrag auf die Verwendung von Clothianidin abgelehnt; Italien hat mittlerweile bestimmte Neonicotinoide verboten; und die Europäische Union hat verschiedene Pestizide ebenfalls verboten.

Gerade jetzt überprüfen europäische Wissenschaftler das EU-weite Verbot von drei neonicotinoiden Pestiziden. Bis Ende Januar 2017 werden die EU-Forscher ihre Risikobewertung abschließen und über den Status der Chemikalie entscheiden.

Obwohl sich die Vereinigten Staaten dieser Entscheidung noch nicht angeschlossen haben, erwägen mehrere Staaten – darunter Kalifornien, Alaska, New York und Massachusetts – den Erlass von Gesetzen, die Neonicotinoide verbieten würden. Tatsächlich ist Maryland seit letztem Monat der erste Staat, der einen Beschluss zur Einschränkung von Neonics verabschiedet hat. Das Bestäuber-Schutz-Gesetz (Pollinator Protection Act) verbietet jetzt die Nutzung von Neonicotinoiden durch Endverbraucher im Staat.

Die MD-Gesetzgebung war die erste im Land, die einen Gesetzesentwurf zur Beschränkung der Verwendung von Neonics verabschiedet hat; der Entwurf wird jetzt offiziell zum Gesetz!

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quelle: http://derwaechter.net/37-millionen-bienen-sterben-als-in-der-naehe-gvo-felder-bepflanzt-werden

 

Äthiopien – Abgeholzte Steppen verwandeln sich in grüne Wälder

Publiziert am 23 Mai, 2016 unter Erfolgsgeschichten
Gute Nachrichten

Wer heute in die Stadt Sodo im Süden Äthiopiens kommt und dort das letzte Mal vor zehn Jahren gewesen ist, glaubt, seinen Augen nicht trauen zu können. Wo damals auf den umliegenden Bergen nur vereinzelte stachelige Büsche und nutzlose Kriechpflanzen zu sehen waren, wo die Bodenerosion tiefe Einschnitte geschaffen hatte und wo von Zeit zu Zeit Erdlawinen ins Tal stürzten, fressen heute Kühe saftiges Gras und der Wildbach plätschert ins Tal, so dass man glauben könnte, man wäre irgendwo in den Alpen auf einer Alm.

In Südäthiopien: Ein Farmer hält Ausschau in einer Baumkrone

In Südäthiopien: Ein Farmer hält Ausschau in einer Baumkrone.
© D-Stanley / flickr.com (CC BY 2.0)

Tony Rinaudo, ein australischer Agrarexperte aus Melbourne, kam 2006 nach Sodo und sah Berge, die aussahen, als ob sie einer einzigen Naturkatastrophe zum Opfer gefallen sind. Damals waren die Bewohner der Region Sodo auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Durch das seit vielen Generationen erfolgte Abholzen der Wälder und dem Übergrasen der Weiden konnten auf dem Boden keine Nahrungsmittel mehr gedeihen. Man hatte seine eigene Lebensgrundlage zerstört.

Dieses Problem kannte Tony Rinaudo bereits seit 1980 aus einer anderen Gegend in Afrika, nämlich aus dem westafrikanischen Staat Niger. Dort sollte er die sich ständig ausbreitende Wüste aufhalten. Er pflanzte jahrelang in großer Zahl Bäumchen, die alle wieder in der Hitze verdorrten. Doch Rinaudo kam auf eine Lösung des Problems. Er beschäftigte sich mit den kümmerlichen Trieben, die er in der Halbwüste fand und stellte fest, dass diese Triebe von früher gefällten Bäumen stammten, die aus einem unterirdischen Wurzelgeflecht bildeten und die nach jedem Regen aus dem Sand hervorkamen, um dann sehr rasch vom hungrigen Vieh abgefressen zu werden. Somit konnten diese Triebe nie zu kleinen Bäumchen heranwachsen. Mit dieser Erkenntnis kam für Rinaudo die zündende Idee: Neue Bäume pflanzen war überflüssig, man musste nur die vorhandenen Triebe schützen.

Diese Erkenntnis könnte für Afrika von größerer Bedeutung sein als Milliarden an Entwicklungshilfegeldern. Kein Erdteil hat mehr Bäume verloren als Afrika. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass Bäume für den Erhalt unserer Erde die wichtigsten Eckpfeiler sind. Sie verhindern die Erosion des Bodens, speichern Regenwasser, halten den Boden feucht, spenden Schatten und einige geben wertvollen Stickstoff in den Boden ab. Mit der von Rinaudo entdeckten Methode könnten Millionen Hektar von zerstörtem Land wieder in intakte Wälder und saftige Weiden verwandelt werden.

Der Australier musste zunächst beweisen, dass seine These richtig ist. Dafür umzäunte er ein Versuchsfeld, um das Vieh fernhalten zu können. Die heranwachsenden Büsche schnitt er in Form zurecht und schon wenige Jahre später stand im Versuchsfeld ein kleiner Wald. Mittlerweile stehen in der von Rinaudo in Niger betreuten Region etwa 200 Millionen Bäume. Rinaudo ging davon aus, wenn seine Methode im Halbwüstenstaat Niger funktioniert, dann müsste sie im klimatisch günstigeren Südäthiopien erst recht von Erfolg gekrönt sein.

Grüne Fälder in Südäthiopien

Südäthiopien
© luigig / flickr.com (CC BY 2.0)

Fünfzig Kilometer südlich von Dodo liegt das Dorf Humbo zu Füßen eines Berges der vor zehn Jahren wie der nackte Buckel eines Nilpferdes aussah. Von Wald war keine Spur mehr zu sehen.
Anfangs war die Bevölkerung ihm gegenüber sehr skeptisch. Man hielt ihn für einen Scharlatan. Einer seiner ersten Verbündeten in Humbo war Katmar Anato, dessen Farm unmittelbar am Fuße des „Nilpferdbuckels“ lag und dessen Ernte des Öfteren von Schlammlawinen zerstört wurde. Er war bereit, Rinaudo eine Chance zu geben. Es war sein Glück, denn es donnern keine Schlammlawinen mehr auf seine Felder. Heute wachsen Fruchtbäume, Kaffeebüsche und Mausstauden auf seinem Land und Anato sagt: „Man hat das Gefühl, in einem Kühlschrank zu sitzen.“ Das Gefühl trügt ihn nicht, denn Rinaudo hat nachgemessen, dass die Bodentemperatur unter einem Baum bei großer Mittagshitze bis maximal 36 Grad ansteigt, während sie auf freiem Feld auf 71 Grad hochklettert.

Mittlerweile ist es nicht nur Anato, der an die Methoden von Rinaudo glaubt, sondern es haben sich mehr als 5000 Mitglieder der Initiative angeschlossen. Die Menschen von Dodo und Humbo sind nicht mehr auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Verhältnisse haben sich umgekehrt, denn bereits vor zwei Jahren konnte Humbo einhundert Tonnen seiner Maisüberschüsse an das Welternährungsprogramm der UNO verkaufen!

Bezahlt werden die Projekte aus dem Finanzausgleich zwischen Umweltsündern und Öko-Initiativen aus der Dritten Welt. Unternehmen aus Industrieländern können ihren CO2-Ausstoß mit Zahlungen an Projekte in Entwicklungsländern ausgleichen und somit zur Wiederaufforstung beitragen. Seit dem Jahr 2010 bekommen die insgesamt sieben initiativen in Humbo pro Jahr zwischen 35000 und 70000 US-Dollar an Finanzhilfe. Dies sind gigantische Summen für dortige Verhältnisse.

http://www.gute-nachrichten.com.de/

Mainstream attackiert Steinmeier nach Kritik an NATO-Manövern: „Beispielloser Akt von Illoyalität“

(Admin: Ein Nestbeschmutzer der besonderen Art. Bravo, Herr Steinmeier, endlich ´mal etwas richtig gemacht. Das es dafür „Dresche“ gibt, konnten Sie vorraus sehen.

Dazu auch diesen Beitrag lesen.)

https://marbec14.wordpress.com/2016/06/19/friendly-german-fire-steinmeiers-nato-bombe-schlaegt-im-pentagon-ein/

20.06.2016 • 17:24 Uhr

Mainstream attackiert Steinmeier nach Kritik an NATO-Manövern: „Beispielloser Akt von Illoyalität“

Quelle: Reuters

Am 18. Juni hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in einem Interview mit der Bild am Sonntag die NATO-Manöver in Osteuropa kritisiert und stattdessen mehr Dialog und Kooperation mit Russland gefordert. Bisher nicht unbedingt durch seine „russlandfreundliche“ Politik aufgefallen, ist Steinmeier für den deutschen Mainstream nun über Nacht ins Lager der „Russlandfreunde und „Putinophilen“ gewechselt. Rückschau auf eine mediale Hexenjagd der pro-transatlantischen Presse.

Es ist erstaunlich, dass man in Deutschland mittlerweile nur noch „Russlandfreund“ oder „Russlandfeind“ sein kann. Es gibt keine Mitte.

Dabei muss man nicht mal „für“ Putin sein. Wie Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nun am eigenen Leib erfahren hat, reicht es auch schon, vom schwarz-weißen Denkmuster abzuweichen und für eine Politik der Entspannung einzutreten, um vom deutschen Mainstream an den medialen Pranger gestellt zu werden.

Russland verstärkt seine Militärpräsenz an den eigenen Grenzen – Aufrüstung. Die NATO verstärkt ihre Präsenz an Russlands Grenzen – Verteidigung. Das ist das westliche Narrativ.

Wie schwierig es ist, von diesem abzuweichen, erlebt nun auch Frank-Walter Steinmeier. Bisher nicht als ein Freund Putins bekannt, ist er aber auch kein Freund der strikten Sanktionspolitik. Und so hat er am Wochenende sich für mehr Dialog und Kooperation ausgesprochen. Auch hat er die NATO-Manöver in expliziten Worten kritisiert.

„Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt. Wir sind gut beraten, keine Vorwände für eine neue, alte Konfrontation frei Haus zu liefern.“

Es geht bei dieser Aussage nicht darum die NATO aufzulösen, nicht darum die NATO einzudämmen, nur darum, die Konfrontation nicht weiter anzuheizen. Eine Forderung der Friedensbewegung, eine Forderung, die Europa die längste Periode des Friedens in seiner Geschichte beschert hat.

Doch wie reagieren die deutschen „Leitmedien“? Ein Überblick:

Die Welt

Das Springerblatt Welt titelte „Steinmeiers beispielloser Akt der Illoyalität“.

„Dass ein deutscher Außenminister nun aber sogar dem gesamten westlichen Verteidigungsbündnis in den Rücken fällt, indem er es wegen dringend nötiger Übungen, an denen auch die Bundeswehr teilnimmt, mit Kriegslüsternheit in Verbindung bringt, ist ein beispielloser Akt von Illoyalität.“

„Inhaltlich übernimmt Steinmeier damit die demagogische Logik der SED-Nachfolgepartei Die Linke. In Übereinstimmung mit der Kremlpropaganda werden deren Anführer nicht müde, bei den Spannungen zwischen Russland und dem Westen das Ursache-Wirkungs-Verhältnis auf den Kopf zu stellen.“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) veröffentlichte einen Kommentar von Berthold Kohler unter der Schlagzeile „Hatte Putin Geburtstag?“. Dabei zählt Kohler minutiös auf, warum Russland Schuld an allen aktuellen politischen Krisen trägt und auf keinen Fall der Westen:

„Es war nicht die Nato, sondern der Kreml, der die Krim okkupierte und der in der Ostukraine einen (Sitz-)Krieg führt. Es ist nicht die Nato, sondern Moskau, vor dem sich die baltischen Republiken und Polen fürchten, weswegen sie aus freien Stücken der atlantischen Allianz beitraten. Bis zur Annexion der Krim spielte die Nato in diesen Ländern militärisch keine Rolle.“

Worauf nicht eingegangen wird: Der Konflikt in der Ukraine hat nicht mit der Krim angefangen, sondern bedeutend früher. Und es war nicht nur Russland, das sich von Beginn an politisch eingemischt hatte, sondern gleichfalls auch die EU und die USA. Die NATO hat sich nicht erst im Zuge der Krimkrise nach Osten ausgeweitet. Schon seit 1997 wurde die NATO-Osterweiterung Polen, Tschechien und Ungarn angeboten.

Weiter heißt es in der FAZ:

„Auch die vier Bataillone, die dort stationiert werden sollen, stellen keine Bedrohung für Russland dar, das auf seiner Seite der Grenze Divisionen stehen hat.“

Die NATO-Präsenz an Russlands Grenzen ist also keine Gefahr für Russland. Aber russische Divisionen in Russland – das ist in der FAZ-Logik eine Gefahr für Europa.

Dem FAZ-Artikel zu Steinmeier folgt zugleich noch ein Artikel über die „Russische Kampfbereitschaft“, um zu belegen, wie gefährlich „der Russe“ tatsächlich ist.

Die Bild

Falsch, falscher, Steinmeier!„heißt es in der Bild. Gefolgt von einer Aufzählung angeblicher Verbrechen Russlands, die als „Fakten“ verkauft werden:

Die Krim sei mit militärischer Gewalt annektiert worden, Russland ist in die Ostukraine einmarschiert und führt einen blutigen Zermürbungskrieg, Putin lässt Atomangriffe auf Schweden üben, in Syrien führt Russland einen mörderischen Vernichtungskrieg etc.

Weiter heißt es:

„Das ‚Gefühl der Bedrohung‘ besteht daraus, dass russische Granaten und Bomben derzeit vielen Menschen auf der Welt die Häuser und die Gliedmaßen wegreißen.“

„Dialog ohne Drohung wird von Russland als Einladung zur Invasion interpretiert.“

„Steinmeier in seiner rasanten Tour der Realitätsumkehr weiter: „Wir sind gut beraten, keine Vorwände für eine neue, alte Konfrontation frei Haus zu liefern.“

Nicht Steinmeier leidet hier an einem Realitätsverlust. Es sind die „Redakteure“ der Bild-Zeitung, die hier eine eigene Realität erfinden, um so das westliche aggressive außenpolitische Verhalten zu rechtfertigen.

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel schreibt in einem Kommentar:

Auch Steinmeier muss Putin gegenüber hart bleiben. Trotz Krim, Ukraine, Syrien, Cyberkrieg und Hooligans: Außenminister Frank-Walter Steinmeier will Russland weit entgegenkommen. Viel zu weit.“

„Das Russland der Gegenwart hat die Krim annektiert. Es unterstützt Separatisten in der Ostukraine. Es führt Propagandafeldzüge, drangsaliert Dissidenten, ist führend bei Cyberangriffen auf westliche Institutionen. Dank russischer Kampfjets und Soldaten hält sich Syriens Diktator Baschar al-Assad an der Macht – die Folgen sind bekannt. Die Verbrechen russischer Hooligans, die bei der EM in Frankreich randalieren, werden von Regierungsvertretern in Moskau beklatscht. Wladimir Putin nutzt jede Gelegenheit, Amerika und Europa zu trennen und die Europäer zu spalten.“

Es ist eine unspezifische, ungenaue Aufzählung all dessen, wo Europa versagt hat. Sei es die Ukraine, Syrien oder die EM – bei der bekanntermaßen auch englische Hooligans anwesend waren. Die hier genannten Cyberangriffe bieten das perfekte Beispiel dafür, dass Angst und Vorurteile gerade der falsche Weg ist. Ein Weg zur Aufrüstung.

Anmerkung zum letzten „russischen Cyberangriff“: Am 14.06.2016 erklärten die Organisatoren für den Wahlkampf der Demokratischen Partei, die russische Regierung habe ihre Datenbank gehackt. Wie bei solchen Vorwürfen üblich, verzichtete das Democratic National Committee (DNC) auf irgendwelche Nachweise für die Anschuldigungen. Die Nachricht ging um die Welt als der perfekte Beweis, dass Russland eine Gefahr darstellt. Doch am Tag darauf folgte die Blamage für das DNC: Hinter dem Einbruch in die Rechner steht offensichtlich ein einzelner Hacker. Mit einem Blog-Post bekannte sich eine Person unter dem Spitznamen Guccifer2.0 zu dem Datendiebstahl.

Die Berichterstattung über Steinmeiers Kommentar sagt viel über das aktuelle Klima in der deutschen Presselandschaft aus. Kriegspropaganda und nicht Journalismus scheint das Gebot der Stunde in den Redaktionsstuben des deutschen Mainstreams. Es findet keine inhaltliche Auseinandersetzung mehr mit dem Inhalt seiner Aussagen statt. In pawlowscher Reflexhaftikeit werden transatlantische Narrative vom „bösen Russen“ völlig unreflektiert und wie auf Befehl wiedergekäut. Alle, die diese, und sei es auch nur ansatzweise wie im Falle von Steinmeier, hinterfragen, bekommen die geballte Wut der transatlantischen Alphajournalisten zu spüren.

https://deutsch.rt.com

Lass Dich bezaubern von den herrlichsten Blumen

Lass Dich bezaubern von den herrlichen Blumen, die sich auf anmutige Weise öffnen, ihre gefalteten und gewundenen Blüten in leuchtenden Farben, harmonischen Mustern und eleganter Form entfachen, das innere der Blüte nach oben wölben und die mit Blütenstaub bedeckten Griffel und Staubblattstängel geschickt ausstrecken. Es ist ein faszinierendes Schauspiel der zarten Blumenwelt, die allein für das Auge schon verblüffend ist. In der Natur betört uns noch zusätzlich der unvergleichlich sinnliche Duft der wunderschönen Schöpfung. Gleichgültig, welche Blume, ob Rosen, Lilien, Gänseblümchen, Iris, Margeriten, usw., sie alle sind auf ihre eigene Art erstaunlich schön. Sie regen uns an durch ihre Schönheit der Natur mit Respekt, Achtsamkeit und Vorsicht zu begegnen.

http://www.visiontimes.de/

Acht Landschaften unserer Erde voller Magie und Schönheit

Unsere Erde besitzt Landschaften, die durch ihre außergewöhnliche Beschaffenheit den Betrachter verzaubern. In diesem Artikel sind acht Gebiete aufgeführt, die durch ihre Vielfalt und Schönheit eine einzigartige Magie ausstrahlen.

1. Tianzi-Berg im Wulingyuan National Waldpark, China

Der Tianzi-Berg (Tianzishan, der ,,Berg des Himmelssohnes“) liegt im Osten des Naturschutzgebiets Suoxiyu-Schlucht und im Nordwesten von Wulingyuan. Er hat eine Fläche von 100 Quadratkilometern. Sein Hauptgipfel mißt 1.262,5 Meter über dem Meerespiegel.

Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, um die unzähligen bizarren Felsformationen, dichten Wälder und klaren Quellen sowie die vielen Wasserfälle und Karsthöhlen zu bestaunen. Fast das ganze Jahr hindurch ist der Berg in dichte Wolken gehüllt.

Die Felsen sind vor 380 Millionen Jahren unter  Wasser von Meeresströmungen geformt worden. Sie bestehen aus vielen riesigen, hoch steigenden Marmorsäulen.

 

(Bild: Landschaft der Felstürme via  screenshot Youtube)

 

Viele Menschen glauben, diese Landschaft existiert nur im Film, aber es gibt sie wirklich und wurde in den Roman „Reise in den Westen“ aufgenommen.

 

(Bild: Die Felstürme im ewigen Nebel via  screenshot Youtube)

 

2. Das Dead Vlei im Nationalpark Namib-Naukluft, Namibia

Das sind alles trockene Bäume, da der Fluss ausgetrocknet ist. Rund herum befinden sich riesige Sanddünen und tote Bäume. Es sieht wie ein Gemälde aus, ist jedoch keins. Das Deadvlei (von englisch dead und Afrikaans vlei [fləi̯] für Senke), auch Deadvlei oder Dead Vlei geschrieben, liegt in Namibia und ist eine von Namibsand-Dünen umschlossene Ton-Pfanne (Vlei) in der Namib-Wüste.

Charakteristisch für das Deadvlei sind die vielen abgestorben Akazienbäume, die vertrockneten, als der Tsauchab, ein ephemerer Trockenfluss, seinen Flusslauf änderte. Manche dieser Bäume sind über 500 Jahre alt.

 

(Bild: vertrocknete Bäume im Deadvlei via screenshot Youtube)

 

 

(Bild: Namib Naukluft – so unwirklich wie gemalt – via  screenshot Youtube)

 

3. Roraima Tepui im Dreiländereck zwischen Venezuela, Guyana und Brasilien

Er ist der höchste Gipfel des Gebirges Pakaraima und liegt auf einer Höhe von 2.810 Meter über dem Meeresspiegel. Das Alter dieses Gesteins liegt bei circa 2 Millionen Jahre. Tepuis sind durch Erosion entstandene, einzelnd stehende, bis fast 3.000 Meter hohe Tafelberge im Westen des Berglands von Guayana und am nördlichen Rand des Amazonasbeckens in den Ländern Venezuela, Guayana und Brasilien.

Die Tepuis bestehen meist aus Sandstein und besitzen teils schroff abfallende Schluchten und Spalten. Oftmals ist das Plateau nur von der Luft aus zu erreichen.

 

(Bild: Roraima Tepui via  screenshot Youtube)

 

Die Klippen sind 300 Meter hoch, kombiniert mit Wolken bilden sie eine Feen-Szene wie in Film.

 

(Bild: wie im Traum via  screenshot Youtube)

 

4. Der Fly Geyser in Nevada, USA

Wurde von Menschenhand geschaffen, da die Menschen eine fehlerhafte Bohrung durchgeführt hatten. Wasser stieg auf und förderte Mineralien nach oben, die sich am Ausgang des Bohrloches ablagerten.

 

(Bild: Sand-speiende Feuerberge via screenshot Yoututbe)

 

5. Die Terrassen-Felder in Nordwest-Vietnam

Wurden von der Bergbevölkerung in Nordwest Vietnam erschaffen.

 

(Bild: via screenshot Youtube)

 

 Viele Touristen kommen hierher, um die poetische Schönheit zu genießen.

(Bild: Der Terrassenfeldberg als Inspiration via  screenshot Youtube)

 

6. Gemeinde Huanglong im Sichuan, China

Die Treppen der Seen, die in voller Farbenpracht erscheinen, sind durch Säureablagerung entstanden.

 

(Bild: Plattenseen via  screenshot Youtube)

 

 Rundherum befinden sich verschiedene Waldökosysteme, schneebedeckte Gipfel, Wasserfälle und heiße Quellen. Es ist eine wunderschöne abwechslungsreiche Landschaft.

(Bild: Märchenzauber pur via  screenshot Yoututbe)

 

7. Atlantikstraße in der nördlichen Provinz More og Romsdal, Norwegen

Die 8,3 Kilometer lange Straße verläuft über die Schären (kleine felsige Inseln aus der Eiszeit ) in Eide und Averoy.

(Bild: via screenshot Youtube)

 

8. Der Wave Rock bei Hyden im Westen Australiens

Das Granitgestein ist etwa 2,7 Milliarden Jahre alt, und sieht so wie eine Welle mit interessanter Färbung aus. Die Welle ist 15 Meter hoch und etwa 110 Meter lang.

 

(Bild: via  screenshot Youtube)

 

Hier können die Besucher windsurfen oder auf den Felsen radfahren.

 

(Bild: via  screenshot Youtube)
Bild: screenshot Youtub
Bild: screenshot Youtub

 

http://www.visiontimes.de/

Mit Tee gegen Blattlaus und Co.

Meltau, Milben, Blattläuse: Jeder Garten- oder Balkonbesitzer kennt das Problem. Was tun gegen Schädlinge? Statt gleich zu umweltschädlichen Chemiekeulen zu greifen, lohnt sich der Blick in die eigene Küche. Denn hier gibt es Mittel, der Laus den Garaus zu machen.

Von Silke Offergeld

Eine Person bei der Gartenarbeit. (picture alliance / dpa)
Statt zu Glyphosat und Co. zu greifen, hilft bei Schädlingsbefall oft schon ein Tee. (picture alliance / dpa)

Gelbe Blätter, Mehltau oder Schädlinge findet fast jeder mal an den Pflanzen im Garten oder Balkonkasten. Aber was tun, wenn man sein Grün möglichst bio halten möchte?

„Das sind so die klassischen Fälle, mit Jauchen, Tees oder Brühen kann man da arbeiten, ohne direkt zu der chemischen Keule greifen zu müssen“, sagt Birgit Königs vom Naturschutzbund NRW. Jauche im Beet? Und Tee oder Brühe für die Blumen? Klingt seltsam. Claudia Feldhaus, Garten- und Landschaftsgestalterin aus Köln, erklärt:

„Tee ist klar: Da nimmt man die frischen Blätter oder auch getrocknete Blätter und gießt das mit kochendem Wasser auf. Brühe ist: Da zerkleinert man die Blätter, setzt das mit kaltem Wasser an und kocht das dann hinterher auf. Und eine Jauche, da setzt man die unzerkleinerten Blätter mit kaltem Wasser an und lässt das zum Teil – das ist ein bisschen unterschiedlich – eine Woche lang stehen.“

Ein Allzweckmittel gegen viele Schädlinge, wie etwa Spinnmilben oder Wollläuse, ist Salbeitee mit etwas Teebaumöl und flüssiger Schmierseife. Ein Tee aus Kapuzinerkresse vertreibt Blutläuse, Rainfarn-Tee hilft bei Mehltau. Knoblauch-Tee – aus einer Zehe auf einen Liter Wasser – wirkt gegen Pilzbefall, eine Schachtelhalm-Brühe gegen Blattläuse.

Auf die richtige Dosierung kommt es an

Das grobe Rezept für Tees und Brühen: Auf zehn Liter Wasser kommen ein Kilo frische Pflanzen – oder 100 Gramm getrocknete. Wer weniger braucht, rechnet die Menge herunter. Brühen und Tees gegen Schädlinge werden auf die Pflanzen gesprüht, etwas verdünnt und nie in der prallen Sonne.

Übertreiben sollte man es nicht, sagt Claudia Feldhaus:

„Man sollte unbedingt auf seine Einstellung zu Schädlingen achten und gucken, dass die auch zu unserem Leben gehören. Und nicht sofort in Panik ausbrechen, wenn man drei Blattläuse an einer Pflanze sieht.“

Kamillentee als Gießwasser

Denn einer gesunden Pflanze machen die nicht viel aus. Und der gute, alte Kamillentee zum Beispiel fördert gesundes Wachstum, wenn man ihn als Gießwasser benutzt.

Der Klassiker unter den Bio-Düngern ist aber: Brennnesseljauche. Dazu kommen Brennnesseln in einen Eimer und werden mit kaltem Wasser bedeckt. Dann gärt das Gebräu. Das heißt: Es schäumt – und stinkt, bis zu drei Wochen lang. Abdecken darf man die Jauche nicht: Sie braucht unbedingt Sauerstoff. Gegen ganz üblen Gestank rät Birgit Königs:

„Den kann man zumindest ein wenig mildern, indem man das während dieser Gärzeit mit Gesteinsmehl bestäubt, die Oberfläche. Das bleibt auch oben liegen, das muss man öfter wiederholen, das hat so einen zusätzlich düngenden Effekt auch hinterher noch.“

Die fertige Jauche schäumt und stinkt nicht mehr. In den Boden sollte sie dennoch nur im Verhältnis 1:10 verdünnt kommen. Viele Unkräuter lassen sich zu Jauche verarbeiten – und kommen dem Garten so wieder zu Gute. Auch die anderen Zutaten für die natürlichen Mittel gibt es kostenlos, sagt Claudia Feldhaus:

„Es ist einfach, sich die Pflanzen zu beschaffen, sie wachsen auf jeder Wiese oder am Waldrand, bei einem Sonntagsspaziergang ist es ganz einfach, sie zu finden.“

Und mitzunehmen:

Man kann es sich aber auch leicht machen, sagt Birgit Königs:

„Wenn man diesen Aufwand scheut, kann man einfach in die Apotheke oder in den Drogeriemarkt, holt sich Brennnesseltee – und macht das damit … “

Na dann: Wohl bekomm’s!

 

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/pflanzenschutzmittel-mit-tee-gegen-blattlaus-und-co.735.de.html?dram%3Aarticle_id=356028


http://kosmische-tagesschau.de/KT

Sturm, Regen und ein Tornado: Schwere Unwetter in Deutschland (Videos)

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Einige Regionen Baden-Württembergs und Bayerns sind von heftigen Unwettern und Überschwemmungen getroffen worden. Drei Menschen kamen ums Leben. In mehreren Orten wurden Häuser schwer beschädigt und sind teils einsturzgefährdet. Autos wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Heftige Unwetter und Überschwemmungen haben vor allem in Baden-Württemberg und in Bayern schwere Schäden angerichtet. Der Krisenstab im baden-württembergischen Innenministerium bestätigte den Tod von drei Menschen.

Unter den Opfern sei ein Feuerwehrmann, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Stuttgart. Der Mann war in Schwäbisch Gmünd bei dem Versuch ums Leben gekommen, einen anderen Menschen zu retten, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Auch die Person, die gerettet werden sollte, starb.

In Weißbach im Hohenlohekreis sei zudem ein 60 Jahre alter Mann in einer überschwemmten Tiefgarage gestorben. Außerdem gebe es mehrere Verletzte, sagte der Sprecher weiter.

Fahrbahndecken vom Wasser unterspült

Besonders betroffen von Hochwasser nach starken Regenfällen waren demnach die östlichen Teile Baden-Württembergs – neben dem Hohenlohekreis unter anderem die Kreise Biberach, Heidenheim, Heilbronn, der Ostalbkreis, der Alb-Donau-Kreis, der Neckar-Odenwald-Kreis sowie die Stadt Ulm. In Baltringen im Kreis Biberach mussten 80 Einwohner wegen Hochwassergefahr ihre Häuser verlassen, hieß es im Lagezentrum.

Die Polizei in Ulm teilte mit, es seien „immense Schäden“ entstanden. Die Feuerwehren und Rettungsleitstellen seien im Dauereinsatz. Dutzende Keller seien vollgelaufen und müssten ausgepumpt werden. Das Wasser stehe an einigen Stellen 1,70 Meter hoch. Stellenweise seien auch Fahrbahndecken von dem Wasser weggespült worden. Einsatzkräfte hätten zudem mit Folgen von Schlammlawinen, Erdrutschen und weggespülten Bäumen zu kämpfen, so die Polizei. Die Autobahn 7 sei wegen großer Hagelkörner auf der Fahrbahn vier Stunden lang gesperrt.

Braunsbach schwer getroffen

Schwer getroffen wurde der Ort Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall. Das zuständige Polizeipräsidium Aalen sprach von erheblichen Schäden an Häusern, nachdem der örtliche Fluss über die Ufer getreten war. Ein Haus wurde durch die Wassermassen zerstört, wie der Erste Landesbeamte des Kreises Schwäbisch Hall, Michael Knaus, am frühen Morgen sagte (Titelbild: Überschwemmungen in Braunsbach: Autos wurden mitgerissen).

Rund 150 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz suchten einsturzgefährdete Häuser ab, um sie zu evakuieren. Teilweise weigerten sich Bewohner, ihre Häuser zu verlassen. Bislang sei nicht bekannt, dass Menschen in dem Ort ernsthaft zu Schaden gekommen seien. Strom, Wasser und Abwasser funktionierten in dem Ort nicht mehr. Der Ort ist großräumig abgesperrt. Er hat etwa 900 Einwohner. Nach Angaben der Polizei gingen am Abend etwa 600 Notrufe ein (Staat gegen Klimaleugner: Nach 10 Jahren stellt sich Al Gores Propagandafilm als reine Schwarzmalerei heraus (Video)).

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Die Stadt Künzelsau schreibt auf Facebook, dass wegen des Unwetters heute die Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg rund 7000 Helfer zu mehr als 2200 Einsätzen gerufen. Die Mitarbeiter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Lebensrettungs-Gesellschaft und Polizei seien im Dauereinsatz, teilte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium in Stuttgart am Morgen mit. Der erste Landesbeamte des Landkreises Schwäbisch Hall, Michael Knaus, sagte am frühen Morgen, in den vergangenen Stunden sei so viel Regen pro Quadratmeter gefallen wie sonst in mehreren Monaten.

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(Schwere Unwetter rollten in der Nacht zum Montag über den Westen Mittelfrankens. Oft blitzte es wie hier bei Gunzenhausen)

Häuser bei Ansbach in Bayern einsturzgefährdet

Auch in Bayern – in der Region Ansbach und Teilen des Landkreises Neustadt/Aisch – richteten Unwetter massive Schäden an. In der bayrischen Region Ansbach seien nach einem Gewittersturm auf der Frankenhöhe Straßen überflutet und Autos mitgerissen worden. Auch viele Keller in der Region liefen voll, wie ein Sprecher der Integrierten Rettungsleitstelle Ansbach mitteilte. Menschen wurden nach vorläufigen Erkenntnissen nicht verletzt.

Besonders schwer betroffen waren den Angaben zufolge mehrere Ortsteile von Flachslanden nördlich von Ansbach. Dort seien nach Überschwemmungen einige Häuser einsturzgefährdet. Einsatzkräfte und Feuerwehr versuchten, die Gebäude zu sichern, wie die Leitstelle mitteilte. Auch mehrere Autos seien von den Fluten der über die Ufer getretenen Fränkischen Rezat mitgerissen worden.

Video:

Die Bahnstrecke zwischen Würzburg und Ansbach wurde am Morgen vorübergehend gesperrt. Die Gleise seien vom Regen unterspült worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Wann die Schäden beseitigt sein würden, sei noch nicht absehbar. Der Fernverkehr werde vorerst über Fürth umgeleitet und der Nahverkehr mit Bussen ersetzt.

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(Vom Hagel besonders betroffen war Wiesbaden)

Schwere Unwetter am Wochenende

Im westlichen Rheinland-Pfalz wurden 35 Menschen, darunter 30 Kinder, nach einem Blitzeinschlag während eines Fußballspiels in Krankenhäuser gebracht. Drei Erwachsene erlitten bei dem Unglück in Hoppstädten schwere Verletzungen.

Wie ein Polizeisprecher sagte, wurde der Schiedsrichter des E-Jugend-Spiels direkt vom Blitz getroffen. Zeugen begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus. Zwei andere Erwachsene wurden ebenfalls schwer verletzt (Klimawandel führt nicht zu mehr Überschwemmungen und Dürren: Daten widersprechen Panikmache über globale Erwärmung).

Anwesende sagen, der Himmel sei wolkenlos gewesen

Über die genaue Wetterlage zum Zeitpunkt des Unglücks gab es am Sonntag unterschiedliche Angaben. Die Polizei berief sich auf Anwesende, der Blitz sei „bei wolkenlosem Himmel“ eingeschlagen. Volker Emrich, Vorsitzender eines anderen nicht beteiligten Sportvereins in Hoppstädten, sagte, über dem Sportplatz habe es keine Wolken am Himmel gegeben. Er sei aus einem Nachbarort gekommen. Dort habe es geregnet.

Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach sagte, das Wetter sei allem Anschein nach über Hoppstädten nicht so gut gewesen. „Zumindest muss man aufziehende Wolken beobachtet haben.“ Strahlenden Sonnenschein habe es jedenfalls nicht gegeben.

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Tief „Elvira“ brachte schwülwarme „Waschküchenluft“ von Südwesten her ins Land, erklärte der Deutsche Wetterdienst.

Bereits in der Nacht zu Samstag war es zu schweren Gewittern gekommen, mancherorts fielen Starkregen und Hagel. Dieser lag in einigen Ortschaften bis zu 30 Zentimeter hoch. Unwetter führten in mehreren Bundesländern auch zu Behinderungen im Straßenverkehr und vollgelaufenen Kellern.

Tornado in der Eifel

Ein Gewitter hat am Freitagmittag bei Aachen vermutlich einen Tornado hervorgebracht. Diese Aufnahme entstand in Hürtgenwald-Raffelsbrand in der Eifel. Der Wolkenrüsssel senkt sich herab, dabei ist am unteren Ende eine leichte Rotation zu erkennen (Dutzende Tornados jährlich in Deutschland – doch sie sind schwer zu erkennen (Videos)).

Video:

Bericht bei tornadoliste.de:

27.05.2016 / Stärke (nicht bekannt) / Bestätigt

Raffelsbrand (Nordrhein-Westfalen): Zeitpunkt: 10:53 bis 11:05 Uhr MESZ. Tornado weithin sichtbar. Der Bodenkontakt befindet sich in einem Waldgebiet, das mit einem zwei Meter hohen Zaun abgegrenzt ist. Daher ist über Schäden derzeit nichts bekannt.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt:

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Quelle: http://www.pravda-tv.com/

Erdbeben erschüttert Bottrop – starke 7+ und 6+ Beben im Pazifik und Atlantik – weltweite Vulkanaktivität (Videos)

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Erdkruste wird immer instabiler: Mit einer Stärke von 2.9 riss das Erdbeben am Samstagmorgen in Bottrop die Menschen aus dem Schlaf. Zwar kam es zu keinen großen Schäden, die Ursache hinter dem Erdstoß ist aber beunruhigend.

Kein Donnerschlag, sondern ein Erdbeben hat am frühen Samstagmorgen Einwohner aus Bottrop und Umgebung wach gerüttelt. Wie der Geologische Dienst NRW mitteilte, habe der Landeserdbebendienst dort um 5.37 Uhr ein Beben der Stärke 2.9 gemessen.

Ursache für den Erdstoß sei der Bergbau in der Region, laut RAG sei aber das plötzliche Einbrechen einer Sandsteinschicht auf 1000 Metern Schuld am Beben gewesen.

Das Potsdamer GeoForschungsZentrum GFZ wies auf seiner Homepage eine Stärke von 3.4 in fünf Kilometern Tiefe aus.

Zahlreiche Bürger meldeten sich nach dem Erdstoß beim Geologischen Dienst. Demzufolge war das Beben auch im mehr als zehn Kilometer entfernten Gelsenkirchen zu spüren: Möbel hätten gewackelt, Geschirr habe geklirrt. Über Schäden war allerdings auch bei Polizei und Feuerwehr nichts bekannt. Das Epizentrum des Bebens lag dem Geologischen Dienst zufolge im Bottroper Stadtteil Kirchhellen.

Erst Anfang März hat im Bereich Hünxe/Kirchheller Heide die Erde mit 2.9 gewackelt: Die RUB klassifiziert das aktuelle Beben als „ausgelöst“.

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Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten zu kleineren Erdstößen im Umfeld des letzten aktiven Steinkohle.Bergwerks Prosper Haniel in Bottrop , das zur RAG Deutsche Steinkohle gehört. Das Unternehmen baut derzeit in der Region ab. Ein Sprecher der RAG bestätigte auf Nachfrage, dass die Erschütterung auf die Bergwerkaktivitäten im Haniel West Feld am Hohen Wardweg zurückzuführen ist.

Bereits zwei Wochen zuvor, nämlich am 23. Februar, gab es ganz in der Nähe ein ähnlich starkes Beben. Damals erreichte es den Richter-Skalenwert von 2.8. „Bis September müssen die Anwohner noch mit starken Erschütterungen rechnen“, sagt Werksmarkscheider Joachim Bock von der RAG. Dann sei der letzte Abbau in dem Gebiet beendet.

Brechende Gesteinsschichten

„Nach dem Abbau der Kohle senken sich die Erdschichten über dem Flöz. Harte Gesteinsschichten können dadurch brechen“, erklärt Bock. Weil sie aber vom umliegenden Erdreich gehalten würden und so nicht auseinanderspringen könnten, breite sich die Energie eines solchen Bruchs wellenförmig nach oben aus.

„Das spüren Sie dann in unmittelbaren, starken Stößen“, so der Werksmarkscheider. Im Gegensatz zu Erdbeben, die meist sachte beginnen und dann immer intensiver würden. Daher komme auch die Diskrepanz zwischen dem Richter-Wert (für Erdbeben) und dem Empfinden der Anwohner.

Auch im Dezember 2015 war in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis ein Erdbeben mit einer Stärke von 2.4 registriert worden. Damals wurde ebenfalls der Bergbau als Ursache für den Erdstoß vermutet.

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Starkes Seebeben im Südatlantik und Südpazifik – Keine Tsunamiwarnung

Im Südatlantik hat sich am Samstag ein starkes Seebeben ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von 7.2 und Tiefe von 90 Kilometern an. Diese Werte werden oft später korrigiert.

Das Beben ereignete sich um 07:47 Uhr Ortszeit (11:47 Uhr deutscher Zeit) vor den unbewohnten Südlichen Sandwichinseln. Bei Seebeben dieser Stärke sind Tsunamis möglich. Eine Warnung wurde jedoch zunächst nicht herausgegeben.

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Vier Stunden zuvor traf ein starkes 6.6 Beben die im Südpazifik gelegenen Fidschiinseln. Das Epizentrum in 399 Kilometern Tiefe lag 325 Kilometer westlich der Insel Naku`alofa mit 22.400 Einwohnern. Aufgrund der Tiefe sind keine Schäden, Verletzte oder ein Tsunami zu erwarten.

Übersicht aller Erdeben in den letzten vier Tagen laut der europäischen Erdbebenwarte ESMC ab Magnitude 5.0:

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Weltweite Vulkanaktivität

27. Mai 2016

Piton de la Fournaise: Eruption bestätigt

Die Eruption am Piton de la Fournaise wurde gestern Mittag visuell bestätigt: es hat sich an der Südostflanke des Gipfelkegels eine relativ kurze Eruptionsspalte geöffnet. Zur Zeit der ersten Fotos waren 5 Schlote aktiv aus denen Lavafontänen 40 m hoch aufstiegen.

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Lavaströme fließen durch die Caldera. Dem Vulkanausbruch ging eine seismische Krise voran die 9 Stunden vor der Eruption begann.

26. Mai

Kilauea und Sinabung

Während meiner Abwesenheit haben sich zwei interessante Eruptionen ergeben, die ich hier kurz zusammenfassen möchte. Zudem ist heute die Seismik unter dem isländischen Vulkan Grimsvötn auffällig. Dort könnte sich in der nächsten Zeit eine Eruption ereignen.

Kilauea: seit dem 24. Mai sind zwei neue Lavaströme am Kilauea aktiv. Sie treten am Puʻu ʻŌʻō aus udn fließen ca. 1 km weit. Zudem erreichte der Lavasee im Halemaʻumaʻu einen neuen Hochstand und war von öffentlich zugänglichen Orten aus sichtbar. Gestern ist der Lavasee aber wieder etwas gefallen.

Videos:

Sinabung: am Vulkan auf Sumatra gingen mehrere größere pyroklastische Ströme ab und erreichten das evakuierte Dorf Gamber. Dort hielten sich einige Personen auf. 7 Menschen kamen ums Leben, 2 weitere wurden schwer verletzt. Die Vulkanologische Gesellschaft e.V. hat auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossen Geld und Sachleistungen für die Betroffenen der Eruption zu spenden. Vorbereitungen dafür laufen derzeit an.

20. Mai

Heute Morgen gab es unter dem isländischen Vulkan Bardarbunga ein Erdbeben der Magnitude 4.4. Das Hyppozentrum lag in 6,1 km Tiefe. Es folgten ca. 20 Nachbeben, 2 von ihnen mit M größer 3. Die Vulkanologen sehen aber noch keinen Grund zur Besorgnis.

Video:

Die Seismik am Ätna auf Sizilien ist derweilen auch wieder unruhiger geworden. Es ist nicht auszuschließen, dass in den nächsten Tagen weitere Paroxysmen folgen.

Aktuell finden 40 Vulkanausbrüche weltweit statt– Erdkruste wird immer instabiler

Ist Ihnen bewusst, dass unsere Erde immer häufiger erschüttert und durchgerüttelt wird ‒ und schlingert? Laut der Internetseite Volcano Discovery kommt es weltweit aktuell zu 40 Vulkanausbrüchen – in vergangenen Jahren lag die Zahl gar bei über 50.

Gegenwärtig suchen Erdbeben die Erde mit alarmierender Regelmäßigkeit heim. Erst in der vergangenen Woche wurde Ecuador in rascher Folge von einem Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala und einem weiteren Beben der Stärke 6,8 heimgesucht (Ecuador: Erneut zwei schwere 6+ Erdbeben am Feuerring – weltweite Vulkanaktivität (Videos)).

Innerhalb des letzten Monats kam es weltweit zu insgesamt mehr als 3000 Erdbeben der Stärke 1,5 und höher. Es trifft zu, dass ich in meinen Artikeln immer wieder auf den sich rasch beschleunigenden Untergang unseres Finanzsystems eingehe, aber beim bevorstehenden Zusammenbruch geht es längst nicht nur um Geld.

Nach meiner Überzeugung stehen wir vor einem »perfekten Sturm« – also einer selten auftretenden Kombination von Umständen, die eine gegebene Situation dramatisch verschlechtern. Und dieser drohende »perfekte Sturm« wird unsere Gesellschaft massiv lahmlegen und zu Veränderungen führen, die die meisten von uns sich jetzt noch nicht einmal vorstellen können.

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Aber reden wir von den Vulkanausbrüchen, zu denen es in den letzten Tagen gekommen ist. Der Ausbruch des VulkansTurrialba in Costa Rica hat die dortigen Behörden völlig überrascht. Und eine dicke Schicht aus Staub und Asche bedeckt Fahrzeuge und Gebäude noch in der Hauptstadt San José, die fast 50 Kilometer vom Vulkan entfernt liegt.

»Ein Vulkanausbruch in Costa Rica schleuderte Rauch und Asche bis zu drei Kilometer hoch in die Luft.

Hunderte Menschen suchten die Krankenhäuser auf und klagten dort über Atem- und Hautprobleme.

Einige Schulen wurden geschlossen, und manche Flüge in das Land mussten gestrichen oder umgeleitet werden.

Die Menschen in der Hauptstadt San José, die sich etwa 50 Kilometer westlich vom Vulkan Turrialba befindet, berichteten, Ascheschichten bedeckten Gebäude und Fahrzeuge, und es habe stark nach Schwefel gerochen.«

Im Vorfeld des Ausbruchs war es in der Umgebung des Vulkans bereits zu »Erdbebenschwärmen« gekommen. Aber Wissenschaftler hatten der Öffentlichkeit versichert, diese Vielzahl kleinererErdbeben sei »nicht als Zeichen eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs zu werten«.

Auf diesen Aspekt werde ich später in diesem Artikel noch eingehen.

Aber wenden wir uns zunächst dem anderen gegenwärtig laufenden, größeren Ausbruch zu. Im Norden der indonesischen Insel Sumatra kam es zu einem massiven Ausbruch des Sinabung, und dies löste dort in verschiedensten Bereichen chaotische Zustände aus.

»Die Zahl der Todesopfer des Vulkanausbruchs im Westen Indonesiens ist auf sechs Menschen angestiegen, erklärte ein Regierungsvertreter am Samstag. Es wird befürchtet, dass noch weitere Personen Opfer der heißen Aschelawine geworden sind.

Bei drei weiteren Personen ist der Gesundheitszustand weiterhin kritisch, nachdem es am Sinabung, einem hochaktiven Vulkan, am Samstagnachmittag zu einer Reihe von Eruptionen kam, erklärte der Sprecher der Notfallbehörde Purwo Nugroho. ›Insgesamt neun Menschen wurden von den heißen Wolken erfasst. Sechs von ihnen starben, bei drei weiteren Personen ist der Gesundheitszustand aufgrund der starken Verbrennungen noch kritisch‹, sagte er weiter. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden.«

Laut einem Bericht brachen starke Lavaströme aus dem Vulkan hervor. Und dies ist nur ein Beispiel dafür, wie Vulkane, die eigentlich als inaktiv angesehen werden, gegenwärtig überall auf der Welt wieder aktiv werden. Der Sinabung beispielsweise war vor dem Jahr 2010, wo es erstmals wieder zu einem Ausbruch gekommen war, 400 Jahre inaktiv gewesen.

Auch vom sehr gefährlichen Vulkan Bárðarbunga auf Island werden beispiellose Aktivitäten gemeldet. Bisher erfolgte noch kein Ausbruch. Aber die weitere Entwicklung muss genau überwacht werden, weil ein größerer Ausbruch dort ernste Folgen für ganz Europa nach sich zöge.

Ich möchte jetzt noch einen früheren Artikel zum Thema »Vulkanausbrüche« von mir aus der vergangenen Woche mit einigen wesentlichen Informationen aktualisieren. Vor dem Ausbruch des Vulkans Turrialba in Costa Rica kam es in der näheren Umgebung des Vulkans zu deutlichen Erbebenschwärmen. Das gleiche Phänomen ist nun auch bei drei größeren Vulkanen in den USA zu beobachten.

Dazu möchte ich Ihnen drei Bilder vorlegen, die man sich von Google Earth über das Pacific Northwest Seismic Networkherunterladen kann. Das erste Bild zeigt die Erdbebenaktivitäten in der Region um den Vulkan St. Helen im Süden des US-Bundesstaats Washington. Im letzten Monat haben hier 95 Erdbeben stattgefunden. Und die meisten dieser Beben erfolgten in der Nähe des Kraters.

Video:

Das zweite Bild zeigt die jüngsten seismischen Aktivitäten am Mt. Rainier, der sich 87 Kilometer südöstlich von Seattle ebenfalls im US-Bundesstaat Washington befindet. Diejenigen, die meine Arbeit seit Längerem verfolgen, wissen, dass ich diesen Vulkan für einen der gefährlichsten Berge in Amerika halte. Ich bin überzeugt, dass ein größerer Ausbruch dieses Vulkans in nicht allzu weiter Zukunft stattfinden wird. Im vergangenen Monat ereigneten sich 96 Erdbeben am Mt. Rainier, und auch hier traten sie in der Nähe des Kraters und an dessen Südosthang auf (Erdmantel unter der US-Ostküste trennt sich von der Erdkruste (Video)).

Der etwa 70 Kilometer östlich von Portland im US-Bundesstaat Oregon gelegene Mt. Hood ist ebenfalls ein sehr gefährlicher Vulkan. In den letzten Tagen kam es zu 126 Erdbeben im näheren Umfeld des Vulkans. Und auf diesem Bild kann man erkennen, dass sich diese Erdbeben im Wesentlichen auf eine kleine Region am unteren Südhang des Berges beschränkten. Dies ist insofern beunruhigend, da auch der große Ausbruch des St. Helen im Jahr 1980 am Südhang erfolgte.

Video:

Wenn es in anderen Teilen der Welt zu größeren Vulkanausbrüchen oder Erdbeben kommt, zeigen sich viele Amerikaner nicht sonderlich besorgt, weil sie sich nicht vorstellen können, dass dieser Anstieg der weltweiten seismischen Aktivitäten in irgendeiner Form eine persönliche Bedrohung ihrerseits darstellen könnte.

Aber tatsächlich liegt praktisch die gesamte Westküste der USA entlang des sogenannten »Pazifischen Feuerrings«, eines »Vulkangürtels, der den Pazifischen Ozean von drei Seiten« umschließt. In praktisch allen anderen Bereichen des Feuerrings mehren sich derzeit die vulkanischen Aktivitäten.

Irgendwann wird es auch an der amerikanischen Westküste zu gigantischen Erdbeben kommen und irgendwann auch zu gigantischen Vulkanausbrüchen. Wissenschaftler versichern, dass diese Entwicklungen unvermeidlich sind.

 

Quelle: http://www.pravda-tv.com/2016/05/erdbeben-erschuettert-bottrop-starke-7-und-6-beben-im-pazifik-und-atlantik-weltweite-vulkanaktivitaet-videos/

Das Summen verstummt – Lebensräume der Insekten verschwinden

(Admin: „Stirbt die Biene, stirbt der Mensch!“ Oder: „,,Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, sagte einst Albert Einstein

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Wissenschaftler warnen vor einem neuartigen Insektensterben in Deutschland. „Da fliegt nichts mehr“, sagt Josef Tumbrinck vom Naturschutzbund (Nabu).

In Nordrhein-Westfalen sei in den letzten 15 Jahren ein starker Insektenschwund beobachtet worden. Der Nabu fordert, bundesweit möglichst rasch ein dauerhaftes Insektenmonitoring aufzubauen, um einen Überblick über die Entwicklungen zu bekommen.

„Genauso wie man den Kölner Dom nicht zerstört, sollte man auch Artenverluste nicht einfach so hinnehmen“, betonte der Göttinger Agrarökologe Teja Tscharntke. Für ihn sind vor allem Eingriffe des Menschen in den Lebensraum der Tiere wie Landwirtschaft und Überdüngung schuld an dem Rückgang. „Es geht um den Erhalt der Vielfalt“, sagte er. Auch der Einsatz von Insektiziden wie Neonicotinoide hätte einen negativen Einfluss auf die Insekten.

Der Ökologe Prof. Johannes Gepp nennt als weitere Ursachen Monokulturen in der Forstwirtschaft sowie die Begradigung von Flüssen. Auch neue Nutzungsmethoden bei Wiesen spielen eine Rolle: Da Bauern heute gemähtes Heu in Folie verpacken, sterben eingeschlossene Insekten.

Ökologischer Landbau könnte eine Lösung sein

ndbaus. Dieser sollte besonders in Schutzgebieten und Pufferzonen gefördert werden, denn auf diesen Flächen dürfen keine Pestizide eingesetzt werden. Außerdem müssten Insektizide überprüft werden: Sie dürften erst zugelassen werden, wenn sicher sei, dass sie keine schädlichen Auswirkungen auf das Ökosystem haben (Weltweit nur noch zwei intakte Wälder übrig – Europas letzter Urwald bedroht (Videos)).

Insekten haben als Bestäuber von Pflanzen eine große Bedeutung. Der Leipziger Umweltforscher Josef Settele beobachtet jedoch, dass der Bestand vieler wilder Bestäuber wie Wildbienen oder Schwebfliegen stark zurückgeht. Gleichzeitig seien Insekten auch wichtige Regulatoren für Schädlinge und Nahrung für andere Tiere wie Vögel, betonte er.

Immer mehr Beweise: Neonicotinoide verursachen chronische Effekte

Der flächendeckende, vorbeugende Einsatz von Neonicotinoiden schadet Honigbienen und wildlebenden Insekten. So lautet das Ergebnis einer europaweiten Metastudie.

„Es gibt klare Beweise, dass bereits geringste Mengen Neonicotinoide solche chronischen Effekte auf Nützlinge haben können“, sagt der Berner Professor Peter Neumann. Die Studie „Academies Review insecticide harm“ der Organisation „European Academies Science Advisory Council“(EASAC) zeigt, dass sich der vorbeugende Neonicotionoid-Einsatz unter anderem in einem frühen Tod von Königinnen und einer geringeren Fortpflanzungsrate bei Wildbienen auswirkt. Der Studie zufolge sind nicht nur Honigbienen, sondern auch Motten und Schmetterlinge betroffen, die ebenfalls Pflanzen bestäuben. Auch auf insektenfressende Vögel hätten die Pestizide Auswirkungen (Tierwelt: Motten haben gelernt – Stadt-Motten vermeiden künstliche Lichtquellen).

Flächenfraß in Deutschland, Österreich und Schweiz

In Deutschland gehen durch immer neue Siedlungs- und Verkehrsflächen jeden Tag 69 Hektar an Lebensräumen verloren. In der Schweiz werden pro Tag 8 Hektar Boden versiegelt, die Siedlungsfläche hat sich dort in den letzten 25 Jahren um 24 Prozent ausgedehnt. Seit 1850 wurden 70 Prozent der Auen zerstört, im gleichen Zeitraum gingen 82 Prozent der Moore verloren. In Österreich werden jeden Tag 10 bis 12 Hektar in Bau- und Verkehrsflächen umgewandelt. 90 Prozent der Grünlandbiotope, 83 Prozent der Moore und 57 Prozent der Waldbiotope sind dort gefährdet.

Link zum Beitrag in der 3sat Mediathek.

Literatur:

Ändere die Welt!: Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen von Jean Ziegler

Der große Landraub: Bauern des Südens wehren sich gegen Agrarinvestoren von Thomas Kruchem

Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt von Peter Wohlleben

Holzwunder: Die Rückkehr der Bäume in unser Leben von Erwin Thoma

Quellen: PublicDomain/3sat.de am 20.05.2016

http://www.pravda-tv.com/

Wald und Natur: So schlafen Bäume

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Ein Forschungsteam aus Österreich, Finnland und Ungarn untersuchte mit Laserscannern den Tag-Nacht-Rhythmus von Bäumen. Wie sich zeigt, gehen auch Bäume nachts schlafen.

Die meisten lebenden Organismen passen ihr Verhalten an den Tag-Nacht-Rhythmus an. Pflanzen sind da keine Ausnahme.

Blumen öffnen morgens ihre Blüten, manche Bäume haben Blätter, die sich nachts zuklappen. Wissenschaftlich untersucht wird das schon lange: Carl von Linné beobachtete, dass sich Blumen auch in einem dunklen Keller weiterhin öffnen und schließen, Charles Darwin stellte fest, dass Pflanzen über Nacht ihre Blätter und Stängel hängen lassen und nannte diese Bewegung „Schlaf“ (Bild: Auch Bäume haben einen Tag-Nacht-Rhythmus, Quelle Technische Universität Wien).

Doch bis heute wurden solche Untersuchungen nur mit kleinen, in Töpfen gezogenen Pflanzen durchgeführt. Niemand wusste, ob auch Bäume dieses Schlafverhalten zeigen.

Nun gelang es einem internationalen Forschungsteam aus Österreich, Finnland und Ungarn, das Schlafverhalten ausgewachsener Bäume zu messen, indem sie Zeitserien von Laser-Scanner-Punktwolken aufnahmen, die jeweils aus mehreren Millionen Messpunkten bestehen.

Nachts lassen Bäume ihre Zweige hängen

„Unsere Resultate zeigen, dass der ganze Baum in der Nacht zusammensinkt, was man als Positionsänderung der Blätter und Äste messen kann“, sagt Eetu Puttonen (Finnish Geospatial Research Institute). „Die Änderungen waren nicht groß, bis zu 10 cm bei einem Baum mit einer Höhe von fünf Metern, aber sie waren systematisch und eindeutig innerhalb der Genauigkeit unserer Messinstrumente.“

Um störende Effekte auszuschließen, die vom Wetter oder vom Ort abhängen, wurde das Experiment zweimal mit zwei verschiedenen Bäumen durchgeführt. Der eine Baum wurde in Finnland beobachtet, der andere in Österreich. Beide Tests fanden nahe an der Tag-Nacht-Gleiche statt, unter ruhigen Wetterbedingungen, ohne Wind und Tau.

Es zeigte sich, dass die Blätter und Zweige kontinuierlich nach unten sinken, ihre tiefste Position erreichen sie einige Stunden vor Sonnenaufgang. Am Morgen kehren sie zu ihrer ursprünglichen Position zurück. Ob sie von der Sonne „aufgeweckt“ wurden oder durch ihren eigenen internen Rhythmus, ist noch nicht geklärt (Die Kraft der Bäume und das „Waldbaden“ (Videos)).

„Auf molekularer Ebene hat sich das wissenschaftliche Feld der Chronobiologie schon weit entwickelt, und besonders der genetischen Hintergrund des Tageszyklus von Pflanzen ist gut untersucht“, sagt András Zlinszky (Centre for Ecological Research, Ungarische Akademie der Wissenschaften).

„Pflanzenbewegung hängt immer eng mit dem Wasserhaushalt einzelner Zellen zusammen, der unter anderem auch davon abhängt, ob Licht für die Photosynthese zur Verfügung steht. Aber Änderungen der Pflanzenform sind selbst bei kleinen Kräuterpflanzen schwer zu dokumentieren, weil man für klassische Fotografie sichtbares Licht benötigt, das einen Einfluss auf den ‚Schlaf‘ der Pflanzen haben kann.“ (Der Biophilia-Effekt — Heilung aus dem Wald (Videos))

Mit Laserscans hingegen stört man die Pflanze nur minimal. Die Scanner verwenden Infrarotlicht, das von den Blättern reflektiert wird. Einzelne Punkte auf der Pflanze werden bloß für Sekundenbruchteile angestrahlt. Mit dieser Laserscan-Technik kann ein voll ausgewachsener Baum innerhalb von Minuten abgebildet werden, mit einer Auflösung von weniger als einem Zentimeter (Bäume „erinnern“ sich an historische Zeiten von Hunger und Not).

„Wir glauben, dass die Punktwolken aus den Laserscans uns ein tieferes Verständnis vom Schlafmuster der Pflanzen ermöglichen. Wir können damit unsere Messungen von einzelnen Pflanzen zu größeren Bereichen, zu ganzen Gärten oder Wäldern, ausweiten“, sagt Norbert Pfeifer vom Department für Geodäsie und Geoinformation der TU Wien.

„In einem nächsten Schritt werden wir wiederholt Punktwolken von Bäumen sammeln und die Ergebnisse mit Messungen über den Wasserhaushalt der Bäume in Verbindung setzen“, sagt Eetu Puttonen. „Das wird uns ermöglichen, den täglichen Wasserverbrauch der Bäume und ihren Einfluss auf das lokale oder regionale Klima besser zu verstehen.“ (Pflanzen am Lügendetektor: Die Gefühle des Drachenbaums (Videos))

Literatur:

Almendro – Baum des Lebens

Das Leben der Mächtigen: Reisen zu alten Bäumen (Naturkunden) vonZora del Buono

Die geheime Sprache der Bäume: Die Wunder des Waldes für uns entschlüsselt von Erwin Thoma

Holzwunder: Die Rückkehr der Bäume in unser Leben von Erwin Thoma

Die Studie wurde im Fachjournal “Frontiers in Plant Science“ (open access) veröffentlicht:
Puttonen, E., Briese, C., Mandlburger, G., Wieser, M., Pfennigbauer, M., Zlinszky, A., Pfeifer N. (2016). “Quantification of Overnight Movement of Birch (Betula pendula) Branches and Foliage with Short Interval Terrestrial Laser Scanning”. Frontiers in Plant Science, 7:222. doi: 10.3389/fpls.2016.00222

Quellen: PublicDomain/tuwien.ac.at am 17.05.2016

http://www.pravda-tv.com/