Krisenvorsorge: Warum Essen nicht nur zu Hause gelagert werden sollte

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Immer mehr Verbraucher haben die Notwendigkeit erkannt, Lebensmittel in Eigenregie zu produzieren. Vieles von dem, was im Supermarkt verkauft wird, würden selbst Tiere nicht essen, wenn sie die Wahl hätten.

Die Hersteller schwindeln auf ihren Etiketten seit Jahren, ohne dass es ernsthafte Konsequenzen für sie gibt. Das Bundesverbraucherministerium hat sogar ein Portal ins Leben gerufen, wo Verbraucher fragwürdige Produkte melden können.

Doch immer mehr Menschen wollen aus diesem Irrsinn aussteigen. Sie gehören zur Gruppe der Selbstmacher und Prepper, die ihre Zukunft in die eigene Hand nehmen. In einem unserer Artikel haben wir bereits erklärt, wie man selbst zum eigenenLebensmittellieferanten wird.

Wie aber sieht es in einer Krisenzeit aus, in der Lebensmittelknappheit herrscht und Menschen hungern? Wer Obst und Gemüse im Garten anbaut sowie einen Lebensmittelvorrat im Keller errichtet hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Ziel, welches hungernde Mitmenschen herausfordert.

Wenn die Zukunft über Nacht ungewiss wird: aktuelle Beispiele

Noch immer werden Menschen, die sich über diese und andere Szenarien Gedanken machen, als Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Dabei wurde dieses Jahr mehrfach deutlich, wie schnell – quasi über Nacht – Krisensituationen entstehen können.
Der jüngste Fall: Ein angeblicher Putschversuch in der Türkei, bei dem der Hintergrund noch nicht deutlich ist. In den Weiten des Internets wird gemunkelt, dass der türkische Präsident Erdogan den Putsch selbst geplant hätte, um seine Machtposition zu stärken.

Im Deutschlandfunk berichtet ein Bürger des Landes, dass er schnell Lebensmittel eingekauft hätte, um sich für alle Fälle vorzubereiten. Doch es war bereits zu spät: Die Supermärkte waren leergefegt oder geschlossen. Der Fall zeigt, wie wichtig auch und gerade heutzutage ein Lebensmittelvorrat ist (Krisenvorsorge: Mehr Effizienz mit mehrstufiger Vorratshaltung).

Ob es in der Türkei nun zu einem echten Putsch kam oder nicht, spielt für Verbraucher keine große Rolle, denn die Konsequenz ist dieselbe: Lebensmittel werden zu einer Rarität. In Venezuela herrscht aus einem völlig anderen Grund Lebensmittelknappheit: Obwohl das Land reich ist und riesige Ölreserven hat, herrscht eine immense Versorgungskrise, die die Menschen dort zwingt, im Nachbarland Kolumbien einzukaufen.

Ironischerweise ist der Ölpreis für das Problem in dem Land verantwortlich: Der niedrige Preis für das schwarze Gold sorgt dafür, dass Venezuela keine ausreichenden Devisen mehr besitzt, um Importwaren einzuführen.

Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein

Der Krisenzustand in Venezuela macht deutlich, wie verzweifelt Menschen sein können, wenn ihnen alltägliche Dinge fehlen. In einem solchen Ernstfall gehen sie über ihre zivilisatorisch-menschlichen Grenzen hinaus, um sich Lebensmittel und andere Produkte zu sichern. Es ist nicht auszuschließen, dass sie ein Haus plündern, wenn sie wissen, dass sich dort die gewünschten Waren befinden.

Als Prepper sollte man deshalb niemals alles auf eine Karte setzen. Der heimische Lebensmittelvorrat sollte einer von mehreren sein. Die Vorräte sind grob in drei Aufbewahrungsorte einzuteilen:

  1. im Haus (Keller, Abstellraum, Verstecke)
  2. im Garten (vergraben, Schuppen, Garage)
  3. in unmittelbarer Nähe (Wald, Park)

Das Vergraben der Lebensmittel hat den Vorteil, dass sie dort kaum jemand finden wird – weder im Garten noch im Wald. Die Lebensmittel verstaut man im Idealfall in größeren Plastikcontainern, die solide genug sind, um die schwere, über ihnen liegende Erde auszuhalten (Survival: Sicher durch die Krise (Video)).

Langzeitlebensmittel erhöhen die Überlebenschancen

Lebensmittelvorräte schaffen ist schön und gut – doch welche Produkte sind lange haltbar? Ein Blick auf das Ablaufdatum vieler Artikel zeigt schnell, dass ein Großteil nicht länger als zwei Jahre hält – in der Theorie zumindest. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Dosenbrot – welches übrigens seit den 1940er-Jahren hergestellt wird – bis zu 20 Jahre haltbar ist.

Generell ist also das Vergraben und Lagern von Langzeitlebensmitteln zu empfehlen, wie siehier erhältlich sind. Das angesprochene Dosenbrot gibt es als Pumpernickel sowie Roggen-Vollkornbrot. Damit das Überleben nicht zu einer allzu monoton Übung wird, raten wir aber, möglichst variationsreich einzukaufen (Survival: Grundregel Nummer 1 – Keine Umstellung der Ernährung in Krisenzeiten).

Zusätzlich zu Dosenbrot empfehlen wir das Einlagern von Keksen, die als Snack für zwischendurch dienen können. Ebenfalls wichtig sind Trinkwasserkonserven für Notfälle. Die Wasserversorgung sollte man selbst garantieren können, indem man das kühle Nass in der Natur findet und mit Filtern wie dem Katadyn Combi filtert.

Mit Brot und Keksen alleine wird kaum jemand langfristig überleben wollen. Deshalb hat die Industrie verschiedene Pulver entwickelt, die bis zu fünf Jahre lang haltbar sind: Vollei, Vollmilch, Butter sowie Kartoffelpüree sind darin enthalten.

Abseits der genannten Survival-Produkte gibt es auch im Handel erhältliche Nahrungsmittel, die sehr lange haltbar sind: Früchte und Gemüse in Dosen versorgen die Überlebenden mit ausreichenden Vitaminen; mit Wasser aufbereiteter Couscous liefert eine sättigende Nahrung, die zahlreiche Ballaststoffe, Calcium und Vitamin B enthält; getrocknete Pasta verdirbt nicht und lässt sich in kochendem Wasser genauso wie Couscous schnell zubereiten.

Hier finden Sie ein breites Spektrum an gesunden Langzeitnahrungsmitteln, die Sie an vielen Stellen unauffällig lagern bzw. verstecken können.

Literatur:

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten von Lars Konarek

Das grosse Buch der Überlebenstechniken von Gerhard Buzek

Was Oma und Opa noch wussten: So haben unsere Großeltern Krisenzeiten überlebtvon Udo Ulfkotte

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten von Herbert Rhein

Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com am 20.07.2016

http://www.pravda-tv.com/

Persönliche Vorsorge: Über-Lebenstipps für den Worst Case

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“Eine gute Vorsorge ist unverzichtbar – das richtige Wissen überlebenswichtig”!

Vor zwei Monaten haben wir „12 Survival Lessons from Ukraine“ für Sie übersetzt und aufbereitet. Dieser besondere Text enthielt zahlreiche Vorsorgetipps, die sich in sehr ernsten Krisenszenarien bewährt haben und wichtige Maßnahmen zeigten, die für unsere Zwecke realistisch und geeignet sind. Nun zeigt uns ein ähnlicher Text aus der amerikanischen Krisenvorsorge-Community (erschienen im kontroversen Newsportal Beforeitsnews) eine Reihe weiterer Aspekte, die wir noch hinzufügen wollen. Dass die US-Prepper manchmal ein wenig übertreiben und der apokalyptische “Tag der Abrechnung” quasi immer vor der Tür steht, schmälert den Wert der Tipps nicht.

Denn diese beziehen sich zwar auch auf ein geradezu apokalyptisches Crashszenario (“The Rampaging Hordes of the Zombie Apocalypse“, etc.), kommen aber in jedem “ganz normalen” wirtschaftlichen Zusammenbruch, der hoffentlich ohne Krieg, Zombiehorden und weitere gruselige Folgen verläuft, ebenfalls zum Tragen. Doch man muss Autor Dave Hodges auch zugutehalten, dass es in seinem Heimatland, den Vereinigten Staaten, tatsächlich nicht unwahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche und gesamtstaatliche Absturz einen dramatischeren Anblick abgeben wird als der, den wir in der Eurozone erleben (werden). Der Grund liegt zum einen in der wahrlich einmaligen Höhe der Staatsschulden, zu denen sich Hodges erfrischend ehrlich äußert:

“Some of you will wonder, “Can’t we just start a war and take what we need”? The entire GDP of the planet is only $70 trillion dollars. Subsequently, we cannot even steal enough resources to buy our way out of this debt.” Sinngemäß erklärt er hier dem amerikanischen Leser, dass sich die US-Schulden auch mit dem Diebesgut eines Kriegsraubzugs um die gesamte Welt nicht begleichen lassen würden.

Ein weiterer Grund, warum es jenseits des Atlantiks noch ein Stückchen ungemütlicher zugehen dürfte, sind die etwa 13 Millionen Sozialhilfeempfänger, 47 Millionen von Essensmarken Abhängigen und 5,6 Millionen offiziell Arbeitslosen, die im Fall des Falles vor dem Nichts stehen und nur noch den Ausweg sehen werden, bei den Wohlhabenden, gut Vorbereiteten oder anderweitig Privilegierten an die Tür zu klopfen.

Diese “Armee”, die womöglich bald die Straßen auf der Suche nach der nächsten Mahlzeit durchkämmt, ist in mitteleuropäischen Breiten glücklicherweise noch keine 50 Millionen Mann “stark”. Doch wie lange wir diesen “Vorteil” noch “genießen”, ist angesichts der zunehmenden Probleme und der steigenden politischen Repression fraglich.

Etwas überraschend für einen Repräsentanten der Preppers-Bewegung ist nun Hodges Aussage, dass es mehr von bloßem Glück und “göttlicher Fügung” als von Fähigkeiten und Vorbereitung abhängt, wer diesen Schlamassel übersteht. Dennoch legt er jedem, der zumindest seine Chancen erhöhen will, die folgenden Maßnahmen wärmstens nahe (hier frei übersetzt, in veränderter Reihenfolge und Auswahl):

1. Geld und Wertpapiere nur so weit wie unbedingt nötig auf der Bank belassen.

2. Neben ausreichend Bargeld sollten Sie auch jederzeit einen vollen Tank und Essensvorräte zur Hand haben, desweiteren alle benötigten persönliche Hygieneartikel und Medikamente. Alle diesbezüglichen Anschaffungen sollten Sie möglichst diskret abwickeln.

3. Zahlungsverpflichtungen, Hypotheken, etc: nach einem wirtschaftlichen Zusammenbruch sind sowohl Jobverlust als auch Verlust und Beschlagnahmung von Ersparnissen und Altersvorsorge möglich. Das heißt dann jedoch nicht, dass auf der anderen Seite auf Zwangsvollstreckungen bei privater Verschuldung und Zwangsversteigerungen bei nicht abbezahlten Häusern verzichtet wird. Je mehr Sie also jetzt an solchen Belastungen abbauen, desto geringer die Gefahren, nach dem Crash sozial abzustürzen.

4. Gold und Silber: Banken, Finanzeliten und die BRICS-Staaten zeigen durch ihr Handeln, teils entgegen ihrer Rede, dass Gold und Silber nach einem Kollaps das einzig verbleibende wirklich funktionierende Tausch- und Handelsmedium sein werden. Gold und Silber ermöglichen die wirtschaftliche Überlebensstrategie, die Früchte tragen wird, sobald sich der Rauch in der Post-Kollaps-Ära lichtet.

5. Kommen Sie der Austerität zuvor: Sparen Sie überflüssige Ausgaben dort, wo Sie es selbst bestimmen, bevor der Staat da zugreift, wo Sie es am wenigsten verschmerzen können. Denken Sie über ein Home-Business oder anderes Kleingewerbe nach, das keine Startkosten verursacht, aber legale Wege der Steuervermeidung schafft, indem Sie (Vorsorge)Ausgaben abschreiben können.

6. Lernen Sie Bücher und nichtelektronische Spiel- und Unterhaltungsformen wieder zu schätzen. Besonders Ihren Kinder wird jede “Normalität” im Krisenfall zugute kommen.

7. Umzug in ländliche Gegend?: Ein Survivalspezialist, mit dem Hodges sprach, schätzt die Überlebenschancen für Bewohner ländlicher Regionen bei einer gesamtwirtschaftlichen Kernschmelze um bis zu 10-fach höher ein als die von Großstadtbewohnern. Vielleicht sollte man da in Betracht ziehen, Schritt für Schritt aufs Land zu ziehen, indem man zwischenzeitlich zum Arbeitsplatz in der Stadt pendelt.

8. Denken Sie – besonders in Bezug auf Punkt 7 – über die Anschaffung eines großen Hundes – oder besser zwei – nach. Er wird treuer Begleiter, Verbündeter und Heimsicherungssystem in einem sein. Genügend Hundefutter bevorraten.

9. Waffen: Hier sei nur als Grundgedanke erwähnt, dass Sie ungeachtet moralischer Überzeugungen zuerst die Frage stellen müssen, ob Sie Ihre und die Sicherheit Ihrer Familie so weit wie möglich garantieren wollen. Das gilt auch in Bezug auf “defensive” Sicherheitsausrüstung wie Nachtsichtgeräte. Deren Anschaffung schlägt Hodges vor, da seiner Ansicht nach die Verteidigung von Haus und Grund bei völliger Dunkelheit sehr schwierig wird.

13. Machen Sie sich mit Survival vertraut und erwerben Sie entsprechende Fähigkeiten. Erhöhen Sie Ihre körperliche Fitness und erlernen Sie Selbstverteidigung. Dabei dürfen Sie durchaus auch Spaß haben. Ersteres können Sie z.B. als nettes, freiwilliges Abenteuer beginnen, indem Sie ein Wochenende lang den Ausfall des Versorgungsnetzes bei sich zuhause simulieren und einen Campingausflug als Übung für einen “bug out” nutzen. Sie erfahren dann aus erster Hand, was an Versorgung fehlt und was am wichtigsten ist.

15. Überlegen Sie gut, wem Sie wie viel von all dem erzählen und suchen Sie Ihre Verbündeten gut aus. Das gilt gerade innerhalb Ihrer Familien-, Freundes- und Kollegenkreise. Bei Kindern sind Ihre kleinen Geheimnisse leider nicht in besten Händen. Gute Beziehungen zu den Nachbarn sind in jedem Falle Gold wert. Doch auch bei wohlgesonnenen Nachbarn sollten Sie gut abwägen, wem Sie wie viel von Ihren Maßnahmen und Strategien erzählen.

Zu guter Letzt bleibt die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Hier ist die richtige Antwort diesseits und jenseits des Atlantiks die Gleiche: besser gestern als heute.

Hier geht es zum Youtube-Kanal des Autors mit weiteren nützlichen Tipps.

Literatur:

Finanzcrash: Die umfassende Krisenvorsorge von Gerhard Spannbauer

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten von Herbert Rhein

Was Oma und Opa noch wussten: So haben unsere Großeltern Krisenzeiten überlebt von Udo Ulfkotte

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten von Lars Konarek

Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com 15.07.2015

“Eine gute Vorsorge ist unverzichtbar – das richtige Wissen überlebenswichtig”!

Vor zwei Monaten haben wir „12 Survival Lessons from Ukraine“ für Sie übersetzt und aufbereitet. Dieser besondere Text enthielt zahlreiche Vorsorgetipps, die sich in sehr ernsten Krisenszenarien bewährt haben und wichtige Maßnahmen zeigten, die für unsere Zwecke realistisch und geeignet sind. Nun zeigt uns ein ähnlicher Text aus der amerikanischen Krisenvorsorge-Community (erschienen im kontroversen Newsportal Beforeitsnews) eine Reihe weiterer Aspekte, die wir noch hinzufügen wollen. Dass die US-Prepper manchmal ein wenig übertreiben und der apokalyptische “Tag der Abrechnung” quasi immer vor der Tür steht, schmälert den Wert der Tipps nicht.

Denn diese beziehen sich zwar auch auf ein geradezu apokalyptisches Crashszenario (“The Rampaging Hordes of the Zombie Apocalypse“, etc.), kommen aber in jedem “ganz normalen” wirtschaftlichen Zusammenbruch, der hoffentlich ohne Krieg, Zombiehorden und weitere gruselige Folgen verläuft, ebenfalls zum Tragen. Doch man muss Autor Dave Hodges auch zugutehalten, dass es in seinem Heimatland, den Vereinigten Staaten, tatsächlich nicht unwahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche und gesamtstaatliche Absturz einen dramatischeren Anblick abgeben wird als der, den wir in der Eurozone erleben (werden). Der Grund liegt zum einen in der wahrlich einmaligen Höhe der Staatsschulden, zu denen sich Hodges erfrischend ehrlich äußert:

“Some of you will wonder, “Can’t we just start a war and take what we need”? The entire GDP of the planet is only $70 trillion dollars. Subsequently, we cannot even steal enough resources to buy our way out of this debt.” Sinngemäß erklärt er hier dem amerikanischen Leser, dass sich die US-Schulden auch mit dem Diebesgut eines Kriegsraubzugs um die gesamte Welt nicht begleichen lassen würden.

Ein weiterer Grund, warum es jenseits des Atlantiks noch ein Stückchen ungemütlicher zugehen dürfte, sind die etwa 13 Millionen Sozialhilfeempfänger, 47 Millionen von Essensmarken Abhängigen und 5,6 Millionen offiziell Arbeitslosen, die im Fall des Falles vor dem Nichts stehen und nur noch den Ausweg sehen werden, bei den Wohlhabenden, gut Vorbereiteten oder anderweitig Privilegierten an die Tür zu klopfen.

Diese “Armee”, die womöglich bald die Straßen auf der Suche nach der nächsten Mahlzeit durchkämmt, ist in mitteleuropäischen Breiten glücklicherweise noch keine 50 Millionen Mann “stark”. Doch wie lange wir diesen “Vorteil” noch “genießen”, ist angesichts der zunehmenden Probleme und der steigenden politischen Repression fraglich.

Etwas überraschend für einen Repräsentanten der Preppers-Bewegung ist nun Hodges Aussage, dass es mehr von bloßem Glück und “göttlicher Fügung” als von Fähigkeiten und Vorbereitung abhängt, wer diesen Schlamassel übersteht. Dennoch legt er jedem, der zumindest seine Chancen erhöhen will, die folgenden Maßnahmen wärmstens nahe (hier frei übersetzt, in veränderter Reihenfolge und Auswahl):

1. Geld und Wertpapiere nur so weit wie unbedingt nötig auf der Bank belassen.

2. Neben ausreichend Bargeld sollten Sie auch jederzeit einen vollen Tank und Essensvorräte zur Hand haben, desweiteren alle benötigten persönliche Hygieneartikel und Medikamente. Alle diesbezüglichen Anschaffungen sollten Sie möglichst diskret abwickeln.

3. Zahlungsverpflichtungen, Hypotheken, etc: nach einem wirtschaftlichen Zusammenbruch sind sowohl Jobverlust als auch Verlust und Beschlagnahmung von Ersparnissen und Altersvorsorge möglich. Das heißt dann jedoch nicht, dass auf der anderen Seite auf Zwangsvollstreckungen bei privater Verschuldung und Zwangsversteigerungen bei nicht abbezahlten Häusern verzichtet wird. Je mehr Sie also jetzt an solchen Belastungen abbauen, desto geringer die Gefahren, nach dem Crash sozial abzustürzen.

4. Gold und Silber: Banken, Finanzeliten und die BRICS-Staaten zeigen durch ihr Handeln, teils entgegen ihrer Rede, dass Gold und Silber nach einem Kollaps das einzig verbleibende wirklich funktionierende Tausch- und Handelsmedium sein werden. Gold und Silber ermöglichen die wirtschaftliche Überlebensstrategie, die Früchte tragen wird, sobald sich der Rauch in der Post-Kollaps-Ära lichtet.

5. Kommen Sie der Austerität zuvor: Sparen Sie überflüssige Ausgaben dort, wo Sie es selbst bestimmen, bevor der Staat da zugreift, wo Sie es am wenigsten verschmerzen können. Denken Sie über ein Home-Business oder anderes Kleingewerbe nach, das keine Startkosten verursacht, aber legale Wege der Steuervermeidung schafft, indem Sie (Vorsorge)Ausgaben abschreiben können.

6. Lernen Sie Bücher und nichtelektronische Spiel- und Unterhaltungsformen wieder zu schätzen. Besonders Ihren Kinder wird jede “Normalität” im Krisenfall zugute kommen.

7. Umzug in ländliche Gegend?: Ein Survivalspezialist, mit dem Hodges sprach, schätzt die Überlebenschancen für Bewohner ländlicher Regionen bei einer gesamtwirtschaftlichen Kernschmelze um bis zu 10-fach höher ein als die von Großstadtbewohnern. Vielleicht sollte man da in Betracht ziehen, Schritt für Schritt aufs Land zu ziehen, indem man zwischenzeitlich zum Arbeitsplatz in der Stadt pendelt.

8. Denken Sie – besonders in Bezug auf Punkt 7 – über die Anschaffung eines großen Hundes – oder besser zwei – nach. Er wird treuer Begleiter, Verbündeter und Heimsicherungssystem in einem sein. Genügend Hundefutter bevorraten.

9. Waffen: Hier sei nur als Grundgedanke erwähnt, dass Sie ungeachtet moralischer Überzeugungen zuerst die Frage stellen müssen, ob Sie Ihre und die Sicherheit Ihrer Familie so weit wie möglich garantieren wollen. Das gilt auch in Bezug auf “defensive” Sicherheitsausrüstung wie Nachtsichtgeräte. Deren Anschaffung schlägt Hodges vor, da seiner Ansicht nach die Verteidigung von Haus und Grund bei völliger Dunkelheit sehr schwierig wird.

13. Machen Sie sich mit Survival vertraut und erwerben Sie entsprechende Fähigkeiten. Erhöhen Sie Ihre körperliche Fitness und erlernen Sie Selbstverteidigung. Dabei dürfen Sie durchaus auch Spaß haben. Ersteres können Sie z.B. als nettes, freiwilliges Abenteuer beginnen, indem Sie ein Wochenende lang den Ausfall des Versorgungsnetzes bei sich zuhause simulieren und einen Campingausflug als Übung für einen “bug out” nutzen. Sie erfahren dann aus erster Hand, was an Versorgung fehlt und was am wichtigsten ist.

15. Überlegen Sie gut, wem Sie wie viel von all dem erzählen und suchen Sie Ihre Verbündeten gut aus. Das gilt gerade innerhalb Ihrer Familien-, Freundes- und Kollegenkreise. Bei Kindern sind Ihre kleinen Geheimnisse leider nicht in besten Händen. Gute Beziehungen zu den Nachbarn sind in jedem Falle Gold wert. Doch auch bei wohlgesonnenen Nachbarn sollten Sie gut abwägen, wem Sie wie viel von Ihren Maßnahmen und Strategien erzählen.

Zu guter Letzt bleibt die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt. Hier ist die richtige Antwort diesseits und jenseits des Atlantiks die Gleiche: besser gestern als heute.

Hier geht es zum Youtube-Kanal des Autors mit weiteren nützlichen Tipps.

Literatur:

Finanzcrash: Die umfassende Krisenvorsorge von Gerhard Spannbauer

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten von Herbert Rhein

Was Oma und Opa noch wussten: So haben unsere Großeltern Krisenzeiten überlebt von Udo Ulfkotte

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten von Lars Konarek

Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com 15.07.2015

Überleben in der Natur: Der Survival-Guide für Europa und Nordamerika (Videos)

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Einfach überleben! Schneller, als man denkt, gerät man in eine Notsituation. Dann ist vor allem eines gefragt: Eigeninitiative und Selbsthilfe. Was man dafür in freier Natur wissen muss, verrät dieser kompakte Ratgeber.

Draußen in der Natur, da fangen für viele Freizeit und Urlaub erst an. Die Schattenseiten, von denen die einschlägigen Zeitungsseiten voll sind: Ob bei einer Skitour oder beim Mountainbiken, ob beim Klettern im Hochgebirge, ob beim Bergwandern in entlegenen Regionen – ein Wetterumschwung oder ein Unfall genügt und plötzlich steckt man mitten in einer Notsituation!

Aber auch „Couch-Potatoes“ sind davor nicht gefeit, wenn etwa eine Überlandfahrt irgendwo im Straßengraben endet.

Spätestens dann wäre es gut zu wissen, was zu tun ist, um dem Dilemma einigermaßen unversehrt zu entrinnen und durchzuhalten, bis Hilfe kommt.

Autor Lars Konarek, selbst Survival-Experte, hat im Buch „Überleben in der Natur“ die wichtigsten Kenntnisse zusammengetragen, die man für ein Überleben abseits gesicherter Wege und beheizter Hütten benötigt.

Die Palette der einfachen, aber im Ernstfall (über-)lebensnotwendigen Techniken beginnt beim Feuermachen in freier Natur und erstreckt sich über Aufwärmemöglichkeiten, Lagerbau, die Errichtung von Schneehöhlen, das Auffinden von Wasser bis hin zu psychologischen Tricks, die die Notsituation überstehen helfen, sowie Heilmitteln, die die Natur uns bietet.

Natürlich wird auch essbaren Pflanzen und den Möglichkeiten, tierische Nahrung zu erbeuten, Platz eingeräumt. Ein weiteres großes Plus: Der Autor räumt mit etlichen kursierenden Survival-Mythen auf, deren Befolgung im Ernstfall lebensgefährlich werden könnte. Ein Buch, dessen Inhalt man gut kennen sollte, auch wenn man hofft, ihn nie zu benötigen.

Zu allererst räumt der Autor mit Survival-Mythen und gefährlichen Falschwissen auf. Dieses Kapitel ist am umfangreichsten.
Anschließend werden die drei Prioritäten Wärme, Wasser und Nahrung behandelt. Alle wichtigen Dinge sind einfach nachvollziehbar und nah an der Praxis beschrieben und mit Bildern untermalt.

Auch das Kapitel Werkzeuge und Hilfsmittel gestaltet sich interessant. Hier werden Messertechniken beschrieben, wie man sich Seile oder Gefäße herstellt, wie man abdichtet, wie man sich orientiert uvm.

Schließlich folgt das Kapitel Survial-Psychologie und Krankheit. Hier werden einige Symptome behandelt und das richtige Mittel dafür beschrieben. Alles in allem ist das ein kleiner prägnanter Ratgeber, der sich vor Allem für blutige Laien eignet. Ein sehr gutes Pflanzenbestimmungsbuch sollte derjenige, der sich nicht mit essbaren Pflanzen auskennt jedoch zusätzlich noch dabei haben. Ein Messer und irgendwas zum Feuer entfachen sollte auch in keinem Gepäck fehlen. Überleben wird man damit nicht, aber es ist lesenswert für den Laien.

Wenn man in eine Notsituation geraten sollte, deren Vermeidung besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird, dann findet man hier die wichtigsten Informationen, die das Überleben sichern. Diese werden in übersichtliche Bereiche gegliedert:

1. Unterkunft / Unterschlupf finden.

2. Wasser beschaffen und trinkbar machen.

3. Nahrung beschaffen.

4. Werkzeug.

5. Pass auf dein Seelenleben auf.

6. Hilfe, Signal geben, Rettung.

 

Der Autor Lars Konarek diente als Soldat in einem Fallschirmjägerbataillon und wurde durch seine Survival-Experimente bekannt. Sein Wissen stellte er unter anderem dem Wissensmagazin „Galileo“ auf Pro7 zur Verfügung.

Notverpflegung:

Notverpflegung, NRG-5, 1 Packung 500 g, (9 Riegel) Notration

Notverpflegung, NRG-5, 1 Karton mit 24 Packungen a 500 g, (9 Riegel) Notration

5x Notration NRG-5 Notverpflegung

Mehr Survival-Artikel gibt es hier

Literatur:

Überleben in der Natur: Der Survival-Guide für Europa und Nordamerika von Lars Konarek

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten von Herbert Rhein

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten von Lars Konarek

Quellen: PublicDomain/Lars Konarek/stocker-verlag.com vom 26.08.2015

http://www.pravda-tv.com/