Epoch Times3. November 2020Aktualisiert: 4. November 2020 14:56
US-Präsident Donald Trump und Joe Biden.Foto: Getty ImagesDie US-Präsidentenwahl läuft auf Hochtouren. Beide Kandidaten haben in ihren Reden den Wahlsieg angedeutet – weitere Ergebnisse werden erwartet. Einige entscheidende Staaten sind noch offen.
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Eine Tabelle mit den aktuellsten Daten finden Sie unter: https://www.theepochtimes.com/election-2020
Die Schlacht um die entscheidenden Schlüsselstaaten bei US-Präsidentschaftswahlen war schon immer heftig. Amtsinhaber Donald Trump will die noch laufende Stimm-Auszählung in entscheidenden Bundesstaaten wie Pennsylvania, Michigan, Wisconsin oder Georgia gerichtlich anfechten. AFP gibt einen Überblick über die Lage in den wichtigen Schlüsselstaaten und wann dort möglicherweise ein Ergebnis zu erwarten wäre:
Pennsylvania (20 Wahlleute)
Der Bundesstaat, der zu der als Rostgürtel bekannten Industrieregion im Norden der USA gehört, ist besonders umkämpft – und könnte in diesem Jahr die Wahl entscheiden. Sowohl Trump als auch sein Herausforderer Joe Biden von den Demokraten haben hier in den vergangenen Wochen wiederholt Wahlkampfveranstaltungen abgehalten.
2016 siegte Trump in Pennsylvania überraschend mit einem Vorsprung von nur 0,7 Prozentpunkten. In diesem Jahr lag Biden, der in der Stadt Scranton in Pennsylvania geboren wurde, im Umfrageschnitt vor der Wahl zwischen drei und fünf Punkten vor Trump.
In Pennsylvania lag Trump in der Wahlnacht bei der laufenden Stimm-Auszählung zwar klar vor Biden. In dem Bundesstaat hatten aber – wie in den USA insgesamt – viele Wähler per Brief vorab gewählt.
Michigan (16 Wahlleute)
Der an den Großen Seen gelegene Bundesstaat mit der Autometropole Detroit gehört ebenfalls zum Rostgürtel. Trump hatte das eigentlich demokratisch geprägte Michigan 2016 mit nur 0,2 Prozentpunkten – weniger als 11.000 Stimmen – Differenz gewonnen.
Wisconsin (10 Wahlleute)
Clinton versäumte es 2016, dem Bundesstaat im Wahlkampf einen Besuch abzustatten, so fest glaubte sie an einen Erfolg. Ein Fehler: Trump gewann Wisconsin mit nur rund 22.700 Stimmen Vorsprung. Die Demokraten hielten im August ihren – wegen Corona letztlich weitestgehend virtuell ausgetragenen Parteitag – in Wisconsin ab, ein Zeichen, wie wichtig sie den Bundesstaat nahmen. Im Umfrageschnitt hatte Biden vor der Wahl hier zwischen sechs und acht Prozentpunkte Vorsprung.
In der Wahlnacht lag zunächst Trump bei der Stimmauszählung vorne, dann kam Biden immer näher an seinen Rivalen heran. Am frühen Mittwochmorgen, als schon rund 90 Prozent der Stimmen ausgezählt waren, zog Biden laut CNN sogar knapp an Trump vorbei. Wer bei der Wahl die meisten Stimmen in einem Bundesstaat bekommt, dem werden in den USA alle Wahlleute zugeschlagen, die für die Präsidenten-Mehrheit entscheidend sind – selbst wenn am Ende nur wenige hundert Stimmen den Ausschlag geben sollten.
North Carolina (15 Wahlleute)
Trump und Biden lieferten sich auch in dem konservativ geprägten Bundesstaat an der US-Ostküste ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Republikaner hielten hier ihren – wie bei den Demokraten letztlich weitgehend virtuell ausgetragenen – Parteitag ab. Im Durchschnitt lag Biden hier vor der Wahl rund fünf Prozentpunkte vor Trump.
Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen war der Abstand zwischen beiden am Mittwochmorgen recht knapp. Mit einem Ergebnis wurde ursprünglich noch in der Wahlnacht gerechnet, am Mittwochmorgen lag dies aber immer noch nicht vor.
Georgia (16 Wahlleute)
Auch der Südstaat Georgia ist seit Jahrzehnten fest in Republikaner-Hand, aber auch hier ist die demokratische Wählerschaft angewachsen. Biden machte sich deswegen Hoffnung auf einen möglichen Erfolg. In Umfragen vor der Wahl lagen Biden und Trump etwa gleichauf.
Und tatsächlich: In der Wahlnacht hatte Trump nur einen kleinen Vorsprung vor Biden, wobei dort schon über 90 Prozent der Stimmen ausgezählt waren. Mit einem Ergebnis wurde aber erst am Tag nach der Wahl gerechnet, weil laut CNN ein wichtiger Bezirk, zu dem Atlanta und seine bevölkerungsreichen Vorstädte gehören, die Stimmauszählung unterbrach und erst am Mittwoch um 08.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MEZ) fortsetzen wollte.
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