Schule und Forschung: So schaden Hausaufgaben unseren Kindern

(Admin: Leider ist es so, daß die Eltern auch einen gewissen Druck auf ihre Kinder ausüben, weil sie wollen, daß diese später einmal einen guten Beruf finden, studieren können udgl. Das ist nur mit guten Noten zu erreichen, dafür sollen die Kinder büffeln.

Den Schaden, den das ganze Schulsystem an den Kleinen anrichtet, bemerkt man oft erst viel später.

Wie kreatives Lernen ohne Streß gehen gehen kann, hat uns Prof. Hüther in einigen Vorträgen gezeigt.)

Die Aufzucht des orientierungslosen Weisungsempfängers – Schulpflicht und Bildungssystem

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08. August 2015 Dr. med. Ulrich Mohr im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Der Mensch im Staat hat noch nie mehr als die Freiheit gehabt, zu konsumieren. Selbst die ältesten Überlieferungen von Rechtstexten kennen durchweg den Sklaven, Bürger, Weisungsempfänger. Die heutige Welt besteht aus tiefmittelalterlichen Glaubensgemeinschaften, die allerdings von den Wenigsten also solche erkannt werden.

Man glaubt an die Nachrichten, an die Inhalte der Zeitung, an den Inhalt der Schulbücher.
Man glaubt an die Medizin und vertraut dem Therapeuten.
Man glaubt dem Politiker und gibt seine Stimme an der Urne ab.
Man glaubt an den Juristen und Richter, daß Recht gegeben werden möge.
Man glaubt an die Obrigkeit und Rechtfertigung eines Staates.

Die entscheidende Frage ist, woraus dieses kritiklose Folgen in einer angeblich so aufgeklärten Zeit entsteht?
Die Antwort liegt in der Kindheit des Menschen genauer in den ersten sechs bis zehn Lebensjahren. Schon die Jesuiten erkannten vor langer Zeit: Gib mir ein Kind die ersten sechs Lebensjahre und es gehört ein Leben lang der Kirche. Diesem Leitsatz sind sie konsequent gefolgt. Über Jahrhunderte bestimmten sie bis zum heutigen Tage das Bildungssystem in Europa, dem seit Menschengedenken aktiven Zentrum der Welt.

Gebildet zu sein, klingt wertvoll und wichtig. Doch es sind die Inhalte, die über den Wert entscheiden. Wertvoll wäre die Fähigkeit denken zu können, Zusammenhänge zu erkennen, das Leben zu verstehen, die innere und äußere Natur zu verstehen. Das findet wie anfänglich gesagt in der Bildung nicht statt. Das ist gewollt, denn das Bildungssystem verfolgt einen völlig anderen Zweck. Wenige Überlegungen genügen, das zu bestätigen.

1. Gesetze schaffen Mächtige, denn nur diese können sie durchsetzen.
2. Der Mächtige muß sich von der Natur entfremdet haben, sonst wäre er zufrieden Bauer geblieben und hätte von und mit der Natur gelebt.
3. Der Mächtige muß also ein Kopfmensch sein, der Natur nicht mehr versteht, in Einsamkeit, Angst, Unverständnis und damit unersättlicher Kontrollsucht versinkt. Der Kopfmensch strebt folgerichtig den Staat an, um Macht anzuhäufen, damit Kontrolle und Sicherheit für SICH sicherzustellen.
4. Und was hat die Mächtigen mächtig gemacht?
a. Gewalt mit Schutzgeld,
b. Glaube mit Seelenheil und Himmelszutritt und
c. Handel – mit Verträgen zum Transport und Verkauf von Dingen, die man für das Leben nicht braucht.

Die Umsetzung = die Erzeugung des Weisungsempfängers
Ziel 1 – Folgsamkeit in der Gruppe Gleichaltriger (Entwicklung von Parallelwelten, sogar mit eigener Sprache, Aufspaltung der Familie), Glauben an die Obrigkeit, kritikloses „vertrauensvolles“ Schlucken des vermittelten Wissens. Um den Lerninhalt ging es im Wesentlichen nie!
Ziel 2 – Die Versiegelung der Sinne.
Ziel 3 – Das Gewaltmonopol – Die Unterdrückung der natürlichen Aggressivität

Der Weg heraus:

  • Zusammenhänge erkennen
  • analog denken
  • Natur erkennen
  • Talente und Fähigkeiten erkennen und fördern
  • die Kraft zur Individualität finden (SEIN-Mineralien)
  • Sinne öffnen durch Naturwahrnehmung und ruhige Momente in der Natur
  • die in das Unterbewußtsein gelegten, negativen Glaubenssätze erkennen
  • und ihnen die bestimmende Macht zu nehmen
  • IST-Klärung & SEIN-Mineralien

Publikationen:
Ulrich Mohr, Simplonik-Anwendungshandbuch
Ulrich Mohr, Die verleugnete Brutalität der Liebe
Ulrich Mohr, Elektrizität … unsere wahre Nahrung. Eine Aufklärungsschrift des Vereins „Institut für Gesunden Menschenverstand e. V.“
Artikel „Die versiegelten Sinne“ aus dem Buch „Der Weg von der natürlichen Person zum freien Menschen“
Ulrich Mohr, Die Menschliche Schule Simplonik-Praxishandbuch
Ulrich Mohr, Kursbuch „Die Herrschaft des Gesunden Menschenverstandes“
Ulrich Mohr, Sinnenvolles Leben, Ein Sinnspruch- und Postkartenbildband, das dem „Sein und Sowohl-als-Auch“ gewidmet ist
Ulrich Mohr, Noch als Manuskript erhältlich: Streßauflösung – ein ganzheitlicher Weg zur Persönlichkeitsentwicklung

E-Books:
Ulrich Mohr, Die verleugnete Brutalität der Liebe
Ulrich Mohr, Machtkeule Umweltschutz – Das Instrument für die globale Diktatur

Websites:
www.menschenverstand.net
www.simplonik.com

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Maria Montessori – Montessori-Pädagogik

Montessori-Pädagogik

… ist ein reformpädagogisches Bildungsangebot, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt.
Das erste Montessori-Kinderhaus wurde bereits 1907 in Rom von Maria Montessori gegründet. Ihr zu Ehren trägt diese Pädagogik ihren Namen.
Montessori-Pädagogik wird heute in vielen Kinderhäusern und Schulen in fast allen Ländern der Erde angeboten. Montessori-Pädagogik ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt.

Prinzipien der Montessori-Pädagogik sind:

  • das Kind in seiner Persönlichkeit achten und es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen
  • seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln
  • ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen; denn Kinder wollen nicht irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)
  • ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen

Freiarbeit

… ist das Kernstück der reformpädagogischen Bildung Montessoris. Die Kinder wählen nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen.
Das Montessori-Material, die kindgerechte Darstellung der Angebote und die gute Beobachtungsgabe des Erziehers helfen dem Kind dabei, sich für ein Angebot zu entscheiden.
Dann bestimmt das Kind weitgehend selbst den Arbeitsrhythmus und die Beschäftigungsdauer und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder lernen möchte.
Diese freie Entscheidung führt zu einer Disziplin, die von innen kommt und nicht vom Erzieher initiiert wird. Jeder Besucher, der nicht mit der Montessori-Pädagogik vertraut ist, bewundert diese ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori.

Die Montessori-Erzieher

… verstehen sich als Helfer zur Entwicklung selbständiger Persönlichkeiten. Zur rechten Zeit sind ihre Worte und ihre Konsequenz gefragt. Sie sind sehr flexibel. Mit Geduld erklären sie den Gebrauch der Montessori-Materialien und unterstützen die Kinder damit umzugehen. Sie bringen das Kind auch in Beziehung zur Ordnung in ihrer Umgebung.

 

Maria Montessori wurde am 31. August 1870 in Chiaravalle in der Provinz Anconas geboren. Ihre Mutter Renilde Montessori, geb. Stoppani (1840 – 1912), stammte aus einer Gutsbesitzerfamilie und ihr Vater Alessandro Montessori (1832 – 1915) war Finanzbeamter. Der Vater war eher konservativ eingestellt, ihre Mutter vertrat jedoch eher liberale Ansichten. Was sich später auf die Berufswahl von Maria auswirkte.

 

Nach der sechsjährigen Grundschulzeit, beschloß Maria 1883 auf eine naturwissenschaftlich-technische Sekundarschule zu gehen, welche normalerweise nur von Jungen besucht wurde. Ihr Vater konnte diese Wahl mit seinem kleinbürgerlichen Weltbild nur sehr schwer vereinbaren, doch ihre Mutter stelle sich aufgrund ihrer offenen Weltanschauung auf die Seite Marias. Die Ausbildung an der Sekundarschule schloss sie mit großem Erfolg, vor allem in Mathematik, ab. Ihr Berufswunsch hatte sich während dieser Zeit geändert, sie wollte nun Ärztin werden.
Der Arztberuf war zu jener Zeit in Italien eine reine Männerdomäne. Alessandro, ihren Vater, überzeugte Maria insofern, dass er ihr das Studium nicht verbat, jedoch entstand durch diese Entscheidung ein tiefer Bruch zwischen den Beiden. Zunächst verwehrte man ihr die Zulassung zum Medizinstudium, weshalb sie 1890 Naturwissenschaften an der Universität in Rom studierte. Letztendlich waren ihre Bemühungen zum Medizinstudium zugelassen zu werden von Erfolg gekrönt. So begann sie 1892 als erste Frau das Medizinstudium. Sie musste viel Kritik und Diskriminierungen über sich ergehen lassen, zum Beispiel durfte sie beim Sezieren der Leichen nicht mit Männern in einem Raum sein, was zur Folge hatte, dass sie abends und allein im Anatomiesaal arbeitete.
Kurz vor der Beendigung ihres Medizinstudiums musste sie vor all ihren Mitstudenten einen Vortrag halten. Sie bewältigte diese Aufgabe mit Bravur und ihr Vater, welcher dem Vortrag beigewohnt hatte, war so stolz auf seine Tochter, dass sie sich wieder versöhnten. Am 10. Juli 1896 promovierte Maria und wurde die erste Ärztin Italiens, die „Dottoressa“.

In den Jahren 1896 – 1906 arbeitete sie erst in einer chirurgischen Klinik, später begann sich für die Pädagogik zu interessieren und arbeitete nun in einer psychiatrischen Klinik für geistig behinderte Kinder.

Ein weiterer wichtiger Punkt in ihrem Leben war die Beziehung zu Dr. Giuseppe Montesano, mit dem sie an der psychiatrischen Klinik eng zusammengearbeitet hatte. Aus dieser Beziehung entstand ihr Sohn Mario, welcher am 31. März 1898 geboren wurde. Durch diese Entwicklung stand sie im Konflikt zwischen ihrer Karriere und ihrem Kind. Ein uneheliches Kind war zu dieser Zeit verpönt. Hätte sie öffentlich zu ihrem Sohn gestanden, wäre ihre Karriere beendet gewesen und damit auch ihre bisherigen pädagogischen Bemühungen. Deswegen entschloss sie sich ihren Sohn in eine Pflegefamilie zu geben. Dort besuchte sie ihn häufig. Ihr eigenes Kind nicht selbst erziehen zu können war vielleicht ein Grund, warum sie sich so sehr um die bestmögliche Erziehung aller Kinder bemühte.

In den folgenden Jahren studierte sie erneut, diesmal Pädagogik, Experimentalpsychologie und Anthropologie. Sie hielt viele Vorlesungen und trieb ihre Erkenntnisse voran. Die ersten Grundzüge ihrer Pädagogik waren gedacht. An der psychiatrischen Klinik beobachtete sie geistig behinderte Kinder und stieß auf das Phänomen der Polarisierung der Aufmerksamkeit. Sie versuchte die Kinder mit verschiedenen Sinnesübungen zu erreichen und war damit erfolgreich. Der Wunsch dasselbe mit normalbegabten Kindern zu probieren war geweckt und die Möglichkeit dazu ergab sich am 6. Januar 1907, als sie das erste Kinderhaus „casa dei bambini“ im römischen Proletarierviertel San Lorenzo eröffnete. Durch ihre großen Erfolge wurden in Italien immer mehr Kinderhäuser eröffnet.

1909 hielt Maria ihren ersten Ausbildungskurs über ihre Pädagogik und veröffentlichte ihr Werk „Il metodo della pedagogica scientifica“.
1913 nahm sie ihren nun 15-jährigen Sohn Mario zu sich. Dieser begleitete sie in der folgenden Zeit bei ihren Reisen in verschiedene Länder, wo Maria ihre Pädagogik durch Kurse und Vorträge bekannt machte. Die Montessori-Bewegung war international geworden, es wurden nun weltweit Montessori-Kinderhäuser und -Schulen eröffnet. Im Laufe der Zeit bezog sie Mario immer mehr mit ein und er wurde ihr Berater.

In der Blüte der Montessori-Bewegung gelangten in Italien die Faschisten an die Macht. Mussolini unterstützte ihre Pädagogik und die Methode wurde an allen italienischen Schulen eingeführt, ihre Pädagogik wurde zur nationalen Erziehungstheorie Italiens. Als die Faschisten zu stark in ihr Werk eingriffen, löste Maria die Verbindung und floh nach Amsterdam. In Italien, Spanien, Russland und Deutschland wurden die Montessori-Schulen geschlossen. Sie erlitt große Rückschläge und floh nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges nach Indien, wo sie von 1939 bis 1946 mit ihrem Sohn Mario lebte.
In der Zeit in Indien baute sie ein großes Netzwerk auf und es entstand eine starke indische Montessori-Bewegung. 1946 kehrte sie nach Europa zurück und stand vor ihrem nahezu vernichteten Werk. Maria gab nicht auf und ließ ihr Lebenswerk mit viel Mühe und vielen Reisen und Vorträgen wieder aufblühen.

Am 6. Mai 1952 verstarb Maria Montessori überraschend in Holland und hinterließ ihr Werk, welches von ihrem Sohn Mario weiterentwickelt wurde und bis heute aktuell geblieben ist. (vgl. Heiland, H.: Maria Montessori. Reinbek 1991)

Lebenslauf hier:

http://www.montessori.de/maria.php