Kickl zu Masseneinwanderung: „In 20 Jahren mehr Einbürgerungen als das Burgenland Einwohner hat“

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl machte der ÖVP drei konkrete Vorschläge, um zu beweisen, wie ernst sie es tatsächlich mit restriktiver Migration und der “Staatsbürgerschaft als hohes Gut” meint.Foto: Screenshot / FPÖ TV

Staatsbürgerschaft   22. Juni 2021 / 12:51Kickl zu Masseneinwanderung: „In 20 Jahren mehr Einbürgerungen als das Burgenland Einwohner hat“

Wenn man über Migration spreche, dann zähle auch die ÖVP zu den “Österreich-Abschaffern”, die Wahlversprechen von ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz seien ohnehin „alles Lug und Trug“, sagte heute, Dienstag, der FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl in einer Pressekonferenz.

Ohne Gesundheitszeugnis keinen Asylantrag

Das Versprechen von Kurz habe gelautet, es werde, wenn man ihm die Stimme geben würde, praktisch eine Null-Zuwanderung geben. In Wahrheit seien die Asylzahlen 2020 explodiert – im Jahr der Corona-Zeit, als es noch nie so viel Bundesheer und Polizei an der Grenze gegeben habe, so Kickl. Er erinnerte daran, dass ÖVP-Innenminister Karl Nehammer hinausposaunte, dass es ohne Gesundheitszeugnis keinen Asylantrag geben werde, „das war alles Lug und Trug“.

“Amoklauf der SPÖ”

Betrachte man die Asyl- und Zuwanderungspolitik der ÖVP schließe sich der Kreis zur SPÖ und ihrer aufgebrachten Staatsbürgerschafts-Diskussion, die Kickl wörtlich als „Amoklauf der SPÖ“ bezeichnete.

Seit dem Jahr 2000 seien, so der FPÖ-Chef, ungefähr 364.000 Einbürgerungen in Österreich vorgenommen worden. Im Vergleich dazu: Das Burgenland hat 296.000 Einwohner. Es wurden also deutlich mehr Personen eingebürgert als das Burgenland Einwohner hat.

Zuwachs der islamischen Community

Im Jahr 2020 habe es 9.000 Einbürgerungen gegeben, im Schnitt deutlich weniger aufgrund der Corona-Situation, so Kickl. Es lohne sich aber ein Blick auf die Nationen jener Personen, die eingebürgert wurden. Da fände man die Türkei, Kosovo, die Russische Föderation (Tschetschenen) und Afghanistan. Dazu sagte Kickl wörtlich:

Und das zeigt uns selbstverständlich einen Konnex zwischen Asylentwicklungen und Staatsbürgerschaften, die es in weiterer Folge gibt. Man kann das so zusammenfassen: Die Asylberechtigten von heute sind die Staatsbürger von morgen. Und das ist ein riesiges Problem, weil wir es hier mit Bevölkerungszuwachs aus einer Gruppe zu tun haben, die ich als besonders schlecht integriert bezeichnen möchte. Das ist ein Zuwachs der islamischen Community, mit der wir es hier zu tun haben.

Pass-Österreicher ohne Bezug zu Österreich

Dies würden die neuen österreichischen Staatsbürger sein, für die auch die ÖVP Vorschub leiste. Es handle sich um Pass-Österreicher, „ohne Bindung und ohne jeden Bezug zu unserer Heimat“, so Kickl. Es gebe keine harte Linie der ÖVP im Zusammenhang mit der Migrationspolitik, es gebe keine harte Linie der ÖVP, die die Staatsbürgerschaft als hohes Gut verteidigen würde, meinte der FPÖ-Parteiobmann. Der ÖVP warf Kickl vor, Interesse zu haben, Billig-Arbeitskräfte nach Österreich zu bringen. Das wäre das, was ihre Großspender von ihr erwarten würden.

Nagelprobe für die ÖVP

Kickl kündigte indessen eine Nagelprobe mit der ÖVP an, um herauszufinden, wie ernst sie es mit der restriktiven Migrationspolitik nehme. Es gebe im Regierungsabkommen einen koalitionsfreien Raum in Bezug auf Asyl und Migration. Kickl machte der ÖVP dazu konkrete Vorschläge:

Es gibt das Angebot der Freiheitlichen, entsprechende Verschärfungen vorzunehmen. Einer dieser Verschärfungen ist dahingehend, dass wir eine klare Trennung von Asyl und Staatsbürgerschaft vornehmen. Asyl ist Schutz auf Zeit und nichts anderes. Asylanten sind Gäste in unserem Land. Und wir wollen hier eine klare Trennung haben, zwischen Asylstatus und der Staatsbürgerschaft. Ein zweiter Teil, den die ÖVP eigentlich nicht ablehnen kann, ist die Komponente der Aberkennung der Staatsbürgerschaft. Ich lade die ÖVP ein, mit uns gemeinsam einen Antrag zu beschließen, die auf Aberkennung der Staatsbürgerschaft hinzielt, zum Beispiel für den gesamten Bereich der IS-Terroristen. Und zwar ohne Rücksicht darauf, ob diese Leute dann staatenlos sind oder nicht. Und drittens lade ich die ÖVP dazu ein, ein Aussetzen der österreichischen Staatsbürgerschaft an türkische Staatsbürger zu beschließen. Weil wir nicht wissen, was nach der Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft vonseiten der Türkei passiert.

Es gebe, so Kickl weiter,  zahlreiche Verdachtsmomente, die darauf hinweisen würden, dass diese Neo-Österreicher dann die alte Staatsbürgerschaft der Türkei wieder erlangen, weil Erdogan ein großes Interesse an möglichst vielen Auslands-Türken habe, da er dort ein Wähler-Resservoir für sich vermute.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Kommentare zu “Kickl zu Masseneinwanderung: „In 20 Jahren mehr Einbürgerungen als das Burgenland Einwohner hat“

  1. Wenn man Kickl anhört, dann merkt man erst so richtig, wie wir alle, nicht nur unsere Ösis, sondern auch alle anderen, die rot/faschistisch versaut sind, belogen und betrogen werden. Es war ein langsamer aber kontinuierlich wachsender Vorgang, der sich peu á peu eingeschliechen hat. Heute sind sie alle so unverfroren, daß sie sich offen hinstellen und ihre Absichten sagen. Wie sagte der versoffene Ex.-EU-Präsident sehr richtig? „Wir stellen etwas in den Raum, warten eine Weile, und wenn es dann kein großes Geschrei gibt machen wir fröhlich weiter – bis es kein zurück mehr gibt.“ UND EXAKT SO GESCHIEHT ES!
    Ich gebe ihm in allen Punkten recht, und ich kann seine Warnung gegen eine Glaubensgruppe sehr gut nahvollziehen, denn es wird genauso kommen, wie er es sagt. Die Moslime sind nicht integrierbar und werden es auch nie sein, weil sie es nicht wollen und ihnen der Koran verbietet. So gesehen kann man den Menschen selbst keinen Vorwurf machen, weil sie da hineingeboren wurden /wie wir alle auch in unsere Ideologie) und Toleranz definitiv nicht zu ihren Tugenden zählt. Wie immer gibt es auch unter ihnen Ausnahmen und selbst die müssen sich vor ihren eugebeb Glaubensgenossen in acht nehmen! Daher sind zwar viele integriert, aber sie zeigen es nicht, weil sie sonst um ihr Leben fürchten müssen.
    Auch ich sehe eine ganz böse Zukuft, wenn wir dem nicht Einhalt gebieten. Zumindest hoffe ich doch sehr, daß ich das nicht mehr erleben muß. Für mich persönlich ist das eine wirkliche Horrorvorstellung, die aber niemand teilen muß, weil es MEINE Sicht ist.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s