MARKTCHECK DECKT AUF: Skandal – Das große Geschäft mit Masken

Der sogenannte Staat pfeift auf das Recht. Zum Abkassieren reicht es jedoch immer. Gut, dass so etwas mal im Fernsehen gebracht wird, da kommen vielleicht noch einige Menschen in`s Grübeln. R.

MARKTCHECK - Videos der Sendung | ARD-Mediathek

Bildquelle: https://www.ardmediathek.de/sendung/marktcheck/Y3JpZDovL3N3ci5kZS80NTQ3OTA2/

Von: STAND4.5.2021BARBARA HIRL, MORITZ HARTNAGEL

Provisionen in Millionenhöhe, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und Rücktritte von Politikern: Der Bund orderte millionenfach Schutzmasken, die scheinbar nicht gebraucht werden. Wer verdiente womit Geld?

Die Beschaffungspolitik des Gesundheitsministeriums nahm teilweise bizarre Formen an, es kam zu undurchsichtigen Deals und Pannen. Dabei müssen die Steuerzahler möglicherweise auch für minderwertige Atemschutzmasken bezahlen, die gar nicht eingesetzt werden können.

Die Beschaffungspolitik des Gesundheitsministeriums nahm teilweise bizarre Formen an, es kam zu undurchsichtigen Deals und Pannen. Dabei müssen die Steuerzahler möglicherweise auch für minderwertige Atemschutzmasken bezahlen, die gar nicht eingesetzt werden können.

Dubiose Einkaufspolitik und undurchsichtige Geschäfte

Die SWR Autoren Barbara Hirl und Moritz Hartnagel gehen in einer investigativen Recherchereise dem Verdacht nach, dass durch eine falsche Einkaufspolitik möglicherweise Millionen Euro an Steuergeldern verschwendet wurden.

Lieferanten klagen gegen Bundesgesundheitsministerium

Mit über 700 Händlern schloss das Bundesgesundheitsministerium Verträge über die Lieferung von Atemschutzmasken und Schutzkitteln im Wert von über sechs Milliarden Euro. 88 dieser Händler klagen nun vor dem Landgericht Bonn gegen das Ministerium.

Einer der Kläger ist Joachim Lutz aus Offenburg. Allein in seinem Fall geht es um 1,6 Millionen Euro plus 900.000 Euro Schadensersatz. Der Anwalt Christian Lüpke, der mehrere Maskenhändler vertritt und weitere mit Fällen beschäftigte Kollegen kennt, spricht von einer Dimension von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro.

Geld, dass der Bund bezahlen muss, wenn die Maskenhändler vor Gericht Recht bekommen. Für die Steuerzahler könnte es also richtig teuer werden – das Bundesgesundheitsministerium hatte Zuschläge für Masken in Höhe von 6,4 Milliarden Euro erteilt.

Lieferungen stagnieren – Masken stapeln sich

Manche der Maskenhändler durften trotz Zuschlag ihre Masken bis heute nicht ausliefern. In ihren Lagerhallen stapeln sich Millionen Atemschutzmasken. Warum ruft das Ministerium in der Hochphase der Corona-Pandemie diese Masken nicht ab?

Anwalt Lüpke erklärt es so: Das Ministerium sei überrascht gewesen über die Menge der angebotenen und angelieferten Ware. Es versuche, die Ware wieder loszuwerden oder gar nicht erst annehmen zu müssen. Das Bundesministerium für Gesundheit wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.Sendung vomDi, 4.5.2021 21:00 Uhr, MARKTCHECK, SWR Fernsehen

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2 Kommentare zu “MARKTCHECK DECKT AUF: Skandal – Das große Geschäft mit Masken

  1. Dazu gab es einen sehr interessanten Beitrag auf einem anderen Kanal und deshalb hält sich mein Mitleid mit den Beschaffern von Maulkörben in Grenzen.
    In einem Schreiben heißt es, daß sie Maulkörbe in unbegrenzter Zahl besorgen und liefern könnten und sie bekämen pro Mulkorb xxx bezahlt. Wenn ich so ein Angebot bekomme, dann stellen sich bei mir alle Haare hoch – und das als Privatperson, nicht als Geschäaftfrau!
    In unbegrenzter Zahl?! Ja du liebe Zeit, da wittert man doch ein Bombengeschäft und schaltet sein Gehirn ab! Das betraf z. B. eine aus Düsseldorf – und sie blieb auch auf den Dingern sitzen. Auch von ihr läuft eine Klage.
    Ud dann gibt es für mich einen Punkt:

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    • 1. Ich würde NIEMALS ein Geschäft mit dieser verbrecherischen Geschäftsleitung eingehen!!
      2. Ich ginge niemals ein Geschäft ein, in dem steht „unbegrenzt, sondern mit einerwie hier nötig, Stückzahl und das muß mir der Auftraggeber schriftlich bestätigen!“
      Heute Geschäfte mit anderen einzugehen ist immer riskant. Ich habe es hier vor Ort erlebt, daß ein Handwerker an unserem Haus eine Arbeit erledigt hatte und da sie ohne Beanstandungen war, wurde die Rechnung sofort bezahlt. Einen Tag später steht er bei uns auf der Matte und bedankt sich für die schnelle Bezahlung! Ich bin fast umgekippt! Und dann stellte sich heraus, daß viele nicht bezahlen, weil das un djenes nicht ordentlich wäre usw. usf. Da frage ich mich schon, wenn er bei uns saubere Arbeit abliefert, warum sollte er woanders eine schlechte Arbeit abliefern?! Seine Aussage habe ich auch noch von anderen gehört und bestätigt bekommen.
      Es gilt daher generell Vorsicht, denn auch dann kann was schief laufen. Leider!
      Sie waren nicht die einzigen, die bei diesem Geschäft nur noch Dollaraugen hatten und ordentlich zugriffen. 2 Millionen und jetzt will er 4?! Na ja, da sage ich dann nichts mehr.
      Übrigens war die Düsseldorferin auch im Video. Wenn von den 90 Händlern alle so um die 2 – 4 Millionen bestellt haben dann kommt da ein erkleckliches Sümmchen zusammen, die der Steuerzahler aufbringen muß.

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