DEUTSCHLAND IM JAHR 2017 – KEIN WITZ

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http://uncut-news.ch/2017/11/20/deutschland-im-jahr-2017-kein-witz/

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Pressemitteilung +++ Eilmeldung+++

ddbnews.wordpress.com

+++ Eilmeldung+++

 

Dekret Nr. 23

Die Verfassunggebende Versammlung für den föderalen Bundesstaat Deutschland, erläßt heute, am 20. November 2017, hiermit das Gesetz Nr. 19 und veröffentlicht den Gesetzestext durch dieses Dekret Nr. 23

§ 1. Hiermit wird bestimmt, daß die Verfassungszusätze Blatt 2, Blatt 3 und Blatt 4 temporär in den wirksamen Stand gesetzt werden und zudem die Handlungsfähigkeit des föderalen Bundesstaat Deutschland mit dem heutigen Tage festgestellt wird.

§ 2. Weiterhin wird zu § 1 dieses Dekretes erklärt, daß diese temporäre Anweisung durch den ersten Rat der Verfassunggebenden Versammlung so lange Bestand hat, bis die Vollversammlung die Bestätigung ausspricht oder die Nichtigkeit erklärt.

§ 3. Die Bestimmungen aus den §§ 1 und  2  erfolgen auf der mehrheitlichen Feststellung und dem damit ergangenen Auftrag der Vollversammlung der Verfassunggebenden Versammlung, vom 12. November 2017, in der diese Vollversammlung dem Vorsitzenden der Versammlung, sowie dem ersten Rat insgesamt, die vorzeitige und temporäre…

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Und wieder wird das Volk betrogen

ddbnews.wordpress.com

ddbnews R.

In der Nacht ,gegen 1 Uhr, ließ FDP Lindner die Jamaikasondierungsgespräche platzen. Mit ein paar wahren Sätzen schmetterte er in die Kamera:

„Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“

Damit wird er bei der nächsten Wahl natürlich viele unbedarfte Stimmen einfangen und Merkel kann weiter Kanzlerin spielen denn nichts ist für die CDU besser, als mit der FDP zu koalieren. Wie bereits so oft!!!!

Damit kommt auch die FDP wieder zu voller Blüte und Merkels Kanzlerschaft ist gerettet und so sage ich bereits vor der nun kommenden Neuwahl voraus, daß die CDU mit der FDP die sog. Regierung stellen wird! ( ES SEI DENN, man einigt sich doch noch zur großen Koalition mit SPD, obwohl diese bislang aussagt an ihrer jetzigen Position nichts ändern zu wollen ! siehe Verlinkung am Textende)

Denn wie sagte Lindner in seiner Rede:

„Die Freien Demokraten sind für Trendwenden gewählt…

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EU verstärkt militärische Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten zum Wohle der NATO

Österreichische Soldaten – wie lange dienen sie noch österreichischen Interessen? Foto: Bundesheer/Guenter Filzwieser

Österreichische Soldaten – wie lange dienen sie noch österreichischen Interessen?
Foto: Bundesheer/Guenter Filzwieser
18. November 2017 – 11:37

Die EU plant eine verstärkte militärische Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten. Zu diesem Zweck wurde das Rahmenwerk PESCO („Permanent Structured Cooperation“, auf Deutsch: „Ständige strukturierte Zusammenarbeit“) ins Leben gerufen. Von 28 Mitgliedsstaaten nehmen 23 teil, darunter auch Österreich und Deutschland.

Das Rahmenwerk wurde am 13. November 2017 beim Rat der EU als so genannte Notifikation eingebracht, welche die zuständigen Minister der 23 Teilnehmerländer unterzeichnet haben. Der EU-Rat kann das Rahmenwerk frühestens in seiner Sitzung am 11. Dezember 2017 genehmigen.

EU verlangt kontinuierliche Erhöhung des Militärbudgets

PESCO beinhaltet eher vage formulierte Prinzipien und Verpflichtungen, denen sich die teilnehmenden Länder unterwerfen. Beispielsweise sollen sie ihr Militärbudget regelmäßig erhöhen. Über das Ausmaß der Erhöhung werden keine Angaben gemacht. Eine der wenigen konkreten Forderungen ist, die Investitionen auf 20 Prozent sowie die Kosten für militärische Forschung auf zwei Prozent des Militärbudgets zu erhöhen.

Gemeinsame militärische Projekte werden verlangt

Die teilnehmenden Länder sollen generell verstärkt in gemeinsame militärische Projekte investieren. Jeder Staat soll konkrete Projekte vorschlagen, mit denen er die militärische Kooperation innerhalb der EU fördern will. Ein Beispiel für ein solches Projekt wäre eine Schulung für Militärpersonal. Der ORF berichtete, Österreich könne eine Ausbildung für Gebirgsjäger anbieten. Eine bestimmte Anzahl an vorgeschlagenen Projekten ist nicht gefordert.

Ein weiteres erklärtes Ziel von PESCO ist die Vereinheitlichung der verwendeten Waffentypen in den Armeen der teilnehmenden Staaten. Außerdem sollen Militärtransporte innerhalb der EU vereinfacht werden.

Bestehende EU-Militärverbände sollen unterstützt werden

PESCO dient auch der Unterstützung der bestehenden Militärverbände der EU wie EUFOR und den EU-Kampfgruppen („EU-Battlegroups“). Diese sollen von den PESCO-Teilnehmerländern auf alle möglichen Arten unterstützt werden, zum Beispiel durch Bereitstellung von Material, Infrastruktur, Schulungen und Personal. Nicht verlangt wird jedoch der Unterhalt eines stehenden Militärverbandes.

PESCO dient auch den Interessen der NATO

Die EU plant mit PESCO keinesfalls eine größere militärische Eigenständigkeit gegenüber den USA und deren Militärbündnis NATO, sondern genau das Gegenteil: PESCO dient offiziell der Unterstützung der NATO und der verstärkten Zusammenarbeit mit dieser.

Das gesamte Projekt PESCO wird unter anderem dadurch gerechtfertigt, dass auch die NATO davon profitieren würde. PESCO wird als eine Ergänzung zur NATO bezeichnet. Die NATO sei weiterhin „der wichtigste Eckpfeiler in der gemeinsamen Verteidigung der NATO-Länder“ (Notifikation, S. 4). Weiters wird eine Anpassung an die technischen und andere Standards der NATO gefordert, damit eine Zusammenarbeit gewährleistet sei (Notifikation, S. 7).

Im Einklang mit der österreichischen Neutralität?

Das Neutralitätsgesetz verbietet Österreich den Beitritt zu Militärbündnissen. Außenminister Sebastian Kurz meinte dennoch, PESCO sei im Einklang mit der österreichischen Neutralität. Kurz zeigte sich generell begeistert von dem neuen De-facto-Militärbündnis. Man könne sich zum Beispiel bei der Anschaffung von Kriegsmaterial etwas sparen, so Kurz.

Grenzschutz ist kein Thema bei PESCO

PESCO sei Kurz zufolge außerdem dringend notwendig für den Schutz der EU-Außengrenzen. Wie er darauf kommt, ist unbekannt: Der Grenzschutz ist offensichtlich kein Ziel von PESCO, da er in der Notifikation mit keinem Wort erwähnt wird.

Bundesregierung, WWF & WCS: Der moderne Kolonialismus (Videos)

Bundesregierung, WWF & WCS: Verantwortlich für Abholzung des Regenwaldes und Ermordung von Ureinwohnern im Namen von „Naturschutz“ und „Entwicklungshilfe“ – Teil eines skrupellosen Elite-Netzwerks zur Etablierung einer Neuen Weltordnung!

Indigene Völker sind von ihrer Umwelt abhängig und verwalten diese seit Jahrtausenden. Ihr Land ist keine „Wildnis“. Es gibt Beweise dafür, dass sich indigene Völker so gut um ihre Umwelt kümmern wie niemand sonst. Völker wie die Batwa sind von ihrer Umwelt abhängig und sie sind nicht zuletzt deswegen die besten Umweltschützer und Wächter der Natur.

Eigentlich sollten sie daher die Naturschutzbewegung anführen, anstatt profitgieriger Globalisten und Lobbyisten, aber leider läuft es auf der Welt genau umgekehrt.

Die Ureinwohner werden im Namen des „Naturschutzes” gewaltsam von ihrem angestammten Land vertrieben, während führende Naturschutzorganisationen wie der World Wildlife Fund (WWF) und die Wildlife Conservation Society (WCS) mit der Industrie und Tourismusbranche zusammenarbeiten und sich nicht gegen die Vertreibung indigener Völker aussprechen, sondern diese sogar noch aktiv fördern.

Dass bei beiden Naturschutzorganisationen die Unterdrückung bestimmter Ethnien eine auf’s Engste miteinander verflochtene Tradition hat, verrät ein genauerer Blick in die geschichtliche Entwicklung beider Naturschutzorganisationen.

Aber auch die deutsche Regierung trägt nicht nur ihren Teil der Verantwortung für dunkle Kapitel der Vergangenheit, sondern auch für ganz aktuelle Missstände im Rahmen der sogenannten „Entwicklungshilfe“ (Bild: Wildhüter in Gabun, finanziert vom WWF).

Oder geht es letzten Endes etwa gar nicht um eine wirtschaftliche Verbesserung der „Entwicklungsländer“, sondern der „Entwicklungshelfer“? (Mehr über diese Zusammenhänge erfahren Sie auch im Video am Ende dieses Artikels).

Neuer Bericht enthüllt verbreitete Misshandlungen, finanziert durch große Naturschutzorganisationen wie WWF und WCS

Heute werden indigene Völker der „Wilderei“ bezichtigt, weil sie jagen, um ihre Familien zu ernähren. Ihnen drohen Festnahmen, Schläge, Folter und Tod, während bezahlte Großwildjagd gefördert wird. Misshandlungen indigener Völker im Kongobecken im Namen des Naturschutzes sind kein Einzelfall, wie der Bericht „Wie werden wir überleben?“ der Menschenrechtsorganisation Survival International zeigt.

(Der WWF arbeitet seit Jahrzehnten im Kongobecken – und unterstützt dabei Teams, die indigene Völker gewaltsam misshandeln)

Ein neuer Bericht von Survival International deckt verbreitete und systematische Menschenrechtsverletzungen durch Wildhüter im Kongobecken auf, die vom WWF und anderen großen Naturschutzorganisationen finanziert werden.

Der Bericht schildert schwere Fälle von Misshandlungen durch Parkwächter in Kamerun, der Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik zwischen 1989 und heute. Finanziert und ausgerüstet werden die Wildhüter durch WWF und WCS, die Muttergesellschaft des Bronx Zoo in New York.

Der Bericht führt mehr als 200 Fälle seit 1989 auf, zum Beispiel das Vergießen von heißem Wachs auf ungeschützte Haut, Schläge und Verletzungen mit erhitzten Macheten-Klingen. Die im Bericht dokumentierten Misshandlungen zeigen vermutlich nur einen Bruchteil der tatsächlichen systematischen und wiederholten Gewalt, Schläge, Folter und Todesfälle.

Genau wie diese besonders grausamen Vorfälle, dokumentiert der Bericht auch Formen von Gewalt, die Teil des täglichen Lebens vieler Menschen geworden sind, darunter Drohungen und die Zerstörung von Lebensmitteln, Werkzeugen und anderem Eigentum.

Ein Bayaka-Mann berichtete: „Ein Wildhüter sagte mir, ich solle mich hinknien. Ich sagte: ‘Niemals, ich kann das nicht.’ Er sagte: ‘Wenn du nicht runter auf die Knie gehst, werde ich dich schlagen.’”

Eine Baka-Frau sagte: „Sie brachten mich mitten auf die Straße und fesselten meine Hände mit Gummiseilen. Sie fixierten meine Hände hinter meinem Rücken und schnitten mich mit Macheten.”

      

 

Eine Bayaka erklärte: „Sie traten mich am ganzen Körper … Ich hatte mein Baby bei mir. Es war erst drei Tage alt.”

Unter den Opfern waren Kinder, ältere und behinderte Menschen. Im Jahr 2012 wurde beispielsweise ein schwerbehinderter Indigener von Wildhütern angegriffen. Im Mai 2016 wurde ein Mann ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er und vier andere brutal von Wildhütern geschlagen worden waren. Waldlager werden häufig zerstört, und Indigene werden angegriffen und gefoltert, wenn sie das Land betreten, auf das sie angewiesen sind und welches sie seit Generationen verwalten.

Ein Bayaka-Mann sagte: „Wenn du in den Park gehst, werden sie dich holen und dich ins Gefängnis bringen. Sogar außerhalb des Parks sagen sie: ‚Wir werden dich töten. Hau ab, hau ab, hau ab.’“

2005 berichtete ein Bayaka-Mann: „Wir trafen einen anderen weißen Mann [von der WCS], der uns sagte, dass wir aufhören sollten zu jagen, und dass die Wildhüter sicherstellen würden, dass wir uns daran hielten. Jetzt haben wir Angst, tiefer in den Wald zu gehen, falls uns die Wildhüter erwischen.“

http://www.survivalinternational.org/films/wcs

Video: Apfela beschreibt, wie Wildhüter, unterstützt durch die Wildlife Conservation Society, sie brutal angegriffen haben.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht.

Neben Survival Internatinal haben in den letzten drei Jahrzehnten auch zahlreiche weitere unabhängige Experten und Organisationen Besorgnis über die Misshandlungen geäußert. Darunter Greenpeace, Oxfam, UNICEF, Global Witness, Forest Peoples Programme sowie Wissenschaftler vom University College London und den Universitäten Oxford, Durham und Kent.

Auch die Abholzung in der Region setzt sich weiter auf nicht nachhaltigem Niveau fort, wie Berichte unabhängiger Wissenschaftler und Organisationen wie Greenpeace zeigen. Viele Beobachter, einschließlich der Vereinten Nationen (UN) und der kongolesischen Organisation l’Observatoire Congolais des Droits de l’Homme, haben mindestens seit 2004 Warnungen vor den Folgen des Wildhüter-Missbrauchs erhalten, aber keine wirksamen Maßnahmen ergriffen.

Eine Bayaka erklärte: „Sie traten mich am ganzen Körper … Ich hatte mein Baby bei mir. Es war erst drei Tage alt.”

Unter den Opfern waren Kinder, ältere und behinderte Menschen. Im Jahr 2012 wurde beispielsweise ein schwerbehinderter Indigener von Wildhütern angegriffen. Im Mai 2016 wurde ein Mann ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er und vier andere brutal von Wildhütern geschlagen worden waren. Waldlager werden häufig zerstört, und Indigene werden angegriffen und gefoltert, wenn sie das Land betreten, auf das sie angewiesen sind und welches sie seit Generationen verwalten.

Ein Bayaka-Mann sagte: „Wenn du in den Park gehst, werden sie dich holen und dich ins Gefängnis bringen. Sogar außerhalb des Parks sagen sie: ‚Wir werden dich töten. Hau ab, hau ab, hau ab.’“

2005 berichtete ein Bayaka-Mann: „Wir trafen einen anderen weißen Mann [von der WCS], der uns sagte, dass wir aufhören sollten zu jagen, und dass die Wildhüter sicherstellen würden, dass wir uns daran hielten. Jetzt haben wir Angst, tiefer in den Wald zu gehen, falls uns die Wildhüter erwischen.“

http://www.survivalinternational.org/films/wcs

Video: Apfela beschreibt, wie Wildhüter, unterstützt durch die Wildlife Conservation Society, sie brutal angegriffen haben.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht.

Neben Survival Internatinal haben in den letzten drei Jahrzehnten auch zahlreiche weitere unabhängige Experten und Organisationen Besorgnis über die Misshandlungen geäußert. Darunter Greenpeace, Oxfam, UNICEF, Global Witness, Forest Peoples Programme sowie Wissenschaftler vom University College London und den Universitäten Oxford, Durham und Kent.

Auch die Abholzung in der Region setzt sich weiter auf nicht nachhaltigem Niveau fort, wie Berichte unabhängiger Wissenschaftler und Organisationen wie Greenpeace zeigen. Viele Beobachter, einschließlich der Vereinten Nationen (UN) und der kongolesischen Organisation l’Observatoire Congolais des Droits de l’Homme, haben mindestens seit 2004 Warnungen vor den Folgen des Wildhüter-Missbrauchs erhalten, aber keine wirksamen Maßnahmen ergriffen.

WWF und WCS haben sogar Partnerschaften mit einigen Holzfirmen geschlossen, trotz Belegen, dass diese weder nachhaltig noch mit Zustimmung indigener Völker arbeiten, wie es internationales Recht und ihre eigenen Leitlinien vorschreiben. Aber WWF und WCS sind nicht die einzigen multinationalen NGOs, die in den Missbrauch indigener Völker verwickelt sind. Viele der großen Naturschutzorganisationen arbeiten mit Industrie und Tourismus zusammen und vertreiben und ermorden die besten Verbündeten der Natur.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagt dazu:

Dieser schockierende Bericht zeigt erstmals und detailliert die Misshandlungen und Verfolgung, die ‚Naturschutz’ den indigenen Völkern im Kongo-Becken gebracht hat. Dies sind nur die dokumentierten Fälle. Es ist schwer vorstellbar, dass nicht viele weitere im Verborgenen liegen.

Die großen Naturschutzorganisationen sollten zugeben, dass ihre Aktivitäten in der Region katastrophal waren, sowohl für die Umwelt als auch für indigene Völker, die diese Wälder seit so langer Zeit gehütet haben. Die Unterstützer von WWF und WCS könnten diese Organisationen fragen, warum sie diese Situation so lange zugelassen haben – und was sie tun werden, um dafür zu sorgen, dass sie ein Ende hat.

Naturschutz in Zentralafrika basiert auf Landraub. Nationalparks werden auf den Gebieten indigener Völker ohne ihre Zustimmung geschaffen: Das ist Landraub (mit einem “grünen” Etikett) und die großen Naturschutzorganisationen, wie WCS, machen sich der Unterstützung mitschuldig. Survival International tut alles, um diesen ‚grünen Kolonialismus’ zu stoppen. Es ist Zeit für Naturschützer, die Landrechte indigener Völker zu respektieren, ihr angestammtes Land nicht länger zu stehlen und angemessene Zustimmung für jedes Projekt auf ihrem Land einzuholen.

(Mobutu Nakulire Munganga im Krankenhaus)

„Pygmäen“-Familie appelliert an deutsche Regierung, nachdem Sohn in Nationalpark getötet wurde

Eine Batwa-Familie appelliert in einer Beschwerde verzweifelt an die deutschen Entwicklungshilfeorganisationen Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), nachdem ihr 17-jähriger Sohn von einem Parkwächter erschossen wurde.

Mobutu Nakulire Munganga betrat gemeinsam mit seinem Sohn am 26. August 2017 den Kahuzi-Biega-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, um Heilpflanzen zu sammeln. Im Park trafen sie auf Wildhüter, die das Feuer eröffneten.

Herr Nakulire wurde verletzt, konnte aber entkommen. Sein Sohn Mbone Christian Nakulire wurde getötet. Herr Nakulire verbrachte aufgrund seiner Verletzungen über drei Wochen im örtlichen Krankenhaus.

Die Parkwächter erhalten logistische Unterstützung und Gelder durch die Entwicklungsbank der KfW, einer staatlichen Durchführungsorganisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die deutsche Regierung unterstützt die Verwaltung des Schutzgebietes seit über 20 Jahren. Nach internationalem Recht und dem verbindlichen Menschenrechtskonzept des BMZ ist die Zustimmung indigener Völker bei Naturschutzvorhaben auf ihrem Land notwendig.

„Doch bisher ist noch nie jemand gekommen, um unsere Zustimmung für den Kahuzi-Biega-Nationalpark einzuholen“, schreiben Herr Nakulire und seine Frau in der Beschwerde an die KfW und die GIZ. „Warum unterstützt und finanziert das Ministerium ihn weiter durch die Organisationen GIZ und KfW?“

Zwischen den 1960er und 1980er Jahren vertrieben Behörden bis zu 6.000 Batwa gewaltsam aus dem Park. „Die Batwa sind heute nicht mehr gesund, wie unsere Großeltern es waren“, schreibt Familie Nakulire. „Wir kämpfen darum, genug zu essen zu haben und müssen mit neuen Krankheiten und dem Verlust vieler unserer Wald-Medikamente zurechtkommen.“

„Nichts wird je den Verlust meines Sohnes aufwiegen können, aber ich reiche diese Beschwerde ein, damit Sie mir und meinem Volk helfen können, Gerechtigkeit zu erlangen und unser Land zurück zu bekommen“, bittet Herr Nakulire. „Das Ministerium und seine Organisationen müssen ihre Menschenrechtspolitik ehren und helfen, unser Leid zu beenden.“

Bereits 2016 hatte Survival darüber berichtet, dass die Gesundheit der Bayaka-„Pygmäen“ in Schutzgebieten in der Zentralafrikanischen Republik unter deutscher Entwicklungshilfe leidet.

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte dazu:

Diese Tragödie ist ein weiteres Kapitel einer langen und schmachvollen Geschichte. Zuerst wurde Herr Nakulires Volk gewaltsam und illegal vertrieben, nun riskieren sie den Tod, wenn sie versuchen zurückzukehren. Die deutsche Regierung muss ihr Versprechen einlösen, die Rechte der Batwa zu respektieren. Wenn sie nicht die Zustimmung der Batwa zu Projekten hat, sollten sie nicht dort sein.

Die vollständige Beschwerde an die staatlichen Durchführungsorganisationen KfW und GIZ können Sie hier lesen. Die Familie hat auch eine Beschwerde bei der WCS eingereicht. Die Naturschutzstiftung mit Sitz in New York finanziert ebenfalls den Kahuzi-Biega-Nationalpark. Diese Beschwerde können Sie hier lesen.

Der WWF hat ebenfalls Parkwächter in Kahuzi-Biega finanziert und ausgerüstet.

Im November 2015 hatten Herr Nakulire und andere Batwa mit Hilfe der Organisationen MRG und ERND bereits eine Beschwerde über die Probleme mit dem Nationalpark bei der afrikanischen Menschenrechtskommission eingereicht.

Die ideologischen und personellen Überschneidungen von KfW, WWF und WCS

Dass hinter diesen tragischen Ereignissen mehr steckt als nur „tragische Einzelfälle“, dafür sprechen bereits die ideologischen und personellen Überschneiden der involvierten Institutionen, die sich bereits aus der geschichtlichen Entwicklung ergeben.

So war zum Beispiel der Stellvertreter des ersten Vorsitzenden der KfW ein gewisser Hermann Josef Abs – ein deutscher Banker, der von 1938 bis 1945 Vorstandsmitglied, von 1957 bis 1967 Vorstandssprecher sowie von 1967 bis 1976 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank AG, und im Dritten Reich mit dem als „Arisierung“ verharmlosten Raub jüdischer Vermögen betraut war.

Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete er als „Finanzdiplomat“ und Ratgeber sehr eng mit Konrad Adenauer zusammen und er war Mitglied in zahlreichen Aufsichtsräten verschiedener Industriekonzerne. Niemand Geringeres als David Rockefeller – der Familienpatriarch und Sohn des Milliardärs John D. Rockefeller und bis zu seinem Tod 2017 regelmäßige Teilnehmer an den konspirativen Bilderberg-Konferenzen – bezeichnete ihn gar als „den führenden Bankier der Welt“.

Ein anderes Mitglied des Rockefeller-Clans, Godfrey A. Rockefeller, spielte wiederum eine wichtige Rolle bei der Gründung des WWF, indem er dessen erste Mitarbeiter und wissenschaftliche Leiter versammelte. Außerdem fungierte er von 1972 bis 1978 als geschäftsführender Direktor und gehörte von 1977 bis 2006 dem Vorstand und Nationalrat des WFF an. Er besuchte zur gleichen Zeit wie der Familienfreund George H. W. Bush die Elite-Universität Universität Yale mit der berüchtigten Geheimgesellschaft Skull & Bones.

Noch ein anderes Mitglied des Rockefeller-Clans, nämlich Laurance Rockefeller, wurde 1934 zum Vorstandsvorsitzenden der WCS. Er war ein Enkel von John D. Rockefeller und ebenfalls Mitglied des WWF.

Der WWF ist aus der (US-amerikanischen) Conservation Foundation hervorgegangen, die wurde 1947 von Henry Fairfield Osborn Jr. zur Unterstützung von „kapitalismusfreundlichen ökologischen Praktiken“ gegründet wurde, wie es bei Wikipedia heißt. Er war der Sohn des langjährigen Präsidenten der New York Zoological Society, Henry Fairfield Osborn, aus der 1895 die heutige WCS hervorgegangen ist. Letzterer war Geologe, Paläontologe, Eugeniker, „bedeutender Schwärmer des Ariertums“ und Autor des Umweltbuch-Bestsellers Our Plundered Planet (1948, deutsch: Unsere ausgeplünderte Erde).

(Madison Grant, berüchtigter Eugeniker und Gründer der Organisation, die später zur Wildlife Conservation Society (WCS) wurde)

Der Bronx Zoo und die Naturschutzstiftung, die später zur WCS wurde, wurden von einem weiteren Eugeniker und Autor namens Madison Grant gegründet. Auch Grant studierte an der Elite-Universität Yale. Obwohl er Jura studierte und als Rechtsanwalt arbeitete, galt sein Hauptinteresse den Naturwissenschaften, wobei er sich bald der Eugenik zuwandte. Der Anthropologe Alexander Goldenweiser hielt Grants Hauptwerke The Passing of the Great Race (1916) und The Conquest of a Continent (1933) für „bewundernswerte Beispiele für in ein wissenschaftliches Gewand gekleidete rassistische Vorurteile“.

Der Autor Jonathan Spiro (2008) nennt Grant den „Führer der eugenischen Bewegung in den USA“. Er verbreitete die Auffassung von den Blondhaarigen und Blauäugigen als der „Herrenrasse“ und forderte, dass der Staat die Abkömmlinge „minderer Rassen“ vernichten soll, welche keinen „Wert“ für die Gesellschaft haben.

Grants Werke waren in den USA der 1920er Jahre sehr populär, da sie zu einer Welle der konservativen Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen und zu einer einwandererfeindlichen Stimmung passten. Er arbeitete als Lobbyist für die Verbreitung seiner Ansichten, was dazu führte, dass der US-Kongress in den 1920er Jahren eine Reihe von Gesetzen beschloss, welche die Einwanderung beschränkten; das bekannteste Beispiel dafür ist der Immigration Act von 1924.

Die Einwanderung von Europäern wurde dadurch eingeschränkt, die von Asiaten gänzlich verboten. Mehrere Bundesstaaten verboten infolge seiner Einflussnahmen Heiraten zwischen verschiedenen Ethnien und erließen Gesetze zur Sterilisierung von Menschen, die als „minderwertig“ bezeichnet wurden. Letztlich waren davon laut Spiro Tausende von Menschen betroffen.

Spiro bemängelt, dass auf eine unerklärliche Weise die Archivlage über Leben und Werk Grants seit Jahrzehnten sehr schlecht sei; die Quellen seien bereinigt worden. In der Summe fielen in der Person Grants an Tendenzen zusammen: das anti-demokratische Denken des alten angelsächsischen Ostküsten-Establishments, eine frühe grüne Bewegung für den Tier- und sonstigen Naturschutz und das Öko-Management sowie eine rassistische Eugenik.

Grants Ideen haben Einfluss auf Adolf Hitler und die aufkommende nationalsozialistische Bewegung gehabt. Hitler schickte an Madison Grant einen begeisterten Fan-Brief, in dem er Der Untergang der Großen Rasse (1925 auf Deutsch erschienen) als „seine Bibel“ bezeichnet. Hitler übernahm die Rede von den „minderwertigen“ Rassen; sie sollten zugunsten einer gestärkten „nordischen Rasse“ verschwinden. Das hieß bei Grant „nordisizing“, bei den Nazis dann „aufnorden“.

In seinem Manifest 2083: A European Declaration of Independence erwähnt der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik Madison Grant und sieht sich selbst als „Verteidiger der weißen Rasse“.

WWF & WCS: Teil eines skrupellosen Elite-Netzwerks zur Etablierung einer Neuen Weltordnung

In den frühen 1900er Jahren brachte die WCS den „Pygmäen“-Mann Ota Benga in den Zoo. Er wurde der Öffentlichkeit vorgeführt und ermutigt, im Affenhaus des Zoos zu leben. 1916 beging er Selbstmord.

(Ota Benga, ein kongolesischer „Pygmäen“-Mann, der von der WCS in die USA transportiert und in Zoos ausgestellt wurde, bevor er 1916 Selbstmord beging)

Die WCS unterstützte die Gründung des Nationalparks Nouabalé-Ndoki 1993 ohne die Zustimmung der Bayaka und verwaltet den Park seitdem. Sie weiß seit mindestens 18 Jahren vom Missbrauch der Bayaka durch die von ihr unterstützten Anti-Wilderei-Einheiten, hat es aber versäumt, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu stoppen. Bayaka-Angehörige aus der Zentralafrikanischen Republik und der Republik Kongo schrieben deshalb 2016 einen offenen Brief an die Leitung der WCS.

Die WCS verursachte im Jahr 2017 außerdem eine Kontroverse durch die Verleihung ihres Teddy Roosevelt Award für Naturschutz an Gabuns Präsident Ali Bongo, der für den Umgang mit Menschenrechten in der Kritik steht. Einigen Berichten zufolge spendete Bongo im Gegenzug 3,5 Millionen US-Dollar.

Zur Finanzierung des WWF gründete der damalige Präsident Prinz Bernhard zur Lippe-Biesterfeld Anfang der 1970er Jahre die Stiftung Club der 1001 mit Unterstützung des südafrikanischen Unternehmers, Milliardärs und WWF-Mitgründers Anton Rupert. Prinz Bernhard war sowohl Mitglied in der Reiter-SS, einer berittenen Sonderformation der Schutzstaffel, als auch der NSDAP. Später trat er noch dem NSKK bei und initiierte 1954 die erste Bilderberg-Konferenz – eine der zentralen, weitgehend im Verborgenen operierenden, und damit undemokratischen, Institutionen zur Etablierung einer Neuen Weltordnung.

Prinz Bernhard stand im Mittelpunkt eines umfangreichen Ordenssystems, das der WWF nach dem Vorbild moderner Monarchien in den Jahren vor seinem Rücktritt eingeführt hatte, um Elitenbildung und -bindung zu fördern. Rupert hingegen war viele Jahre lang eng mit dem Afrikaner Broederbond verknüpft, dem ideologischen Zentrum für die rassistischen Verhältnisse in Südafrika (Apartheid).

Weiterhin gehör(t)en dem WFF viele Mitglieder aus dem Bankensektor, aus anderen Geschäftssektoren, aus den Geheimdiensten und aus dem Militär an sowie Staatsoberhäupter und somit die globalen Elitenetzwerke, die auch an den Bilderberg-Konferenzen beteiligt waren.

Darüber hinaus gehörten etliche Mitglieder des 1001-Clubs zum südafrikanischen Businesssektor, der Gegenstand eines UN-Boykotts während des Apartheid-Regimes war. Daher bestanden sowohl besondere Verbindungen zwischen (Teilen der) globalen Bilderberg-Elitenetzwerke und dem Tierartenschutz über die Präsidentschaft von Prinz Bernhard für den WWF International hinweg, als auch ausdrückliche Verbindungen des WWF International zu Südafrika.

Mit Hinweis auf eine hochvertrauliche Mitgliederliste aus dem Jahr 1978 machte die britische Satirezeitschrift Private Eye bekannt, dass neben prominenten Geschäftsleuten, die in ökologisch heiklen Branchen wie der Erdöl-, Chemie- oder Bergbauindustrie tätig waren, auch Menschen zum Club 1001 zählten, die bankrott gegangen waren, denen ein Verbrechen angelastet wurde oder deren Vitae andere „Anomalien“ aufzeigten, die mit den Zielen der Stiftung kaum zu vereinbaren waren.

So wurde etwa dem US-amerikanischen Milliardär Daniel K. Ludwig, der zeitweise als reichster Mann der Welt galt und der sein Vermögen zum Teil mit der Herstellung von Öltankern verdient hatte, vorgeworfen, „ein großes Stück des brasilianischen Regenwaldes zu vernichten“, und Kongos Präsident Mobutu Sese Seko wurde beschuldigt, „über eines der größten Massaker an Elefanten in Afrika gewaltet“ zu haben.

In seinem Buch At the Hand of Man: Peril and Hope for Africa’s Wildlife kritisierte Raymond Bonner den WWF 1993 unter verschiedenen Gesichtspunkten und führte auch den Vorwurf neokolonialistischer Methoden an. In Hinblick auf die strenge Vertraulichkeit der Mitgliedschaft im Club der 1001 vermutete Bonner, dass der WWF einige Clubmitglieder von zweifelhafter Reputation zu verheimlichen beabsichtigt. Laut Bonner bot der überproportionale Anteil weißer Südafrikaner für viele von ihnen zu Zeiten der Apartheid eine der wenigen Möglichkeiten, Mitglied in einem internationalen Club zu werden und Kontakte zu Industriellen und Adligen zu knüpfen.

Der starke Einfluss der Südafrikaner war nach Bonners Ansicht auch ein Grund dafür, warum der WWF lange Zeit Südafrikas Widerstand gegen ein Verbot des Elfenbeinhandels unterstützt hatte. Ann O’Hanlon vom Washington Monthly, die Bonners Anschuldigungen eine „sorgfältige Anklage des WWF“ nannte, schrieb in ihrer Rezension seines Buches:

Die geheime Liste der Mitglieder beinhaltet einen überproportionalen Prozentsatz an Südafrikanern, die in einer Ära der sozialen Verbannung alle überglücklich sind, in einer Gesellschaft der sozialen Elite willkommen geheißen zu werden.

Andere Beitragszahler schließen Geschäftsleute mit suspekten Verbindungen ein, einschließlich des organisierten Verbrechens, der Entwicklung von Umweltzerstörung sowie korrupte afrikanische Politiker. Selbst ein interner Bericht nannte die Vorgehensweise des WWF egozentrisch und neokolonialistisch. (Der Bericht wurde größtenteils vertuscht.)

Laut Stephen Ellis waren die meisten als solche bekannten Mitglieder des Clubs der 1001 „Leute von tadelloser Integrität, obwohl angemerkt werden muss, dass die Mitglieder des Clubs der 1001 eine geringe Anzahl Personen von schlechtem Ruf einschlossen, wie den kongolesischen Präsidenten Mobutu Sese Seko und Agha Hasan Abedi, den früheren Präsidenten der Bank of Credit and Commerce International (BCCI), die für den weltweit größten Finanzbetrug in der Geschichte verantwortlich ist.“

Sowohl Mobutu Sese Seko als auch Agha Hasan Abedi waren zumindest für das Jahr 1987 bekanntgewordene Mitglieder des Clubs der 1001. Laut Bonner konnte der WWF möglicherweise ein Interesse an der Geheimhaltung der Mitgliedschaft des als korrupt geltenden kongolesischen Präsidenten Mobutu haben, ebenso wie an der des US-amerikanischen Industriellen Daniel K. Ludwig, dessen Unternehmen Amazonas-Regenwälder abholzen ließen.

Einige Name wurden geändert, um die Identität der jeweiligen indigenen Personen zu schützen.

Verweise:

https://www.survivalinternational.de/nachrichten/11825

https://www.survivalinternational.de/nachrichten/11832 

https://www.survivalinternational.de/nachrichten/11731

 

Literatur:

Das Werden des Imperium Americanum und seine zwei hundertjährigen Kriege

Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen

Neue Weltordnung – Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie? (Kaplaken)

Aus kontrolliertem Raubbau: Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren

Videos:

Quellen: PublicDomain/maki72 für PRAVDA TV am 19.11.2017

https://www.pravda-tv.com/

Brutaler Übergriff ausländischer Jugendlicher in Wiener U-Bahn – 18-Jährige als Retterin

In der berüchtigten U6 kam es zu einem brutalen Übergriff auf eine alte Frau - bis auf ein Mädchen wollte niemand helfen. Foto: My Friend / wikimedia (CC BY-SA 3.0)

In der berüchtigten U6 kam es zu einem brutalen Übergriff auf eine alte Frau – bis auf ein Mädchen wollte niemand helfen.
Foto: My Friend / wikimedia (CC BY-SA 3.0)
18. November 2017 – 13:03

Ein schockierender Vorfall in der Wiener U6 wurde unserer Redaktion gemeldet. Eine alte Dame, Mitte 70, wurde in den Mittagsstunden des 16. November in einem Waggon der U-Bahn-Linie U6 brutal von ihrem Sitz gerissen und anschließend getreten. Die U6 gilt in Wien aufgrund ihrer Streckenführung entlang des Gürtels, wo vor allem Migranten leben, als besonders unsicher.

Keine Zivilcourage bei Fahrgästen

Der Vorfall ereignete sich zwischen den Stationen Tscherttegasse und Am Schöpfwerk in Meidling. Ein junges Mädchen aus einer Gruppe etwa 16–jähriger, ausländischer Teenager näherte sich von hinten dem Sitzplatz der alten Dame an. Aus nicht nachvollziehbarem Grund riss sie die alte Frau, die auch noch eine Gipshand hatte, von ihrem Sitz. Daraufhin trat das Mädchen unter Beifall der restlichen Bande auf die wehrlos am Boden liegende Frau ein. Keiner der Fahrgäste hatte genug Courage, um einzuschreiten und der Frau zu helfen.

Kameras abgedeckt, Angriff war geplant

Bevor die Gruppe der Jugendlichen den Waggon betreten hatte, wurden, wie Augenzeugen berichteten, die Überwachungskameras abgedeckt. Dies deutet darauf hin, dass diese Aktion wohl von langer Hand geplant gewesen sein musste und so nicht zum ersten Mal stattfand. Offensichtlich wurde das Opfer, der potentiell schwächste Fahrgast, dann eher zufällig ausgewählt.

18-jähriges Mädchen musste eingreifen

Dem Mut einer 18-jährigen Maturantin ist es zu verdanken, dass von der am Boden liegenden Frau abgelassen wurde. Die junge Frau sprang von ihrem Sitz auf und stürmte auf die Angreiferin los. Dabei griff sie zu dem in ihrer Tasche befindlichen Pfefferspray und bedrohte damit die Angreiferin.

Diese Vorgangsweise zeigte offenbar Wirkung, die Gruppe samt Angreiferin zog sich zurück und verließ in der nächsten Station Am Schöpfwerk den Waggon. Die alte Dame wurde anschließend von der 18-jährigen auf etwaige Verletzungen hin befragt, sie wollte aber keine Anzeige erstatten und erklärte unter Tränen, dass sie keine gröberen Verletzungen habe.

Wiener Linien: Neues Sicherheitskonzept wegen eskalierender Gewalt

Angesichts der eskalierenden Vorfälle in und rund um Wiener U-Bahnen sah man sich von Seiten der Wiener Linien veranlasst, Mitte August dieses Jahres ein neues Sicherheitskonzept zu präsentieren. An den Bahnsteigen stehen den Fahrgästen Notrufsäulen zur Verfügung. Ebenfalls ratsam im Hinblick auf Vorfälle wie den geschilderten in der U6 ist wohl das Einspeichern der von den Wiener Linien eingerichteten Notrufnummer 01/7909-111.