Steinmeiers Witz zum Wochenende: Freier und unabhängiger Journalismus

Steinmeier: Unsere Antwort auf die russische Propaganda ist „freier und unabhängiger Journalismus“

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte am Freitag auf einer Pressekonferenz mit seinem lettischen Amtskollegen Edgars Rinkevics in Riga, wie man mit der „russischen Desinformation und Propaganda“ umgehen müsse.  Steinmeier begann eine zweitägige Tour durch die Ostsee-Region am Donnerstag. Er besuchte Finnland, Litauen, Estland und Lettland.

Ein Kommentar dazu:

Steinschreier – die transatlantische Qualle erklärt wie man am besten lügt. Was für ein ekelhafter Besatzerwurm. Schaut hier – so sieht es aus.

Kritik an Mainstream-Medien wächst: Berichterstattung zum Germanwingsabsturz führt zu Beschwerderekord beim Presserat

Der deutsche Presserat verzeichnet einen neuen Beschwerderekord im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum Germanwingsabsturz. 430 Beschwerden sind bereits eingegangen und damit so viele wie niemals zuvor bei einem einzelnen Themenkomplex. Unmut über die Qualität des Journalismus in Deutschland regt sich auch im Internet und auf der Straße.

Foto: Creative Commons by 62693815@N03

http://www.presserat.de/presserat/

“Ich möchte mich verabschieden vom Journalismus. Er war mir jahrzehntelang ein treuer Weggefährte. Er gab mir Halt, er zimmerte mir Leitplanken, die dafür sorgten, dass ich nicht vom Weg abkam. Ich konnte mich geborgen fühlen als Journalist, aufgehoben in einem Ordnungssystem, das für Werte stand. Zu diesen Werten bekannte sich die Mehrheit meiner Kollegen, weshalb ich es als ehrenhaft empfand, mich als Journalist bezeichnen zu dürfen.

Das ist vorbei. Nicht erst seit den Ereignissen der vergangenen Woche. Es ist schon länger vorbei. Ich hätte das schon lange sehen können, aber ich wollte es nicht wahrhaben. Der Journalismus, so wie ich ihn kennen- und schätzen gelernt habe, existiert nicht mehr. Journalismus ist nurmehr ein hohles Gefäß, in das jeder füllt, was er mag oder was er meint, im Auftrag seiner Nutzer einfüllen zu müssen. Das dadurch entstehende Gemisch ist mir unerträglich geworden. Es sind Dinge zusammengekommen, die nicht zusammenkommen sollten.”

Auch der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Andy Neumann, zeigte sich empört über das Verhalten des medialen Mainstreams in Deutschland und wandte sich mit einem Offenen Brief direkt an Kai Diekmann, den Chefredakteur der BILD und Gesamtherausgeber der Bild-Gruppe.

Neumann schrieb unter anderem:

“Lieber Herr Diekmann, ich bin kein Feind der BILD. Wirklich nicht! Aber heute stehen Sie für mich für alles, was ich an und in den Medien absolut grauenhaft finde.”

Wie Neumann und Hoff geht es offensichtlich vielen Menschen in Deutschland. Neben digitalem Unmut in großer Zahl und einem beginnenden BILD-Verkaufsboykott erster Einzelhändler regte sich vergangenen Samstag auch Unmut auf der Straße. RT Deutsch berichtete mit einem unkommentierten Live-Stream von der #BILDBOYKOTT-Demo vor dem Axel-Springer-Haus, organisiert von der Aktivistengruppe Rebellunion.

Die zahlreichen Beschwerden an den deutschen Presserat zeigen, dass die Empörung nicht lediglich eines von vielen digitalen Strohfeuern ist, wie sie in Zeiten der sozialen Internetmedien immer wieder auf flackern.

Allerdings ist die schärfste Sanktion, die der Presserat ausüben kann eine formelle Rüge, die neben Reputationsverlusten keine weiteren Konsequenzen hat. Eine solche Rüge erhielt beispielsweise auch schon der ehemalige stellvertretende Chefredakteur der Bild am Sonntag, Nicolaus Fest. In einem als Kommentar gekennzeichneten islamfeindlichen Pamphlet vom 27. Juli 2014 mit dem Titel “Islam als Integrationshindernis” verkündete dieser:

“Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Islam wohl ja.”

[…]

Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht.

Gegen Fests Beitrag waren einst 215 Beschwerden beim deutschen Presserat eingegangen.

Gegreine im Spiegel – und eine Blamage

(von Niki Vogt) Es sollte eine Satire werden, eine fetzige Abrechnung mit den Alternativen Medien, wurde aber zum Bumerang. Jan Fleischhauer, offenbar die spitzeste Feder, die der Spiegel aufbieten kann, feilte an seinen Sätzen, um bissig zu sein. Aber irgendwie klang das Ganze eher nach Gejaule: „Huhuuu, die doofen Alternativen Medien, wieso werden die denn nur so viel gelesen und uns laufen die Leser weg … dabei schreiben die doch nur Unsinn … grein, wein und jammer …“

Dabei ist genau diese Beinahe-Möchtegern-Satire ein Paradebeispiel dafür, warum die Leser in Scharen davonlaufen: Böswillig, heimtückisch, voreingenommen, kritikunfähig, beleidigt, verlogen, schlecht recherchiert, manipulativ.

Eigentlich kommt herzlich wenig an Information rüber in dem Artikel. Man wollte sich wohl mal wieder angegrätzt zur Wehr setzen, weil es in den „Alternativen Medien“ Kritik über die Berichterstattung zum Germanwings-Absturz hagelte. Was natürlich geflissentlich weggelassen wird ist, daß auch die Pilotenvereinigungen über Europa hinaus weltweit ziemlich entsetzt sind, wie die Berichterstattung in diesem tragischen Unglück gehandhabt wurde.

Weiterhin melden auch – und gerade!  – erfahrene Piloten und Luftfahrtexperten große Zweifel an, daß die Darstellung der Fakten und Abläufe in den Mainstream-Medien nicht konsistent und nachvollziehbar ist. Die meisten Alternativen Medien nehmen sich im Gegensatz zu dem MSM die Mühe und lesen sich die Threads in den Piloten und Aviation-Foren durch, versuchen zu verstehen, was für und was gegen die so schnell verbreitete Verlautbarung vom Massenmörder-Copiloten spricht. Und selbstverständlich darf man darüber nachdenken, was denn möglicherweise wirklich geschehen sein könnte.

Dazu muß man auch über die kursierenden Theorien oder Meldungen berichten, über Plausibilitäten oder Widersprüche nachdenken. Ja, man muß. Denn das, was uns die Verlautbarungsmedien servieren, darf nach den bisher gemachten Erfahrungen in der Tat von vorneherein und zu Recht erstmal angezweifelt werden.

Was hat denn nun der Spiegel an der alternativen Berichterstattung auszusetzen?

Hier ein Zitat:

„Schauen wir, wie in der Gegenöffentlichkeit des Internets über das Unglück berichtet wird. Man lernt dort, dass die Maschine nach dem Sinkflug wieder in einen Horizontalflug ging, was den Schluss zulässt, dass Andreas Lubitz nicht der Mann ist, für den man ihn hält. Eine Augenzeugin hat beim Überflug von drei Mirage in niedriger Höhe einen Knall gehört. Vermeintliche Mitschnitte des Stimmrekorders erweisen sich als Fälschung, wie eine „Spektrumanalyse“ der Blackbox-Audiodaten zeigt. Warum das alles verschwiegen wird? Vielleicht „um eine der größten Rufmord-Kampagnen in der Geschichte der Informationsindustrie zu entfachen“, wie es bei „Telepolis“ heißt, einer der führenden Webseiten der alternativen Pressewelt.

Und das ist erst der Anfang der Dekonstruktion des Lügengebäudes. Auf „Quer-Denken TV“ findet man den Hinweis, dass Lubitz in Wahrheit im Kofferraum seines Wagens am Flughafen in Barcelona aufgefunden wurde. Auf einem YouTube-Kanal des Impfgegners und ehemaligen Schlagerstars Christian Anders wird ausgeführt, dass die Passagiere bereits vor dem Flug tot gewesen sind.“

Sieh mal an, bei Quer-Denken.TV findet man „den Hinweis“, daß Lubitz im Kofferraum seines Wagens in Barcelona aufgefunden wurde. Wer das liest, bekommt doch den Eindruck vermittelt, Quer-Denken.TV habe behauptet, daß dem so sei. In Wirklichkeit ist genau das Gegenteil der Fall. Das weiß ich deshalb, weil ich diesen Artikel nämlich geschrieben habe.

Also verfasse ich eine kleine Richtigstellung in der Kommentarfunktion zum Artikel:

„Sehr geehrter Herr Jan Fleischhauer, ich zitiere mal aus Ihrem Artikel:

„Und das ist erst der Anfang der Dekonstruktion des Lügengebäudes. Auf „Quer-Denken TV“ findet man den Hinweis, dass Lubitz in Wahrheit im Kofferraum seines Wagens am Flughafen in Barcelona aufgefunden wurde.“

Genau das habe ich eben nicht geschrieben, ich habe davon berichtet, daß CBS New York ANGEBLICH diese Nachricht als „breaking News“ gesendet habe. Und dann berichte ich, daß es sehr unglaubwürdig ist, weil

1. Es zwar diese Reporterin bei CBS New York gibt, die aber eine andere Stimme hat,

2. der im Film gezeigte Flughafen NICHT Barcelona ist,

3. der gezeigte Bürgermeister von Haltern zwar echt ist, sein Statement aber komplett nichtssagend ist,

4. Es unwahrscheinlich ist, daß Andreas L. einen Privatwagen in Barcelona führt,

und daher diese angeblich offizielle Nachricht komplett unglaubwürdig ist.

Kann jeder gern nachlesen:

http://quer-denken.tv/index.php/1294-jetzt-wird-s-krass-copilot-andreas-l-tot-im-autokofferaum

Es ist also genau das Gegenteil von dem, was Sie in Ihrem Artikel implizit behaupten.

Immerhin greifen wir Alternativen auch Theorien und Meldungen auf und prüfen sie vorurteilslos auf Plausibilität – was Sie ganz offenkundig nicht tun, sondern absichtlich falsch berichten. Und dann wundern Sie sich, daß Ihre Leser Ihnen davonlaufen?

Mit freundlichen Grüßen,

Niki Vogt, Quer-Denken.TV“

 

Es wär schon allein einen Artikel wert, einmal darüber nachzudenken, wer eigentlich so ein Breaking-News-Nachrichtenvideo im Stil eines Mainstreammediums fälscht und wozu. Und dabei ausgemachten Unsinn verbreitet. Wem bringt das was?
Genau. Den Mainstreammedien. Es sieht doch ganz so aus, als wollte man, daß sich die Alternativen darauf stürzen, damit man ihnen nachher mit schallendem Gelächter die auffälligen Fehler um die Ohren hauen kann: Seht, wie blöd die Alternativen sind, diese Verschwörungstheoretiker fallen doch auf jeden Mist rein. Denen kann man doch nichts glauben.

Tja, Herr Fleischhauer hat sich aber selbst desavouiert. Genau das mögen wir eben nicht an den MSM: Wahrheit verdrehen, unsauber berichten, manipulieren, schlecht recherchieren, diffamieren.
Immerhin, das muß man positiv anmerken, wurde unser Komentar veröffentlicht.

Und zu guter Letzt möchte ich auf den Schluß des Artikels von Herrn Fleischhauer eingehen. Ich zitiere:

„Ein Schritt über eine Absperrung und eine Anfrage nach einem Foto gelten heute schon als Presseskandal. Man darf gespannt sein, wie es mit den Persönlichkeitsrechten von Angehörigen aussieht, wenn erst einmal die Bürgerjournalisten durch den Vorgarten trampeln. Für die Citizen-Reporter gibt es keinen Verhaltenskodex und auch keinen Presserat, bei dem man sich beschweren könnte. Sehen heißt senden.

Wenn man dabei einen Schritt zu weit gegangen ist oder sich dabei vertan hat, dann ist das Pech – für diejenigen, die im Bild waren.“

Tatsächlich, Herr Fleischhauer?
Das Elternhaus des Copiloten Andreas Lubitz steht in Montabaur. Keine zehn Minuten von mir weg. Ich war nicht in der Meute derjenigen, die mit regulären Presseausweisen bewaffnet, die völlig geschockten Eltern aufdringlich belagerten. Ich habe nicht versucht, doch noch irgendwie ein Foto von den armen Leuten zu ergattern, so daß die Polizei die Straße vor den Pressegeiern absperren mußte. Da war kein „Alternativer“, da waren die hochmoralischen Mainstreammedien-Journalisten.

Es war auch nichr EIN Alternativer an der Schule, wo die bedauernswerten Opfer als Schüler gewesen waren. Es waren die Mainstreamjournalisten, die dort jeden Schulkameraden, der eine Kerze auf den Stufen aufstellte, mit Fotokameras auf den Pelz rückten, Tränen in Makro-Nahaufnahme einfingen, Kindern Geld dafür boten, daß sie bei der schulinternen Trauerfeier heimlich mit dem Handy mitfilmen und den Film dann draußen bei den hochmoralischen Mainstream-Journalisten abliefern.

Gerade der Spiegel sollte ganz ruhig sein. Die Methoden dieses Hauses sind äußerst unfair und geradewegs verlogen. Die Berichterstattung über PEGIDA – egal, wie man dazu steht – war niederträchtig und bewußt falsch. Da steht irgendwo an einer ganz anderen Ecke jemand, der auf einem Motorrad rumkurvt, seltsame sprüche klopft und mit einer Reichsfahne rumwedelt, der nichts mit PEGIDA zu tun hat. Weder inhaltlich noch räumlich. Und dennoch wird er so eingeschnitten und kommentiert in Eurem Bericht, als wäre er die PEGIDA.

Bei Werner Altnickel, einem Urgestein im Kampf gegen Chemtrails, tauchte ein Team vom Spiegel auf, um über Chemtrails eine Doku zu erstellen. Man tut so, als schätze man seine Expertise, als gehe es wirklich um einen sachlichen, unvoreingenommenen Bericht. Man läßt ihn reden, seine Beweise vorlegen und gibt sicht vollkommen erstaunt, beeindruckt und überrascht, zeigt sich am Ende gar überzeugt davon, daß Altnickel ja wirklich Recht hat, daß er ja tatsächlich Beweise zeigen kann. Und versichert ihm, genau das auch zu senden und die Zuschauer jetzt aber wirklich aufklären zu wollen.

Nun ist Werner ja nicht blöd. Natürlich hat er vorsichtshalber die ganze Show versteckt auf Film aufgenommen.

Und es kam genauso, wie er es vermutet hatte. Der Bericht wurde ein einziger Verriß. So bösartig zusammengeschnitten, daß Werner Altnickel wie ein Verrückter mit einer pathologischen Wahnvorstellung erscheint. Die Beweisdokumente kommen natürlich überhaupt nicht vor.

Werner Altnickel stellte sofort die gesamte eigene Aufnahme der Dreharbeiten auf seiner Webseite ins Netz. Der Spiegel versuchte, ihm das zu verbieten und drohte mit juristischen Schritten, was aber Werner nicht beeindruckte. Der Film bleibt online. Hier wird klar ersichtlich, wie vorsätzlich verlogen das Material zusammengeschnitten wurde.

Die gesamte alternative Szene schaut sich sein Material an, und jeder weiß, was vom Spiegel zu halten ist.

Also, Herr Fleischhauer,  wer im Glashaus sitzt …

http://quer-denken.tv/index.php/1317-gegreine-im-spiegel-und-eine-blamage

Propaganda gegen Putin: Deutsche Welle bekommt TV-Lizenz in Russland

Peter Harth

Propagandagrüße nach Moskau: Die Deutsche Welle darf als staatlicher Auslandsfunk für zehn Jahre in Russland senden. Mit deutschen Steuergeldern. Dass trifft sich gut, denn die EU verfolgt einen Anti-Putin-Propagandaplan. Der Präsident sitzt trotz Krise fest im Sattel und hat 81 Prozent der Bevölkerung hinter sich. Angeblich dank der Staatsmedien – das will der Westen jetzt ändern.

Eine Meldung, die in Deutschland untergegangen ist: Der staatliche Auslandsfunk Deutsche Welle darf bis 2025 westliche Gegenpropaganda in russische Kabelnetze speisen. Finanzieren wird es der deutsche Steuerzahler, aber Russlands Bürger sind das Opfer bzw. Publikum.

Auf seiner Webseite versteckt der Staatsfunk eine knappe Meldung dazu. Die russische Medienaufsicht hat den Deal bereits unterzeichnet. Das neue Programm ersetzt ab dem 22. Juni 2015 den alten Sender DW Europe, den der Satellit Hotbird ausstrahlt. Sogar die Verbreitung im Internet schließt die neue Lizenz in Russland mit ein.

Der »Anti-Propaganda-Plan«, den keiner kennt

Der breiten deutschen Öffentlichkeit ist das entgangen. Warum auch nicht? Sie weiß schließlich kaum etwas über den »Anti-Propaganda-Plan« der EU – oder dass Brüssel und Moskau lautTagesspiegel einen »Informationskrieg« führen. Was der Plan zur Gegenpropaganda überhaupt umfasst, bleibt bisher genauso geheim.

Besonders Großbritannien, Dänemark und die baltischen Staaten haben für ihn aber massive Lobbyarbeit geleistet. Sie fürchten Putin, der über seine Staatsmedien die EU destabilisieren soll. Der britische Economistberichtet, dass der Kreml »Informationen in Waffen verwandelt«.

Schon jetzt gibt es eine Einsatzgruppe namens »Mythbusters«. Sie wurde am 20. März ins Leben gerufen, als sich die neueEU-Außenbeauftragte Federica Mogherini mit den europäischen Regierungschefs beim EU-Gipfel in Brüssel traf. Die Einsatzgruppe aus mehreren Ländern beobachtet russische Medien und sammelt Hinweise auf Propaganda. Das soll es leichter machen, die russischen Medien in der EU zu verbieten. Besonders scharf beobachtet wird das Medienimperium Rossija Segodnja, welches die Webseite Sputnik auch in deutscher Sprache betreibt. In Brüssel ist man überzeugt: Von dort kommt nur Gehirnwäsche für Europas Bürger.

Wer beobachtet NATO-Propaganda oder Kiews »Informations-Armee«?

Was unbegreiflich bleibt: Ukrainische Medien werden gar nicht geprüft, obwohl sie plumpe Anti-Russland-Propaganda in Europa verbreiten, die sich im Stundentakt selbst widerspricht. Kiew unterhält sogar eine 35 000 Mann starke »Informations-Armee« und ein Ministerium für Informationspolitik. Das ist brisant, denn jede falsche Meldung kann den eingefrorenen Bürgerkrieg wieder heiß machen.

Für Hass sorgen oder Vernunft und Verständigung zum Schweigen bringen. Auch die NATO füttert westliche Medienmit einseitigen Informationen, die nicht nachprüfbar sind. Das kritisiert sogar der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Aber in Brüssel ist man offenbar zu sehr vom neuen Feindbild Russland fasziniert. Vernünftige Einwände dagegen zählen nicht mehr. Das zeigen die Worte eines EU-Botschafters: »Die Russen haben jahrzehntelange Erfahrung mit so etwas. Die sind Experten für aggressive und effiziente Propaganda.« Es wird nicht einmal mehr daran gedacht, dass aus dem Reich des Bösen nicht nur gezielte Desinformation kommt.

Dass die Russen einfach eine andere Deutung der Ereignisse haben. In einem komplexen Konflikt mit mehreren Parteien, die sich gegenseitig die Schuld zuschieben, ist das aber normal. Ist der ukrainische Stellvertreterkrieg zwischen Russland und den USA nicht genau das?

Brüssels Kontrollen bedrohen die Meinungs- und Pressefreiheit

Doch zurück zum »Anti-Propaganda-Plan« aus Brüssel, der wie eine Neuauflage der mittelalterlichen Hexenverbrennungen daherkommt: Wir kennen den Feind nicht, aber er ist böse und muss mit seinen Waffen geschlagen werden. Feuer mit Feuer. Propaganda gegen die Propaganda aus Putins Staatsmedien. Das ist bedenklich, doch auch unsere eigene Presse- und Meinungsfreiheit ist in Gefahr.

Sie wird lahmgelegt, wenn die EU auch westliche Medien mit dem Argument kontrolliert: »Putin füttert euch mit falschen Informationen, so etwas darf nicht sein.«Das erzeugt ein Klima von Angst und Unsicherheit, in dem sich die Medien gleich selbst zensieren.

In der neuen Eiszeit zwischen Russland und dem Westen steht sowieso jede Meldung aus Russland unter Verdacht. Wenn aber alles aus Russland ignoriert wird – man kann es eh nicht nachprüfen – lenkt die EU westliche Medien durch die Hintertür. Was bleibt von der Meinungsvielfalt noch übrig? Es gibt nur noch zwei weitere Quellen in diesem Konflikt: die Ukraine und das westliche Verteidigungsbündnis. Deren Informationen sind genauso einseitig, gesteuert und auch nicht zu überprüfen.

Die Russen sollen von ihren Staatsmedien geheilt werden – mit Staatsmedien

Der Plan aus Brüssel hat außerdem ein klares Kriegsziel. Dass sich die Deutsche Welle gerade jetzt um die Ausweitung ihrer Sendelizenz bemüht, ist ein klares Signal. Russische Propaganda soll nicht nur erkannt und neutralisiert werden. Russlands Bevölkerung soll auch mit einer »Informations-Offensive« vom Einfluss der russischen Staatsmedien geheilt werden.

Das heißt: Programme in russischer oder englischer Sprache für russische Bürger. Bezahlt und bestimmt von den Staaten der EU. Staatsmedien sollen mit Staatsmedien bekämpft werden.

Deutschland schreitet hier mit seiner Deutschen Welle in Russland voran. Der neue Sender ist Teil des geplanten Gegengewichts zur Putin-treuen Staatspropaganda. Hinter dem EU-Plan steht aber vor allem die Angst der kleinen baltischen Staaten. Sie haben große russische Minderheiten und nur wenig Geld für eigene Medien, die offenbar im Meinungskampf mit Russlands Staatsmedien untergehen.

Lettlands Innenminister Rihards Kozlovskis behauptet, die russische Minderheit im Land werde vom Kreml gezielt aufgehetzt und sieht sich immer mehr als unterdrücktes Opfer der Letten.

Was ändert sich? Propaganda, nur von der Gegenseite

In Washington und Brüssel glaubt man nur noch an eine Lösung im neuen Kalten Krieg: Putin muss weg. Leider sieht das die russische Bevölkerung ganz anders. Die Unterstützung ist durch den Krieg in der Ukraine nicht gesunken, sondern auf ein Rekordniveau geklettert. 81 Prozentstehen weiter hinter dem Präsidenten. Schuld daran sollen die staatlichen Medien sein, die dem unbedarften russischen Volk das Gehirn waschen. Schon das klingt zu einfach, erklärt nichts und ist selbst Propaganda. Aber sie wird zum Fundament für den »Anti-Propaganda-Plan« der EU, von dem noch keiner weiß, was er kostet.

Russen pflegen ein zynisches Verhältnis zu ihren Staatsmedien und wissen, dass sie gelenkt werden.

Wenn bald von der EU gelenkte und finanzierte Sender in Russland hineinstrahlen, was ändert sich? Propaganda, nur von der Gegenseite. Kein Russe wird sagen: »Oh mein Gott, diese Deutsche Welle, ein aus Deutschland finanzierter Staatssender, berichtet viel wahrer als unsere Staatsmedien!«

Das falsche Signal an Russland

Am Ende stehen sich zwei Blöcke gegenüber, die sich mit falschen Informationen gegenseitig destabilisieren wollen, aber immer unglaubwürdiger werden. Ein falsches Signal an Russland: Ihr könnt ruhig Propaganda machen, wir spielen jetzt ja mit. Durch den fallenden Rubel sparen die russischen Staatsmedien in diesem Spiel gerade immer mehr, während die EU-Staaten erst anfangen, Geld für Gegenpropaganda auszugeben.

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Live: BILD-Boykott vor dem Axel-Springer-Haus in Berlin

Für den 11. April 2015 um 15 Uhr hat die Aktivistengruppe Rebellunion zu einer #BILDBOYKOTT-Kundgebung vor dem Axel-Springer-Haus in Berlin aufgerufen. RT Deutsch zeigt die Veranstaltung unkommentiert im Live-Stream.

Quelle: Ruptly

In der Ankündigung der Vernanstaltung heißt es:

“Wir treffen uns am kommenden Samstag, den 11. April 2015 um 15 Uhr vor dem Axel Springer Haus in Berlin (Axel-Springer-Straße 65). Wir demonstrieren gemeinsam gegen die Art und Weise der Berichterstattung der Springer-Presse, insbesondere der BILD-Zeitung.
Seit ihrem Bestehen fällt die BILD immer wieder durch menschenverachtende Hetze und unehrlichen Kampagnenjournalismus auf. Ob im Umgang mit Griechenland, ständiger Kriegshetze, Hetze gegen Muslime oder erst kürzlich im Umgang mit der Germanwings-Tragödie, die BILD leistet sich immer wieder gröbste Verletzungen aller journalistischen Standards.
Gleichzeitig verfügt die BILD über einen sehr großen Einfluss auf andere Medien und auf die Politik. Wir wollen diese Missstände nicht länger hinnehmen!
Diese Demonstration verpflichtet sich dem humanistischen Grundkonsens und lehnt Gewalt sowie Gewaltaufrufe ab.
Kommt zahlreich und ladet eure Freunde ein.”

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Das kann teuer werden! Griechischer Ministerpräsident Tsipras verklagt BILD wegen Beleidigung und Diffamierung

Wie das Medienmagazin journalist.de berichtet hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras (SYRIZA) jüngst eine Klage wegen illegaler Beleidigung seiner Persönlichkeit, verleumderischer Diffamierung und Beschimpfung gegen BILD, bild.de und den BILD-Reporter Paul Ronzheimer eingereicht. Die Klageschrift fordert eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro. Die BILD hatte in einem Beitrag von Ronzheimer die neue griechische Regierung unter Tsipras als “Kommunisten, Judenhasser und Halb-Kriminelle” bezeichnet.

Screenshot: Bild.de

Vor der Wahl der aktuellen griechischen Regierung unter Alexis Tspiras und dessen Links-Bündnis SYRIZA erschien am 16. Februar 2015 in der BILD sowie auf bild.de unter der Überschrift “Regieren diese Radikalen bald Griechenland?” ein Artikel von Paul Ronzheimer. Noch über der eigentlichen Überschrift ist der Schmähschrieb in roten Lettern mit den Wörtern “Kommunisten, Judenhasser, Halb-Kriminelle” übertitelt.

In seinem Beitrag, in dem Ronzheimer die ökonomische Situation Griechenlands darzustellen versucht, de facto aber heftig gegen Alexis Tsipras und SYRIZA sowie Griechenland im Allgemeinen Stimmung macht, lässt der BILD-Reporter unter anderem verlauten:

“Alexis Tsipras sympathisiert offen mit gewalttätigen Anarchisten. Ihm wird vorgeworfen, selbst Mitglied zu sein und die Gruppe zu finanzieren.”

Wie das Portal journalist.de in dem Beitrag “Griechenland: Die 1-Million-Euro-Klage gegen Bild”vom 14. März 2015 meldet, reichte Alexis Tsipras daraufhin Klage wegen illegaler Beleidigung seiner

Persönlichkeit, verleumderischer Diffamierung und Beschimpfung gegen BILD, bild.de und Paul Ronzheimer am Landsgericht zu Athen ein. Die Zuständigkeit des Landgerichtes in Athen sei gegeben, da BILD in Griechenland käuflich erworben werden kann und das Onlineangebot von bild.de ebenfalls in Hellas verfügbar ist.

Die Klageschrift datiert auf den 6. März 2015 und beanstandet, dass bereits der Titel des Beitrages “brandstiftend” und “provokativ” sei. Außerdem seien die Ausführungen über Tsipras und SYRIZA in einem “extrem verleumderischen Ton” gehalten, die den Kläger “als Menschen, Abgeordneten, Präsidenten und Fraktionsführer von Syriza beleidigen”

Die Klageschrift fordert BILD und Ronzheimer zu einer Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro auf. Bei Nichtbegleichen der Geldstrafe sei gegen BILD-Reporter Ronzheimer eine Haftstrafe von einem Jahr zu verhängen. Darüber hinaus fordert die Anklage, dass bei gewonnenem Prozess eine Zusammenfassung des Urteils in BILD und auf bild.de veröffentlicht wird.

Nach Angaben von journalist.de können Urteile der griechischen Justiz in Deutschland zwangsvollstreckt werden. In Griechenland verhängte Haftstrafen seien per Rechtshilfegesuch auch in Deutschland zu verbüßen. Dem Medienmagazin sagte Alexis Tsipras auf Anfrage:

“Der Pressekodex und die Verantwortlichkeit setzen von alleine Grenzen fest. Diese hat Bild überschritten. Derartige Presseberichte schaffen ein Klima der Feindseligkeit zwischen dem deutschen und dem griechischen Volk.”

Derweil wächst auch in Deutschland die Empörung gegenüber BILD. Nach der reißerischen Berichterstattung des Blattes im Zuge der Germanwings-Tragödie regte sich zunächst 100.000-facher digitaler Unmut. Einzelhändler in ganz Deutschland begannen die BILD aus ihremVerkaufsangebot zu nehmen. Die aktuelle Folge der ZDF-Sendung die Anstalt, die sich ebenfalls mit dem Thema Griechenland und BILD-Berichterstattung beschäftigt, verbreitet sich derweil viral im Internet. Für kommenden Samstag, den 11. April 2015 um 15 Uhr, ruft nun die Medienaktivistengruppe Rebellunion nun zu einer Kundgebung vor dem Axel-Springer-Haus in Berlin auf. In dem Aufruf heißt es:

“Seit ihrem Bestehen fällt die BILD immer wieder durch menschenverachtende Hetze und unehrlichen Kampagnenjournalismus auf. Ob im Umgang mit Griechenland, ständiger Kriegshetze, Hetze gegen Muslime oder erst kürzlich im Umgang mit der Germanwings-Tragödie, die BILD leistet sich immer wieder gröbste Verletzungen aller journalistischen Standards. Gleichzeitig verfügt die BILD über einen sehr großen Einfluss auf andere Medien und auf die Politik. Wir wollen diese Missstände nicht länger hinnehmen! Diese Demonstration verpflichtet sich dem humanistischen Grundkonsens und lehnt Gewalt sowie Gewaltaufrufe ab. Kommt zahlreich und ladet eure Freunde ein.”

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Boykott der Bild-Zeitung sorgt bundesweit für Aufsehen

boykott-bild-zeitung

Petra und Kai Oberst verkaufen das Boulevard-Blatt in der Postagentur Rutesheim nicht mehr. Im Internet erhalten sie dafür tausendfaches Lob.

“Liebe Kundschaft, uns reicht es jetzt ebenfalls. Wir nehmen an der Hetzjagd um einen psychisch kranken Menschen nicht länger teil und werden die Bildzeitung heute ebenfalls nicht verkaufen. Wir bedanken uns für Euer Verständnis.“ Mit dieser kurzen Nachricht auf derSeite der kleinen Postagentur Rutesheim im Online-Netzwerk Facebook am Samstag fing alles an. Dazu hat Petra Oberst ein Foto gestellt, dass einen Teil der Schlagzeile der Zeitung zeigt: ein Foto des Co-Piloten des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs, dazu die Bezeichnung Massenmörder und der Name. Diesen hat Petra Oberst unkenntlich gemacht und mit dem gleichen Stift einen schwarzen Balken über die Augen gemalt. Denn so stellt sich die Rutesheimerin eine angemessene Berichterstattung vor.

Was auf den ersten Beitrag folgt, ist eine wahre Flut an „Gefällt mir“-Klicks (über 35 000), die Meldung wird mehr als tausend Mal geteilt und kommentiert. „Eine Bekannte zeigt mir dann den Post einer Aral-Tankstelle in Bendorf, die ankündigte, keine Bild-Zeitung mehr zu verkaufen“, erzählt Petra Oberst. Am Montagmorgen, nach Rücksprache mit ihren beiden Auszubildenden, entscheiden sie und ihr Mann, die gemeinsam die Postagentur führen, nachzuziehen und das Blatt überhaupt nicht mehr anzubieten. Die Facebook-Nachricht dazu verbreitet sich innerhalb weniger Stunden wie ein Lauffeuer. Über 300 000 Menschen haben sie bislang gesehen, 50 000 den virtuellen Daumen für die Aktion gehoben. „Wir sind von dem Wirbel echt überrascht. 95 Prozent der Reaktionen waren positiv, einige wenige haben uns das als Zensur ausgelegt“, erzählt Oberst. „Jeder Kunde hat das Recht, sich die BildZeitung zu kaufen. Aber ich habe nicht die Pflicht zu verkaufen“, sagt sie bestimmt.

Das Zeitschriftenregal im Laden ist nur einen Meter breit. Auf fünf Reihen verteilen sich Hochglanzmagazine, von der Frauen- über die Fernsehzeitschrift, vom Bastelheft bis zum Elternratgeber ist alles dabei. Außer Zeitungen. „Die meisten Leute beziehen ihre Tageszeitung im Abo. Was sich nicht verkauft, fliegt raus“, erklärt die Rutesheimerin. Von der Bild habe sie etwa fünf bis sechs Exemplare pro Tag verkauft. „Das tut mir also nicht weh. Die paar älteren Herren, die sie jeden Tag bei mir geholt haben, denken, sie ist einfach ausverkauft“, erzählt sie. Sonst habe noch niemand das Blatt vermisst. Auto-Bild oder Bild der Frau verkauft sie weiterhin.

Die Berichterstattung über den Germanwings-Absturz, über Griechenland und vieles andere, der Eindruck, viele nehmen die Bild-Zeitung als feste Institution, als Macht-Medium einfach hin und finden sich damit ab. „Ist das die richtige Art des Journalismus?“, fragt Kai Oberst, der nicht glaubt, dass die Bild das Sprachrohr der Deutschen ist, zu dem sie sich selbst gern aufschwinge.

Alle zwei Minuten bimmelt das Glöckchen an der Eingangstür. „Alles Stammkunden“, sagt Petra Oberst und bedient schnell eine junge Mutter mit Kind. Kunden kommen, um Pakete abzuholen oder zu verschicken. Ostern steht vor der Tür.

Der Bild-Boykott sei vor allem im Internet ein Thema, im direkten Kundenverkehr nicht. Im sozialen Netzwerk hätten ihr einige Leute vorgeworfen, die Aktion rein aus Werbezwecken gestartet zu haben. „Aber was bringt mir ein Like aus Düsseldorf? Keinen Cent“, entgegnet Petra Oberst. Das Hauptgeschäft sind Briefmarken und Päckchen, dazu verkaufen sie und ihr Mann in ihrem kleinen Laden in der Ortsmitte von Rutesheim Schreibwaren, ein paar Süßigkeiten und Getränke. Gleich am Eingang befindet sich ein Ständer mit Äpfeln von hiesigen Streuobstwiesen. Die 10 000 Einwohner zählende Stadt im Stuttgarter Speckgürtel hat sicher nicht das klassische Bild-Publikum. Wobei es Petra Oberst auch nicht vordergründig um das Springer-Blatt geht. „Es geht mir auch um die Berichterstattung im Fernsehen, aber die kann ich hier nicht boykottieren“, sagt die Rutesheimerin, die die Berichterstattung der Zeitung opportunistisch nennt.

„Ich möchte keine Bilder von Menschen sehen, wo ‚Massenmörder’ daneben steht und darüber ‚Jetzt spricht die Ex’.“ Als sie jung war, hat sich ihre Mutter umgebracht. „Wenn ich mir vorstelle, da wäre alle fünf Minuten jemand mit einer neuen Theorie gekommen . . .“ erzählt sie und lässt den Satz unvollendet. Dass die Berichterstattung zum Unglück auf dem Rücken der trauernden Angehörigen ausgetragen wird, finden Petra und Kai Oberst unerträglich. „Wissen Sie, für mich zählt der Mensch. Deswegen verkaufe ich auch keine Zigaretten, sondern Äpfel“, sagt Petra Oberst entschlossen. Heute trägt sie ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Leonberger Tafel“. Auch sonst setzt sie sich für andere ein, sammelte im vergangenen Jahr am alten Filialstandort kistenweise Spenden für die Tafel. Auch den Bild-Boykott will sie mit etwas Gutem verbinden. „Ich nehme den Mittelwert meiner Einnahmen aus dem Bild-Verkauf und spende es dem Verein MS Faces and Words.“ Der Rutesheimer Verein engagiert sich für Menschen mit Multipler Sklerose. Auch auf Facebook hat sie die Spendenaktion beworben. „Ein Nutzer hat gestern bereits 100 Euro gespendet“, freut sie sich. „Wenn der Bild-Chef Kai Diekmann was wäre, würde er auch für den Verein spenden.“

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de vom 01.04.2015

http://www.pravda-tv.com/

Post von Eggert

Von krisenfrei.de

Täglich stundenlang in der Warteschleife bei der Telekom und immer wieder wurde ich vertröstet, dass mich ein Techniker anruft. Nichts passierte, bis ich selbst die Initiative ergriffen und mir einen neuen Router zugelegt habe. Die Konfiguration des neuen Routers mit dem Brouwser Firefox funktionierte nicht bis mir endlich ein Profi von der Telekom mitteilte, dass ich den Explorer zur Konfiguration nutzen sollte. Innerhalb weniger Minuten war das Problem gelöst und die Folter beendet. 

Jetzt geht’s weiter und vielen Dank für die vielen Anrufe und mutmachenden Mails, die ich leider aus Zeitgründen nicht beantworten kann. Ich habe noch viel nachzuholen. Mein Kommentar zum folgenden Beitrag von Wolfgang Eggert finden Sie unten.

Wenn Sie meine Arbeit unterstützen möchten, kaufen oder verschenken Sie mein Buch,“Steht uns das Schlimmste noch bevor?” Oder hier.

von Wolfgang Eggert (quer-denken

Heute erreicht uns eine Mail von Wolfgang Eggert, der seinem dicken Hals auf die Berichterstattung in Sachen Germanwings-Flug Luft macht. Und einen offenen Brief an die Journalisten und Geheimdienstler geschrieben hat, der sicher vielen von Euch aus der Seele spricht.

Liebe eingebettete Journalisten, liebe Schlapphüte.

Es reicht nun. Wirklich!

Die tragfesten “Brücken” der trans-atlantischen Gemeinde in den Medienzirkus sind bekannt. Wie gut die speziellen Verbindungen – gerade auch die der NATO-Militärs – in die Chefetagen des multimedialen Wahrheitsministeriums funktionieren haben die Sonderbehandlungen der Fälle TWA800, Swissair111, 9/11, MH370 und MH17 zur Genüge unter Beweis gestellt. Alles Flugzeugunglücke. Alle Entführungs- und/oder Abschussverdächtig. Alle, wer mag kann es selbst recherchieren, im Dunstfeld von CIA/Mossad/NATO-“Diensten” zu Fall gekommen. Und stets funktionierten unsere “Qualitätsmedien”. Brillierten durch Abwesenheit.
Blendeten verdächtiges oder gar das Offentlichtliche aus. Oder zeichneten den oder die Übeltäter in einer Überschärfe, die bereits
aufdringlich wirkt. Belästigend. Unangenehm.

Osama bin Laden, der moderne Lee Harvey Oswald, ist ein Beispiel. Der “Ivan”, am Pranger in Form eines schlechtrasierten russischen Rebellen, im Sommer 2014 in der Ukraine, ein anderes. Und jetzt, heute, erlebt ein deutscher CoPilot seine “Überzeichnung”. Wieder in einem aero-nautischen Katastrophen-Moment, da NATO&Co. geradezu panisch bemüht sind, den
Blick ihres Fußvolks auszurichten. Wegzureissen von dem, was auf der Hand liegt.

Ein PassagierFlugzeug läuft Amok, fährt einen Geisterflug, in dem es sich nicht mehr anfunken lässt. Militärjets steigen auf. Und gerade als sie ihr Zielgebiet erreichen, macht es Boom-Boom. Zweimal. Die Mirage wenden ab. Zurück bleiben Kleinsttrümmer
in weiter Strecke. Was ist hier wohl passiert? Die Frage ist simpel. Sie wirft sich uns inklusive der Antwort an den Hals wie eine Nutte auf Entzug. Dass es die Medienlandschaft tatsächlich schafft, hier wegzublenden und die Täter zu schützen zeigt ihre Chuzpe, ihre
Käuflichkeit, ihre Rolle im “System”. Dass die New York Times als Vorzeigeblatt westlicher “Medienkultur” aber auch noch die Frechheit besitzt, einem Vertreter aus der Rubrik “Hauptverdächtig”, einem anonymen französischen Armeeangehörigen ein Forum zu bieten, mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen, macht sprachlos. Dass die deutschen Lizenmedien sich anhängen, nicht.

Auch dass “unsere” Schlapphuttruppe im bestehenden Bündnisfall ihren “Dienst” tut, daß man Beweise produziert, ist nichts neues. Die Verbindung Politik-Presse-Polizei ist – leider – nicht nur in Bananenrepubliken eng, oder bei Putin. Die Uhren gehen hierzulande nicht anders.

Nur: Man kann eine Uhr mit britischem Understatement tragen. Bescheiden. Sodaß man ihr Ziffernblatt gerade noch erkennen kann. Das macht Eindruck. Es überzeugt. Wedelt man seinem Gegenüber jedoch ständig mit dem Handgelenk vor der Nase herum, lässt man gar einen Kuckuck aus dem protzigen Chronometer springen, dann, liebe Journalisten, reicht es. Es ist genug. Der Schuss geht nach hinten los. Aktuell könnte genau das passieren, wenn Ihr weitermacht, weiterfuchtelt mit Euren Kukucksuhren. Und das Täterbild, Euer gewünschtes Täterbild, bzw. das Eurer Einbläser noch weiter überdehnt. Noch mehr Leser werden Euch abspringen, einfach weil Eure Glaubwürdigkeit dahin ist.

Geht davon aus, dass nicht wenige Abonennten Eure Behauptung, GermanWings stelle Piloten ein, die über ein gehöriges Mass an Sehschwäche verfügen, nicht blind glauben. KEINE Fluggesellschaft tut das. Sie prüfen Ihre Belegschaft laufend auf deren körperliche und mentale Belastbarkeit. Und, Achtung: Sie schicken diese für die Tests nicht zu Fielmann. Sie tun es tatsächlich selbst. Und, noch einmal Achtung: Sie haben bei Andreas Lubitz keine Ausnahme gemacht. Er wäre nicht geflogen, wenn seine Sehkraft eingeschränkt gewesen wäre. Er hätte es nicht verstecken können. Und er hätte vermutlich auch die unterstellten Depressionen schwer geheimhalten können. Nicht wenn sie die Ausmasse hatten, die ihr ihm zuschreibt.

Konntet Ihr, liebe Journalisten, es nicht einfach bei der Diagnose “depressiv” bewenden lassen? Nein, für einen echten Kamikazeflug muss es schon etwas mehr sein: “Sehr depressiv”. “Suizidal depressiv.” “Klinikeinweisung”. “Stationär”. Dazu Medikamente. “Jede Menge Medikamente”. “Ein Arsenal an Medikamenten”. Inzwischen sind wir bei einem Sortiment angelangt, das meinen Apothekerfreund – er wohnt zugegebenermassen auf dem Land – vor Neid erblassen lässt.

Dann die Sache mit der Krankschreibung. Auch hier einfach zuviel des Guten. Reicht denn eine Krankschreibung vor 6 Wochen nicht? Nein, es muss eine aktuelle sein. Am Tag des Unglücks nicht nur halbblind sondern auch noch krank. Hochdepressiv. Während zu Hause die Krankmeldung auf dem Schreibtisch liegt. Gottlob hat man sie noch gefunden. Sie passt einfach zu gut in unser Täterbild. In unser Stroybord, nicht wahr? Dafür meine Anerkennung. Aber vergesst nicht, der eine oder andere Leser wird
auch hier stutzig werden. Denn, vorausgesetzt die Geschichte stimmt überhaupt: Wer zum Arzt geht sucht Heilung, er will seinen Zustand ändern. Er hat keineswegs aufgegeben und abgeschlossen mit seinem Leben.

Das gleiche gilt für einen Menschen, der sich gerade zwei Autos zulegt. Ein neues Gefährt macht Laune, es vermittelt “Lust for Life”. Ist Euch aufgefallen, oder? Habt ihr deshalb die Meldung hinterhergesetzt, die Freundin, für die eines der Gefährte bestimmt war, habe sich von Andreas L. getrennt? War das der Grund? Hat ihr das Auto nicht gefallen? Hat die Farbe nicht gepasst? Ihr müsst auch das bitte noch erklären. Schreibt dass sein Wagen schwarz war! Schreibt, daß er zu einem Volvoklassiker gegriffen hat, dem bekannten “Schneewittchensarg”. Interviewt für uns einen Psychologen, der das dann für Eure Restleser analysiert. Und dann macht Schluss mit dem Täterframing. Ein für allemal.

Es reicht nämlich.
Wirklich.

Nein, lieber Wolfgang, es reicht noch lange nicht! Hier werden alle Register gezogen, um möglichst glaubhaft darzustellen, dass es so war und nicht anders. Es muss zum Stammtischthema werden und immer und immer wieder in der Lügenpresse erscheinen, damit die Gehirne ordentlich gewaschen werden.

Je mehr und vor allem einheitlich darüber berichtet wird, desto intensiver prägt sich diese Absturzvariante in den Gehirnwindungen derer ein, die alles glauben, was in der Lügenpresse zu sehen, zu hören und zu lesen ist. Wenn es hundert mal und mehr so geschildert wird, dann muss es auch so gewesen sein.

Ein Schuldiger ist gefunden – und nichts anderes zählt!
Die wahren Schuldigen sind ganz woanders zu suchen.

Und wo ist die Blackbox, die einen Peilsender zur Lokalisierung hat? Komisch, im Datenschreiber fehlte die Speicherkarte, die alle Flugdaten aufzeichnet. Vermutlich ist diese kurz vor dem Aufprall aus dem Flugzeug gestürzt, um nicht auch getötet zu werden. Und wo ist nun der einzige Zeuge? Er wurde vernichtet, damit es bloß nicht zur Aufklärung und zur wahren Absturzursache kommen darf.

Saddam Hussein und Gaddafi wurden auch eiskalt vernichtet, damit sie bloß nicht vor dem Weltgerichtshof aussagen konnten. Und was war mit den vielen Zeugen bei der 9/11-Lüge? Zeugen, die für dieses korrupte System gefährlich werden könnten, müssen beseitigt werden. Koste es, was es wolle! Den Rest besorgt die Lügenpresse.

http://krisenfrei.de/post-von-eggert/

Bildzeitungs-Boykott weitet sich aus

Man glaubt es kaum, manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder.

Vielen ist die Hetze der Springerpresse ein Dorn im Auge. Man selber kann es ja nicht mehr ertragen, es widert ja nur noch an.

Meinungsfreiheit ist ja eine Sache, und ein sehr hohes Gut in einer Demokratie. Letztere sind wir leider schon lange nicht mehr.

Unsere Politik besteht nur noch aus Logenanhängern, welche sich in der Spitze der Parteien tummeln und uns den Schein einer Wahl lassen. Hat irgendwer ehrlich das Gefühl, wir hätten bei Wahlen eine Wahl? Wir haben eine Kreuzmach-Erlaubnis, mehr nicht.

Um dieses Bild aufrecht zu erhalten benötigt man die Presse. Bloß –  wie hirnverbrannt muss man sein, um diesen Hetzkram der letzten Zeit ertragen zu können? Soviel Meth kann man nicht rauchen, um sich derart zuzudröhnen.

Es naht Hilfe, man könnte es schon fast als Drogenbeseitigungsaktion sehen. Immer Mehr Tankstellen und Büdchenbesitzer weigern sich, die Zeitung mit den 4 Buchstaben anzubieten. Zeit und Welt sind jetzt nicht gemeint (offenbar sind 4 Buchstaben grade gut zu merken).

Eine Aktion, die ich fast als passiven Bildungsauftrag sehe. Wow,   ist Deutschland doch noch nicht verloren?

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