INOSITOL – DER SÜSSE STOFF UND SEINE WIRKUNG

Veröffentlicht am 15. November 2020von rositha13

ITPP (Myo-inositol trispyrophosphate) - Deutsche Sporthochschule Köln

Bildquelle: https://www.dshs-koeln.de

Du hast noch nie was von Inositol gehört? Dabei hat das kleine Molekül eine große Bedeutung in deinem Körper. Es steht ganz eng im Zusammenhang mit den Zellwänden, deinem Nervensystem und damit deiner mentalen Performance.

Wo es seine Finger im Spiel hat und welche Aufgaben es übernimmt, erfährst du hier!

1. WAS IST INOSITOL?

Früher wurde Inositol zu den Vitaminen gezählt und als Vitamin B8 bezeichnet, da es tatsächlich einige Gemeinsamkeiten mit den B-Vitaminen aufweist. Heute ist diese Bezeichnung allerdings nicht mehr aktuell, denn bei Inositol handelt es sich chemisch gesehen um einen Alkohol, der aber mit dem Alkohol, den wir aus Getränken und Speisen kennen, nichts zu tun hat.

Nur strukturelle Ähnlichkeiten lassen ihn in die Klassifizierung der Alkohole fallen. Spannend ist auch, dass Inositol eine gewisse Süßkraft besitzt, nämlich ungefähr die Hälfte der Stärke von dem uns aus dem Alltag bekannten Haushaltszucker. In der Natur kommt Inositol in Pflanzen und Tieren vor. Dabei findet man den Stoff in unserer Nahrung, sowie bei vielen Stoffwechselprozessen im Organismus.

Er taucht in neun verschiedenen, sich ähnelnden Formen (sogenannten Isomeren) auf. Die wichtigste freie Form ist dabei das myo-Inositol, was du in vielen Stoffwechselprozessen deines Körpers finden kannst und was dein Körper sogar in kleinen Mengen selbst herstellt [1]. 

Take-Home-Message #1: Früher wurde Inositol zu den B-Vitaminen gezählt, diese Definition stimmt aber nicht mehr, da Inositol von deinem Körper selbst produziert werden kann. Es gehört zu den Alkoholen, aufgrund seiner chemischen Struktur. Die bekannteste Form ist das myo-Inositol.

2. WO FINDEN WIR INOSITOL IM MENSCHLICHEN KÖRPER?

Dein Körper kann Inositol selbst herstellen, nämlich aus Glucose. Da sich diese beiden Moleküle sehr ähneln, ist das ein einfacher Prozess. Hierbei ist es interessant, dass die produzierte Inositol-Menge viel höher ist, als die nutritive, also die durch die Nahrung aufgenommene!
Man findet es eigentlich im ganzen Körper. Besonders erhöht ist die Konzentration aber im HerzenMuskeln und Gehirn.

3. DIE FUNKTION VON INOSITOL

Eine wichtige Rolle spielt das kleine Molekül besonders in den folgenden zwei Kompartimenten:

  • Als Baustein von Biomembranen
  • In der Signalweiterleitung zwischen den Zellen

Warum Biomembranen in deinem Körper so wichtig sind

Dein Körper besteht aus unendlich vielen Körperzellen, aus 100 Billionen, um genau zu sein. Sie sind extrem sensibel und wichtig für jede einzelne Körperfunktion.

Geschützt werden sie durch Biomembranen, also durch eine Zellschicht mit Schutzschildfunktion. Nach heutiger Vorstellung besitzen Membranen eine flüssig-kristalline Struktur.

Die Membran ist natürlich wichtig, damit keine Erreger oder unerwünschten Stoffe die Funktionen deiner Zellen negativ beeinflussen können. Außerdem ist jeder Körperbereich, ein sogenanntes Kompartiment, für bestimmte Aufgaben verantwortlich.

Die Membran trennt zudem diese Kompartimente erfolgreich voneinander ab. Deine Organe bleiben so leistungsstark und du kannst deinen täglichen Aufgaben problemlos nachgehen. Jetzt weißt du, wozu die Biomembranen deinen Zellen dienen. Welche Rolle spielt hier jetzt das Inositol?

Ganz einfach: Zu den einzelnen Bauklötzen der Biomembranen gehört eine Reihe chemischer Moleküle. Sie bieten Stabilität, Schutz und Barriere.


Ein wichtiges dabei ist ein Isomer des Inositol, nämlich das Phosphatidylinositol. Es ist also wichtig wenn es darum geht, dass deine Zellen in ihren vielfältigen Aufgaben nicht von externen Faktoren gestört werden [2].

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