Corona-Ausschuss: „Man braucht viele dumme Leute, damit das klappt“ – Teil 2

Corona-Ausschuss: "Man braucht viele dumme Leute, damit das klappt" – Teil 2

Medienberichte in Deutschland mit Bildern und Zahlen aus Bergamo während der Hochphase des Krankheitsgeschehens waren und sind entscheidend für die Begründung und Durchsetzung der Corona-Maßnahmen hierzulande.24Folge uns aufBei der achten Anhörung der Stiftung Corona-Ausschuss ging es um die Situation und deren Hintergründe in den USA und weiteren Ländern. Medienberichte aus den USA und Italien waren mit ausschlaggebend für die in Deutschland verordneten Corona-Maßnahmen.

Vorbemerkung: RT Deutsch berichtet in einer eigenen Serie mit Artikeln und Podcasts über die Arbeit der Stiftung Corona-Ausschuss. Dabei geht es neben der Information eines möglichst breiten Publikums auch um die Dokumentation der Ausschussarbeit zur Corona-Krise als ein buchstäblich umwälzendes Ereignis. Durch die Fülle der Informationen folgt die Berichterstattung mit zeitlicher Verzögerung. Gleichwohl bleibt sie durch das Geschehen an sich tagesaktuell – mit Blick auf die weiteren Entwicklungen sowie hinsichtlich einer Aufarbeitung der bisherigen Ereignisse.

Am 7. August kamen die Juristen der Stiftung Corona-Ausschuss zu ihrer achten Sitzung in Berlin zusammen, um die Regierungsmaßnahmen in der Corona-Krise zu untersuchen und einer öffentlichen sowie rechtlichen Bewertung zugänglich zu machen.Mehr lesen:Corona-Ausschuss: Zwischenbericht – SARS-CoV-2 und die Lockdown-Folgen

Thema dieser mehrstündigen Anhörung war der „Blick von innen“ aus den USA und anderen Ländern auf das jeweilige Geschehen vor Ort. Bilder und Berichte aus den USA und Italien zu den dortigen sogenannten „Corona-Opfern“ in den deutschen Medien waren und sind entscheidend für die Begründung und Durchsetzung der Corona-Maßnahmen hierzulande.

Es berichteten aus den USA die holistische Ärztin Pam Popper (Teil I), aus Nepal der Unternehmer Ash Zrl, aus Italien der Arzt Dr. Luca  Speciani, aus Argentinien die Journalistin Gaby Weber und aus Irland die Virologin und Immunologin Prof. Dolores Cahill (Teil II).

Auch bei dieser Anhörung wurden die Juristen des Ausschusses vom Lungenarzt und Epidemiologen Dr. Wolfgang Wodarg unterstützt, der maßgeblich zur Aufklärung der sogenannten „Schweinegrippe-Pandemie“ von 2009 beitrug und heute den Umgang mit der „Corona-Krise“ kritisiert. Hierzu war Wodarg in der ersten Ausschusssitzung bereits selbst als Experte ausführlich befragt worden.

Anhörung – USA – Der Blick von innen / Aktuelle Lage in anderen Ländern

BERICHT EINES UNTERNEHMERS AUS NEPAL

Zum Zeitpunkt der Anordnung des Lockdowns am 25. März habe es in seinem Land nur zwei testpositive „Corona-Fälle“ und keinen einzigen „Corona-Toten“ gegeben. Ende Juli hätten dann Tausende junger Leute gegen den Lockdown und dessen Folgen protestiert. Die Bevölkerung forderte bessere Lösungen und wieder arbeiten zu können. Die Regierung habe dann zwar den strikten Lockdown aufgehoben, jedoch Proteste verboten und eine Maskenpflicht sowie Bußgelder bei Verstößen dagegen verhängt. Schließungen von Schulen und Geschäften sowie lokale Lockdowns und Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs bestünden fort. Sonderpolizei sei im Einsatz.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen seien massiv, insbesondere durch den Einbruch des Tourismus. Für normale Leute wie ihn gebe es keine Unterstützungsleistungen oder finanzielle Erleichterungen durch die Regierung. Er habe sich erfolglos an die zuständigen Stellen gewandt.

Es gibt vielleicht einige Leute, die Kontakte oder politischen Einfluss haben. Über diese Leute weiß ich nichts. Aber für normale Leute gibt es keine Antwort.

Er selbst überlebe mit seiner Frau durch deren Verdienst als Lehrerin, die nun online unterrichtet. Nach der leichten Öffnung habe er wieder angefangen, etwas zu arbeiten. Ohne Ersparnisse wäre die Situation noch schwieriger. Die Ausbildung seiner Tochter hätten sie momentan einstellen müssen.

Zum Zeitpunkt der Anhörung seien offiziell 70 Personen als Corona-Tote und 22.214 als Infizierte beziehungsweise Testpositive registriert worden. Die Regierung habe die Anzahl der Tests erhöht und die Zahl positiver Testbefunde sei gestiegen. Es handele sich dabei nicht um die Zahl tatsächlich Erkrankter.

Die Folgen beträfen auch die rund fünf Millionen Nepalesen, die im Ausland lebten und arbeiteten oder studierten, etwa in Indien und Australien. Dort verlören viele ihre Arbeit infolge der Corona-Maßnahmen, weshalb sie in ihre Heimat zurückkehren wollten. Die Verwendung dafür vorgesehener Unterstützungsgelder eines Sonderfonds der Regierung in Höhe von 90 Millionen US-Dollar sei nicht geklärt. Personen, die nach dem Verbleib der Gelder fragten, seien verhaftet worden. In der für Rückkehrer obligatorischen Quarantäne komme es zu körperlichen Übergriffen wie beispielsweise Vergewaltigungen.

Seiner Einschätzung nach ist die Bevölkerung in seinem Land weniger informiert als in Europa. Es gebe auch nicht die intellektuelle Unterstützung durch Wissenschaftler, um die Situation besser einschätzen und sich eine umfassendere Meinung bilden zu können. Regierung und Medien vermittelten nur die Informationen, sich an die Maßnahmen zu halten.

BERICHT DES ARZTES DR. LUCA SPECIANI AUS ITALIEN

Die Situation in Italien, über die er zusammen mit anderen Experten bereits in einer eigenen mehrstündigen Anhörung berichtete, sei nicht gut. Anfänglich seien Obduktionen verboten gewesen. Man habe daher keine genauen Erkenntnisse über die Erkrankung gewinnen können. Es habe falsche Protokolle zur medizinischen Behandlung und eine große Anzahl Toter gegeben. Die Zahl als „COVID-Tote“ Registrierter belaufe sich auf 35.000 (Stand zum Zeitpunkt der Anhörung). Es seien womöglich nicht alle dieser Personen an COVID gestorben. Schließlich sei es sehr einfach gewesen, Fälle als „COVID-Tote“ zu registrieren, obwohl nicht COVID die Todesursache war, sondern andere schwerwiegende und lebensbedrohliche Erkrankungen wie unter anderem Herzinfarkte und Krebs – und lediglich ein positiver „Coronatest“ vorlag.

Die anfänglich vermeldete hohe Sterberate sei falsch. Denn sie beruhe auf wenigen Tests, die zudem bei Schwerkranken in intensiver Therapie oder Quarantäne erfolgten. Die tatsächliche Fallsterblichkeit sei geringer. Diese falsche Information habe Angst und Panik befördert, an COVID zu sterben.

In Italien habe die Regierung einen sehr harten Lockdown verhängt. Die Berichterstattung in den Medien habe die Angst und Panik in der Bevölkerung zusätzlich geschürt und damit zur Durchsetzung dieser weltweit härtesten Lockdown-Maßnahmen beigetragen, mit Ausgehverbot und Passierscheinen sowie entsprechenden Polizeikontrollen und Festnahmen bei Verstößen. Trotz dieses drastischen Lockdowns habe Italien weltweit eine der höchsten Anzahl an Toten im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl.

Es scheine, als sei Italien ein Experimentierfeld für die pharmazeutische Industrie rund um Impfungen. So habe es in den Jahren 2014 und 2016 Treffen zwischen den Regierungen Italiens und der Vereinigten Staaten sowie den Spitzen einiger Pharmakonzerne gegeben. Dabei habe man das Land als günstig für pharmazeutische Aktivitäten bewertet. Teilnehmer aus den Kreisen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien mittlerweile Leiter des technisch-wissenschaftlichen Komitees in Italien, das alle diesbezüglichen Entscheidungen in dem Land trifft.

Wir sind also fest an die Pharmakonzerne gebunden. Denn unser wissenschaftliches Komitee verfügt über weitreichende Machtbefugnisse und es ist in den Händen von Sanofi, Pfizer, AstraZeneca, Glaxon, weil diese Personen und Ärzte mit diesen Firmen verbunden sind. Unsere Minister, etwa für Bildung und für Gesundheit, geben die Macht über alle Entscheidungen zu Lockdowns an dieses wissenschaftliche Komitee ab. Das ist ein schwerer Fehler. Italien ist also momentan in den Händen pharmazeutischer Konzerne und nicht in den Händen der Regierung, die sich in Wahlen und gegenüber der Bevölkerung verantworten muss.

Im italienischen Fernsehen könne man nun dauernd Nachrichten über „Infektionsherde“ sehen. Bei einzelnen Menschen mit Symptomen würden dabei umfangreiche Quarantänemaßnahmen und Schließungen in dessen Umfeld angeordnet. Alle davon betroffenen Personen würden getestet und bei rund 30 Prozent fielen diese Tests positiv aus. Diese Personen gelten nun als „infiziert“ und „krank“.

Das ist ein weiterer schmutziger Trick, denn sie sind asymptomatisch und gesund. Sie sind nicht infiziert. Sie haben womöglich nur irgendwann mit dem Virus Kontakt gehabt, vielleicht vor sechs oder drei Monaten, aber man bezeichnet diese Orte als ‚Infektionsherde‘ und verängstigt damit die Leute.

Die Intensivstationen seien (zum Zeitpunkt der Anhörung) leer und es gebe keine weiteren „Corona-Toten“ mehr. Die wenigen Todesfälle, die gemeldet würden, stürben nicht wirklich an COVID.

Das decke sich mit den Erkenntnissen aus der Anhörung zu den Tests, so der Ausschuss. Speciani bestätigte, dass es einen Unterschied zwischen asymptomatischen und symptomatischen Infektionen und deren Infektiosität gebe.

Ich denke, dass asymptomatische Personen andere Personen nicht infizieren können. Sie können das COVID-Virus übertragen. Doch ohne Symptome ist die Viruslast sehr gering und [eine Infektion] nicht möglich.

Die Massenveranstaltungen im Sommer, bei denen Leute dicht an dicht Kontakt hatten, bestätigten dies. Denn diese hätten keinen Einfluss auf das Krankheitsgeschehen gehabt.

Anstelle eines tatsächlichen Krankheitsgeschehens, das gegenwärtig nicht existiere, handele es sich um einen Trick mittels Panikmache, der als Vorbereitung für einen zweiten Lockdown dienen könne. Er schließe bürgerkriegsähnliche Zustände in seinem Land nicht aus, sollte es dazu kommen.

Aber vielleicht ist es das, was sie wollen. Denn sie wollen in Italien härtere Gesetze und härtere Lockdowns durchsetzen, um eine Revolution und harte Reaktionen [der Bevölkerung] zu verhindern.

Das sei ein „großer Trick“. In Europa und weltweit müsse man gegen dieses Verhalten der Regierungen vorgehen. Denn wenn Italien falle, dann folgten danach Länder wie Deutschland, Großbritannien und andere. Der Trick sei sehr klar erkennbar.

Panik zu erzeugen, selbst wenn es keine weiteren Tote durch COVID-19 gibt. Daher müssen wir gegen diesen Trick mit den ‚Infektionsherden‘ vorgehen. Diese ‚Infektionsherde‘ dürfen nicht akzeptiert werden. Eine Vereinigung von Wissenschaftlern sollte gegen diesen Trick aktiv werden: ‚Nein, es gibt keine Infektionsherde. Es gibt Herde mit Personen, die bereits Kontakt zum Virus hatten und vermutlich vor diesem geschützt und damit ungefährlich und nicht in Todesgefahr sind.‘

Angesichts eines nicht vorhandenen Krankheitsgeschehens mit leer stehenden Intensivstationen gebe es keinen Grund für einen neuen Lockdown. Ein solcher habe mit politischen Gründen zu tun, nicht mit gesundheitlichen.

Warum tut die italienische Regierung das, fragte der Ausschuss.

Es gebe Interessen und Netzwerke in Finanz- und Wirtschaftskreisen, die eine „globale Regierung“ anstrebten. Der Weg dorthin führe darüber, Armut und Rufe nach Hilfe durch globales Regierungshandeln zu erzeugen. Die ganze Mittelschicht in Italien sei davon betroffen. Restaurants, Läden und sonstige Geschäfte müssten schließen. Ein zweiter Lockdown wäre der endgültige Todesstoß für deren wirtschaftliche Aktivitäten.

Wir werden also Armut haben und womöglich einen Bürgerkrieg. Und dann werden wir eine starke Lösung mit einem neuen Mussolini, mit einem neuen Hitler haben, der auftaucht und uns erzählt: ‚Ich werde euch schützen.‘ Wir werden Sondergesetze und spezielle Ideen haben und keine freie Bevölkerung mehr sein.

Das wäre genauer zu überprüfen, kommentierte der Ausschuss die Einschätzungen von Speciani.

BERICHT DER JOURNALISTIN GABY WEBER AUS ARGENTINIEN

Bei der Situation in Argentinien müsse man bedenken, dass das Land auf der Südhalbkugel liege und dort zur Zeit unseres Sommers Winter sei. Als der Lockdown am 12. März durch die Regierung angeordnet wurde, habe es landesweit keine „Corona-Toten“ und nur eine Handvoll Fälle gegeben, die auf Heimkehrer und Touristen aus Europa zurückzuführen seien. Trotz kaum vorhandenen Krankheitsgeschehens seien die Maßnahmen mit Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit hart gewesen.

Das Gesundheitssystem in Argentinien sei anders als in einigen Nachbarländern nicht privat und kostenpflichtig, sondern öffentlich organisiert und relativ gut. Doch im Winter litten viele Argentinier an Erkältungskrankheiten, da sie in schlechten Wohnungen ohne Heizung oder gar Bruchbuden lebten. Insbesondere in Slums gebe es keine Möglichkeit, Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einzuhalten. Gerade die dortige Bevölkerung sei schlichtweg darauf angewiesen, ihr buchstäbliches tägliches Brot zum Überleben zu erarbeiten.

Testungen seien bislang kaum durchgeführt worden.


In wenigen Fällen, wo dann mal beispielsweise ein Slum getestet wurde (…), [haben] diese dann ergeben, dass bis zu 70 Prozent der Bevölkerung jetzt schon positiv getestet sind. Dass sie irgendwann in ihrem Leben mit diesem COVID-Virus in Kontakt gekommen sind. Die haben keine Symptome, dann wären sie ja in Behandlung, aber sie sind positiv.

Einige Spezialisten könnten wissen, dass ein positiver Testbefund nicht gleichbedeutend damit ist, erkrankt oder infiziert zu sein, erklärte Weber auf Nachfrage des Ausschusses zur Bekanntheit der Testproblematik in Argentinien. Doch die Allgemeinheit wisse dies nicht.Mehr lesen:Corona-Ausschuss. „Es werden Gehirnwäschen im großen Stil durchgeführt“ – Teil 1

Nach fünf Monaten (zum Zeitpunkt der Anhörung) gelten weiterhin härteste Maßnahmen. Zum Verlassen des Hauses sei eine App für das Mobiltelefon obligatorisch, deren Daten bei Amazon gespeichert würden. Die Polizei kontrolliere die Berechtigungen, sich in der Öffentlichkeit bewegen zu dürfen. Es bestehe über personenbezogene Datenerfassung absolute Kontrolle, sodass beispielsweise ohne Datenabgleich keine Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel möglich sei. Familienbesuche und andere soziale Kontakte könnten nach einer neuen Regierungsverordnung mit bis zu zweijährigen Haftstrafen geahndet werden. Einige Juristen hätten angekündigt, gegen solche Grundrechtseingriffe vorzugehen.

Die Leute haben seit (…) Monaten Hausarrest, ohne dass sie irgendetwas getan hätten. Sie haben ja keine Straftat begangen. Sie kommen nicht raus. Sie können ihrem Beruf nicht nachgehen. Die Schulen und die Universitäten sind geschlossen. Und es gibt kein Ende in Sicht.

Das alles spiele sich bei kaum vorhandenem Krankheitsgeschehen ab.

Mittlerweile begännen Proteste gegen diese Verordnungen, auch weil die Regierung die Situation für sich ausnutze. Schließlich sei ein Regieren ohne Parlament, ohne Gerichte und ohne funktionierende Presse recht bequem.

Es gibt überhaupt keine Gewaltenteilung mehr. Sie können eigentlich durchziehen, was sie wollen. Und sie begründen das auch noch damit: ‚Wir sind hier für das Leben und die anderen wollen nur ihre bürgerlichen Rechte wahrnehmen.‘

Doch diese Argumentation stimme so nicht. Schließlich seien nahezu 60 Prozent der Argentinier arm. Diese Menschen, die zum Überleben auf ihre Jobs angewiesen seien, kämen nun nicht mehr raus. Nach mehreren Monaten sei die Stimmung sehr aufgeheizt. Sie wisse nicht, „wo das enden soll“.

Eine drohende bürgerkriegsähnliche Situation sehe sie momentan nicht. Die Mehrheit der Bevölkerung befinde sich weiterhin in Angst und Panik davor, „dass doch noch irgendwann die große Welle kommt“.

Nur, es kommt keiner auf die Idee (…), diese Fälle, die es jetzt gibt, mit der Grippe vor einem Jahr zu vergleichen. (…) In jedem Jahr geht im Juni, Juli und August die Welle hoch. Wir haben dann Winter. Und, wie gesagt, die meisten Leute haben keine isolierten Wohnungen. Und jedes Mal geht das dann hoch.

Hier gehe es um Gesundheitspolitik und nicht lediglich um individuelle Krankheits- und Todesfälle. Es stelle sich daher die Frage:

Wer sind diese Politiker, die jetzt dies Maßnahmen ergreifen?

Weber erinnerte an die Rolle einiger Minister der argentinischen Regierung bei der ungeprüften Zulassung des umstrittenen Herbizids Glyphosat und weiterer Pestizide, die im volkswirtschaftlich bedeutenden Agrobusiness landesweit massenhaft eingesetzt werden. Wenn dieselben Personen, die seit Jahren Gesundheitsrisiken durch den flächendeckenden Einsatz gefährlicher Chemikalien in Kauf nähmen, nun im Namen der Gesundheit solche Maßnahmen durchsetzten, dann spreche das nicht für deren Glaubwürdigkeit und Legitimation.

Im Nachbarland Uruguay sei die Situation ganz anders. Dort seien zwar auch die Grenzen geschlossen worden, doch alles Weitere habe auf freiwilliger Basis funktioniert. Man habe den Leuten empfohlen, an die frische Luft zu gehen und Sport zu machen. Genau das, was in Argentinien seit Monaten verboten sei.

Die Uruguayer haben das von Anfang an ganz anders gehändelt. Sie haben kaum Maßnahmen ergriffen. Sie haben den Leuten erklärt, was zu machen ist. Wie gesagt, auf der Freiwilligkeitsbasis. Und sie haben, glaube ich, unter hundert Fälle in der ganzen Zeit [bis zum Zeitpunkt der Anhörung]. Die Geschäfte und Restaurants sind wieder offen, die Leute sind auf der Straße. Und da ist auch Winter. (…) Man sieht, man kann es auch anders händeln.

Für die in Argentinien beginnenden und zunehmenden Proteste, über die die Medien kaum berichteten, gebe es vor allem wirtschaftliche Gründe. Das Land sei schon durch die Politik der Vorgängerregierung praktisch bankrott gewesen. Die Maßnahmen der jetzigen Regierung hätten nun noch die letzten Reste völlig zerstört. Der großen Bevölkerungsmehrheit, die nicht privilegiert sei und über kein regelmäßiges monatliches Einkommen verfüge, habe man die Möglichkeit genommen, sich durchzuschlagen. Auf den Straßen seien 25.000 Militärs im Einsatz und riegelten beispielsweise Armenviertel ab. Dadurch sei die Ernährungssituation massiv eingeschränkt worden. Abhilfe habe es teilweise durch gewerkschaftliches Engagement mit Hilfslieferungen von zumindest Gemüse gegeben.

Bitte hier weiterlesen:

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/107313-corona-ausschuss-man-braucht-viele-dumme-leute-damit-das-klappt-teil-2/

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